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"Altes Rom", Meldungen

Das "Römische Reich" ist eine Dichtung der kriminellen Vatikan-Kirche von 1400 - siehe das Buch von Zillmer: Kolumbus kam als Letzter

Römisches Reich, Details: Aquädukte und Wassertunnel mit Wasserspielen -- hohe Kriminalität -- sexuelle Orgien -- Waffensysteme -- das Koloesseum um Mittelalter war ein Einkaufszentrum -- römischer Lastkahn und Amphoren -- deutsches Römerlager mit Schuhnägeln -- italienische Weinherstellung kam vor den Franzosen -- Kalk und Vulkanasche = römischer Beton -- Römischer Beton hält immer noch -- Neapolis 365 n.Chr. von Tsunami verschluckt - liegt am Meeresgrund
Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Spiegel
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9.3.2009: Aquädukte im Römischen Reich: Beispiel Naher Osten mit einem 100 km langen Wassertunnel und "Wasserspielen" ohne Betrieb

aus: Spiegel online: Archäologie: Der Kanal der Pharaonen;
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,611973,00.html
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,611973-2,00.html

<Von Matthias Schulz

Ein deutscher Forscher hat im Bergland von Jordanien den längsten Tunnel des Altertums entdeckt. Die Steinröhre, rund hundert Kilometer lang, förderte einst Millionen Tonnen Trinkwasser in die Prunkstädte des von Römern besetzten Vorderen Orients. Doch das Bauwerk gibt Rätsel auf.

Wenn die Römer nicht gerade damit beschäftigt waren, Feinde zu besiegen, dann verschwendeten sie Wasser. Überall gluckste und sprudelte es. Genormte Bleirohre ersannen die Ingenieure des Reichs, Aquädukte, hoch wie Festungen, und Leitungen mit 15 bar Druck.

Allein in der Hauptstadt gab es Tausende Brunnen, Tränken und Thermen. Reiche Senatoren erquickten sich in Privatbädern und verzierten ihre Gärten mit kühlenden Grotten. Ergebnis war ein Rekordverbrauch von mehr als 500 Liter Wasser pro Kopf und Tag (Deutschland heute: um 125 Liter).

Als das Imperium kurz vor Christi Geburt ins karge Palästina einrückte, war es mit dem Plantschen allerdings vorerst vorbei - zu trocken.

Aber auch dort schufen kluge Aquaplaner schließlich Abhilfe: In der früheren römischen Provinz Syria (im heutigen Jordanien) wird derzeit ein sensationelles Kanalsystem untersucht. Es verläuft 106 Kilometer weit unterirdisch.

Entdecker des Tunnels ist der Darmstädter Professor für Hydromechanik Mathias Döring. Über bemooste Stufen zwängte er sich in düstere Kavernen, verputzt mit wasserdichtem Mörtel. Griechische Buchstaben prangen an den Wänden, Fledermäuse huschen umher. "Manchmal mussten wir die Arbeit abbrechen - zu wenig Sauerstoff", so der Projektleiter.

Qanat Firaun, "Kanal der Pharaonen", nennen Einheimische die verwitterte Fernleitung. Unter den Anwohnern kursiert das Gerücht, in den bis zu 80 Meter tiefen Stollen sei Gold versteckt.

Döring weiß jetzt mehr. Das Aquädukt ist römischen Ursprungs. Es beginnt in einem - heute ausgetrockneten - Sumpf in Syrien, verläuft zuerst 64 Kilometer weit oberirdisch, ehe es in drei Tunnel von einem, 11 und 94 Kilometer Länge verschwindet. Die bislang längste bekannte Wasserröhre der Antike - in Bologna - ist nur 19 Kilometer lang.

"Erstaunlich" nennt der Forscher die Schlagleistung der Bautrupps, vermutlich waren es Legionäre. Mehr als 600.000 Kubikmeter Stein hämmerten die Soldaten aus dem Boden. Das entspricht einem Viertel der Cheopspyramide.

Drei große Städte der "Dekapolis", eines Wirtschaftsverbunds von anfangs zehn Kommunen, wurden so mit Quellwasser versorgt. Endpunkt war Gadara, eine Stadt mit rund 50.000 Einwohnern. Der Bibel zufolge trieb Jesus dort Dämonen aus und jagte sie in eine Schweineherde.

Im kommenden April wird Döring mit seinen Studenten wieder vor Ort sein, um die Unterwelt weiter zu erkunden. Jeden Morgen schwärmt die Gruppe dann mit Theodoliten und GPS-Geräten ins karge Gelände aus. Gesucht werden neue Einstiege, die in das verborgene Labyrinth führen. Als Grabungscamp dient ein armseliges Bauernhaus inmitten der Ruinen des antiken Gadara, hoch über dem See Genezareth.

Etwa um 90 nach Christus, so viel ist klar, wurde die gigantische Unternehmung gestartet. In Rom regierte Kaiser Domitian, das Reich stand in voller Blüte. Frontinus, Oberaufseher der Wasserversorgung in der Hauptstadt, gebot über neun hochbeinige Aquädukte. Selbst in den Keller des Kolosseums ließ er kostenlos Wasser pumpen.

Auch die Levante erlebte damals einen enormen Aufschwung - durch den Orienthandel. Die Plebs wollte Tiger sehen. Domitians Thron umstrich ein zahmer Löwe. Reiche Senatoren labten sich an Gewürzen aus Indien und trugen Seide aus China. Wer auf sich hielt, nebelte mit Weihrauch und beschaffte sich schöne Sklavinnen aus Arabien.

Entsprechend schwunghaft lief der Wüstenhandel. Karawanen drängten zur Rast durch die Tore Gadaras, Kamele standen an den Tränken. Die Römer bauten in der Stadt zwei Theater. Sogar ein Nymphen-Heiligtum wurde geplant, mit Fontäne und einem 22 Meter langen Becken.

Für solchen Luxus reichten die lokalen Quellen jedoch nicht. Bald klagte die Region über Wassermangel. So entschloss sich die Stadtverwaltung zu einem beispiellosen Kraftakt. Nach bisherigem Wissensstand wurde weit im Hinterland, bei Dille im heutigen Syrien, ein Fluss angezapft. Diesen leitete man in einen Trog aus römischem Beton, dem berühmten Opus Caementitium.

Oben war die Rinne mit Platten abgedeckt - ein Schutz gegen Tiere, Vogelkot und Staub. Zugleich fiel kein Licht hinein, das stoppte das Algenwachstum.

Mit geringer Neigung zog sich die Leitung über das syrische Hochplateau. Hunderte Zementmischer schwitzten in der Sonne. Schließlich war die erste Stadt, Adraa, erreicht.

Dann aber stellte sich das nordjordanische Bergland in den Weg, eine Abfolge von Tafelbergen, umgrenzt von steilen Schluchten. Gleich das erste Hindernis, das Wadi al-Schalal, schnitt 200 Meter tief in die Landschaft. Kein römischer Baumeister hätte den Abgrund überbrücken können. Was tun?

Die Ingenieure wichen zunächst nach links aus und führten das Aquädukt entlang der Bergflanke nach Süden. Weil in dem unwegsamen Gelände eine oberirdische Trassierung kaum möglich war, verlegten sie den Wasserlauf ins Innere des Steilhangs. So ging es elf Kilometer weit.

Dann endlich war das Wüstental so eng, dass es sich mit einem kühnen Brückenschlag überwinden ließ. Noch heute liegen die Steinquader des Bauwerks in der Schlucht.

Jenseits des Abgrunds aber folgte noch schlimmeres Terrain, ein Auf und Ab aus Hügeln und Hängen. Vor Karthago hatten die Römer in einer ähnlichen topografischen Situation das Wasser 19 Kilometer weit über gewaltige Mauern und Steinbögen geführt.

Diesmal verfolgte das Imperium ein noch ehrgeizigeres Ziel. Die Reststrecke sollte komplett unter der Erde verlaufen. Brücken waren so zwar nicht mehr nötig; unter Tage konnten die Hauer die Tunnelsohle in der gewünschten Höhe einfach aus dem Fels meißeln.

Doch dem standen gewaltige Nachteile gegenüber: Der Kompass war in der Antike unbekannt; wie sollte man sich im Berg orientieren? Und wie die Stollen bewettern? Schon nach wenigen Metern hätten die Handwerker in dem staubigen Schlauch mit Atemnot gekämpft.

Zudem: Bei einer durchschnittlichen Höhe von 2,5 Metern (Breite: 1,5 Meter) konnten unter Tage nur je vier Legionäre für den Vortrieb sorgen. Mehr als zehn Zentimeter pro Tag schafften sie nicht. Bei dem Tempo hätten sie Gadara bis heute noch nicht erreicht.>


<Teil 2: Katerstimmung in Gadara

Vermesser, Wasserbauer und Minenexperten reisten ins Morgenland, um das Problem zu lösen. Döring hat deren Arbeitsweise jetzt weitgehend entschlüsselt. "Vieles spricht dafür, dass die Ingenieure zunächst den oberirdischen Verlauf der Trasse festlegten und dann alle 20 bis 200 Meter schräge Schächte in den Fels abteuften", erklärt er.

Diese Kamine führten frische Luft heran. Zudem konnten nun Hunderte Männer gleichzeitig ans Werk gehen.

Als Kaiser Hadrian 129 nach Christus die Dekapolis besuchte, war das Unternehmen in vollem Gang. Zum Klang von Trompeten traten die Legionäre und örtlichen Hilfskräfte an und kletterten abwärts. Gearbeitet wurde mit Spitzmeißeln im Schein von Öllampen. Knechte schleppten den Aushub die Schächte empor.

Anhand der alten Service-Öffnungen ließ sich jetzt der Verlauf des Hydro-Labyrinths ermitteln. "Fast alle Einstiege wurden bereits im Altertum vermauert, damit keine Tiere hineinfielen", erzählt Döring, "andere fanden wir verschüttet oder meterdick mit Müll verstopft." In einem Schlund lagen tote Hühner.

Wie ein Bergsteiger, die Hand an der Strickleiter, stieg der Meister mit seinen behelmten Studenten im 50-Grad-Winkel die Treppen hinab. Mit jeder Stufe wurde es glitschiger.

Unten auf der Tunnelsohle umfing die Forscher feuchte Finsternis. Zuweilen war es so stickig, dass die Gas-Überwachungsgeräte zu piepsen begannen. Geröll versperrte den Weg, davor staute sich hüfthoch Schlamm und Regenwasser. Dann wieder pfiff und wehte es wie im Windkanal.

Mehr als 300 Abstiege hat die Gruppe bislang aufgespürt. Gleichwohl ist noch vieles unklar. "Auf den ersten 60 Kilometern weist der Tunnel eine Neigung von 0,3 Promille auf", erklärt der Projektchef. Das sind 30 Zentimeter pro Kilometer - ein phantastisch niedriger Wert.

Zwar kannten die Römer den Chorobat, eine aus Persien übernommene sechs Meter lange Wasserwaage; auch füllten sie Ziegendärme mit Wasser - so konnten sie um die Ecke nivellieren. Doch damit allein lässt sich die Präzision des Wunderbaus nicht erklären.

"Zuerst mussten die Vermesser kilometerweit eine einheitliche Höhenlinie mit Pfählen markieren", gibt Döring zu bedenken. Schon das war in dem holprigen Gelände extrem schwierig. Dann galt es, das Niveau in die Tiefe zu übertragen und zentimetergenau die Tunnelsohle zu bestimmen.

Nur, wie gelang das so genau? Lote konnte man nicht hinunterlassen, die Bauschächte waren ja schräg.

Angesichts solcher Schwierigkeiten wundert es nicht, dass Fehler passierten.

Zuweilen pickelten die Hammertrupps aneinander vorbei. Nur über Klopfzeichen und Zickzackkurse im Fels fanden sie wieder zueinander. Erst nach 120 Jahren war das Unterwelt-Unternehmen fertiggestellt.

Dann aber toste und sprudelte es aus der Tiefe. Sinterspuren in einem Abschnitt bei Abila zeigen, dass pro Sekunde 300 bis 700 Liter durch den Kanal rauschten. Roms zivilisatorisches Genie hatte es geschafft, diesen Teil der Levante in einen Garten Eden zu verwandeln.

Und doch herrschte zuletzt Katerstimmung in Gadara. Auch der Superkanal in Jordanien bezeugt die tragische Klage, dass allem menschlichen Tun stets die letzte Vollendung fehlt. Eigentlich nämlich sollte das Wasser einen hochliegenden Steinbehälter füllen, um in der Stadt Springbrunnen und das geplante Nymphen-Heiligtum zu speisen.

Dazu kam es nicht. Weil sich die Vermesser zuletzt mehrfach verhauten, kam das Nass - nach über 170 Kilometern - um ein weniges zu tief in Gadara an.

Das Reservoir ließ sich nicht füllen, die Wasserspiele gingen nie in Betrieb.>




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gmx
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7.7.2011: <Einbrüche, Mord und Totschlag> - die hohe Kriminalität im Römischen Reich ist archäologisch bewiesen

aus: gmx Nachrichten; 7.7.2011;
http://www.gmx.net/themen/wissen/mensch/007ukas-einbrueche-mord-und-totschlag

<(rh/ak) - Überfälle, Diebstähle und Betrügereien aller Art waren in der Antike an der Tagesordnung. Vom 8. Juli an zeigt eine Ausstellung das Bild einer Epoche voller krimineller Umtriebe. 

Im alten Rom durfte man nicht zimperlich sein, denn auch die, die einen eigentlich beschützen sollten, - wie hier römische Legionäre - waren häufig selbst Täter. 

Wer ans Römerreich denkt, hat häufig ausschweifende Feste vor Augen, Wagenrennen, Diskussionen Gelehrter und beeindruckende Monumente. Aber es gibt auch die andere, die kriminelle Seite: Die Menschen im alten Rom konnten sich nicht wirklich sicher fühlen. Die Bevölkerung lebte in ständiger Angst vor verbrecherischen Übergriffen.

Doch wie ging sie damit um? Eine Polizei, so wie wir sie heute kennen, gab es nicht. So musste man stets wachsam sein und sich selbst schützen. Wie heute auch sicherte man mit Schlössern und Fenstergittern sein Haus und hielt sich einen Wachhund - falls man sich einen leisten konnte.

Aber gerade außerhalb der sicheren Unterkunft lauerten die Gefahren: Wegelagerer und Banditen waren überall. So findet Archäologen heute noch römische Grabsteine auf denen "Erschlagen von Räubern" zu lesen ist. Aber selbst wenn man davon kam und die Verbrecher gefasst wurden, wusste man nie, ob man sich im juristischen Ernstfall auf sein Recht verlassen konnte.

Die Frage nach Recht und Unrecht wurde damals sowieso anders beantwortet als heute. So galt die Vergewaltigung einer verheirateten Frau als Kapitalverbrechen und konnte sogar mit dem Tod bestraft werden. Wurde eine Sklavin von einem Fremden vergewaltigt, konnte ihr Herr den Täter nur auf Schadensersatz wegen Sachbeschädigung verklagen. Besitzer selber durften mit ihren Sklavinnen und Sklaven machen, was sie wollten.

Auch damals gab es schon einen hohen Anteil an Wirtschaftskriminalität. Unzählige Funde von Formen zum Gießen von Falschgeld verdeutlichen, wie verbreitet die Geldfälscherei gewesen sein muss - auf die übrigens die Todesstrafe stand.

Zudem gehörte Korruption zum politischen Tagesgeschäft. So waren es auch offizielle Amtsträger, ranghohe Militärs und Senatoren, die zu skrupellosen Tätern wurden.

Geriet ein Verbrecher in die Hände der Justiz, wurde ihm kurzer Prozess gemacht. Haftstrafen gab es nicht. Verurteilte erwartete eine Geldstrafe, Verbannung, Schinderei in den Bergwerken oder die Hinrichtung. Besonders grausam war das Zerfleischen durch wilde Tiere oder die Kreuzigung. Zur Abschreckung vollstreckte man Hinrichtungen gerne öffentlich in Amphitheatern.

Wer mehr über diese kriminelle Epoche erfahren will, sollte zur Ausstellung "Gefährliches Pflaster - Kriminalität im Römischen Reich" im LVR-Archäologischen Park Xanten gehen. Die Ausstellung läuft vom 8. Juli bis 12. Februar 2012.

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Juli 2011: <Gefährliches Pflaster: Kriminalität im Römischen Reich>

aus: Landschaftsverband Rheinland (LVR), Römer-Museum; Juli 2011;
http://www.apx.lvr.de/; http://www.apx.lvr.de/roemermuseum/veranstaltungenmuseum/aktuell.htm

<Überfälle und Einbrüche, Mord und Totschlag, Diebstähle und Betrügereien aller Art waren in der Antike keine Seltenheit. Vom 8. Juli 2011 bis 12. Februar 2012 zeichnet die kommende Sonderausstellung im LVR-RömerMuseum das Bild einer Epoche voller krimineller Umtriebe.

Informationen zum umfangreichen Begleitprogramm für Groß und Klein finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Die Menschen vor zweitausend Jahren mochten dem mächtigsten Reich angehören, das die Alte Welt bis dahin gekannt hatte – wirklich sicher konnten sie sich kaum fühlen. Zahlreiche archäologische Funde und antike Textquellen führen uns noch heute auf die Fährte von Verbrechen, die das Leben in Stadt und Land gefährdeten. Die Bevölkerung lebte mit einer allgegenwärtigen Bedrohung durch kriminelle Machenschaften aller Art. Wie ging sie damit um? Eine Polizei im heutigen Sinne gab es nicht. Man tat daher gut daran, stets wachsam zu sein und sich selber zu schützen. Mit Schlössern und Fenstergittern sicherte man sein Hab und Gut. Und wer es sich leisten konnte, hielt einen Wachhund.

Auch die Straßen waren ein gefährliches Pflaster. Wegelagerer und Banditen lauerten überall. „Erschlagen von Räubern" lesen wir häufig auf den Grabsteinen der Opfer. Vom kleinen Mädchen bis zum erfahrenen Veteranen, besonders auf Reisen konnte offenbar niemand seines Lebens sicher sein. Ebenso ungewiss war, ob man sich im juristischen Ernstfall auf sein Recht verlassen konnte. Doch was ist eigentlich Recht, und was Unrecht?

Die Antwort auf diese Frage sah in römischer Zeit oft anders aus als heute. So galt die Vergewaltigung einer verheirateten Frau als Kapitalverbrechen und konnte sogar mit dem Tod bestraft werden. Wurde eine Sklavin von einem Fremden vergewaltigt, konnte ihr Herr den Täter nur auf Schadensersatz wegen Sachbeschädigung verklagen. Der Besitzer selber durfte mit seinen Sklavinnen und Sklaven machen, was er wollte.  

Auch die alltägliche Kleinkriminalität trieb viele Blüten. Von Schmuck und Geld über Kleidung und Lebensmittel war nichts vor Langfingern sicher. Falschspieler nahmen ihre Zeitgenossen mit Taschenspielertricks und gezinkten Würfeln aus. Doch waren das nur kleine Fische verglichen mit Geldfälschern, die im großen Stil Wirtschaftskriminalität betrieben. Unzählige Funde von Falschmünzerförmchen verdeutlichen, wie verbreitet ihr „Handwerk" gewesen ist, obwohl darauf die Todesstrafe stand. Denn für den römischen Staat war dieses Delikt besonders gefährlich.

Oft war es bittere Armut, die viele Menschen in die Kriminalität trieb. Doch auch offizielle Amtsträger, ranghohe Militärs und Senatoren konnten zu skrupellosen Tätern werden. Korruption gehörte zum politischen Tagesgeschäft. Wie konnte man als Opfer eines Verbrechens Gerechtigkeit erlangen? Die zuständigen Offiziellen konnten häufig nicht helfen. Viele Geschädigte suchten Zuflucht in okkulten Praktiken. Sie verwünschten die Übeltäter mit Flüchen voller Unglück, Krankheit und Tod – der brennende Wunsch nach Vergeltung ist auch heute noch hautnah zu spüren.

Geriet ein Verbrecher in die Hände der Justiz, wurde ihm der (oftmals kurze) Prozess gemacht. Haftstrafen gab es nicht. Verurteilte Übeltäter erwartete eine Geldstrafe, Verbannung, Schinderei in den Bergwerken oder die Hinrichtung. Besonders grausam war das Zerfleischen durch wilde Tiere oder die Kreuzigung. Zur Abschreckung vollstreckte man Hinrichtungen gerne öffentlich in Amphitheatern. Damals wie heute übte das Verbrechen eine besondere Faszination auf die Menschen aus.

Ein umfangreicher Begleitband zur Ausstellung ist an der Museumskasse erhältlich (450 Seiten, 19,90 ¤).

Es gelten die normalen Öffnungszeiten und Eintrittspreise.>

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8.7.2011: Hohe Kriminalität im "Alten Rom" - Polizei gab es nicht

aus: Welt online: Strafverfolgung im Alten Rom: "Auf dass er weder urinieren, kacken, reden kann"; 8.7.2011;
http://www.welt.de/kultur/history/article13471783/Auf-dass-er-weder-urinieren-kacken-reden-kann.html

<Es gab keine Polizei, Menschenhandel war erlaubt, Prostitution steuerpflichtig. Die Römermuseum Xanten beschäftigt sich mit der Kriminalität im antiken Rom.

Den Kopf sollte man dem Dieb abreißen, ihm das Augenlicht nehmen oder ihn am besten gleich in die Hölle schicken – wer im alten Rom Opfer eines Betrugs oder Raubes wurde, wusste sich oft nicht anders zu helfen als mit Flüchen und Verwünschungen. Zwar hatte das Römische Reich ein ausgefeiltes Justizwesen, das teilweise bis heute fortlebt, doch eine Polizei gab es nicht.

Kein Wunder, dass viele auf okkulte Praktiken setzten und die Götter zu beschwören versuchten. Die Flüche ritzten die Opfer in ihrer Hilflosigkeit auf Bleitäfelchen und vergruben sie. Rasend vor Wut muss ein Mann gewesen sein, dem der Umhang in einer Therme gestohlen wurde, der seinem Ärger auf einem Fluch-Täfelchen Luft machte. "Auf dass er weder urinieren, kacken, reden, schlafen oder wachen kann, weder Wohlergehen noch Gesundheit hat!"

Unmengen von Schlüsseln

Rom war ein gefährliches Pflaster. Das LVR-Römermuseum in Xanten am Niederrhein zeigt erstmals zahlreiche archäologische Funde und antike Textquellen zu Verbrechen, Strafverfolgung und Rechtsprechung im Römischen Reich. "Der Römer war sehr abergläubisch", sagt der Leiter des Museums und Archäologe Marcus Reuter. Außerdem waren die Bürger Roms in ihrem Sicherheitsbedürfnis wahre Schlüsselfetischisten. "Die Römer schlossen alles ab, vom großen Portal bis zum kleinen Schmuckkästchen", sagt Reuter. "Unmengen von Schlüsseln wurden bei Ausgrabungen gefunden."

Schutz bieten sollten auch Fabelwesen wie Seeleopardinnen oder Medusenköpfe, die in Bronze gegossen an prominenter Stelle an den Haustüren angebracht waren. Geldschätze wurden in der Fußbodenheizung vergraben oder in die Wand eingemauert. Mosaike mit Hunde-Darstellungen warnten vor dem bissigen Wachhund ("Cave Canem").

Schädel von Mordopfern werden in Xanten ebenso gezeigt wie eiserne Fußfesseln und eine ganze Armee von Terrakotta-Wachhunden, die nur in Gräbern gefunden wurden und offenbar Schutz vor Grabräubern bieten sollten. Damals wie heute kämpften Staaten auch gegen Seeräuberei. Einen Coup landete Caesars Gegenspieler Pompeius im Mittelmeer: Durch ein verlockendes Amnestieangebot soll er schlagartig Hunderte Ex-Piraten in Kleinasien neu angesiedelt haben.

Menschenhandel, Prostitution und Zuhälterei waren legal in der römischen Antike. Käufliche Liebe war steuerpflichtig. Ehebruch dagegen war ein anzeigepflichtiges Verbrechen. Die Vergewaltigung einer verheirateten Frau konnte mit dem Tod bestraft werden – eine Verjährungsfrist gab es nicht.

Im Vorprogramm der Spiele

Umfangreiche Protokolle von Gerichtsverhandlungen zeugen von einem entwickelten Rechtswesen. Die Justiz machte mit den Verbrechern dann aber größtenteils kurzen Prozess. Haftstrafen gab es nicht. Verurteilte erwartete eine Geldstrafe, Verbannung, Schinderei in Bergwerken oder ein grausamer Tod.

Für einen günstigen Preis konnten Finanzprokuratoren zum Tode verurteilte Verbrecher außerdem für Volksfeste zum Zerfleischen durch wilde Tiere weitergeben. Sträflinge wurden Löwen und Tigern immer nur im Morgenprogramm an den Amphitheatern vorgeworfen, der Nachmittag gehörte voll und ganz den Gladiatoren.

LVR-Römermuseum Xanten, bis 12. Februar 2012

dpa/bas>

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Welt online,
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17.7.2011: Nachbau römischer Waffensysteme

aus: Welt online: Belagerungswaffen. Enthusiasten bauen antikes Kriegsgerät nach; 17.7.2011;
http://www.welt.de/wissenschaft/article13484752/Enthusiasten-bauen-antikes-Kriegsgeraet-nach.html

<Autor: Carola Harather

Römer haben die Kriegsmaschinen der Griechen modifiziert und perfektioniert. Es entstanden Waffen, die für Belagerungen unentbehrlich waren. Heute werden sie wieder gebaut.

Wir schreiben das Jahr 73 nach Christus. Masada fällt. Die Festung am Ostrand der judäischen Wüste hält der Belagerung der Römer nicht mehr stand. HIstoriker Flavius Joseph schildert in "Geschichte des jüdischen Krieges" sowohl die Eroberung, als auch den kollektiven Selbstmord der Unterlegenen. Zu groß war deren Angst vor römischer Gefangenschaft. Feldherr Flavius Silva hat gesiegt – und mit ihm seine 15.000 Mann.

Eine noch heute erhaltene Erdrampe (agger) zeugt von der Kunst des Krieges. Die Römer hatten sie bis zu der Mauer der Festung gebaut. Eine bei ihnen übliche Technik, denn nur der Bau eines Aggers sicherte den Einsatz schwerer Kriegsgeräte. Um bei der Arbeit Angriffen von Feinden nicht ausgeliefert zu sein, schirmten sich die Soldaten mit einem Schutzdach auf Rollen ab.

Nach der Fertigstellung der Rampe wurden darauf Wandeltürme herangeschoben. Vermutet werden Türme von 20 Meter Höhe. Da es jedoch keine zuverlässigen historischen Belege gibt, sind diese Angaben rein hypothetisch zu sehen.

In den oberen Bereichen mit Geschützen ausgerüstet, dienten unten eingebaute Widder zum Einreißen der Mauer. War ein Widder nicht eingebaut, sondern eine selbstständige Kampfwaffe, bestand er aus einem niedrigen Schutzhaus mit einem Baumstamm. Mit Stricken - befestigt am hinteren Ende - setzten Soldaten den Balken in Bewegung. Der vordere Teil war mit Eisen beschlagen, häufig in Form eines Widderkopfes, und damit namensgebend für die Ramme.

Aber die wichtigste, die Standardwaffe in der Antike, war das Torsionsgeschütz. Griechen und Römer bedienten sich gleichermaßen dieser Technik, bei der Sehnenbündel schraubenförmig mit dem Spannbolzen gespannt werden: Drehspannung entsteht. Während bei einfachen Handbögen die Elastizität von Holz genutzt wird, werden in diesem Fall Nacken- und Sprunggelenksehnen von Stieren eingesetzt.

Die Römer unterschieden zwei Arten: einarmige Torsionsgeschütze und zweiarmige Torsionsgeschütze. Erstere werden Onager (griechisch für Wildesel) genannt und sind ein Schleudergeschütz. Bei den Zweiarmigen wird eine Einteilung in Pfeilgeschütze (römisch Catapultae) und Wurfgeschütze (römisch Ballistae) vorgenommen. Unter Catapultae versteht man direkt richtende Pfeilgeschütze, während Ballistae im indirekten Beschuss Steine gegen ein sich in Deckung befindendes Ziel schießen. Obwohl die Konstruktionen Unterschiede aufweisen, funktionieren sie nach den gleichen Grundsätzen.

Marcus Vitruvius Pollio, in Schriften später meist nur "Vitruv" genannt, hat die Bauweise der Maschinen für die Nachwelt festgehalten. Der römische Militärtechniker und Ingenieur lebte in der Zeit Julius Caesars. Berühmt ist sein zehntes Buch des Hauptwerkes "Zehn Bücher über die Baukunst" (De architectura libri decem), in dem Vitruv Kriegsgeschütze und Werkzeuge beschreibt.

Folgt man seinen Anweisungen für den Bau einer Catapulta, so zeigt sich, dass ein Bestandteil entscheidend für die Konstruktion ist: die Länge des abzuschießenden Pfeiles. Die Größe der Spannlöcher beträgt den neunten Teil der Pfeillänge – und anhand dieser Spannlöcher wird der Großteil der verwendeten Teile gemessen.

Das Kernstück der Ballistakonstruktion ist ein senkrechter hölzerner Rahmen. Mittels zwei weiterer Balkenstücke wird er in drei Rahmen unterteilt. In den beiden Äußeren befinden sich Sehnenstränge, eingelassen in Spannbuchsen. Zwischen diesen werden starre hölzerne Arme eingeschoben – die äußeren Enden verbunden mit weiteren Sehnen.

Das Prinzip der Torsion kommt zum Einsatz: Die gedrehten Sehnenbündel rufen eine Spannung hervor. Die Bogensehne wird durch eine Windenkonstruktion bis zum Einrasten durch eine Sperrklinke zurückgezogen. Bei Entriegelung schnellen die Arme hervor und schleudern das Geschoss weg.

Die Beschreibung eines Onagers stammt hingegen von Ammianus Marcellinus. Geboren gegen 330 nach Christus handelt es sich bei ihm um einen Historiker der Spätantike. Der Arm des Torsionsgeschützes ist durch die Mitte eines Sehnenbündels gesteckt.

Am oberen Ende befindet sich eine Schleuder. Eine Winde hilft den Schleuderarm zurückzuziehen und ein Riegel sichert die Stellung. Es entsteht, wie bei den zweiarmigen Torsionsgeschützen, eine starke Spannung. Nach Entriegelung schleudert der Arm den Stein ab und prallt gegen ein Widerlager bestehend aus Heu oder Haaren.

Kampfgeräte waren damals wie heute ein wesentlicher Bestandteil der Kriegsführung. "60 bis 80 Stück der Maschinen wurden pro Legion verwendet", so Oliver Stoll, Professor für Alte Geschichte an der Universität Passau. Legionäre und Architekten trugen die Verantwortung für die Geräte. Die Anreise mit den Geschützen war zumeist nicht möglich. Bestandteile, insbesondere Metallteile, wurden vorgefertigt und mitgenommen – Holz oft vor Ort verwendet, führt Stoll an.

Die Faszination gegenüber der Technik ist ungebrochen. Heutige Versuche, das Leben in der Antike zu rekonstruieren und nachzuvollziehen, zeugen davon. Der Verein "I. Roemercohorte Opladen e.V“ hat einige der antiken Kriegsgeräte nachgebaut. Nach Vitruvs Anleitung stellten sie eine Ballista fertig – mit einem Gewicht von knapp einer Tonne, einer Höhe von 2,30 Meter und einer Munition von 2,8 Kilogramm.

In der Antike existierten unterschiedlich große Ballistae mit einer Höhe von bis zu 9 Meter. Die maximale Reichweite betrug 700 Meter, jedoch war im Kampf nur eine Distanz von 300 bis 350 Meter effektiv.

Der Verein verfügt ebenso über einen Nachbau eines Scorpios – eines kleinen Pfeilgeschützes. Funde und Beschreibungen aus Vitruvs Zeit ermöglichten die Rekonstruktion. "Das Geschütz hat Originalgröße und ist in etwa 1,20 bis 1,30 Meter hoch“, erklärt Klaus Schwab, Vorsitzender des Vereins.

Verwendet werden hölzerne Pfeile von 60 Zentimeter Länge, zwei Zentimeter Durchmesser und 200 Gramm Gewicht – eine Spitze, geschmiedet aus Eisen. Ein Geschütz dieser Größe verfügt über eine maximale Reichweite von 300 Meter. Im Gefecht erweist sich eine Distanz von 120 bis 150 Metern als wirkungsvoll.

Antike Geschichtsschreiber geben einen Einblick in die Waffen der damaligen Zeit. Aber nicht jede Frage kann durch die erhaltenen Schriften beantwortet werden. Vieles ist umstritten, vieles bleibt im Verborgenen. >

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n-tv online,
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Rom 22.7.2011: Im Mittelalter mutierte das Kolosseum zum Einkaufszentrum

aus: n-tv online: Nicht nur Gladiatorenkämpfe: Römer shoppten im Kolosseum; 22.7.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Roemer-shoppten-im-Kolosseum-article3877156.html

<Archäologen legen im Kolosseum Überreste einstiger Geschäfte und Wohnungen frei. Damit ist klar, dass in der meistbesuchten Attraktion Roms nicht nur gekämpft wurde.

Das weltbekannte Kolosseum in Rom war nicht nur eine Arena für dem Tod geweihte Gladiatoren: Wie italienische Archäologen jetzt feststellten, wurde im größten Amphitheater der Antike im Mittelalter auch gewohnt und eingekauft. Italienische Medien berichten, dass Forscher des Kulturministeriums in Zusammenarbeit mit der römischen Universität "Roma Tre" Überreste einstiger Geschäfte und Wohnungen freigelegt hätten.

"Die Funde zeigen genau das, was wir aus anderer Quelle schon wussten: Dass das Kolosseum im 12. und 13. Jahrhundert als Wohn-, Einkaufs- und Arbeitsraum genutzt wurde", sagte der Archäologieprofessor Riccardo Santangeli Valenzani, der die Ausgrabungen begleitet. Seine Studenten fanden unter anderem Überbleibsel einer Feuerstelle, Münzen und Keramikreste sowie ein mittelalterliches Becken zur Weinkonservierung.

Das größte Amphitheater der Antike für weit mehr als 50.000 Zuschauer wurde zwischen 72 und 80 nach Christus unter Kaiser Vespasian erbaut. Die Einweihung mit blutigen Spielen übernahm im Jahr 80 nach Christus dessen Sohn, Kaiser Titus. Über Jahrhunderte blieb das sogenannte "Amphiteatrum Flavium" der Schauplatz grausamster Gladiatorenkämpfe und auch inszenierter Seeschlachten. Heute gehört es mit über vier Millionen Besuchern jährlich zu den meistbesuchten Attraktionen Roms.

dpa>

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n-tv online,
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Arles (Frankreich) 29.7.2011: Römischer Lastkahn soll gehoben werden

aus: n-tv online: Vor 2000 Jahren gesunken: Römischer Kahn kommt ans Licht; 29.7.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Roemischer-Kahn-kommt-ans-Licht-article3921801.html

<Fast 2000 Jahre ist es her, dass er in der Nähe der südfranzösischen Stadt Arles gesunken ist. Nun soll der römische Lastkahn aus der Mitte des 1. Jahrhunderts geborgen werden. Es sei das "einzige komplett erhaltene römische Schiff aus dieser Epoche", betont Claude Sintes, Direktor des Museums für Altertümer "Arles Antique". Seinen guten Zustand verdankt das Wrack dem schlammigen Grund der Rhône, in dem es seit zwei Jahrtausenden in rund acht Meter Tiefe liegt.

Die Bewohner von Arles, das einst ein wichtiges römisches Handelszentrum war, haben zudem im Laufe der Jahrhunderte Tausende von Gegenständen in den Fluss geworfen. Das Wrack sei daher von einer gut drei Meter dicken Schicht aus antiken Gegenständen bedeckt gewesen, die es zusätzlich geschützt habe, erläutert Sintes. Diese Schicht ist dem Archäologen zufolge mittlerweile vollständig abgetragen: Bei mehreren Ausgrabungen seit 2008 wurden beispielsweise gut 2000 Amphoren, an die 10.000 Keramikteile, ein 20-armiger Leuchter und ein fast vollständiges Service aus Bronzegeschirr geborgen. Sogar einen gezinkten Würfel, der offenbar einem schummelnden Spieler gehörte, holten die Taucher aus dem Wasser.

Aus unbekannten Gründen gesunken

Die Ladung des rund 31 Meter langen, flachen Lastkahns bestand aus rund 27 Tonnen gemeißelten Steinen. Sie stammten aus Steinbrüchen rund um das 17 Kilometer nördlich von Arles gelegene Städtchen Beaucaire und waren für den Bau bestimmt. Außerdem fanden die Archäologen in dem Schiff, das aus bisher unbekannten Gründen gesunken ist, zahlreiche Seile, eine Küche mit Backofen, Geschirr, auf dem der Name der Matrosen eingraviert wurde, und diverse Werkzeuge.

"Dieses Schiff ist weltweit einmalig - es liefert uns zahlreiche Hinweise über den Handel und den Transport auf Flüssen im ersten Jahrhundert", sagt Sintes. Die in den Fluss geworfenen Haushaltsgegenstände wiederum gäben Aufschlüsse über den Warenverkehr zwischen Nordeuropa und dem Mittelmeerraum, bis hinein ins sechste Jahrhundert nach Christi.

27 Tonnen Steine sind zu bergen

In den vergangenen Wochen haben Taucher das Wrack freigeräumt und Tag für Tag hunderte von Gegenständen nach oben geholt. Nun müssen sie noch Stück für Stück die 27 Tonnen Steine bergen, von denen jeder zwischen drei und sieben Kilogramm wiegt. Anschließend wird das Wrack in rund ein Dutzend Teile zertrennt, bevor die Bergungsaktion beginnen kann. "Wir warten noch einige Tage, weil die Rhône nach heftigen Regenfällen sehr aufgewühlt ist, was die Sicht unter Wasser erschwert", erläutert eine Sprecherin des Museums, das die Bergungsarbeiten koordiniert. Sie rechne damit, dass die Schiffsteile ab Anfang August nach oben geholt werden können. Die Aktion werde vermutlich bis in den späten Herbst dauern.

Die Einzelteile des Lastkahns werden dann in ein Speziallabor in der Alpen-Stadt Grenoble gebracht, wo sie mit Harzen konserviert werden sollen. Wenn dies geschehen ist, wird der Kahn wie ein Puzzle wieder zusammengesetzt. Die Öffentlichkeit kann das seltene Stück ab 2013 bewundern. Es soll in einem eigens dafür gebauten neuen Flügel des Museums "Arles Antique" ausgestellt werden. Die Ausgrabungsarbeiten und die spektakuläre Bergung des Schiffes werden in einer Ausstellung dokumentiert, die bis Mai kommenden Jahres in dem Museum zu sehen ist. Die Kosten der gesamten Operation beziffert das Museum auf acht bis neun Millionen Euro.

Reiche Sammlung aus der Römer-Zeit

Das Schiff verschafft Arles ein neues Glanzstück in seiner bereits reichen Sammlung aus der Römer-Zeit. Unter anderem kann die Stadt mit ihren rund 54.000 Einwohnern ein Amphitheater, Arenen und die prachtvollen Konstantin-Thermen vorweisen, die von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestuft wurden. Bei Ausgrabungen im Bett der Rhône wurden 2008 zudem eine lebensgroße Statue des betagten Julius Cäsar und eine rund 1,80 Meter hohe Neptun-Statue geborgen. Auch sie sind im Museum "Arles Antique" zu sehen.

Tristan Malle, AFP>

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20.8.2011: Römische Amphoren im Meer vor Marseilles versenkt - als "Attraktion" für Taucher

aus: n-tv online: Neue Taucherattraktion: Antike Amphoren versenkt; 20.8.2011;
http://www.n-tv.de/reise/Antike-Amphoren-versenkt-article4096946.html

<Der legendäre Forscher und Abenteurer Jacques-Yves Cousteau hatte sie einst geborgen, nun wurden sie wieder im Meer versenkt: 250 antike römische Amphoren ruhen seit dieser Woche in 14 Metern Wassertiefe vor Marseille. Die Tongefäße sollen Hobbytauchern als Attraktion dienen. Die etwa 20 Kilogramm schweren Stücke - alle nicht mehr vollständig erhalten - wurden demnach einzeln auf den Meeresgrund gesetzt und mit Stahldraht befestigt.

Versuchsweise waren die ersten Stücke bereits im vergangenen Sommer am Meeresboden befestigt worden. Ausgegangen war die Initiative vom Vorsitzenden des örtlichen Tauchclubs. Die Amphoren, die angeblich keinen wissenschaftlichen Wert mehr haben, hatten Cousteau und seine Mannschaft in den 50er Jahre geborgen.

AFP>

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Welt
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10.7.2012: <Antike Kultur: Sex war in Rom eine inflationäre Handelsware> - soziale Schichtungen - Bordelle wie Sand am Meer - Heldenberufe

aus: Welt online; 10.7.2012;
http://www.welt.de/kultur/history/article107617696/Sex-war-in-Rom-eine-inflationaere-Handelsware.html

Buchempfehlung: Robert Knapp: "Römer im Schatten der Geschichte. Gladiatoren, Prostituierte, Soldaten". (Aus dem Englischen von Ute Spengler. Klett-Cotta, Stuttgart. 398 S., 24,95 Euro. ISBN 978-3608947038)

<Gladiatoren, Prostituierte, Legionäre: Der Althistoriker Robert Knapp rekonstruiert eindrucksvoll die Lebenswirklichkeit von Römern, die nicht der gesellschaftlichen Elite des Imperiums angehörten.

Von Berthold Seewald

Als vor einigen Jahren Deutschlands politische Klasse über spätrömische Dekadenz debattierte, stellte das vor allem zwei Dinge klar: zum einen, dass Spitzenpolitiker aller Parteien vor dem Verlust historischer Bildung nicht gefeit sind; zum anderen, dass die Entfernung zwischen ihnen und dem Rest der Bevölkerung sich seit den Tagen der Cäsaren nur unwesentlich verringert hat.

Auch die Senatoren und Ritter, die beiden höchsten sozialen Gruppen der römischen Gesellschaft, wussten nicht wirklich, was in den Köpfen der gemeinen Bürger, Unterworfenen, Sklaven vor sich ging. Das aber hatte fatale Folgen. Während heutzutage buchstäblich jede Ansicht oder Begierde von Meinungsforschern entschlüsselt wird, hielten Roms Eliten auf Distanz. Da aber ihre Angehörigen es waren, die die Bücher schrieben, die Zeugnisse ihrer Zeit für die Nachwelt wurden, erhielten diese ein frappierendes Manko: Das Gros der Römer kam darin nicht vor.

Sie lebten im Schatten, konstatiert der amerikanische Althistoriker Robert Knapp. Der Emeritus der Universität Berkeley hat viel Zeit seines Lebens darauf verwendet, aus Nebensätzen großer Historiker, aus Orakelsprüchen, Traumbüchern, Papyri, Inschriften, Theaterstücken, Gedichten oder Romanen ein Bild davon zu gewinnen, wie die normalen Männer und Frauen im Imperium lebten, Gladiatoren, Prostituierte oder Soldaten.

5000 von 60 Millionen Einwohnern

Zusammengefasst hat er das in dem Buch "Römer im Schatten der Geschichte", das nicht nur ein schönes Beispiel ist für einen Nebenweg der Altertumswissenschaften. Sondern auch für das Engagement des Stuttgarter Verlages Klett-Cotta, der seit Jahren mit eindrucksvoller Regelmäßigkeit historische Bücher aus der angelsächsischen Welt für den deutschen Markt entdeckt. Auch Knapps Buch verbindet wunderbares Lesevergnügen mit hohem Erkenntnisgewinn.

Vorweg ein paar Zahlen, um den Kosmos zu konturieren, um den es geht: Rom beherrschte die mediterrane Welt mehr als 800 Jahre lang, von den Siegen über die hellenistischen Könige 197/190 v. Chr. bis zum Arabersturm ab 634. In seiner besten, der hohen Kaiserzeit vom ersten bis dritten Jahrhundert lebten in diesem Weltreich zwischen 50 bis 60 Millionen Menschen, rund neun Millionen davon besaßen das römische Bürgerrecht.

Von diesen gab es vielleicht 5000 erwachsenen Männer, die einen Reichtum von mehr als einer Million Sesterzen (Senatoren) oder mehr als 400.000 Sesterzen (Ritter) verfügten. Hinzu kamen noch 30.000 bis 35.000 Männer, die in den 250 bis 300 Städten des Imperiums das Sagen hatten, was auch eine sozioökonomische Stellung markierte.

Ein Viertel gehörte der Mittelschicht an

Während aber diese – mit Familienanhang – 0,5 Prozent Bevölkerung nach Knapp "wahrscheinlich 80 Prozent oder mehr des Gesamtvermögens" kontrollierten, verteilte sich auch der Rest in höchst ungleicher Weise. Das Gros gehörte vielleicht 25 Prozent der übrigen Bevölkerung, einer Mittelschicht, die sich durch relativ gesicherte Ressourcen und ein Arbeitsethos auszeichnete. Das waren Händler, Gewerbetreibende, Handwerker oder auch größere Bauern. Der Rest führte ein prekäres, oft unfreies Leben.

[Organisation der Prostitution]

Was das bedeutete, macht Knapp am Beispiel eines allgegenwärtigen und umsatzstarken Gewerbes deutlich: der Prostitution. "Ich bin dein für ein Kupferstück", heißt es auf einem Graffiti aus Pompeji. Allerdings gab es auch Frauen wie eine gewisse Attica, die nur "für 16 Asse" zu haben war. "Quadrantaria" (nach ein Viertelas), wir würden sagen "Fünf-Cent-Huren" markierten das andere, untere Ende der Beischlaf-Hierarchie.

Für zwei Asse (2,5 Asse waren ein Sesterz, zehn ein Dinar) konnte sich ein Römer sein tägliches Brot, einen Becher Wein und vielleicht etwas Käse leisten. Acht bis zehn Asse waren ein guter Tageslohn, mit dem ein Familienvater seine Familie über die Runden bringen konnte, vorausgesetzt, er hatte viele Tage im Jahr Arbeit (was aber kaum der Fall war).

Als Zwischengang oder als Quickie

Eine Prostituierte der Mittelklasse konnte es also leicht auf 20 Asse pro Tag bringen. Kein Wunder also, dass Sex gegen Geld geradezu omnipräsent angeboten wurde, in klassischen Bordellen ebenso wie zum Zwischengang in der Kneipe oder als Quickie in den Thermen.

Die hohe Nachfrage und ständige Verfügbarkeit von käuflichem Geschlechtsverkehr erklärt sich nicht nur durch das Fehlen von den elektronischen Unterhaltungsformaten unserer Tage. Die Ehe war keine Liebesangelegenheit, sondern eine Geschäftsbeziehung, in der der Mann das fast absolute Sagen hatte.

Waren die meisten Familien froh, ihre Töchter mit fünfzehn Jahren zu verheiraten und sie damit aus der Liste der zu Ernährenden streichen zu können, fanden Männer oft erst in den späten Zwanzigern zur Ehe. Die – wie viele Quellen bezeugen - "minderwertige Frau" hatte den Haushalt zu führen, die Kinder aufzuziehen und dem Mann zu dienen, was auch bedeutete, seinen – hohen – Vorstellungen von Ehre zu genügen. Sex diente der Reproduktion und Schaffung neuer Arbeitskräfte, nicht der Erfüllung von Leidenschaften.

Keine tödlichen Geschlechtskrankheiten

Der Mann, der auf Stellungen stand, die nicht "Körper an Körper" vollzogen wurden, tat sich daher auf dem Markt um. Eine Ahnung von der Fülle seines reichhaltigen Angebots hat sich in Pompeji und seinen Inschriften erhalten. Knapp versäumt es im Übrigen nicht, darauf hinzuweisen, dass der erotische Markt der Antike sich von seinen Nachfolgern in einem Aspekt unterschied: tödliche Geschlechtskrankheiten wie Syphilis und Aids gab es noch nicht.

[Die Syphilis wurde erst ab Kolumbus aus Mittel-"Amerika" eingeschleppt].

Aber das Leben der meisten Römer war trotzdem kein Zuckerschlecken. Weil es keine Polizei gab, grassierte der Diebstahl. Täglich konnten Brände das Vermögen vernichten. Bei Krankheiten opferte man lieber einem Gott als dass man einen teuren Arzt konsultierte. Die meisten Arbeitsverträge wurden auf Tagesbasis abgeschlossen. Jederzeit konnten Schiffe untergehen, Ernten verdorren, Kinder sterben. Kein Wunder, dass die durchschnittliche Lebenserwartung bei 45 Jahren lag. Nur Feinde sah man lange nicht so oft, das war der Vorteil, wenn man Herr der Welt war.

[Die Thermen waren voller Keime]

Genussvoll räumt Knapp mit liebgewordenen Vorstellungen auf. Etwa, dass die Thermen beispielhafte Hygienestationen gewesen seien: "Alles, was die Menschen an Unrat, Dreck, Körperflüssigkeiten und Keimen mit ins Bad brachten, hatte das Wasser alsbald auf die übrigen Badenden übertragen. Vor allem im Warmbad dürfte die Bakterienzahl astronomische Höhen erreicht haben." Zwar standen, wie auch allerorts in den Städten, auch hier Latrinen zur Verfügung. Aber das "Traumbuch" des Artemidor von Daldis warnt nicht umsonst vor der Notdurft im Bade.

Viele zog es zu den Legionären - [der regelmässige Sold macht den Soldaten zum Stammgast]

Das Leben der Legionäre war dagegen keineswegs so qualvoll, wie uns das im "Asterix"-Universum immer vorgegaukelt wird. Im Gegenteil. Rund 300.000 Mann umfasste die Militärmacht der hohen Kaiserzeit. Da sich die Zahl der Kriege bis zum Ende des 2. Jahrhunderts in überschaubarem Rahmen hielt, nimmt Knapp eine Zahl von 7500 bis 10.000 Mann an, die pro Jahr rekrutiert werden mussten.

An Interessenten war kein Mangel. Nicht nur lockten hohes Sozialprestige, regelmäßige Versorgung und gute ärztliche Betreuung. Sondern Soldaten waren auch dem väterlichen Zugriff entzogen und verdienten soviel wie ein fleißiger Arbeiter am Tag, das aber an jedem Tag des Jahres ohne die Last chronischer Unterbeschäftigung.

Untersuchungen zeigen, dass nach allen Abzügen und Ausgaben für persönliche Bedürfnisse wie des Bordell-Besuchs noch ein Viertel des Jahressolds gespart werden konnten. Brachte es der Legionär gar zum Centurio, bekam er den 17-fachen Sold. Und wenn es doch mal zum Krieg kam, lockten außerordentliche Zulagen und Beute.

Sklaven konnten sich freikaufen

Man hat das römische Kaiserreich auch eine Militärmonarchie genannt. Ihr größter Ausgabenposten waren die Legionen. Entsprechend gut ließ sich in ihnen leben. Doch selbst am anderen, unteren Ende der sozialen Skala war es nicht so trostlos, wie es das Schlagwort von der Sklavengesellschaft nahe legt. Rund fünfzehn Prozent der Bevölkerung gehörten ihr an, in Italien wohl mehr, in vielen Gebieten weniger. Gewiss: "Es gab eine unbegrenzte Zahl besonderer Formen der Misshandlung, oft begleitet von bleibenden Zeichen der Erniedrigung wie dem Brandmarken", schreibt Knapp.

Sklaven waren der vollständigen Verfügungsgewalt ihrer Besitzer ausgesetzt, verfügten selten über einen Hauch von Privatsphäre, waren Opfer von Sadismus, sexueller Ausbeutung oder sonstiger Launen. Andererseits war es vielen erlaubt, eigene Geschäfte zu betreiben. Mit dem Gewinn konnten sie sich freikaufen oder, was gerade in städtischen Haushalten geschah, sie wurden irgendwann freigelassen.

Die ganze Ambivalenz einer sklavischen Existenz zeigte sich in der Arena. Vor allem waren es Sklaven, die bei den Kampfspielen zu Tode kamen. Massenhaft starben sie im Vorprogramm, bei Tierhetzen oder Massenhinrichtungen. Bei den Kämpfen zwischen ausgebildeten Kämpfern dagegen lag die Chance zu überleben bei 80 bis 95 Prozent.

Gladiatoren waren Popstars

Gladiatoren waren die Popstars der Antike. Sie gewannen Ruhm, Geld, die Gunst hochadeliger Frauen und mit etwas Glück am Ende ihre Freiheit. Allerdings fanden sich in einem branchenüblichen Massengrab, das 1997 in Ephesos entdeckt wurde, 67 Skelette von Kämpfern, von denen kaum einer älter als 30 Jahre geworden war.

Es ist faszinierend, aus welchen zum Teil entlegenen Puzzlesteinchen Knapp sein Panorama von Römern im Schatten zusammensetzt. Die historische Schlussfolgerung aber überlässt er dem Leser: So heikel das Leben eines Tagelöhners, so trostlos die Existenz eines Sklaven gewesen sein mag, sie alle konnten Trost und Ansporn finden in einer Welt, die voll war von Karrieren, die dem Prekariat entkommen waren.

Kern der spätrömischen Dekadenz

Der Freigelassene, der es zum Reeder, der Centurio, der es in den Rat einer Provinzstadt, die Prostituierte, die es zur ehrbaren Unternehmersgattin gebracht hatte – sie alle boten alltägliche Beispiele für eine gewisse Mobilität der römischen Gesellschaft. Über viele Jahrhunderte gab es die Chance auf einen "römischen Traum".

Der Soziologe Max Weber hat in der grassierenden Bürokratisierung in der Spätantike und ihrer brachialen Reduktion individueller Handlungsspielräume einen zentralen Grund für den Untergang Roms ausgemacht: "Die bürokratische Ordnung tötete, wie jede politische Initiative der Untertanen, so auch die ökonomische, für welche ja die entsprechenden Chancen fehlten." Weber wusste, dass eine solche Entwicklung nichts der Antike Spezifisches ist. Denn "jede Bürokratie hat die Tendenz, durch Umsichgreifen die gleiche Wirkung zu erzielen".

In diesem Sinne hatte Guido Westerwelle doch nicht ganz Unrecht, als er in unserer Gegenwart gewisse Zeichen spätrömischer Dekadenz entdeckte.>

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Region Trier 27.8.2012: Angeblich ältestes deutsches Römerlager - Anhaltspunkt sind Schuhnägel

aus: n-tv online: Ältestes Römerlager Deutschlands: Schuhnägel lüften das Geheimnis; 27.8.2012;
http://www.n-tv.de/wissen/Schuhnaegel-lueften-das-Geheimnis-article7061616.html

<Archäologen entdecken Deutschlands wahrscheinlich älteste römische Garnison. Anhand von Fundsachen aus dem bereits vorher bekannten Ausgrabungsort, datieren Wissenschaftler die antike Lagerstätte auf die Zeit der cäsarischen Invasionstruppen vor über 2000 Jahren.

Südlich von Trier haben Archäologen Reste der vermutlich ältesten römischen Garnison auf deutschem Boden entdeckt. Der Mainzer Wissenschaftlerin Sabine Hornung gelang es unter anderem anhand von Schuhnägeln, den bereits zuvor bekannten Lagerplatz zu datieren, wie das Magazin "Geo" berichtet.

Danach standen bereits in der Endphase des gallischen Krieges, also zwischen 53 und 51 vor Christus, Caesars Truppen in dem Gebiet des keltischen Stammes der Treverer. Sie sollen sich damals gegen die römischen Besatzer erhoben haben.

Größe und Bearbeitung der wahrscheinlich aus Legionärssandalen stammenden Nägel ähnelten jenen aus anderen Lagern, die in die Jahre 52/51 vor der Zeitenwende datieren, und seien typisch für die spätrepublikanische Periode, schreibt die Wissenschaftlerin. Aus derselben Periode stammen auch Keramikscherben, die in der Anlage gefunden wurden. "So weit nordöstlich hätten wir zu dieser Zeit ein römisches Militärlager nicht erwartet", sagte die Archäologin zu "Geo". Es sei damit das erste in Deutschland nachgewiesene Fort der cäsarischen Invasionstruppen.

Quelle: n-tv.de, dpa>

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4.6.2013: Archäologen sagen: Italienische Weinherstellung kam vor den Franzosen: "Italiener zeigten Franzosen, wie es geht"

aus: n-tv online: Geschichte der Weinherstellung: Italiener zeigen Franzosen, wie es geht; 4.6.2013;
http://www.n-tv.de/wissen/Italiener-zeigen-Franzosen-wie-es-geht-article10750091.html

<Frankreich ist für seinen Wein und seine Anbaugebiete berühmt. Die wichtigsten Kenntnisse und Grundlagen für den Weinanbau liefern aber vor etwa 2500 Jahren vermutlich Menschen aus Italien, berichten Forscher nach der Untersuchung alter Amphoren und einer Weinpresse.

Forscher fanden in Lattara eine alte Steinpresse aus der Zeit um 425 bis 400 vor Christus und wiesen an ihr Spuren von Weinsäure nach.

Die Etrusker aus Italien brachten den Franzosen vermutlich die Weinherstellung bei. Zunächst exportierten sie ihren Wein noch per Schiff nach Frankreich. Spätestens gut 400 Jahre vor Christus begannen dann die Franzosen selbst, Wein anzubauen und zu keltern, wie ein internationales Forscherteam in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften schreibt. Es sei wahrscheinlich, dass sie dabei auf die Kenntnisse der Etrusker und auch auf deren domestizierte Weinpflanzen zurückgegriffen haben.

Ursprung des Weinanbaus im Nahen Osten

Der Anbau von Wein ist eine sehr alte Kulturtechnik, die vor etwa 9000 Jahren im Nahen Osten entwickelt wurde. Wie das Handwerk nach Westen und in den Mittelmeerraum gelangte, sei weniger gut bekannt, erläutern die Autoren um Patrick McGovern vom Museum für Archäologie und Anthropologie der Universität von Pennsylvania in P hiladelphia. Die Ägypter bauten im 4. Jahrtausend vor Christus Wein an, von dort verbreiteten Seefahrer das Handwerk vermutlich im Mittelmeerraum. Ab etwa 625 vor Christus brachten die Etrusker Wein aus Zentralitalien in Amphoren per Schiff an die Küsten Südfrankreichs.

Erster eindeutiger Beweis

Die Forscher um McGovern untersuchten nun solche etruskischen Amphoren, die in der Hafenstadt Lattara in Südfrankreich ausgegraben worden waren. Sie wählten drei Amphoren aus, die besonders gut erhalten waren und Rückstände von einer Flüssigkeit am Boden zeigten. Diese untersuchten sie mit verschiedenen, hauptsächlich massenspektrometrischen Verfahren. Sie fanden dabei unter anderem Hinweise auf Weinsäure in den Gefäßen - und damit dafür, dass in ihnen tatsächlich Wein aufbewahrt worden war.

Zudem untersuchten die Forscher eine alte Presse aus Stein, die ebenfalls in Lattara gefunden worden war und aus der Zeit um 425 bis 400 vor Christus stammt. Auch daran wiesen die Wissenschaftler Spuren von Weinsäure nach. Bisher war unklar, ob mit der Presse Weintrauben oder etwa Oliven gepresst wurden. Die Traubenpresse stelle den ersten eindeutigen Beweis von Weinherstellung auf französischem Boden dar.

Die Forscher fanden zudem Spuren von Baumharz, vermutlich Pinienharz, und von bestimmten Gewürzen, wie Rosmarin, Thymian oder Basilikum. Diese Zusätze könnten auf eine medizinische Anwendung des Weins hindeuten. Medizinische Wirkstoffe wurden in der Antike häufig in Alkohol gelöst. Die Baumharze könnten zudem die Haltbarkeit des Weins beim Transport per Schiff verbessert haben.

Quelle: n-tv.de , dpa>


4.6.2013: <Wissenstransfer: Franzosen lernten Weinbau von Etruskern>

aus: Spiegel online; 4.6.2013;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/know-how-aus-italien-franzosen-lernten-weinbau-von-etruskern-a-903637.html

<Untersuchte Steinpresse: Eindeutiger Beweis für Weinherstellung

Frankreich gilt als das Weinland schlechthin. Archäologische Funde belegen jetzt, dass die Menschen dort bereits vor 2500 Jahren Wein herstellen. Das Wissen dazu brachten reisende Etrusker mit - aus Italien. 

Washington - Die Etrusker aus Italien brachten vermutlich die Technik zur Weinherstellung ins Gebiet des heutigen Frankreich. Zunächst exportierten sie ihren Wein noch per Schiff. Spätestens gut 400 Jahre vor Christus begannen die dort lebenden Menschen, selbst Wein anzubauen und zu keltern, wie ein internationales Forscherteam im Fachblatt "Proceedings of the National Akademy of Sciences" schreibt. Es sei wahrscheinlich, dass sie dabei auf die Kenntnisse der Etrusker und auch auf deren domestizierte Weinpflanzen zurückgegriffen haben.

Der Anbau von Wein ist eine sehr alte Kulturtechnik, die vor etwa 9000 Jahren im Nahen Osten entwickelt wurde. Wie das Handwerk nach Westen und in den Mittelmeerraum gelangte, sei weniger gut bekannt, erläutern die Autoren um Patrick McGovern vom Museum für Archäologie und Anthropologie der University of Pennsylvania in Philadelphia. Die Ägypter bauten im 4. Jahrtausend vor Christus Wein an, von dort verbreiteten Seefahrer das Handwerk vermutlich im Mittelmeerraum. Ab etwa 625 vor Christus brachten die Etrusker Wein aus Zentralitalien in Amphoren per Schiff an die Küsten Südfrankreichs.

Die Forscher um McGovern untersuchten nun solche etruskischen Amphoren, die in der Hafenstadt Lattara in Südfrankreich ausgegraben worden waren. Sie wählten drei Amphoren aus, die besonders gut erhalten waren und Rückstände von einer Flüssigkeit am Boden zeigten. Diese untersuchten sie mit verschiedenen, hauptsächlich massenspektrometrischen Verfahren. Sie fanden dabei unter anderem Hinweise auf Weinsäure in den Gefäßen - und damit dafür, dass in ihnen tatsächlich Wein aufbewahrt worden war.

Weinsäure als Beweis

Zudem untersuchten die Forscher eine alte Presse aus Stein, die ebenfalls in Lattara gefunden worden war und aus der Zeit um 425 bis 400 vor Christus stammt. Auch daran wiesen die Wissenschaftler Spuren von Weinsäure nach. Bisher war unklar, ob mit der Presse Weintrauben oder etwa Oliven gepresst wurden. Die Traubenpresse stelle den ersten eindeutigen Beweis von Weinherstellung auf französischem Boden dar.

Die Forscher fanden zudem Spuren von Baumharz, vermutlich Pinienharz, und von bestimmten Gewürzen, wie Rosmarin, Thymian oder Basilikum. Diese Zusätze könnten auf eine medizinische Anwendung des Weins hindeuten. Medizinische Wirkstoffe wurden in der Antike häufig in Alkohol gelöst. Die Baumharze könnten zudem die Haltbarkeit des Weins beim Transport per Schiff verbessert haben.

Zusammen mit den Resten von Traubenkernen, Stielen und Früchten, die in Lattara in großen Mengen gefunden worden waren, liefere ihre Untersuchung gute Anhaltspunkte dafür, wie der Wein nach Frankreich kam und wie dort eine eigene Wein-Industrie begründet wurde.

Heute ist Frankreich das wichtigste Weinanbauland der Welt. Knapp dahinter folgt Italien, wie die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) kürzlich in Paris mitteilte. Die Weinherstellung sei im vergangenen Jahr weltweit um fünf Prozent auf 250,9 Millionen Hektoliter zurückgegangen. Obwohl Länder wie Chile, China oder die USA aufholten, produzierten Frankreich, Italien und Spanien zusammen immer noch etwa die Hälfte der weltweiten Weinmenge.

hda/dpa>

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Spiegel
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15.6.2013: Kalk und Vulkanasche = römischer Beton

aus: Spiegel online: Das Geheimnis des römischen Betons; 15.6.2013;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/ausgegraben-das-geheimnis-des-roemischen-betons-a-905389.html

<Aus Kalk und Vulkanasche stellten die Römer einst den Beton für ihre Hafenanlagen her. Das Baumaterial war nicht nur viel haltbarer als moderne Mischungen - es wurde auch umweltschonender produziert.

Die Römer, schrieb um 30 v. Chr. der Architekt und Ingenieur Marcus Vitruvius Pollio, seien in der Lage, einen Beton für Unterwasserbauten herzustellen, der so stabil sei, dass "weder die Wellen noch der Druck des Wassers ihm schaden können". Tatsächlich hat Vitruv nicht übertreiben. Proben eines 2000 Jahre alten Betonblocks aus der Bucht von Neapel nahe der Stadt Pozzuoli haben ihm recht gegeben.

Doch das ist noch nicht alles! Ein internationales Forscherteam um die Ingenieure Marie Jackson und Paulo Monteiro von der University of California, Berkeley, ist dem chemischen Geheimnis des römischen Betons auf die Spur gekommen. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass er nicht nur stabiler ist, sondern auch wesentlich umweltschonender hergestellt wurde als der heute übliche.

"Es ist ja nicht so, dass moderner Beton nicht gut wäre", erläutert Monteiro in einer Presseerklärung der Universität. "Er ist so gut, dass wir davon 19 Milliarden Tonnen pro Jahr verbauen. Das Problem ist, dass die Herstellung des dafür benötigten Portlandzements für sieben Prozent des Kohlendioxidausstoßes verantwortlich ist, den die Industrie jährlich in die Luft pustet."

Portlandzement ist der Klebstoff, der die meisten modernen Betonmischungen zusammenhält. Um ihn herzustellen, müssen Kalkstein und Tonerden auf 1450 Grad Celsius erhitzt werden - dabei entsteht viel Kohlendioxid. Für den römischen Beton aber, fand das Team heraus, reichen 900 Grad Celsius völlig aus.

Vitruv beschrieb, wie's geht: Man mische für Unterwasserbeton einen Mörtel aus Kalk und Vulkanasche, versetze diesen mit Tuff und fülle ihn in eine Holzverschalung. Das Meerwasser löst dann eine chemische Reaktion aus, der Kalk bindet Wasserstoffmoleküle und wird zusammen mit der Asche zu einem Jahrtausende überdauernden Zement.

Die beste Vulkanasche für Unterwasserbeton, da waren sich sowohl Vitruv als auch der römische Gelehrte Plinius der Ältere einig, findet man in der Nähe von Pozzuoli. Asche mit ähnlichen mineralischen Eigenschaften gibt es auch anderswo auf der Welt. Ihren Namen aber bekam sie von der Stadt am Golf von Neapel: Pozzolan.

Vermutlich macht das Aluminium die Mischung so stabil

Bei den Untersuchungen fand das Team heraus, was den römischen Beton vom modernen unterscheidet. Es ist vor allem der "Klebstoff", der ihn zusammenhält. In Beton, der mit Portlandzement hergestellt wird, ist dies eine Verbindung aus Kalzium, Silikaten und Hydraten. Römischer Beton enthielt weniger Silikate, dafür zusätzlich Aluminium. Das Aluminium, vermuten die Forscher, macht die Mischung so außerordentlich stabil.

Nach ihrer Rechnung kam das römische Betonrezept nicht nur mit zwei Dritteln der Temperatur aus, sondern enthielt außerdem auch noch zehn Prozent weniger Gewichtsanteil an Kalk. Und noch einen Vorteil hat Pozzolan: Es gibt diesen Stoff in großen Mengen überall in der Welt. "Saudi-Arabien zum Beispiel", erläutert Monteiro, "hat ganze Berge davon." Ihre Ergebnisse haben die Forscher im "Journal of the American Ceramic Society" veröffentlicht, ein weiterer Aufsatz folgt im Oktober in der Zeitschrift "American Mineralogist".

Und wie sah es mit den römischen Bauten über Wasser aus? Das hat Marie Jackson bereits in der Vergangenheit erforscht: "Der Beton für die Bauwerke des Alten Rom basiert auch auf Vulkangestein und Vulkanasche", sagt Jackson gegenüber SPIEGEL ONLINE. "Aber das verwendete Pozzolan kommt im Wesentlichen aus den Albanischen Bergen in der Nähe Roms.">

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n-tv
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Römer in Rheinland-Pfalz 20.9.2013: <Archäologie: Neue Grabungen belegen: Hermeskeil ältestes römisches Militärlager>

aus: n-tv online; 20.9.2013;
http://www.n-tv.de/ticker/Neue-Grabungen-belegen-Hermeskeil-aeltestes-roemisches-Militaerlager-article11405681.html

<Mainz (dpa) - Rund ein Jahr nach dem Nachweis des bislang ältesten römischen Militärlagers auf deutschem Boden bei Hermeskeil in Rheinland-Pfalz haben neue Grabungen den Befund untermauert. Die Archäologen fanden Weinamphoren-Scherben, die wohl noch aus dem zweiten Viertel des ersten Jahrhunderts vor Christus stammen. Archäologin Sabine Hornung sagte der Nachrichtenagentur dpa, auch Reste von keltischen Vorrats- und Trinkgefäßen sowie etwa ein halbes Dutzend weiterer Schuhnägel von Legionärssandalen wurden gefunden.

Quelle: n-tv.de , dpa>

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4.7.2017: "Römischer Beton" hält immer noch: Kalk+Vulkanasche+Meerwasser
Super-Beton aus altem Rom: Das ist sein Trick Fachblatt
https://de.sputniknews.com/wissen/20170704316439153-super-beton-aus-dem-roemischen-reich/

<Warum hält römischer Beton aus der Antike seit über 2000 Jahren allen Strapazen locker Stand? Neuzeitbeton hält ja schließlich nur ein paar Jahrzehnte. Ein Team von Geologen aus den USA, China und Italien hat jetzt eine Antwort darauf, wie das Fachblatt „American Mineralogist“ berichtet.

Kalk, Vulkan-Asche und… Salzwasser – fertig ist der Super-Beton fürs Kolosseum. Vor allem das Salzwasser macht dessen Geheimnis aus, denn es fördert das Wachstum der Mineralien, die dem Baustoff zusätzliche Festigkeiten verleihen.

Das internationale Forscherteam hat eine Betonplatte aus der Kaianlage der italienischen Stadt Orbetello mittels Röntgenstrahlen durchleuchtet und dabei Folgendes entdeckt: In den Ritzen des Materials bilden sich Mineralien. Die Mischung aus Kalk, Vulkan-Asche und dem Meerwasser fördert nämlich eine Reaktion, die auch zur Bildung von Tuffgestein führt.

Offenbar haben die antiken Römer diese Reaktion beobachtet und daraus ihre eigene Technik zur Herstellung von Beton entwickelt. So erklären es jedenfalls die Geologen, wie das Fachblatt schreibt.>

[Die Ausserirdischen haben es den Bewohnern des Griechischen Reichs gezeigt].

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Tunesien 3.9.2017: Tsunami 365 n.Chr. am Mittelmeer zerstörte römische Küstenstadt Neapolis - liegt heute am Meeresgrund
Gigantische Flutwelle verschluckte römische Stadt: Jetzt wurden die Ruinen gefunden
http://www.epochtimes.de/politik/welt/gigantische-flutwelle-verschluckte-roemische-stadt-jetzt-wurden-die-ruinen-gefunden-a2206586.html


Vor Tunesien wurden Unterwasser-Ruinen gefunden, die ein Ereignis aus dem Jahr 365 n. Chr. belegen: Damals verschluckte ein gigantischer Tsunami die tunesische Stadt Neapolis, ein florierendes römisches Handelszentrums.

Eine versunkene römische Stadt wurde am Meeresboden vor Tunesien entdeckt. Ihre Ruinen erstrecken sich über 20 Hektar vor der Küste im Nordosten des Landes und bestätigten laut Forschern „mit Sicherheit“ historische Berichte, wonach die Stadt Neapolis im 4. Jh. n. Chr. durch einen riesigen Tsunami zerstört wurde.

„Es ist eine bedeutende Entdeckung“, sagte Mounir Fantar, Chef eines tunesisch-italienischen Teams von Archäologen, das vor der Küste der heutigen Stadt Nabeul nach den Überresten gesucht hatte zu AFP am Donnerstag.

Verschluckt von einer gigantischen Flutwelle

Basierend auf Berichten, wonach die Stadt von einer gigantischen Flutwelle verschluckt worden war, suchten die Forscher am Meeresgrund. Was sie nun entdeckten, passt zum Wissen, das über den versunkenen Ort vorhanden war:

Es wurden nicht nur Häuserruinen, industrielle Komplexe und sogar mosaikbesetze Straßen gefunden, sondern auch rund 100 Tanks zur Herstellung von Garum, einer würzigen, fermentierte Fisch-Soße, die im alten Rom sehr beliebt war.

„Diese Entdeckung hat uns ermöglicht, mit Sicherheit festzustellen, dass Neapolis ein wichtiges Zentrum für die Herstellung von Garum und Salzfisch war, wahrscheinlich das größte in der römischen Welt“, so Fantar laut Aljzeera.

„Wahrscheinlich haben die Reichen von Neapolis mit Garum ein Vermögen verdient.“

Fantar und sein Team suchten bereits seit 2010 Jahren nach dem Hafen von Neapolis. Nun glückte ihnen der Fund durch eine günstige Wetterlage.

Erdbeben und Tsunami im östlichen Mittelmeer

Neapolis war am 21. Juli im Jahre 365 n.Chr. teilweise von einem Tsunami überflutet worden. Außlöser der Flutwelle war Unterwasser-Erdbeben mit der Stärke 8,5 im östlichen Mittelmeer. Das Epizentrum lag bei Kreta, wo die meisten Städte zerstört wurden, doch auch in Alexandria in Ägypten gab es große Zerstörungen, ebenso waren Teile von Griechenland, Zypern, Sizilien, Spanien und Nordafrika betroffen, schreibt „Business Insider“.

„Viele Schiffe liefen auf Grund“, schreibt der römische Historiker Ammianus Marcellinus dazu. „Die Wellen (…) drängten über die Küsten, brachen über die Inseln herein und über die Städte auf dem Festland, rissen alle Städte und Häuser mit sich, die ihnen in den Weg kamen.“"








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