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Wurde Kennedy vom kubanischen Geheimdienst ermordet?

Verschiedene Beiträge über den Film "Rendezvous mit dem Tod: Kennedy und Castro" von Wilfried Huismann vom 6.Januar 2006, ARD, 21.45 Uhr

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Vienna online
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3.1.2006: <Castro liess John F. Kennedy ermorden>

aus: http://www.vienna.at/engine.aspx/page/vienna-article-detail-page/dc/tp:vol:news-welt/cn/vol-news-ibasagic-20060103-103837
(3.1.2006)

<Alle sagten erstmal ’Wahnsinn’. Viele sagen es noch heute." Gemeint ist seine Theorie darüber, wer am 22. November 1963 im texanischen Dallas den US-Präsidenten John F. Kennedy erschoss.

Tatsächlich jener Lee Harvey Oswald, aber nicht als psychopathischer Einzelgänger, sondern sehr gezielt im Auftrag des kubanischen Geheimdienstes. Denn: "Es war Castros Rache für den Versuch der CIA, ihn mit einem vergifteten Kugelschreiber zu ermorden". Das Ergebnis seiner Recherchen dokumentiert der dreimalige Grimme-Preisträger Huismann in dem Film "Rendezvous mit dem Tod", der am kommenden Freitag (21.45 Uhr) im deutschen Fernsehsender ARD zu sehen ist.

Der Gedanke war Huismann gekommen, als er bei der Recherche zu seiner Dokumentation "Lieber Fidel - Maritas Geschichte" (2000) auf einen Mann traf, der seinerzeit bei den Oswald-Verhören dabei war. Schon das bisherige Oswald-Bild geriet ins Wanken: "Kein Neurotiker, der mit einer gestörten Mutter-Beziehung nicht klar kam, wie es bis dahin ganz offiziell geheissen hatte, gleich von der ersten Pressekonferenz an. Das war ein kluger, gebildeter, sogar sehr humorvoller Mann. Zugleich aber fanatisch in der Vorstellung, der amerikanische Kapitalismus sei Inbegriff alles Bösen."

Hatte er sich deshalb als Killer anheuern lassen? Huismann recherchierte - drei Jahre lang. Manchmal schien das ehrgeizige Projekt einer zeithistorischen Spurensuche bereits gescheitert zu sein. WDR-Redakteur Heribert Blondiau erinnert sich: "Tief in der Nacht, so gegen drei Uhr, rief mich Wilfried an, unendlich erleichtert und ein bisschen stolz: Du, ich habe meinen Kronzeugen." Es war der Kubaner Oscar Marino, einst Geheimdienstmann und Castro-Gefährte im Guerilla-Kampf gegen den kubanischen Diktator Batista, dann enttäuscht, da in seinen Augen der Ex-Companero die kubanische Sache allzu willfährig an die Freunde in der Sowjetunion verschleuderte.

Nun war Marino, ein schon sehr alter, schwer kranker Mann, zum Interview bereit, "da sonst niemand die Wahrheit erfährt". Seine Auskünfte, in einem fahrenden Wagen erteilt, stehen im Mittelpunkt von Huismanns Dokumentation. Daneben äussern sich auch frühere US-Geheimdienstler sowie Mitarbeiter der Kennedy-Regierung und des mexikanischen Geheimdienstes. Abgerundet wird das Bild durch Aktenfunde aus dem Archiv des sowjetischen KGB. Die erheblichen Kosten teilen sich WDR und SWR sowie der japanische Sender NHK. Ein amerikanischer Sender konnte bisher nicht gewonnen werden: "Dort ist das Thema ein Tabu."

Nach Huismanns Recherchen war man in den USA bis hinauf zum Präsidenten und Kennedy-Nachfolger Lyndon B. Johnson sehr genau über die Hintergründe des Attentats informiert. Jedoch wurde die Wahrheit unterdrückt, in Huismanns Augen vor allem aus zwei Gründen: "Johnson wollte keinen neuerlichen Konflikt mit Kuba. Und dann fürchtete er um die Zukunft der Demokratischen Partei. Die galt sowieso schon als zu liberal, jetzt aber hätte es heissen können: ’Seht euch die Weicheier an! Die können nicht nur mit dem Burschen Castro nicht fertig werden. Die lassen von ihm sogar den Präsidenten abknallen.’>

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Saar-Echo,
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<Kennedy - für Schlapphut-Filme noch immer gut>

aus: http://www.saar-echo.de/de/art.php?a=29283
(29.11.2005)

<Kubanischer Geheimdienst laut WDR-Film in Kennedy-Mord verstrickt / Dokumentarfilmer Huismann sprach mit Ex-Agenten


Hamburg. Der kubanische Geheimdienst ist nach Recherchen des deutschen Dokumentarfilmers Wilfried Huismann tiefer in die Ermordung des US-Präsidenten John F. Kennedy im November 1963 verstrickt als bisher bekannt. In seinem neuen Film "Rendezvous mit dem Tod: Kennedy und Castro" lässt der WDR-Autor zahlreiche Zeitzeugen aus den Geheimdiensten der USA und Kubas zu Wort kommen, die seine Theorie unterstützen. Hauptzeuge ist laut Huismann der frühere kubanische Geheimagent Oscar Marino, der eine Kontaktaufnahme zum Attentäter Lee Harvey Oswald im November 1962 durch die Kubaner mit den Worten "Ja, selbstverständlich" bestätigte.

Huismann fasste bei der ersten öffentlichen Vorführung des Films am Dienstag in Hamburg seine Ergebnisse so zusammen: "Oswald ist vom kubanischen Geheimdienst geführt worden seit Ende 1962." Im Film befragt Huismann zu diesem Vorwurf auch den ehemaligen Chef des kubanischen Geheimdienstes, Fabian Escalante, die diesen Vorwürfe als "Fälschung" zurückwies.

Der WDR-Autor lässt ausserdem den früheren FBI-Agenten Lawrence Keenan zu Wort kommen, der nach dem Mord drei Tage in Mexiko City ermittelte, weil Oswald sich zwei Monate vor dem Mord mehrere Tage dort aufgehalten hatte. Keenan berichtet, er sei abgezogen worden, ehe er seine Arbeit beenden konnte. "Das waren die schlechtesten Ermittlungen, die das FBI je durchgeführt hat", sagte er. Die US-Regierung habe die Wahrheit nicht wissen wollen, "weil das bedeuten könnte, es gibt Krieg", erklärte der US-Ermittler. Die Ermittlungen seien auf Weisung des neuen Präsidenten Lyndon B. Johnson eingestellt worden.

Mehrere Zeugen erklären in Huismanns Film, dass Oswald während des Besuches in Mexiko Kontakt zur kubanischen Botschaft hatte. "Unsere Botschaft in Mexiko hatte Anweisung, ihn zu kontaktieren", erklärt ein Mann, der im Film als früherer kubanischer Agent Antulio Ramirez vorgestellt wurde. Laut Huismann wurde Oswald den Kubanern von der Sowjetunion empfohlen. Oswald hatte von 1959 bis 1962 in der Sowjetunion gelebt und dort geheiratet, war dann aber enttäuscht in die USA zurückgekehrt. Als Quelle nennt Huismann einen anonymen russischen Geheimdienstagenten, der entsprechende Unterlagen gesehen habe.

Nach offiziellen Ermittlungen gilt der Kommunist Oswald bis heute als psychopathischer Einzeltäter. Er wurde zwei Tage nach seiner Festnahme vom Barbesitzer Jack Ruby erschossen. Der 90-minütige Film "Rendezvous mit dem Tod: Kennedy und Castro" wird am 6. Januar um 21.45 Uhr in der ARD gezeigt. (ap) >

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Viva
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CIA, kubanischer Geheimdienst, Lee Harvey Oswald ...

aus: http://www.viva-car.de/film.php?op=tv&what=show&Artikel_ID=65110
(ohne Datum)

<JFK - eine alte Verschwörung mit aktueller Brisanz?

(tsch) Er war der jüngste Präsident der USA, seine Ermordung gibt bis heute Rätsel auf und sorgt für wilde Spekulationen: John Fitzgerald Kennedy ist zum Mythos avanciert, Verschwörungstheoretiker giessen auch Jahrzehnte nach seinem Tod immer neues Öl ins Feuer. Jüngst sorgte eine TV-Doku für Furore, die behauptete, der kubanische Geheimdienst hätte den Attentäter Lee Harvey Oswald angeheuert. Andere gehen hingegen davon aus, dass der US-Geheimdienst seine Finger im Spiel hatte - oder schlicht die Russen. Die Wahrheit kennt - so scheint es zumindest - niemand. Die Theorien jedoch, die durchs Netz wabern, sind lesenswert.

Um den Tod von John F. Kennedy, in Deutschland seit seinem Ausspruch "Ich bin ein Berliner" berühmt und geliebt (die ganze Rede findet sich unter http://www.berlin.de/rubrik/hauptstadt/geschichte/kennedyrede.html, auch als Audiodatei verfügbar; die Biografie gibt's auf der Seite http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/KennedyJohnF/index.html), ranken sich die unterschiedlichsten Mord-Hypothesen. Am schönsten zusammengefasst ist das angebliche Komplott auf der Seite http://www.conspiracy.nebelbank.de/kennedy.html. Dort wird kurz und knackig der Werdegang des Politikers geschildert, bevor aus verschiedenen Büchern und Aufzeichnungen zitiert wird. Auf der Conspiracy-Page finden sich zudem noch weitere alternative Daten, unter anderem zum 11. September, zu Adolf Hitler, Rosswell und zur Mondlandung. Auch wenn der Informationsgehalt fragwürdig ist - angenehm und durchaus spannend zu lesen sind die Gedankengänge der Autoren allemal.

Unter http://people.freenet.de/jfk-homepage wird ebenso kurz, dafür aber mit kleinen und seltenen Fotos untermalt, die Geschichte des Attentats vom 22. November 1963 in Dallas beschrieben. Dort findet sich der so genannte "Warren-Report", der die Todesumstände des damaligen Präsidenten beleuchten sollte. Das komplette Papier ist auf englischer Sprache als Download bereitgestellt (als html-Version finden sich die Schlussfolgerungen auch unter http://www.archives.gov/research/jfk/warren-commission-report/index.html). In einem Kennedy-Forum kann zudem jeder User seine eigenen Theorien zum Mord kundtun und mit anderen "Experten" fachsimpeln. Ebenso interessant: die Rubrik "Resultierende Tote", die sich mit "mysteriösen" Todesfällen unmittelbar nach dem Attentat beschäftigt. Insgesamt sollen es 75 an der Zahl sein, aufgeführt sind jedoch lediglich zehn Personen. Unumstrittener Mittelpunkt der Seite ist jedoch die Filmsequenz der Ermordung Kennedys.

Auch lesenswert sind die konspirativen Vorwürfe auf der Seite http://www.v-22.de/content/view/37/34. Etwas fundierter hingegen erklärt ein gewisser Icky die Faktenlage rund um das Dallas-Attentat. In einem sehr langen Fliesstext ist auf http://www.icky.de/k_fakten.htm nachzulesen, was Staatsanwälte, Zeugen und andere Beteiligte zu Protokoll gaben - sehr informativ und aufschlussreich, zudem mit seltenem Fotomaterial versehen. Auch http://www.kennedy-attentat.de/seiten/jfk/startseite.html setzt sich vorurteilsfrei mit den Vorgängen auseinander. Besonders informativ: Die Abschlussberichte der verschiedenen Untersuchungskommissionen sind als pdf-Dateien zum Download bereitgestellt.>

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Spiegel
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KENNEDY-MORD

5.1.2006: <Nur einer konnte überleben>

[Interview mit Regisseur Wilfried Huismann zu seinem Film "Rendezvous mit dem Tod"]

aus: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,393549,00.html

<Der ARD-Dokumentarfilm "Rendezvous mit dem Tod" enthüllt neue Details über die Ermordung des US-Präsidenten John F. Kennedy. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE spricht Regisseur Wilfried Huismann über seine Recherche, die ihn auf der Spur der Oswald-Hintermänner nach Kuba führte.

Wilfried Huismann, 54, zählt zu den renommiertesten Fernsehjournalisten Deutschlands. Drei seiner Produktionen wurden mit dem Grimme- Preis ausgezeichnet, unter anderem sein Film über die Liebesbeziehung einer Deutschen Marita Lorenz zu Fidel Castro. Huismanns 90- minütige Dokumentation über die Ermordung John F. Kennedys (Freitag, 6. Januar um 21.45 in der ARD) wurde entscheidend vom WDR getragen, auch der SWR und Radio Bremen und ein japanischer Sender beteiligten sich. Für die fünfjährige Recherche wurden insgesamt 850.000 Euro aufgewendet.

SPIEGEL ONLINE: Herr Huismann, der US-Regisseur Oliver Stone hat in seinem Film "JFK" das Attentat auf John F. Kennedy als Komplott des militärisch-industriellen Komplexes und der Mafia interpretiert. Sie verfolgen eine andere Spur - und die führt nach Havanna, zum kubanischen Geheimdienst. Muss Stone einen neuen Film drehen?

Huismann: Nein. Er hat den Film "JFK" gedreht, um sich am amerikanischen Establishment zu rächen. Oliver Stone hatte seine Freude daran, Politik zu machen und die öffentliche Meinung massiv zu beeinflussen. Und das hat er auch erreicht.

SPIEGEL ONLINE: Sie selbst waren früher ein Linker, haben eine Zeit lang mit Kuba sympathisiert. Ist Ihr Dokumentarfilm Ihre Art der Abrechnung?

Huismann: Das ist kein Rachefeldzug. Ich habe kühl und sehr politisch die Logik der sechziger Jahre analysiert. Es war ein Duell zweier Rivalen - Kennedy und Castro - die sich ähnlich waren: jung, leidenschaftlich und auch arrogant. Dieser Konflikt musste fast zwangsläufig in einer Tragödie shakespeareschen Ausmasses für einen von beiden enden. Der politische Mord ist so angelegt: Nur einer kann überleben. Und überlebt hat Fidel Castro. Eine der ersten Aktionen des Kennedy-Nachfolgers Lyndon B. Johnson war ja, die verdeckten Aktionen der USA gegen Kuba einzustellen.

SPIEGEL ONLINE: Robert Kennedy, der jüngere Bruder des Präsidenten, soll Ihrem Film zufolge mindestens acht Mal die Ermordung von Castro veranlasst haben. Warum gerade er?

Huismann: Vielleicht, weil er als kleinerer Bruder die Demütigungen, die die Kubaner den USA erteilten, besonders schmerzhaft empfand - etwa die gescheiterte Invasion der Exilkubaner in der Schweinebucht. In einem Brief an seinen Bruder John hat er davon gesprochen, dass man nicht vergeben dürfe. Robert Kennedy war von Rachegelüsten besessen.

SPIEGEL ONLINE: Und Castro?

Huismann: Castro war wohl eher kühl und berechnend. Er hat den Kennedys sogar Warnungen zukommen lassen. Nach dem Motto: Passt auf, sonst passiert euch dasselbe.

SPIEGEL ONLINE: Was war der Auslöser für Ihre Beschäftigung mit dem Kennedy-Mord?

Huismann: Anlass war eine Begegnung mit James Hosty, der als Special-Agent des FBI den Attentäter Lee Harvey Oswald vernahm.

SPIEGEL ONLINE: Dieses Verhör ist immer wieder in Frage gestellt worden, weil das Aufnahmegerät damals defekt war.

Huismann: Richtig. Es gibt viele Erinnerungen an die Vernehmung. Hosty zufolge war Oswald nach der Tat kühl, geradezu arrogant. Erst als Hosty ihn fragte, was er zwei Monate vor dem Attentat in Mexiko gemacht habe, sei Oswald regelrecht zusammengesackt. Da habe er, Hosty, gewusst, die Spur führt dorthin. Zwei Jahre nach diesem Treffen mit Hosty habe ich eine erste Reise nach Mexiko unternommen - damit fing das Verhängnis an.

SPIEGEL ONLINE: Ihr Kronzeuge ist ein ehemaliger Agent des kubanischen Geheimdienstes, Oscar Marino. Er lebt in Mexiko und erklärt in Ihrem Film, Oswald sei ein Instrument gewesen. Muss Marino nun um sein Leben fürchten?

Huismann: Ich glaube nicht, dass die kubanische Staatssicherheit heute so reagiert. Marino hat 1979 den kubanischen Geheimdienst verlassen. Sein letzter Job war die sandinistische Revolution in Nicaragua, wo er den dortigen Geheimdienst mit aufgebaut hat. Er ist dann nicht mehr nach Kuba zurückgekehrt und hat sich aus allem rausgehalten. Er lebt als Geschäftsmann und pendelt zwischen mehreren Ländern Lateinamerikas.

SPIEGEL ONLINE: Halten Sie Marino für glaubwürdig?

Huismann: Wir haben lange miteinander gesprochen. Er sieht sich noch heute als Linken und er hat mir selbst gesagt, dass er den Tod von Kennedy nicht bereut. Denn für ihn bedeutete Kennedy den Tod der Revolution. Das glaubt er heute noch.

SPIEGEL ONLINE: Marino hat sich erst kurz vor Ende der Dreharbeiten zu einer Aussage vor der Kamera bereit erklärt. Warum?

Huismann: Er hatte mir die Fragen schon zuvor schriftlich beantwortet. Auch ohne sein Erscheinen vor der Kamera wäre der Film zu Ende gebracht worden. Grosse Angst vor einer Bestrafung hatte Marino nicht, obwohl er das mit seiner Aussage verbundene Risiko letztlich auch nicht einschätzen kann. Bislang haben Deserteure des kubanischen Geheimdienstes Details ihrer früheren Tätigkeit nicht preisgegeben, weil es lebensgefährlich sein kann. Vielleicht tat er es auch, weil er ein alter, kranker Mann ist und es wichtig findet, sein Geheimnis nicht ins Grab mitzunehmen. Im Übrigen - keiner meiner Zeugen erhielt Geld von uns.

SPIEGEL ONLINE: Sie haben den früheren kubanischen Abwehrchef, General Fabian Escalante, mit Ihren Recherchen konfrontiert. Er soll, so geht es aus einem von Ihnen präsentierten US-Dokument hervor, am 22. November 1963 in Dallas auf einem Privatflughafen gewesen sein.

Huismann: Escalante ist eine sehr interessante Figur. Er hat mehrere Bücher über den Kennedy-Mord geschrieben, gilt als kubanischer Spezialist. Er behauptet, mehrere Schützen hätten auf Kennedy gefeuert, und hat zu einem früheren Zeitpunkt auch Namen genannt. Ich habe ihn nun damit konfrontiert, aber jetzt weicht er aus: Man wisse nicht, ob das Japaner oder Chinesen waren. Allein daran merkt man, dass seine ganzen scheinwissenschaftlichen Veröffentlichungen Nebelkerzen waren, die in Richtung USA geworfen und dort begierig von den Verschwörungstheoretikern aufgesogen wurden.

SPIEGEL ONLINE: Im Film macht er sich über Ihre Vorhaltungen lustig.

Huismann: Ich glaube, der Zuschauer spürt, dass Escalante die harte Linie des Leugnens schon verlassen hat - weil er weiss, dass ich einige harte Fakten habe. Seine Taktik ist jetzt, kumpelhaft zu sein und Spässe zu machen. So sagt er zum Beispiel, man wisse noch nicht einmal, ob die Amerikaner auf dem Mond waren, woher solle er denn wissen, ob er am 22. November in Dallas gewesen sei.

SPIEGEL ONLINE: Was glauben Sie: War Escalante in Dallas?

Huismann: Das weiss ich nicht. Er kann als Beobachter dort gewesen sein. Er kann da gewesen sein, um einen Rettungsplan für Oswald zu organisieren. Denn Oswald ist ja geflüchtet in die Arme eines Polizisten, den er dann erschossen hat. Oswald, das weiss man, war auch in der Nähe einer Busstation, wo ein Bus zu diesem Flughafen fuhr. Es kann aber auch alles Zufall sein.

SPIEGEL ONLINE: Warum hat die US-Regierung die kubanische Spur nicht öffentlich gemacht?

Huismann: Lyndon B. Johnson war eng befreundet mit dem CIA-Stationschef in Mexiko, Win Scott. Ich weiss aus vielen Gesprächen mit ehemaligen CIA- und FBI-Mitarbeitern, dass Scott eine Menge über Oswalds Bewegungen in Mexiko wusste. Die kubanische Botschaft in Mexiko war verwanzt. Von allen, die das Gebäude betraten, gibt es ein Porträtfoto, aufgenommen von einer hochauflösenden Kamera. Nur von den Tagen, als Oswald dort auftauchte, gibt es gar nichts mehr. Angeblich ist alles verschwunden. Aber Win Scott sah diese Fotos, zwei, drei andere haben sie auch gesehen. Mit Sicherheit hat er mit Johnson nach dem Attentat telefoniert und ihm einige Details über Oswalds Verbindung zu den Kubanern geschildert. Und das war offenbar genug für Johnson, um in Panik zu geraten. Er hatte Angst, dass er den Preis für das Kuba-Abenteuer der Kennedys bezahlen musste, die ihn ohnehin immer wie Dreck behandelt hatten. Er hat sich mit Robert Kennedy auf die Linie verständigt: Oswald war ein Einzeltäter, es gibt keine Verschwörung.

SPIEGEL ONLINE: Sie zeigen, verdeckt, einen Mitarbeiter des heutigen russischen Geheimdienstes FSB. Der berichtet von einem Fund im russischen KGB-Archiv, einem Telegramm aus dem Jahr 1962, in dem der Vize-Chef des sowjetischen Geheimdienstes die Kubaner auf Oswald hinweist. Oswald gilt ja als schillernde Figur. In den Fünfzigern hatte er zwei Jahre lang in der Sowjetunion gelebt, dort geheiratet, und war mit seiner Frau in die USA zurückgekehrt. Dort versuchte er offenbar, Anti-Castro-Organisationen beizutreten. Vieles bleibt bis heute unklar. Hat sich Ihr Bild von Oswald verändert?

Huismann: Sehr stark. Aber nicht, weil ich wollte, dass er in die Logik hineinpasst. Es gibt Aussagen seiner Frau, seines Bruders, Observationsprotokolle des KGB, seine eigenen Tagebücher - alles zusammen ergibt das Bild eines Linksradikalen, der schon sehr früh, im Alter von 15 Jahren, von der Beseitigung der kapitalistischen Ordnung in den USA träumte. Sein Verhältnis zu Kennedy war ambivalent, auch das ist belegt. Zum einen hat er ihn wegen dessen Einsatzes für die Bürgerrechtsbewegung geschätzt, ihn wegen dessen Anti-Castro-Politik aber gehasst. Das war seine Achillesferse - und das haben die Kubaner ausgenutzt.

SPIEGEL ONLINE: Oliver Stone hat in seinem Film die Theorie mehrerer Schützen vertreten und sich gegen die Einzeltäter-These der Warren-Kommission gewandt. Sie haben diesen ganzen Streit, der noch heute die USA beschäftigt, im Film weggelassen.

Huismann: Verschwörungstheoretiker glauben an irgendetwas. Deshalb kann ich sie mit meinem Film auch nicht überzeugen. Ich habe darauf verzichtet, auf alle diese Theorien einzugehen, und bin zu dem Schluss gekommen, dass durch die Auswertungen der jüngsten Zeit - neuen ballistischen und sonstigen Untersuchungen - die Warren-Kommission Recht hatte: Oswald allein hat geschossen. Das hat übrigens auch eine KGB-interne Untersuchung festgestellt. Das Problem der Warren-Kommission war, dass sie den Ablauf, aber nie das Motiv untersucht haben.

SPIEGEL ONLINE: Erhoffen Sie sich Reaktionen aus den USA auf Ihren Film?

Huismann: Ja. Der Mord ist auch heute noch ein schweres Trauma. Die Amerikaner fragen sich, warum eine solche Lichtgestalt umkommen musste.

SPIEGEL ONLINE: Der "Stern" hat 1983 im Zusammenhang mit den Hitler-Tagebüchern davon gesprochen, die Geschichte müsse neu geschrieben werden. Die Tagebücher entpuppten sich dann als Fälschung. Gehen Sie so weit zu sagen, die Geschichte des Kennedy-Mordes müsse neu geschrieben werden?

Huismann: Nein. In einem Kapitel muss etwas umgeschrieben werden. Absurderweise könnte meine Interpretation dazu führen, dass die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft, die vor allem der Stone-Film ausgelöst hat, ein Stück weit überflüssig wird. Insofern wird es spannend sein, welche Wirkungsgeschichte der Film auslöst.

SPIEGEL ONLINE: Müssen Sie befürchten, jetzt nicht mehr nach Kuba einreisen zu können?

Huismann: Es wäre schade, wenn ich die Insel nicht mehr besuchen könnte. Vielleicht sagen sie aber auch: Ja, es war so, und wir konnten nicht anders. Aber so, wie Castro tickt, wird es eher darauf hinauslaufen, meinen Film als Desinformationskampagne darzustellen.

Das Interview führte Severin Weiland>

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n-tv online,
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Aktelnage: Der CIA wollte Castro mittels Kriminellen ermorden lassen

aus: CIA plante Giftanschlag auf Castro; n-tv online, 26.6.2007; http://www.n-tv.de/819711.html

<Der US-Geheimdienst CIA hat in den 60er Jahren mit zwei der meistgesuchten Verbrechern des Landes zusammengearbeitet, um Kubas Präsident Fidel Castro zu töten. Dies geht aus Dokumenten hervor, die die CIA am Dienstag freigab und die auch Aufschluss über andere Attentats-, Entführungs- und Spionageversuche des Dienstes über einen Zeitraum von 25 Jahren hinweg geben. CIA-Direktor Michael Hayden ordnete die Freigabe an, um den Schleier der Geheimhaltung über die Vergangenheit des CIA zu lüften.
 
Der CIA-Mitarbeiter Richard Bissell habe im August 1960 bei dem Dienst nach der Möglichkeit gefragt, bei einem 'sensiblen Projekt in Gangster-Manier' zu helfen, heisst es in den Papieren. 'Ziel des Projekts war Fidel Castro.' Man habe bei Johnny Roselli angefragt, ob er bei einem Attentat auf Castro helfen könne. Bei der CIA sei man davon ausgegangen, dass Roselli ein hochrangiges Mafia-Mitglied sei. Dabei habe der Geheimdienst Roselli eine Lügengeschichte aufgetischt: Ihm sei erzählt worden, mehrere internationale Firmen hätten durch Castros Vorgehen viel Geld in Kuba verloren und seien bereit, für seine Beseitigung 150.000 Dollar zu zahlen. 'Roselli wurde klar gemacht, dass die US-Regierung von dem Vorhaben nichts weiss und auch nichts wissen soll', heisst es in einem Papier.
 
Top-Kriminelle
 
Die Dokumente lesen sich zum Teil wie ein billiger Krimi: Der Plan wurde Roselli im Hilton Plaza Hotel in New York unterbreitet. Er reagierte zunächst kühl. Der Kontakt habe die CIA dann aber zu zwei Top-Kriminellen geführt, die beide auf der Liste der damals meistgesuchten Männer in den USA standen: Momo Salvatore Giancana - alias 'Sam Gold' - und Santos Trafficant. Giancama erschien der Einsatz von Schusswaffen problematisch. Er habe eine Giftpille vorgeschlagen, die Castro ins Essen oder in ein Getränk gemischt werden sollte.
 
Letztlich seien sechs Giftpillen dem kubanischen Behördenmitarbeiter Juan Orta übergeben worden, der Zugang zu Castro gehabt und in finanziellen Problemen gesteckt habe. 'Nach einigen Wochen, an denen über mehrere Anschlagsversuche berichtet wurde, bekam Orta plötzlich kalte Füsse und wollte aus der Sache aussteigen', heisst es in einem Dokument. 'Er schlug einen anderen Kandidaten vor, der ebenfalls mehrmals erfolglos einen Anschlag versuchte.'>

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5.3.2014: Zufälle bei den Morden von Lincoln und Kennedy - so viele Zufälle gibts gar nicht

aus: Facebook: Volker Götze;
https://www.facebook.com/volker.gotze.9

<Frage einen Historiker, ob er DAS erklären kann!
Auch wenn bestimmt nicht alles der Wahrheit entspricht ist das echt RICHTIG unheimlich:

Abraham Lincoln wurde 1846 in den Kongreß gewählt.
John F. Kennedy wurde 1946 in den Kongreß gewählt.

Abraham Lincoln wurde 1860 zum Präsidenten gewählt.
John F. Kennedy wurde 1960 zum Präsidenten gewählt.

Beide haben sich besonders für die Bürgerrechte eingesetzt.
Beide haben als Präsidenten ein Kind verloren.

Beide Präsidenten wurden erschossen.
Beide Attentate fanden an einem Freitag statt.
Beiden Präsidenten wurde in den Kopf geschossen.

Jetzt wird es seltsam:

Lincolns Persönlicher Referent hieß Kennedy.
Kennedys Persönlicher Referent hieß Lincoln.

Beide Präsidenten wurden von einem Südstaatler erschossen.
Beide Male waren ihre Nachfolger Südstaatler.
Beide Male hießen sie Johnson.

Andrew Johnson, der Nachfolger Lincolns, wurde 1808 geboren.
Lyndon B. Johnson, der Nachfolger Kennedys, wurde 1908 geboren.

John Wilkes Booth, der Attentäter Lincolns, wurde 1839 geboren.
Lee Harvey Oswald, der Attentäter Kennedys, wurde 1939 geboren.

Beide Attentäter benutzten ihren zweiten Vornamen.
Der vollständige Name beider Attentäter besteht aus je 15 Buchstaben.

Nun halte dich fest:

Lincoln wurde in einem Theater namens “Ford” erschossen.
Kennedy wurde in einem Auto namens “Lincoln” erschossen, gebaut von “Ford”.

Die Attentäter Booth und Oswald wurden selbst Opfer eines Attentats.
Booth and Oswald wurden vor ihrer Gerichtsverhandlung erschossen.

Und nun das Sahnehäubchen:

Eine Woche, bevor Lincoln erschossen wurde, war er in Monroe, Maryland.
Eine Woche, bevor Kennedy erschossen wurde, war er bei Marilyn Monroe.

Und noch einer:

Lincoln wurde in einem Theater erschossen, der Attentäter rannte in ein Lagerhaus.
Kennedy wurde aus einem Lagerhaus heraus erschossen, der Attentäter rannte in ein (Lichtspiel-)Theater.>


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