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China. Meldungen (Teil 4)


7.7.2013: China fälschte Wirtschaftsstatistiken massiv - Crashgefahr -- Todesstrafe auf Bewährung wegen Korruption -- Bürgerbewegung will keine Atomkraft mehr und stoppt Urananlage -- China vertuscht Wirtschaftsrückgang - oder will weniger lügen -- direkte Güterzugverbindung Hamburg-Zhengzhou -- schärfere Visa-Regelungen: Visas nicht mehr an der Grenze möglich -- massiv gefälschte Wirtschaftsbilanzen in China -- der Yuan wird nun auch in London gehandelt -- Stadt Harbin: So viel Smog, dass man die Ampel nicht mehr sieht -- ausländische Unternehmen bieten Produkte in China zum Teil viel zu teuer an -- Chinas Elite steht auf der Gehaltsliste der Zionistenbank GP Morgan -- China im Smog - mit Konsequenzen -- Smog in Shanghai - Bauarbeiten eingestellt, Flüge abgesagt -- China zerstört illegale Gentech-Pflanzen -- Chinas Kinder sind nicht sehr erwünscht: Babyklappe muss nach 6 Monaten schliessen -- das Tiananmen-Massaker ist gelogen -- die Chinesen wissen NICHTS über Sexualität - Aufklärungsarbeit des Staates für chinesische Eltern -- hirnloser Kampf gegen Pornografie: Chinas Regime lässt 1,8 Millionen Porno-Konten schliessen -- Wirtschaftskrise bereits unkontrollierbar - Rettungspakete helfen nicht mehr -- gigantischer Wasserverbrauch in China -- Chinas Wohnungsreserven: Leere Städte für das versinkende Shanghai sind schon vorbereitet -- China vollzieht eine politische Wende

China führt keine Kriege, und China meldet immer ein Wirtschaftswachstum. aber

-- in China sinken 50 Städte, weil sie auf Tonschichten stehen und das Grundwasser abgezapft wird, statt dass eine Wasserversorgung aus Flüssen und aus den Bergen aufgebaut wird
-- Schanghai ist schon auf 0 Meter, bei Flut muss die Schutzmauer die niedrigsten Strassen schützen
-- die Gewässer sind von der Industrie auf Jahrzehnte verseucht und können für die Trinkwasseraufbereitung nicht benutzt werden
-- das Trinkwasser in China in den Dörfern ist zum Teil krankmachend mit Ausschlägen und bis zum Krebs
-- die Wälder sind gerodet, die Wüste breitet sich aus,
-- sexuelle Aufklärung gibt es nicht, Porno ist verboten, alles wird zensiert und die Menschen wissen nicht, was ein Gleitgel oder ein Massageöl ist
-- dafür gibt es Frauenhandel, Frauen aus Vietnam werden importiert für die Heirat mit Chinesen, die sie gar nicht kennen
-- es herrscht der Terror der Einkindpolitik und viele weibliche Föten und Babys landen im Müll
-- und Systemkritiker landen im Konzentrationslager.

Michael Palomino, 20. Juni 2013

-- Statistiken werden massiv gefälscht, damit China international "besser dasteht" (7.7.2013)

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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7.7.2013: China fälschte Wirtschaftsstatistiken massiv - Crashgefahr

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online: Statistiken massiv manipuliert: Ist China schon im Crash-Modus? 7.7.2013;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/07/06/statistiken-massiv-manipuliert-ist-china-schon-im-crash-modus/

<China hält wichtige Industrie-Daten zurück. Exportaufträge, Importe und Lagerbestände für den monatlichen Einkaufsmanager-Index fehlen ohne jegliche Begründung. Die chinesische Wirtschaft steht viel schlechter da, als es die Verantwortlichen zugeben wollen. China will eine Panik an den Finanzmärkten verhindern.

Die Statistiker hätten „zu wenig Zeit“, um alle 3.000 Stichproben zu bündeln und die Industrie-Daten rechtzeitig veröffentlichen zu können, heißt es in einer Stellungnahme der China Federation of Logistics & Purchasing. China hält kritische Wirtschaftsdaten für den monatlichen Einkaufsmanager-Index zurück, darunter auch Details zur Entwicklung der weltweit größten Stahl-Industrie.

Bereits Anfang des Jahres wurden Berichte über gefälschte Rechnungen und manipulierte Wirtschaftsdaten aus China bekannt (mehr hier). Weder die Logistik-Föderation noch das Statistikamt gaben für diesen Monat Einzelheiten über die Entwicklung der Exportaufträge, des Imports oder der Lagerbestände bekannt. Die Zurückhaltung der Daten geschehe „vorübergehend“, aber auch ohne Angabe von genauen Gründen.

Die Wirtschaft in China steht viel schlechter da, als es die chinesische Regierung der Welt weismachen will. Alternativen Daten zufolge steht der Export-Index bei 47.7 Punkten, was dem schwächsten Stand seit Februar entspricht. Einer Umfrage von Bloomberg zufolge sind die offiziellen Export-Daten aus China im Schnitt 4 bis 13 Prozent zu hoch. Insidern zufolge sollen die Kriterien für die Zusammenstellung der Daten für die Stahl-Industrie neuen Kriterien angepasst werden.

All das lässt dringende Zweifel an der Validität der Zahlen und Daten aus China aufkommen.

Die Regierung beteuert weiterhin, die Wirtschaft Chinas sei stabil. Es gebe aber „außergewöhnliche strukturelle Probleme“, wie Bloomberg berichtet. Der die Kreditvergabe zwischen Banken in China ist fast zum Erliegen gekommen. Auch Unternehmen kommen nur noch schwer an neue Kredite. Die Medien wurden darauf hingewiesen, nur noch positiv über die „so genannte Geldklemme“ zu berichten (mehr hier).

Die chinesische Zentralbank hat vorübergehend das Gelddrucken eingestellt, was die Kreditklemme verschärft hat. Die Bank of China musste kurz darauf einen Insolvenz-Bericht dementieren (hier). Ohne die Impulse der Zentralbank durch neue Milliarden, die in den Markt gepumpt werden, wird die Wirtschaft in China ausgebremst.>

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20 minuten online, Logo

Peking 8.7.2013: Todesstrafe auf Bewährung für den ehemaligen Bahnminister wegen Korruption

aus: 20 minuten online: Korruptes China: Todesstrafe auf Bewährung für Ex-Minister; 8.7.2013;
http://www.20min.ch/ausland/news/story/16334934

<Die neue chinesische Führung setzt im Kampf gegen die Korruption ein Zeichen: Der ehemalige Bahnminister wurde wegen Bestechlichkeit zum Tod auf Bewährung verurteilt.

Ein chinesisches Gericht hat den ehemaligen Bahnminister des Landes wegen Bestechlichkeit und Machtmissbrauchs zum Tode auf Bewährung verurteilt. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, verhängte das Gericht in Peking die Strafe gegen den 60 Jahre alten Liu Zhijun am Montag mit einer zweijährigen Bewährungsfrist. In der Regel werden solche Urteile bei guter Führung in lebenslange Haftstrafen umgewandelt.

Liu, der unter anderem die Entwicklung der Hochgeschwindigkeitszüge in China verantwortete, war angeklagt, weil er hohe Schmiergelder angenommen und lukrative Aufträge Bekannten zugeschanzt haben soll. Das Urteil gilt als weiterer Indikator dafür, dass es die neue chinesische Regierung um Präsident Xi Jinping mit ihrem Kampf gegen die weit verbreitete Korruption ernst meint. Bei Amtsantritt hatte sie ein rückhaltloses Vorgehen gegen solche Auswüchse ohne Ansehen des Ranges angekündigt.

Liu war 2003 Bahnminister geworden. Acht Jahre später wurde er entlassen. Xinhua zitierte aus der Anklageschrift, Liu habe zwischen 1986 und 2011 insgesamt 64,6 Millionen Yuan (gut 10 Millionen Franken) an Bestechungsgeldern angenommen. Er sei damit verantwortlich für «riesige Verluste an öffentlichen Geldern». Bereits im November war Liu aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen worden.

Das Bahnministerium wurde dieses Jahr aufgelöst. Seine administrativen Aufgaben übernahm das Verkehrsministerium, um die kommerziellen Belange kümmert sich eine neue chinesische Bahngesellschaft.

(pbl/sda)>

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Spiegel online, Logo

13.7.2013: Chinas Bevölkerung will keine Atomkraft mehr: <Baustopp für Uran-Anlage: Chinas Regime knickt vor Bürgerprotesten ein>

aus: Spiegel online; 13.7.2013;
http://www.spiegel.de/politik/ausland/china-stoppt-bau-gigantischer-uran-anlage-nach-buergerprotesten-a-910950.html

<Sechs Milliarden Dollar wollte China sich seine neue Uran-Anlage kosten lassen - doch jetzt wurde das Bauprojekt gestoppt. Die Behörden reagieren damit auf massive Proteste der Bürger. Es ist nicht das erste Mal.

Peking - Die chinesischen Behörden haben nach Protesten ihre Pläne zum Bau einer Uran-Wiederaufbereitungsanlage im Süden des Landes verworfen. "Aus Respekt vor dem Willen des Volkes" sei das Projekt gestoppt worden, hieß es am Samstag auf der Website der Stadtverwaltung von Heshan in der Provinz Guangdong.

Die Anlage der staatlichen Atombehörde CNNC sollte umgerechnet sechs Milliarden Dollar kosten. Das 230 Hektar große Bauprojekt sollte im Mündungsdelta des Perlflusses angesiedelt werden. Die Anlage sollte jährlich 1000 Tonnen Nuklearbrennstoff für Chinas wachsende Kernkraftkapazitäten liefern. Allein in der Provinz Guangdong sind fünf Kernkraftwerke in Betrieb, ein Dutzend weitere sind geplant. Eine Stellungnahme von CNNC lag zunächst nicht vor.

Am Vortag hatten viele Bürger vor den Büros der Stadtverwaltung gegen das Projekt demonstriert. In der benachbarten Stadt Jiangmen hatten sich etwa tausend Menschen im Internet zu einer Demonstration verabredet, die offiziell als "Spaziergang" deklariert wurde.

Laut der Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" waren unter den Protestierenden viele Studenten, die in den Semesterferien in ihre Heimat zurückgekehrt sind. Sie fürchten vor allem negative Auswirkungen auf die Umwelt und Gesundheitsgefahren.

"Jiangmen ist meine Heimatstadt, hier bin ich aufgewachsen", sagte eine Studentin aus Shanghai der Zeitung. "Ich liebe es hier und will nicht, dass meine Eltern und Verwandten mit der Angst vor Nuklearunfällen leben müssen."

Für Sonntag waren eigentlich weitere Aktionen geplant. Auch in den etwa hundert Kilometer entfernt liegenden Städten Hongkong und Macau waren Sorgen über die Anlage laut geworden.

In China war es zuletzt mehrmals zu Protesten gegen Industrieanlagen gekommen, was Beobachter als Zeichen für wachsendes Umweltbewusstsein der Bevölkerung werten. Die chinesischen Behörden gehen dabei zunehmend auf Forderungen der Bürger ein. Mehrere Metall- und Chemiewerke wurden wegen entsprechender Proteste nicht gebaut.

stk/Reuters/dpa/AFP>

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n-tv online, Logo

15.7.2013: China vertuscht Wirtschaftsrückgang - oder will weniger lügen

aus: n-tv Telebörse online: Kontrollierte HiobsbotschaftenWie Peking die Märkte steuert; 15.7.2013;
http://www.teleboerse.de/nachrichten/dossier/Wie-Peking-die-Maerkte-steuert-article10993261.html

<Von Marcel Grzanna, Shanghai

Chinas Konjunktur verliert weiter an Fahrt. Der Regierung in Peking gelingt es bisher, trotz der schlechten Nachrichten eine Panik unter Investoren und Bevölkerung zu verhindern - mit teils waghalsigen Methoden. Selbst der Finanzminister scheint mitzuspielen.

Bemerkenswert niedrige Wachstumsprognose: Pekings Finanzminister Lou Jiwei (hier rechts, beim IWF-Frühjahrstreffen in Washington) bringt wie nebenbei die 7,0 Prozent ins Spiel.

Chinas Wirtschaft setzt seine Talfahrt fort: Die Konjunkturdaten des zweiten Quartals bestätigten die zunehmenden Probleme der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Um nur noch 7,5 Prozent, und damit um 20 Basispunkte weniger als zu Beginn des Jahres, legte das Bruttoinlandsprodukt zwischen April und Juni zu. In Industrienationen würden sie bei solchen Zahlen lauthals jubeln, aber in der Volksrepublik ist es ein Grund zur Sorge. Seit Anfang 2011 hat die Konjunktur des Landes mit einer einzigen Ausnahme an Fahrt verloren. Schwache Exporte, weniger Investitionen und kraftloser Binnenkonsum haben das vermeintliche Wirtschaftswunderland auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Ein riesiger Schuldenberg von Städten und Kommunen und ein zum Bersten erhitzter Immobilienmarkt binden der Regierung die Hände.

Irgendwann aber wird Peking eingreifen müssen, glauben Experten. "7,5 Prozent ist die unterste Grenze, die die Regierung akzeptieren kann. Sie wird im kommenden halben Jahr Maßnahmen ergreifen, um den Trend zu stoppen", sagt Ma Jun, Chefökonom der Deutschen Bank in China. Am einfachsten wäre es, die Zentralbank würde Geld günstiger machen, indem sie die Leitzinsen senkt. Dann könnten Banken mehr Kredite vergeben, um neue Straßen, Häuser, Fabriken und Flughäfen zu finanzieren. Doch solch ein Wachstum ist nicht nachhaltig.

Die Partei fürchtet die Blase

Es schafft zu viel Infrastruktur, die überflüssig ist und keine Einnahmen generiert. Kurzfristig hätten Millionen von Arbeitern zwar sichere Jobs, aber keine Perspektive. Damit Peking jedoch sein anvisiertes Jahresmittel von 7,5 Prozent Wachstum erreichen kann, muss die Kreditvergabe für lokale Regierungen etwas gelockert werden. Zurzeit gibt es hohe Auflagen für die Kommunen. Ökonom Ma glaubt, dass vor allem die Finanzierung von Projekten für den Umweltschutz erleichtert wird. Das könnte das Wachstum stabilisieren und Nachhaltigkeit schaffen. Doch die Zentralbank wird die Geldvergabe weiter streng im Auge behalten. Eine drastische Kursänderung halten auch die Analysten von Goldman Sachs China für "unwahrscheinlich", wie sie in einer Notiz mitteilten.

Kredite werden in China seit einer Weile unter der wachsenden Bedrohung eines Schuldenkollaps erteilt. Wenn Peking die Geldschleuse weiter öffnet, wird viel Geld verliehen, das niemals zurück bezahlt wird. Das lehren die Erfahrungen der vergangenen Jahre. Die fatalen Folgen eines Wachstums auf Pump könnte das gesamte Finanzsystem zum Einsturz bringen. Ende Juni gab es bereits Gerüchte über die Zahlungsunfähigkeit der Bank of China, einer der großen vier Staatsbanken. Am Finanzsystem hängen die Wirtschaftsleistung, die soziale Stabilität und damit das Machtmonopol der Partei. Deswegen gibt es bislang keine Signale, dass Peking seinen Kurs ändert und die Geldpolitik lockert. Sie wählt zwischen zwei Übeln. "In China sind Wirtschaftsdaten eng verknüpft mit der politischen Entwicklung. Schlechte Daten können soziale Unruhen auslösen. Die Behörden sind sich wohl darüber im Klaren, wie schwierig die Situation ist, in der sich die Konjunktur befindet", sagt Zhong Dajun vom Pekinger Beratungsunternehmen Dajun.

Verbaler Testballon für die Börsen

Dass es ernst ist, gestand Chinas neuer Finanzminister Lou Jiwei Ende letzter Woche in Washington. Chinas Wachstum könnte bald schon auf unter sieben Prozent purzeln, sagte er. Vermutlich war für den Zeitpunkt seiner Aussage sehr bewusst der Freitagnachmittag gewählt, als die Börsen für das Wochenende schon geschlossen hatten. So hatte die Nachricht Zeit zu wirken, ohne dass jemand panikartig sein Kapital aus China abziehen konnte. Am Sonntag gab es dann sogar die Rolle rückwärts. Wachstum vorerst stabil, korrigierte die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua die Aussagen des Ministers. Doch die Andeutungen entfalten ihre psychologische Wirkung. "Es soll ein Zeitfenster geschaffen werden, in dem sich die Märkte an die Abkühlung der Wirtschaft gewöhnen. So soll Panik unter Investoren und in der Öffentlichkeit verhindert werden ", sagt Analyst Zhong.

Zu einem solchen psychologischen Trick griff die Regierung bereits Anfang des Monats. Sie hielt kurzerhand die Angaben zu Export- und Importaufträgen sowie den Lagerbeständen in chinesischen Unternehmen zurück. Diese Daten sind unverzichtbare Komponenten zur Ermittlung des Einkaufsmanagerindex PMI, der als Stimmungsbarometer der Industrie verwendet wird. Es wurde geunkt, dass die Daten so schlecht waren, dass das Nationale Statistikamt es für eine gute Idee hielt, ihre Bekanntgabe vorübergehend auszusetzen.

Eine fadenscheinige Ausrede vom Vizepräsidenten des chinesischen Verbandes für Beschaffung und Logistik, der die Umfrage organisiert, hielt schließlich als Erklärung her. "Die Zeit ist sehr begrenzt. Es sind viele Kategorien", hieß es mit Verweis auf die wachsende Datenflut. Seit Januar nehmen 3000 statt vormals 820 Unternehmen an der Umfrage teil. Statt 21 gibt es nun 31 Kategorien. Zuvor funktionierte die Umstellung ein halbes Jahr lang allerdings reibungslos.

Wenig später gab der chinesische Zoll das Volumen der Ein- und Ausfuhren bekannt. Die Zahlen stützten die Vermutung eines schwächelnden Exports, der im Juni um 3,1 Prozent nachgab. Auch die Importe lagen im Minusbereiche. Der Zoll gab auch für das kommende Quartal einen "düsteren" Ausblick. Überkapazitäten und mangelnde Nachfrage drücken die Stimmung in den Produktionsbetrieben seit über einem Jahr kontinuierlich in den Keller.

Panik an den Märkten war bis zum Montagnachmittag aber noch keine auszumachen. Die Taktik der kontrollierten Hiobsbotschaften scheint vorerst aufzugehen.

Quelle: n-tv.de>

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31.7.2013: China entdeckt den Umweltschutz: <Milliardeninvestition geplant: China kämpft gegen Umweltverschmutzung>

aus: n-tv online; 31.7.2013;
http://www.n-tv.de/politik/China-kaempft-gegen-Umweltverschmutzung-article11090041.html

<China bezahlt für sein schnelles Wirtschaftswachstum einen hohen Preis. Vor allem die Natur leidet. Die Umweltverschmutzung nimmt teilweise bizarre Züge an. Doch die Regierung versucht gegenzusteuern - und nimmt dafür jetzt eine astronomische Summe Geld in die Hand.

Chinas rasantes Wirtschaftswachstum sorgt in Deutschland immer noch für Bewunderung und Goldgräberstimmung. Der Markt hat deutschen Unternehmen riesige Chancen eröffnet, für manche war er angesichts der in Europa grassierenden Rezession auch die Rettung. Doch in die euphorischen Töne haben sich schon lange auch nachdenkliche Stimmen gemischt - denn die industrielle Entwicklung erkauft Peking mit einer dramatischen Umweltverschmutzung.

Nicht nur in Europa wird dies kritisiert, auch in der immer städtischer werdenden chinesischen Bevölkerung regt sich Widerstand gegen eine Wachstumspolitik um jeden Preis. Immer mehr Menschen gehen auf die Straße. Und deren Forderungen werden zumindest teilweise erhört. Das Bild vom ungebremsten chinesischen Wirtschaftswachstum um jeden Preis stimmt nicht mehr. Die Staatsführung versucht bereits seit Jahren, gegenzusteuern. Die Meldungen über Umweltkatastrophen reißen jedoch nicht ab.

In den vergangenen Monaten sorgte vor allem Smogalarm in Millionenstädten wie Peking und Tausende tote Schweine im Stadtfluss von Schanghai weltweit für Aufsehen.  Jetzt berichtet eine chinesische Zeitung über eine Fabrikanlage in der Provinz Hunan, in deren Umgebung seit ihrer Stilllegung vor rund vier Jahren mindestens 26 Menschen an Vergiftungen durch Cadmium gestorben sind. Hunderte weitere Anwohner seien erkrankt, so die Tageszeitung "China Youth Daily". In Bodenproben aus der Umgebung der im Jahr 2009 stillgelegten Chemieanlage lag die Cadmiumkonzentration demnach teils 300fach über dem zulässigen Grenzwert.

20 sollen an Krebs gestorben sein

Dem Bericht zufolge waren acht der Todesopfer jünger als 60 Jahre. Insgesamt 20 Menschen starben demnach an Krebs. Zudem hieß es, in der Region geborene Kinder kämen mit Missbildungen zur Welt. Die Zeitung sprach von "einer der zehn schlimmsten Fälle von Umweltverschmutzung des Landes".

Auch in ländlichen Regionen wird die Umweltverschmutzung zu einem immer größeren Problem. "Mit der Industrialisierung, der Urbanisierung und der Modernisierung der Landwirtschaft ist die Situation für ländliche Gegenden ernst geworden", heißt es im Jahresbericht des Umweltministeriums in Peking. Vor allem der Bergbau und die steigenden Vieh- und Geflügelbestände hätten die Situation im vergangenen Jahr verschlechtert. Experten gehen davon aus, dass Chinas Landwirtschaftsbetriebe mittlerweile stärker zur Verschmutzung der Umwelt beitragen als die Metropolen.

Die Versorgung der Bevölkerung ist in dem riesigen Reich jedoch seit jeher eine schwierige Aufgabe. China stellt laut WWF  22 Prozent der Weltbevölkerung, verfügt aber nur über 9 Prozent der weltweit landwirtschaftlich nutzbaren Fläche und 6 Prozent der Süßwasservorräte. Und Unwetter können schonmal 20 Millionen Tonnen Weizen vernichten, wie Mitte des Monats gemeldet wurde.

283 Milliarden Euro gegen Umweltverschmutzung

Es sprechen also auch ganz praktische Gründe dafür, die Umweltverschmutzung zu bekämpfen. Gleichzeitig mit der Nachricht über die 26 Cadmium-Toten wird bekannt, dass die Regierung umfangreich in den Umweltschutz investieren will.   

Für Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Senkung von Umweltbelastungen seien innerhalb von fünf Jahren Ausgaben von 2,3 Billionen Yuan (rund 283 Milliarden Euro) geplant, berichtete die Tageszeitung "China Daily". Der Plan sei schon vom Staatsrat gebilligt worden. Die Ausgaben seien zusätzlich zu den geplanten Investitionen von 1,85 Billionen Yuan in erneuerbare Energien vorgesehen.

Der Anteil nicht-fossiler Energie am Gesamtverbrauch solle auf 15 Prozent steigen, sagte der Vize-Direktor der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission, Xie Zhenua.

Seit längerem bemüht sich China auch darum, die Verwüstungen der Industrialisierung zumindest zu lindern – zum Beispiel im Bergbau. Das größte Kohleförderland der Welt investiert nach Darstellung eines deutschen Experten Milliarden Euro in die Renaturierung alter Bergbauflächen. Das gelte zum Beispiel für das älteste chinesische Steinkohleabbaugebiet Xuzhou im Osten des Landes, sagte der deutsche Bergbauexperte und Präsident der Bochumer Technischen Fachhochschule (TFH) Georg Agricola, Prof. Jürgen Kretschmann, der dpa.

Erste Erfolge

Trotz wiederholter Schreckensmeldungen zeigen die Maßnahmen erste Erfolge. Die Luftqualität sei im vergangenen Jahr in den Städten weitgehend stabil geblieben, teilte das Umweltministerium mit. In Peking habe sich der Zustand sogar verbessert. Auch bei der Wasserqualität habe es 2012 Fortschritte gegeben. Nur noch jede zehnte Wasserprobe sei sogar für einen Einsatz in der Industrie unbrauchbar gewesen. Im Jahr zuvor war es noch fast jede siebte.

Bereits 2005 verabschiedete China ein Fördergesetz, das sich laut Bundesumweltministerium am Erneuerbare-Energien-Gesetz der damaligen rot-grünen Bundesregierung orientierte. China wurde rasch führend in der Solarenergietechnik und stach dank niedriger Preise deutsche Konkurrenten aus. Die Einigung im Streit um die Einfuhr chinesischer Solarpaneelen zeigt, wie hart die Konkurrenz aus Fernost ist – denn bei den Beschlüssen vom Montag handelt es sich auch um Schutzzölle für die europäische Solarzellenhersteller.    

Dass die Chinesen es mit dem Umweltschutz ernst meinen, zeigt auch ein neues Gesetz, das im Juni in Kraft trat. Umweltverschmutzer können künftig auch zum Tode verurteilt werden. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, die neuen Rechtsvorschriften ermöglichten eine strengere und konsequentere Ahndung von Umweltstraftaten. "In schwersten Fällen kann die Todesstrafe verhängt werden." Zudem sollten alle Anstrengungen unternommen werden, um Umweltvergehen zeitnah aufzuklären.

Quelle: n-tv.de , vpe/dpa/rts/AFP>

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2.8.2013: Direkte Güterzugverbindung Hamburg-Zhengzhou

aus: n-tv online: Güterzugverbindung von China nach Deutschland eröffnet
Erster Transport aus Zhengzhou erreicht Hamburg; 2.8.2013;
http://www.n-tv.de/ticker/Erster-Transport-aus-Zhengzhou-erreicht-Hamburg-article11107056.html

<Die 10.214 Kilometer lange Bahnverbindung zwischen Hamburg und der chinesischen Stadt Zhengzhou ist eröffnet. Der erste Zug erreicht die Hansestadt nach einer 15-tägigen Fahrt.

Organisiert worden war der Transport von der Hafenentwicklungsgesellschaft von Zhengzhou, einem Industriezentrum mit knapp 8,5 Millionen Einwohnern in der zentralchinesischen Provinz Henan etwa 700 Kilometer südwestlich von Peking. DB Schencker übernahm die Abwicklung der Logistik außerhalb Chinas. Die Strecke des Güterzugs führte über Russland, Kasachstan, Weißrussland und Polen. In Zukunft sollen weitere Transporte folgen.

Direkte Güterzugverbindungen von China nach Deutschland sind nicht neu. Nach Angaben von DB Schenker fuhr 2008 ein erster Transport aus Peking nach Hamburg. Seit 2011 bietet das Logistikunternehmen wöchentliche Verbindungen zwischen beiden Ländern an, die vor allem von Firmen der Auto- und Elektroindustrie genutzt werden.

"Der wachsende chinesische Warenverkehr, zusammen mit der anhaltenden Verlagerung von produktionsintensiven Industrien ins chinesische Hinterland, bietet viel Potenzial", erklärte Bahn-Chef Rüdiger Grube am Freitag anlässlich der Ankunft des ersten Container-Zuges aus Zhengzhou in Hamburg. "DB Schenker hat dafür in Asien eine exzellente Startposition."

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Toyota legt die Latte höher

Quelle: n-tv.de , AFP>

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Spiegel online, Logo

2.9.2013: Schärfere Visa-Regelungen: Visa nicht mehr an der Grenze möglich

aus: Spiegel online: Ab September: China verschärft Visa-Regelungen; 2.9.2013;
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/china-verschaerft-visa-regelungen-a-919924.html

<Wer nach China reisen will, der muss sich auf eine kompliziertere Visa-Beantragung gefasst machen. Urlauber und Geschäftsreisende sollten das Dokument rechtzeitig bei einer chinesischen Auslandsvertretung besorgen.

Berlin - Für China gelten seit dem 1. September neue Visa-Kategorien. Für Reisende wird es etwas komplizierter. Künftig gibt es statt acht zwölf Kategorien, teilt das Chinese Visa Application Center mit. Wer als Tourist nach China reist, muss künftig ein Visum der Kategorie L beantragen.

Austausch, Besuche, Studienreisen fallen in Kategorie F, Gewerbe und Handel in Kategorie M, Studenten je nach Länge des Aufenthalts in die Kategorie X1 oder X2. Personen, die in China arbeiten wollen, müssen ein Visum der Kategorie Z beantragen, wer seine Familie besuchen möchte, Kategorie Q1 und Q2, wer Verwandte besucht, die China arbeiten, Kategorie S1 und S2. Wer nur einen Transitaufenthalt plant, braucht ein G-Visum.

Der Geschäftsreiseverband VDR in Frankfurt hatte bereits vor einigen Tagen gewarnt, dass Reisenden bei Falschangaben im Visumsantrag im schlimmsten Fall eine Gefängnisstrafe droht. Auch sollten sich Deutsche, die von Europa aus über Hongkong nach Festland-China einreisen wollen, ein Visum vorab statt wie bisher vor Ort besorgen. Die bisher üblicherweise genehmigten Expressvisa würden derzeit nach Medienberichten Staatsangehörigen der EU-Länder verweigert. Chinesische Behörden würden keine Auskünfte zur Visa-Beschaffung geben.

abl/dpa>

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Deutsche Wirtschaftsnachrichten online, Logo

4.9.2013: Massiv gefälschte Wirtschaftszahlen in China

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online: Das Märchen vom China-Wunder: „Regelrecht betrügerische Manipulation“; 4.9.2013;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/09/04/das-maerchen-vom-china-wunder-regelrecht-betruegerische-manipulation/

<Die chinesischen Wirtschafts-Zahlen sind offenbar massiv gefälscht. Das hat der Ökonom Christopher Balding nun erstmals in einer wissenschaftlichen Untersuchung belegt. Investoren in China sollten sich warm anziehen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wie waren die Reaktionen der chinesischen Behörden auf Ihre Anschuldigungen?

Christopher Balding: Meines Wissens nach gab es keine offiziellen Reaktionen oder Aussagen zu dem Thema. Die Reaktion von Kollegen und der chinesischen Presse war freundlich. Ich sage das deshalb, weil es in China als gegeben angesehen wird, das ökonomische und finanzielle Daten fehlerhaft und manipuliert sind. Mit anderen Worten, jeder hier hat vorher schon geglaubt, was ich geschrieben habe, auch wenn niemand es bisher so ausgearbeitet hat wie ich.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Westliche Volkswirtschaften haben massiv in China investiert. Wie waren die Reaktionen von westlichen Ökonomen?

Christopher Balding: Es gab ein gesteigertes Interesse von nicht-chinesischen Ökonomen und Institutionen. Es gab schon lange Verdachte, was chinesische Wirtschaftsdaten betrifft, aber ich denke diese Studie war die erste, die das Ausmaß des Betrugs in offiziellen Daten bloßstellt und belegt.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Investoren auf der ganzen Welt begründen ihre Entscheidungen auf der Richtigkeit der offiziellen Wirtschaftsdaten. Was sind die Implikationen für die Weltwirtschaft, wenn ihre Aussagen zu treffen sollten. Ist China noch immer der Wachstumsmotor der Weltwirtschaft oder basiert das alles nur auf Täuschung?

Christopher Balding: China ist ohne Frage stark gewachsen, aber ich denke es gibt eine starke Diskrepanz zwischen realem Wachstum und offiziellem Wachstum. Ich persönlich glaube, dass es ein signifikant höheres Risiko in der chinesischen Wirtschaft gibt, als weitläufig geglaubt wird.

Die beiden Sektoren, die ich anhand dieses Beispiels von statistischer Manipulation für am verwundbarsten halte, sind Rohstoff-Unternehmen und der Einzelhandel. Das chinesische Wirtschaftswachstum hat die weltweite Nachfrage von Rohstoffen angeheizt, speziell Rohstoffe im Bauwesen wie Kupfer oder Eisen, aber auch viele andere. Jeder Rückgang der Nachfrage wird enorme Effekte auf die globalen Märkte haben. Des Weiteren sind Kennzahlen wie Konsumausgaben und frei verfügbares Einkommen deutlich langsamer gestiegen als die Löhne oder das Bruttoinlandsprodukt. Das ist ein Hinweis darauf, dass die chinesischen Haushalte und Konsumenten nicht in den Genuss der Früchte des offiziellen Wirtschaftswachstums kommen. Zudem haben viele Einzelhändler und Konsumgüter-Firmen echte Probleme Geld zu verdienen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Denken Sie, dass diese Art statistischer Tricks auch in anderen Ländern gängige Praxis ist (z.B. in den USA, der europäischen Union, Russland, etc.), um die wahren Inflationsraten zu verschleiern und die offiziellen BIP-Zahlen zu schönen?

Christopher Balding: Das wird eine komplizierte Antwort, aber lassen Sie es mich versuchen. Erstens denke ich, dass es wichtig ist zwischen legitimen methodischen Debatten über die Berechnung von Inflation (ob Sie es glauben, oder nicht, die existieren wirklich, und zwar mit klugen und rationalen Menschen auf beiden Seiten!) und regelrechtem Betrug zu unterscheiden. Die chinesischen Zahlen für Wohnkosten sind regelrecht betrügerische Manipulation. Der Unterschied von acht Prozent zu 300 Prozent ist zu groß, um durch einen Rundungsfehler erklärt zu werden. Europäische und amerikanische Fragen zur Inflation sind methodische Debatten zur Berechnung.

Zum Beispiel: Wie beeinflussen Veränderungen bei schwankenden Gütern wie Lebensmitteln oder Energie die größeren Kennzahlen des Warenkorbs, die nicht schwankend sind? Es gibt ehrliche und rationale Debatten darüber. Ein anderes Beispiel: Spiegelt der Warenkorb tatsächlich Veränderungen im Lebensstil durch geringere Beschäftigung und die daraus resultierenden verringerten Ausgaben für Transport und Kleidung wider?

Für größere Bestandteile amerikanischen Warenkorbs kann ich sagen, dass sie die Veränderungen widerspiegeln. Das bedeutet jedoch nicht, dass es keine methodischen Bedenken über die Art der Berechnung und Erhebung dieser Daten gäbe, die zu Unterschieden zwischen der offiziellen und der realen Rate führen könnten. Dennoch muss ich erneut betonen, dass das ein anderes Thema ist als die betrügerische Manipulation der Daten, die wir in Chinas Wohnkosten beobachten können.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Was sind Ihre Eindrücke der jüngsten chinesischen Bankenkrise? Ist sie eine Bedrohung für die Weltwirtschaft oder wird sie durch die westlichen Medien größer gemacht als sie tatsächlich ist?

Christopher Balding: Um ehrlich zu sein, ich halte das für ein viel größeres Thema als es in der Presse – sogar der westlichen Presse – dargestellt wird. Es gibt enormen finanziellen Druck in der chinesischen Regierung, im Unternehmens- und im Haushaltssektor. Die chinesische Stahlindustrie hat Verbindlichkeiten in Höhe von fast 500 Milliarden US-Dollar und hat im ersten halben Jahr gerade einmal Profite in Höhe von 350 Millionen US-Dollar eingefahren.

Unabhängige Daten deuten darauf hin, dass in den meisten chinesischen Städten die Rate von Hauspreisen zu Einkommen weit über 20 liegt. Dieselbe Rate lag in den USA in San Francisco im Jahr 2008, kurz vor Ausbruch der Hypothekenkrise, bei elf. Ich könnte ihnen noch viele weitere Beispiele nennen, die auf den enormen finanziellen Druck hinweisen, unter dem China zurzeit steht. Was mich am meisten überrascht, angesichts dieser Daten und meiner Studie, ist, dass so viele Leute die Geschichte aus Peking über eine angebliche wirtschaftliche Erholung glauben.>

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15.10.2013: Der Yuan wird nun auch in London gehandelt

aus: n-tv online: Chinesische Währung breitet sich aus: London wird Handelsplatz für Yuan; 15.10.2013;
http://www.n-tv.de/ticker/London-wird-Handelsplatz-fuer-Yuan-article11542191.html

<London wird nach Hongkong der zweite internationale Handelsplatz für die chinesische Landeswährung Yuan. Im Gegenzug dürfen chinesische Banken Filialen in Großbritannien eröffnen, wie die Regierungen in Peking und London am Dienstag mitteilten. Frankfurt und andere wichtige Börsenplätze haben damit zumindest vorerst das Nachsehen. "Der Renminbi wird damit fester Fuß auf dem europäischen Markt fassen", schrieben die ANZ-Analysten. Anleger haben nun größere Möglichkeiten, in die chinesische Währung, die auch als Renminbi bekannt ist, zu investieren. Insgesamt können sie Aktien, Anleihen oder Fonds im Volumen von 80 Milliarden Yuan (9,7 Milliarden Euro) kaufen.

Auch andere Börsenplätze wie Frankfurt, Singapur, Taiwan oder Kenia hoffen darauf, für den Handel mit Yuan zugelassen zu werden. Die Regierung in Peking hat unter einem Yuan-Handelsprogramm 2011 insgesamt eine Handelsquote von 350 Milliarden Yuan bereitgestellt, von der nun 134 Milliarden Yuan ausgeschöpft sind. Mit dem Programm soll die internationale Handelbarkeit der chinesischen Währung verbessert werden. Irgendwann soll der Yuan frei an den Devisenmärkten gehandelt werden können.

Quelle: n-tv.de , rts>

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Harbin 22.10.2013: So viel Smog, dass man die Ampel nicht mehr sieht

Smog in der chinesischen
                  Stadt Harbin, so dicht, dass man die Ampel nicht mehr
                  sieht
Smog in der chinesischen Stadt Harbin, so dicht, dass man die Ampel nicht mehr sieht [1]

aus: 20 minuten online: Zu viel Smog - rote Ampeln überfahren erlaubt; 22.10.2013;
http://www.20min.ch/ausland/news/story/18929432

<Enormer Smog legt das Leben in der chinesischen Millionenstadt Harbin lahm. Heute kam es zu einem Verkehrschaos: Autofahrer konnten die Farbe der Ampeln nicht mehr erkennen.

Smog hat am Montag das Leben in der chinesischen Millionenstadt Harbin lahmgelegt und ein Verkehrschaos ausgelöst. Auf Bildern des Senders CCTV waren nur noch schemenhafte Formen und Farben der Metropole auszumachen, die unter schwarzen Russwolken versank.

Wie ein Verkehrspolizist der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua sagte, wurden Autofahrer wegen der miserablen Sicht nicht einmal mehr dafür bestraft, wenn sie über rote Ampeln fuhren.

Feinstaubbelastung 40-mal höher

Messungen zufolge überstieg die Feinstaubbelastung in der Luft 900 Mikrogramm pro Kubikmeter und lag damit 40-mal höher als von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen.

Der Luftqualitätsindex wurde mit dem Maximum von 500 angegeben, lag Schätzungen zufolge aber noch darüber. Schulen wurden geschlossen, Fernbusse stellten den Verkehr ein, Schnellstrassen wurden abgesperrt. Dennoch kam es zu Massenkarambolagen auf den Strassen der nordöstlichen Stadt, die für ihr Eis- und Schneeskulpturenfestival berühmt ist.

Erklärung für Smog

Nach Einschätzung der Zeitung «Peking Times» dürfte das Smog-Chaos damit zusammenhängen, dass wegen des nahenden Winters das städtische Heizungsnetz angeschaltet worden sei.

Der massive Verbrauch von Kohle und rasante Industrieaufstieg Chinas sorgen landesweit für Luftverschmutzung und Gesundheitsrisiken, verärgern aber auch zunehmend die Bevölkerung und bringen so die neue Staatsführung in Zugzwang. Peking hatte im Juni ein Massnahmenbündel erlassen, wonach örtliche Regierungsvertreter persönlich für verbesserte Luftqualität haften sollen.

(gux/sda)>

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Welt online, Logo

25.10.2013: Ausländische Unternehmen bieten Produkte in China zum Teil viel zu teuer an - das chinesische Staatsfernsehen protestiert

aus: Welt online: Kampagne: Chinas neue Angst vor ausländischen Firmen; 25.10.2013;
http://www.welt.de/wirtschaft/article121228816/Chinas-neue-Angst-vor-auslaendischen-Firmen.html

<Die chinesischen Staatsmedien lassen kein gutes Haar an vielen ausländischen Firmen. Auch deutschen Autobauern wurde schon mangelnde Qualität vorgeworfen. Der Grund ist schnell durchschaubar.

Apple? Arrogant! Starbucks? Zu teuer! Samsung? Schlechter Service! Eine Firma nach der anderen nehmen chinesische Staatsmedien ins Visier und urteilen sie ab. Selbst deutsche Autobauer mussten sich rechtfertigen. Das Staatsfernsehen CCTV hatte Anfang dieses Jahres Audi, BMW und Mercedes vorgeworfen, dass bei heißem Wetter gefährliche Dämpfe in den Innenraum der Autos abgesondert würden. Die deutschen Hersteller konterten damals prompt.

Experten erkennen darin bereits ein System. "Einige ausländische Marken sind sehr stark in China. Deshalb werden sie von chinesischen Staatsmedien unterdrückt", sagt Qiao Chunyang vom China Brand Research Institut. Die Beiträge können dazu dienen, der ausländischen Konkurrenz Marktanteile abzuluchsen und das Geschäft für heimische Firmen anzukurbeln.

Auf der einen Seite berufen sich Staatsmedien auf den Verbraucherschutz und prangern in dessen Namen Probleme an. Auf der anderen Seite scheinen für Fehler in einer gesamten Branche besonders ausländische Firmen herhalten zu müssen. Hinsichtlich einer Kampagne gegen Korruption im Gesundheitssystem warf die EU-Handelskammer Chinas Medien vergangenen Monat Diskriminierung vor.

Verbraucherschutz attackiert nur ausländische Firmen

Während ausländische Firmen öffentlich für Fehler diskreditiert würden, seien zunächst keine Ermittlungen gegen chinesische Unternehmen eingeleitet worden. Dabei halten Branchenkenner Schmiergeldzahlungen für ein gängiges Problem, gleich ob bei ausländischen oder inländischen Firmen.

Für den Unternehmensberater James Button sind die Attacken der Staatsmedien der Preis für ein florierendes Geschäft in China. "Es ist nicht ungewöhnlich, dass herausragende Unternehmen aus dem Ausland stärker im Fokus der Behörden stehen als ihre lokalen Konkurrenten", sagte Button der Hongkonger "South China Morning Post".

Konsumenten sind in China offenbar bereit, für ausländische Produkte wesentlich tiefer in die Tasche zu greifen. Bei Kosmetik, Computern oder Autos gebe es Aufschläge von bis zu 100 Prozent gegenüber dem internationalen Preis, meint Button. Bei der Kaffeekette Starbucks seien es hingegen vermutlich nur rund 20 Prozent mehr. "Chinesische Konsumenten sehen in Starbucks mehr ein Erlebnis als ein reines Produkt."

Bürger greifen in Netzwerken Staatsfernsehen an

Der Angriff von Chinas Staatsfernsehen CCTV ging denn auch mächtig nach hinten los. In sozialen Netzwerken wurde der Sender selbst zur Zielscheibe von Kritik. Ein Nutzer unter dem Pseudonym "Zuoyeben" fasste in einem der twitterähnlichen Kurzmitteilungsdienste Weibo die Aufregung zusammen: Die Luft in China sei verpestet, die Lebensmittel nicht sicher, Wohnungen kaum bezahlbar "und CCTV regt sich nur über den Preis für Kaffee auf?".

Ob Starbucks von dem Aufschrei im Netz profitiert, ist aber zweifelhaft. In einem Statement verteidigte das Unternehmen seine Preispolitik mit den "besonderen Bedingungen des chinesischen Marktes". CCTV zufolge kostet eine Tasse Café Latte mit einer Füllmenge von durchschnittlich 354 Millilitern in einem Starbucks-Café in China 27 Yuan (3,20 Euro).

Das exakt gleiche Getränk sei in internationalen Großstädten wie Chicago (rund 20 Yuan/2,40 Euro) oder London (knapp 24 Yuan/2,90 Euro) wesentlich günstiger. In Berlin liegt der Grundpreis für eine Tasse bei 2,95 Euro.

Auch wegen der Kritik an Apple hatten Chinesen im Netz CCTV angegriffen. Der US-Konzern sah sich trotzdem zum Handeln gezwungen. "Wir entschuldigen uns aufrichtig", hatte Apple-Chef Tim Cook damals selbstkritisch geschrieben.

dpa/mol>

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Die Presse.com online, Logo

14.11.2013: Chinas Elite steht auf der Gehaltsliste der Zionistenbank GP Morgan

aus: Die Presse online: Bericht: Chinas Elite auf der Gehaltsliste von JP Morgan; 14.11.2013;
http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1479635/Bericht_Chinas-Elite-auf-der-Gehaltsliste-von-JP-Morgan?from=newsletter

<Die US-Bank soll Medienberichten zufolge 1,8 Mio. Dollar an die Tochter des chinesischen Premiers Wen Jiabao gezahlt haben

Einmal mehr gibt es negative Schlagzeilen für JP Morgan: Insgesamt 1,8 Millionen Dollar soll die Großbank zwischen 2006 und 2008 an eine chinesische Beratungsfirma gezahlt haben, die von einer gewissen "Lily Chang" geleitet wird. Die "New York Times" berichtet nun, dass es sich bei der Inhaberin in Wirklichkeit um Wen Ruchun, die Tochter von Regierungschef Wen Jiabao, handelt. Die Firma beschäftigt lediglich zwei Mitarbeiter. Offiziell waren die großzügigen Zahlungen eine Gegenleistung dafür, dass Geschäfte mit der "China Railway Corporation" angebahnt wurden. Im selben Zeitraum soll JP Morgan auch in Unternehmen mit Beziehungen zur Familie investiert haben.

Dem Medienbericht zufolge rief die Bank 2006 ein Programm ins Leben, bei dem es darum ging, gezielt Beschäftigte aus Chinas politischer Elite zu rekrutieren. Die US-Börsenaufsicht prüft nun, ob die Bank nur deshalb lukrative Aufträge gewonnen hat. Eine Sprecherin der Bank in Hongkong sagte, JP Morgan kooperiere mit den Behörden. Von Wen Ruchun gibt es bisher noch keine Stellungnahme.

zum Original-Artikel der "New York Times"

(Red.)>

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n-tv online, Logo

7.12.2013: China im Smog - mit Konsequenzen in Shanghai: Stopp für Bauarbeiten, 1/3 weniger Busverkehr, keine Schule

aus: n-tv online: Wenn alles grau wirdChina hüllt sich in Smog; 7.12.2013;
http://www.n-tv.de/panorama/China-huellt-sich-in-Smog-article11872296.html

<Es ist kein neues Problem, doch nach wie vor ein katastrophales: In weiten Teilen Chinas gibt es Smog-Alarm. Allein in Shanghai liegt die Luftbelastung ein Vielfaches über dem Grenzwert. Dies bleibt nicht ohne Konsequenzen.

In Zentral- und Ostchina haben die Behörden erneut Smog-Alarm ausgerufen. Es gilt die Warnstufe "orange", die zweithöchste in Chinas vierstufigem Smog-Warnsystem. Seit sechs Tagen hänge die verpestete Luft über den Provinzen Jiangsu, Zhejiang, Anhui und Henan, meldet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Andere Teile der Region leiden seit mindestens drei Tagen unter Smog.

[Shanghai: Sicht zum Teil nur noch "wenige Dutzend Meter"]

In der Millionenstadt Shanghai erreichte die Luftbelastung mit gefährlichen Feinstaubpartikeln, die kleiner als 2,5 Mikrometer sind, laut offiziellen Angaben zwischenzeitlich den Wert von 484 Mikrogramm. Die Weltgesundheitsorganisation sieht einen Wert von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft als unbedenklich an. Die Schadstoffe wurden von Industriegebieten in den benachbarten Regionen in die Küstenmetropole geblasen.

Die Behörden verhängten am Freitag einen Stopp für Bauarbeiten, ließen rund ein Drittel weniger Busse auf die Straße und wiesen Schulkinder an drinnenzubleiben, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Sicht ging an einigen Stellen der Stadt auf wenige Dutzend Meter zurück. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen.

Quelle: n-tv.de , ghö/dpa>

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20 minuten online, Logo

6.12.2013: Smog in Shanghai - Bauarbeiten eingestellt, Flüge abgesagt

aus: 20 minuten online: Shanghai steht wegen Smog still; 12.12.2013;
http://www.20min.ch/ausland/news/story/21474779

<Die Luftbelastung in Shanghai ist zurzeit derart gefährlich, dass Bauarbeiten gestoppt und zahlreiche Flüge gestrichen wurden. Und der Smog hält weiter an.

Wegen gefährlicher Smogwerte hat Shanghai am Freitag Bauarbeiten gestoppt und Schülern vom Spielen im Freien abgeraten. Am Flughafen wurden zahlreiche Flüge gestrichen, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete.

Die Luftbelastung mit gefährlichen Feinstaubpartikeln, die kleiner als 2,5 Mikrometer sind, erreichte laut offiziellen Angaben zwischenzeitlich den Wert von 602,5 Mikrogramm. Die Belastung pro Kubikmeter Luft betrug damit mehr als das 24-Fache der von der Weltgesundheitsorganisation als unbedenklich tolerierten Werte von 25 Mikrogramm.

Meteorologen schätzen, dass der gefährliche Smog noch bis zum Ende der Woche anhalten wird.

(sda)>

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Netzfrauen online, Logo

Hainan 2.4.2014: <China zerstört Illegale Gentech-Pflanzen – Schmuggelring für GVO-Saatgut aufgedeckt>

aus: Netzfrauen online; 2.4.2014;
http://netzfrauen.org/2014/04/02/china-zerstoert-illegale-gentech-pflanzen-schmuggelring-fuer-gvo-saatgut-aufgedeckt/#more-10652

<Die Provinz Hainan zerstört gentechnisch veränderte Mais-und Baumwollpflanzen, die in illegalen Versuchen 2013 verwendet wurden. Die landwirtschaftliche Behörde der Provinz bestätigte am Montag, dass  in den Städten und  Landkreisen Sanya, Lingshui und Ledong  vom 23. bis 27. Dezember 2013 107 Pflanzenproben untersucht wurden.

Die Prüfung ergab, dass neue Mais- und Baumwollpflanzen identifiziert waren, somit wurden die gentechnisch veränderten Feldversuche zerstört.  Es gab noch weitere sechs verdächtigte Proben, dass Endergebnis liegt noch nicht vor.

Die Behörde betonte, dass keine gentechnisch veränderten Anbauversuche ohne vorherige Genehmigung durchgeführt werden dürfen und diejenigen, die solche Versuche durchführen, werden bestraft.

China kämpft zur Zeit vermehrt gegen genmanipulierte Pflanzen, da die chinesische Bevölkerung gegen die Biotech-Branche ist. 

Im Dezember 2013 deckte die Polizei in Huaihua,  in der zentralchinesischen Provinz Hunan, einen Schmugelring für  GVO-Mais-Saatgut auf, wie die National Business Daily berichtete.

Die Samen von “US-golden corn”, die angeblich seit 2003 von Hong Kong und Thailand geschmuggelt werden, verunreinigten im letzen Jahr etwa 200 Hektar Mais. Es handelte sich bei dem geschmuggelten Mais-Saatgut  um solche der Konzerne Monsanto und Syngenta.  Die Polizei hatte einen der Hauptschmuggler, Luo Haihong, festgenommen, der angeblich seit 2003  über 500.000 Tonnen Mais-Saatgut  ohne Genehmigung importierte.

Original: China Destroys Illegal GM Crop Trials on Hainan Island und Chinese Police Bust GM Corn Smugglers as GMO Crisis Deepens

Nachdem wir diese Artikel für Sie im eigenen Wortlaut übersetzt haben, fragen wir uns, gibt es weitere Schmuggler? Vielleicht auch in Europa?

Netzfrau  Doro Schreier>

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Chinas Kinder sind nicht sehr erwünscht - oder dann stimmt was mit der Verhütung nicht:

20 minuten online, Logo

17.3.2014: Babyklappe in Guangzhou muss nach 6 Wochen wegen Überfüllung schliessen

aus: 20 minuten online: Nach sechs Wochen 262 Kinder in Babyklappe; 17.3.2014;
http://www.20min.ch/ausland/news/story/18136720

<Seit Ende Januar gab es in der südchinesischen Stadt Guangzhou eine Babyklappe. Jetzt musste diese schon wieder geschlossen werden – wegen Überlastung.

ine sogenannte Babyklappe in der südchinesischen Stadt Guangzhou ist wegen Überlastung vorerst geschlossen worden. Innerhalb von sechs Wochen seien dort 262 Kinder anonym abgegeben worden, teilten die Behörden am Montag mit. Die städtische Wohlfahrtseinrichtung sei ausgelastet.

Zwei Drittel der zurückgelassenen Babys sind den Angaben zufolge jünger als ein Jahr. Alle seien krank oder behindert. Einige seien mit Down-Syndrom auf die Welt gekommen, andere litten demnach unter einer zerebralen Kinderlähmung oder angeborenen Herzkrankheiten.

Die Einrichtung in Guangzhou war erst Ende Januar eröffnet worden. Landesweit existieren in China laut Staatsmedien etwa 25 Babyklappen. Oft geben die Eltern ihre Babys dort ab, weil sie sich die kostspielige Behandlung ihrer behinderten Kinder nicht leisten können.

(sda)>

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Kopp-Verlag online, Logo

4.6.2014: Das Tiananmen-Massaker ist gelogen - der Massaker-Mythos

aus: Kopp-Verlag online: China: Die Lüge vom Tiananmen-Massaker; 4.6.2014;
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/gerhard-wisnewski/china-die-luege-vom-tiananmen-massaker.html

<Gerhard Wisnewski

Auf dem Pekinger »Platz des Himmlischen Friedens« wurden am 4. Juni 1989 Hunderte von Studenten mit Maschinengewehren niedergemäht? Während andere, die den Platz verlassen wollten, von Panzern überrollt wurden? 25 Jahre später ist diese Geschichte für unsere »Qualitätsmedien« natürlich immer noch ein gefundenes Fressen – und eine Gelegenheit, das verhasste China an den globalen Pranger zu stellen. Die Frage ist nur: War es wirklich so? Gerhard Wisnewski hat recherchiert...

as »Massaker vom Tiananmen-Platz« – wer erinnert sich nicht daran: »Die wohl am weitesten verbreitete Schilderung erschien zuerst in der Hongkonger Presse«, schrieb der China-Kenner Jay Mathews, einst Bürochef der Washington Post in Peking: »Ein Student der Tsinghua-Universität beschrieb, wie Maschinengewehre Studenten vor dem Heldenmonument in der Mitte des Platzes niedermähten. Die New York Times brachte diese Geschichte nur eine Woche nach dem Ereignis – am 12. Juni – groß heraus... Der Studentenführer Wu‘er Kaixi sagte, er habe gesehen, wie 200 Studenten im Gewehrfeuer starben...«

Nur auf Plätzen werden Helden geboren...

Diese Chinesen: Schrecklich, nicht wahr? In Wirklichkeit ist das so genannte »Massaker vom Tiananmen-Platz« jedoch eine Fiktion und nichts weiter als ein westlicher Propaganda-Mythos. Denn die westliche Propaganda braucht immer einen Platz: Ob den Maidan in Kiew, den Tahrir-Platz in Kairo oder eben den Tiananmen-Platz in Peking. Denn nur auf Plätzen werden Helden geboren. Der öffentliche Platz ist die Bühne der Märtyrer, die im heldenhaften Kampf gegen das schreckliche Regime ihr Leben lassen. Und vor allem ist der Platz Gedenkstätte, um den Mythos des Kampfes gegen das grauenhafte Regime auch in den kommenden Jahrzehnten am Leben zu erhalten. Und so müssen wir uns seit geraumer Zeit die Litanei vom »Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens« anhören: »Vor 25 Jahren schlug Peking den Aufstand auf dem Platz des Himmlischen Friedens nieder. Heute verfolgt die Partei jeden, der öffentlich über das Massaker spricht«, befördert zum Beispiel Spiegel Online den Mythos: »Das ist kein Zeichen von Stärke, sondern von Angst.«

Und das müssen wir nun schon seit 25 Jahren lesen: »Im letzten Jahrzehnt haben viele amerikanische Journalisten und Herausgeber eine mythologische Version dieser warmen, blutigen Nacht übernommen«, schrieb schon 1998 der oben erwähnte Jay Mathews, früher Pekinger Bürochef der Washington Post. Aus Anlass eines Pekingbesuchs des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton sei dieser Mythos immer und immer wieder wiederholt worden. So habe am Tag von Clintons Ankunft in Peking die Baltimore Sun in fetten Lettern an »Tiananmen, den Platz auf dem chinesische Studenten starben« erinnert. USA Today habe Tiananmen »den Platz, auf dem demokratische Demonstranten niedergeschossen wurden«, genannt. Das Wall Street Journal beschrieb »das Massaker vom Tiananmen-Platz«, wo bewaffnete Truppen »Hunderte oder mehr« Menschen getötet hätten. Die New York Post habe den Platz »die Stätte des Studenten-Massakers« genannt.

Niemand starb auf Tiananmen

Das Problem sei nur, so Mathews: »Soweit man das den verfügbaren Beweisen entnehmen kann, starb in dieser Nacht niemand auf dem Tiananmen-Platz. Einige Menschen könnten bei gelegentlichen Schießereien in benachbarten Straßen ums Leben gekommen sein, aber alle überprüften Zeugenaussagen beschreiben, dass die auf dem Platz verbliebenen Studenten friedlich abziehen durften.« Zwar seien tatsächlich Hunderte von Menschen in dieser Nacht gestorben, die meisten von ihnen Arbeiter und Passanten, »aber anderswo und unter anderen Umständen«. Viele Opfer seien von Soldaten auf Abschnitten der Straße des Ewigen Friedens erschossen worden, »über eine Meile westlich des Platzes«. Außerdem in verstreuten Zusammenstößen in anderen Teilen der Stadt, wo, »wie man hinzufügen sollte, einige Soldaten von wütenden Arbeitern totgeschlagen oder verbrannt wurden«.

Ein Massaker-Mythos wird geboren

Aber ist das nicht egal? Ist es nicht egal, wo das Regime unschuldige Menschen ermordete? Keineswegs – aber dazu gleich mehr. Nach dem Clinton-Besuch 1998 waren die Olympischen Spiele in Peking 2008 die nächste große Gelegenheit, China »das Massaker vom Tiananmen-Platz« aufs Butterbrot zu schmieren: »Vor den Olympischen Spielen in Peking sehen wir weitere Versuche, die Welt an das angebliche Massaker an demokratiehungrigen Studenten auf dem Tiananmen-Platz am 4. Juni 1989 zu erinnern«, schrieb der australische Asienkenner und Ex-Diplomat Gregory Clark am 21. Juli 2008 in der Japan Times. Titel des Artikels: »Die Geburt eines Massaker-Mythos«:

»Die New York Times, die sich so bemüht hat, die ursprüngliche Geschichte von Truppen zu verbreiten, die hemmungslos studentische Protestierer niederschossen, hat jüngst verschiedene weitere Artikel veröffentlicht, die das angebliche Massaker verdammen – und die Forderung nach einem Olympischen Streik erhoben. Andere Medien, einschließlich des britischen, normalerweise unparteiischen Guardian, des Independent und des australischen Sydney Morning Herald, stimmten ein. An Gegenmeinungen ist niemand interessiert.«

Berichte vom Hotelbalkon

Diese Anstrengungen seien »eindrucksvoll«, so Ex-Diplomat Clark – insbesondere vor dem Hintergrund der überwältigenden Beweise, »dass es kein Tiananmen-Massaker gab«. So habe auch der damalige spanische Botschafter in Peking, Eugenio Bregolat, in einem Buch geschrieben, dass damals ein Fernsehteam des spanischen Senders TVE vor Ort gewesen sei. Sollte es ein Massaker gegeben haben, wären die Mitglieder dieses Teams wohl die Ersten gewesen, die es gesehen und gefilmt hätten. Der ehemalige spanische Botschafter sei jedoch wütend darüber, »dass die meisten Berichte von dem behaupteten Massaker von Journalisten stammten, die in einiger Entfernung im sicheren Hafen des Peking-Hotels Unterschlupf gefunden hätten« – also ganz so, wie unsere heutigen Journalisten-Lügner auch, die gern von Hotelbalkonen aus »berichten«.

Außerdem, so Clark, sei da noch Graham Earnshaw gewesen, ein bodenständiger Reuters-Korrespondent, der die Nacht vom 3. auf den 4. Juni am Ort des angeblichen Massakers verbracht habe. »In der Mitte des Tiananmen-Platzes« habe er Studenten interviewt, »bis in den frühen Morgenstunden die Truppen kamen. Auch er sah kein Massaker«: »Ich war wahrscheinlich der einzige Ausländer, der die Räumung des Platzes vom Platz selbst aus mitverfolgte«, zitiert Clark aus Earnshaws Memoiren.

»Ich kann nur sagen: Ich sah nichts davon«

Der Reuters-Korrespondent habe bestätigt, dass die meisten Studenten den Platz schon wesentlich früher friedlich verlassen hätten und dass »die verbliebenen wenigen Hundert vom Militär überzeugt wurden, es ihnen gleich zu tun«. Der chinesische Dissident und Exilant Xiaoping Li habe in einem Artikel einen geborenen Taiwanesen namens Hou Dejian zitiert, der sich auf dem Platz im Hungerstreik befunden habe: »Einige sagen, dass 200 Menschen auf dem Platz gestorben seien, andere sprechen von 2000. Es gab auch Berichte von Panzern, die Studenten überrollt hätten, die den Platz verlassen wollten. Ich kann nur sagen: Ich sah nichts davon. Ich war bis morgens 6.30 Uhr dort.«

Der heilige Schrein der Imperialisten

Natürlich seien in dieser Nacht viele schreckliche Dinge passiert, so Clark. Aber was leicht vergessen wird: Bevor es zur (friedlichen) Räumung des Platzes am 4. Juni 1989 kam, war er bereits wochenlang von Demonstranten besetzt worden – ganz nach dem (späteren) Muster von Kairo und Kiew. Mehrmals, berichtet Clark, hätten hochrangige Vertreter der Regierung versucht, Kompromisse auszuhandeln; später seien unbewaffnete Truppen von der wütenden Menge zurückgedrängt worden. Als schließlich bewaffnete Soldaten geschickt worden seien, seien deren Fahrzeuge von der Menge in der Umgebung des Platzes in Brand gesetzt worden – häufig mitsamt den Soldaten.

Also eine ähnliche Bürgerkriegssituation wie viele Jahre später am Kiewer Maidan-Platz, dem heiligen Schrein der westlichen Imperialisten. Am Tiananmen seien in den anschließenden »panischen Kämpfen« tatsächlich »Hunderte, wenn nicht Tausende von Zivilisten und Studenten getötet worden«, so Clark: »Aber das war ein Aufstand, kein gezieltes Massaker. Und es geschah nicht auf dem Tiananmen-Platz.«

Das Massaker als Marke

Ja, aber wie gesagt: Ist das nicht egal? Ist Todesopfer nicht gleich Todesopfer? Eben nicht. Sondern was gebraucht wird, ist eine symbolische Leiche – und wenn‘s geht, gleich Hunderte davon. Die Todesopfer dürfen auch nicht in Kämpfe oder Aufstände verwickelt, sondern müssen total unschuldig gewesen sein – und das sind nun mal nur die Opfer eines Massakers, wie zum Beispiel auch die Opfer der Giftgas-Massaker in Syrien. Es geht also um den Mythos, dass in dieser Nacht auf dem Platz des Himmlischen Friedens Hunderte von wehrlosen Studenten niedergeschossen worden seien. Und es geht um die »Marke«: »Das Massaker vom Tiananmen-Platz« klingt natürlich besser als »bei Kämpfen erschossene Aufständische«. In Wirklichkeit hatte es Peking aber mit einem ausgewachsenen Aufstand zu tun, der bereits seit Monaten vor sich hin gärte und nun einen Höhepunkt erreicht hatte.

Nicht, dass die Proteste nicht berechtigt gewesen wären – zumindest in Teilen. Nicht, dass die Regierung in Peking nicht korrupt gewesen wäre und es vielleicht heute noch ist. Darum geht es nur am Rande. In Wirklichkeit geht es hauptsächlich um die globale Perspektive. In Wirklichkeit hatten die Pekinger Studenten nicht ganz uneigennützige Verbündete, die hier eigentlich überhaupt nichts zu suchen hatten – nämlich die westlichen Imperialisten. Mit der Sowjetunion sollte 1989 auch das Riesenreich China fallen und so den Weg für eine westliche Weltherrschaft ebnen. Es ist klar, dass es die westlichen Medien und Politiker wurmt, dass diese Strategie nicht aufging.

Die »größte geopolitische Katastrophe«

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Fall der Sowjetunion einmal als »größte geopolitische Katastrophe« des 20. Jahrhunderts bezeichnet – was von unseren westlichen Medien natürlich gleich hämisch ausgeschlachtet wurde. Dabei sprach er, wie gesagt, von einer »geopolitischen Katastrophe«, also von den Auswirkungen auf den gesamten Globus, einschließlich aller Menschen. Der Fall der Sowjetunion führte nämlich zum Zusammenbruch des globalen Gleichgewichts und zu der Situation, vor der wir heute stehen: Zu einem dreisten westlichen Imperium, das die Welt nach Belieben aufrollt und demnächst unter seine totalitäre Herrschaft zwingen will. NATO und EU haben sich seit 1989 massiv ausgeweitet und Russland in die Ecke getrieben. Auf dem Programm steht die Dominanz über die gesamte Welt – und spätestens dann wird das westliche Imperium die letzte demokratische Maske fallen lassen. Denn wie heißt es so schön: »Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut.«

Der Meltdown der Macht

Man stelle sich einmal vor, neben der Sowjetunion wäre 1989 auch noch das Riesenreich China gekippt. Wahrscheinlich wären wir den nicht weniger korrupten westlichen Eliten jetzt schon total ausgeliefert. Und das ist auch der Grund, warum viele Menschen im Westen zu Putin »halten« – nämlich, weil sie wissen oder spüren, dass sein Gegengewicht gebraucht wird. Was eben nicht heißt, dass die östlichen Eliten nicht fragwürdig wären. Entscheidend ist allein das globale Gleichgewicht und dass die jeweiligen Eliten von der absoluten Macht ferngehalten werden. Nach dem Motto: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte – in diesem Fall der Bürger. Solange keine der globalen Mächte »absolut« wird, bedeutet das, dass sie noch in die Schranken gewiesen werden. Wenn es diese Schranken nicht mehr gäbe, käme es zur globalen Katastrophe – zum globalen »Meltdown der Macht«. Vor diesem Hintergrund muss man auch das angebliche »Massaker vom Tiananmen-Platz« am 4. Juni 1989 sehen. Wie groß wäre die »größte geopolitische Katastrophe« wohl ausgefallen, wenn Peking auch noch gefallen wäre? Das wäre dann wohl »die allergrößte geopolitische Katastrophe« gewesen. Vermutlich würden wir heute schon längst vollständig in Orwells 1984 leben – und nicht nur teilweise.>

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Basler Zeitung online, Logo

17.7.2014: Die Chinesen wissen NICHTS über Sexualität - Aufklärungsarbeit des Staates für chinesische Eltern

aus: Basler Zeitung online: Sexualkunde auf Chinesisch; 17.7.2014;
http://bazonline.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Sexualkunde-auf-Chinesisch/story/19883077

<Kai Strittmatter, Peking. 

Wird man ohne Sex schwanger? Und macht Tofu weiblich? Das sind Dinge, die Eltern im prüden China in speziellen Kursen lernen – damit sie ihre Kinder aufklären können.

«Hat dir deine Mama auch gesagt, sie habe dich von der Müllhalde ­geholt? Nein, nein, deine Mutter ­erinnert sich da nicht ganz richtig. Du wurdest nämlich im Wald ­gefunden. Äh, nein, stimmt auch nicht . . . Schau, so sehen die Spermien deines Vaters aus. Und so die Eizelle deiner Mutter. Die müssen nun zueinanderkommen. Aber wie? Hm . . . Also, das funktioniert so ähnlich, wie wenn sie im ­Krankenhaus eine Spritze setzen. Tut aber nicht so weh . . . Was? Deine Mama behauptet noch ­immer, sie habe dich auf der ­Müllhalde gefunden? Warte, ich glaube, ich muss mal ein ernstes Wort mit ihr reden.» Aus «Sexualkunde in einer ­Minute», einem Aufklärungsvideo des Portals Guokr. Es wurde fast 5 Millionen Mal ­angeklickt.

Zuerst waren die Kinder dran. Fünft- und Sechstklässler einer der besten Schulen Pekings. Ihre Eltern gehören zu Chinas bestausgebildeten und best­verdienenden Bürgern. Die Mädchen versammelten sich in einem Raum, dort wartete schon eine Ärztin, die Jungen in einem anderen, zu ihnen sprach ein Arzt. Es wurde gekichert und getuschelt. Es wurde aber auch gefragt. Vor allem: Es wurde geantwortet. Wie wird man schwanger? Was ist das für eine weisse Flüssigkeit morgens in meiner Schlaf­anzughose? Als die Jungs zurück ins Klassenzimmer kamen, fingen die Mädchen an zu lachen und lauthals zu kreischen.

Das aber war nicht das Problem. Das kam erst später, als die Kinder nach Hause gingen und dort ihre Eltern bestürmten. Die meisten hatten keine ­Ahnung, dass ihre Kinder an diesem Tag aufgeklärt worden waren. Sie waren erschrocken, manche schockiert. «Meine Tochter war ein so reines Kind davor», sagte einer. Vor allem aber waren sie komplett hilflos. «Unsere Eltern haben nie mit uns über solche Dinge geredet», sagt eine Mutter vom Elternbeirat. Über eine Chat–Gruppe tauschten sich die ­aufgeregten Eltern tage- und wochenlang auf ihren Smartphones aus. Dann fällten sie eine Entscheidung: Sie bestellten selbst eine Nachhilfestunde. ­Sexualkunde für Eltern.

Nur Mütter, keine Väter

Drei Wochen später sassen sie da. Draussen in grossen Schriftzeichen die Mottos der Schule: «Sei moralisch», «Sei höflich», «Liebe das Lernen». Drinnen 50 Mütter, kein einziger Vater. «Die arbeiten», sagt eine. «Die drücken sich», eine andere. Vorne, vor der Leinwand, die Ärztin, nennen wir sie Doktor Sally. Neben ihr die Vorsitzende des Eltern­beirats, nennen wir sie Li Dan, denn ihre Namen und jenen der Schule wollen sie nicht in der Zeitung lesen. «Es gab grosse Aufregung», erklärt Li Dan. «Warum ­haben wir in diesem Jahr erstmals für unsere Kinder einen solchen Unterricht organisiert? Weil sich der Körper unserer Kinder radikal verändert in der Pubertät. Und nirgendwo in China wird das an den Schulen behandelt.» Den ­Unterricht für die Kinder drei Wochen zuvor hatte eine Mutter – eine Amerikanerin – aus der eigenen Tasche bezahlt.

«Meine Mutter hat mir erzählt, sie habe mich auf einem Steinhaufen gefunden. Habe ich nicht geglaubt. Meinem eigenen Sohn? Dem habe ich gesagt, ich hätte ihn am Strassenrand aufgelesen.»

«Meine Mutter sagte, ich sei aus ­ihrer Achselhöhle geschlüpft.»

«Aus Löchern im Boden.» Antworten von Passanten auf die Frage des Staatssenders CCTV, wie ihre Eltern ihnen ihre Herkunft erklärt hatten.

Eine Mutter, die als Journalistin arbeitet, springt Doktor Sally zur Seite und macht den Anfang. Sie referiert Zahlen: Ab­treibungen. Aids. Sexualverbrechen. Shock and Awe. Die Eltern staunen. ­A­nsteigende Infizierungen mit dem HI-Virus unter Teenagern. 13 Millionen Abtreibungen in China im Jahr, die Hälfte davon bei Frauen unter 25. Doppelt so viele wie im vergleichbar grossen Indien, zehn Mal so viele wie in den USA. Noch Fragen?

Macht Tofu feminin?

«Mein Mann liebt Tofu», sagt eine. «Nun gibt es Leute, die sagen, zu viel Tofu mache feminin. Stimmt das?»

Die anfängliche Scheu ist bald überwunden. Vor allem geht es immer ­wieder um das eine: Wie sage ich es ­meinem Kind?

«Mein Sohn ist sechs und fragt mich, wie der Samen zum Ei kommt? Ist das nicht zu früh?»

«Wenn ich meinem Neunjährigen ­erkläre, dass der Penis in die Scheide geht, traumatisiert ihn das vielleicht?»

«Wenn ich meinem Sohn das alles so genau erkläre, wird er dann nicht alles nachmachen wollen?»

«Ich habe eine Tochter und einen Sohn. Dürfen die sich gegenseitig nackt sehen, wenn sie ins Badezimmer gehen?»

Ein Zu-früh, erklärt Doktor Sally, gebe es nicht. «Euer Kind weiss schon, was es wann verträgt. Wenn es mit ­Fragen kommt, dann beantwortet sie. Lügt nicht, und weicht nicht aus. Sagt nicht immer nur Nein, Nein, Nein. Gebt eurem Kind nicht das Gefühl, das sei eine schmutzige Sache.»

Verlegenheit verbindet

Doktor Sally stammt aus Taiwan, wuchs selbst in einer konservativen chinesischen Familie auf, erzählt von ihrem eigenen Zögern mit der heute 12-jährigen Tochter. Man merkt ihr an, dass es sie selbst einige Anstrengung gekostet hat, die ihr einst mitgegebene Verklemmtheit zu überwinden. «Ehrlich gesagt, ich fühl mich da manchmal auch nicht so ganz wohl», sagt Doktor Sally und lacht nervös. Hörbares Aufatmen im Raum. Verlegenheit verbindet. «Die körper­liche Liebe ist etwas Wunderschönes», ­ergänzt die Ärztin dann. «Aber in un­serer Kultur ist so viel Konservatives, das uns verbietet, das zu geniessen.»

«Der Körper des Vaters und der Körper der Mutter berühren ­einander.» Beschreibung des Geschlechtsaktes im Buch «Aufwachsen und Sexualität» der Jugendpädagogin Hu Ping.

Einst war die chinesische Kultur eine sexuell sehr freie. Richtig prüde dann war die letzte Kaiserdynastie der ­Mandschus, und die Kommunisten trieben die Prüderie auf die Spitze. Während der Kulturrevolution war alle Liebe verboten, die nicht dem Vor­sitzenden Mao galt. Die KP verordnete den Chinesen Einheitskleidung und Einheitsfrisuren, das Volk wurde vollends geschlechtslos. Die Zeiten sind vorbei. Einerseits hat China in den letzten Jahren eine sexuelle Revolution ­erlebt. 1989 gaben in einer Umfrage 15 Prozent der befragten Chinesen an, vorehelichen Sex gehabt zu haben, heute sind es 70 Prozent. Auf den Universitätscampussen stehen Kondom­automaten. Auf den Strassen Pekings wird die Anzahl der Läden für «Erwachsenengesundheit» – so heissen hier die  Sexshops – lediglich von der­jenigen der Restaurants und Friseursalons übertroffen.

Das Fach heisst «Gesundheit»

Und gleichzeitig herrscht eine «unfassbare Ignoranz», wie Wang Xianglin sagt, die Direktorin der Hotline Grüner Apfel, wo sich unsichere Jugendliche Rat holen können, wo Jungen oft wissen wollen, ob ihr Penis gross genug ist, und Mädchen oft danach fragen, wie sie mit den auf Sex drängenden Jungen umgehen sollen. «Eigentlich sollte die Sexualkunde schon im Kindergarten beginnen», sagt Wang. «Die Kinder sollten über ihre Geschlechtsteile genauso ­Bescheid wissen wie über ihre Augen, Nasen und Ohren.»

Nun, das tun oft nicht einmal die ­Eltern. Als Doktor Sally vor ihrem Vortrag vor den Eltern ihre Powerpoint­-Präsentation dem Elternbeirat vorlegte, da bat die Vorsitzende, doch bitte die anatomisch detaillierte Zeichnung der Vagina zu entfernen. «Das sieht so echt aus», platzte es aus ihr heraus. «Viele der Chinesinnen haben ihr Leben lang keine Ahnung, wie ihr Unterleib eigentlich aussieht», sagt Doktor Sally. Die Ärztin liess die Zeichnung drin, am Ende störte sich keiner dran.

Sexualkunde heisst in der Schule «Gesundheit»

Die Nachrichtenagentur Xinhua zitierte unlängst eine Untersuchung, wonach nur an zehn der 180'000 Grundschulen Chinas Sexualkundeunterricht abgehalten wird, und nur an 500 bis 600 der 500'000 Gymnasien. 2008 hatte das Erziehungsministerium eine Direktive erlassen, welche die Schulen dazu anhält, Sexualkunde zu unterrichten. Das Fach heisst offiziell «Gesundheit» und ist Teil des Sportunterrichts. Tatsächlich wird die Direktive ignoriert. «Ohnehin wird ‹Gesundheit› nur bei schlechtem Wetter unterrichtet, wenn der Sport draussen ausfällt», sagt Liu Wenli, die an der Beijing Normal University Studien zur Sexualkunde betreibt. «Und selbst dann macht es kaum einer. Es gibt kaum ausgebildete Lehrer. Die Tabuisierung durch die Tradition ist ein Problem. Zudem zählt das Fach nicht zu den Noten für die Universitätsaufnahmeprüfung. Deshalb ignorieren es alle.»

«Sie lagen nebeneinander im Bett und dachten, die Samen würden von einem zur anderen fliegen.» Zhang Rong, stellvertretende Direk­torin der Gynäkologieabteilung eines Shanghaier Krankenhauses im ­Fernsehen über ein Ehepaar, das sie aufgesucht hatte, weil sie nicht schwanger wurde.

Unbefangenheit in der USA gelernt

Eine Mutter ist aufgestanden und erzählt den anderen von den nächtlichen, offenen Gesprächen mit ihrem Sohn, der die dritte Klasse der Schule hier ­besucht. «Neulich fragte er mich, wann mein erstes Mal war.» Ein paar lachen. Sie selbst, sagt sie, habe ihre Unbefangenheit in den Jahren gelernt, als sie in den Vereinigten Staaten auf die Schule ging. «Es ist ganz einfach», sagt die Mutter: «Wenn ihr nicht mit euren Kindern sprecht, dann holen sie sich alles aus dem Internet.» Da findet man auch in China leicht Pornografie. Aber auch Dinge wie die 1-Minuten-Aufklärungsfilmchen der Webseite Guokr, die zum Hit wurden.

Die Videos sind eine schräge Mischung aus mutiger Offenheit, lustigen Zeichnungen und manch eigenwilliger Metapher, wie jener, dass Jungs und Mädchen sich untenrum so unter­schieden «wie Stecker und Steckdose». Episode 6 erklärt den Jungen, sie müssten sich keine Sorgen machen, wenn sie nicht so ausdauernd seien wie die Männer in den Pornofilmen, denn erstens «wird da viel zusammengeschnitten» und zweitens: «Wenn du länger durchhältst als eine Minute, dann bist du ­normal.» Mädchen wird in Teil 9 erklärt, dass Masturbation «ganz normal» ist. «Aber bitte professionelle Geräte be­nutzen», denn, «wenn du die falschen Teile an den falschen Ort steckst» – ­gezeigt werden ein Kaktus und ein ­Baseballschläger –, «kannst du auch schnell mal im Krankenhaus landen».

«Müssen wir jetzt sterben?»

Das Unwissen ist noch immer gross, auch unter gebildeten Chinesen. Die Klinik, an der Doktor Sally arbeitet, ­unterhält Krankenstationen an grossen internationalen Schulen in Peking, dort schickt Chinas Elite ihre Kinder hin. «Und jedes Jahr aufs Neue kommen Mädchen, die gerade zum ersten Mal ihre Periode bekommen, aufgelöst zu unseren Krankenschwestern gelaufen und sagen: ‹Hilfe, wir bluten! Müssen wir jetzt sterben?›»

Sie erzählt von einer 28-jährigen ­Patientin, Absolventin einer Pekinger Eliteuniversität, die jetzt für die Vereinten Nationen arbeitet. Drei Jahre schon war die Frau verheiratet, als sie im vorigen Jahr in die Klinik kam. Nein, habe sie auf Nachfrage gesagt, mit Kindern habe es bislang nicht geklappt. Warum denn nicht? «Weil mein Mann und ich noch nicht miteinander geschlafen haben.» Wirklich? Die Mutter der Frau ist Beamtin bei Chinas Familienplanungsbehörde. «Sie hat mich von klein auf ­davor gewarnt», habe die Patientin erzählt. «Von ihr habe ich gehört, wie weh das tut, wenn man miteinander schläft. Dass man dann erst einmal eine Woche krank ist und sich von der Arbeit freinehmen muss. Die Zeit habe ich doch gar nicht.»

Erst einmal üben

Am Ende von drei Stunden lebhafter und offener Diskussion erzählt Li Dan von der Elternvereinigung, wie sehr ­Gefühle unterdrückt worden seien in ihrer Familie. «Meine Eltern haben mich kein einziges Mal in den Arm ­genommen. Nicht ein Mal geküsst.» ­Andere Frauen nicken, sie kennen das offenbar. «Liebe, das war für meine ­Eltern wie für viele chinesische Eltern, dafür zu sorgen, dass wir zu essen ­hatten und warm angezogen waren. Körperliche Zärtlichkeit gehörte nicht dazu.»

Das Nicken wird heftiger. «Es ist ja toll, dass Ihr alle hierhergekommen seid», sagt Doktor Sally. «Das ist ja schon ein grosser Fortschritt. Natürlich müsst ihr jetzt erst einmal üben, all die Dinge auszusprechen vor euren Kindern. Dinge, über die mit euch nie einer gesprochen hat. Dinge, über die ihr vielleicht nicht einmal mit euren Ehemännern gesprochen habt.» Rund­herum verlegenes Lachen. (Tages-Anzeiger)>

Kommentar: Asiaten lachen über Sexualität", behaupten, Sex sei "schmutzig", und wssen nicht einmal, was ein Gleitgel ist

Diese Aufklärungsarbeit bei chinesischen Eltern ist absolut real, denn in Asien wird Sexualität bis heute (2014) noch als etwas "Schmutziges" angesehen. Wer also in Asien über Sexualität redet, der redet über etwas "Schmutziges". Die asiatischen Frauen wissen dabei meistens einmal, was ein Gleitgel ist, und deswegen macht langer und guter Sex den Frauen meistens weh und keinen Spass.

Wer Kinder hat, der ist in Asien ganz schlimm dran, denn potente Männer werden dann in die Bordelle geschickt und Sex verboten. Aufklärungsliteratur gibt es in Asien nicht, BRAVO gibt es nicht. Da Sex nur in verklemmter Weise stattfindet, bleiben auch alle positiven Wirkungen von Sex und Orgasmen wie die Bildung neuer Zellen und die gute Durchblutung aller Organe aus und die Menschen verkümmern und sehen mit 40 oft schon aus wie 70 - das ist ganz normal in Asien. Man kann diese Aversion gegen Sexualität auch eine Geisteskrankheit bezeichnen.

Wer Sex in Asien schön findet, muss damit rechnen, als "schmutzig" zu gelten oder sogar als "Tier" bezeichnet zu werden. Gleichzeitig spannen die kriminellen Security- und Polizeiangestellten in Asien die Touristen aus, wie sie Sex mit einheimischen Frauen haben. Das ist ganz normaler, bezahlter Porno in Asien, vor allem die kriminellen, asiatischen Polizeikommandanten machen von diesem Porno mit Spionage gegen Touristen oft Gebrauch! Diese Spannerei gegen Touristen ist nur ein Teil der ganzen Spannerei in Asien, denn es gilt als "normal", dem Nachbarn beim Sex zuzuschauen. Asien ist in Sachen sexuelle Aufklärung noch ca. 150 Jahre im Rückstand, und wenn Europäer ihnen etwas über schöne Sexualität "beibringen" wollen, dann werden die Europäer als "schmutzig" oder "krank" ausgelacht, mit dem kriminelle Polizeikommandant an vorderster Stelle, denn der will doch seinen Lohn nicht verlieren, den er sich mit seiner Porno-Sucht erarbeitet!

Man sieht, in Sachen Sexualität ist Asien hochkriminell.

Michael Palomino, 19.7.2014

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Weiterhin schränkt China der Bevölkerung ihre Sexualität ein - es ist unglaublich:


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20-09-2014: Lucha sin sentido contra pornografía: El régimen de China deja cerrar 1,8 milliones de cuentas pornográficas


20.9.2014: Hirnloser Kampf gegen Pornografie: Chinas Regime lässt 1,8 Millionen Porno-Konten schliessen

aus: China cierra 1,8 millones cuentas de internet pornográfico; 20.9.2014;
http://www.cronicaviva.com.pe/index.php/mundo/asia/103251-china-cierra-18-millones-cuentas-de-internet-por-pornografia

<PEKÍN.- Unos 1,8 millones de cuentas en las redes sociales y en los servicios de mensajería instantánea por internet han sido cerradas desde que el Gobierno lanzó, en abril, una campaña contra la pornografía, dijo hoy la Administración del Ciberespacio china.

La mayoría de las cuentas cerradas eran de microblogs, servicios como el Wechat -el Whatsapp chino- y otras redes sociales, indicó el organismo en un comunicado divulgado por la agencia oficial Xinhua.

Las encargadas de cancelar las cuentas fueron, normalmente, las propias compañías propietarias de las redes y las aplicaciones de telefonía tras haber recibido quejas públicas.

De hecho, el pasado agosto el Gobierno chino pidió al gigante de internet Baidu, el principal motor de búsqueda del país, que "limpiara" sus servicios de contenidos eróticos y pornográficos después de que las autoridades encontraran archivos de este tipo en su plataforma de almacenamiento en línea.

China lanza regularmente campañas antipornografía que provocan el cierre de millones de cuentas privadas, ya que el Partido Comunista (PCCh) considera esta práctica una "fuerte ofensa moral".

Los servicios de mensajería son muy populares entre la población china, con Wechat a la cabeza con sus más de 300 millones de usuarios. EFE>



<Peking. - Ungefähr 1,8 Millionen Konten in sozialen Netzwerken und Sofort-Botschaftsdiensten für das Internet wurden geschlossen, seit die Regierung im April eine Kampagne gegen Pornografie gestartet hat. Dies sind die Angaben der der chinesischen Cyberspace-Verwaltung.

Die Mehrheit der geschlossenen Konten waren kleine Blogs, Dienste wie Wechat - der chinesische Whatsapp - und weitere soziale Netzwerke, gab die Einrichtung ineinem Rundschreiben an die offizielle Agentur Xinhua an.

Die Beauftragten, die die Konten geschlossen haben, waren normalmente die eigenen Firmenbesitzer der Netzwerke und die Telefonanwendungen, die öffentliche Beschwerden erhielten.

Tatsächlich forderte die chinesische Regierung im vergangenen August dann auch den Internet-Giganten Baidu, die Hauptsuchmaschine des Landes, seinen Dienst von erotischem und pornografischem Inhalt zu "säubern", als die Behörden auf der Plattform Archive dieser Art online gesammelt entdeckt hatten.

China führt regelmässig Kampagnen gegen Pornografie durch, die jeweils die Schliessung von Millionen Privatkonten provozieren, und die Kommunistische Partei erachtet diese Praxis als eine "starke, moralische Beleidigung".

Die Botschaftsdienste sind in der Bevölkerung sehr populär, mit Wechat an der Spitze mit über 300 Millionen Nutzern. EFE>

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24.9.2014: <Börsen-Angst vor Chinas Crash: China: Rettungspakete helfen nicht mehr – Wirtschaftskrise bereits unkontrollierbar>

aus: EpochTimes online; 24.9.2014;
http://www.epochtimes.de/China-Rettungspakete-helfen-nicht-mehr-%E2%80%93-Wirtschaftskrise-bereits-unkontrollierbar-a1184146.html

<von Yiyuan Zhou und Rosemarie Frühauf, Mittwoch, 24. September 2014 15:22

Als Anfang der Woche wurden neue Zahlen über Chinas gar nicht so rosige Wirtschaftslage veröffentlicht und die chinesische Regierung ließ verlauten, sie werde keine besonderen „konjunkturfördernden Maßnahmen“ ergreifen, trübte nicht nur die Börsenstimmung in Fernost – auch die Wallstreet und der DAX rutschten nach unten. Mittlerweile haben sich die Börsen zwar wieder von ihrem China-Schreck erholt – doch ihre Reaktion zeigt deutlich, dass die Angst vor schlechten Nachrichten aus China umgeht.

Wer genauer hinsieht, kommt zu dem Schluss, dass in China ein Systemkollaps nur noch eine Frage der Zeit ist. Dass das Schiff längst nicht mehr lenk- und regulierbar ist, zeigen einige neue Zahlen.

Rettungs-Paket führte zum heutigen Zustand

Investition und Gelddrucken waren die alten Rettungs-Methoden, die seit der globalen Wirtschaftskrise im Jahr 2008 zum Einsatz kamen. Ein Rettungspaket von 4 Billionen Yuan wurde damals in die chinesische Wirtschaft investiert, um das Wachstum anzukurbeln. Dies funktionierte eine Weile, das Wirtschaftswachstum blieb im erforderlichen zweistelligen Bereich, aber auch die negativen Konsequenzen waren unübersehbar.

Das meiste Geld aus den Rettungspaketen floss in Infrastruktur-Projekte wie den Autobahnbau, die Schwerindustrie (Kohle und Stahl) sowie die Baubranche und den Immobilienmarkt. Heute gibt es in China „Geisterstädte“ mit einem Überangebot leerstehender Häuser und viele Industrien leiden an künstlich herbeigeführten Produktionsüberkapazitäten.

Siehe auch: „68 Millionen Wohnungen leerstehende Wohnungen in China“

Wie Überproduktion und Dumpingpreise Chinas Stahlindustrie killen

Der neuen Regierung ist grundsätzlich klar, dass weitere riesige Rettungspakete nicht funktionieren werden. Es müsste eine grundlegende Wirtschaftsreform her, um die maroden Staatsunternehmen zu sanieren, Ressourcen rationaler zu verteilen und China für mehr Marktwirtschaft zu öffnen. Doch dafür ist es schon zu spät.

Zu spät für die sanfte Landung

Bei der Rettung der chinesischen Wirtschaft gibt es zwei Hauptprobleme: Einerseits werden Staatschef Xi Jinping und sein Premier Li Keqiang samt der von ihnen angestrebten Reformen vom roten Filz der Prinzlingsfamilien ausgebremst, die um keinen Preis ihre Machtposition verlieren wollen, die ihnen erlaubt, das immer noch kommunistische System nach Belieben zu „melken“.

Andererseits hat das Land keine Zeit mehr, die Wirkung langfristiger Reformen abzuwarten: Dass die Selbstregulierungskraft des Marktes die Probleme schrittchenweise lösen könnte, bleibt ein Traum angesichts dessen, dass aus Chinas Immobilienblase bereits merklich die Luft entweicht, die Staatsunternehmen hoch verschuldet und die Kapitalketten vieler Privatunternehmen gebrochen sind. Was tun?

Im Mai kamen „Micro-Rettungsmaßnahmen“

Im Mai beschloss man sogenannte „Micro-Rettungsmaßnahmen“. Kein großes Paket, dafür viele kleine Finanzspritzen in Form einer gelockerten Kreditvergabe an bestimmten Stellen. Dies sollte dem System neue Impulse geben und Krisenherde darin entspannen: Also doch wieder Investitionen in die Infrastruktur, wenn auch gemäßigte – dies war die Strategie vom Mai.

Die Wirtschaftszahlen vom August zeigen jedoch, dass auch die Micro-Rettung gescheitert ist.

Ein Wirtschaftsforschungsinstitut aus den USA, das vierteljährlich ein „Braunes Buch über Chinas Wirtschaftslage“ veröffentlicht, kam zu folgendem Schluss: Chinas Unternehmen nahmen im vergangenen, dritten Quartal 2014 nur ungern Kredite auf. Und da half es auch nicht, dass die Banken wegen der Micro-Rettung die Kreditvergaben gelockert hatten.

Im dritten Quartal 2014 hatten laut des Institutes weniger als 20 Prozent der chinesischen Unternehme Kredite aufgenommen, vor einem Jahr waren es im Vergleichszeitraum noch 29 Prozent. Schuld daran seien die immer höheren Zinsen, welche die Kredite verteuerten. So stieg der Durchschnittszinssatz im dritten Quartal 2014 auf 7,47 Prozent. Im April bis Juni 2014 hatte er noch bei 6,95 Prozent gelegen. Da gleichzeitig Chinas gesamte Inlandsnachfrage stagniert, nutzten die verteuerten Kredite den Privatunternehmen überhaupt nichts. Für sie ist es sinnlos Dinge zu produzieren, die sie sowieso nicht verkaufen können.

Neueste Rettungsmaßnahme der Zentralbank

Das Geld der Zentralbank floss deshalb über die Geschäftsbanken weiter an die Staatsunternehmen. Doch auch sie stehen prinzipiell vor dem gleichen Problem der mangelnden Nachfrage. Speziell die Kohle- und Stahlindustrie leidet an Überkapazitäten und Chinas Regierung versucht bereits, die Überproduktionen zu bremsen. Also sind auch hier weitere Kredite sinnlos.

Trotzdem reagierte die chinesische Zentralbank am 17. September auf die miserablen Zahlen vom August mit weiteren Kreditspritzen: Etwa 63 Milliarden Euro (500 Milliarden Yuan) wird sie den fünf größten Staatsbanken Chinas zur Verfügung stellen.

Fazit: Der Patient ist nahezu tot

Chinas Wirtschaft ist bereits wie ein todkranker Patient, den weder Micro- noch Makro-Rettungsmaßnahmen wiederherstellen können. Die Probleme sind bereits so groß, dass sie weder politisch noch wirtschaftlich regulierbar sind. Die einzige Frage ist: Stirbt der Patient früher oder später – kommt der unvermeidbare Systemcrash früher oder später?>

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Kongress in Siena (Italien) 4.10.2014: <Zwischen Organspende und Organraub: Chinas blutiges Transplantations-Business auf italienischem Kongress entlarvt>

aus: Epoch Times online; 4.10.2014;
http://www.epochtimes.de/Zwischen-Organspende-und-Organraub---das-chinesische-Doppel-Gesicht-von-Organ-Transplantationen-auf-Italienischem-Kongress-offenbart-a1186206.html

<von Andrea Lorini, Samstag, 4. Oktober 2014 08:50

Wo hört das Thema Organtransplantation auf und wo fängt Organraub an? Das war eine der Fragen auf dem Kongress der Italienischen Gesellschaft für Organtransplantation (SITO) Ende September in Siena, Italien.

Für die Ärzte und Fachkräfte ging es gemeinsam mit dem Publikum um die Realität eines sensiblen Themas. Auf der einen Seite ist Italien eines der modernsten medizinischen Länder in der Welt, auf der anderen Seite gibt es immer noch kaum Informationen über den blühenden illegalen Organhandel in einigen Regionen der Welt.

Alle, die das Wort ergriffen, zeigten den gleichen Wunsch. Sie wollen einen Weg finden, den über 9.000 Patienten auf der italienischen Warteliste zu einem Organ zu verhelfen. „Wir könnten noch mehr tun“, sagte Professor Franco Citterio, SITO Präsident, in einem Interview mit der Epoch Times. „Wir sehen, dass sich die Zahl der Spenden erhöht, wenn die Leute informiert sind.“

Professor Citterio erinnerte an den 20. Todestag von Nicholas Green. Der siebenjährige amerikanische Junge war aus Versehen in Süditalien von der Mafia getötet worden. Seine Eltern entschieden spontan, seine Organe zu spenden. Damit schenkten sie sieben Menschen das Leben. Das ging durch alle Medien. Von diesem Tag an stieg die Zahl der Organspenden in Italien dramatisch an, sodass im Jahr 2013 2.841 Transplantationen ermöglicht wurden.

Vorratsspeicherung in "Organbanken" von Gefangenen in China

Neben der selbstlosen Tat der Familie Green wurde auf dem Kongress eine weniger selbstlose Wirklichkeit offenbart: Der illegale Organhandel, ausgeführt von Ländern, in denen hingerichtete Gefangene und Gewissens-Gefangene als "Bank" für den Verkauf ihrer Organe auf dem lokalen oder internationalen Markt benutzt werden.

Laut SITO, gibt es mindestens 10.000 illegale Transplantationen pro Jahr mit erstaunlichen Preisen, und zwar in China. Dort steuert das Regime Krankenhäuser und medizinisches Personal – da kann eine Niere schon 70.000 Dollar oder mehr einbringen. Die Entnahme von Organen von Todeskandidaten ist eine Praxis, die gegen die erklärten ethischen medizinischen Standards geht. Im Oktober 2012 hat die World Medical Association ausdrücklich entschieden, dass „in Ländern, in denen die Todesstrafe praktiziert wird, hingerichtete Gefangene nicht als Organ- und / oder Gewebespender in Betracht gezogen werden.“

„Die chinesische Situation ist uns bekannt“, sagte Professor Citterio: „[das Land] wurde von der International Society of Transplantation dafür sanktioniert. Die chinesische Regierung machte dann einige Aussagen, dass dies nie wieder geschehen würde. In der Tat scheint das nicht der Fall zu sein, und dieser Handel wird fortgeführt.“

„In China werden Spender getötet“

Im November 2013 unterzeichnete China zwar die Hangzhou Resolution und erklärte, die Organentnahmen an hingerichteten Gefangenen zu beenden, und dafür gab es viel Lob von der internationalen medizinischen Gemeinschaft. Aber nur wenige Monate später, im März 2014, sagten chinesische Beamte, dass China weiterhin die Organe von Gefangenen verwenden wird, und dass die Körper in einem neuen EDV-System für Organe registriert werden.

„In China werden Spender getötet“, sagte Dr. Katerina Angelakopoulou, Sprecherin des italienischen DAFOH (Doctors Against Forced Organ Harvesting; Ärzte gegen Organraub). Dieser Verein zum Schutz der medizinischen Ethik wurde im Jahr 2007 gegründet. DAFOH war mit einem Stand auf dem Kongress vertreten.

DAFOH führt eine internationale Kampagne durch gegen die Zwangs-Organentnahmen in China. Einige Ärzte haben im Jahr 2006 entschieden, diese Organisation zu etablieren, nachdem die Untersuchungen von Menschenrechtsanwalt David Matas und dem ehemaligen kanadischen Staatssekretär David Kilgour erschienen waren. Sie veröffentlichten ein Dokument – „Blutige Ernte“ –, worin sie angegeben haben, dass mindestens 41.500 Organe zwangsweise zwischen 2000 und 2005 von lebenden Falun Gong-Praktizierenden entnommen wurden. Falun Gong ist eine meditative Praktik, die vom chinesischen Regime verfolgt wird.

„Ich glaube, die internationale Gemeinschaft muss diese Aktivitäten der Chinesen streng verurteilen und Druck ausüben,“ sagte Franco Citterio, und er fügte hinzu, dass es in Italien eine durchschnittliche Warteliste von zwei Jahren für eine Niere gäbe, in China können es nur ein bis vier Wochen sein.

Im März 2013 hat der Menschenrechtsausschuss des italienischen Senats eine Resolution gegen Zwangs-Organentnahmen in China angenommen. Danach wurde von italienischen Abgeordneten innerhalb von etwa zwei Monaten eine Koalition ins Leben gerufen. „Es gibt ein Dutzend Abgeordnete, die den Wunsch haben, auf internationaler Ebene zusammenarbeiten, um diese unethische Praxis in China zu stoppen“, sagte Doktor Angelakopoulou.

Lesen Sie auch: Blutige Ernte 

China: Neue Organvorschriften ignorieren das Wesentliche>

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4.11.2014: <Mehr als 40 Prozent von Chinas Ackerland verseucht> - weggefegt, versauert, vergiftet

aus: Handelsblatt online; 4.11.2014;
http://www.handelsblatt.com/politik/international/offizielle-angaben-mehr-als-40-prozent-von-chinas-ackerland-verseucht/10932342.html

<China ist das bevölkerungsreichste Land der Erde, doch ausreichend Nahrung für seine 1,4 Milliarden Einwohner zu produzieren wird immer schwieriger. Inzwischen sind offiziell mehr als 40 Prozent des Ackerlands verseucht.

PekingMehr als 40 Prozent des chinesischen Ackerlandes ist nach offiziellen Angaben geschädigt. So werde in der Provinz Heilongjiang im Nordosten der Volksrepublik der fruchtbare Boden dünner, während im Süden des Landes viele Felder versauert seien, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag unter Berufung auf das Agrarministerium. Damit wird es für chinesische Bauern schwieriger, genügend Nahrungsmittel für das bevölkerungsreichste Land der Erde mit seinen fast 1,4 Milliarden Einwohnern zu produzieren.

Ackerland kann auch etwa durch Erosion oder Umweltverschmutzung geschädigt werden. Die Entwicklung bereitet der Staatsführung Sorgen, weil durch den jahrelangen Wirtschaftsboom viele Gewässer und Böden verseucht sind. Zugleich wächst mit dem Wohlstand die Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln. Die Regierung hatte bereits im März bekanntgegeben, dass eine Fläche so groß wie Belgien so stark belastet sei, dass sie von Bauern nicht mehr genutzt werden könnten.

Xinhua zufolge will die Regierung nun bis zum Jahr 2020 große, zusammenhängende Ackerflächen schaffen. Sie sollen gegen Dürren und Überschwemmungen widerstandsfähiger sein. Zudem sollten Gesetze erlassen werden, mit denen Böden besser geschützt werden könnten. Experten zufolge ist dies bislang schwierig, weil Umweltverschmutzer nur schwer zur Rechenschaft gezogen werden können.

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Gulli online, Logo

4.11.2014: <Chinas Wasserprojekte: Neuer Konfliktherd in Asien> - gigantischer Wasserverbrauch in China, Luftverschmutzung und Bodenverseuchung

aus: Gulli online; 4.11.2014;
http://www.gulli.com/news/25031-chinas-wasserprojekte-neuer-konfliktherd-in-asien-2014-11-04

<Chinas Drei-Schluchten-Damm schneidet Bewohnern flussabwärts die Wasserversorgung ab.

Mit gigantischen Bauvorhaben wie dem South-North Water Transfer Project versucht China, den steigenden Wasserverbrauch des Landes abzusichern. Die ökologischen und außenpolitischen Konsequenzen ignorieren die Verantwortlichen. Kritische Stimmen, die auf effizientere Alternativen verweisen, werden aber inzwischen selbst in Regierungskreisen laut.

Das rasante Wirtschaftswachstum Chinas ging in der Vergangenheit nicht eben mit einer klimafreundlichen und ressourceneffizienten Handlungsweise einher. So sieht sich die zweitgrößte Weltwirtschaftsmacht mittlerweile einer massiven Luftverschmutzung in ihren Städten sowie der Vergiftung ihrer Böden gegenüber, und gerade die steigende Wasserknappheit ist zu einem nationalen Thema geworden. Um letzterem zu begegnen, plant die chinesische Regierung seit einigen Jahren riesige Bauprojekte entlang der großen, im Himalaya entspringenden Flüsse. Der Drei-Schluchten-Damm im Jangtsekiang-Fluss, 2008 in Betrieb genommen, ist das wohl bekannteste Bauwerk dieser Initiative. Weitere Staudämme mit ähnlich gigantischen Ausmaßen sind bereits im Bau und sollen künftig Chinas Wasserversorgung sichern.

Ausweitung künftiger Konflikte um Wasser

Dabei umgeht China mit diesen Vorhaben nicht nur die nachhaltige Lösung seiner Umweltproblematiken, sondern schürt darüber hinaus schon jetzt außenpolitische Konflikte mit den Anrainerstaaten. Diese fürchten Engpässe in der eigenen Wasserversorgung - insgesamt 1,3 Milliarden Menschen leben in den Einzugsgebieten der himalayischen Flüsse. Länder wie Indien, Nepal, Pakistan, Bangladesch und Vietnam sind abhängig von der Versorgung aus dem tibetischen Hochland. Doch allein dort plant China an den Oberläufen des Salween, Mekong und Yarlung Tsampo (Indien: Brahmaputra) den Bau von rund 100 Staudämmen, um Wasser in die Volksrepublik umzuleiten. Damit schneidet China Millionen von Menschen an den Unterläufen der Flüsse das Wasser ab, wie es bereits in Folge des Drei-Schluchten-Damms geschieht. Hinter diesem aggressiven Vorgehen steht der immense Wasserverbrauch des Landes. Allein die chinesische Industrie liegt mit 139 Billionen Kubikmetern pro Jahr zehn Mal höher als der weltweite Durchschnitt. Schätzungen des internationalen Think Tanks Water Resources Group zufolge wird der Bedarf bis 2030 auf 300 Billionen Kubikmeter steigen – dem dreifachen Wert der derzeit verfügbaren Menge. Hinzu kommt, dass es markante regionale Unterschiede an Wasservorkommen innerhalb der Volksrepublik gibt. Das seit 2002 im Bau befindliche South-North Water Transfer Project soll daher künftig 44,8 Billionen Kubikmeter Wasser über riesige Aquädukte vom Süden Chinas in die wasserarmen, nördlichen Industrieregionen transportieren. Das Projekt geht auf eine Idee von Mao Zedong zurück, der bereits 1952 sagte: "Es gibt ausreichend Wasser im Süden, aber nicht viel Wasser im Norden. Wenn irgend möglich, wäre es gut, welches zu borgen."

Vorhandene Alternativen könnten ein Umdenken bewirken

Kritiker bezweifeln die Sinnhaftigkeit des Projekts. So sieht Darrin Magee, Professor am Hobart and Williams Smith College in New York State, in dem Projekt vor allem ein Ausleben der Möglichkeiten, kann aber keine zugrundeliegende, wirtschaftlich-durchdachte Analyse erkennen. Selbst aus der chinesischen Regierung werden Stimmen laut, die das Megaprojekt in Frage stellen. Der Vizeminister für die Integration städtischer und ländlicher Räume, Qiu Baoxing, sorgte im Februar 2013 für mediales Aufsehen, als er die Transferstrecke für ungeeignet erklärte. "Das Projekt ist langfristig nicht tragfähig und es wird sein Ziel nicht erreichen. Es stellt keinen Ersatz dafür dar, dass China sein Konsumverhalten ändern muss." Baoxing sieht die Zukunft in der Speicherung von Regenwasser sowie dem Bau von Entsalzungsanlagen, die bereits heute eine wirtschaftliche Alternative darstellen. /kk>

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Deutsche Wirtschaftsnachrichten online,
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5.12.2014: Chinas Wohnungsreserven: Leere Städte für das versinkende Shanghai sind schon vorbereitet

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online: Leere Straßen und Häuser: In China scheitert die Staats-Wirtschaft; 5.12.2014;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/12/05/leere-strassen-und-haeuser-in-china-scheitert-die-staats-wirtschaft/

<Eine chinesische Studie hat die öffentlichen Investitionen Chinas der vergangenen Jahre analysiert. Die Regierung und auch die lokalen Autoritäten investierten viel, um die Wirtschaft anzukurbeln. Ganze Städte wurden aus dem Boden gestampft. Doch der Studie zufolge ist oft nicht rentabel gewirtschaftet worden. Die Rede ist von Fehlinvestitionen in Höhe von etwa 5,5 Billionen Euro.

In den letzten Jahren ist die Effizienz der öffentlichen Investitionen zur Stärkung des Wirtschaftswachstums in China deutlich zurückgegangen“, heißt es in der aktuellen Studie. Wang Yuan vom Wirtschaftsforschungsinstitut „Academy of Macroeconomic Research“ und Xu Ce von der staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform stellen mit ihrer Beurteilung die Qualität der öffentlichen Ausgaben im Bereich der Investition stark infrage. Von Fehlinvestitionen in den vergangenen fünf Jahren in Höhe von 42 Billionen Yuan (5,5 Billionen) Euro ist die Rede.  Eine Summe, die in etwa 75 Prozent der Wirtschaftsleistung Chinas entspricht.

Die Wissenschaftler sprechen von „Überinvestitionen“, die vor dem Hintergrund der internationalen Finanzkrise noch deutlicher geworden seien. Die staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft hätten zudem zu einer Verzerrung geführt. So nutzte die China beispielsweise 2004 Rentenfonds für den Bau von städtischen Infrastrukturprojekten. Extrem lockere Geldpolitik, so gut wie keine Übersicht über die verschiedenen, staatlichen Investmentpläne und verzerrte Anreize für Beamte seien größtenteils die Ursachen für die immensen Fehlinvestitionen, zitiert die FT die Wissenschaftler.

Beispiele für potentielle Fehlinvestitionen finden sich in so genannten Geisterstädten, die für Millionen Einwohner konzipiert wurden, in denen jedoch ganze Viertel leer stehen.  Ordos beispielsweise hat einen Leerstand von 37 Prozent, Zhengzhou von 20 Prozent. Der Studie zufolge findet sich  aber die Masse der Fehlinvestitionen in der Stahl- und Autoproduktion. Diese beiden Bereiche wurden nach der Finanzkrise 2008 am stärksten von Chinas Regierung unterstützt. Doch beispielsweise die Stahlindustrie ist seit Jahren von Überkapazitäten geprägt, in Europa ähnlich wie in China. Die Preise befinden sich auf einem Rekordtief.

Allerdings sind die Zahlen der Wissenschaftler auf lange Sicht möglicher Weise nicht ganz korrekt. Sie beziehen sich bei ihren Berechnungen nämlich hauptsächlich auf die Rentabilität der vergangenen fünf Jahre. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass sich einige der Projekte doch noch in den kommenden Jahren als gute Investition herausstellen. Zudem zeige die Studie nicht, wie genau das Geld verschwendet wurde, sie zeige nur, dass es geringere Rückflüsse gibt als in den vorangegangenen Jahren, kritisiert der Economist.>

Kommentar
Shanghai ist ja schon auf 0m und versinkt immer mehr. Der Wohnraum für die Umsiedlung von Millionen Chinesen aus Shanghai ist also schon geschaffen.

Michael Palomino, 7.12.2014

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Kopp-Verlag online, Logo

31.12.2014: China vollzieht eine politische Wende

aus: Kopp-Verlag online: Chinas globale politische Wende; 31.12.2014;
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/f-william-engdahl/chinas-globale-politische-wende.html

<F. William Engdahl

Im Laufe der Jahre war ich mindestens ein Dutzend Mal in China. Dort habe ich mit Politikern aller Ebenen gesprochen und dabei eines gelernt: Wenn Peking seine Politik ändert, dann stets vorsichtig und wohlüberlegt. Und wenn ein neuer Konsens erreicht ist, wird er überall mit bemerkenswerter Effizienz umgesetzt. Das ist das Geheimnis des nun schon 30 Jahre währenden Wirtschaftswunders. Jetzt hat die chinesische Führung wieder eine politische Entscheidung getroffen, die unsere Welt in den nächsten zehn Jahren verändern wird.

Am 29. November 2014, während Washington mit dem Versuch beschäftigt war, Putins Russland zu destabilisieren, fand in Peking ein kaum beachtetes, aber höchst bedeutungsvolles Treffen statt. Nämlich die Zentrale Konferenz über Arbeit in ausländischen Angelegenheiten. Dort hielt Xi Jingping, Chinas Präsident und Chef der zentralen Militärkommission, eine, wie es hieß, »wichtige Rede«.

Beim sorgfältigen Lesen der offiziellen Erklärung des Außenministeriums bestätigt sich, dass diese Rede tatsächlich »wichtig« war. Die zentrale Führung Chinas vollzieht offiziell eine strategische Wende in den geopolitischen Prioritäten ihrer Außenpolitik.

China betrachtet die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und auch zur EU nicht mehr als oberste Priorität. Vielmehr definiert die chinesische Führung auf ihrer sorgsam erwogenen geopolitischen Landkarte eine neue Gruppe von Ländern, die Priorität erhalten. Dazu zählen Russland und die übrigen BRICS-Staaten, Chinas asiatische Nachbarn sowie Afrika und andere Entwicklungsländer.

Um die Veränderung in die richtige Perspektive zu rücken: Noch 2012 wurden die außenpolitischen Prioritäten Chinas in einem generellen Rahmen festgelegt. Da waren: Großmächte (hauptsächlich USA, EU, Japan und Russland), Peripherie (alle an China grenzenden Länder), Entwicklungsländer (alle Länder mit niedrigem Volkseinkommen, einschließlich China), multinationale Organisationen (UN, APEC, ASEAN, IWF, Weltbank usw.) sowie die staatliche Diplomatie, die weltweit festlegt, in welcher Situation sich China engagiert. Eindeutig ist man in China inzwischen der Ansicht, diese Interessen seien nicht mehr von Vorteil.

In seiner Ansprache bei dem Treffen betonte Präsident Xi eine Subkategorie von Entwicklungsländern: »große Mächte auf dem Weg der Entwicklung (kuoda fazhanzhong de guojia)«. China wird »die Kooperation ausweiten und die Entwicklung unseres Landes« mit der dieser sich entwickelnden großen Mächte »verbinden«. Nach Ansicht chinesischer Intellektueller gelten diese Länder als besonders wichtige Partner »bei der Reform der internationalen Ordnung«. Dazu zählen Russland, Brasilien, Südafrika, Indien – Chinas BRICS-Partner – plus Indonesien und Mexiko. Auch dass sich China selbst nicht mehr als »Entwicklungsland« bezeichnet, ist ein Hinweis auf ein verändertes Selbstbild.

Vize-Außenminister Liu Zhenmin verwies bei der Konferenz in Peking auf einen wichtigen Aspekt der neuen Politik, als er erklärte, das »Ungleichgewicht zwischen Asiens politischer Sicherheit und wirtschaftlicher Entwicklung« sei zum »vorrangigen Thema« geworden. Durch die von China vorgeschlagene »Gemeinschaft mit vereintem Ziel« soll dieses Ungleichgewicht behoben werden. Gemeint sind engere wirtschaftliche und diplomatische Verbindungen zu Südkorea, Japan, Indien, Indonesien sowie Vietnam und den Philippinen.

Mit anderen Worten: Auch wenn die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten angesichts von Amerikas militärischer und finanzieller Macht weiterhin eine Priorität bleiben, können wir erwarten, dass sich China in Zukunft deutlicher gegen eine amerikanische Einmischung aussprechen wird. Das zeigte sich bereits im Oktober, als das offizielle Blatt China Daily während der Hongkonger »Regenschirm-Revolution« in einem Leitartikel fragte: »Warum betreibt Washington Farbenrevolutionen?« Namentlich wurde der Vizedirektor der staatlich finanzierten amerikanischen NGO National Endowment for Democracy als Beteiligter aufgeführt. Solche Direktheit wäre noch vor sechs Jahren undenkbar gewesen, als Washington versuchte, Peking im Vorfeld der Olympischen Spiele 2008 durch gewalttätige Proteste der Dalai-Lama-Bewegung in Tibet bloßzustellen.

Offen weist China inzwischen die übliche westliche Kritik zur Lage der Menschenrechte zurück und legte kürzlich nach einem Treffen der Regierung von Kamerun mit dem Dalai Lama die diplomatischen Beziehungen auf Eis. Ebenso die Beziehungen zu Norwegen, nachdem die dortige Regierung den Dissidenten Liu Xiaobo anerkannte. Im letzten Jahr hat Peking die Kritik aus Washington über die historischen Ansprüche im Südchinesischen Meer zurückgewiesen.

Die bedeutsamste Entwicklung ist aber wohl, dass China jetzt offen den Plan verfolgt, alternative Institutionen zum US-kontrollierten IWF und der Weltbank aufzubauen. Wenn dieser Plan gelingt, bedeutet er einen potenziell vernichtenden Schlag für die wirtschaftliche Macht der USA. Als Gegenmaßnahme gegen den amerikanischen Versuch, China durch die Gründung einer Transpazifischen Partnerschaft (TPP) zu isolieren, hat Peking eine eigene chinesische Vision einer Freihandelszone im asiatisch-pazifischen Raum (FTAAP) angekündigt, eine »umfassende« Handelsvereinbarung, bei der »es nur Gewinner gibt« und die wirklich eine asiatisch-pazifische Kooperation fördert.

Vertiefung der Beziehungen zu Russland

Gegenwärtig wird deutlich, dass China entschlossen ist, die Beziehungen zu Putins Russland zur neuen Priorität zu machen. Nach Jahrzehnten des Misstrauens nach dem chinesisch-sowjetischen Bruch 1960 arbeiten beide Länder nun in nie dagewesener Weise zusammen. Durch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern entsteht der einzige potenzielle »Herausforderer« einer zukünftigen globalen Vorherrschaft Amerikas, die der US-Stratege Zbigniew Brzeziński 1997 in seinem Buch Die einzige Weltmacht beschrieb.

Zu einer Zeit, wo Putin von Wirtschaftssanktionen der NATO bedrängt wird, die seine Regierung zu Fall bringen sollen, unterzeichnet China nicht einen, sondern gleich mehrere gigantische Verträge mit den russischen staatlichen Unternehmen Gazprom und Rosneft über Energielieferungen, durch die Russland die zurzeit bedrohten Energieexporte nach Europa kompensieren könnte – für die russische Wirtschaft eine Frage des Überlebens.

Während der APEC-Konferenz in Peking im vergangenen November wurde Obama durch China unmissverständlich diplomatisch abgewertet, als er für das offizielle Foto neben der Frau eines der asiatischen Präsidenten stehen musste, während Putin seinen Platz neben Xi einnahm. In der Politik, insbesondere der chinesischen, nehmen Symbole einen wichtigen Teil der Kommunikation ein.

Bei der gleichen Gelegenheit eigneten sich Xi und Putin auf den Bau der Gaspipeline West Route von Sibirien nach China, zusätzlich zu der historisch bedeutsamen East Route Pipeline, auf die sich beide Länder bereits im Mai verständigt hatten. Wenn beide fertiggestellt sind, wird Russland darüber 40 Prozent des in China verbrauchten Erdgases liefern. Ebenfalls bei der Pekinger Konferenz kündigte der Chef des russischen Generalstabs signifikante neue Felder der Zusammenarbeit zwischen den russischen Streitkräften und der chinesischen Volksbefreiungsarmee an.

Mitten in Washingtons Währungskrieg gegen den russischen Rubel zeigt sich China bereit, seinem russischen Partner im Notfall beizuspringen. Am 20. November, als der Rubel gegenüber dem Dollar dramatisch abstürzte, erklärte Außenminister Wang Yi, China werde nötigenfalls zu Hilfe kommen, er sei zuversichtlich, dass Russland die wirtschaftlichen Schwierigkeiten überwinden werde. Gleichzeitig sagte Handelsminister Gao Hucheng, die Ausweitung eines Währungsswaps zwischen beiden Ländern und der verstärkte Einsatz des Yuan im bilateralen Handel würden Russland am meisten helfen.

Es gibt weitere Synergien zwischen Russland und China, darunter Putins Entschluss zu einem Treffen mit dem nordkoreanischen Präsidenten im kommenden Frühjahr und zur Verbesserung der Beziehungen zu Indien, einem langjährigen Verbündeten Russlands, mit dem China seit den 1950er Jahren sehr fragile Beziehungen unterhält.

Außerdem hat Russland eine starke Position gegenüber Vietnam, die in die Zeit des Kalten Krieges und die Entwicklung vietnamesischer Ölvorkommen vor der Küste durch russische Ölgesellschaften zurückreicht.

Beide Länder werden also bei einer Harmonisierung der geopolitischen Strategie Brzezińskis schlimmsten geopolitischen Albtraum Wirklichkeit werden lassen – hauptsächlich dank der törichten Politik der Washingtoner neokonservativen Kriegsfalken, Präsident Obamas und der sehr reichen Familien, die die Rechnungen bezahlen.

All die genannten Schritte sind nicht ohne Gefahr, zeigen aber, dass China das geopolitische Spiel Washingtons wirklich genauso versteht wie die Strategie der neokonservativen US-Kriegsfalken und, genauso wie Putins Russland, nicht vorhat, vor einer empfundenen globalen Tyrannei Washingtons in die Knie zu gehen. Das Jahr 2015 entwickelt sich zu einem der entscheidendsten und interessantesten der neueren Geschichte.>

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Fotoquellen
[1] Smog in der chinesischen Stadt Harbin so dicht, dass man die Ampel nicht mehr sieht:
http://www.20min.ch/ausland/news/story/18929432


Basler Zeitung
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