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Bunkerbau im Dritten Reich. Eine Übersicht

von Michael Palomino (2006)

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Kommentar

Dieser von mir bei Wikipedia publizierte Artikel (11.7.2006) wurde von den Wikipedia-Zensuristen sofort gelöscht mit dem Vorwurf, er würde den Holocaust "relativieren". Wikipedia ist für diese Verleumdung angezeigt.


Michael Palomino Juli 2006


Der Artikel

Der Bunkerbau im Dritten Reich bestand

  • aus Zivilbunkern gegen Luftangriffe (ab 1933)
  • aus kilometerlangen Tunnelanlagen in Gebirgen für die unterirdische Waffenproduktion ("Wunderwaffen") und für neue "Führerbunker" (ab 1942/1943).


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Inhaltsverzeichnis

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Bunkerbau: Tunnelanlagen in Gebirgen für die unterirdische Waffenproduktion

Die Tunnelanlagen zur unterirdischen Waffenproduktion und für die neuen Führerbunker wurden ab 1945 geheimgehalten, um zu vertuschen, welche "Wunderwaffen" die Alliierten dort gefunden hatten (Düsenjäger, Raketentechnologie, Vorbereitung zur Atombombe etc.). Erst die freigegebenen Gorbatschow-Akten (Akten des KGB) brachten den Bunkerbau ans Licht, der einen wichtigen Teil des Holocaust darstellt.

Das Hitler-Regime beschloss 1942/1943, die gesamte Waffenproduktion (80% der Kriegsindustrie) unter die Erde zu verlegen. Der irrwitzige Plan besagte, 1000 Bunkeranlagen in die Berge zu treiben. Die Bunkeranlagen waren z.T. zwei- bis dreistöckig angelegte unterirdische Städte mit durchschnittlich schätzungsweise ca. 5 km Tunnellänge, insgesamt somit schätzungsweise 5000 km Tunnel.

Die Häftlinge in den Lagern, die bisher überlebt hatten, und die noch nicht deportierten Häftlinge, wurden gemäss Gorbatschow-Akten in den Bunkerbau transportiert, wo sie unter miserabelsten Bedingungen die Tunnels aussprengen mussten, mit Todesraten von z.T. 50%. Das Dritte Reich mutierte so zu einem regelrechten "Hamsterbau", begleitet vom Massentod der jeweils kranken und entkräfteten Häftlinge.

Nach der Installation der Rüstungsbetriebe in den Bunkeranlagen wurden sodann weitere Häftlinge zum Bau der so genannten "Wunderwaffen" eingesetzt (vor allem Düsenjäger und Raketen V1, V2, erste Interkontinentalraketen, aber auch Panzerproduktion, Vorbereitung der Atombombe etc.). Die Häftlinge trugen z.T. dazu bei, dass die "Wunderwaffen" nicht funktionstüchtig waren und Raketen z.B. abstürzten. Schliesslich wurden die Düsenjäger und Raketen dann aber v.a. wegen Treibstoffmangel ausser Gefecht gesetzt.

Beispiele von Bunkerbauten zur unterirdischen Waffenproduktion

  • unterirdische BMW-Motorenproduktion in Heersbruck im Doggerwerk (Deckname: "Esche 1")
  • unterirdische Raketenproduktion V2 in Nordhausen Kohnstein
  • unterirdische Raketenproduktion V9 (Internkontinentalrakete) in Ebensee (Deckname: "Zement")
  • unterirdische Raketensilos in Watten und in Viserne (Frankreich)


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Bunkerbau: Tunnelanlagen in Gebirgen für neue "Führerbunker"

Da das Hitler-Regime auch nach der Niederlage von Stalingrad Anfang 1943 offiziell weiterhin mit einem Endsieg rechnete, wurden neue Amtssitze bzw. neue Führerhauptquartiere für den Ruhestand Hitlers gebaut, mit Dutzenden Kilometer Bunkeranlagen, mit grossen, unterirdischen Sälen etc. Auch für diese Projekte wurden die Häftlinge aus den Lagern in die Bunkerbauten gekarrt, mit hohen Todesraten.

Beispiele von Bunkerbauten für neue Führerhauptquartiere

  • unterirdisches Führerhauptquartier in Gluszyca (Eulengebirge, heute Polen)
  • unterirdisches Führerhauptquartier in Wolfsberg (Deckname: "Riese")
  • unterirdisches Führerhauptquartier in Waldenburg: Schloss Fürstenstein (heute polnisch Walbrzych)
  • Bunkerbau unter dem Führerhauptquartier Obersalzberg ("Berghof")

Der Bunkerbau-Historiker Michael Foedrowitz gibt an, dass z.B. im Eulengebirge die Häftlinge kurz vor dem Abzug lebendigen Leibes eingesprengt worden seien, um sich der Häftlinge zu entledigen und damit diese dem "Feind" (Rote Armee) nicht in die Hände fallen sollten.


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Die überlebenden Häftlinge des Bunkerbaus

Die wenigen überlebenden Häftlinge des Bunkerbaus erlitten ein grausames Schicksal, wenn ihnen das Untertauchen oder die Flucht ins westliche Ausland nicht gelang. Entweder wurden sie in überfüllte Lager in den noch nicht alliiert besetzten Territorien gebracht, wo sie an Hunger und Seuchen den sicheren Tod zu erwarten hatten, oder sie gerieten unter die Fuchtel des Stalin-Regimes, das Ex-Häftlinge skrupellos in der Roten Armee einsetzte, wo der Tod auch relativ sicher war.


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Die Justiz hat Mühe mit dem Bunkerbau

Die internationale Justiz, die sich in Sachen Holocaust seit 1946 an den Nürnberger Prozess gebunden fühlt, verdrängte in den 1990-er Jahren zuerst den Bunkerbau als marginale Erscheinung. Die Dimensionen kamen ansatzweise mit dem Film von SpiegelTV "Das unterirdische Reich" (2003) ans Licht. Seither stellt sich die markante Frage, wieso in Nürnberg nicht über den Bunkerbau diskutiert wurde.

Da die 1000 Bunkerbauten existieren und nicht verdrängt werden können, befindet sich die Justiz in Sachen Holocaust heute in einem Umbruch. Die Schlussfolgerung, dass Häftlinge im Bunkerbau nicht in den osteuropäischen Vernichtungslagern gestorben sein können, wird bis heute juristisch offiziell noch nicht akzeptiert.

Ist es inzwischen keine Seltenheit mehr, dass die allgemeinen Schulbüchlein korrigiert werden müssen, so ist es für die Justiz aber bis heute ein Schock, weil beim Holocaust offensichtlich der Nürnberger Prozess von 1946 nicht stimmt..

[Anmerkung: Der letzte Satz wurde von den Wikipedia-Zensoren sofort gestrichen und ist nach meiner Erinnerung wiedergegeben. Im Verlaufe des Entwurfs habe ich geschrieben, dass das Leuchter-Gutachten stimmen könnte, habe es aber dann wieder herausgenommen].


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Literatur

Filme

  • Michael Kloft / Michael Foedrowitz: Das unterirdische Reich. Die geheimen Welten der Nazis; SpiegelTV 2003. Bezug des Films bei http://www.polarfilm.de


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Weblinks

Darstellung einer Übersicht über den Bunkerbau

Bunkerbau-Forschung

Einzelne Bunkerbauten

Deutschland:

Österreich:


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Zusatz: Angaben von Bunkerbau-Historiker Michael Foedrowitz 12.7.2006:

1100 unterirdische Anlagen, neue eingeschlossene Häftlinge (Michael Foedrowitz)

Telefonisch gab Bunkerbau-Historiker Michael Foedrowitz am 12.7.2006 gegenüber mir telefonisch an:

-- das Buch über den Bunkerbau, das für März 2006 vorgesehen war, sei noch nicht fertig, weil immer wieder neues Material dazukomme

-- insgesamt seien es inzwischen 1100 unterirdische Anlagen

-- es werden immer wieder neue Pläne und unterirdische Anlagen entdeckt, wobei einige nur im Planungsstadium blieben , z.B. die Anlage "Klein-Amerika" mit 14 unterirdischen Etagen, wovon aber nur die Luftschutzstollen für die Belegschaft realisiert wurden, andererseits war es auch Hitlers Plan, ganze Täler zu überdachen

-- unterirdische Massengräber mit eingesprengten Häftlingen gibt es nicht nur im Eulengebirge, sondern auch in Wansleben bei Teutschental bei Halle (Sachsen-Anhalt) mit Zugang durch den "Georgi-Schacht"

-- die Anlage "Dora" mit 20'000 Toten sei die schlimmste

-- eine Liste mit 30 unterirdischen Anlagen ergebe 116'000 Todesopfer, man könne dies aber nicht hochrechnen, weil es auch einige Anlagen gebe, die gar nie realisiert worden seien

-- Gesamtbilanzen habe er noch keine angefertigt, weder was die Opferzahlen noch was die Stollenlängen und Hallen anbetrifft

-- er habe noch nicht einmal einen Verleger gefragt, weil er derart mit Arbeit eingedeckt sei

-- er könne durchaus 10 Assistenten gebrauchen

-- die offizielle Geschichtsforschung sei am Thema nach wie vor nicht interessiert.


Schlussfolgerung

Insgesamt hat sich die Situation beim Bunkerbau verschlimmert, denn mit nun 1100 unterirdischen Anlagen sind mehr Tote im Bunkerbau zu befürchten als noch im Jahr 2003 (800 Anlagen) und 2004 (1000 Anlagen).

Michael Palomino, 12.7.2006





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