Kontakt / contact     Hauptseite / page
                    principale / pagina principal / home     zurück

Türken in Deutschland. Meldungen

Wenn eine muslimische Kultur ohne Aufklärung auf eine menschenrechtliche Kultur mit Aufklärung trifft, dann sind Probleme vorprogrammiert

von Michael Palomino

Teilen / share:

Facebook








Spiegel online, Logo

22.8.2010: Probleme türkisch-religiöser Männer in Deutschland: Heiratsmigration, Scheidung, Sexprobleme, Liebe, Religion, Erziehung - nichts stimmt in Deutschland

Die religiösen Türken sind nicht fähig, die Menschenrechte zu lesen und sich die neuen Freiheiten der Menschenrechte zu "erobern", und somit leben sie total unglücklich in Deutschland und ändern ihr Leben nicht. Vielleicht gibt es die Menschenrechte auch auf Türkisch? Aber lesen Sie selbst, wie die religiösen Türken in Deutschland leiden und nicht vom Leiden loskommen:

aus: Spiegel online: Türkische Männer in Deutschland: Wenn Ali am Leben verzweifelt; 22.8.2010; http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,712351,00.html

Buchtip: Isabella Kroth: "Halbmondwahrheiten"

<Von Anna Reimann

"DDP

Neuköllner Psychologe Erdogan: Erste türkische Männergruppe

Türkische Männer sind Paschas und führen in Deutschland ein fürstliches Leben - so weit das Vorurteil. Doch in Wahrheit leiden sie oft genauso unter alten Rollenmustern wie ihre Frauen. Ein Buch porträtiert jetzt Väter und Ehemänner aus Berlin. Sie erzählen von Problemen mit Sex, Religion und Kindererziehung.

[Der Abschied aus der Türkei ist schon traumatisch und ein Tabu]

Ihr Leben begann oft mit einem traumatischen Abschied: Als sie noch klein waren, gingen ihre Eltern weg. Zogen ins ferne Deutschland, ließen die Söhne bei Verwandten. Oft wurden Ali, Mehmet und Ahmet erst Jahre später nachgeholt, kamen nach Berlin, Duisburg, Stuttgart.

Aber sie fühlten sich fremd in Deutschland, waren überfordert damit, hier ihr Leben aufzubauen, eine Arbeit zu finden, eine Familie zu versorgen. Die Geschichten vieler türkischer Männer in Deutschland sind geprägt von Heimweh, von fehlender Liebe und von Gewalt. Ehen zerbrachen, zu klein waren die Gemeinsamkeiten der Partner, zu groß der Druck ihrer Familien.

Bei dem Psychologen Kazim Erdogan aus Berlin-Neukölln treffen sich solche Männer einmal in der Woche, um zu reden: über ihre kaputten Ehen, über Sex, Liebe, Religion und Kindererziehung. Erdogan gründete vor vier Jahren die erste türkische Männergruppe Deutschlands.

Die Münchner Journalistin Isabella Kroth hat sich diese Männer nun genauer angesehen. In ihrem Buch "Halbmondwahrheiten" beschreibt sie das Schicksal türkischer Männer in Deutschland. Vielleicht seien diese genauso Opfer einer patriarchalen Gesellschaft wie die Frauen, gibt Kroth in ihrem Vorwort zu bedenken.

"Frauen sind enger in das familiäre Netzwerk eingebunden" - [die "Heiratsmigration" endet oft mit Scheidung und der "Importbräutigam" steht allein da]

Die Autorin untersucht auch eine Gruppe, von der in der öffentlichen Debatte bislang wenig die Rede war - Männer, die zum Heiraten aus der Türkei nach Deutschland gekommen sind. "Die Probleme der Frauen, die per Heiratsmigration nach Deutschland kommen, sind seit Jahrzehnten bekannt. Die Schwierigkeiten der Männer jedoch, die als Importbräutigame nach Deutschland kommen, werden kaum erwähnt. Dabei fällt es diesen Männern in gewisser Hinsicht sogar schwerer als Frauen, sich in dem fremden Land zurechtzufinden. Denn während Frauen enger in das Netzwerk Familie eingebunden sind, müssen sich die Männer in ihrer Rolle als Ernährer der Familie behaupten", schreibt Kroth.

[Eltern schuften - aber die Kinder verlieren sie aus den Augen]

In zwölf Porträts schildert die Autorin das Leben der Männer aus Kazim Erdogans Selbsthilfegruppe. Da ist der 65-jährige Ali, der in einem Berliner Plattenbau wohnt und 1973 kurz vor dem Anwerbestopp türkischer Gastarbeiter mit einem der letzten Züge nach Deutschland kam, weil er hier auf bessere Ärzte für seinen kranken Sohn hoffte. Ali und seine Frau sparten Geld, er schuftete auf dem Bau, sie putzte, irgendwann konnten sie sich in Berlin eine geräumige Wohnung leisten. Für ihre Kinder hatten sie große Pläne - verloren dann aber jeden Zugang zu ihnen. Ein Sohn wurde heroinsüchtig.

[Türke in Deutschland auf gewachsen fühlt sich weder in Deutschland noch in der Türkei zu Hause]

Oder Kemal, 37, der bei seinen Großeltern in der Türkei aufwuchs, bis er als Siebenjähriger von seinen Eltern nach Deutschland geholt wurde. Der dann wieder in die Türkei ging, sich aber auch dort fremd fühlte. Dessen Ehe zerbrach und der dann mit einem seiner Söhne alleine nach Berlin zurückkehrte.

"Das Leiden der Männer ist ein anderes"

[Der Importbräutigam fühlt sich in Deutschland schwach, weil die Frau sich in D auskennt und Deutsch kann, der Mann nicht]

Da ist Ahmet, der "Importbräutigam", der mit einer entfernten Verwandten verheiratet wurde und so nach Deutschland kam. Von da an war "er plötzlich nicht mehr der starke Mann, zu dem er in seiner Heimat erzogen wurde, plötzlich war er in der Rolle des Unterlegenen, neben einer Frau, die sich in Deutschland auskannte und im Gegensatz zu ihm die Sprache beherrschte", so Kroth.

[Kriminelle türkische Frau fühlt sich so überlegen, dass sie gegen den Import-Mann intrigiert]

Und Kroth porträtiert Adem, dessen Frau sich von ihm trennte, als er ihre Großfamilie nicht mehr finanziell versorgen konnte und die ihm unterstellte, seine Töchter vergewaltigt zu haben. Das Gericht glaubte schließlich Adem, heute erzieht er die Kinder alleine. An den Psychologen Erdogan wandte er sich mit den Worten: "Ich habe Angst, dass ich meine Frau umbringe."

Kroth gelingt eine eindringliche Schilderung dieser Männerleben, in präziser Sprache beschreibt sie deren Schicksale. Sie wertet nicht, die Berichte sind nüchtern verfasst und durchwirkt von knappen Schilderungen der jeweiligen politischen Rahmenbedingungen, vor denen sich die persönlichen Schicksale abspielen.

So liefert Kroth einen neuen wichtigen Mosaikstein bei der Beschreibung der Lebenswirklichkeit deutscher Migranten. Ihr ist es gelungen, hinter die Kulissen zu schauen. Ihre Dokumentation ist gerade deshalb wichtig, weil sie türkische Männerwelten in aller Ausführlichkeit schildert, weil Männer offen über ihre Ängste und Schwächen sprechen.

Dabei ist es nicht Kroths Anliegen, Berichte über Migrantinnen, die kein selbstbestimmtes Leben leben dürfen, zu relativieren. Das Leiden der Männer sei eben ein anderes als das der Frauen.

In einem Punkt allerdings haben es türkische Männer wirklich besser als die Frauen: "Sie haben die Möglichkeit, aus der Enge ihres Familienlebens auszubrechen", schreibt Kroth. "Sie können sich Freiheiten nehmen, die viele Frauen nicht haben.">

-----

Welt online, Logo

Deutschland: Muslime in NRW 16.1.2011: Kopftuch macht dumm - es ist bewiesen

aus: Welt online: Integration: Fast ein Drittel der Muslime in NRW lebt vom Staat; 16.1.2011;
http://www.welt.de/politik/deutschland/article12187137/Fast-ein-Drittel-der-Muslime-in-NRW-lebt-vom-Staat.html

<Einer Studie zufolge sind 28 Prozent der muslimischen Haushalte in Nordrhein-Westfalen von Transferleistungen abhängig.

Ein Ergebnis der Muslime-Studie in NRW: Gläubige Frauen, die Kopftuch tragen, leben vergleichsweise abgeschotteter, verfügen über schlechtere Sprachkenntnisse und sind seltener erwerbstätig als Musliminnen ohne Kopftuch.

[1,3-1,5 Mio. Muslime in NRW (7-8%)]

In Nordrhein-Westfalen leben deutlich mehr zugewanderte Muslime als bisher angenommen. Aus der Studie „Muslimisches Leben in Nordrhein-Westfalen“, die das Arbeits- und Integrationsministerium in NRW nun dem Landtag zugestellt hat und die „Welt Online“ vorliegt, geht hervor, dass sich zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Islamgläubige im bevölkerungsreichsten Bundesland aufhalten. Das macht rund sieben bis acht Prozent der Einwohner aus. Bisher war die Landesregierung von rund einer Million Muslimen an Rhein, Ruhr und Weser ausgegangen.

Den größten Anteil mit 65 Prozent stellen türkischstämmige Migranten. Mit der rund 200-seitigen Studie kann sich NRW nach Angaben des Ministeriums als bisher einziges Bundesland auf eine solche Sonderauswertung über muslimisches Leben stützen. Die Erhebung wurde mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erarbeitet und schließt an die 2009 vorgestellte bundesweite Studie über „Muslimisches Leben in Deutschland“ der Deutschen Islamkonferenz an.

[Muslime in NRW wollen kaum muslimisch-diktatorische Verbände]

In der auf NRW bezogenen Studie wird deutlich, dass sich nur eine Minderheit von den islamischen Verbänden repräsentiert sieht. Gerade einmal 23 Prozent fühlen sich etwa von der Ditib vertreten. Der Koordinationsrat der Muslime als Dachverband erhält einen marginalen Zuspruch von 2,6 Prozent.

[Dumme Muslime-Einwanderer - und gescheite Muslime-Kinder in deutschen Gesamtschulen]

In der Befragung wird deutlich, dass Muslime generell ein „signifikant niedrigeres Bildungsniveau als die Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften aufweisen“. Vor allem türkischstämmige Muslime fallen mit deutlich schlechteren Bildungsabschlüssen auf als Muslime aus dem Iran oder Südostasien. Migrationsexperten führen dies darauf zurück, dass in der zweiten Gruppe schon im eigenen Land höhere Schulabschlüsse erlangt wurden und in der ersten Gruppe noch die Folgen der "Gastarbeiterprogramme" deutlich werden, als einfache Arbeitskräfte ins Land gelockt wurden. 28,1 Prozent der muslimischen Haushalte leben von Transferleistungen. Das Armutsrisiko in Migrantenfamilien ist deutlich höher als bei deutschen Familien.

Bemerkenswert ist auch, dass in NRW Muslime bessere Bildungserfolge vorweisen als im Bundesdurchschnitt. 40 Prozent von ihnen erlangen in NRW eine Fachhochschulreife oder Abitur, auf ganz Deutschland bezogen gilt dies für 28,5 Prozent der Muslime. Das NRW-Integrationsministerium führt dies nach Informationen der „Welt am Sonntag“ auf die landesweite Schulstruktur mit ihren vielen Gesamtschulen zurück. Dadurch gelinge es „offensichtlich, mehr dieser jungen Menschen zu einem qualifizierten Schulabschluss zu führen, als das in anderen Bundesländern der Fall ist“.

Es lasse sich „generell ein deutlicher Bildungsaufstieg im Generationenablauf beobachten“, ist der Studie zu entnehmen. Eine Kurzfassung der Studie bringt es noch prägnanter auf den Punkt: „Zuwanderinnen, die die Schule in Deutschland absolviert haben, weisen insgesamt ein höheres Bildungsniveau auf als ihre Muttergeneration und haben gegenüber den männlichen Zuwanderern aufgeholt.“

[Je gescheiter das Muslime-Kind, desto besser ist es integriert]

Es wird auch ein Zusammenhang zwischen Bildungsabschluss und sozialer Integration deutlich. „Je höher der Schulabschluss, desto häufiger treten freundschaftliche Kontakte zu Personen deutscher Herkunft auf“, heißt es in der Erhebung. So geben laut Studie weniger als ein Prozent an, dass sie allein wegen ihres Glaubens auf gemischten Sportunterricht oder Klassenfahrten verzichten. „Insgesamt zeigt sich, dass die Verweigerung von Unterrichtsangeboten kein ,Massenphänomen‘ ist“.

Aus der Studie geht etwa hervor, dass unter Muslimen 31,7 Prozent eine stärkere Verbundenheit zu Deutschland empfinden, während es bei Nichtmuslimen 51,8 Prozent sind.

[Integrationskurse machen nur 16% - und 53% fallen beim Integrationstest durch]

Zudem nehmen nur 16 Prozent der Muslime an Integrationskursen teil, und von deren Teilnehmern haben lediglich 47 Prozent bestanden.

[Kopftuch macht dumm - es ist bewiesen]

Weiterhin zeigt sich, dass besonders gläubige Frauen, die Kopftuch tragen, vergleichsweise abgeschotteter leben, über schlechtere Sprachkenntnisse verfügen und seltener erwerbstätig sind als Musliminnen ohne Kopftuch. Es sei festzustellen, dass Musliminnen, die ein Kopftuch tragen, besonders schlechte Ausgangsvoraussetzungen aufweisen, vermerkt die Studie.

Die Studie soll als Argumentationshilfe für das Integrationsgesetz der rot-grünen Landesregierung dienen, das am 1. Januar 2012 in Kraft treten soll. Ein Schwerpunkt wird die stärkere Einbeziehung von Migranten in der öffentlichen Verwaltung sein.>

-----

Welt online, Logo

29.3.2011: Türken in Deutschland: Sie sollten nur 2 Jahre bleiben

aus: Welt online: Niedersachsen: CDU dankt Türken dafür, dass sie geblieben sind; 29.3.2011;
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13004666/CDU-dankt-Tuerken-dafuer-dass-sie-geblieben-sind.html

<Autor: Ulrich Exner

Maximal zwei Jahre sollten die ersten Türken in Deutschland bleiben. Das war 1961. 50 Jahre später feiert Schwarz-Gelb in Niedersachsen gelebtes Multikulti.

Das Thema ist ja ein bisschen untergegangen in den vergangenen Tagen und Wochen. Dabei hätte es – sagen wir mal im Herbst 2010 – gut getaugt als Wahlkampfhit. Für Stefan Mappus zum Beispiel. Damals, ein paar Wochen nach Sarrazin, hatte Angela Merkel Multikulti gerade für „gescheitert, absolut gescheitert“ erklärt. Und weil sie das so laut und energisch vortrug, hörten viele darin auch: Integration ist gescheitert Die Emotionen kochten ja gerade, und die latente Furcht, in absehbarer Zeit als ein Volk von Gemüsehändlern und Kopftuchträgerinnen zu enden, war deutlich größer als die vor dem Atomtod.

Damals wären diese beiden Sätze des CDU-Politikers und Ministerpräsidenten David McAllister also womöglich noch Zündstoff gewesen: „Danke, dass Sie gekommen sind, sich mit Ihrem Fleiß und Ihrer Kraft für unser Land eingesetzt haben, und danke, dass Sie geblieben sind.“ Worte, die den kleinen, aber feinen, nach kurzer Schrecksekunde auch heftig beklatschten Höhepunkt einer Feierstunde bildeten, zu der die niedersächsische Landesregierung anlässlich des 50. Jahrestags des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens geladen hatte.

Eine Veranstaltung einer schwarz-gelben, nicht rot-grünen Koalition also, über die man getrost die Überschrift „Multikulti lebt, Integration kann gelingen“ hätte schreiben dürfen. Und die schon weit vor dem südwestdeutschen Wahldebakel für die beiden einladenden Parteien geplant war, so viel zur Ehrenrettung der Beteiligten.

Versammelt in der Auslieferungshalle des hannoverschen VW-Werks haben sich neben dem Ministerpräsidenten und seiner türkischstämmigen Vorzeigeministerin Aygül Özkan rund 500 Gäste, die meisten von ihnen ihrerseits Paradebeispiele für gelungene Integration. Ärztinnen, Rechtsanwälte, Unternehmer, Polizisten, VW-Mitarbeiter natürlich, Journalisten.

Dabei ist auch Mousse T., ein äußerst erfolgreicher türkischstämmiger DJ und Musikproduzent aus Hannover, wie die anderen längst angekommen in seiner zweiten, oder auch ersten Heimat: Deutschland. Menschen, die sich, wie es der Geschäftsführer des Baumaschinenherstellers Komatsu-Hanomag, Göksel Güner, formulierte, „nicht als Ausnahme empfinden, sondern als einer von vielen“. Und die McAllisters Maßgabe, nach der Integration gelingt, wenn man sowohl respekt- als auch humorvoll miteinander umgeht, gut verinnerlicht haben.

Zum Beispiel Yusuf-Ziya Güzel, der mittlerweile ein EDV-Unternehmen in Hildesheim betreibt. Er hat inzwischen gelernt, über Sarrazins „Gemüseläden“ ebenso zu lachen wie über jene Personalabteilungen großer Unternehmen, die Bewerbungen von Yusuf-Ziya Güzel direkt an den Absender zurücksandten, während sein alter Ego André Güzel, der die exakt identischen Papiere eingesandt hatte, sofort einen Vorstellungstermin erhielt. Güzel, der viel Wert legt auf deutsche Tugenden in seinem Unternehmen, sagt dann auch in Anspielung auf Merkels Absage: „Multikulti ist nicht totzukriegen, Multikulti ist Standard.“ Tja, das ist nun Auslegungssache.

Denn, dass sprachlos nebeneinander herlebende Parallelgesellschaften nicht im Sinne der Integration sein können, auch das ist so ziemlich jedem hier in der etwas schmucklosen Nutzfahrzeughalle klar. „Wir wünschen uns, dass die Türken in Deutschland einen noch höheren Bildungsstand erreichen“, sagt Ali Ahmet Acet, der türkische Botschafter in Deutschland. Er betont auch, dass es darauf ankomme, beide Sprachen gleichermaßen gut zu beherrschen. Was ja auch schon eine ziemlich eklatante Meinungsabweichung ist für einen Botschafter.

Ali Ahmet Acet ist eigens aus Berlin angereist zu dieser leicht vorgezogenen niedersächsischen Feierstunde. Der eigentliche Jahrestag des Anwerbeabkommens liegt ja erst im Oktober. Dann wollen Angela Merkel und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan jenen Vertrag feiern, der den Zuzug sogenannter Gastarbeiter aus der Türkei nach Deutschland regelte. Höchstens zwei Jahre sollten die hier arbeiten. Und dann aber ab, zurück in die Heimat.

Im Gegenzug sollten frische Arbeitskräfte nachkommen. Ein „Rotationsprinzip“, das genauso wenig praktikabel war wie später eine vergleichbare Regelung zur Verweildauer grüner Abgeordneter in den deutschen Parlamenten. Schließlich waren doch auch Menschen nach Deutschland gekommen, nicht ausschließlich Arbeitskräfte, wie Max Frisch 1965 in seinem Text „Überfremdung“ feststellte.

Dennoch waren es auch die Arbeitgeber hierzulande, die das Rotationsprinzip unterliefen, weil sie nicht einsehen wollten, dass sie Leute, die sich richtig eingearbeitet hatten, so schnell wieder abgeben sollten. 1973, als infolge der ersten Ölkrise ein Anwerbestopp verhängt wurde, waren rund 900.000 türkische Arbeitskräfte nach Deutschland gekommen, 70?000 davon nach Niedersachsen. Inzwischen ist die türkische Community um ein Vielfaches gewachsen.

Bei diesen Menschen also bedankt sich David McAllister an diesem Abend, fügt hinzu, dass „wir mehr Özils brauchen; nicht nur im Fußball“, und beweist so, dass die Union nicht nur in der Energiepolitik auf einem Weg ist, der neue Bündnisse, neue Handlungsoptionen offenlegt. Einen Weg, den Niedersachsens Ministerpräsident sehr gerade gehen kann, ohne sich gleichzeitig verbiegen oder gar schämen zu müssen für Aussagen aus früheren Zeiten.>

=====


Spiegel online, Logo

Ehrenmorde in Deutschland: Neue Statistiken über den Zeitraum von 1996-2005: Die Türken sind zu 2/3 die Ehrenmörder

aus: Spiegel online: Bilderstrecke;
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-71180.html


Täter bei Ehrenmord in Deutschland
                          1996-2005 gemäss Geburtsland und Nationalität
Täter bei Ehrenmord in Deutschland 1996-2005 gemäss Geburtsland und Nationalität

[Über zwei Drittel der Mörder bei Ehrenmord in Deutschland sind Türken - auch wenn sie in Deutschland geboren sind!]
Von 122 Tätern wurde der weitaus größte Teil, 76 nämlich, in der Türkei geboren. Erst deutlich dahinter folgen die arabischen Länder und die Staaten des ehemaligen Jugoslawien. Weniger als zehn Prozent der ermittelten Täter wurden in Deutschland geboren, noch weniger (7,6 Prozent) besitzen einen deutschen Pass.

=====

Welt online, Logo

25.8.2011: Frau Integrationsministerin Öney sagt klar und deutlich: "Türken gucken fünfmal mehr Fernsehen als die Deutschen" - "viele Migranten leiden an Selbstüberschätzung"

aus: Welt online: Ministerin in Baden-Württemberg: "Die Aussagen Öneys sind eine Fortsetzung Sarrazins"; 25.8.2011;
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13565574/Die-Aussagen-Oeneys-sind-eine-Fortsetzung-Sarrazins.html

<Autor: Freia Peters

Bilkay Öney, Integrationsministerin in Baden-Württemberg

"Türken gucken fünfmal mehr Fernsehen als die Deutschen", hatte Integrationsministerin Bilkay Öney behauptet. Selbst Anhänger von Grün-Rot fordern eine Klarstellung.

Eigentlich hat die Integration in Baden-Württemberg immer gut funktioniert. Die Migranten haben im bundesweiten Vergleich mit die besten Schulabschlüsse, unter ihnen gibt es weit weniger Arbeitslose als in Berlin oder Nordrhein-Westfalen. Zynische Zungen behaupten nun, dass es erst Probleme gibt, seitdem das Land ein eigenes Integrationsministerium hat.

Im Mai wurde Bilkay Öney (SPD) Integrationsministerin im Landeskabinett. Seither wird über die 41-jährige ehemalige Fernsehmoderatorin viel gesprochen, das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist, dass nun selbst Koalitionspartner die Aussagen der Ministerin als untragbar bezeichnen und eine Klarstellung fordern. Dies jedoch stößt bislang auf taube Ohren der Berlinerin.

Öney: Viele Migranten litten an Selbstüberschätzung

"Die Türken gucken fünfmal mehr Fernsehen als die Deutschen", behauptete sie im Gespräch mit der "Welt am Sonntag", ohne dies zu belegen. Viele Migranten litten an Selbstüberschätzung, urteilte sie zudem.

Dazu passt jene frühere Aussage bei einem Treffen mit dem türkischen Botschafter: "Je mehr Türken wir im Land haben, desto mehr Unruhe haben wir." Die Visumpflicht für Türken möchte sie daher erhalten. Als Vertreterin einer grün-roten Regierung sind diese Aussagen, nun ja, ungewöhnlich. Die Empörung mehrt sich.

"Diese Aussagen sind sehr pauschalisierend – das hat mich gewundert", sagt Serkan Tören, integrationspolitischer Sprecher der FDP. "Es kommt wenig Inhaltliches von Frau Öney. Auch wenn man gerade erst angefangen hat, könnte man ja von seinen Visionen erzählen."

Einige ihrer Vorstöße widersprächen sich zudem. "Einerseits sperrt sie sich gegen ein kommunales Wahlrecht für Nicht-EU-Ausländer. Andererseits will sie die doppelte Staatsbürgerschaft einführen." Tören erkennt da kein Konzept.

Öneys Start hatte bereits viel Kritik hervorgerufen

Bereits der Start Öneys in Stuttgart hatte viel Kritik hervorgerufen. 45,5 Stellen hatte die Ministerin neu geschaffen. Im laufenden Jahr bedeutet das allein Personalausgaben von 1,8 Millionen Euro. Experten aus anderen Ministerien wurden nicht eingebunden.

Integration solle ab sofort besser koordiniert werden, begründete Öney und: "Wir haben den Stellenwert der Integration verdeutlicht." Doch dass ihr diese sehr am Herzen liegt, lässt sich bislang nicht erkennen. "Ich bin nicht die Beschützerin der armen kleinen Migranten", erklärte sie jüngst im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".

Eine Klarstellung sei nun erforderlich, fordert Tören. "Sonst sind die Aussagen Frau Öneys nur eine Fortsetzung der Pauschalisierung Thilo Sarrazins. Wenn sie sagt ,Die Türken gucken fünfmal mehr Fernsehen als die Deutschen‘, schwingt da zwischen den Zeilen mit: Die Türken sind dumm, die interessieren sich nicht für Kultur, fürs Lesen, die Eltern erziehen ihre Kinder nicht richtig, sondern hängen nur vor dem Fernseher."

Auf Studie von Christian Pfeiffer bezogen

Aus dem Stuttgarter Ministerium heißt es, Öney habe sich auf die Studie "Die Pisa-Verlierer – Opfer ihres Medienkonsums" von 2007 bezogen. Autor ist Christian Pfeiffer vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen.

Darin heißt es: "Aufgrund der großen Zahl der Befragten konnten wir überprüfen, welche Zeitdifferenz sich ergibt, wenn wir die verschiedenen Merkmale miteinander verbinden und so Extremgruppen bilden. Danach bringt es ein zehnjähriger Junge aus einer bildungsfernen Familie mit Migrationshintergrund, der in einer norddeutschen Stadt aufwächst, pro Schultag auf vier Stunden und fünf Minuten Medienkonsum, am Wochenende sogar auf fünf Stunden 40 Minuten.

Ein deutsches Mädchen aus Süddeutschland, von dem mindestens ein Elternteil Abitur hat, erreicht dagegen an Schultagen nur einen Medienkonsum von 43 Minuten, am Wochenende von 54 Minuten." Öney hatte diese Aussagen auf die ganze Nation gemünzt.

Für die Ministerin sei Fernsehen auch als integrationspolitisches Medium wichtig, ebenso die Frage, welchen Beitrag ein qualitativ hochwertiges Programm bei der Integration von Kindern und Jugendlichen leisten könne, heißt es nun aus dem Ministerium.

Verteidigung der Parteigenossin durch Vize-Chef Schmid

Vizeregierungschef und Finanzminister Nils Schmid blieb nichts anderes übrig, als die Parteigenossin zu verteidigen. Er sehe bei Öney eine große inhaltliche Kompetenz, sagte er. Doch der grün-roten Regierung, die betonte, Integration solle einen extragroßen Stellenwert bekommen, können Öneys Aussagen kaum passen.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann etwa will kein Kopftuchverbot muslimischer Lehrerinnen. "Nö", antwortete Öney indes auf die Frage, ob sie das Verbot abschaffen wolle.

Memet Kilic, Vorstand des Bundeszuwanderungsrates und integrationspolitischer Sprecher der Grünen, ist schockiert: "Die Aussagen von Frau Öney betreffen uns Grüne viel mehr als die SPD, denn wir stellen in Baden-Württemberg die Regierung." Ob es vom Grünen-Regierungschef die Forderung für eine Klarstellung gegeben habe? "Ich habe dergleichen nicht zur Kenntnis genommen", sagt Kilic.

"Jeder kann einen Fehler machen, aber man muss ihn benennen"

"Ich fordere Frau Öney auf, ihre wissenschaftlichen Behauptungen zu belegen. Jeder kann einen Fehler machen, aber man muss ihn als Fehler benennen." Kilic betreibt seit 17 Jahren Integrationspolitik. "Dieses Muster kenne ich. Wenn jemand inhaltlich dünn ist, neigt er zu populistischen Aussagen, um zu zeigen, ich bin etwas Besonderes."

Ihre Ausdrucksweise und Wortwahl dienten nicht gerade als Vorbild, beschwerte sich auch die Türkische Gemeinde in Deutschland. Frau Öney müsse sich fragen, wofür sie Ministerin geworden sei. Kilic findet das verständlich, schließlich solle Öney als Anwältin der Migranten auftreten: "Wenn sie deren Gunst aber verspielt, kann sie nur als Anwältin für sich selbst werben.">


=====

Welt online, Logo

17.9.2011: Gül verlangt mehr Deutsch von Türken in Deutschland

aus: Welt online: Staatspräsident Gül: Türken in Deutschland sollen besser Deutsch lernen; 17.9.2011;
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13610637/Tuerken-in-Deutschland-sollen-besser-Deutsch-lernen.html

<Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül rügt die deutsche Einwanderungspolitik als rechtswidrig. Gleichzeitig fordert er seine Landsleute auf, besser Deutsch zu lernen.

Kurz vor seinem Deutschlandbesuch hat der türkische Staatspräsident Abdullah Gül die Ausländerpolitik der Bundesrepublik als rechtswidrig gerügt. Das mehrfach verschärfte Einwanderungsrecht widerspreche den Menschenrechten, sagte Gül dem ZDF. Es stehe nicht im Einklang mit dem Gedanken einer fortschrittlichen Demokratie. Nach der Reform von 2007 hängt der Ehegatten-Nachzug davon ab, ob der Partner einen Deutschtest in der Türkei besteht.

Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül: Er reist am Sonntag zu einem viertägigen Staatsbesuch nach Deutschland

Gül reist am Sonntag zu einem viertägigen Staatsbesuch nach Deutschland. Hierzulande leben rund 2,5 Millionen Menschen mit türkischen Wurzeln. Knapp ein Drittel hat einen deutschen Pass.

"Sie sollten die Sprache akzentfrei beherrschen"

Gleichzeitig forderte Gül seine Landsleute in Deutschland auf, besser Deutsch zu lernen: „Sie sollten die Sprache akzentfrei beherrschen.“ Der Sorge, dass sich die Türkei vom Westen entfernt, widersprach der Präsident. Ziel bleibe die EU-Vollmitgliedschaft.

Bundespräsident Christian Wulff dankte den Türken in Deutschland für ihren Beitrag zum deutschen Wohlstand. „Einwanderer aus der Türkei haben Deutschland vielfältiger, offener und der Welt zugewandter gemacht“, sagte Wulff der „Süddeutschen Zeitung“. Er sehe in einem weiteren Ausbau der deutsch-türkischen Beziehungen „ein großes Potenzial“ für beide Länder.

Wulff würdigte auch die Rolle der Türkei als Vorbild für die Umbruchstaaten in der arabischen Welt. Die Türkei sei „ein Beispiel dafür, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus kein Widerspruch sein müssen“. Dies sei von „überragender Bedeutung für den Frieden in der Welt“.

Ehefrau Hayrünnisa reist mit

Wulff will während des dreitägigen Staatsbesuchs seinem Gast auch seine Geburtsstadt Osnabrück zeigen. Gül wird von seiner Ehefrau Hayrünnisa begleitet.

Wulff begrüßt seinen Amtskollegen am Montag mit militärischen Ehren und einem Gespräch im Berliner Schloss Bellevue. Am Abend findet dort nach einem gemeinsamen Besuch des deutsch-türkischen Wirtschaftsforums ein Staatsbankett zu Ehren des Gastes statt.

Am selben Tag will Hayrünnisa Gül mit Präsidentengattin Bettina Wulff und Familienministerin Kristina Schröder (CDU) das Berliner Kinder- und Familienzentrum INA besuchen. Anlass ist der Start eines Förderprogramms für frühkindliche Bildung. Allein in Berlin leben mehr als 185.000 Menschen türkischer Herkunft, von denen 80.000 einen deutschen Pass besitzen. Es ist die größte türkische Gemeinschaft außerhalb des Mutterlandes Türkei.

dapd/mcz>

=====

Welt online, Logo

8.10.2011: Psyche Selbstmord: Viele Selbstmorde von Türkinnen im Ausland wegen der vielen Verbote

aus: Welt online: Hohe Selbstmordrate bei Türkinnen: Marionette der Familie oder Verlierer der Migration; 8.10.2011;
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13648502/Marionette-der-Familie-oder-Verlierer-der-Migration.html

<Autor: Mechthild Henneke

Verbote lassen junge Türkinnen häufig am Leben verzweifeln. Eine Studie untersucht Beweggründe für Selbstmorde bei Migrantinnen.

Suizid unter jungen Türkinnen: Im Raum Würzburg liegt die Selbstmordrate fünfmal höher als bei Deutschen

Sie war erst 19 Jahre alt, als sie versuchte, sich das Leben zu nehmen. Die junge Türkin sollte mit einem Cousin verheiratet werden, doch sie liebte einen Anderen. Der war ebenfalls aus der Türkei, doch von den Eltern nicht akzeptiert.

Als das Mädchen ins Krankenhaus eingeliefert wurde, bekam ihre Mutter einen Schreck. „Sie war entsetzt, und die Familie löste die Verlobung mit dem Cousin auf“, sagt Meryam Schouler-Ocak. Die Psychiaterin ist seit Ende 2008 Studienleiterin eines Projekts an der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig Krankenhaus in Berlin. Es untersucht Selbstmordraten und Selbstmordprävention bei Berliner Frauen mit türkischem Migrationshintergrund.

Beweggründe der Frauen

„Die Rate liegt laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation im Raum Würzburg bei Türkinnen fünfmal höher als bei Deutschen“, sagt Schouler-Ocak. Die vom Bundesforschungsministerium geförderten Berliner Studie soll jetzt mehr Details liefern.

Sie läuft über drei Jahre und enthält neben einer Datenerhebung aus Notfallaufnahmen auch eine Befragung. Von Interesse sind besonders die Beweggründe der Frauen. Am Montag wird Schouler-Ocak erste Ergebnisse bei der „Woche der seelischen Gesundheit“ in Berlin präsentieren.

"Halten Verbote zu Hause nicht aus"

Über 35 Städte und Regionen beteiligen sich bundesweit an der Woche, die über Prävention und Therapie psychischer Erkrankungen informiert und auf die Belange psychisch Erkrankter aufmerksam machen soll.

In Berlin stehen Migranten im Mittelpunkt. Schouler-Ocak, die die Woche als Leiterin des Berliner Bündnisses gegen Depression seit fünf Jahren mit organisiert, hob das Thema mit auf die Agenda. „Mehr Aufklärung ist notwendig, mehr Prävention“, sagt sie. Noch liegen keine abschließenden Daten aus der Studie vor, doch lasse sich einiges über die Motivlage der Frauen sagen.

„Junge Frauen zwischen 18 und 34 Jahren denken häufig an Suizid, weil sie die Verbote zu Hause nicht aushalten“, berichtet Schouler-Ocak. Die Mädchen dürften keinen Freund haben, sie dürften Kleidung oder Hobbys nicht frei wählen und fühlten sich als „Marionette der Familie“.

"Sie fühlen sich als Verlierer der Migration"

Bei Frauen zwischen 35 und 54 Jahren sei die Untreue des Partners ein wichtiger Grund. „Die Männer dürfen vor der Hochzeit alles und schränken sich auch danach wohl nicht ein“, berichtet sie, was sie in Fokusgruppen erfuhr. Dort äußerten sich Migrantinnen und Experten zum Thema.

„Einsamkeit und Armut sind die häufigsten Motive älterer Türkinnen. Sie fühlen sich als Verlierer der Migration“, sagt die Psychiaterin. Die Frauen seien vom Leben enttäuscht, denn sie seien „woanders angekommen, als sie geplant hatten“.

"Beende Dein Schweigen – nicht Dein Leben"

Teil der Studie war die Kampagne „Beende Dein Schweigen – nicht Dein Leben“, zu der eine Telefon-Hotline gehörte. Hier suchten zahlreiche Frauen Hilfe. „Spannend war, dass 15 Prozent der Anrufer Männer waren“, sagt Schouler-Ocak. Sie seien Freunde oder Verwandte von Frauen gewesen. Auch einige Mitarbeiter von Beratungsstellen oder Therapeuten hätten sich erkundigt, wie Migrantinnen geholfen werden könnte.

„Es herrschte bei einigen Hilflosigkeit, denn die Welt der Migrantinnen erscheint vielen immer noch fremd“, sagt Schouler-Ocak. Dabei seien es nicht Sprachunterschiede, die eine Rolle spielten. Einige Migrantinnen hätten selbst lieber deutsch gesprochen, weil es für sie einfacher war. „Es sind die kulturgebundenen Dinge, die wichtiger sind“, berichtet sie.

Ansätze deutscher Psychologen greifen oft nicht

Ein deutscher Psychologe würde einem türkischen Teenager vielleicht raten, sich gegenüber den Eltern durchzusetzen, wenn sie zu viele Verbote aussprächen. „Das sind gut gemeinte Ansätze, aber sie greifen nicht, wo es erforderlich wäre.“

Um den Frauen zu helfen, müssten die Türkinnen laut Schouler-Ocak besser über Hilfsmöglichkeiten informiert werden. Ein anderer Ansatz sei es, auch deutschen Helfern mehr Wissen in interkulturellen Fragen zu vermitteln. „Nicht jede Türkin will zu einem türkischen Therapeuten, weil die Schamgrenze da noch höher ist“, sagt sie.

AFP>

=====

Spiegel online, Logo

18.10.2011: Der Türke reklamiert, "die Deutschen" seien immer gegen ihn gewesen

aus: Spiegel online: Integration: Hässliche Heimat; 18.10.2011;
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,792399,00.html

<Von Maximilian Popp

Autor Daimagüler: "Moralische Bankrotterklärung"

Der deutsch-türkische Anwalt Mehmet Daimagüler galt lange als Vorzeigezuwanderer. Nun rechnet der frühere FDP-Mann mit Staat und Gesellschaft ab.

Mehmet Daimagüler, 43, tritt auf den Balkon seiner Anwaltskanzlei in Berlin-Charlottenburg. "Wäre es nach den Lehrern und Beamten gegangen, wäre ich nicht hier oben." Er blickt auf die Straße hinab. "Ich würde Döner verkaufen oder säße vielleicht im Gefängnis."

Daimagüler, Sohn türkischer Gastarbeiter, hat es von der Hauptschule bis nach Harvard geschafft, er war Berater bei Boston Consulting und Mitglied des Bundesvorstands der FDP. Doch er sagt: "Meine Geschichte ist keine Erfolgsgeschichte."

Nun hat er sie aufgeschrieben. Es ist die Biografie eines der erfolgreichsten Zuwanderer des Landes - und eine Abrechnung mit der deutschen Integrationspolitik. "Der Staat hat Einwanderung gefördert, aber Integration jahrzehntelang verhindert", sagt Daimagüler, "unser System ist eine moralische Bankrotterklärung."

Ende Oktober jährt sich das deutsch-türkische Anwerbeabkommen zum 50. Mal. Die Türken haben die deutsche Wirtschaft gestärkt, sie stellen Dutzende Millionäre, Künstler, Politiker. Und doch sind viele in der neuen Heimat noch immer nicht angekommen. Die Kinder und Enkel der Gastarbeiter sind oft schlechter integriert als ihre Eltern.

Nicht der übliche Klagebericht

Daimagüler tritt in diesen Tagen in Schulen auf und in Messehallen. In seinem Buch schreibt er über die Brüche in seinem Leben, über Gewalt in der Familie, Rassismus im Alltag.

Es ist nicht der übliche Klagebericht überforderter Sozialarbeiter oder die Analyse besorgter Soziologen. Hier teilt ein erfolgreicher Zuwanderer gegen Staat und Gesellschaft aus. Denn eine Erfahrung verbindet den Anwalt mit Millionen Migranten, mit Unternehmern, Regisseuren, den Gemüsehändlern in Neukölln. Er fühlt sich in Deutschland als Außenseiter.

Seine Eltern kamen in den sechziger Jahren aus Istanbul nach Westfalen. Der Vater verdiente Geld als Stahlarbeiter bei Krupp. Für die Familie stand fest: Irgendwann würden sie in die Türkei zurückkehren. Ihr Leben in Deutschland empfanden sie nicht als ihr wirkliches Leben. Es war ein Provisorium. Daimagüler erinnert sich, dass seine Eltern auf Bitten, etwa nach einem Fahrrad, stets dieselbe Antwort gaben: "Türkiye'ye temelli gidince" ("Wenn wir für immer zurück in die Türkei gehen"). Die ersten Gastarbeiter bereiteten ihre Kinder und Enkel nicht auf eine Zukunft in Deutschland vor.

Die Politik hat dieses Versäumnis nicht ausgeglichen. Sie nahm an, dass die Menschen, die man ins Land geholt hatte, es auch irgendwann wieder verlassen würden. "Wir hatten keine Vorbilder, niemanden, den wir hätten um Rat fragen können", sagt Daimagüler.

In der Schule schikanierten ihn Mitschüler, Lehrer demütigten ihn. Nach der Grundschule stand fest, dass er nicht aufs Gymnasium wechseln würde - trotz guter Noten. Daimagüler verachtete seinen Vater: für die Demut gegenüber den Behörden, das schlechte Deutsch. Der Halbbruder wurde kriminell, mit 14 stand er das erste Mal vor Gericht. Mit Anfang 20 wurde er ausgewiesen.

Daimagüler litt unter Depressionen, die er mit Alkohol betäubte. Selbsthass quälte ihn auch dann noch, als er nach Haupt-, dann Realschulabschluss und schließlich doch Abitur in Bonn Jura studierte. Daimagüler sagt, er habe seine Kommilitonen stets um ihre Gelassenheit beneidet.

"Du musst besser als die Deutschen sein"

Er selbst konnte seine Aggressionen nur schwer kontrollieren. "Mit etwas weniger Glück wäre es mir ergangen wie meinem Halbbruder." Sein Ehrgeiz habe ihn gerettet. "Wenn du es als Türke in Deutschland schaffen willst, musst du besser als die Deutschen sein", mahnte die Mutter später.

Viele Einwanderer resignieren. Fast ein Drittel der Männer ausländischer Herkunft zwischen 25 und 35 besitzt keinen Berufsabschluss. Dabei ist Deutschland zunehmend auf sie angewiesen. In wenigen Jahren wird ihr Anteil bei den unter 40-Jährigen in vielen westdeutschen Großstädten bei 50 Prozent liegen.

Daimagüler fordert eine Bildungsoffensive ähnlich wie in den siebziger Jahren, als Hunderttausende Arbeiterkinder an die Universitäten strömten. Die Erziehung müsse schon im Kindergarten mit Sprachkursen beginnen. Und sich in der Schule fortsetzen. Klassen, in denen ausschließlich Kinder ausländischer Herkunft unterrichtet würden, schadeten der Integration.

Die Selbstverständlichkeit, mit der bis heute von "wir" und "ihr" gesprochen werde, entsetze ihn, sagt Daimagüler. Migranten dürften bei der Jobsuche nicht länger benachteiligt werden. Im Gegenzug müssten sie sich stärker in die Gesellschaft einbringen.

Moderne Integrationspolitik, glaubt er, sei für Deutschland überlebensnotwendig. Nach Voraussagen des Forschungsinstituts Prognos werden der Bundesrepublik im Jahr 2015 fast drei Millionen Arbeitskräfte fehlen. Ohne die Kinder und Enkel der Gastarbeiter wird es nicht gehen.>

=====

Spiegel online, Logo

30.10.2011: Deutsch+türkisch=deukisch

aus: Spiegel online: Deutsch, türkisch, deukisch: Drei Generationen in der Autofabrik; 30.10.2011;
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,794725,00.html

<Jahrzehntelang schaffte Süleymann Cözmez am Fließband der Ford-Werke. Auch sein Sohn Mustafa arbeitet in der Kölner Fabrik, Enkel Ahmet macht dort eine Lehre. Ein Leben in der Türkei kann sich der 16-Jährige nicht vorstellen. Für den Großvater dagegen ist klar: "Ich bleibe Türke."

Angst und Zweifel hatte er, aber die Hoffnung auf Geld und Wohlstand war stärker. Und so packte Süleyman Cözmez eines Tages seinen Koffer und stieg in einen Sonderzug von Istanbul nach Köln. Denn wie viele andere Unternehmen suchte dort der Autobauer Ford in den sechziger und siebziger Jahren dringend Mitarbeiter - und fand sie in der Türkei.

Hunderttausende türkische Gastarbeiter kamen damals nach Deutschland, wollten wie Cözmez meist nur ein paar Jahre bleiben. Heute, als Rentner, lebt er immer noch in Köln. Und seine Familie arbeitet inzwischen in dritter Generation bei Ford.

Ursprünglich war Cözmez 1970 ganz allein nach Deutschland gekommen, Frau und Kinder blieben in der Türkei. Bei ihrer Ankunft am Bahnhof seien die Arbeiter herzlich empfangen und von einer Musikkapelle begrüßt worden, erzählt er. Cözmez, damals 27, arbeitete am Fließband und teilte sich zunächst mit vier türkischen Kollegen ein Zimmer in einem Wohnheim. Den Großteil seines Einkommens schickte er an seine Familie.

Max Frisch: "Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen"

"Die Deutschen waren freundlich und haben uns sehr geholfen. Zum Beispiel beim Einkaufen - anfangs konnte ich mich ja nur mit Händen und Füßen verständigen." Er habe gleich Deutschkurse besucht, sagt der heute 68-Jährige. "Nur wenn man die Sprache spricht, kann man sich in einem fremden Land wohlfühlen." Außerdem gab es einen Anreiz: Wer Deutsch lernte, der bekam etwas mehr Lohn. "Denn die fehlenden Sprachkenntnisse waren ja auch bei der Arbeit ein Problem."

Genau 50 Jahre ist es her, dass Deutschland am 30. Oktober 1961 ein Anwerbeabkommen mit der Türkei schloss. Diese Verträge, die Deutschland zuvor bereits mit Italien, Griechenland und Spanien geschlossen hatte und später noch mit Marokko und Portugal schloss, sind ein Meilenstein der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Ins Wirtschaftswunderland, in dem Stahlkocher, Bauarbeiter und Bergleute überall das Fundament für den Aufstieg gelegt hatten, strömten fortan Gastarbeiter. Sie sollten mit anpacken, sollten den steigenden Bedarf an Arbeitskräften decken. Zugesichert wurden ihnen Mindestlohn und Unterkunft, bleiben sollten sie aber maximal zwei Jahre.

Es war von Anfang an ein Missverständnis. Deutschland glaubte, die "Gäste" würden bald in die Heimat zurückgehen. Schon 1964 wurde die Zweijahresbegrenzung im Abkommen aufgegeben - und zwar auf Druck der Arbeitgeber, denen ein ständiger Wechsel der Arbeitnehmer zu aufwendig war. Von Integration sprach damals niemand und wollte sie auch nicht. Max Frisch brachte es bereits 1965 auf eine klare Formel: "Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen." Damit beschrieb der Schweizer Schriftsteller den Umgang seiner Landsleute mit italienischen Einwanderern; in Deutschland war es ganz ähnlich.

Lesen und schreiben unwichtig, Hauptsache gesund

Bis zum Anwerbestopp 1973 kamen allein aus der Türkei rund 700.000 Menschen in deutsche Unternehmen. In den zwölf Jahren zuvor hatten sich rund 2,7 Millionen Türken um einen Arbeitsplatz im fernen Deutschland beworben, doch nur ein Viertel kam tatsächlich. Ausgewählt wurden sie von einer Außenstelle des deutschen Arbeitsamtes in Istanbul und mussten strengen Kriterien genügen: Sie sollten möglichst Deutsch, Englisch oder Französisch sprechen, außerdem gesund und ledig sein.

"Deutschland suchte Arbeitnehmer für sehr gering qualifizierte Arbeiten", sagt der Paderborner Kulturwissenschaftler, der ein bilaterales Forschungsprojekt zu den türkisch-deutschen Beziehungen leitet. "Die Bewerber wurden in Istanbul medizinisch untersucht, auch die Zähne. Ob sie lesen und schreiben konnten, war überhaupt nicht wichtig."

Die meisten "Gastarbeiter" blieben - und holten ihre Familien nach, ins Einwanderungsland, das jahrzehntelang partout kein Einwanderungsland sein wollte. Heute leben rund drei Millionen Menschen türkischer Abstammung in Deutschland. Vor 30 Jahren waren bei den Kölner Ford-Werken schon mehr als 12.000 Türken beschäftigt. Auf Dauer in Deutschland zu bleiben, hatte Cözmez zunächst nicht geplant. "Ich habe hier gearbeitet, aber meine Gedanken waren in der Türkei", erzählt er. "Ich wollte etwas Geld verdienen, dann zurück nach Hause. Aber Deutschland ist ein schönes Land." Der Lebensstandard sei bis heute um so vieles besser als in seinem ostanatolischen Heimatdorf. Darum holte er 1980 seine Ehefrau und die fünf Kinder nach Köln.

"Behalten will ich beide Länder"

"Für uns begann ein völlig neues Leben", erinnert sich Sohn Mustafa, 47. Alles war anders: Sprache, Schule, die ganze Umgebung. "Das war anfangs sehr schwierig für uns." Nach und nach habe er neue Freunde gefunden, türkische und deutsche. Sein Traum: ein Medizinstudium. Doch stattdessen machte Mustafa Cözmez eine Schlosserlehre und ging dann als Produktionsarbeiter zu Ford. Seit 1997 ist er dort freigestellter Betriebsrat und sitzt für die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat des Unternehmens.

Mustafa Cözmez hat einen deutschen Pass, "aber seine Identität muss man behalten", meint er. "Ich denke Deutsch, ich schreibe Deutsch, ich lebe Deutsch-Türkisch." Seine Ehefrau stammt aus seinem Heimatdorf, er holte sie 1989 nach Köln. "Leider kann sie noch nicht gut Deutsch", sagt Mustafa Cözmez. Als sie einen Sprachkurs besuchen wollte, sei zu oft etwas dazwischengekommen.

Ganz anders sein Sohn Ahmet, der kürzlich eine Lehre als Kfz-Mechatroniker bei Ford begonnen hat - für den 16-Jährigen ist Deutsch die erste Sprache. "Türkisch ist schwer, aber mein Vater legt Wert darauf, dass ich es flüssig spreche." Alle zwei Jahre fährt Ahmet mit seinen Eltern zum Verwandtenbesuch in die Türkei. "Ein Leben dort kann ich mir nicht vorstellen", sagt er. "Ich fühle mich als Deutscher."

Ahmets Großvater Süleyman empfindet anders. "Ich bleibe Türke", so der 68-Jährige. "Das Heimatland ist wie eine Mutter. Die Türkei mein erstes Land und Deutschland mein zweites. Behalten will ich beide."

Petra Albers, dpa/jol>

========

n-tv online, Logo

17.8.2012: Imperialismus: Fast 50% der Türken in Deutschland wollen ein muslimisch dominiertes Deutschland

aus: n-tv online: Studie über Migranten in Deutschland: Viele Türken sind unzufrieden; 17.8.2012;
http://www.n-tv.de/politik/Viele-Tuerken-sind-unzufrieden-article6996871.html

<Im Jahr 2011 lebten etwa 1,6 Millionen türkische Staatsbürger in Deutschland.

Wie sehr lieben Türken ihre Heimat Deutschland? Einer Befragung zufolge fühlen sich immer mehr Migranten nicht besonders wohl. Fast die Hälfte wünscht sich demnach sogar, dass in Deutschland irgendwann mehr Muslime als Christen leben. Eine Umfrage birgt Sprengstoff - und zeigt die Zerrissenheit von Menschen, die in zwei Kulturen leben.

Türken in Deutschland haben laut einer repräsentativen Umfrage weniger starke Heimatgefühle für die Bundesrepublik als noch vor drei Jahren. Von rund 1000 Befragten über 15 Jahren mit und ohne deutschen Pass empfanden nur 15 Prozent eher Deutschland als ihre Heimat. 2009 war es noch ein gutes Fünftel gewesen. Die Türkei sahen in dieser Zeit dagegen konstant rund 40 Prozent eher als ihre Heimat an. Der Rest hatte für beide Länder Heimatgefühle. Mehr Menschen als früher würden aber gern in den nächsten Jahren in die Türkei zurückkehren.

[Imperialismus]
Auf den ersten Blick scheint die Umfrage sozialen Sprengstoff zu bergen: Fast die Hälfte der befragten Türken in Deutschland (46 Prozent) wünscht sich, dass in Deutschland irgendwann mehr Muslime als Christen wohnen. Für 72 Prozent ist der Islam die einzig wahre Religion. Mehr als die Hälfte der Interviewten stimmt auch der Aussage zu: "Ich bin am liebsten mit Türken zusammen".

[Diskriminierung]
16 Prozent antworten inzwischen, dass sie wegen ihrer türkischen Abstammung körperliche Angriffe erlebt haben. 2010 waren es nur die Hälfte. Und ein gutes Drittel glaubt, wegen einen türkischen Namens keinen Ausbildungsplatz bekommen zu haben.

Andererseits sagt eine deutliche Mehrheit der Befragten mit türkischen Wurzeln (78 Prozent), dass sie sich ohne Abstriche in die deutsche Gesellschaft integrieren und zu ihr dazugehören möchten. Mehr als 80 Prozent sehen die deutsche Sprache als Schlüssel dazu. Und stolze 95 Prozent der Befragten wollen ihre Kinder in deutschen Kindertagesstätten anmelden - nur eine Minderheit interessiert sich für Betreuungsgeld.

Leute zwischen zwei Welten

Dieses zerrissene Bild mag überraschen. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass die Debatte über die umstrittenen Äußerungen von Ex-Bundesbank-Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin (SPD) und die Morde der Neonazi-Terrorzelle NSU das Deutschlandbild von Türken in den vergangenen Jahren getrübt haben. "Das ist eine Vermutung", schränkt Info-Geschäftsführer Holger Liljeberg allerdings ein. Der öffentliche Druck auf die deutsch-türkische Community sei gewachsen, das Vertrauen in den deutschen Staat gesunken, ergänzt er.

Berlins ehemalige Ausländerbeauftragte Barbara John sieht in den oft widersprüchlichen Antworten jedoch keine Radikalisierung oder wachsende Gegenkultur von Türken in Deutschland. Sie hält die Hinwendung zur Religion und die Besinnung auf traditionelle Werte eher für die Abgrenzungsversuche - wie eine eigene Art von "Pop". "Es sind meist junge Leute zwischen zwei Welten", sagt sie. Wenn die Identitätssuche in Deutschland nicht funktioniere, suchten sie sich eine andere. Mit praktiziertem Islam habe das wenig zu tun.

Trotzdem können einige Antworten erschrecken. Fast ein Fünftel der Interviewten empfindet Juden als "minderwertige Menschen". Rund die Hälfte hält Homosexualität für einen Krankheit. Und deutlich mehr Befragte als 2009 (63 Prozent statt 56 Prozent) finden, dass Frauen vor der Ehe keinen Sex haben sollten.

Das Wetter ist schuld

Liljeberg gibt zu bedenken, dass diese verstärkte Moralisierung für eine Politisierung ausgenutzt werden könne. So hätten in der Umfrage fast die Hälfte der Interviewten (45 Prozent) die Koran-Verteilung durch die radikalislamische Gruppe der Salafisten gutgeheißen - rund ein Fünftel würde sogar dafür spenden.

Die Widersprüchlichkeit und Zerrissenheit der Antworten kann aber auch mit der Vielfalt der Gruppen von Türken in Deutschland zusammenhängen. Geschätzte zwei Millionen von ihnen sind über 15 Jahre alt. Längst nicht alle Befragten haben eine lange Vita in Deutschland. Nur ein Viertel ist hier geboren. Mehr als ein Drittel (38 Prozent) kam erst durch Heirat. "Es ist eine irrige Annahme, dass sich diese Community von Generation zu Generation weiterentwickelt", sagt Liljeberg. "Sie mischt sich immer wieder neu."

Und warum wollen Türken aus Deutschland häufiger als früher in ihre Heimat zurückkehren? Neben starken Heimatgefühlen (63 Prozent) antworten 40 Prozent: "Weil das Wetter dort schöner ist". Aber nur 10 Prozent würden gehen, weil sie mit Deutschland und den Deutschen nicht zurechtkommen.

Quelle: n-tv.de, dpa>

Kommentar

Die Hauptsache, die Deutsche und Türken trennt, nämlich der Unterschied zwischen einer aufgeklärt-menschenrechtlichen und einer muslimisch-steinzeitlichen Kultur, wurde nicht erwähnt.

Michael Palomino, 17.8.2012

========

Welt online, Logo

30.10.2012: <Umfrage: Türken schicken eine Milliarde Euro nach Hause> - Deutschlands indirekte Entwicklungshilfe an die Türkei

aus: Welt online; 30.10.2012;
http://www.welt.de/wirtschaft/article110382987/Tuerken-schicken-eine-Milliarde-Euro-nach-Hause.html

<In Deutschland erhalten laut Umfrage rund 17 Prozent der Menschen mit türkischen Wurzeln Hilfe vom Staat. Jeder Dritte schickt Geld nach Hause – pro Jahr fließt eine gewaltige Summe in die Türkei.

Nur eine Minderheit der in Deutschland lebenden Türken bezieht Sozialleistungen. Bei einer repräsentativen Umfrage des Instituts Info gaben 17 Prozent der Befragten mit türkischem Wurzeln an, in Deutschland Sozialleistungen zu erhalten, wie "Handelsblatt Online" berichtete. 57 Prozent verfügen demnach über eigenes Erwerbseinkommen.

Etwa jeder dritte Türke in Deutschland schickt laut der Umfrage regelmäßig oder zumindest hin und wieder Geld in die Heimat. Im Schnitt würde dabei pro Jahr und Person 1300 Euro in die Türkei transferiert, heißt es in der Studie. Hochgerechnet ist das laut der Studie etwa eine Milliarde Euro pro Jahr.

Große Bindung an die Heimat

Info begründete dies damit, dass die Bindung an die Heimat für viele Menschen mit türkischem Migrationshintergrund sehr groß sei. Dies führe zu einem "erheblichen Geld- und Warenverkehr zwischen Deutschland und der Türkei".

Fast jeder zweite Befragte gibt überdies an, Immobilienbesitz in Deutschland oder der Türkei zu haben. Auch von denjenigen, die hier Transferleistungen erhielten, hat mehr als ein Drittel Immobilienbesitz, 16 Prozent in Deutschland und 27 Prozent in der Türkei.

Für die Studie wurden mehr als 1000 Menschen mit türkischem Migrationshintergrund im gesamten Bundesgebiet befragt. Die Untersuchung zum Thema deutsch-türkische Lebens- und Wertewelten ist die dritte, die die Berliner Info GmbH und das Meinungsforschungsinstitut Liljeberg Research mit Sitz im türkischen Antalya seit 2009 vorgelegt haben.

dapd/cat>

========

Tagesspiegel online,
                          Logo

7.6.2016: Krimineller Erdogan hetzt mit 557 türkischen Organisationen in Deutschland gegen Deutsche
Einfluss der Türkei: Erdogans Lobby in Deutschland

http://www.tagesspiegel.de/themen/agenda/einfluss-der-tuerkei-erdogans-lobby-in-deutschland/13695612.html

<
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogang nimmt Einfluss auf die politische Debatte in Deutschland. Dabei kann er auf gut organisierte Unterstützer, auch in zwielichtigen Milieus, zählen.

von

Sie sind schon lange Anfeindungen ausgesetzt, die Gegner des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan. In der Türkei wie in Deutschland. Doch die Hasswelle, die hier jetzt türkischstämmige Regimekritiker überrollt, ist noch heftiger. Er werde als "Verräter, Armenierschwein, Hurensohn, armenischer Terrorist und sogar Nazi" beschimpft, sagte Grünenchef Cem Özdemir kurz vor der Resolution des Bundestags zum Völkermord des Osmanischen Reichs an den Armeniern im Ersten Weltkrieg. Inzwischen wird ihm und weiteren Abgeordneten sogar mit Mord gedroht, nachdem Erdogan die Parlamentarier als verlängerten Arm der kurdischen Terrororganisation PKK bezeichnet hatte. Aber Özdemir traut sich, über die Attacken zu sprechen. Andere Erdogan-Gegner haben den Mut nicht mehr.

Eine türkischstämmige SPD-Politikerin bittet den Tagesspiegel, ihren Namen nicht zu nennen. Auch nicht das Bundesland, in dem sie aktiv ist. Die Flut von Hassmails mit Drohungen und obszönen Beleidigungen hat die Frau so verängstigt, dass sie sich zu Erdogan und Armenien und weiteren Reizthemen erst mal nicht mehr öffentlich äußert. Sie meidet sogar Straßen, in denen Erdogan-Sympathisanten und andere Nationalisten sie erkennen könnten.

Die extremen Emotionen bei den Gegnern der Armenien-Resolution sind ein Indiz für ein zunehmend raueres Klima in der türkischen Community. Da breitet sich eine nationalistisch-islamistische Szene aus, die Andersdenkende massiv unter Druck setzt. Analog zu den autoritär aggressiven Tendenzen der türkischen Regierung. Allerdings machen auch einige Erdogan-Gegner, vor allem die PKK, bei der Eskalation kräftig mit. Doch die Szene der Erdogan-Fans und die um sie wabernden Milieus, bis hin zu Rechtsextremisten und Rockern, ist größer.

Kraftzentrum des Geflechts sind Organisationen und Institutionen, die um einen seriösen Ruf bemüht sind – eine Distanzierung von der Hetze gegen Cem Özdemir und andere ist jedoch nicht zu erkennen.

557 Organisationen haben einen Protestbrief an Bundestagsabgeordnete unterschrieben

Die "Union Türkisch-Europäischer Demokraten (UETD)" tritt, flankiert von Erdogan-treuen Medien, als Lobbyist der türkischen Regierungspartei AKP auf. Das Selbstverständnis klingt trotz einer meist gemäßigten Sprache auf ihrer Homepage totalitär. "Die UETD ist eine gemeinnützige und überparteiliche Organisation aller in Europa lebenden türkischen und türkisch-stämmigen Bürgerinnen und Bürger. Sie vertritt die Interessen von rund sieben Millionen EU-Bürgerinnen ("und -Bürgern" fehlt) türkischen Ursprungs, von denen alleine mehr als drei Millionen in Deutschland leben", verkündet der Vorstandsvorsitzende Zafer Sirakaya. So werden alle türkischstämmigen Migranten in der EU von der UETD und damit indirekt von Erdogans AKP vereinnahmt. Ungefragt. Wer aus der Türkei kommt, gehört zur UETD.

Die Allmachtsfantasie passt zum Auftritt Erdogans 2008 in Köln. Bei einer Veranstaltung in der Köln-Arena, organisiert von der UETD, rief der damalige Ministerpräsident 20.000 "Brüdern und Schwestern" zu, Assimilation sei "ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit". Ein Türke hat im Ausland ein Türke zu bleiben. Und damit im Einflussbereich der UETD.

Konsequent steht sie denn auch auf Platz eins in der Liste der 557 Organisationen, die den Brief unterzeichnet haben, der vor der Armenien-Resolution an alle Bundestagsabgeordneten ging. "Ein solcher, auf politischen Motiven basierender Beschluss würde auch die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei tiefstens erschüttern", steht da in fetten Buchstaben. Beim Blick auf die lange Liste der Unterzeichner ist zu ahnen, welchem psychischen Druck vor allem die türkischstämmigen Abgeordneten ausgesetzt werden sollten. Als wäre ihre Stimme für die Resolution eine gegen Türken an sich.

Kritik an Erdogan ist unbekannt

Auf Platz zwei der Liste findet sich die "Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion e. V. (Ditib)". Sie ist der vom türkischen Staat gelenkte Dachverband von etwa 900 Moscheevereinen in Deutschland. Kritik an Erdogan ist unbekannt und wäre auch überraschend – der türkische Staat schickt regelmäßig handverlesene "Hodschas" (Vorbeter). Die Unterzeichnung des Briefs gegen die Armenien-Resolution zeugt denn auch von Linientreue. Und sie hat Wucht. Die Ditib-Moscheen sind die zentrale religiöse Instanz der sunnitischen Türken.

Weit oben auf der Liste steht auch die "Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG)". Das Bundesamt für Verfassungsschutz bescheinigt ihr in Teilen eine extremistische Zielsetzung. Generalsekretär war bis 2015 Mustafa Yeneroglu, einer der eifrigsten Erdogan-Propagandisten. Heute sitzt er für die AKP im türkischen Parlament. Ende Mai antwortete er in der Talkshow von Anne Will auf ihre Frage, ob Erdogan ein "lupenreiner Demokrat" sei, wie aus der Pistole geschossen: "Selbstverständlich!" Und es stelle sich "die Frage des Ein-Mann-Systems in keinster Weise".

Ein weiterer Lautsprecher pro Erdogan ist der deutsch-türkische Unternehmer Remzi Aru. Vor zwei Wochen behauptete er in der Talkshow von Sandra Maischberger, wenn es einen "kurdischen Helden" gebe, dann sei das "Erdogan selbst". Der Spruch klingt angesichts der Kämpfe in den türkischen Kurdengebieten zynisch, doch er passt zur Agitation von Aru und dessen Umfeld. Auf Arus Website wird die Linken-Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen, die auch in der Sendung saß, als "Terrormoppel" beleidigt. Und Aru versucht, für seine Propaganda einen Bundestagsabgeordneten der CDU einzuspannen. Beim Online-Portal "nachrichtenexpress" präsentierte er im Mai ein "Interview" mit Oliver Wittke, Ex-Oberbürgermeister von Gelsenkirchen. Er soll gesagt haben, "die Türkei ist das einzige demokratische islamische Land". Als Aru von Medienkampagnen gegen Putin und Erdogan sprach, soll Wittke geantwortet haben: "Es wird jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Verantwortungsvolle Politiker sollten diesen Trend nicht auch noch verstärken."

Sicherheitskreise bescheinigen manchen Organisationen ein erhebliches Einschüchterungspotenzial

Als der Tagesspiegel nachfragt, wird Wittke wütend. Das Interview sei "teilweise falsch" und nicht autorisiert. Wittke betont, er würde die Türkei nur "halbwegs demokratisch" nennen. Von Aru ist kein Statement zu bekommen.

Ein weiterer glühender Erdogan-Anhänger mit Einfluss in der Szene in Deutschland ist der Security-Unternehmer Timur Yüksek. Auf seiner Homepage findet sich neben Fotos vom Auftritt bei Protesten in der Bundesrepublik auch das Bild eines Berliner Polizisten, der den Wolfsgruß zeigt, das Erkennungszeichen der rechtsextremen "Grauen Wölfe". Die Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat Innensenator Frank Henkel (CDU) eine Anfrage geschickt, die Antwort steht noch aus.

Die "Grauen Wölfe" zählen zum Spektrum der Nationalisten, das nicht eindeutig dem Erdogan-Lager zuzurechnen ist, aber parallel agitiert und teilweise martialisch auftritt. Sicherheitskreise bescheinigen Organisationen wie "Deutsches Neue Türken Komitee (AYTK)", "Turan e. V.", "Boxclub Osmanen Germania" und der Rockertruppe "Turkos MC" ein beträchtliches Einschüchterungspotenzial.

Die Umtriebe der Erdogan-Anhänger und weiterer Nationalisten hält Kader Konuk für einen Angriff auf die Demokratie. "Wir brauchen in Deutschland ein viel größeres Bewusstsein dafür, wie versucht wird, die Meinungsfreiheit und auch die Freiheit der Wissenschaft einzuschränken", sagt die Leiterin des Instituts für Turkistik an der Universität Duisburg-Essen. Sie war selbst Anfeindungen ausgesetzt und sieht als Drahtzieher auch türkische Diplomaten. Meinungsfreiheit und Wissenschaftsfreiheit, betont Konuk, "müssen vor den Interessen ausländischer Regierungen wie denen der Türkei geschützt werden".>

========

Hamburger Abendblatt
                          online, Logo

26.10.2016: <Türkischer Elternbund-Chef in D hetzt gegen Deutsche>
http://www.abendblatt.de/nachrichten/article208495077/Tuerkischer-Elternbund-Chef-hetzt-gegen-Deutsche.html

<von Oliver Schirg

Aufsichtsrat des türkischen Vereins in Hamburg beschmipft auch Politiker. Grund der Wut ist Armenienresolution des Bundestags.

Hamburg.  Ein leitender Funktionär des Türkischen Elternbunds in Hamburg soll einem Bericht des Hamburg Journals im NDR-Fernsehen zufolge auf Facebook offen gegen Deutschland gehetzt haben. Offenbar als Reaktion auf die Armenienresolution des Deutschen Bundestages habe Malik Karabulut, Mitglied des Aufsichtsrats des Vereins, geschrieben: "Diese Schlampe mit dem Namen Deutschland hat uns den Krieg erklärt – und wir schweigen immer noch." Zudem soll er in seinem Eintrag die Deutschen als "Köterrasse" bezeichnet und erklärt haben: "Ab jetzt könnt ihr was erleben." Der Bundestag hatte am im Juni die Resolution "Erinnerung und Gedenken an den Völkermord" an Armeniern und anderen christlichen Minderheiten in den Jahren 1915/1916 verabschiedet.

CDU-Vize-Fraktionschefin ist empört

Der Türkische Elternbund Hamburg schreibt auf seiner Internetseite, der Verein "setzt sich entschieden gegen jede Diskriminierung nach Rasse, Sprache, Religion oder Geschlecht ein". Zudem bemühe man sich um eine "zusätzliche sprachliche Förderung der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund". Ferner erklärte der Verband, er wolle seine Bildungs- und Informationsoffensive – insbesondere für die Schüler mit Migrationshintergrund – in den Punkten Schul-, Berufs- und Universitätsausbildung ausbauen.

Der NDR habe Herrn Karabulut, der sich im Jahr 2011 für die Grünen um ein Bürgerschaftsmandat beworben haben soll, mehrfach um eine Stellungnahme gebeten, heißt es in dem Bericht. "Bis heute allerdings vergeblich." Die Schulbehörde wiederum erklärte, es gebe keine Kooperationen oder Erfahrungen mit dem Türkischen Elternbund.

Der Verein sei Mitglied der Türkischen Gemeinde Hamburgs (TGH), berichtet der NDR weiter. Allerdings habe sich die TGH nur zurückhaltend zu den Äußerungen von Karabulut geäußert. Bei rund 2000 Mitgliedern sehe man sich "außerstande, jeden Kommentar aufzugreifen und zu kommentieren".

Karin Prien, stellvertretende CDU-Fraktionschefin, zeigte sich empört über die Aussagen. Es sei nicht hinnehmbar, "dass ein Vertreter eines Integrationspartners der Stadt Hamburg sich so über uns, über uns Deutsche und Hamburger äußert", sagte sie.

Die Politikerin hatte Anfang September den rot-grünen Senat aufgefordert, die Zusammenarbeit mit dem türkisch-islamischen Dachverband Ditib zu unterbrechen. Anlass war eine entsprechende Entscheidung von Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD). Grund war die Affäre über einen von der türkischen Religionsbehörde Diyanet publizierten Comic, in dem der Märtyrertod verherrlicht wird.

In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage von Karin Prien erklärte der Senat unlängst zur Zusammenarbeit mit Ditib lediglich, diese sei "konstruktiv und vertrauensvoll".


========

Shortnews.de online, Logo

1.11.2016: <Familienzusammenführung endet mit Dreifachmord: Vater flieht in die Türkei>
http://www.shortnews.de/id/1213723/familienzusammenfuehrung-endet-mit-dreifachmord-vater-flieht-in-die-tuerkei#

[Die Nachricht wurde zensiert und ist schon am 17.12.2016 nicht mehr angezeigt].

========

Der Westen
                      WAZ online, Logo

2016-11-07 <Entsetzen über Brandanschlag auf türkisches Café in Essen>
http://www.derwesten.de/staedte/essen/entsetzen-ueber-brandanschlag-auf-tuerkisches-cafe-in-essen-id12335975.html
  • <Erst wurden die Scheiben beschossen, dann flog laut Polizei „mindestens ein Molotow-Cocktail“
  • Ein 19- und ein 23-Jähriger in U-Haft. Der Vorwurf: schwere Brandstiftung und versuchter Totschlag
  • Auf einem nahegelegenen Kita-Spielplatz wurde die Tat im Dunkeln vorbereitet

Essen.. Die Spuren des Feuers im Lokal, sie sind vielleicht nicht groß der Rede Wert. Doch das Entsetzen wiegt umso schwerer, nachdem ein türkisches Café an der Hubertstraße im Krayer Norden am späten Freitagabend Ziel eines Brandanschlags geworden ist. Sieben Personen hielten sich gegen 22 Uhr dort auf, als erst Geschosse die Scheiben durchschlugen und dann laut Polizei „mindestens ein Molotow-Cocktail“ ins Innere geworfen wurde.

Die Sache ging glimpflich aus, nur ein Gast erlitt leichte Verletzungen bei dem Versuch, die Flammen zu löschen. Dass die Polizei bereits kurz nach der Tat zwei junge Deutsche kurdischer Abstimmung als mutmaßliche Täter festnahm, nährt bei Beobachtern die Vermutung, der Krayer Norden könne da unversehens über Nacht zum Austragungsort eines internationalen Konflikts geworden sein.

Für Linken-Ratsherr Yilmaz Gültekin keine Überraschung

Yilmaz Gültekin, Linken-Ratsherr aus Steele und selbst Kurde aus dem Südosten der Türkei, sieht das so, und für ihn war diese Form der Eskalation nur eine Frage der Zeit. Er weiß von Übergriffen radikaler Banden zu erzählen und davon, dass es auch in Essen längst gang und gäbe ist, in manchen Moscheen wie auf dem Großmarkt, vor dem Umgang mit Kurden zu warnen: „Es gibt regelrechte Namenslisten. Kauft nicht bei denen, heißt es dann“, so der 29-jährige Gültekin, der in den letzten Tagen selbst an einigen Demonstrationen teilnahm, um gegen die Welle der Verhaftungen von türkischen Oppositionellen mobil zu machen: In der Nacht zum Freitag marschierten sie zum Hauptbahnhof, tags darauf versammelten sie sich zur Mittagszeit am türkischen Generalkonsulat.

Ob die beiden mutmaßlichen Täter, ein 19- und ein 23-Jähriger, aus ihrer Mitte stammen, weiß Gültekin an diesem Sonntagnachmittag noch nicht. Mindestens einer von ihnen stammt aus Essen, so viel ist klar, aber es gibt rund 7000 bis 8000 Kurden in der Stadt.

„Wer sich so verhält, der kann keinen Integrationskurs bestehen“

Für Oberbürgermeister Thomas Kufen ist nur so viel klar: „Wer sich so verhält, der kann keinen Integrationskurs bestehen.“ Er habe, so der OB auf Anfrage, „null Verständnis dafür, wenn auf unseren Straßen in Essen Konflikte aus anderen Ländern ausgetragen werden.“ Umso dankbarer zeigte sich das Stadtoberhaupt, dass es der Polizei und dem eingeschalteten Landeskriminalamt offenbar sehr schnell gelang, die mutmaßlichen Täter dingfest zu machen: „Das war gute Arbeit.“

Wie man ihnen auf die Spur kam, darüber hüllte sich die Polizei gestern in Schweigen: Auf einem Kita-Gelände soll der Anschlag in der Dunkelheit vorbereitet worden sein, die „Antreffsituation und widersprüchliche Aussagen“ machten das Duo nach der Tat verdächtig. Den beiden jungen Leuten wird nun schwere Brandstiftung und versuchter Totschlag vorgeworfen.

Dass damit Ruhe einkehrt, mag der kurdische Ratsherr Gültekin gleichwohl nicht glauben: Er warnt vor Nachahmern, die Stimmung sei danach, auch wenn er und seine Polit-Mitstreiter mahnen, gewaltfrei zu bleiben: „Gewalttätig zu werden ist unschön, wir sollten das hier alles friedlich lösen können.“>

========

Neue türkische Asylanten aus der Türkei-Opposition in Deutschland:

20 minuten online, Logo

8.11.2016: <Neues Medium geplant: «Cumhuriyet»-Chef macht in Deutschland weiter>
http://www.20min.ch/ausland/news/story/12877250

<Der ehemalige Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung «Cumhuriyet», Can Dündar, hat neue Pläne. Zudem hat die Stadt Paris den in seiner Heimat Verfolgten geehrt.

Der frühere Chefredaktor der regierungskritischen türkischen Zeitung «Cumhuriyet», Can Dündar, will in Deutschland ein neues Medium gründen, um über die Lage in der Türkei zu informieren. Weil er in seiner Heimat juristisch verfolgt wird, lebt er seit Juli in Deutschland.

«Es gibt hunderte türkische Journalisten, die aufgrund der jüngsten Repressionen ohne Arbeit sind», sagte Dündar heute der Nachrichtenagentur AFP in Strassburg. «Gemeinsam können wir etwas tun, um der Regierung zu zeigen, dass sie die Journalisten nicht daran hindern kann, Informationen zu verbreiten.»

Empfang in Berlin,...

Dündar war im Mai nach der Veröffentlichung eines Artikels über Waffenlieferungen des türkischen Geheimdienstes an die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien zu fünf Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden. Im Februar wurde er bis zum Berufungsverfahren auf freien Fuss gesetzt. Im Juli verliess Dündar die Türkei und lebt seither in Deutschland.

Am Montag, nach weiteren Verhaftungen von Journalisten in der Türkei, wurde er von Bundespräsident Joachim Gauck in Berlin am Amtssitz Schloss Bellevue empfangen.

...Ehrenbürger von Paris

Die Stadt Paris hat den in seiner Heimat verfolgten türkischen Journalisten zum Ehrenbürger ernannt. Dündar sei ein Verteidiger der Meinungsfreiheit, teilte Bürgermeisterin Anne Hidalgo heute in der französischen Hauptstadt mit.

(nag/sda)>

========

Der Standard online, Logo

12.11.2016: <25.000 bei Anti-Erdogan-Demo in Köln>

http://derstandard.at/2000047441217/25-000-bei-Anti-Erdogan-Demo-in-Koeln


12. November 2016, 16:25 30 Postings

<Scharmützel mit der Polizei

Köln – Etwa 25.000 Aleviten und Kurden haben am Samstag in Köln gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan demonstriert. Außerhalb des Kundgebungsgeländes kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. Ein Mann, der zu einer Gruppe von etwa 120 Kurden gehörte, hatte einen Feuerwerkskörper gezündet.

Als er daraufhin von Polizisten angesprochen worden sei, sei er zusammen mit anderen auf die Beamten losgegangen, berichtete ein Polizeisprecher. Eine Polizistin wurde dabei an der Hand verletzt, es wurden Flaschen und Steine geworfen.

Eine zweite Gruppe von Kurden versuchte daraufhin offenbar, der ersten zu Hilfe zu kommen. Die Polizei setzte Schlagstock und Pfefferspray ein, um sie zurückzuhalten. Auch eine Reiterstaffel und ein Wasserwerfer wurden in Stellung gebracht, aber nicht eingesetzt. Anschließend nahm die Polizei die Personalen der Beteiligten auf. Der Mann, der den Feuerwerkskörper geworfen hatte, wurde in Gewahrsam genommen. Eine Handvoll Kurden bekam Anzeigen wegen des Zeigens verbotener politischer Symbole. Viele Demonstranten schwenkten Fahnen mit dem Bild des Führers der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan. Diese Fahnen sind nach Polizei-Angaben aber erlaubt. (APA, 12.11.2016)>

========

Islamnixgut online, Logo

Berlin 1.12.2016: <Schockierende Zahlen: 75 Prozent der Türken in Berlin haben keinen Schulabschluß>
https://nixgut.wordpress.com/2015/09/06/schockierende-zahlen-75-prozent-der-trken-in-berlin-haben-keinen-schulabschlu/

75 Prozent der Migranten türkischer Herkunft haben keinen Schulabschluss, fast jeder zweite ist arbeitslos. Eine Studie zeigt, dass es Migranten in Berlin besonders schwer haben, einen Job zu finden.

Jeder zweite Berliner türkischer Herkunft lebt von Sozialleistungen. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor, die heute veröffentlicht wird. Allein die Arbeitslosenquote der türkischstämmigen Migranten liegt demnach bei 44 Prozent. "Das Problem ist bei dieser Gruppe deshalb so gravierend, weil drei Viertel keinen Schulabschluss nachweisen können. Das ist dramatisch", sagte Karl Brenke, der die Studie verfasst hat, am Dienstag zur taz. >>> weiterlesen

Meine Meinung:

Wenn 75 % der Türken in Berlin keinen Schulabschluss haben und jeder zweite Türke in Berlin von Hartz IV lebt, wenn weiterhin etwa 60 Prozent der Kinder in Berlin einen Migrationshintergrund haben, die später vermutlich ebenfalls zum Großteil keinen Schulabschluss und keine Arbeit haben werden, dann erzähle mir bitte jemand, wie man das Sozialsystem weiter aufrecht erhalten will? Das Sozialsystem wird vermutlich in den nächsten Jahren immer weiter abgebaut, weil immer weniger Menschen in das Sozialsystem einzahlen. Irgendwann wird das Sozialsystem vermutlich ganz zusammenbrechen.

Dann verlieren die Menschen ihre Wohnung, weil sie die Miete nicht mehr bezahlen können und sie leben auf der Straße. Natürlich erhalten sie auch keine Gesundheitsleistungen mehr, weil sie kein Geld haben, um den Arztbesuch zu bezahlen. Sie ernähren sich aus den Mülltonnen, wie dies heute in den USA geschieht, denn auch dort gibt es so gut wie keine Sozialhilfe.

Das ist das Ergebnis der schönen bunten Multikultiwelt, über die sich die meisten Menschen keine Gedanken machen, weil sie, wie im Beitrag unten auf dieser Seite beschrieben (Gehirnforschung), in einer Traumwelt leben, die man als "unrealistisch optimistisch" beschreiben kann, weil die Menschen negative Entwicklungen nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Das ändert nichts daran, daß diese Entwicklungen stattfinden und die Menschen früher oder später mit der Realität konfrontiert werden.

Das gleiche kann man bei der Einwanderungspolitik und ihren Folgen beobachten. Jahrelang hat man den Menschen mitzuteilen versucht, welche negativen Folgen die Einwanderung und die Islamisierung hat. Es hat die Menschen einfach nicht interessiert. Sie haben die Augen davor verschlossen. Jetzt, wo sich die Einwanderung Bahn bricht und die Migranten in Massen nach Deutschland kommen, werden die Menschen immer stärker mit diesen Problemen konfrontiert, weil in vielen Fällen gleich direkt um die Ecke oder vielleicht sogar vor der eigenen Haustür ein Flüchtlingsheim aufgebaut wird.

Hätten sie sich früher dafür interessiert, dann hätte man diese Entwicklung vielleicht sogar stoppen können, indem man eben nicht die etablierten Parteien wählt, die sich für die Masseneinwanderung einsetzen. Aber in Deutschland wachen die Menschen erst auf, wenn sie direkt mit diesen Problemen konfrontiert werden. Und die Kinder der neu ankommenden Migranten werden vermutlich ebenfalls schlechte Schulabschlüsse oder gar keine Schulabschlüsse haben, weil die Politik viel zu wenig Nachdruck auf einen regelmäßigen Schulbesuch legt.

Über das Verhalten dieser Kinder gibt es auch nicht sehr viel Gutes zu berichten. In Hamburg z.B. hat die Gewalt an den Schulen im Jahre 2014 um etwa 73 Prozent zugenommen. Diejenigen, die sich nicht an die Schulordnung halten, dürften in erster Linie Migranten sein. Aber das wagt natürlich niemand auszusprechen. Und so lange dies so ist und ein Verstoß gegen die Schulordnung keine wirklichen Konsequenzen hat, wird sich nichts an der Situation ändern, im Gegenteil, sie wird sich weiter verschlimmern. Hauptverantwortlich dafür sehe ich die linken und sozialdemokratischen Politiker, die stets versuchen, die Probleme unter den Teppich zu kehren, anstatt über geeignete Lösungen nachzudenken.

thomasgreiner [#40] schreibt:

• 750 % Zuwachs der Muslime in Deutschland seit 1972
• Seit 1972 stiegt die Anzahl der Muslime um 8.400 jeden Monat
• 10.000 weitere Muslime kommen jeden Monat von 2015 bis 2030 in Deutschland hinzu
• 130% höhere Arbeitslosenrate der Türken gegenüber den Deutschen
• 90% der Libanesen in Deutschland leben von Hartz4
• 80% der Raubtaten in Berlin werden von Ausländern begangen
• 75% der Türken in Berlin haben keinen Schulabschluss
• 50% der Neugeborenen in Berlin sind Ausländer
• 44% der Türken in Berlin sind arbeitslos
• 40% höhere Geburtenrate der Türken gegenüber den Deutschen

Alle Fakten sind aus seriösen deutschen Quellen (u.a. TAZ, ZDF, Morgenpost etc.) und stellen somit keine Straftat nach § 130 StGB (Volksverhetzung) dar; Wäre ja noch schöner, wenn das Verbreiten von Fakten eine Volksverhetzung darstellen würde. Alle Fakten können auf folgendem Twitter-Account nachgelesen werden.

thomasgreiner [#140] schreibt:

Jeder Ausländer der bei uns aufgenommen wird, kann uns bis zu 540.000 Euro und mehr kosten: Hartz4: 900 Euro x 12 Monate x 50 Jahre = 540.000 Euro. Schaffen es 100.000 Ausländer in unsere Sozialsysteme, dann reden wir hier von 54 Milliarden Euro auf Kosten des deutschen Staates. Zzgl. freie ärztliche Versorgung auf höchstem Niveau ein Leben lang kostenlos. Frage: In welchem Land der Erde kann ein Mensch 540.000,00 Euro fürs Nichtstun erhalten und jederzeit kostenlos zu einem Arzt oder ins Krankenhaus gehen? Beantworten Sie mir bitte diese eine Frage! Alles gratis ein Leben lang für Jeden der es schafft hier leben zu dürfen.

• Kostenlos zum Arzt gehen
• Kostenlos ins Krankenhaus gehen
• Kostenloses Wasser aus dem Wasserhahn
• Kostenlose Wohnung
• Kostenloses Essen
• Kostenlose Kleidung
• Kostenlose Möbel
• Einen Supermarkt um die Ecke
• Kostenlos Fernsehen
• Kostenlos Radio hören
• Kostenlos die Heizung aufdrehen
• Jeden Tag kostenlos Baden können
• Jeden Tag ausschlafen können
• Jeden herrlichen Sommertag ohne Arbeit genießen
• Keine 170 Stunden pro Monat von Zuhause entfernt
• Kein Pendeln zum Arbeitsplatz; oftmals 2 Stunden tägl.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache.
• 50% der Türken in Berlin sind arbeitslos
• 75% der Türken in Berlin haben keinen Schulabschluss


Video: Berlin: Türken: 75% keinen Schulabschluss – 50 % keinen Arbeitsplatz (05:30)

Noch ein klein wenig OT:

Gehirnforschung: 80% der Menschen können besorgniserregende Meldungen überhaupt nicht verarbeiten

Wenn Sie Ihre Mitmenschen wieder einmal auf reale und besorgniserregende Sachverhalte aufmerksam machen wollen, während diese sich nicht darum zu scheren scheinen, das von Ihnen Gesagte als Schwarzmalerei beiseite wischen und sich stattdessen „unterhaltsameren“ Dingen zuwenden – Seien Sie beruhigt, das hat nichts mit Ihnen zu tun!

Die Mehrheit der Bevölkerung lebt laut jüngster Erkenntnisse der Gehirnforschung [nature.com] in einer Fantasiewelt, die auch als „unrealistischer Optimismus“ bezeichnet wird. Kurzum: Der Stirnlappen (präfrontaler Cortex) wird einfach heruntergefahren, wenn Meldungen herein flattern, die sich nicht mit ihrer Wohlfühlwelt vereinbaren lassen.

>>> weiterlesen

Siehe auch:

Thomas Böhm: Eine Islamisierung findet nicht statt? – von wegen!

Roger Köppel: Wir können nicht ganz Afrika aufnehmen

Prof. Dr. Dr. Gunnar Heinsohn über Völkerwanderungen und Migrationsströme

Schweiz: 91 Prozent der Eritreer und 84 Prozent der Iraner beziehen Sozialhilfe

Berlin: Die Geister, die sie riefen: Ausländergewalt verunsichert die linke Szene

Die Masseneinwanderung zerstört Europa>


========

Sputnik-Ticker online,Logo

24.8.2017: Deutsch-Türken in Berlin: Meistens auf Hartz IV und wählt Analphabetenparteien SPD und Grüne
Wen Berlins Deutsch-Türken wählen – und was sie von Erdoğans „Wahlempfehlung“ halten
https://de.sputniknews.com/politik/20170824317157692-wen-berlins-deutsch-tuerken-waehlen-und-was-sie-von-erdogans-wahlempfehlung-halten/

"Deutsch-Türken wählen SPD und Grüne – dies hat eine Sputnik-Umfrage zur Bundestagswahl auf den Straßen in „Kreuzkölln“ (Berlin) ergeben. Und das - trotz der Forderung des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan, etablierte Parteien nicht zu wählen. Aber auch Erdogan- Befürworter sowie noch Unentschlossene und Nicht-Wähler kamen zu Wort.

Zwischen den Berliner Stadtteilen Kreuzberg und Neukölln liegt das von den Berlinern liebevoll genannte „Kreuzkölln“. Hier leben sehr viele türkischstämmige Deutsche. Hier, zwischen Kottbusser Tor und Hermannplatz,  war Sputnik-Korrespondent Alexander Boos unterwegs, um den Deutsch-Türken folgende Fragen zu stellen: Wen wählt ihr denn nun? Und: Beeinflusst Euch die Wahlempfehlung Erdoğans bei Eurer Entscheidung?

"Wählt auf keinen Fall CDU, SPD und die Grünen bei der Bundestagswahl, das sind die Feinde der Türkei" – so lautete nämlich der Aufruf von Staatspräsident  Erdoğan vor einigen Tagen an die in Deutschland lebenden Türken im Vorfeld der bevorstehenden Bundestagswahl am 24. September.

Deutsch-Türken stimmen für…

„Ich wähle die SPD, auf jeden Fall“, lautete die direkte Antwort eines deutsch-türkischen Mannes. Ein junger Deutsch-Türke sagte: „Es ist eine Wackelsituation. Merkel ist eine sehr starke Wackelkandidatin, allein wegen der Asyl-Politik. Frau Merkel hat vieles nicht mehr im Griff. Und da tendiere ich auf (den SPD-Kanzlerkandidaten) Herrn Schulz.“ 

„Wenn ich Zeit hätte, würde ich die Grünen wählen“, sagte eine junge Frau. „Erdoğan interessiert mich nicht.“ Sie lebe in Deutschland, habe den deutschen Pass. „Wir leben hier in Deutschland, nicht in der Türkei. Ich finde nicht gut, dass er sich einmischt.“

„Meiner Meinung nach sind die Aussagen von Erdoğan der größte Schwachsinn“, kommentierte ein weiterer junger Deutsch-Türke. „Er hat in Deutschland allgemein nichts zu sagen. Seine Politik in der Türkei gleicht einer Diktatur.“ Religion habe seiner Meinung nach in der Politik nichts zu suchen. „Ich bin gespannt, wann das die Leute realisieren und umsetzen werden.“

Eine junge türkische Frau sagte: „Ehrlich gesagt, was Erdoğan denkt, das interessiert mich nicht. Das ist meine Meinung, deswegen kann ich wählen, wen ich möchte.“ Ihre Freundin fügte hinzu: „Ich kann dazu nur sagen: Ich lebe in Deutschland, hier gilt das deutsche Recht. Er hat hier nichts zu sagen.“

Pro Erdoğan: „Er hat recht: Ich wähle definitiv nicht die Altparteien“

Ein bekennender Erdoğan-Anhänger, deutscher Staatsbürger türkischer Herkunft, sagte: „Entschieden habe ich mich noch nicht, aber es werden definitiv nicht die Altparteien sein.“ Er werde nicht CDU, SPD, FDP oder Grüne wählen, erklärte er weiter. Er könne die Aussagen Erdoğans nachvollziehen. „Da gibt es diverse Hintergründe für diese Aussage. Es wird schon seinen Grund haben, warum er das gesagt hat. Ich liege voll auf Linie mit ihm.“ Auch er kritisiert, wie der türkische Staatspräsident, Hetze gegen Türken und die Einmischung westlicher Staaten in die innenpolitischen Angelegenheiten der Türkei. Er sei außerdem mit „vielen Dingen in der deutschen Außenpolitik unzufrieden. Es geht ja nicht nur um die Türkei.“

Für einen türkischen Staatsbürger sei die Aussage des Präsidenten nur allzu verständlich. „Die deutsche Politik hat zuerst angefangen, mit der Türkei zu streiten.“ Die Wahlempfehlung wird von ihm auch als Nachspiel für die mittlerweile auf Eis liegenden EU-Türkei-Beitrittsverhandlungen gesehen.

Unentschlossene und Nicht-Wähler

„Generell wähle ich schon, aber ich denke, dass ich das dieses Jahr eventuell nicht machen werde“, so eine junge Deutsch-Türkin. Ihre Stimme sei etwas Wichtiges, deshalb „möchte ich einfach nicht willkürlich meine Stimme abgeben, habe mich zu wenig mit den Parteien in diesem Jahr beschäftigt“.

Eine andere junge deutsch-türkische Frau betonte: „Ich wähle keinen! Warum? Weil es nichts bringt!“. Ein weiterer junger deutscher Türke meinte bei der Umfrage: „Also, ich gehe nicht wählen. Ich sehe da irgendwie keine Wahl. Ich denke nicht, dass meine Stimme etwas ausrichten könnte.“"

========

Sputnik-Ticker online,Logo

19.9.2017: 196 verfolgte Türken erhalten Asyl in Deutschland - deutsche Sanktionen gegen den kriminellen Erdogan werden kommen
200 Türken mit Diplomatenpass erhalten Asyl in Deutschland
https://de.sputniknews.com/politik/20170919317488910-tuerken-diplomatenpass-asyl-deutschland/

<Seit dem misslungenen Putschversuch in der Türkei im Juli 2016 haben etwa 200 türkische Bürger mit Diplomatenpass Asyl in Deutschland bekommen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur DPA unter Berufung auf das Bundesinnenministerium.

Demnach sind insgesamt etwa 250 Asylanträge gestellt und fast 80 Prozent davon bis Mitte September bewilligt worden. Unter den Asylbewerbern seien auch die Familienangehörigen der Diplomaten gewesen.

Die Zahl der Asylsuchenden  aus der Türkei hat in den letzten Monaten wesentlich zugenommen. Der Meldung zufolge kam sie im August auf 962. Das sind etwa 300 mehr als es noch im Juli waren.

Die Linke-Abgeordnete Sevim Dagdelen hat  von einer „explodierenden Zahl“ gesprochen und betont, dass “eine radikale Wende in der Türkeipolitik der Bundesregierung überfällig ist“.

„Es kann nicht angehen, dass einerseits 196 türkische Diplomaten in Deutschland Asyl erhalten, aber andererseits bei der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit mit dem Nato-Land und EU-Beitrittskandidat Türkei weiter ‚business as usual' gilt“, so die Politikerin.

Im Laufe des letzten Jahres ist es zu einer deutlichen Verschlechterung der Beziehungen zwischen Ankara und Berlin gekommen. Im April dieses Jahres fand in der Türkei ein Verfassungsreferendum statt, aus dem die Anhänger des Übergangs von der parlamentarischen zur präsidialen Regierungsform als Sieger hervorgingen. Das Referendum wurde in Deutschland heftig kritisiert. Erdogan wurde vorgeworfen, die Demokratie in der Türkei abzuschaffen.

Dem folgten Auftrittsverbote für türkische Politiker in Deutschland auf der einen Seite sowie Besuchsverbote für Bundestagsabgeordnete bei den deutschen Soldaten im türkischen Konya auf der anderen.>

========



26.10.2017: Türken wollen Deutschland haben
Deutschland ist unser Land sagen Türken
http://www.silesia-schlesien.com/index.php?option=com_content&view=article&id=468:deutschland-ist-unser-land-sagen-die-tuerken&catid=38:beitraege

Durch die Gnade Allahs leben wir in einem der reichsten Länder der Erde. Das ist eine große Barmherzigkeit von Allah uns gegenüber, aber ebenso eine riesige Verantwortung...Dieses Land ist unser Land, und es ist unsere Pflicht, es positiv zu verändern. Mit der Hilfe Allahs werden wir es zu unserem Paradies auf der Erde machen, um es der islamischen Ummah (Weltgemeinde) und der Menschheit insgesamt zur Verfügung zu stellen.“

Das schrieb bereits vor vielen Jahren Ibrahim El-Zayat als Generalsekretär des Islamischen Konzils in der islamischen Zeitschrift „TNT“.

Vor wenigen Wochen rief die türkische Organisation junger muslimischer Intellektueller „Generation Zukunft e.V.“ dazu auf, sich „von den Ketten der Deutschen zu befreien und „gegen die deutsche Unterdrückung“ aufzustehen. Wörtlich heißt es in dem Aufruf an alle Türken in Deutschland:

Sie haben uns als Gastarbeiter engagiert, wir haben ihre Straßen gebaut, ihre Firmen errichtet, ihre Häuser repariert. Wir haben Tag und Nacht am deutschen Wohlstand gearbeitet, unsere Gesundheit aufs Spiel gesetzt, ihnen gedient, und heute machen sie uns eine Rechnung dafür, rechnen uns entgegen, dass es billiger gewesen wäre, wenn wir niemals als Gastarbeiter nach Deutschland imigriert wären...

Es wird uns eingehämmert, dass wir nicht türkisch reden dürfen, wenn wir gemeinsam mit unseren Brüdern und Schwestern in die Spielecke sitzen. Es wird uns verboten, den türkischen Geist zu leben und unsere hunderte Jahre alte Kultur zu praktizieren. Sie nehmen uns unsere Identität und zwingen uns, das verabscheuungswürdige Schweinefleisch zu essen. Stets kriegen die deutschen Kinder immer die besseren Spielzeuge und genießen mehr Freiheiten als unsere türkisch stämmigen Kinder. Eine Tortur, die seinesgleichen sucht, eine Unterdrückungsmaschinerie und Assimilationspolitik – geplant und gesteuert von der widerlichen Obrigkeit, um die Türken von Jahr zu Jahr über Jahrzehnte zu zermahlen und ihren Willen und Individualitäten zu brechen. Wir sind ihre Sklaven und Gefangenen, ihre Beutetiere...

Wir wollen Autonomie für die Türken in Deutschland mit dem Ziel einer unabhängigen Verwaltung. Wir wollen Ortsschilder in Deutschland auf Türkisch. In den Supermärkten müssen die Informationen auf türkischer Schrift geschrieben werden...Wir wollen als erstes Bundesland NRW zu einer autonomen türkischen Republik machen. In einem weiteren Schritt soll Berlin türkisch-autonom werden und die Bundesregierung wieder nach Bonn umziehen.“

Die Türken seien „diejenigen, die die neue Generation der Bevölkerung Deutschland zu einem beachtlichen Anteil stellen. Wir sind so gesehen die Zukunft Deutschlands...Die deutsche Regierung sollte langsam aber sicher anfangen, tiefgründig darüber nachzudenken, wen sie auf ihrem Schoß sitzen lässt...“ (Homepage von Generation Zukunft e.V.)

Vergessen Sie nicht: Als Deutschland in Schutt und Asche lag, kamen die Ausländer und bauten das Land wieder auf. Die Ausländer (Türken) haben den Deutschen den Wohlstand gebracht, Ohne die Ausländer ständen die Deutschen heute noch auf ihren Trümmern. Darum folgende logische Folgerung: Wer das Land aufgebaut hat, dem gehört es auch. Ausländer sind Inländer. Wir wollen: Hier wählen, hier arbeiten, hier mitbestimmen. Darum: Der nächste Bundeskanzler mit seinen Ministern müssen Türken sein !!! Die Kreuze müssen verschwinden! Der Islam ist die stärkste Kraft. Der Islam wird siegen!“ (Kurier der Christlichen Mitte,März 2011)"


========

Teilen / share:

Facebook







n-tv
                      online, Logo  Spiegel online, Logo    Tagesspiegel online, Logo  Hamburger Abendblatt online, Logo  Shortnews.de online, Logo    Der Westen WAZ online, Logo  Sputnik-Ticker online,Logo 


20
                        minuten online, Logo  Der
                        Standard online, Logo  Islamnixgut online, Logo 
^