Venedig
eine Stadt auf Pfählen? Richtig für die
kanalseitigen Fassaden. Wie Venedig
wirklich erbaut wurde, ist eine grandiose
Meisterleistung. Hier erfährst du mehr.
-- zuerst wird die Vatikan-Legende mit den
Baumstämmen und den Flüchtlingen erzählt, aber
dann kommt die Wahrheit:
-- als 1996 ein Theater in Venedig abbrannte,
konnte man das Fundament des Theaters genau
untersuchen und man entdeckte:
-- das Haus stand NICHT auf Pfählen, sondern auf
einem Fundament
-- nur die Fassade, die zum Kanal gerichtet war,
stand auf Pfählen
Zitat:
"Erst als 1996 das Theater „La Fenice“ bis auf die
Grundmauern abbrannte, hatte man endlich die
Gelegenheit, das Venedig Fundament bis in alle
Einzelteile zu zerlegen und das Venedig von unten
genauer betrachten zu können.
In dem dichten Schlick der Lagune reicht eine
einfache Ziegelsteinmauer, die nur ca. 80 cm im
Schlammboden sitzen muss. Das typische
venezianische Gebäude wird von vier parallelen
Mauern getragen, die senkrecht zum Kanal stehen
und als Fundament dienen. Auf allen Etagen wurden
diese separaten Mauern durch Holzbalken
miteinander „verklammert“. Diese verklammerten
Mauern bildeten das tragende Gerippe der
Prachtbauten und Gebäude.
Kanalseitige Fassaden Venedigs stehen auf Pfählen
Nur die kanalseitigen Fassaden ruhen tatsächlich
auf Baumstämmen. Das gilt für alle Gebäude an den
Kanälen wie auch für die Brückenkonstruktionen.
Um zu verhindern, dass die Mauern an den Ufern
abrutschten, rammte man damals drei Meter lange,
aber nur 15 cm dicke Pfähle in den zuvor
trockengelegten Untergrund. Für die Stelzen und
Holzpfähle von Venedig wurde die Holzart Eiche
bevorzugt, seltener Erle oder die weiche Pappel.
Die Holzpfähle wurden mit jeweils einem halben
Meter Abstand in den Schlammboden gerammt. Die
Zwischenräume wurden dann mit Lehm und Schlick
gefüllt und bildeten so ein solides Fundament."