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Norbert G. Pressburg: Good bye Mohammed - Mohammed gab es nie

0. Vorbemerkung: Die Islamforschung hat gerade erst begonnen

1.1. Historische Elemente und Fantasieschilderungen - 1.2. Wahrheitsforschung über den Islam - 1.3. Die lügenden Orientalisten - 1.4. Islamforscher in Deutschland werden im 20. Jh. ausgegrenzt

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Vorbemerkung: Die Islamforschung hat gerade erst begonnen

1.1. Historische Elemente und Fantasieschilderungen

[Die kriminellen Kreuzfahrer bewirken muslimische Gegenwehr und Identitätsbildung mit Buchschreibung - Zerstörung der Kreuzfahrerstaaten - Zerstörung des christlichen Byzanz]

Den ersten näheren Kontakt zum Islam, zu den "Anhängern Mohamets", bekam Europa mit den Kreuzzügen. Das Heilige Land mit Jerusalem als Ursprung des christlichen Glaubens war von Falschgläubigen besetzt, ein unerträglicher Gedanke für das tiefgläubige mittelalterliche Europa. Pilger berichteten von Schikanen und Gräueltaten, der Entehrung heiliger Stätten. Das Heilige Land musste den Falschgläubigen entrissen, die Zugangswege mussten gesichert werden, und so begann der erste - missglückte - Kreuzzug im Jahre 1096. Drei weitere folgten, Endresultat war die Zerstörung nicht des islamischen, sondern des christlich-byzantinischen Reiches. Dies erst machte den Aufstieg des Osmanischen Reiches möglich, des grössten islamischen Machtblocks der Geschichte. In seiner Expansion gelangten die Osmanen bis vor Wien, dies betrachtete man aber eher als ein Problem der österreichischen Habsburger denn als ein Problem Europas.

["Christen" belächeln den Islam als rückständig]
Der Islam war im Westen, im Gegensatz etwa zum Buddhismus, nie eine respektierte Religion. Man belächelte die seltsamen Gewohnheiten: kein Wein, kein Schwein, fünfmal am Tag beten, und man feixte nicht ganz ohne Neid über die Vielweiberei. Hunderte von Frauen soll der türkische Sultan gehabt haben.

Aber wirklich gewusst hat lange Zeit kaum jemand etwas über diese Religion, und es hat auch kaum jemanden interessiert. Engere Kontakte gab es erst wieder mit dem Aufkommen des Tourismus, aber auch da waren es eher die Relikte früherer Kulturen zwischen Nil und Tigris und die orientalischen Basare, die im Mittelpunkt des Interesses standen.

[1001 Nacht als romantische Komponente]
Eine romantische Komponente zum europäischen Islambild fügten die Erzählungen von "Tausendundeiner Nacht" hinzu: das geheimnisvolle, sinnenfrohe Bagdad des Mittelalters mit seinem legendären Herrscher Harun al-Raschid.

[Karl May und seine Beschreibungen des Islams]
Für die Generation unserer Grossväter und Urgrossväter mag auch der Einfluss Karl Mays nicht unerheblich gewesen sein. So wie er das Bild des [S.9] nordamerikanischen Indianers als edlen Wilden zumindest im deutschsprachigen Raum verankert hat, prägte er auch das Bild vom Orientalen über Generationen hinweg. Kompliziert, rückständig, schlitzohrig, so ganz anders, aber doch irgendwie nett in seiner Art - Hadschi Halef Omar lässt grüssen.

Islamische Heere und Flotten hatten zwar mehrfach Europa bedroht, aber trotzdem traten die muslimischen Bewohner südlich und östlich des Mittelmeeres eher als Zerstörer antiker Bauwerke und als raffinierte Teppichhändler ins Bewusstsein Europas denn als gefährliche Eroberer. Ja, der Orient war interessant - solange man nicht selber orientalische Verhältnisse hatte. Er lag ja weit genug weg, und die hinken der modernen Welt so weit hinterher, also lasst sie einfach machen. Öl spielte eine untergeordnete Rolle.

[Der organisierte Ölschock und die islamische Macht ab 1973]
Dies änderte sich schlagartig, als mit dem Ölschock von 1973 der Nahe Osten, so hiess der Orient jetzt, ins Bewusstsein aller Europäer drang. Das Sonntagsfahrverbot für Autos betraf fast jeden, aber das Problem blieb auf einige wenige wirtschaftliche Fragen beschränkt.

[Die Fake-Anschläge der "christlichen" Geheimdienste - und alles wird den Muslimen in die Schuhe geschoben]
Zu einer ganz anderen Dimension gehörten die Ereignisse Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts: Gaddafi, Saddam Hussein, die religiös motivierten Attentate von New York, Tunis, London, Madrid, die Hamburger Moschee, der "Kalif von Köln", al-Qaida, Ahmadinedschad, Islamische Bombenleger in den Zentren der westlichen Welt, Massenvernichtungswaffen in den Händen von Leuten, die sich durch ihr Heiliges Buch und seinen Urheber Mohammed zu jeder auch noch so entsetzlichen Bluttat legitimiert fühlen.

[Die Reaktion des Islams gegen die kriminellen "Christen" mit Kampf und Gemetzel - das wieder vom CIA und von Obama so gewollt ist]
Von vielen Muslimen bejubelt, von sehr vielen klammheimlich gebilligt und als Beginn des globalen, endgültigen Dschihad gefeiert, rief diese Art von Blutvergiessen Abscheu und Besorgnis in der nichtislamischen Welt hervor. Was ist das für ein Heiliges Buch, das solche Gemetzel deckt? Was ist das für ein Prophet, der zu solchen Taten aufruft? Was ist das für eine Religion, die Andersgläubige entweder konvertieren oder vernichten will? Jugendliche Abenteurer schlugen sich zwar in das Lager der bärtigen Kämpfer, der grösste Teil der Bevölkerung Europas und der Welt aber brachte dieser Religion Ablehnung bis Feindseligkeit entgegen [S.10]: "Islamophobie". Die Attentate gerieten so zu einer Katastrophe nicht für die betroffenen Länder, sondern für die islamische Welt.

[Die Diskussion im Islam, ob im Koran Gewalt erlaubt sei oder Toleranz geboten sei - totale Widersprüche]
Allerdings erhoben sich auf islamischer Seite Stimmen, die sagten, diese Untaten widersprächen dem "wirklichen" Islam, sie seien "unislamisch" und eben nicht durch den Koran gedeckt. Allerdings konnten beide Seiten ihren Standpunkt durch Koranzitate belegen. Bei etwas näherem Hinsehen stellte sich heraus, dass die Muslime durchaus in sehr konträre Fraktionen geteilt waren, aber ihre Standpunkte trotzdem mit jeweils passenden Koranstellen unterfüttern konnten. Während manche den Auftrag zur Produktion von Atomwaffen aus dem Heiligen Buch herauslasen, sahen andere in demselben Buch geradezu die Verkörperung der Toleranz.

Dies verursachte noch grössere Unsicherheit in der nichtislamischen Welt. Wer hat nun recht? Wie kann man aus ein und demselben Text so verschiedene Dinge herauslesen? Wie geht das?


1.2. Wahrheitsforschung über den Islam

[Die neue Übersetzung von Christoph Luxenberg: Kombination von Arabisch mit syro-aramäischen Elementen]
Ungefähr zeitgleich mit den Vorkommnissen, aber völlig unabhängig davon, beantwortete Christoph Luxenberg, Experte für alte semitische Sprachen, die Frage, indem er den Koran nicht als reines Arabisch, sondern als eine Mischsprache mit syro-aramäischen Elementen las. Mit so durchschlagendem Erfolg, dass er es als Verfasser eines Fachbuches, das nur auf Deutsch erschienen war, auf die Titelseite der "New York Times" brachte. Seine Behauptung: Die Urtexte des Korans, teils weit vor Mohammed entstanden, waren nicht in Arabisch geschrieben, sondern zum Teil in Aramäisch, spätere arabische Editoren hätten aus Unkenntnis katastrophale Fehlinterpretationen geliefert. Weitere Wissenschaftler anderer Disziplinen widerlegten wesentliche Behauptungen der traditionellen, islamischen Geschichtsdarstellung.

[Zensur über Wahrheitsforschung im Islam]
Wissenschaftliches Unbehagen über die Quellen des Korans und der Geschichtlichkeit Mohammeds gab es schon vor geraumer Zeit, fand aber so gut wie keine Beachtung bei den klassischen Orientalisten und in der Öffentlichkeit.

[Gustav Weil: Mündliche Überlieferungen sind ohne Wert, sondern sind Dichtung]
Gustav Weil (1808-1889) war der Erste, der sich historisch-kritisch mit dem Thema befasste [Fussnote 1]
Gustav Weil: Mohammed der Prophet, sein Leben und seine Lehre; Stuttgart 1843
Für ihn sind die rein mündlichen Überlieferungen [S.11] des Lebens des Propheten, seiner Taten und Aussprüche, über Generationen weitergegeben, als Quelle für historische Vorgänge wertlos.

Etwa um dieselbe Zeit wurden die Mohammed-Biografien von Ibn Hischam (gest. 834) und at-Tabari (gest. 922) in verschiedene europäische Sprachen übersetzt.

[William Muir: Islam ist Legende und Geschichtenerzähler - alles wertlos]
In seinem Buch "Life of Mahomet", veröffentlicht in vier Bänden zwischen 1856 und 1861, konstatiert William Muir die vollkommen legendenhafte Struktur der islamischen Überlieferungen und nennt Quellen, die sich auf Geschichtenerzähler berufen, als vollkommen wertlos.

[Ignaz Goldziher: Hadithe ist alles gefälscht aus späterer Zeit]
In seinen "Muhammedanischen Studien" (Halle 1889) bezeichnet Ignaz Goldziher (1850-1921), der Altmeister der Islam-Forschung, die Hadithe (anekdotenhafte Sammlungen über Aussprüche und Taten Mohammeds) als pure Fälschungen aus späteren Zeiten.

[Caetani, Lammens, Morozow: Koran ist im 11. Jh. hergestellt - Klimowitsch: Mohammed und Kalifen sollen mystische Figuren sein]
Der italienische Frühislam-Spezialist Leone Caetani (1869-1935) und der Belgier Henri Lammens (1862-1937), der im Libanon lebte und die neuen wie die alten orientalischen Sprachen beherrschte, sind derselben Meinung. Nach dem sowjetischen Islamwissenschaftler Morozow ist der Koran nicht vor dem 11. Jahrhundert komplettiert worden, erst mit den Kreuzzügen habe der Islam eine eigene Identität angenommen. Sein Kollege Lucjan Klimowitsch nennt Mohammed und die Kalifen mystische Figuren, die nachträglich etabliert worden seien. Sein Artikel "Hat Muhammad wirklich gelebt?" (1930) konnte so zu dieser Zeit wahrscheinlich nur in der gottlosen Sowjetunion erscheinen.

[Blachere: Das Leben Mohammeds ist ohne Quellen - nichts ist beweisbar]
Der Franzose Regis Blachere (1900-1973), Koranübersetzer und Spezialist für arabische Literatur, fasst seinen Versuch, das Leben Mohammeds zu rekonstruieren, so zusammen: Im Endresultat gebe es keine Quellen, die das ermöglichten. Die traditionellen Überlieferungen seien wissenschaftlich unbrauchbar, der Koran selber sage nichts zu diesem Thema.

[Bashear: Teile des Islams sind erfunden, um Mekka zum Religionszentrum zu machen]
Es gab auch muslimische Wissenschaftler, die sich kritisch mit den historischen Quellen des Islam befassten. Etwa Dr. Suliman Bashear (1947-1991), Professor an der Universität Nablus. Bei einer seiner Vorlesungen warfen ihn aufgebrachte Studenten aus dem Fenster im zweiten Stock, die Veröffentlichung seiner "Einführung in die andere Geschichte" [S.12] (in Arabisch) kostete ihn 1984 den Job. Er hatte zu äussern gewagt, dass gewisse Traditionen einfach erfunden worden seien, um die Religionsgründung nach Mekka zu verlegen.

Es gab also genügend Forscher und Forschungen, die sich dem Islam und seinem Gründer von den Fakten her annäherten und ein ganz anderes Bild als die herkömmliche Tradition zeichneten.

[Bis 2001 wird die Islam-Kritik auf niedrigem Niveau gehalten]
Wie konnte es aber sein, dass eine aufgeklärte, gebildete Öffentlichkeit davon keine Notiz nahm? Wahrscheinlich, weil das Thema bis zum Einsturz der Türme des World Trade Centers in New York am 11. September 2001 kein Thema war. Auch waren die Vorbehalte diskret, ja fast verschämt vorgetragen worden.


1.3. Die lügenden Orientalisten

[Die Orientalisten wollen nicht erkennen, dass alles nur Sekundärquellen sind]
Es dominierten weiter die klassischen Orientalisten, für die die traditionelle islamische Überlieferung eine solide Grösse war. Sie waren offensichtlich nicht in der Lage oder willens zu erkennen, dass sie mit den islamischen Quellen nur Sekundärquellen in der Hand hielten.

Primärquellen aber sind die unabdingbare Grundlage jeder historischen Forschung. Das absolute Minimum jedes wissenschaftlichen Arbeitens ist es, vorhandenes Material auf seine Echtheit zu prüfen. Beides wurde von der klassischen Islamforschung unterlassen, von muslimischen Kommentatoren durfte man es erst gar nicht erwarten.

[Die Orientalisten behaupten einfach, eine Bearbeitung sei das "Original" - die wissenschaftliche Bankrotterklärung]
Referiert man über eine Schrift, zum Beispiel den Koran, ist es von ausschlaggebender Bedeutung, sich der Urschrift so weit wie möglich zu nähern. Woher stammt diese Schrift? Wer hat sie verfasst? Wann wurde sie verfasst? In welcher Sprache? In welcher Schrift? Die Bewertung hat ausschliesslich auf der Basis von Primärquellen zu erfolgen. Dabei geht es in keiner Weise um die Interpretation des Inhalts, das ist Sache der Religion. Worum es wieder und wieder geht, sind eben diese Primärquellen. Und wir stellen mit grossem Erstaunen fest, dass die Orientalistik wiederum spätere Bearbeitungen als das Original betrachtete. Das ist nichts weniger als eine wissenschaftliche Bankrotterklärung.


1.4. Islamforscher in Deutschland werden im 20. Jh. ausgegrenzt

[Deutsche Islamforschung: Lüling wird für seine Aufklärung bezüglich des Islams aus der Universität rausgeworfen]
Die deutsche Islamforschung des 19. Jahrhunderts war fortschrittlich und arbeitete historisch-kritisch. Sie ist verbunden mit Namen wie Sprenger, Nöldeke, Wellhausen und Goldziher. Sieht man davon ab, dass letztere im frühen 20. Jahrhundert starben, so ist zu konstatieren, dass die deutsche Islamforschung im Verlauf vom [S.13] 19. zum 20. Jahrhundert einen erschreckenden Verfall erlebte. Erst mit Günter Lüling in den 1970er Jahren leitete sich eine Wende ein. Die Orientalistik hatte sich daran gewöhnt, die traditionellen islamischen Religionslegenden 1:1 zu übernehmen und als Tatsachen zu verkaufen, als ob es einen Goldziher nie gegeben hätte. Einmal bei diesem wissenschaftlichen Supergau ertappt, brachten es die Herren und Damen bis auf einige Ausnahmen nicht zuwege, aus dieser Sackgasse zu retirieren [[sich zurückzuziehen, einen Ausweg zu finden]], weil Verlust an Reputation oder gar des Lebenswerkes drohte. Wie es Wissenschaftlern erging, die sich gegen den akademischen Strom stellten, zeigt das Schicksal Günter Lülings, der förmlich vernichtet wurde. Ordinarius Anton Spitaler brachte nach Absprache mit Rudi Paret und anderen zu Protokoll, Lülings Habilitationsarbeit "würde die  bisherigen Vorstellungen von Entstehungsgeschichte, Text und Inhalt des Koran auf den Kopf stellen". Das durfte nicht geschehen, Lüling wurde aus der Universität gedrängt.

[Deutsche Islamforschung: Luxenberg wird ausgegrenzt und im Nahen Osten denunziert]
Der international bekannteste Islamforscher aus Deutschland, Christoph Luxenberg, wurde geschnitten und ausgegrenzt. Eine Berliner "Kollegin" gar zirkulierte im Nahen Osten seinen Klarnamen nebst Adresse - Luxenberg ist ein Pseudonym, er selber ist ethnischer Araber.

["Politisch unkorrekte Islamforscher"]
Wie man mit politisch unkorrekten Islamforschern verfährt, davon kann auch Prof. Muhammad Kalisch ein Lied singen.

Was die genannten Personen, stellvertretend für viele andere mehr gemein haben, ist der kritische Ansatz. Traditionelle Positionen werden nicht mehr abgenickt, sondern werden hinterfragt, nicht mehr, nicht weniger.

[Die islamische Frühgeschichte ist ERFUNDEN]
So wie diese Frühgeschichte aus traditionell-islamischer Sicht beschrieben wird, hat sie mit Sicherheit nicht stattgefunden, das wissen wir. Wie sie aber wirklich abgelaufen ist, darüber hat die Forschung gerade erst begonnen. Die Entstehungsgeschichte des Islams, des Propheten und der Herkunft seines Buches muss neu geschrieben werden. Wir stehen erst am Anfang dieser Entwicklung.

Dieses Buch referiert den gegenwärtigen Stand des Wissens. Die Erkenntnisse sind bereits jetzt atemberaubend: Noch weit davon entfernt, lückenlos zu sein, wird das neue Bild der Entstehung des Islams, basierend auf Fakten und nur auf Fakten, nichts mehr mit dem zu tun haben, was uns traditionellerweise vermittelt wird. [S.14]


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