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Norbert G. Pressburg: Good bye Mohammed - Mohammed gab es nie

5. 200 Jahre Abwesenheit: Der historische Muhamad

5a. Erfundene Kalifen Muawiya / Maavia und Abd al-Malik

5.1. Muawiya / Maavia war christlicher Herrscher - Muslime erfanden, er sei "Kalif" gewesen -- 5.2. Abd al-Malik war ein christlicher Herrscher - Muslime erfanden, er sei "Kalif" gewesen -- 5.3. Gemeinsamkeiten zwischen Muawiya / Maavia und Abd al-Malik

präsentiert von Michael Palomino (2015)
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5. 200 Jahre Abwesenheit: Der historische Muhamad

"Unter den Frommen hat die Archäologie keine Freunde."

Volker Popp, Islamforscher und Numismatiker.


5.1. Muawiya / Maavia war christlicher Herrscher - Muslime erfanden, er sei "Kalif" gewesen

[Erfindung: Kalif Muawiya ab 641 und die Ausbreitung des Islams in wenigen Jahrzehnten]
Muawiya ist der erste Kalif der berühmten Omayaden-Dynastie. Er trat seine Regentschaft 641, neun Jahre nach dem Tod Muhamads, an und gehörte zur Generation der ruhmreichen islamischen Eroberer, die in wenigen Jahrzehnten den gesamten damaligen Orient unterworfen und einem islamischen Grossreich angegliedert haben sollen. So sagt es wenigstens der traditionelle islamische Bericht.

[Muslimische Erfindung: Inschrift von Muawiya in Taif]
In Taif, südöstlich von Mekka, gibt es eine Inschrift von Muawiya. Er bezeichnet sich darin als "Amir al-Muminin". In der islamischen Tradition führte bereits Ali, der Schwiegersohn des Propheten und Vorgänger Muawiyas, diesen Titel. Er wird traditionellerweise übersetzt als "Fürst der Gläubigen". Unter den "Gläubigen" werden wie selbstverständlich die Muslime verstanden. [[Also behaupten die muslimischen Autoritäten immer, Muawiyas sei ein "Fürst der Muslime"]].

[[Andere Inschriften und Münzen besagen klar, dass Muawiya bzw. Maavia ein "Vorsteher der Schutzgewährer" ist]]:

[Archäologie: Griechische Inschrift über Maavia in Hamat Gader (heute IL) mit dem Kreuzzeichen]
Von Muawiya gibt es noch eine weitere Inschrift in den Thermen von Hamat Gader (Israel), und zwar in Griechisch [S.79].
"In den Tagen des Gottesknechtes Maavia, des Vorstehers der Schutzgewährer, wurden die Thermen gerettet und renoviert ... im sechsten Jahr der Indikation, im Jahr 726 der Stadtgründung, im 42. Jahr nach den Arabern, zur Heilung der Kranken, unter Aufsicht des Johannes, dem Magistrat von Gadara."
[[Gottesknechts ist die allgemeine Formulierung für frommer Herrscher.
Herrscher Muawiya / Maavia war "Vorsteher des Schutzgewährers".
Die Thermen liegen in Hamat Gader im heutigen Israel.
Gadara war eine Stadt östlich des Jordan südlich des Sees Genezaret - https://de.wikipedia.org/wiki/Gadara_(Umm_Qais) (31.8.2015)
Der Magistrat von Gadara hatte seinen Sitz in Damaskus]].

Der Text beginnt mit einem Kreuzzeichen. Religiöse Floskeln zur Einleitung waren üblich, oft wurden sie durch ein Symbol ersetzt, in diesem Fall durch ein Kreuz.

[Archäologie: Fürst der Muslime ist nicht vorhanden]
Neben diesem für einen muslimischen Herrscher eher irritierenden Symbol fällt dem Historiker auf, dass der Amir al-Muminin, der "Fürst der Gläubigen", in der griechischen Version der "Vorsteher der Schutzgewährer" ist - keine Spur vom Fürsten der Muslime.

Mit diesem "Vorsteher der Schutzgewährer" hat es im alten Orient seine spezielle Bewandtnis. Alle Potentaten der Zeit führten ihre Berechtigung als Herrscher auf eine Funktion der "Schutzgewährung" zurück. Die jeweilige Persönlichkeit musste natürlich in der Lage sein, den Untertanen und ihrer Habe Sicherheit zu gewähren. Aber mehr noch: Verbunden mit dieser Position der Schutzgewährung war immer auch eine heilige Stätte, die es ebenfalls zu schützen galt. Der Schutz eines Heiligtums war Legitimation zur Ausübung von Macht. Dies galt für den gesamten Orient, ob byzantinisch, persisch oder arabisch - ohne Schutzgewährung keine legitime Herrschaft [33].
[33] Die saudische Dynastie führt auch gegenwärtig als wichtigsten Titel den der "Beschützer und Bewahrer der heiligen Stätten", gemeint sind Mekka und Medina.
[Muslim-Dogma gegen Archäologie: Die Pilgerei und die Pilgerprofite - Damaskus mit dem Grab von Johannes dem Täufer]
Zu Heiligtümern gab es zu allen Zeiten in Arabien regen Pilgerverkehr, was zugleich einen wichtigen Wirtschaftsfaktor darstellte [S.80].

Was war Muawiyas heilige Stätte? Es war seine Residenzstadt Damaskus, die als Heiligtum das Grab Johannes des Täufers beherbergte. Anziehungspunkt war zu seiner Zeit das Haupt des Täufers, das als kostbare Reliquie in der Krypta der Johannesbasilika aufbewahrt wurde. Damaskus war zur Zeit Muawiyas zusammen mit Jerusalem das wichtigste Pilgerziel, wie wir aus zahlreichen Quellen wissen.

[Archäologie: Muawiya mit Sitz in Damaskus]
Warum regierte der Kalif Muawiya in Damaskus und nicht Mekka, dem Nabel der islamischen Welt? Das mag praktische Gründe gehabt haben. Aber warum übt er seine prestigeträchtige Schutzfunktion nicht über das islamische Heiligtum Nummer eins aus, nämlich die Kaaba in Mekka, die höchstmögliche Rechtfertigung für einen muslimischen Kalifen? Warum das Heiligtum Johannes des Täufers?

[Archäologie: Münzen von Muawiya im heutigen Iran]
Von Muawiya gibt es Münzfunde aus Darabgerd, der iranischen Provinz Fars, die ebenfalls zu seinem Machtbereich gehörte. Die Schrift auf diesen münzen folgt der persischen Tradition. Muawiya firmiert hier nicht in Arabisch, sondern unter seinem syrisch-aramäischen Originalnamen Maavia, wie übrigens auch in der Inschrift von Gadara. Sein Titel lautet in Pahlavi "Amir-i Wlwyshnyk'n", das bedeutet "Vorsteher der Schutzgewährer".

[Muslim-Dogma: Muawiya als "Fürst der Muslime" ist gelogen - und weitere Islam-Forschung wird blockiert]
Genau das ist sein offizieller Titel in Persisch, Griechisch und Aramäisch. Die Interpretation als "Fürst der Muslime" ist nirgendwo belegt und geistert ungeprüft durch die Bücher.

"An diesem Punkt bereits", so der Forscher Volker Popp, "wird deutlich, wie sehr der islamische Gebrauch dieses Titels den Zugang zu den spezifisch arabischen Elementen der Frühgeschichte des Islams verstellt."

Islam-Labels auf rein arabischen Sachverhalten ziehen sich durch die gesamte islamische Historiografie, wie wir noch oft sehen werden.

[Archäologie: Das Reich vom Muawiya / Maavia mit Aramäisch, Persisch und Griechisch im heutigen Syrien, Irak und Iran]
Maavia hatte offensichtlich kein Problem, sich in aramäischer, persischer und griechischer Sprache zu manifestieren. Schliesslich lebte er in einem griechisch-persischen Umfeld, war geborener Syrer, seine Muttersprache war damit Aramäisch, er wird aber ebenso griechisch und persisch gesprochen haben. Sein Reich umfasste die heutigen Staaten Syrien, Irak und Iran [S.81].

[Archäologie: Muawiya / Maavia wird als "Diener Gottes" und "Beschützer" erwähnt - nie als "Kalif"]
In islamischer Tradition ist er, der erste Omayaden-Kalif, selbstredend ein Muslim.

Maavia nannte sich ausweislich der Inschriften auf Baudenkmälern und Münzen "Diener Gottes" und "Beschützer", aber niemals Kalif, als der er heute geführt wird. Und er hatte das Kreuzzeichen auf mehreren seiner archäologischen Hinterlassenschaften.

[Archäologie: Das Datum der Inschrift von Hamat Gader 622 - die Hidschra wird in der Inschrift nicht erwähnt]
Das Datum wird in der Inschrift von Hamat Gader [[die Therme im heutigen IL]] gleich dreifach geliefert:
1. das byzantinische Steuerjahr
2. die Zeit nach der Gründung der Stadt
3. die Zeit nach den Arabern.

Die Datierung ist daher eindeutig, weil dreifach abgesichert. Besondere Aufmerksamkeit erweckte bei den Forschern aber das von Maavia erwähnte 42. Jahr "Kata Araba", "nach den Arabern".

Das Jahr 1 der arabischen Zeitrechnung wäre damit das Jahr 622 unserer Zeitrechnung.

Zur Erinnerung: In diesem Jahr beginnt auch die islamische Zeitrechnung, die Zeit nach der Hidschra, das ist die Flucht des Propheten 622 von Mekka nach Medina. Warum bezieht sich Maavia nicht auf diese islamische Hidschra-Zeit - was für einen muslimischen Kalifen doch eine absolute Selbstverständlichkeit sein müsste?

[Archäologie: Der Sieg von Herakleios gegen Persien 622 - syrische und ägyptische Gebiete werden als Lehen arabischen Emiren überlassen]
Das Jahr 622 ist ein bedeutendes Jahr in der Geschichte Arabiens. Es ist das Jahr, in dem der byzantinische Kaiser Herakleios das persische Heer vernichtend schlug. In dem darauf folgenden Diktatfrieden verlor Persien seine westlichen Provinzen von Mesopotamien bis Ägypten. Zugleich aber setzte Herakleios die schon in der "Themenkonferenz" begonnene völlige Umstrukturierung des Reiches fort, in deren Verlauf Byzanz Positionen in Syrien und Ägypten aufgab. Diese Gebiete überliess er arabischen Emiren als tributpflichtigen Lehnsherren.

[Archäologie: Muawiya / Maavia war Statthalter in Damaskus]
Von Maavia wissen wir, dass er in der ersten Hälfte seiner Regierungszeit ein sehr enges Verhältnis mit Byzanz hatte, er war Statthalter [S.82].

[Archäologie: Byzanz setzte ab 622 arabische Emire als Schutz gegen Persien ein]
Schon 614 hatten die Perser Jerusalem, 618 Ägypten besetzt. Als Statthalter hatten auch sie arabische Verbündete eingesetzt. Diese arabischen Vasallen im Westen jedoch, in Syrien, Ägypten und Palästina, überstanden die persische Katastrophe von 622 nicht nur unbeschadet, sie wurden dadurch praktisch von heute auf Morgen zu Kriegsherren auf eigene Rechnung. Bedingt durch die persischen Einfälle, hatte sich ja Byzanz ungefähr auf die Nordgrenze des heutigen Syriens zurückgezogen aus einem Gebiet, das es nie wirklich beherrscht hatte. Der "Limes Arabicus", die alte römische Südgrenze, war schon im 5. Jahrhundert aufgegeben worden. Selbst nach dem grossen, aber eigentlich überraschenden Sieg gegen die Perser [[622]], und angesichts der permanenten Beanspruchung an der Nordgrenze, war Byzanz gezwungen, sich auf die Kerninteressen zu beschränken. Dieser byzantinische Rückzug befreite die Araber auch vom zweiten der Mühlsteine, zwischen denen sie sich befunden hatten. Sie brauchten nur das Machtvakuum auszufüllen, das der persische Kollaps und der byzantinische Rückzug hinterlassen hatten. Das taten sie, und es begann eine grosse arabische Ära, die erst durch die Mongolen im 13. Jahrhundert beendet werden sollte.

["Christliche" Theologie verdammt die Perser als "Antichrist" - und Byzanz ist der Retter "Katechon"]
Das ist die politische Seite, aber sie ist ohne die theologische Komponente unvollständig: Die Perser hatten dem christlich-byzantinischen Reich Mesopotamien, Syrien, Palästina und sogar Kilikien abgenommen und das Kreuz Jesu aus Jerusalem weggetragen. Kein Zweifel, Persien war der Antichrist, dessen totalem Triumph in der Sicht und Logik der Zeit der Weltuntergang folgen würde. Auftreten müsste den Prophezeiungen nach aber auch als letzte Chance der "Katechon", der "Aufhalter des Antichristen". Dieser konnte nach dem glorreichen Sieg von 622 nur Byzanz sein.

[Archäologie: 622 ist der Beginn der Rettung von Byzanz gegen Persien und ist der Beginn der arabischen Expansion mit Lehen von Byzanz]
Dieser Sieg hatte alles auf den Kopf gestellt: Der Untergang war abgewendet, das Kommen der biblischen Gog und Magog (im Koran Ya'dschudsch und Ma'dschudsch) war verhindert, jener letzten Plage der Menschheit, die der "Dhul I-Qarnain", (der Alexander der Grosse des Korans, Sure 18:83-93) bis zum Zeitende weggesperrt hatte. Mehr noch: Christus würde wiederkehren und Gerechtigkeit schaffen. Das Jahr 622 eröffnete in der Zeit der tiefsten Depression den Beginn einer neuen Ära, auch für die christlich-arabischen Verbündeten, ohne die dieser Sieg nicht möglich gewesen wäre. Das ist das "Jahr der Araber" in der Inschrift von Hamat Gader [S.83].

[Archäologie: Muslimische Erfinder erfinden 622 als "Hidschra" eines erfundenen Propheten]
Auch auf Münzen jener Zeit stossen wir auf diese Datierung. Jahrhundertelang war diese dem Sonnenkalender folgende Zeitrechnung nach dem Jahr der Araber in Gebrauch, bevor sie in die legendenhafte Hidschra eines Propheten Muhamad umgedeutet wurde. Der so entstandene islamische Kalender ist jedoch ein Mondkalender, die nachträgliche Umrechnung von Sonnen- auf Mondzeit führte zu einem heillosen Durcheinander von historischen Datierungen, das die islamische Tradition bis heute kennzeichnet. Praktisch keine der Jahreszahlen der ersten Jahrhunderte der Hidschra-Zeitrechnung ist deshalb korrekt.

[Archäologie: Muawiya / Maavia war kein Muslim - und Mohammed wird NIRGENDWO erwähnt]
Maavia ist in islamischer Tradition ein islamischer Kalif. Aber nichts, was wir von ihm kennen, hat islamischen Bezug. Er zahlte dem Kaiser in Byzanz seine Abgaben, das Interesse an der Renovierung römischer Thermen weist ihn als Angehörigen syrisch-byzantinischer Mittelmeerkultur aus, ganz offensichtlich war er kein Beduine aus der Arabischen Wüste. Von einem islamischen Propheten namens Muhamad, der wenige Jahrzehnte vor ihm in seinem Reich gelebt haben soll und in dessen angeblichem Auftrag er gerade ein Islamisches Reich errichtete, wusste er nichts. Auf seinen Inschriften oder Münzen hätte er uns davon berichtet.

[Archäologie: Titel und Symbole von Muawiya / Maavia sind christlich-jüdische Symbole - "Kalif" kommt nicht vor - Muawiya / Maavia war "christlicher" Herrscher]
Maavia nennt uns seine Titel: Nicht ein einziges Mal ist aber der islamische "Kalif" dabei. Er nennt uns eine Jahreszahl, aber die entspricht nicht der Zeit nach der Hidschra. Er nennt uns sein Heiligtum, aber es ist nicht die Kaaba in Mekka, sondern die Basilika in Damaskus, die das Haupt Johannes des Täufers als Reliquie beherbergt. Die Münzen seiner Zeit weisen christlich-jüdische Symbole auf wie das Kreuz, das Agnus Dei (Lamm Gottes), das Kopfreliquiar Johannes des Täufers, den Felsen Jakobs oder das Wort "Zion". Wie man aber christlich-jüdische Symbole einem islamischen Kalifen vernünftig zuschreiben will, bleibt das Geheimnis traditioneller Interpreten.

Die Archäologie lässt keinen Zweifel: Der Aramäer Maavia war christlicher Herrscher, kein Kalif und auch kein "Omayade". Im Übrigen kennen wir auch nicht seinen wirklichen Namen, Maavia ist lediglich sein Herrschername.


5.2. Abd al-Malik war ein christlicher Herrscher - Muslime erfanden, er sei "Kalif" gewesen

[Abd al-Malik: Münzen mit christlichen Symbolen]
Um das Jahr 60 der Araber, also im Jahr 682 unserer Zeitrechnung, trat Abd al-Malik seine Herrschaft an. Er war arabischer Emir aus Marw [S.84] im heutigen Turkmenistan, damals persische Provinz, und residierte zunächst auf seinem Stammsitz. Durch den Kollaps des sassanidischen Herrscherhauses waren die Marwaniden, also die Emire aus Marw, im Osten an die Macht gekommen. Durch diese Ablösung geriet auch der Zoroastrismus ins Hintertreffen. Zu den dominierenden Religionen [34] wurden nun das syrische und nestorianische Christentum. Folgerichtig tragen auch die Münzen aus der Zeit Abd al-Maliks christliche Symbole [35]. Aber selbstverständlich war auch Abd al-Malik der traditionellen Lehre nach Kalif.
[34] Im Osten des Persischen Reiches gab es auch buddhistische Einflüsse, auf welche die 2001 von den Taliban gesprengten Buddhastatuen von Bamiyan, Afghanistan zurückgehen.
[35] Die Dominanz christlicher Symbole und Bezüge auf den Münzen des 7. und 8. Jahrhunderts, so der Numismatiker Volker Popp, könne nur Leute verwundern, die arabische Geschichte nach den literarischen Sekundärquellen des 9. Jahrhunderts beschreiben.
[Archäologie: Münzen mit "muhamad" - Syro-Aramäisch: "der zu Preisende, der Gepriesene"]
Auf Maliks Münzen taucht gehäuft das Wort "muhamad" auf. Nach traditioneller Lesart ist damit natürlich der Prophet "Muhamad" gemeint. Aber die Fakten sprechen eine andere Sprache.

Wie Christoph Luxenberg, Spezialist für altorientalische Sprachen, überzeugend darlegt, ist "muhamad" keineswegs als Eigenname zu lesen. Es ist im Arabischen wie auch in der Hauptsprache der Zeit, dem Syro-Aramäischen, ein Gerundiv und bedeutet "der zu Preisende, der Gepriesene". "Muhamad" war ein Titel und kein Name. Genauso verhält es sich mit dem ebenfalls häufigen "abd Allah", das "Diener Gottes" im Sinne eines Attributes bedeutet und in diesem Zusammenhang nicht als Name gelesen werden könne. Gott heisst bei den arabischen Christen damals wie heute "Allah" und hat nichts mit dem spezifisch islamischen Allah zu tun.

Das "muhamad"-Motto ist vielfach nachzuweisen. Es entstand in Persien und breitete sich von dort in die arabische Welt aus.


5.3. Gemeinsamkeiten zwischen Muawiya / Maavia und Abd al-Malik

[Archäologie: Beide sind "Vorsteher der Schutzgewährer]
Es bleibt als Zwischenresümee festzuhalten, was wir bisher an harten Fakten über die "islamischen Kalifen" Maavia und Abd al-Malik gesammelt haben: Beide führten den "Vorsteher der Schutzgewährer" als wichtigsten Titel. Sie sahen sich in durchaus byzantinischer Tradition als "servus dei", "abd Allah" in Arabisch, als "Diener Gottes".

[Archäologie: Beide weisen Münzen mit christlichen Symbolen auf]
Ihre Münzen und Inschriften waren mit Kreuzzeichen und anderen christlichen Symbolen versehen [S.85].

[Archäologie: Beide rechneten nach dem Jahre 622]
Und sie rechneten nach dem "Jahr der Araber", das dem Sonnenjahr folgte und mit dem Jahr 622 begann, dem Jahr der arabischen Selbständigkeit.

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Fotoquellen

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