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Norbert G. Pressburg: Good bye Mohammed - Mohammed gab es nie

7. Die Metamorphose: Von Jesus zu Muhamad

7f. Die Blütezeit der syrisch-arabischen Kirche - Vergleiche, der Messias kam nicht, neue Ehrentitel, Harun Raschid erfunden, Barmakiden

7f.1. Blütezeit der syrisch-arabischen Kirche -- 7f.2. Vergleiche des antiken Christentums mit dem Koran-Inhalt -- 7f.3. Jerusalem: Der erwartete Messias kam nicht - "der Gepriesene" ("muhamad") kam nicht -- 7f.4. Das Wort "wali-Allah" ("Stellvertreter Gottes") - das Wort "ali" ("Hervorragender") -- 7f.5. Neue Ehrentitel bei den arabischen Christen - alle von den Muslimen "umfunktioniert" -- 7f.6. Harun al-Raschid scheint auch erfunden -- 7f.7. Barmakiden - mit buddhistischem Ursprung


präsentiert von Michael Palomino (2015)

-- "al-hadi" (Heiland),
-- "mardi" (der geliebte Sohn),
-- "harun" (der Gerechte),
-- "mansur" (der Siegreiche),
-- "mahdi" (der Erlöser)
und andere Titel mehr;
-- dem Moses war von Gott wegen seiner Redegewalt Aaron als "kalif", als "Verkünder", zur Seite gestellt worden, ein Attribut, das nun Wiederverwendung fand

"sali-Allah", des "Stellvertreters Gottes". Der "wali-Allah" ist mit dem Titel des "Hervorragenden" (ali) [S.126].

"Hashim", die "Edlen", [S.126, Fussnote 55]

"Harun al-raschid", des "Gerechten Verkünders Aaron" [S.127]

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7f. Die Blütezeit der syrisch-arabischen Kirche - Vergleiche, der Messias kam nicht, neue Ehrentitel, Harun Raschid erfunden, Barmakiden

7f.1. Blütezeit der syrisch-arabischen Kirche

[756: Das Prophetengrab in Medina - christliche Bekenntnisse]
Der Übergang von den "Omayaden" zu den "Abbasiden" ist auch religiös als Übergangszeit zu sehen, obwohl der grosse Einschnitt erst nach al-Mamun (gest. 833) erfolgte. Der erste "Abbaside" baute 756 ein Heiligtum in Medina, das heutige "Prophetengrab". Auch er brachte noch christologische Bekenntnisse an, aber Maria und Jesus treten bereits in den Hintergrund. Nach Karl-Heinz Ohlig zeigen die Inschriften von Medina vielleicht zum letzten Mal "muhamad" als christologisches Prädikat [[Syro-Aramäisch: "der Gepriesene]], [[der zu Preisende"]]. Allmählich überflügelte das Heiligtum von Medina [[das Prophetengrab]] jenes von ¨Damaskus an Bedeutung [[die Basilika von Johannes des Täufers]].

[Die Blütezeit der arabisch-syrischen Kirche - das direkte Vertrauen in Jesus und Abraham - griechischer Pomp und Bilderkult etc. werden abgelehnt]
Das 7. und 8. Jahrhundert, also präzise die Zeit der behaupteten islamischen Eroberungen, war die Blütezeit der arabisch-syrischen Kirche. Zahlreiche Neubauten von Kirchen entstanden, die bekanntesten sind der Felsendom in Jerusalem und die Johannesbasilika in Damaskus. Missionierungen reichten über die Grenzen Persiens hinaus bis nach China.

Theologisch fand in der arabischen Kirche eine Loslösung vom Gottmenschen Jesus und den damit zusammenhängenden philosophischen Problemen der griechischen Denkart statt. Vielmehr spricht Gott durch die verschiedenen Propheten, von denen auch Jesus einer ist. Die griechische Kirche wurde Schritt für Schritt quasi nationalisiert.

Das arabische Christentum war von semitischer Religiosität geprägt und stand dadurch der Tradition Abrahams stets nahe. In dieser Tradition erfolgte die schrittweise Ablehnung des hellenistischen Christentums mit seinem Pomp, seinem Bilderkult und seinen nicht für jedermann nachvollziehbaren philosophisch-theologischen Konstrukten [S.124].


7f.2. Vergleiche des antiken Christentums mit dem Koran-Inhalt

[Antikes Christentum: Maria ist wegen der Jungfrauengeburt heilig, aber Joseph wird praktisch verneint, weil er kein Gott ist]
Für das antike Verständnis war es etwa das absolute Minimum, dass ein Gottessohn, wenn schon nicht göttlich gezeugt, so doch zumindest einer Jungfrauengeburt entstammen musste. Marias Ehemann Joseph wurde folgerichtig in der christlichen Tradition fast bis zur Unsichtbarkeit an den Rand der Geschehnisse gerückt, aber die Mutter selber in Heiligenstatus versetzt.

[Muslimische Lügentradition: Mohammed und der Vater "Abd Allah" bekommen einen Stammbaum bis Abraham - erfundene Kalifen Omar und Abbas]
Auch im Koran wird Joseph mit keiner Silbe erwähnt, aber die Araber drückte der Schuh noch woanders: In ihrem Verständnis konnte eine Frau unmöglich so im Mittelpunkt stehen wie die römische Maria, und für eine bedeutende Persönlichkeit und ihre Legitimität kam nur ein absolut beeindruckender Stammbaum in Frage. Durch Uminterpretation des "abd Allah" [["Diener Gottes"]] wurde des "muhamads" Vater als "Abd Allah" dingfest gemacht, und im weiteren Verlauf wurde der Muhamad mit einer beeindruckenden Ahnenreihe versehen, die ihn über Abraham und Noah nicht weniger weit als bis zu Adam selber zurückführt. Muhamad wird so mit Stammvater Abraham verlinkt, der persische "Ali" zum Schwiegersohn ernannt, die "Omayaden" gehen auf einen Omar zurück, die "Abbasiden" auf einen Abbas und beide stammen aus dem unmittelbaren Umfeld des Propheten. Wenn das keine raum- und zeitübergreifende Legitimierung ist! [53] Allerdings bleiben uns die Konstrukteure jeglichen Nachweis schuldig.
[53] Saddam Hussein sorgte in der arabischen Welt für Aufregung, als er einmal König Hussein von Jordanien als "Cousin" ansprach. Dies wurde als der Versuch gewertet, sich in die Familie des Propheten einzuschleichen, auf die sich ja die Haschemiten-Dynastie König Husseins zurückführt.

In dem kulturell disparaten Raum war die syro-aramäische Sprache die Hauptsprache und das verbindende Element. das ging so weit, dass sogar in Persien zahlreiche offizielle Dokumente in Aramäisch verfasst wurden. Auch politisch war der Raum differenziert und meist unruhig. Die Zentralgewalt reichte nicht wesentlich über die grösseren Städte hinaus, in den Provinzen trugen die kleineren und grösseren Emire ihre Machtkämpfe aus.


7f.3. Jerusalem: Der erwartete Messias kam nicht - "der Gepriesene" ("muhamad") kam nicht

Mit der Erosion der Macht der Marwaniden erodierte auch die Stellung des "muhamad" [[des "Gepriesenen" - Jesus]]. Ein wesentlicher Grund dafür mag die enttäuschte Messias-Erwartung gewesen sein: Der "muhamad al-mahdi" war [S.125] ausgeblieben, er war nicht wie erwartet zum jüngsten Gericht am Tempelberg erschienen. Vielleicht war das sogar das entscheidende Moment für das Verschwinden des muhamad-Jesus-Konzepts.


7f.4. Das Wort "wali-Allah" ("Stellvertreter Gottes") - das Wort "ali" ("Hervorragender")

[Die Abspaltung der Schiiten mit einem "Ali"]
Im Osten des Reiches dominierte das Konzept von Jesus als "sali-Allah", des "Stellvertreters Gottes". Der "wali-Allah" ist mit dem Titel des "Hervorragenden" (ali) verbunden und wird zum Vollstrecker des Willens Gottes im Stile eines persischen Ritters. So wie sich der "muhamad" zu einer Person verselbständigte, tat dies der "ali". Daran entzündete sich ein Streit, der zur Abspaltung ("schia") der Partei des "ali" führte: die heutigen Schiiten.

Wie der "Muhamad" ist auch der "Ali" in Persien entstanden [54]
[54] Der "ali" im Süden, der "muhamad" im Osten
kam aber bis auf den heutigen Tag nie richtig über seine Heimat hinaus.

[Muslimische Lügentradition: Der erste "Alide" soll Abbas geheissen und die "Abbasiden" begründet haben - mit erfundenem Stammbaum]
Der erste nachmarwinidische Herrscher dürfte ein Alide gewesen sein. Wir kennen seine Münzen, seinen Namen verrät er uns allerdings nicht. Die islamische Tradition indes kennt ihn: Es sei ein Abbas, der selbstredend der Familie des Propheten entstammt. Die "Abbasiden" [55]
[55] Sie selber bezeichneten sich als die "Hashim", die "Edlen", die als Erste auferstehen dürfen. Sie beendeten die Traditionen von Marw und Jerusalem und bauten Mekka als religiöses Zentrum auf, wobei zunächst noch die abrahamitische Tradition im Vordergrund stand.
kamen zu einem ebenso dubiosen Namen und einer historisch grossenteils nicht gesicherten Thronfolge wie vor ihnen die "Omayaden".

7f.5. Neue Ehrentitel bei den arabischen Christen - alle von den Muslimen "umfunktioniert"

[Weitere Ehrentitel für die Jesus-Verehrung, ohne dabei Jesus beim Namen zu nennen]
Das "muhamad"-Motto der Marwaniden wurde abgelöst durch eine Anzahl weiterer Titel, unter deren Motto die Herrschaft für den verborgenen Jesus ausgeübt wurde. Der Regent stellte seine oft anonyme Herrschaft unter ein Prädikat Jesu:
-- "al-hadi" (Heiland),
-- "mardi" (der geliebte Sohn),
-- "harun" (der Gerechte),
-- "mansur" (der Siegreiche),
-- "mahdi" (der Erlöser)
und andere Titel mehr;
-- dem Moses war von Gott wegen seiner Redegewalt Aaron als "kalif", als "Verkünder", zur Seite gestellt worden, ein Attribut, das nun Wiederverwendung fand.

Es sind zutiefst christologische und biblische Programme und Titel. Die islamische Tradition hat diese kurzerhand zu Herrschernamen umfunktioniert.

[Erfundene Kalifen mit der Umfunktionierung christlicher Ehrentitel]
Es gab mit Sicherheit keine Kalifen al-Mansur, al-Mahdi, Musa al-Mahdi oder al-Saffah, und die ersten "Abbasiden" waren mit Sicherheit Christen [S.126].


7f.6. Harun al-Raschid scheint auch erfunden

["Harun al-Raschid" heisst auf Syrisch-Aramäisch "der gerechte Verkünder Aaron"]
Auch die Geschichtlichkeit des Prototyps eines märchenhaften islamischen Potentaten, des berühmten Harun al-Raschid, ist bedroht. Hat doch eine Frau, eine Zubayda, während der Zeit seiner angeblichen Regentschaft 13 Jahrelang ihre eigenen Münzen emittiert. Hat sie unter dem Motto des "Harun al-raschid", des "Gerechten Verkünders Aaron", regiert?


7f.7. Barmakiden - mit buddhistischem Ursprung

["Parmak" ist ein Ehrentitel eines Vorstehers des buddhistischen Hauptklosters von Nawbahr]
Einen bedeutenden Machtfaktor am Hof der "Abbasiden" stellten über Generationen hinweg die Barmakiden dar. Diese waren buddhistische Tempelvorsteher in Bagdad, zugewandert aus den buddhistischen Ostprovinzen des Persischen Reiches, ihr Name leitet sich von dem Titel "Parmak", dem Vorsteher des buddhistischen Hauptklosters von Nawbahr, ab. Sie fungierten unter mehreren Herrschern als Wesire und waren wesentliche Teilhaber an der Macht - wenn einige von ihnen nicht gar die Herrscher selber waren. Es gibt noch viele Rätsel zu lösen.

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