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Norbert G. Pressburg: Good bye Mohammed - Mohammed gab es nie

9. Tausendundzweite Nacht - die Toleranz-Märchen aus Andalusien sind ERFUNDEN

9i. Die Lügen über muslimische Philosophie und Wissenschaft - arabisch-christliche Wissenschaft (!) - und ein paar "Tradierungen" (Überlieferungen) - Bibliotheken vernichtet und politische Verfolgung (!)



präsentiert von Michael Palomino (2015)

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9i. Die Lügen über muslimische Philosophie und Wissenschaft - arabisch-christliche Wissenschaft (!) - und ein paar "Tradierungen" (Überlieferungen) - Bibliotheken vernichtet und politische Verfolgung (!)

9i. Die Lügen über muslimische Philosophie und Wissenschaft - arabisch-christliche Wissenschaft (!) - und ein paar "Tradierungen" (Überlieferungen) - Bibliotheken vernichtet und politische Verfolgung (!) -- Niemand konnte Griechisch in Andalusien -- Der Dschihad-Fantasie-Islam in Andalusien hat die grösste Bibliothek vernichtet - der Koran soll das einzige Buch sein (!) -- Die Fantasie, Europa habe den Rationalismus aus dem muslimischen Spanien erhalten -- Das Märchen von der muslimischen Toleranz in Spanien (!) - Beispiel Pierre Phillippe Rey verschweigt die politische Verfolgung durch den Brutalo-Islam -- Das Märchen von der muslimischen Toleranz: Die politische Verfolgung von Ibn Ruschd mit dem Vorwurf, er würde den Islam zerstören... -- Politische Verfolgung im Islam: Averroes -- Politische Verfolgung im Islam: Maimonides konvertiert zum Islam -- Zusammenfassung: Brutale politische Verfolgung von Maimonides und Ibn Ruschd durch die Brutalo-Islam-Fantasie

Die Bedeutung von Philosophie und Wissenschaft in al-Andalus und ihr Einfluss auf Europa werden allgemein weit überschätzt. Wie schon im vorangegangenen Kapitel dargestellt, ist es vollkommen unzutreffend, überhaupt von islamischen Wissenschaften in der Spätantike zu sprechen (siehe St. 177). Es hat im Arabischen Reich zahlreiche Wissenschaftler verschiedener Nationalität und verschiedener Geisteshaltung gegeben. Sie alle hat die arabische Sprache geeint, weswegen man durchaus von [S.206] "arabischen Wissenschaftlern" sprechen kann. Muslime stellten unter diesen allerdings die absolute Ausnahme dar. Mehr noch, die Etablierung des Islam beendete die Blütezeit der arabischen Wissenschaften in kürzester Zeit. Diese Blüte des arabischen Geisteslebens vollzog sich vornehmlich im persischen Orient. Ohne die Leistung der arabischen Wissenschaftler in irgendeiner Weise schmälern zu wollen, handelte es sich doch in erster Linie um Tradierungen, etwa der indischen ("arabischen") Zahlen oder um antike Philosophen. Diese Tradierung fand auch ohne al-Andalus statt, das oft kolportierte Zentrum der Wissenschaften war das Land nie.

[Niemand konnte Griechisch in Andalusien]

Dazu mag die Geschichte von den medizinischen Schriften des Dioskurides passen, die Abd er-Rahman III. (912-929) vom byzantinischen Kaiser zum Geschenk bekam. Dieses in der Gelehrtensprache Griechisch geschriebene Werk konnte jedoch niemand in Córdoba lesen, worauf der Kaiser einen sprachgebildeten Mönch nachsenden musste.

[Der Dschihad-Fantasie-Islam in Andalusien hat die grösste Bibliothek vernichtet - der Koran soll das einzige Buch sein (!)]

Die Bibliothek Hakam II. (961-976) liess bereits al-Mansur (938-1002) als bewussten koranischen Akt in Flammen aufgehen. Vernichtet wurden aber fast nur östliche Autoren, denn al-Andalus hatte bis auf Ibn Masarra noch keinen führenden Kopf auf dem Gebiet der Wissenschaft und Philosophie hervorgebracht. Das war erst im 12. Jahrhundert der Fall mit Ibn Ruschd, Ibn Maymun (Maimonides) und einigen wenigen anderen. Mit diesen Namen verschwanden aber auch schon nach einem kurzen Aufflackern Philosophie und Wissenschaften aus al-Andalus. Al-Ghazali hatte sich auf der ganzen Linie durchgesetzt, Wissen und Denken waren fortan auch in al-Andalus nur auf das, was im Koran stand, beschränkt.

Oder, wie der Geschichtsschreiber al-Maqqari es ausdrückte: "Philosophie ist eine in Spanien verhasste Wissenschaft, die man nur im Geheimen studieren kann."

[Die Fantasie, Europa habe den Rationalismus aus dem muslimischen Spanien erhalten]

In bestem Alhambraismus belehrt uns aber Pierre Phillippe Rey [120]
[120] Pierre Phillippe Rey: [[The Routes of Al-Andalus]] auf: http://unesco.org/images/0011/001144/114426eo.pdf
dass Europa den Rationalismus in Wirklichkeit aus "Nord- und Westafrika und aus al-Andalus" bezogen habe. Leider fehlt eine Begründung dieser hochinteressanten These, aber man darf einstweilen davon ausgehen, dass al-Andalus weder Vermittler noch Wiege des europäischen Rationalismus war [S.207].

[Das Märchen von der muslimischen Toleranz in Spanien (!) - Beispiel Pierre Phillippe Rey verschweigt die politische Verfolgung durch den Brutalo-Islam]

Die grösste und unisono gefeierte Leistung von al-Andalus soll aber die Toleranz gewesen sein: das Tolerieren anderer Lebensweisen, anderer Denkarten und der jeweilig anderen Religion. Dies habe eine nie dagewesene Art des Zusammenlebens erzeugt, die legendäre "convivencia".

Mohamed Benchrifa schreibt dazu ebenfalls auf der UNESCO-Homepage [121]
[121] Pierre Phillippe Rey: [[The Routes of Al-Andalus]] auf: http://unesco.org/images/0011/001144/114426eo.pdf
"Während der gesamten islamischen Herrschaft war Andalusien die Heimat von Formen der Toleranz, wie man sie bis zu modernen Zeiten nicht mehr beobachtet hat. Es war ein Land des Dialogs, eines Dialogs, der zugleich heiter und lebhaft war."
[Das Märchen von der muslimischen Toleranz: Die politische Verfolgung von Ibn Ruschd mit dem Vorwurf, er würde den Islam zerstören...]

Sehen wir uns kurz den heiteren und lebhaften Dialog an, den al-Andalus mit seinen bedeutendsten Köpfen, Ibn Ruschd und Maimonides, führte und den Maimonides mit eigenen Worten so zusammenfasst:
"Die Araber haben uns sehr stark verfolgt und bannartige und diskriminierende Gesetze gegen uns erlassen. Niemals hat uns eine Nation derartig gequält, erniedrigt, entwürdigt und gehasst wie sie."
In dem heiteren Dialog, den Ibn Ruschd vor dem Gericht seiner Vaterstadt Córdoba zu führen hatte, ging es um Leben und Tod. Er kam wegen seiner Nähe zum Herrscher mit Verbannung davon, erhielt lebenslanges Rede- und Schreibverbot, seine Werke wurden verbannt, er wurde in der islamischen Welt totgeschwiegen und erlebte erst im christlichen Europa als Averroes seine Würdigung.

Ibn Ruschd wurde 1126 in Córdoba als Sohn einer angesehenen Familie von "Qadis" geboren. "Qadi", Richter, war nicht nur eine Berufsbezeichnung, sondern ein Ehrenrang. Ruschd erlebte als junger Mann den Übergang von den Almoraviden zu den Almohaden. Sein Brotberuf war die Medizin, seine Hauptbeschäftigung aber die Physik und die Philosophie. 1153 wurde er an den Almohadenhof nach Marrakesch beordert. Für den Prinzen und späteren Kalifen Jussuf Abu Jakub unternahm er [S.208] verschiedene  physikalische Untersuchungen und fertigte eine Aristotelesübersetzung an. Die meiste Zeit verbrachte er in Spanien in den Diensten des Herrschers. Dort bahnte sich auch das Unheil an. Die Zeiten der freien Rede und der freien Schrift waren Vergangenheit. Al-Ghazali und die Ultraorthodoxen waren überall im Vormarsch und sie bekämpfte Ibn Ruschd mit allen Kräften. In seiner Kausalitätslehre stellte er sich gegen Ghazali und dessen wörtliche Befolgung des Korans und warf ihm vor, er zerstöre nicht nur die Philosophie, sondern auch den Islam.

Das blieb nicht ohne Konsequenzen. Ein förmliches Verfahren gegen Ibn Ruschd im Jahre 1195 verneinte seine Rechtgläubigkeit, verbot nicht nur seine Schriften, sondern die Philosophie insgesamt. Nur die Nähe zum Herrscher, zu dessen Leibarzt er avanciert war, rettete ihn vor dem Todesurteil. Er wurde stattdessen aus Córdoba verbannt und später nach Marrakesch verbracht, wo er wenig später, 1198, starb.

[Politische Verfolgung im Islam: Averroes]

Averroes retteten seine medizinischen Kenntnisse das Leben.

[Politische Verfolgung im Islam: Maimonides konvertiert zum Islam]

Genauso ging es Maimonides, dem zweiten grossen Denker von al-Andalus. 1135, also 9 Jahre nach Ibn Ruschd, wurde Mosche ben Maymon, wie sein eigentlicher Name lautete, als Sohn eines angesehenen jüdischen Rabbiners ebenfalls in Córdoba geboren. Er wuchs in einer Atmosphäre jüdischer Gelehrsamkeit auf, die jedoch um das Jahr 1148 ihr jähes Ende fand. Die Almohaden herrschten in al-Andalus, sie zwangen alle Nichtmuslime zu Konversion oder Emigration - wenn nicht Schlimmeres. Das Wanderleben der Familie ben Maymon begann, das sie durch ganz Spanien führte. Nirgendwo konnten sie sich sicher fühlen, schliesslich setzten sie nach Nordafrika über und liessen sich um 1160 in Fès nieder.

Dieser Umzug in die Höhle des Löwen hat viele Spekulationen beflügelt. Man kennt die wirklichen Gründe nicht, aber Marokko muss sicherer gewesen sein als Andalusien.

Oder fühlte sich Maimonides sicher, weil er zum Islam übergetreten war? Es sieht danach aus, obwohl seine Konversion nicht nachweisbar ist. Auffälligerweise aber plädiert Maimonides in mehreren Gutachten für die Konversion, allerdings im Sinne der islamischen Taqiyya [122].
[122] Taquiyya, die im Koran sanktionierte Verstellung, um Ungläubigen gegenüber einen Vorteil zu erlangen.
Maimonides befasste sich mit Metaphysik, Astronomie und natürlich mit Aristoteles. Seine Hauptarbeit aber waren Texte zu jüdischem Glauben und Recht. Im Hauptberuf war Maimonides Arzt.

Aber der Arm der religiösen Verfolgung erreichte auch die ben Maymon. Als der Oberrabbiner von Fès wegen seiner Weigerung, zum Islam überzutreten, hingerichtet wurde, floh die Familie 1165 nach Palästina und zog von dort weiter nach Ägypten.

In Kairo wurde Mosche ein angesehenes Mitglied der jüdischen Gemeinde und ein gefragter Arzt am Hofe des Sultans.

Die Schatten der Vergangenheit holten ihn aber auf dem Höhepunkt seines Schaffens ein, denn es trat plötzlich ein früherer Mitarbeiter auf den Plan, der behauptete, der jetzige Rabbi Mosche sei in Fès Muslim gewesen. Letztlich entkam Maimonides auch dieser lebensbedrohlichen Situation, seine Nähe zum Sultan als Arzt dürfte ihm das leben gerettet haben. 1204 starb Maimonides in Kairo, sein Leichnam wurde nach Tiberias in Palästina überführt, wo er in der Erde seiner Väter beigesetzt wurde.

[Zusammenfassung: Brutale politische Verfolgung von Maimonides und Ibn Ruschd durch die Brutalo-Islam-Fantasie]

Maimonides und Ibn Ruschd werden heute als die bedeutendsten Denker von al-Andalus gefeiert. Beide wurden verfolgt und gejagt, beide lebten unter Todesdrohungen, beide mussten das ach so tolerante Andalusien verlassen. Und das war nicht der Ausnahmefall in al-Andalus, es war die Regel. Geradezu grotesk erscheint, dass genau jene Konfession von Muslimen, die Ibn Ruschd nach dem Leben trachtete, ihn nach Jahrhunderten der vollkommenen Ignorierung nun als einen der Ihren eingemeindet. Ibn Ruschd kann sich nicht mehr dagegen wehren.

In Spanien lebten der Bevölkerungszahl nach geordnet
-- Iberoromanen,
-- Goten,
-- Juden,
-- "neue" Berber,
-- "alte" Berber,
-- Araber.

Regional waren aber die Zusammensetzungen vollkommen unterschiedlich, die Mehrheitsverhältnisse konnten sich ins gerade Gegenteil verdrehen. Der Grund waren die ständig stattfindenden Eroberungen, Vertreibungen, Verschleppungen, Versklavungen, Umsiedelungen. Die Karten mit Grenzziehungen stellen nur Momentaufnahmen dar.

Diese Ethnien sprachen
-- Hocharabisch,
-- Volksarabisch,
-- verschiedene Berberdialekte,
-- verschiedene romanische Dialekte,
-- Hebräisch
-- und Latein.
[[Gemäss neuer Forschung von Zillmer wurde Latein nur als Dokumentensprache gebraucht und nie gesprochen. Die Kirche gebrauchte das Latein, um Autorität zu zeigen und um die "normale" Bevölkerung und alle Volkssprachen als kulturell minderwertig erscheinen zu lassen. Siehe: Kolumbus kam als Letzter]].

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Fotoquellen

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