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Norbert G. Pressburg: Good bye Mohammed - Mohammed gab es nie

10. "Wer hat und das angetan?" - Erinnerungen an die Wirklichkeit

Katastrophale Zustände in Ländern mit Islam-Fantasie - Reform ist nur in der Diaspora möglich

10a. Islamische Staaten: Ölprofit, geistige Armut, Analphabeten, Zensur und Dichtung in Politik und Geschichte

10a. Islamische Staaten: Ölprofit, geistige Armut, Analphabeten, Zensur und Dichtung in Politik und Geschichte -- Islamische Welt ist sozial schwach trotz Ölprofiten - geistige Armut und keine Forschung -- Islamische Welt ohne Bildung - hoher Anteil Analphabeten - kaum Buchdruck - Sündenböcke "USA" und Israel (!) und keine Selbstreflexion -- Die Erinnerung an die "Goldenen Jahre", die aber von der arabisch-christlichen Kultur sind -- Der Dschihad-Islam zerstört den Humanismus der arabisch-christlichen Kultur -- Die islamische Behauptung, die Pest, die Mongolen oder die Kreuzzüge sollen die arabisch-christliche Kultur zerstört haben - Byzanz wird vernichtet, und die Muslime-Religion gründet sich -- Der Islam mit bronzezeitlichen Wüstengesetzen zerstört jegliche aufgeklärte Kultur - das Kamel, enge Städte -- Der Islam mit Zensur gegen alles - nur ein Buch gilt: Kulturvernichtung im arabischen Raum und in Indien - geistiger Stillstand -- Schwere Diskriminierung gegen Andersgläubige - Zwangskonvertierung oder Abwanderung - Wissenschaft und Landwirtschaft wird vernichtet -- Das erfundene Jahr 622 als Beginn eines islamischen Kalenders - die Lüge vom "Jahr der Araber" -- Das Osmanenreich und sein Kollaps durch Rückständigkeit, Unwille von Reisen nach Europa -- Die muslimische Welt verweigert ab den Osmanen die Wissenschaften: Erde=Teppich, Handel durch Positionen, Glaubenspropaganda -- Die neuen Seewege ab 1491 brechen das muslimische Handelsmonopol zwischen Europa und Asien - Kolonialprodukte ersetzen muslimische Produkte - der Fantasie-Islam bleibt geistig blockiert -- Die Arroganz des Fantasie-Islams blockiert die Weiterbildung bei den "Ungläubigen"

präsentiert von Michael Palomino (2015)

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10. "Wer hat und das angetan?" - Erinnerungen an die Wirklichkeit

Katastrophale Zustände in Ländern mit Islam-Fantasie - Reform ist nur in der Diaspora möglich

"Wir zahlen ihnen damit nur einen kleinen Teil von dem zurück, was sie uns angetan haben!"
Osama bin Laden zu seinen Terroraktionen
[[Alles, was mit Osama bin Laden zu tun hat, ist vom CIA gefälscht. Die WTC-Türme wurden am 11. September 2001 durch Atombomben 70m unter der Erde gesprengt, mit Erdbeben von 2,8 und 3,1, mit weissem, radioaktivem Pulver als Asche und mit über 2700 Toten, die durch die Illuminaten-Freimaurer als Kriegsgrund gegen den Islam generell gebraucht wurden]].


10a. Islamische Staaten: Ölprofit, geistige Armut, Analphabeten, Zensur und Dichtung in Politik und Geschichte

[Islamische Welt ist sozial schwach trotz Ölprofiten - geistige Armut und keine Forschung]

Die islamische Welt ist in einem schlechten Zustand. Ganz besonders ihr Kernstück, die arabischen Länder. Bei allen soziologischen Daten rangieren sie am Schluss der Weltrangliste, übertroffen nur von manchen afrikanischen Ländern. Und das trotz des Öleinkommens.

Ganz im Gegensatz zu der klischeehaften, öffentlichen Meinung [[der CIA-Medien]] sind die arabischen Staaten in ihrer Gesamtheit arm. Alle zusammen erwirtschaften ausser Öl im Schnitt gerade einmal so viel wie das viel kleinere Spanien. Die Produktion, die in den eigenen Ländern stattfindet, beruht im Wesentlichen auf ausländischen Lizenzen. Originär geschaffen wird so gut wie nichts. Die gesamte arabische Welt brachte es im Zeitraum von 1980 bis 2000 auf 370 Patente, im Vergleich dazu Israel auf 7650 und Südkorea, das wegen zeitlich paralleler Entwicklung gern als Vergleichsland herangezogen wird, auf 16.300. Koreanische Arbeiter erwirtschaften in diesen Jahren, wenn man das Öl ausnimmt, viermal so viel wie die gesamte arabische Welt.

Wozu brauchen die arbeiten, mag man einwenden, sie habe ja das Öl. Dies scheint naheliegend, ist aber auch ein Teil des Problems. Zwar wirft das Öl enorme Gewinne ab, aber der Reichtum kommt nicht an. Die Verschwendungs- und Prunksucht arabischer Milliardäre ist schon Legende. Aber auch ein Land wie Iran, das nun nicht für seine prassende Oberschicht bekannt ist, kommt wirtschaftlich nicht voran. Nur die Emirate, einige kleine Golfstaaten und Exoten wie Brunei machen eine Ausnahme.

[Islamische Welt ohne Bildung - hoher Anteil Analphabeten - kaum Buchdruck - Sündenböcke "USA" und Israel (!) und keine Selbstreflexion]

Völlig abgeschlagen sind alle arabischen Länder in der Bildung, einem Schlüsselsektor für zukünftige Entwicklung. Der hohe - bei Frauen dramatisch hohe - Prozentsatz an Analphabeten schlägt sich folgerichtig in der Buchproduktion nieder: Bei einem Weltbevölkerungsanteil von fünf [S.217] Prozent ging 2005 gerade ein Prozent der weltweiten Buchproduktion auf die arabischen Länder, und davon waren der Löwenanteil auch noch religiöse Titel. Diese Zahlen sind im "Arab Human Development Report" (AHDR) nachzulesen. Dies ist ein regelmässiger Bericht zur Lage der arabischen Staaten, verfasst von arabischen Autoren. Es ist ein Bericht von beachtlicher Offenheit, aber auch nicht frei von Klischees. So werden als Gründe für die Probleme der arabischen Welt die amerikanische Nahostpolitik sowie Israel genannt. Sicher, Israel ist ein psychologisches Trauma für die Region. Aber war die Situation vor der Gründung Israels besser? Nicht wirklich.

Dass sich die arabische wie die gesamte islamische Welt in einer tiefen Krise befindet, ist offensichtlich, auch für die Betroffenen selber. Wenn etwas so gründlich schiefgelaufen ist, sollten die nächstliegenden Fragen sein:

"Was ist schiefgelaufen?"
"Warum ist das schiefgelaufen?"
"Was haben wir falsch gemacht?"

Nicht so in der islamischen Welt. Hier lautet die zentrale Frage: "Wer hat uns das angetan?"

Die Antworten sind bis auf den heutigen Tag dieselben: Die Franken, die Kreuzfahrer, die Mongolen, die Franzosen, die Engländer, die Missionare, die Sowjets; und aktuell die USA, die Israelis, der Westen.

Nachzulesen in jeder beliebigen Publikation eines islamischen Landes.

[Die Erinnerung an die "Goldenen Jahre", die aber von der arabisch-christlichen Kultur sind]

Beschworen wird gleichzeitig die glorreiche Zeit, die "Goldenen Jahre des Islam".

Wie konnte es zu dem Absturz aus der goldenen Vergangenheit in die triste Gegenwart kommen?, fragen sich die Muslime. Hat Allah sich abgewendet, und wenn ja, warum?

Die Zeit der arabischen Reiche, ausgehend vom [[erfundenen]] Jahre 622, sind die beschworenen und viel zitierten "Goldenen Jahre des Islam". Wie wir wissen, sind die Zeiten des Propheten mit ihren detailreichen Schilderungen nichts weiter als fromme Legenden, ebenso die explosionsartige Expansion der Religion. Die reale politische Entwicklung des 7. Jahrhunderts [S.218] mündete in ein arabisches Grossreich, keineswegs in ein islamisches, und hatte mit der Person des Propheten und mit den auf ihn künstlich aufgepfropften, legendenhaften Herrscherdynastien der frühen Kalifen absolut nichts zu tun. Die kulturelle Vielfalt in diesem Arabischen Reich mit ihren verschiedenen Ethnien und Religionen führte an den Höfen von Bagdad, Samarra, Damaskus, Teheran und sogar an jenen im heutigen Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan und Afghanistan zu einem beeindruckenden Aufblühen der Kultur und der Wissenschaften.

Mit dem Zusammenbruch Roms war in Europa nicht nur die antike Kultur verschwunden, sondern auch ihr geistiges Erbe. Das Abendland versank ins "dunkle Mittelalter". Ganz anders der Orient. Hier griffen die arabischen Wissenschaftler die griechischen Philosophen auf, diskutierten sie und versuchten, sie weiterzuentwickeln. Auf dem Gebiet der Astronomie, der Medizin, der Physik und namentlich in der Optik wurde Neuland betreten. Die Antike hielt im Osten viel länger an, sie führte zusammen mit dem Buddhismus die zentralasiatischen Länder in eine kulturelle Blüte; der "Mutazilismus" eines al-Mamun war nichts weniger als ein arabischer Humanismus gewesen. Bereits seine Zeit hatte die Voraussetzung für eine "Renaissance".

[Der Dschihad-Islam zerstört den Humanismus der arabisch-christlichen Kultur]

Es kam jedoch anders: Al-Ghazali gelang die Ächtung der Ratio und des freien Denkens: Der Mutazilismus unterlag, die Ultrareligiösen obsiegten, der Islam wurde Staatsreligion. Jede geistige Beschäftigung über die religiösen Bücher hinaus wurde unter Strafe gestellt - und die Renaissance fand mit Verzögerung in Europa statt. Die geistige Blüte des orientalischen Mittelalters war eine arabische, aber keine islamische. Mehr noch: Die Etablierung des Islam beendete diese arabische Blütezeit in kürzester Zeit.

Der Verfall des arabischen Reiches fing beim Geistesleben an und setzte sich in allen Bereichen fort. Drei Jahrhunderte später war das Arabische Reich nicht wiederzuerkennen. Die Städte waren im Verfall begriffen, das fruchtbare Umland unproduktiv, die Menschen waren in Massen aus den einstigen Kulturzentren abgewandert.

Wie konnte es dazu kommen?

[Die islamische Behauptung, die Pest, die Mongolen oder die Kreuzzüge sollen die arabisch-christliche Kultur zerstört haben - Byzanz wird vernichtet, und die Muslime-Religion gründet sich]

Eine beliebte Erklärung ist die Pest. Die gab es aber in Europa genauso. Dann der Mongolensturm von 1258. Sicher, die Mongolen richteten grosse [S.219] Zerstörungen an, aber sie zogen bald wieder ab - und zwar als Muslime.

Die Kreuzzüge? Der erste Kreuzzug von 1096 war eine naive und eher idealistische Bewegung eines neuen Einzugs in das Gelobte Land, wo Milch und Honig fliessen sollte. Beherrscht wurde die Region von arabischen und besonders türkischen Stämmen, die Zentralgewalt in Bagdad war im Verfall. Jerusalem wurde mehrheitlich von Christen und von Juden bewohnt und auch von Letzteren zusammen mit ägyptischen Truppen verteidigt, bei denen es sich keineswegs um Muslime gehandelt haben muss. Die Juden waren das hauptsächliche Opfer der Blutbäder, von denen berichtet wird.

1106 traf sich ein Rückkehrer aus dem Heiligen Land, der Normannenfürst Bohemund, mit Papst Paschalis II. und legte ihm dar, wer der wirkliche Feind sei: Byzanz. Der Papst gab postwendend die Weisung aus, gegen Byzanz zu predigen: Dies war der frühe Wendepunkt in der Geschichte der Kreuzzüge.

Die folgenden Kreuzzüge entwickelten sich zu einer seltsamen Mischung aus Religion, Politik und Geschäft mit dem Hauptziel der Zerstörung des grossen Glaubensfeindes Byzanz. Der Islam wurde nur am Rande wahrgenommen. Die Einnahme Byzanz' gelang schliesslich im April 1204 mit Hilfe der venezischen Flotte. Die Vernichtung des Byzantinischen Reiches war die Grundlage für den Aufstieg der Osmanen, und wenn die Kreuzzüge darüberhinaus einen Effekt hatten, dann war es ein einigender Effekt für die Muslime, die nach Morozow damit überhaupt erst ihre Identität fanden.

Auch die Kreuzzüge sind als Erklärung des Niedergangs der arabischen Reiche vollkommen untauglich. Das Phänomen des Niedergangs zeigt sich überall in den einst blühenden Ländern von Zentralasien bis Marokko. Syrien, Mesopotamien, Ägypten, Nordafrika waren einst Kornkammern und Kulturträger der damaligen Welt. Es gibt keine äusseren Einflüsse, die eine vernünftige Erklärung für den arabischen "crash" bieten würden. Die Erklärung liegt im Innern.

[Der Islam mit bronzezeitlichen Wüstengesetzen zerstört jegliche aufgeklärte Kultur - das Kamel, enge Städte]

Obwohl der Islam als Spross des Christentums in den arabischen Kernländern des heutigen Irak und Syrien entstanden war, dominierten [S.220] schliesslich wüstenarabische Einflüsse die Religion. Beduinentraditionen überwölbten bald die hellenistische Lebenswelt und mit ihnen kamen auch die Gesetze der Wüste zur Geltung und längst überwunden geglaubte, bronzezeitliche Traditionen.

Europäische Reisende berichteten immer wieder erstaunt von der Beobachtung, dass das Rad im Orient nicht im Gebrauch war - im antiken Arabien eine Selbstverständlichkeit. Kaum Wagen, kaum Karren, fast nur Lasttiere. Tatsächlich hat mit dem Einzug der Wüstenkultur in die reichen Agrarländer zwischen Tigris und Nil auch das Kamel Einzug gehalten und einen zentralen Stellenwert bekommen [125].
[125] 3000 Jahre lang war das Kamel der Inbegriff von Reichtum für die Wüstenbewohner. Seit 2 Jahrzehnten ist es das Symbol für Armut, abgelöst von Pick-ups aus asiatischer Produktion.
Dies blieb so bis zur Einführung von Autos und Eisenbahnen - zur Gänze westliche Ingenieurleistungen. Man kann den Einbruch ermessen, den allein dieser Rückschritt im Transportwesen bewirkt haben muss. Das antike Strassennetz verfiel, die grosszügigen Kolonnaden und breiten Strassen der antiken Städte verengten sich so weit, dass, im Einklang mit der islamischen Rechtsprechung, gerade noch zwei Packtiere nebeneinander Platz hatten. Aus der grosszügigen griechischen Stadt, der "polis", ist die "medina" geworden.

[Der Islam mit Zensur gegen alles - nur ein Buch gilt: Kulturvernichtung im arabischen Raum und in Indien - geistiger Stillstand]

Mit der Etablierung des Korans folgte auf dem Fuss die Unterdrückung anderer Bücher, eine Unterdrückung, die sehr bald in ein totales Verbot mündete. Während al-Mamun noch die antiken Schriften erst nach der Übersetzung ins Arabische vernichten liess, wurde von späteren Nachfolgern alles Nichtislamische rigoros ausgemerzt. Die kolportierte Toleranz ist reine Legende. Über Jahrhunderte hinweg war die Eliminierung von nichtislamischem Gedankengut und abweichender Kultur wesentlicher Teil der Politik, namentlich in Indien wurden Kulturgüter unvorstellbaren Ausmasses vernichtet. Aber auch von den Arbeiten der arabischen Autoren selber gelangten letztlich nur Bruchstücke nach Europa, die trotzdem noch für eine Teilhabe an der europäischen Renaissance ausreichten.

Lange Zeit stand auf das Lesen nichtislamischer Bücher die Todesstrafe, im günstigsten Fall war der Besitz anderer Bücher verachtet. Der Koran sei Gottes direktes Wort und enthalte Antworten auf alle Fragen [S.221] in Perfektion. Sämtliches weitere Wissen sei deshalb schädlich und gotteslästerlich. Ohne neuen Zufluss folgte ein Aussterben von Wissen, die islamische Welt stand von nun an geistig still.

[Schwere Diskriminierung gegen Andersgläubige - Zwangskonvertierung oder Abwanderung - Wissenschaft und Landwirtschaft wird vernichtet]

Nichtmuslimische Untertanen, die "Ungläubigen", wurden zu Bürgern zweiter Klasse. Sofern sie nicht zwangskonvertiert wurden, mussten sie oft so horrende Sondersteuern zahlen, dass ihnen nur der Ausweg in Konvertierung oder Abwanderung offen blieb, zumal ihnen auch viele Berufe verwehrt waren, die nur Muslimen offen standen.

Diese wüstenspezifische Ideologie, mit ihrer Verachtung von andersartiger Kultur und von Wissen, hatte nicht nur Eingang in die koranische Lehre gefunden, sondern wurde zu ihrem Wesen. Sie brachte innerhalb weniger Generationen Wissen und Fortschritt vollkommen zum Erliegen; produktives Gewerbe und sogar die Landwirtschaft waren schwerstens beeinträchtigt. Das Einzige, was blieb, war der Handel.

Wo sind die landwirtschaftlichen Nutzflächen geblieben, die die damalige Welt versorgten? Wohin verschwand die Blüte des römisch-griechisch-arabischen Orients? Welchen unvorstellbaren Abstieg hat das antike Baktrien zum heutigen Afghanistan genommen? Es war kein Klimawandel, der diese vollkommene Änderung brachte - es war die Wüstenmentalität der neuen Religion [126].
[126] Die Tabuisierung von Schweinefleisch hat keine rationalen Gründe, sondern ist eher im ideologischen Komplex einer Nomadenkultur gegenüber der verachteten Bauernkultur zu sehen.
Sobald die vorhandene Infrastruktur aufgebraucht war, trat die kulturelle und wirtschaftliche Starre ein.

[Das erfundene Jahr 622 als Beginn eines islamischen Kalenders - die Lüge vom "Jahr der Araber"]

Nichts verdeutlicht die islamische Rückwendung mehr als die Zeitrechnung. 622, "das Jahr der Araber", "kata Araba", wie es in der Inschrift von Gadara mit dem Kreuz als Einleitung heisst. Es war das Jahr, in der die Selbständigkeit der Araber begann. Dieses Jahr wurde als Beginn einer arabischen Zeitrechnung festgesetzt, sie folgte natürlich dem gebräuchlichen Sonnenkalender. Plötzlich finden wir dieses Datum zum Jahr der "Hidschra", dem Auszug des Propheten aus Mekka, umfunktioniert! Es war der auf Legenden basierende Beginn eines islamischen Kalenders, in der bronzezeitlichen Tradition Innerarabiens ein Mondkalender. So kam die Mondgöttin Allat wieder zu ihrer angestammten Zeitrechnung [S.222].

Ein gänzlich unbrauchbarer Kalender. Wer zum Beispiel im Juni geboren ist, feiert seinen nächsten und übernächsten Geburtstag im Mai, den folgenden im April und so fort. Die Differenz summiert sich schliesslich zu Jahren. Muhamads Geburtstag oder der Fastenmonat Ramadan wird denn auch jedes Jahr zu einer anderen Zeit begangen. Weil mit einem Mondkalender wiederkehrende Termine nicht definierbar sind und er daher für entwickelte Staatswesen unbrauchbar ist, war er schon in römischer Zeit aufgegeben worden [127].
[127] Unter Julius Cäsar wurde der "Julianische Kalender" eingeführt, der 1582 unter Papst Gregor XIII. geringfügig modifiziert bis heute als "Gregorianischer Kalender" gebräuchlich ist.
Die Muslime haben ihn nun wieder, obwohl auch sie keine andere Wahl haben, als im Alltag den gängigen Sonnenkalender zu benutzen, oft als "christlichen Kalender" verteufelt.

[Das Osmanenreich und sein Kollaps durch Rückständigkeit, Unwille von Reisen nach Europa]

Das grösste islamische Reich war das der Osmanen. Gegründet 1299, weitete es sich ständig aus. 1453 wurde Konstantinopel eingenommen. Im weiteren Verlauf eroberten die Osmanen die gesamte Arabische Halbinsel, Teile Russlands, den Balkan, Rumänien, Ungarn und standen schliesslich zweimal vor Wien.
[[Die Muslime standen nur deswegen vor Wien, weil der französische König aus Eifersucht mit den Muslimen gegen den spanisch-österreichischen Kaiser paktierte]].
1683 wurden sie dort geschlagen, und von da an ging es nur noch bergab [[mit Korruption und Staatsbankrotten in Ägypten und in der Türkei etc.]]. Die Habsburger eroberten fast den gesamten Balkan zurück [[mit dem Rassismus, dass Deutsch die "Umgangssprache" sei]], die Russen nahmen den Osmanen sämtliche Gebiete jenseits des Schwarzen Meeres wieder ab, Jemen und ganz Arabien gingen verloren [[an die rassistischen Engländer und Zionisten - die Saudis sind Krypto-Juden]]. 1918 war "der kranke Mann am Bosporus" auf sein Kerngebiet, die heutige Türkei zurückgeschrumpft [[wobei dann als Antwort auf eine griechische Invasion gemäss dem Friedensvertrag von 1918/1919 im Jahre 1923 die letzten Reste griechischer Bevölkerung aus der Türkei nach Griechenland vertrieben wurden]].

Wie konnte es zu einem so vollkommenen Kollaps kommen? Ein Grund war die Überdehnung der Kräfte. Die wirklichen Gründe wurzeln wiederum tiefer. Militär und Wirtschaft waren der technischen Entwicklung der Europäer nicht mehr gewachsen. Man kaufte zwar kräftig Kanonen, Musketen und die Uhren, nach denen der Orient verrückt war, bei den Ungläubigen ein, eine eigene Produktion kam aber nur zeitverzögert zustande, meist als Kopien auf dem Standard des jeweils vergangenen Jahrhunderts. Dies war der Fall auf jedem beliebigen Gebiet in Wirtschaft, Wissenschaft und Technik [S.223].

Reisen fanden damals stets von West nach Ost statt, so gut wie nie in die andere Richtung.

Europäer bereisten den Orient, Muslime aber so gut wie nie Europa. Die islamische Welt interessierte sich ausser möglichen Eroberungen nicht im Geringsten für das Abendland, man wusste buchstäblich nicht viel mehr darüber, als dass dort Ungläubige lebten.

[Die muslimische Welt verweigert ab den Osmanen die Wissenschaften: Erde=Teppich, Handel durch Positionen, Glaubenspropaganda]

Die Renaissance, die neuen Staatsideen, die wissenschaftlichen Fortschritte, das neue Bild der Erde und des Himmels blieben in der islamischen Welt vollkommen unbeachtet. Die Erde ist laut Koran wie ein ausgebreiteter Teppich beschaffen, mit sieben Himmelsschichten darüber. An diesem Bild hat sich bis heute, in Zeiten von Google Earth, offiziell nichts geändert. Die Evolutionslehre ist tabu.

Der vermittelnde Handel zwischen Asien und Europa war eine ergiebige Einkommensquelle der islamischen Länder - und bald auch die einzige. Die Entdeckung Amerikas, der Seeweg um das Kap der Guten Hoffnung, der Vorstoss bis Ostasien bleiben in der Folgezeit nahezu unbeachtet und waren keines Kommentares würdig, ausser dem, dass die neu entdeckten Menschen bald zum richtigen Glauben finden mögen. Die einzig erhaltene Kopie der Karte des Kolumbus befand sich zwar in osmanischem Besitz, bis zur Entdeckung 1920 im Topkapi-Palast in Istanbul wusste jedoch niemand von ihrer Existenz.

[Die neuen Seewege ab 1491 brechen das muslimische Handelsmonopol zwischen Europa und Asien - Kolonialprodukte ersetzen muslimische Produkte - der Fantasie-Islam bleibt geistig blockiert]

Diese Jahrhunderte währende Arroganz und das schon sehr lange nicht mehr berechtigte Gefühl der Überlegenheit rächten sich bald bitter. Denn ohne dass es in Konstantinopel und der islamischen Welt überhaupt registriert wurde, hatten die Europäer eigene Handelswege zur See erschlossen: in die neue Welt, aber auch nach Süd- und Ostasien. Das Handelsmonopol der islamischen Welt als Schnittstelle zwischen Europa und Asien war damit zusammengebrochen. Mit ungeheuren Folgen.

Das lässt sich an einer simplen Tasse Kaffee veranschaulichen. Der Kaffee, ursprünglich aus Äthiopien stammend, wurde im Jemen kultiviert und fand über Arabien und die Türkei seinen Weg nach Europa. Man versüsste sich den Kaffee mit Zucker aus Mesopotamien oder Ägypten, den man ebenfalls nach Europa exportierte. Als nun die Europäer beides billiger aus Lateinamerika bezogen, drehte sich der Spiess um. In der Folge [S.224] tranken Araber wie Türken aus Europa importierten Übersee-Kaffee und süssten ihn mit ebenfalls importiertem Zucker. Nur das Wasser war noch ihres, und das ist heutzutage auch nur noch bedingt so.

So ging es auf allen Gebieten.

Es gab zwar warnende Stimmen von den wenigen Muslimen, die Europa kannten - vorwiegend Diplomaten -, aber sie fanden kein Gehör. Als Heilmittel für die Überwindung der durchaus erkannten Schwächen wurde die Rückkehr zu den alten osmanischen und islamischen Werten gepredigt. Damals wie heute.

Auch die wenigen Versuche, europäische Technologie in die islamische Welt zu verpflanzen, etwa vom ägyptischen Khediven Muhamad Ali Anfang des 19. Jahrhunderts, schlugen fehl, weil man sich damals wie heute auf Konsum und Reproduktion beschränkte und wenig bis nichts originär produzierte.

[Die Arroganz des Fantasie-Islams blockiert die Weiterbildung bei den "Ungläubigen"]

Trotzdem fühlte sich die islamische Welt immer noch weit überlegen und weigerte sich, das Wissen der verachteten Ungläubigen auch nur zu begutachten. Der Buchdruck fand mit sage und schreibe 300 Jahren Verspätung Eingang in die islamische Welt, und das auch nur äusserst zögerlich. Und es war ein Europäer, der die erste Druckerpresse der islamischen Welt quasi mit Gewalt installierte - nämlich Napoleon. Diesen Rückstand konnten die muslimischen Länder bis heute nicht aufholen, wie der "Arab Human Development Report" deutlich macht.

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