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Islam-Terror - islamischer Terror - islamistischer Terror. Teil 3

Man muss den Tatsachen in die Augen schauen: Es wäre eben schon gut, wenn alle Religionen die Menschenrechte beachten müssten, und wenn die "Religionsfreiheit" endlich klar den Menschenrechten unterstellt würde. Aber die Justiz in Europa schläft lieber und behandelt nur extreme "Einzelfälle"...

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Welt
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17.11.2011: Schwulenfeindlicher Islam ist erst seit dem 19. Jh. schwulenfeindlich - Kopie der radikalen Kirche

aus: Welt online: Islamwissenschaft: Islam war früher tolerant zu Homosexuellen; 17.11.2011;
http://www.welt.de/kultur/history/article13720728/Islam-war-frueher-tolerant-zu-Homosexuellen.html

<Der Arabist Thomas Bauer sieht die Homophobie im Islam als Import aus dem Westen. Der habe im 19. Jahrhundert den "Kampf gegen unordentlichen Sex" eingeführt.

Die vielverbreitete Schwulenfeindlichkeit in islamischen Ländern ist nach Ansicht des Arabistikforschers Thomas Bauer ein Import aus der westlichen Welt.

Heute gilt Homosexualität in der islamischen Welt als Ausweis westlichen Lebensstils und provoziert homophobe Demonstrationen, zum Beispiel in Indien (Foto)

Erst im 19. Jahrhundert habe der Westen den „Kampf gegen den unordentlichen Sex“ im Nahen Osten eingeführt, schreibt der Wissenschaftler vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Universität Münster.

Der Islam sei mehr als 1000 Jahre lang tolerant mit Homosexuellen umgegangen. „Dass es heute in muslimischen Ländern handfeste Schwulen-Verfolgungen bis hin zu Hinrichtungen gibt, lässt sich nicht auf eine lange religiöse oder kulturelle Tradition zurückführen“, schreibt Bauer in einer Mitteilung der Hochschule.

„Vielmehr blickt der Islam auf eine tausendjährige Geschichte reicher homoerotischer Kultur zurück.“

In der Zeit von 800 bis 1800 lasse sich in der arabisch-islamischen Kulturgeschichte „keine Spur von Homophobie“ feststellen, betont Bauer, der in Münster am Institut für Arabistik und Islamwissenschaft forscht.

Vor dem Jahr 1979 sei aus tausend Jahren kein Fall bekannt, in dem ein Mann aufgrund von einvernehmlichem Sex mit einem anderen Mann angeklagt worden sei. „Man sollte sich also hüten, die religiösen Normen des Islams in ihrer Bedeutung für die Gesellschaft zu überschätzen.“

Rechtsgelehrte hätten es kaum als Problem gesehen, dass die soziale Praxis der religiösen Norm meist widersprochen habe.

Heute werde der Lebensstil schwuler Männer etwa vom iranischen Regime oder von den Taliban-Milizen als „verwestlicht“ abgelehnt. Verfolgungen seien an der Tagesordnung.

„Wenn es sogar in Deutschland nur in Großstädten eine Schwulen-Szene gibt und ein Coming-out auf dem Land Außenseiter-Dasein bedeutet, ist dies in islamischen Ländern noch extremer. Die Emanzipation Homosexueller ist in Beirut, Kairo oder Casablanca nur ein Thema für hippe Kids der Oberschicht.“

dpa/bas>

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20
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21.11.2011: Pakistan lässt "rund 1700 Wörter" für SMS zensieren

aus: 20 minuten online: Zensur auf pakistanisch: "Jesus Christus' Quickie im Harem"; 21.11.2011;
http://www.20min.ch/digital/webpage/story/-Jesus-Christus--Quickie-im-Harem--19946363

<Der Text im Titel wäre in Pakistan undenkbar: Die Regierung hat die Mobilfunkanbieter des Landes angewiesen, SMS-Nachrichten mit «anstössigen» Inhalten zu filtern. Auf der schwarzen Liste landeten 1700 Wörter.

Die pakistanische Regierung hat die fünf örtlichen Mobilfunkanbieter angewiesen ab Montag Kurznachrichten auszusortieren, die sie für «anstössig» halten. Dabei sollen rund 1700 Wörter aus den SMS gefiltert werden, um die islamische Kultur zu schützen, erklärte Mohammad Younis, Sprecher der Telekommunikationsbehörde PTA.

«Nach zahlreichen Beschwerden von Kunden haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen», so Younis weiter. Die fünf Mobilfunk-Unternehmen des Landes würden darum an der notwendigen Filtersoftware arbeiten.

«Randi» Zuckerberg wird verboten

Den Anbietern ist nun die Liste mit den zu zensurierenden Wörtern übermittelt worden. Darunter seien Begriffe aus dem Englischen, der Landessprache Urdu, sowie aus vier Regionalsprachen. Als Beispiele werden Begriffe wie «Jesus Christus» und «Herpes» sowie «Mary Jane» und «härter» genannt.

In zahlreichen Internetforen wird unterdessen heftig über die Entscheidung debattiert. Ein Nutzer auf der Website der Zeitung „Express Tribune“ nennt die Zensur «lustig und extrem dumm». Von nun an könne er sich in einer SMS nicht mehr über die frühere Marketingchefin des Online-Netzwerks Facebook, Randi Zuckerberg, äussern, denn Randi bedeutete in der Sprache Urdu «Prostituierte».

In Pakistan gibt es rund 100 Millionen Handy-Nutzer. Das Land hat etwa 170 Millionen Einwohner, die grosse Mehrheit davon sind Muslime.

(kle)>

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Der Standard online, Logo

2.12.2011: <Amnesty-Bericht: Repression in Saudi-Arabien wird immer schlimmer> - Dauer-Folter gegen alle Reformbefürworter

aus: Der Standard online; 2.12.2011;
http://derstandard.at/1322531690118/Amnesty-Bericht-Repression-in-Saudi-Arabien-wird-immer-schlimmer

<Königsdiktatur geht rigoros gegen Reformbefürworter vor - "Folter allgegenwärtig".

Dubai - In Saudi-Arabien geht das Regime nach Erkenntnissen der Menschenrechts- und Gefangenenhilfe-Organisation Amnesty International rigoros gegen Anhänger des "Arabischen Frühlings" vor, die auch demokratische Reformen in dem Königreich fordern. Die vergangenen neun Monate seien gekennzeichnet gewesen von einer beispiellosen Welle der Repression, die von den staatlichen Behörden mit der Notwendigkeit gerechtfertigt wurde, die öffentlich Ordnung aufrecht zu erhalten, heißt es in einem vom Amnesty-Direktor für den Nahen Osten, Philip Luther, veröffentlichten Bericht. Die zur Anwendung gekommenen Praktiken seien "beunruhigend" und liefen darauf hinaus, Reformanhänger generell mit Terrorverdächtigen gleichzusetzen.

Verfolgung durch Behörden

Tausende Personen befinden sich laut dem Amnesty-Bericht in Haft, Folter und Misshandlungen seien allgegenwärtig. Insbesondere Angehörige der schiitischen Minderheit seien Verfolgungen durch die Behörden ausgesetzt. Die Saudi-Arabien-Expertin Regina Spöttl sagte: "Ziel der Regierung ist es, die Rufe nach Reformen, die in der Region immer lauter werden, im Keim zu ersticken". Nach ihren Informationen bereitet die Regierung in Riad ein Gesetz vor, das "jede abweichende Meinungsäußerung zur terroristischen Straftat" erklären würde. Viele der inhaftierten Demonstranten würden zwar unter der Auflage, künftigen Protesten fernzubleiben, wieder auf freien Fuß gesetzt, doch dürften sie anschließend das Land nicht mehr verlassen. Faire Prozesse hätten sie nicht zu erwarten.

Volksaufstände von "Feinden des Islam"

Als die Massenproteste in Tunesien und Ägypten zu Jahresbeginn die dortigen Despoten stürzten, hatten Behörden und Geistliche in Saudi-Arabien die Bürger eindringlich davor gewarnt, auf die Straße zu gehen. Der Großmufti von Saudi-Arabien, Abdelaziz al-Sheikh, hatte die Volksaufstände in arabischen Ländern als von "Feinden des Islam gesteuerte chaotische Aktionen" verurteilt, deren Ziel es sei, "die muslimische Welt zu spalten". Die "Feinde des Islam und ihre Knechte" stifteten zur Revolte an, um "die muslimische Nation im Herz zu treffen und sie zu spalten", war der höchste geistliche Würdenträger des Königreichs zitiert worden. Prinz Talal Ibn Abdulaziz, ein Halbbruder des Königs Abdullah, hatte in einem BBC-Interview erklärt, er rechne mit Unruhen auch in Saudi-Arabien, sofern nicht dringend benötigte Reformen eingeleitet würden. Solche Reformen könne aber nur der Monarch in Gang bringen.

Saudi-Arabien, das im März Soldaten nach Bahrain schickte, um die Proteste der dortigen schiitischen Mehrheitsbevölkerung gegen die sunnitische Königsherrschaft niederzuschlagen, gefällt sich in der Arabischen Liga mit westlichem Beifall in der Rolle des Großinquisitors, wenn es um Menschenrechtsverstöße in Syrien oder Jemen geht. (APA)

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Der "Arabische Frühling" hat nichts gebracht:

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9.12.2011: <Die westliche Illusion vom "gemkässigten Islamismus"> - Menschenrechte sind im Islam nicht vorgesehen - auch in Zukunft nicht

aus: Welt online; 9.12.2011;
http://freie.welt.de/2011/12/09/die-westliche-illusion-vom-gemasigten-islamismus/

<Die Muslimbruderschaft liegt bei den Wahlen in Ägypten klar in Führung – gefolgt von den noch militanteren Salafisten. Jetzt hofft der Westen auf die “Mäßigung” der islamistischen Übermacht – und klammert sich dabei an Illusionen.

Zum vertrauten Bild von Ägypten gehörten stets der Nil, die Pyramiden – und der Bauchtanz. Mit Letzterem jedoch könnte es dort bald vorbei sein. Denn die ägyptische Muslimbruderschaft, die in der ersten Runde der ersten freien Parlamentswahlen nach dem Sturz der Mubarak-Diktatur etwa 40 Prozent der Stimmen erzielt hat, hält den legendären erotisierenden Tanz, bei dem Damen mit üppigen Rundungen reichlich nackte Haut zeigen, für unmoralisch und “unislamisch”.

Erst recht gilt das für die noch extremeren salafistischen Islamisten, die bei den Wahlen mit 20 Prozent völlig überraschend zur zweitstärksten Kraft geworden sind. Zahlreiche ägyptische Unterhaltungskünstler tragen sich angesichts dieser Phalanx bereits mit Auswanderungsgedanken. Und selbstverständlich keineswegs nur sie. Vor allem religiöse Minderheiten wie die schon jetzt von muslimischen Fanatikern heftig drangsalierten koptischen Christen fürchten angesichts der islamistischen Übermacht um Leib und Leben.

Verfällt man aber nicht dem Alarmismus, wenn man mit der Aussicht auf eine absolute Mehrheit religiöser Extremisten im Parlament für die Zukunft der ägyptischen Gesellschaft das Schlimmste befürchtet? An Beschwichtigern fehlt es in der westlichen Öffentlichkeit nicht. Wenn die Islamisten erst einmal an die Macht gelangt seien und Verantwortung tragen müssten, würden sie gar nicht umhinkönnen, sich politisch zu mäßigen – und sei es nur unter dem Druck ökonomischer Zwänge. Mit solchen Argumenten trösten sich Kommentatoren über die niederschmetternde Tatsache hinweg, dass jene säkular-liberalen Kräfte, die den umjubelten “arabischen Frühling” initiiert hatten, an der Wahlurne zur splittergruppenhaften Randerscheinung geschrumpft sind.

Stets hat man sich den Totalitarismus schöngeredet

Derartige Hypothesen gehen jedoch von der Voraussetzung aus, Islamisten teilten mit uns Rationalitätserwägungen westlich-aufklärerischen Zuschnitts – oder seien ihnen zumindest zugänglich. Dass sie die Logik westlicher Rationalität radikal ablehnen, macht sie jedoch überhaupt erst zu Islamisten. Zu erwarten, dass sich die Muslimbruderschaft zur religiösen Toleranz bekehren würde, um westliche Investoren und Touristen nicht zu verschrecken, unterstellt, ihnen läge das öffentliche Wohl im Sinne ökonomischer Prosperität im Zweifelsfall mehr am Herzen als die Reinheit ihrer religiösen Metaphysik.

Doch mit ähnlichen Annahmen über totalitäre Bewegungen haben Demokraten in der Geschichte schon häufig Schiffbruch erlitten. Über Hitler sagte man, sein Hass werde sich schon abschleifen, sei er erst einmal in den pragmatischen Mühen der Ebene gelandet und gefordert, die Arbeitslosen von der Straße zu holen. Den russischen Bolschewiki bereitete es kein Problem, Anfang der 20er-Jahre eine “neue ökonomische Politik” der Förderung von Privateigentum und Markt zu betreiben, um den wirtschaftlichen Zusammenbruch des von ihnen beherrschten Landes abzuwenden. “Gemäßigt” haben sie sich dadurch jedoch keineswegs – sie nutzten diese Phase relativer Stabilität vielmehr, um ihre terroristische Diktatur zu festigen.

Nun beruht der Griff der Muslimbrüder nach der Macht freilich nicht wie bei Nationalsozialisten und Bolschewisten auf Usurpation, sondern auf dem durch eine demokratische Abstimmung ermittelten Mehrheitswillen. Westliche Politiker geben sich deshalb dem Wunschdenken hin, bei den designierten neuen Herren Ägyptens, mit denen man sich beizeiten gut stellen will, handele es sich folgerichtig um Demokraten. Es gebe “keine Berührungsängste” gegenüber den Muslimbrüdern, erklärte jüngst Außenminister Guido Westerwelle – solange sie “rote Linien” wie Gewaltverzicht und das Bekenntnis zur Demokratie beachteten.

Dem Westen dahin gehende verbale Zugeständnisse zu machen kostet die Islamisten freilich nichts. Für sie zählt, erst einmal ungestört an die Schalthebel der Macht zu gelangen. In Wahrheit aber haben sie von ihrer mörderischen antiwestlichen und vor allem antisemitischen Ideologie bisher kein Iota zurückgenommen.

Die Muslimbrüder haben keinen objektiven Grund zur “Mäßigung”

Doch weil sich der Westen gegenüber dem Siegeszug des Islamismus in den postrevolutionären arabischen Gesellschaften ohnmächtig fühlt, klammert er sich umso inbrünstiger an die Hoffnung auf dessen freiwillige “Mäßigung”. Auf den Mythos des “gemäßigten Islamismus” setzt man in Afghanistan, wo man das Land gemeinsam mit “gemäßigten Taliban” stabilisieren will. Und auf ihn baut man in Ägypten, wo man sich das Entstehen einer moderaten islamischen Regierungspartei nach dem Vorbild der türkischen AKP erträumt.

Doch welchen objektiven Grund hätten die Islamisten eigentlich, sich zu “mäßigen”? In Afghanistan werden die Taliban nach dem Abzug der Nato keinen ernst zu nehmenden Widersacher mehr vorfinden. Und in Ägypten haben die Islamisten von den zersplitterten und schlecht organisierten säkularen Demokraten, die bereits jetzt wachsender Repression durch den herrschenden Militärrat ausgesetzt sind, kaum effektiven Widerstand zu befürchten. Die starke Konkurrenz vonseiten der Salafisten wird die Muslimbrüder eher dazu nötigen, ihre fundamentalistische Prinzipientreue unter Beweis zu stellen.

Eine arabische Version der türkischen AKP?

Zudem: In Ägypten befürworten laut einer kürzlich im Nahen Osten durchgeführten Umfrage 82 Prozent der Befragten die Steinigung als Strafe für eheliche Untreue, 77 Prozent Auspeitschen und Handabhacken für Diebstahl. 84 Prozent sehen die Todesstrafe als gerecht an, wenn ein Muslim dem Islam abschwört. In der Türkei liegen die entsprechenden Zahlen bei 16, 13 und fünf Prozent. Die gesellschaftlich-kulturellen Voraussetzungen, die in der Türkei zur Herausbildung einer “gemäßigt islamischen” Politik geführt haben, sind mit denen in arabischen Ländern schlicht nicht vergleichbar.

Die einzige Kraft, die dem Islamismus in Ägypten einen Riegel vorschieben kann, ist das Militär, mit dem die Muslimbrüder einstweilen eine Allianz zwecks Machtaufteilung eingegangen sind. Doch können Demokraten ihre letzte Hoffnung auf Eindämmung der islamischen Welle wohl kaum an eine autoritäre Macht heften. Der Westen sollte der Muslimbruderschaft keinen Persilschein bezüglich ihrer Demokratietauglichkeit ausstellen. Vielmehr muss er für die Zusammenarbeit mit jeglicher künftigen ägyptischen Regierung eindeutige Bedingungen formulieren, deren erste die Achtung fundamentaler Menschen- und Minderheitenrechte zu sein hat.>

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n-tv online, Logo

Karachi (Pakistan) 13.12.2011: <Koranschüler im Keller angekettet> - in Ketten im Keller der Madrasa

aus: n-tv online:Verdacht: Ausbildung zu TalibanKoranschüler im Keller angekettet; 13.12.2011;
http://www.n-tv.de/panorama/Koranschueler-im-Keller-angekettet-article4989216.html

<Geistliche in der südpakistanischen Hafenstadt Karachi halten 68 Koranschüler in ihrer Gewalt. Unter den Jugendlichen befinden sich Drogenabhängige und psychisch Kranke. Nach ihrer Befreiung sagen einige: "Wir werden zu hier zu Taliban gemacht".

Die Polizei in der südpakistanischen Hafenstadt Karachi hat 68 Koranschüler aus der Gewalt von Geistlichen befreit, die die Kinder und Erwachsenen zu Taliban-Kämpfern ausbilden wollten. Ein Polizeisprecher sagte, die Schüler im Alter zwischen 4 und 54 Jahren seien im Keller der Madrasa angekettet gewesen. Unter den 14 Jungen und 54 Männern seien Drogenabhängige und psychisch Kranke, die von Angehörigen in die Obhut der Geistlichen gegeben worden seien. Die Verwaltung der Koranschule habe den Familien dafür je 5000 Rupien (43 Euro) pro Monat berechnet.

Einige der befreiten Koranschüler sagten der Polizei und den Medien nach der Razzia, sie seien gefoltert worden. Die Geistlichen hätten sie auf den Dschihad - den Heiligen Krieg - vorbereiten wollen. "Sie sagen, Du sollst hier ausgebildet werden, dann werden wir Dich in den Kampf schicken", sagte ein Schüler dem Sender Geo TV. "Wir werden hier zu Taliban gemacht."

Die Polizei nahm nach eigenen Angaben einen Geistlichen der Koranschule fest, vier weitere konnten fliehen. Einige der mehreren tausend Koranschulen in Pakistan stehen seit langem im Verdacht, ihre Schüler zu radikal-islamischen Kämpfern auszubilden. Innenminister Rehman Malik ordnete eine Untersuchung an.

dpa>

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n-tv online, Logo

12.12.2011: Saudi-Arabien lässt eine "Hexe" köpfen - die 73. Hinrichtung im Jahre 2011

aus: n-tv online: 73. Hinrichtung in diesem Jahr: Saudi-Arabien köpft "Hexe"; 12.12.2011;
http://www.n-tv.de/panorama/Saudi-Arabien-koepft-Hexe-article4987031.html

<In Saudi-Arabien wird eine Frau enthauptet - wegen angeblicher Hexerei. Auf dieses Delikt steht in dem islamischen Land die Todesstrafe. Insgesamt sind in diesem Jahr schon 73 Menschen in Saudi-Arabien hingerichtet worden.

Eine wegen Hexerei zum Tode verurteilte Frau ist in Saudi-Arabien hingerichtet worden. Sie sei in der nördlichen Provinz Dschawf enthauptet worden, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur SPA eine Erklärung des Innenministeriums. Damit steigt die Zahl der Hinrichtungen in diesem Jahr bereits auf mindestens 73.

In Saudi-Arabien urteilen Richter auf der Grundlage einer puritanisch-konservativen Interpretation des islamischen Rechts, der Scharia. "Hexerei und Zauberei" wird in dem arabischen Land genauso mit dem Tode bestraft wie Mord, Vergewaltigung und Drogenhandel.

Amnesty fordert Ende der Exekutionen

Amnesty International hatte Riad im vergangenen September zu einem "sofortigen Moratorium der Hinrichtungen" aufgerufen. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisationen warten derzeit noch rund 140 Todeskandidaten auf die Vollstreckung ihres Urteils.

Erst im vergangenen September war ein Sudanese in der Stadt Medina wegen Hexerei exekutiert worden. Den meisten "Hexen und Hexer" wirft man vor, sie hätten Menschen auf Wunsch von Angehörigen oder Bekannten verflucht oder für Geld Zauber-Amulette hergestellt.

dpa/APF

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Financial Times Deutschland online,
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Die irren Muslime-Polizisten von Ägypten am 20.12.2011: Frauen ausziehen und Frauen schlagen ist nicht mehr Tabu

aus: Financial Times Deutschland online: Proteste in Ägypten: Das gemarterte Mädchen vom Tahrir-Platz; 20.12.2011;
http://www.ftd.de/politik/international/:proteste-in-aegypten-das-gemarterte-maedchen-vom-tahrir-platz/60144952.html

Video: http://www.youtube.com/watch?v=4M7re7K95_U

<Die Szene der Misshandlung einer Demonstrantin empört die Ägypter

Die Brutalität der Soldaten in Ägypten macht vor Frauen nicht mehr halt. Eine junge Frau wird getreten, verprügelt und gezerrt. Ein Video belegt hemmungslose staatliche Gewalt gegen Demonstranten in Kairo.


von Astrid Frefel, Kairo


Auch ihre schwarze Abaja und der Gesichtsschleier haben sie nicht vor der Brutalität der Soldaten geschützt. Das Video mit der Szene, in der eine junge Frau auf dem Tahrir-Platz in Kairo minutenlang von einem Dutzend Soldaten geschlagen und getreten wird, hat im In- und Ausland für Entsetzen gesorgt. Im Internet verlangen inzwischen Ägypterinnen von den regierenden Generälen eine Entschuldigung bei allen Frauen. Der oppositionelle Präsidentschaftskandidat Mohammed El Baradei twitterte, Militärpolizisten, die Tahrir-Mädchen auszögen und hinter sich her schleiften, seien eine Schande.

Seit die Gewalt vor vier Tagen im Zentrum von Kairo wieder aufgeflammt war, waren sehr wenige Frauen unter den Demonstranten. Das ist ein Indikator dafür, wie gefährlich die Auseinandersetzungen eingestuft werden. Im Internet kursierten auch andere Beweise von Brutalität gegen Frauen, aber nichts Vergleichbares mit den Szenen, die sich am Samstagmittag auf dem Platz zugetragen haben. Ein Augenzeuge, der selbst schwer verletzt wurde, bestätigte den Vorfall in einem Interview mit dem ägyptischen Fernsehsender al-Hayat.

Nach seinen Aussagen haben sich Soldaten die junge Frau gegriffen und sie an den Beinen hinter sich hergeschleift. Dabei wurden ihr die Kleider vom Leib gerissen bis sie halb nackt war. "Die Soldaten haben geschlagen und geschlagen. Sie hatten kein Hirn, sie waren wie Tiere", schilderte der junge Mann den Gewaltexzess gegen die Frau, deren Name er mit Azza angab.

In einer der provisorischen Krankenstationen wurden ihre Wunden an den Händen und den Beinen versorgt, bevor sie in das El-Nadim-Zentrum für die Rehabilitierung von Gewaltopfern gebracht wurde. Ein Bekannter von ihr erklärte später, sie wolle nicht, dass ihre Identität bekannt werde. Dass die Soldaten sie ausgezogen hätten, entlarve diese und sollte jenen genug sagen, die immer noch an die Armee glaubten.

Bei erneuten Scharmützeln im Regierungsviertel von Kairo wurden in der Nacht zu Montag zwei weitere Demonstranten erschossen, einer starb in Gefangenschaft.>


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Der Standard online, Logo

29.12.2011: <Frauen dürfen ohne männliches Einverständnis wählen> - aber reisen, arbeiten, studieren, heiraten, scheiden oder in ein öffentliches Spital dürfen Frauen nur "mit Zustimmung eines Mannes"

aus: Der Standard online: Neue Regelung von König Abdullah erleichtert für Frauen den Wahlgang; 29.12.2011;
http://derstandard.at/1324501505082/Frauen-duerfen-ohne-maennliches-Einverstaendnis-waehlen

<Ohne männliche Zustimmung zu wählen war in Saudi Arabien bis dato für Frauen nicht möglich.

Frauen in Saudi Arabien wird es 2015 erstmals erlaubt sein, alleine wählen zu gehen oder bei lokalen Wahlen anzutreten. Bisher war dafür immer die Zustimmung eines Mannes notwendig. Das gab der saudische König Abudllah über die staatliche Zeitung al-Watan bekannt.

Weiterhin ist es Frauen jedoch ohne Zustimmung eines Mannes verboten zu reisen, zu arbeiten, im Ausland zu studieren, zu heiraten, sich scheiden zu lassen oder in einem öffentlichen Spital aufgenommen zu werden. (red/derStandard.at)

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20 minuten online, Logo

Afghanistan 1.1.2012: 15 Jahre altes Mädchen Sahar Gul zwangferheiratet, gefoltert und zur Prostitution gezwungen

aus: 20 minuten online: Gewalt gegen Frauen: Das Martyrium einer 15-jährigen Afghanin; 1.1.2012;
http://www.20min.ch/news/ausland/story/Das-Martyrium-einer-15-jaehrigen-Afghanin-10441696

Video: Afghan child bride horrifically abused by husband: http://www.youtube.com/watch?v=o4b7J6fZNMI
Video: Afghan girl found tortured: http://www.youtube.com/watch?v=j-Fhr6obJx8 mit Stellungnahme der Organisation "Women for women international".

<Das zwangsverheiratete Mädchen Sahar Gul aus Afghanistan wurde von der Familie ihres Ehemannes gefoltert und zur Prostitution gezwungen. Ein Video hat jetzt ihre Qualen publik gemacht.

Ein besonders schwerer Fall von brutaler Gewalt gegen ein 15 Jahre altes zwangsverheiratetes Mädchen hat in Afghanistan für grosse Betroffenheit gesorgt. Der jungen Frau wurden vom eigenen Ehemann Haare und Fingernägel ausgerissen, mit einer Zange schnitt er tiefe Wunden in ihren Körper.

Jetzt hat ein Video des britischen Senders BBC das Martyrium einer 15-Jährigen in Afghanistan öffentlich gemacht (Video siehe unten). Die seit Montag mit schwersten Verletzungen in einem Spital der Hauptstadt Kabul liegende Sahar Gul äusserte sich am Wochenende erstmals über ihr monatelanges Martyrium, das sie bei der Familie ihres Ehemanns durchlitt.

Diese wollte sie nach Angaben des Mädchens zur Prostitution zwingen, sperrte sie wegen ihrer vehementen Gegenwehr ein halbes Jahr lang in der Toilette ein und folterte sie auf grausame Weise.

Gefoltert und geschlagen

Vor allem von ihrer Schwiegermutter sei sie geschlagen und immer wieder mit Zigaretten gebrannt worden, sagte Gul am Samstag. Zudem habe die Frau ihr die Fingernägel ausgerissen.

«Ich habe kein Essen und kein Wasser bekommen, wurde gefoltert und geschlagen», sagte Gul mit brüchiger Stimme bei einem von der afghanischen Gesundheitsministerin Suraja Dalil in der Klinik anberaumten Medientermin.

Der Fall kam ans Licht, als die Eltern der jungen Frau die Polizei kontaktierten, weil sie ihre Tochter seit Monaten nicht gesehen hatten. Als sie entdeckt wurde, war ihr Mann bereits geflohen. Die Polizei nahm aber andere Familienmitglieder fest.

Das Mädchen war vor etwa sieben Monaten für 5000 Dollar von ihrem Bruder an ihren späteren Ehemann verkauft worden. Zusammen mit ihm und seinen Eltern lebte sie seither in der nordöstlichen Provinz Baghlan.

Wachsende Gewalt gegen Frauen

Gesundheitsministerin Dalil sagte, der Fall sei ein weiteres Beispiel für die zunehmende Gewalt gegen Frauen in Afghanistan. Das Mädchen «aus einem entlegenen Teil des Landes» sei noch ein Kind und habe nach dem Gesetz noch gar nicht heiraten dürfen.

«Das ist eine tragische und herzzereissende Geschichte für Afghanistan», sagte Dalil. Die junge Frau verliere weiterhin viel Blut und sei zudem schwer traumatisiert.

Nach Ansicht von Menschenrechtlern wird die wachsende Gewalt gegen Frauen vor allem in ländlichen Gegenden Afghanistans zu wenig beachtet. Zahlen der Afghanischen Menschenrechtskommission zufolge wurden allein im zweiten Quartal des Jahres mehr als 1000 Fälle von Misshandlungen von Frauen bekannt.

Im Jahr 2010 seien es insgesamt 2700 gewesen, berichtete die BBC. Die Dunkelziffer sei zudem riesig. Der Menschenrechtsorganisation Oxfam zufolge geben fast 90 Prozent der afghanischen Frauen an, schon einmal körperliche, sexuelle oder psychische Gewalt erlitten zu haben beziehungsweise zwangsverheiratet worden zu sein.>


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n-tv online, Logo

Duschanbe (Tadschikistan) 3.1.2012: <Kriminalität: Islamische Fanatiker töten «Väterchen Frost»>

aus: n-tv online; 3.1.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/Islamische-Fanatiker-toeten-Vaeterchen-Frost-article5120171.html

<Duschanbe (dpa) - Aus religiösem Hass haben drei islamische Fanatiker in der früheren Sowjetrepublik Tadschikistan einen als «Väterchen Frost» verkleideten Mann getötet. Der 24-Jährige sei kein Muslim, hätten die Angreifer geschrien und mehrmals mit einem Messer auf ihr Opfer eingestochen, berichteten tadschikische Medien. Radikale Islamisten in dem zentralasiatischen Land hatten ihre Landsleute aufgefordert, das orthodoxe Weihnachtsfest nicht zu feiern. In Russland bringt «Väterchen Frost» die Geschenke in der Nacht zum ersten Januar.

Quelle: n-tv.de / dpa>

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17.1.2012: Iran will Barbie-Puppen ausrotten - und nun sind sie "unter dem Tisch"

aus: Der Standard online: Iran: Sittenpolizei ist hinter der Barbie her; 17.1.2012;
http://diestandard.at/1326502997246/Iran-Sittenpolizei-ist-hinter-der-Barbie-her

<Dieser islamische Gegenentwurf zur Barbie heißt nicht Sara oder Dara, sondern "Fulla", entspricht den iranischen Puppen aber in den wesentlichen Merkmalen.

SpielzeughändlerInnen müssen die "heiße Ware" verstecken - wegschmeißen will sie aber keine/r, denn sie erfreut sich trotz islamischer Puppen-Konkurrenz ungebrochener Beliebtheit

Teheran - Die iranische Sittenpolizei hat ein neues Aufgabengebiet: Um den schädlichen Einfluss westlicher Kultur im islamischen Staat gering zu halten, müssen sie Jagd auf Barbie-Puppen bzw. deren HändlerInnen machen, berichten betroffene LadeninhaberInnen am Montag. "Vor etwa drei Wochen kamen sie in unser Geschäft und befahlen, die Barbies wegzuschmeißen", sagte ein Spielwarenhändler im Norden Teherans gegenüber Reuters.

Neu ist der nun als "sanfter Krieg" benannte Kampf gegen den "dekadenten Westen" und auch die Püppchen nicht; schon 1996 wurden die vom US-Spielzeugriesen Mattel produzierten Barbies von den religiösen Führern als "unislamisch" deklariert, weil sie "zerstörerische kulturelle und soziale Konsequenzen" hätten. Am offenen Verkauf der Puppen hat der ausgesprochene Bann allerdings bislang nichts geändert.

Vor drei Wochen hat sich das geändert. Die HändlerInnen müssen die heiße Ware hinter erlaubtem Spielzeug verstecken, um den Razzien der Sittenwächter zu entgehen; wegschmeißen will hier keine/r den Verkaufsschlager. Denn die Barbie erfreut sich im Iran auch trotz der 2002 am Markt präsentierten islamischen Konkurrenz-Puppen Sara und Dara ungebrochener Beliebtheit. Die beiden tragen im Gegensatz zur Barbie ihr Haar nicht offen, sondern unter einem Tuch, und auch ihr Gewand liegt nicht eng am Körper auf.

Tricksen und täuschen

"Meine Tochter mag Barbies lieber. Sie sagt, Sara ist häßlich und fett", erzählt die 38-jährige Farnaz, die sich vergeblich im Laden nach einer Barbie-Zeichentrick-DVD umschaut. Auch die wurden aus den Läden verbannt. Der Ladenbesitzer zeigt auf eine Puppe in einem langen schwarzen Schleier: "Wir verkaufen heimlich Barbies, aber die da stellen wir in die Auslage." So soll die Sittenpolizei an der Nase herum geführt werden. (Reuters)>

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24.1.2012: Islam-Terror in Zentralafrika: "Boko Haram" mit Autobomben und Massakern - "Westliche Bildung ist Sünde"

aus: Der Standard online: Terroranschläge in Nigeria: "Boko Haram wird sich wie ein Lauffeuer auf die Nachbarstaaten ausbreiten"; 24.1.2012;
http://derstandard.at/1326503495338/Terroranschlaege-in-Nigeria-Boko-Haram-wird-sich-wie-ein-Lauffeuer-auf-die-Nachbarstaaten-ausbreiten

<Interview | Teresa Eder, 24. Jänner 2012 13:07

Zur Person

Hussein Solomon ist Professor für Politikwissenschaft an der University of South Africa. Seine Forschungsschwerpunkte reichen von politischen Konflikten in Afrika bis hin zu religiösem Fundamentalismus. In dem Blog "Freerad!cals" kommentiert der bekennende Muslim das politische Geschehen in Afrika.

Solomon über Boko Haram: "Im Endeffekt kann man mit solchen Leuten nicht verhandeln."

Der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan (l.) kondoliert beim Emir von Kano (r.) nach den verheerenden Anschläge vom Wochenende. Kano ist das spirituelle Zentrum der muslimischen Bevölkerung.

Aufräumarbeiten nach den Anschlägen, die mehr als 170 Menschen das Leben gekostet haben.

Die derzeitige Führung von Boko Haram hat sich in der vergangenen Woche erstmals im Internet zu Wort gemeldet und eine Nachricht an Präsident Jonathan gerichtet.

Die islamistische Sekte Boko Haram überzieht Nigeria mit einer Serie blutiger Attentate - Der südafrikanische Politologe Hussein Solomon über eine unberechenbare Bedrohung und ihre Wurzeln.

Die Zeit drängt, sagt der Politologe Hussein Solomon. Nigeria habe nicht mehr viele Möglichkeiten, die islamistische Sekte Boko Haram dauerhaft zu schwächen. Seit dem Jahreswechsel halten die Anhänger der Organisation, die unter dem Slogan "Westliche Bildung ist Sünde" operiert, das Land mit zahlreichen tödlichen Anschlägen in Atem. Die Ausweitung des Konflikts auf umliegende Staaten werde nur noch eine Frage der Zeit sein, wenn die Regierung nicht bald mittels geheimdienstlicher Strategie die Gruppe zerschlage, schlägt Solomon im Interview mit derStandard.at Alarm.

derStandard.at: Allein letztes Wochenende starben in Nigeria mehr als 170 Menschen bei Anschlägen. Stürzt Boko Haram Nigeria ins Chaos?

Solomon: Derzeit sehen wir ganz klar eine Eskalation der Lage, nicht nur durch die steigende Anzahl der Angriffe, sondern durch deren Raffinesse. Früher haben die Anhänger Boko Harams nur von Motorrädern aus auf Polizisten oder Imame, die einen moderaten Islam predigen, geschossen. Heute sind sie imstande, größere Bombenanschläge gleichzeitig zu verüben. Das deutet darauf hin, dass sie mittlerweile über großes militärische Wissen verfügen. Sie wachsen, außerdem sind sie in Kontakt mit Aqim, dem Ableger von Al-Kaida im islamischen Maghreb, und Al-Shabaab in Somalia.

Was sie ebenfalls gefährlich macht, ist - darauf hat der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan vor kurzem hingewiesen -, dass es einige Sympathisanten Boko Harams unter den nigerianischen Politikern und im Sicherheitsapparat gibt. Das ist auch der Grund, warum es der Regierung so schwer fällt, Boko Haram nachhaltig zu schwächen.

Hinzu kommen Konflikte über die ungleiche Verteilung des Reichtums im Süden (christlich) und Norden (muslimisch) sowie die Krise rund um das Öl. Boko Haram macht sich das alles zunutze.

derStandard.at: Wie viele Mitglieder hat Boko Haram? Welche Leute sind das?

Solomon: Man geht in Schätzungen davon aus, dass Boko Haram derzeit maximal 4.500 offizielle Mitglieder hat. Viele davon sind junge, reiche Muslime. Wenn sie verhaftet werden, haben deren Eltern meistens Beziehungen zur Exekutive und können sie freikaufen. Viele davon dürften auch ehemalige Mitglieder des nigerianischen Militärs sein. Neben den tatsächlich involvierten Kämpfern gibt es eine Menge Unterstützer. Natürlich ist die Gruppe in Relation zur nigerianischen Bevölkerung, die 160 Millionen Menschen zählt, sehr klein, allerdings sind diese 4.500 sehr gut ausgebildet, vorbereitet und diszipliniert. Sie operieren schließlich in unterschiedlichen Regionen, aber das immer gleichzeitig.

derStandard.at: Warum wird Boko Haram im Diskurs immer als Sekte bezeichnet?

Solomon: Al-Kaida bezieht sich auf einen sunnitischen Islam, der als Mainstream angesehen wird. Boko Haram hingegen hat ihre Wurzeln im Wahhabismus, wie er auch in Saudi-Arabien praktiziert wird. 

Man könnte auch die Frage stellen, ob das Mormonentum als Sekte zu bezeichnen ist oder zum Mainstream des Christentums gehört. Viele Christen hätten mit Zweiterem vielleicht ein Problem. Genauso hätten viele Muslime ein Problem damit, wenn Boko Haram als Teil des sunnitischen Mainstreams aufgefasst werden würde.

derStandard.at: Welche Strategie hat die Regierung, um Boko Haram zu schwächen?

Solomon: Eine völlig kontraproduktive. Nur ein Beispiel: Es gab Anschläge in Borno (Bundesstaat im Nordosten Nigerias, Anm.). Das Militär war so frustriert darüber, dass es trotz seiner Präsenz davor keine Hinweise von der Bevölkerung erhalten hatte, dass es in drei Straßen die Autos der Einwohner angezündet hat. Quasi als kollektive Strafe. Solche Aktionen spielen allerdings nur Boko Haram selbst in die Hände. 

Ein großes Problem ist, dass die Sicherheitskräfte oft nicht dieselbe Sprache sprechen, demselben Stamm oder derselben Religion angehören wie die Bevölkerung, in deren Region sie patroullieren. Es gibt keine direkten Gemeinsamkeiten, deshalb werden die Sicherheitskräfte auch als Besatzer empfunden, obwohl sie ebenfalls Nigerianer sind.

derStandard.at: Gibt es also eine großflächige Unterstützung für Boko Haram durch die Bevölkerung?

Solomon: Boko Haram kann man zum Beispiel nicht mit der Hisbollah vergleichen, die sehr offen operiert. Es ist sehr schwierig, den Grad der Unterstützung zu messen, aber es gibt auf jeden Fall genug davon, sonst würden so großflächige Angriffe nicht möglich sein. Ich befürchte, wenn die Führung Nigerias weiterhin so hilflos reagiert und Boko Haram weiterhin moderate muslimische Führer tötet, wird es zumindest im Norden keine Alternative mehr geben zu Boko Haram. Die Führung Nigerias müsste jetzt wirklich schnell reagieren und Boko Haram zerschlagen - ohne dabei aber die Bevölkerung anzufeinden. Persönlich glaube ich nicht, dass sie dazu in der Lage sind. Sie bräuchten dazu auf jeden Fall Hilfe von anderen Ländern - vornehmlich im geheimdienstlichen und technologischen Bereich. Jedes Mal, wenn kommuniziert wird oder sich Mitglieder an andere Orte bewegen, ist Boko Haram theoretisch verwundbar. Nigeria kann diese Verwundbarkeit derzeit strategisch nicht nützen.

derStandard.at: Könnte es im Zuge dieses Konflikts zu einer Teilung Nigerias kommen, oder ist das völlig abwegig?

Solomon: Nigeria ist ein riesiges Land mit einer sehr heterogenen Bevölkerung. Schon vor dem Entstehen Boko Harams wurden Kirchen niedergebrannt. Es gibt große Teile der Bevölkerung, die sich selbst nicht als Nigerianer verstehen. Nigeria hatte immer schon ein Problem mit dem Zusammenhalt. Der Biafra-Krieg in den 1960er-Jahren war auch ein Resultat dessen. Deshalb ist eine Teilung eine Denkmöglichkeit. Die Gräben bestehen nicht nur zwischen Muslimen und Christen, sondern auch aufgrund von sprachlichen, kulturellen und ethnischen Unterschieden. 

derStandard.at: Bisher hat Boko Haram nur in Nigeria operiert. Wie wahrscheinlich ist es, dass es in Zukunft auch Anschläge im Ausland geben wird?

Solomon: Wenn man sich die Geschichte von anderen terroristischen Bewegungen ansieht - speziell jenen mit islamistischem Hintergrund -, dann ist es durchaus wahrscheinlich. Al-Shabaab war ursprünglich auch nur in Somalia involviert. Mittlerweile hängen aber Äthiopien, Kenia, Dschibuti und Uganda mit drinnen. Es gibt auch Unterstützer Al-Shabaabs in Minnesota in den USA. Ich fürchte, dass sich - sollte die Regierung sie nicht schnellstens zerschlagen - Boko Haram wie ein Lauffeuer auf die Nachbarstaaten ausbreiten wird. 

Aber gerade jetzt nach den Bombenanschlägen in Kano - das für Nigeria sehr wichtig ist, weil es das spirituelle Zentrum der Muslime ist - bezweifle ich die Erfolgsaussichten mehr denn je. Denn welche Botschaft hat Boko Haram dort dem Emir hinterlassen: Das ist unser Islam, wir übernehmen hier das Ruder und dein moderater Islam ist out. 

derStandard.at: Sie sind also der Ansicht, dass die Regierung derzeit nicht imstande ist, Boko Haram in Schach zu halten. Könnte der Konflikt auch den derzeitigen Präsidenten Goodluck Jonathan zu Fall bringen?

Solomon: Das ist durchaus denkbar. Er ist ein schwacher Präsident und ist nur an die Macht gekommen, weil der vorherige Präsident Yar'Adua - ein Muslim - an einer Krankheit starb und er zu dieser Zeit Vizepräsident war. Eine weitere Gefahr könnte aber sein, dass das Militär wieder an Einfluss gewinnt. Immerhin wurde Nigeria lange Zeit von Generälen regiert. Aber auch das Militär wird nicht imstande sein, Herr über die Probleme zu werden. Wer an die Mitglieder Boko Harams herankommen will, braucht eindeutig Geheimdienste, um sie ausfindig zu machen. Alle Muslime zu verdächtigen würde nur zu weiteren Konflikten führen. 

derStandard.at: Wie rekrutiert Boko Haram ihre Mitglieder?

Solomon: Der Gründer Boko Harams, Mohammed Yusuf, der mittlerweile tot ist, hat seine Gefolgschaft in seiner Islamschule rekrutiert. Ich glaube, dass das nach wie vor über Moscheen und Schulen passiert. Aber über die Strukturen der Organisation wissen wir sehr wenig. Boko Haram verwendet zwar mittlerweile das Internet, um sich zu den Anschlägen zu bekennen und die Taten zu rechtfertigen, allerdings denke ich, dass die interne Kommunikation in sehr engen Kreisen verläuft. 

derStandard.at: Boko Haram bedeutet übersetzt "Westliche Bildung ist Sünde". Was fasst Boko Haram denn alles als westlich auf?

Solomon: Boko Haram verfolgt einen "Taliban-Ansatz". Sie haben zum Beispiel junge Buben erschossen, weil sie ein Fußballmatch im Fernsehen angesehen haben und das ihrer Ansicht nach als "haram" (Sünde) gilt. Ihre Ideologie ist widersprüchlich und scheinheilig: Denn einerseits wird vorgegeben, dass Frauen ihr Haar nicht zeigen dürfen und den Hijab tragen müssen. Andererseits nutzen diese Leute aber dann wieder westliche Technologien und stellen zum Beispiel ihre Videos auf YouTube

Boko Haram will, dass die Scharia-Gesetze noch strikter ausgelegt und in allen 36 Staaten eingeführt werden, auch im christlichen Süden. Das ist natürlich nicht möglich. Im Endeffekt kann man mit solchen Leuten einfach nicht verhandeln, man muss die Gruppierung zerschlagen. Wenn aber nun die CIA Nigeria unterstützt, wüsste man auch nicht, wo es innerhalb des Sicherheitsapparats undichte Stellen gäbe, die Boko Haram dann erst wieder Informationen zuspielen. (derStandard.at, 24.1.2012)>


Kommentar:

Auch Bombenbau ist "Sünde" aus dem Westen

Westliche Bildung ist Sünde? Dann dürfte "Boko Haram" ja gar keine Bomben bauen, sondern müsste ganz bescheiden mit dem Stock die Erde umgraben.

Michael Palomino, 24.1.2012

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Michael-Mannheimer-Blog,
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Ayatholla-Islam im Iran 26.1.2012: Kindsmissbrauch ist im Islam normal - ab dem Babyalter

Khomeinis Nachfolger, Großayatholla Chamenei, „begrüßt “ einen Jungen mit einem Zungenkuss (Foto) - Quelle

aus: Michael-Mannheimer-Blog: Fundstelle des Tages: Ayatholla: „Ein Mann kann sexuelles Vergnügen von einem Kind haben, das so jung ist wie ein Baby“

http://michael-mannheimer.net/2012/01/26/fundstelle-des-tages-ayatholla-ein-mann-kann-sexuelles-vergnugen-von-einem-kind-haben-das-so-jung-ist-wie-ein-baby/

Islam oder das institutionalisierte Verbrechen an der Menschlichkeit

 „Ein Mann kann sexuelles Vergnügen von einem Kind haben, das so jung ist wie ein Baby. Jedoch sollte er nicht eindringen; das Kind für Sexspiele zu gebrauchen ist möglich ! Wenn der Mann eindringt und es verletzt dann sollte er für sie sorgen ihr ganzes Leben lang. Dieses Mädchen jedoch gilt nicht als eine seiner vier dauerhaften Frauen.
Quelle: Ayatollah Khomeini: “Tahrirolvasyleh”, vierter Band, Darol Elm, Gom, Iran, 1990

Als ich diese Aussage des Großayathollas Khomenini – in seiner Position innerhalb des Schiismus immerhin vergleichbar mit dem Papst der Katholiken – zum ersten Mal gelesen habe, hab ich meinen Augen nicht getraut und war mir sicher, dass es sich um eine bösartige Verleumdung durch seine Feinde handeln müsse. Ich fing an zu recherchieren, und je ich grub, desto mehr an Dreck, Schmutz und Perversion förderte ich zutage. Das Zitat ist echt, Khomeini hat das Recht männlicher Muslime auf Sex mit Babys mehrfach und in verschiedenen Variationen wiederholt. So fand ich in einer anderen Veröffentlichung des Großayathollas folgende Stelle:

“ Es ist nicht erlaubt, Geschlechtsverkehr mit der Ehefrau vor der Vollendung ihres neunten Lebensjahres zu haben, sei die Ehe von Dauer oder befristet. Was die anderen Freuden angeht, wie das Berühren mit Lust, das Umarmen und den Schenkelverkehr, so ist dies kein Problem, selbst wenn sie noch ein Säugling ist.“
Quelle: Khomeini, in seinem Werk Tahrir Al-Wasilah (Band 2, Seite 241 / Buch der Ehe):Punkt 12

Allein für diese Aussage gehörte dieser Perversling sofort auf die seinerzeitige Fahndungsliste der Interpol – und vor das Völkermordtribunal von Den Haag wegen Verbrechen an der Menschlichkeit.

Nicht Khomeini erlaubt den Sex mit Kleinkindern. Der Islam als „Religion“ erlaubt es

Doch damit ist es nicht getan. Denn Khomeini gab ich nicht seine Privatmeinung kund, sondern die offizielle Einstellung der Pseudoreligion Islam. Khomeini bezieht sich „lediglich“ auf die Praktiken Mohammeds, des „besten aller Menschen“. Nachzulesen in der Hadithe, den Überlieferungen des Propheten. Die Hadithe ist neben dem Koran die zweite zentrale Säule und ein dem Koran gleichrangiger Orientierungspunkt der muslimischen „Ethik:“ der Frage also, was richtig oder falsch, gut oder böse ist.

Und da Mohammed selbst Sex mit Kindern pflegte (keinesfalls nur mit Aisha, wie von islamischer Seite oft kolportiert wird), können, ja müssen islamische Gelehrte diese Praxis gutheißen. Sollten sie es wagen Mohammed dafür zu kritisieren, müssen sie mit ihrem Tod rechnen. Denn das Gebot Mohammeds, „tötet, wer den Islam kritisiert““, gilt auch für Imame.

Islam, Sex mit Kinder und praktische Konsequenzen aus dieser Perversität

Eine Konsequenz dieser islamischen Ethik sind Kinderhochzeiten zwischen Greisen und Kleinkindern, die, wenn man die Fotos sieht, einem den Atem stocken lassen, wenn man sich dabei das unfassliche Leid dieser jungen Mädchen vor Augen hält. (Foto: Ehe eines afghanischen Greises mit einem Kind)

Eine andere Konsequenz ist, dass wohl in keiner andern Kultur so viel Missbrauch an Kindern stattfindet wie in der islamischen – der Begriff Zivilisation verbietet sich hier. Jährlich etwa gibt Google Statistiken über bestimmte Suchwörter heraus. Zum Suchwort „Kindersex“ führen nicht – wie man aufgrund permanenter Desinformation durch das hiesige linke Medienkartell vermuten würde – die „dekadenten“ westlichen Ländern. Führend seit Jahren ist die Türkei, gefolgt von anderen islamischen Ländern wie Pakistan etwa.

Durch ihr Schweigen machen sich die Medien zu Mittätern am Sex mit Kindern

Die Institutionalisierung von Sex mit Kleinstkindern durch den Islam ist Skandal genug, um diese perverse Pseudoreligion international zu bekämpfen und zu isolieren.

Ein weiterer, nicht weniger schlimmer Skandal jedoch ist die Heuchelei der Linkspresse zu diesem Thema. Regelmäßig stürzt sie sich wie ein Schwarm gefräßiger Heuschrecken auf die Institution Kirche, wenn von einigen wenigen ihrer Vertreter Kindesmissbrauch begangen wurde – ohne jedoch zu erwähnen, dass dieser Missbrauch einen klaren und schlimmen  Sündenfall innerhalb der Kirche darstellt. Während – ich wiederhole mich hier –  im Gegensatz dazu der Islam den Sex mit Kindern und Babys offiziell erlaubt und sanktioniert.

Dass die Medien diesen Unterschied nirgendwo herausarbeiten zeigt, dass es ihnen nicht um den Missbrauch an Kindern, sondern um die Zerstörung der Kirche geht. Denn die Pädophilie des Islam und Mohammeds wird so gut wie nie zum Thema gemacht – ebensowenig wie die Pädophilie führender Vertreter der Linken (Daniel Cohn-Bendit etwa). Und wenn dann nur, weil es nicht mehr zu verschweigen ist. Und mit Ihrem Schweigen machen sich die Medien und die Linken zu stillen Mittätern an der sexuellen Perversion des Islam. Aus dieser Schuld werden sie nicht mehr entlassen.>

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Financial Times
                                    Deutschland online, Logo

Ägypten 5.2.2012: Prozesse gegen Nichtregierungsorganisationen

aus: Financial Times Deutschland online: Stiftungsstreit: NGO-Mitarbeiter müssen in Ägypten vor Gericht;
http://www.ftd.de/politik/:stiftungsstreit-ngo-mitarbeiter-muessen-in-aegypten-vor-gericht/60164601.html

<Wegen mutmaßlich illegal angenommener Gelder aus dem Ausland wird 40 Mitarbeitern der NGO der Prozess gemacht. Unter den Angeklagten sind auch zwei Deutsche.

Ägypten will 40 Menschenrechtler, unter ihnen auch Ausländer, wegen angeblich illegaler Finanzierung von Stiftungen und Hilfsorganisationen vor Gericht stellen. Das berichtete das Staatsfernsehen am Sonntag unter Berufung auf die Justizbehörden. Wann der Prozess beginnen soll, war zunächst unklar.

Am 29. Dezember waren Razzien bei 17 ägyptischen und ausländischen Organisationen mit dem Verdacht der illegalen ausländischen Finanzhilfe begründet worden. Betroffen war damals auch das Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Kairo.

Die Durchsuchungen wurden international scharf kritisiert. Schon im November hatte das ägyptische Justizministerium mitgeteilt, dass viele zivilgesellschaftliche Gruppen seit dem Sturz von Husni Mubarak im Februar illegal aus dem Ausland finanziert worden seien. In dem Zusammenhang wurde für mehrere US-Bürger ein Ausreiseverbot verhängt.

dpa>

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Welt online, Logo

26.2.2012: Islam-Terror im Iran: Geplante Hinrichtung wegen Glaubenswechsel zum "Christentum"

aus: Welt online: Christen im Iran: Wenn wegen des Glaubens das Leben bedroht wird; 26.2.2012;
http://www.welt.de/politik/ausland/article13888755/Wenn-wegen-des-Glaubens-das-Leben-bedroht-wird.html

<Im Iran können Menschen bestraft werden, weil sie keine Muslime mehr sein wollen. Der Pastor Youcef Nadarkhani soll deshalb sogar hingerichtet werden.

Von Richard Herzinger

Als sich die Iranerin Mahin Mousapour vor 25 Jahren zum Christentum bekehrte, beging sie nach den Gesetzen ihres Heimatlandes ein todeswürdiges Verbrechen. Und ebenso geht es den Mitgliedern der kleinen iranischen und afghanischen Konvertitengemeinde, der sie als Pastorin vorsteht.

Etwa 25 bis 40 Mitglieder nehmen an den wöchentlichen Gottesdiensten teil. Dass die übergetretenen Christen überhaupt so sorglos gemeinsam beten können, liegt nur daran, dass die Gemeinde sich in Frankfurt am Main befindet und nicht in der Heimat von Pfarrerin Mousapour.

Konversion gilt als Hochverrat an der Gemeinschaft

Hierzulande sind übergetretene Muslime bislang meist nur verbalen Anfeindungen ehemaliger Glaubensbrüder ausgesetzt. Im Iran und anderen streng islamischen Ländern wie Saudi-Arabien müssen Muslime, die ihren Glauben aufgeben, von Rechts wegen mit brutaler staatlicher Verfolgung bis hin zum Tod rechnen.

Die Konversion gilt dort als eine Art Hochverrat an der gottgewollten Gemeinschaft. Dass dieses mörderische Prinzip, das dem universal gültigen Menschenrecht auf freie Religionswahl diametral entgegengesetzt ist, nicht nur auf dem Papier religiöser Fanatiker steht, muss nun der 34-jährige Pastor Youcef Nadarkhani leidvoll am eigenen Leib erfahren.

Denn ihm droht in den kommenden Tagen die Hinrichtung – für kein anderes Delikt, als dem, aus der Sicht der iranischen Religionswächter den wahren gegen den falschen Glauben getauscht zu haben und dabei zu bleiben.

Todesurteil könnte jeden Tag vollstreckt werden

Nadarkhani war im Alter von 19 Jahren vom Islam zum evangelischen Christentum konvertiert und seit 2001 als Pastor in einem Netz von Hauskirchen tätig, das sich in den vergangenen Jahren trotz massiver staatlicher Repression im Iran ausgebreitet hat. Schon 2006 war er verhaftet, nach zwei Wochen aber wieder freigelassen worden.

Seine neuerliche Inhaftierung 2009 erfolgte als Reaktion auf seinen Protest gegen ein Gesetz, das auch Schulkinder nicht muslimischen Glaubens in den Koranunterricht zwingt. Seitdem sitzt der 34-jährige Ehemann und Vater zweier Söhne im Gefängnis der Geheimpolizei in der Stadt Lakan.

Im September 2010 verurteilte ihn ein „Revolutionsgericht“ zum Tod durch den Strang. Der Spruch wurde mittlerweile letztinstanzlich bestätigt. Jetzt droht nach Informationen der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) täglich dessen Vollstreckung.

Mut der iranischen Christen bleibt im Westen meist unbemerkt

Hätte Nadarkhani in – vermutlich von Folterung begleiteten – Verhören seinem neuen Glauben wieder abgeschworen, dann hätte er der Hinrichtung entgehen können.

Dass er dies verweigerte, wirft ein Schlaglicht auf den im Westen meist unbemerkten Mut, mit dem sich gläubige Christen in einem aggressiv feindlichen Umfeld wie der islamistischen Diktatur des Iran zu behaupten versuchen.

Eine Welle der Glaubensübertritte sei in den vergangenen Jahren durch das Land gegangen, sagt Mahin Mousapour, die sich selbst als freikirchlich evangelikale oder freie evangelische Christin bezeichnet. Der zum Tode verurteilte Pastor Youcef Nadarkhani etwa gehört der Bewegung der Pfingstler an.

Christen treffen sich in Untergrundgemeinden

Gerade amerikanische evangelikale Radiosender, die bis in den Iran dringen, täten dort ihre Wirkung, sagt Frau Mousapour. In den Hauskirchen sammelten sich meist Anhänger verschiedener charismatischer und evangelikaler Glaubensströmungen.

Es fänden sich aber auch katholische Christen ein. Vor allem aber wachse im iranischen Untergrund eine in selbstständiger Bibelarbeit angeeignete Gläubigkeit, die sich, so die 55-jährige Pastorin, „keiner bestimmten Denomination“ zugehörig fühle.

Genau lasse sich die Zahl der Mitglieder in iranischen Hauskirchen freilich nicht beziffern. Die Menge der Untergrundgemeinden mit oft nur acht bis zwölf Angehörigen sei unüberschaubar.

Doch erst kürzlich habe sich das iranische Regime damit gebrüstet, in der stark islamisch-religiös geprägten Stadt Maschhad 200 Hauskirchen ausgehoben zu haben. „Da dachten wir: Aha, wenn es sogar in Maschhad so viele Hausgemeinden gibt – wie viele mehr wird es dann erst in Teheran geben“, sagt Mousapour.

Bahai werden im Iran als Staatsfeinde verfolgt

Das Regime reagiert auf die wachsende Zahl von Glaubensabtrünnigen mit zunehmender Härte. Sie trifft nicht nur Christen. Auch Angehörige der kleinen Glaubensgruppe der Bahai – die muslimische, christliche und jüdische Elemente verbindet – müssen verschärfte Verfolgung erdulden.

Sie werden als Staatsfeinde denunziert. Der aus dem Iran stammende Publizist Wahied Wahdat-Hagh, dessen Vater 1982 in der Islamischen Republik wegen seiner Bahai-Religion hingerichtet wurde, sprach jüngst sogar von einer „genozidalen Politik gegenüber den Bahai“.

Der wachsende Furor des iranischen Regimes erklärt sich nicht zuletzt aus seiner Nervosität angesichts wachsender Ernüchterung in der iranischen Bevölkerung über den Islam. Selbst Angehörige führender Mullah-Familien, berichtet Mahin Mousapour, wendeten sich angesichts ihrer Instrumentalisierung durch das Regime immer häufiger von der Religion ab.

Muslime müssten ständig in Angst vor der streng ausgelegten Botschaft des Islam leben. Dazu stehe die christliche Vorstellung von einem liebenden Gott in einem starken Kontrast, erklärt Frau Mousapour, und sie spreche gerade ihre Landsleute besonders an, die nicht so rational seien wie die Deutschen. Die Iraner bräuchten „immer ein Seil aus dem Himmel.“

Pastor ist Geisel des Regimes gegen den Westen

Die neuerliche Verschärfung der Repression gegen religiöse Abweichler sieht IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin auch im Zusammenhang mit der Zuspitzung des Atomstreits. Ob mit dem Stopp von Öllieferungen an EU-Länder oder nun mit der bevorstehenden Exekution Nadarkhanis – stets antworte das iranische Regime auf internationalen Druck mit „Kraftmeierei“.

Den Pastor habe das Regime als eine Art Geisel gegen den Westen genommen. Sollte das Todesurteil tatsächlich vollstreckt werden, wäre dies „nicht nur die erste Hinrichtung mit der offiziellen Begründung ‚Abfall vom Islam‘ sondern auch ein Schritt in das dunkle Mittelalter“, so Lessenthin.

Bisher wurden im Iran immer wieder Menschen hingerichtet, auch ohne Hinrichtungsbefehl und ohne dass die Familie verständigt wäre. Auch der Familie von Pastor Youcef Nadarkhani wurde ein solcher nicht übergeben. Sollte das Todesurteil tatsächlich vollstreckt werden, wäre dies „nicht nur die erste Hinrichtung mit der offiziellen Begründung ‚Abfall vom Islam‘ sondern auch ein Schritt in das dunkle Mittelalter“, fügt Lessenthin hinzu.

Bisher seien im Iran immer wieder Menschen auch ohne Hinrichtungsbefehl exekutiert worden und auch ohne, dass die Familien verständigt worden wären. Auch die Familie von Youcef Nadarkhani sei nicht offiziell unterrichtet worden.

Appelle an die Menschlichkeit bewegen das Regime nicht

In Deutschland setzen sich führende Politiker für Nadarkhani ein, darunter CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe und die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Im Internet kursiert eine Online-Petition zur Aufhebung des Todesurteils. Die persichsprachige Version hätten auch viele Menschen im Iran unterzeichnet, so die IGFM.

Auch die US-Regierung veröffentlichte eine scharfe Erklärung. „Diese Aktion ist eine weitere, schockierende Verletzung der internationalen Verpflichtungen des Iran, seiner eigenen Verfassung, und erklärter religiöser Werte“, erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses.

Doch es ist kaum anzunehmen, dass Appelle an die Menschlichkeit ein Regime bewegen, dessen Vertreter glauben, kraft göttlicher Wahrheit töten zu dürfen.>



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Welt online, Logo

29.2.2012: Deutschland: 24% der Muslime wollen keinerlei Integration - und 15% befürworten Gewalt

aus: Welt online: Einwanderer: Jeder vierte junge Moslem lehnt Integration ab; 29.2.2012;
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13895434/Jeder-vierte-junge-Moslem-lehnt-Integration-ab.html

<"Traditionelle Religiosität" und die prägende Wirkung "autoritärer Einstellungen" stehen dem Integrationswillen junger Muslime in Deutschland entgegen.

24 Prozent der jungen Muslime in Deutschland sind laut einer Studie "streng Religiöse mit tendenzieller Gewaltakzeptanz und ohne Integrationstendenz".

Ein Viertel der jungen nichtdeutschen Muslime ist nicht bereit, sich in Deutschland zu integrieren und "tendenziell gewaltbereit". Das geht laut "Bild"-Zeitung (Donnerstag) aus der Studie "Lebenswelten junger Muslime in Deutschland" des Bundesinnenministeriums hervor.

Darin heißt es laut "Bild", dass 24 Prozent der befragten nichtdeutschen Muslime im Alter zwischen 14 und 32 Jahren als "streng Religiöse mit starken Abneigungen gegenüber dem Westen, tendenzieller Gewaltakzeptanz und ohne Integrationstendenz" bezeichnet werden müssen.

15 Prozent akzeptieren Gewalt gegen den Westen

Bei den für die Studie befragten jungen deutschen Muslimen macht der Anteil derer, die streng religiös sind, den Westen ablehnen und ideologisch fundierte "Gewalt als Mittel zur Verteidigung gegen die Bedrohung durch den Westen" akzeptieren, 15 Prozent aus.

Zwar befürworten 78 Prozent der befragten deutschen Muslime die Integration in die Mehrheitsgesellschaft, doch 22 Prozent lehnen sie ab und betonen "ihre eigene Herkunftskultur".

Dagegen wollten sich bei den jungen nichtdeutschen Muslimen nur 52 Prozent integrieren, zitiert die "Bild"-Zeitung, während 48 Prozent "starke Separationsneigungen" zeigten und die deutsche Mehrheitskultur klar ablehnten.

Radikalisierung als Folge "gruppenbezogener Diskriminierung"

Als mögliche Ursachen für diese Radikalisierungstendenzen bei jungen Muslimen in Deutschland nennt die Studie laut "Bild" vor allem das Ausmaß der "traditionellen Religiosität" in einigen Zuwandererfamilien, die prägende Wirkung "autoritärer Einstellungen" sowie die Wahrnehmung beziehungsweise das Erleben von "gruppenbezogener Diskriminierung" in Deutschland.

Die Untersuchung erfolgte in der Zeit von Februar 2009 bis Juni 2011 im Auftrag des Bundesinnenministeriums. Das Hauptinteresse der Studie galt dabei den Angaben von "Bild" zufolge dem Ausmaß und den Ursachen radikaler Einstellungen und Verhaltensweisen junger Muslime in Deutschland.

KNA/ks>


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T-online, Logo

1.3.2012: 1/4 der jungen Muslime in Deutschland wollen sich NIEMALS integrieren

aus: Viele junge Muslime angeblich nicht integrationswillig

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_54427498/gesellschaft-viele-junge-muslime-wollen-sich-nicht-integrieren.html

<Eine Studie über den Integrationswillen junger Muslime in Deutschland bietet Diskussionsstoff: Aus der Untersuchung im Auftrag des Bundesinnenministeriums geht hervor, dass ein Viertel der Muslime zwischen 14 und 32 Jahren, die keinen deutschen Pass haben, nicht bereit ist, sich zu integrieren. Die hohe Zahl nicht integrierter und auch nicht integrationswilliger Muslime sei "erschreckend", sagte der innenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Diese Integrationsverweigerung muss nicht, aber kann den Nährboden für religiösen Fanatismus und Terrorismus darstellen."

Die Studie bezeichnet die Gruppe der Integrationsunwilligen als streng religiös, "mit starken Abneigungen gegenüber dem Westen, tendenzieller Gewaltakzeptanz und ohne Integrationstendenz". Dazu zählten 15 Prozent der jungen deutschen Muslime und 24 Prozent der nichtdeutschen.

In der Studie "Lebenswelten junger Muslime" heißt es, 78 Prozent der befragten Muslime im Alter zwischen 14 und 32 Jahren seien zur Integration bereit, 22 Prozent betonten dagegen eher die eigene Herkunftskultur. Von den nichtdeutschen Muslimen befürworteten sogar nur 52 Prozent die Integration in die deutsche Gesellschaft, während 48 Prozent "starke Separationsneigungen" zeigten.

Dazu sagte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) der "Bild"-Zeitung: "Deutschland achtet die Herkunft und kulturelle Identität seiner Zuwanderer. Aber wir akzeptieren nicht den Import autoritärer, antidemokratischer und religiös-fanatischer Ansichten. Wer Freiheit und Demokratie bekämpft, wird hier keine Zukunft haben."

Religiöse Bekenntnisse oft nur eine "leere Hülse"

"Da drehen sich mir die Fußnägel hoch", kommentiert der Würzburger Erziehungswissenschaftler Heinz Reinders gegenüber t-online.de. Friedrich setze durch sein Rhetorik erneut eine sehr kleine spezielle Gruppe mit der Gesamtheit der Muslime gleich und bringe dabei den Terrorismus ins Spiel. Reinders erforscht seit über zehn Jahren die Integrationsbereitschaft junger Türken. Sein Fazit: Über 90 Prozent der jungen Türken in Deutschland wollen deutsche Freunde, tragen die deutsche Sprache in ihre Familien und wollen sich sozial und beruflich integrieren.

Kritik an der Studie kam auch aus der FDP. "Ich muss mich schon wundern, dass das Innenministerium erneut Steuergelder darauf verwendet, eine Studie zu finanzieren, die Schlagzeilen produziert, aber keinerlei Erkenntnisse", sagte der integrationspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Serkan Tören, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Das religiöse Bekenntnis vieler junger Muslime sei oft nur "eine leere Hülse", die nicht mit gelebter Religion einhergehe, sondern "Provokation und kulturelle Abgrenzung" sein wolle, sagte der türkischstämmige Politiker. "Religiosität und Gewalt sind kein Automatismus, das beweisen andere Studien und meine persönliche Erfahrung."

"Wer Muslime nur unter ihrem Nutzen der Gefahrenabwehr bemisst und sonst nicht müde wird, ihnen zu erklären, dass der Islam nicht Teil unserer Gesellschaft ist, darf sich darüber nicht wundern, wenn dies zu Abwehrhaltungen führt", erklärte Grünen-Parlamentsgeschäftsführer Volker Beck. Zuvor hatte bereits die stellvertretende SPD-Vorsitzende Aydan Özoguz den methodischen Ansatz der Studie kritisiert.

"Pauschale Angstmache"

Der Jenaer Psychologe Wolfgang Frindte, der maßgeblich an der Untersuchung beteiligt war, sagte, die Zahlen seien für ihn nicht überraschend. Würden auch die Eltern- und Großelterngenerationen einbezogen, zeige sich, dass der Anteil radikaler Einstellungen sinke. "Es gibt nicht eine muslimische Lebenswelt in Deutschland, sondern zahlreiche ambivalente", lautet eine Schlussfolgerung der Studie. Eine Mehrheit der Muslime distanziere sich deutlich von islamistischem Terrorismus, erlebe aber umgekehrt eine Pauschalverurteilung von Muslimen als Terroristen. Die Rede ist hier von einer zumindest subjektiv wahrgenommenen "gruppenbezogenen Diskriminierung".

Der Hannoveraner Kriminologe Christian Pfeiffer hält eine "pauschale Angstmache" vor Muslimen für unberechtigt. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" reagierte Pfeiffer verärgert auf die Studie des Bundesinnenministeriums und kritisierte sie als nicht repräsentativ.

"Wenn wir den Muslimen bereits als Grundschüler die Hand reichen, landen sie auch nicht in der Ecke der Frustrierten, wo sie sich hinter der Religion verschanzen", sagte der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen.

Zum Islam bekennen sich in Deutschland nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge schätzungsweise vier Millionen Menschen. Knapp die Hälfte von ihnen hat die deutsche Staatsbürgerschaft. Für die Studie "Lebenswelten junger Muslime in Deutschland" wurden 700 junge deutsche und nichtdeutsche Muslime telefonisch befragt. Zudem wurden 692 Fernsehbeiträge aus Nachrichtensendungen analysiert.>

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Basler Zeitung online, Logo

Toulouse 22.3.2012: Ermordung mehrere Schüler und eines Rabbiners in Toulouse - der Täter starb im Kugelhagel

<Von Vincenzo Capodici.

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aus: Basler Zeitung online: Der Banlieue-Jihadist; 22.3.2012;
http://bazonline.ch/ausland/europa/Der-BanlieueJihadist/story/20189574

<Er war ein Autofreak, Partygänger und heiliger Krieger: Mohammed Merah gehörte einer neuen Generation von Terroristen an.

Der mutmassliche Serienmörder Mohammed Merah war ein Mann voller Widersprüche. Das liegt nicht nur daran, dass der als höflich und sympathisch beschriebene Franzose algerischer Herkunft mit erschreckender Kaltblütigkeit mehrere Menschen ermordet haben soll. Gemäss Aussagen von Ermittlern und Zeugen sowie Medienberichten ergibt sich das Bild eines Mannes, der sich zwar als gerechter Kämpfer für die islamische Sache sah, aber alles andere als ein Koran-gerechtes Leben führte.

Eine Frau aus Merahs Wohnquartier in Toulouse erzählte gegenüber dem Nachrichtenportal «Le Télégramme», dass er nicht als frommer Muslim in Erscheinung getreten sei. Als sie ihn vor ein paar Monaten zuletzt gesehen habe, habe der 23-jährige Merah westliche Kleidung, einen gebleichten Kamm auf dem Kopf und ein grosses Tattoo auf dem Schädel getragen.

«Er stellte vielen jungen Frauen im Quartier nach»

Die Frau, deren Sohn eine Zeit lang Kontakt zu Merah hatte, berichtet weiter, dass der mutmassliche Serienattentäter von Toulouse regelmässig Spritzfahrten mit seinem Scooter oder Auto unternommen habe. Und er habe damit geprahlt, wie auch ein Video zeigt, das der französische Fernsehsender France 2 gestern Abend ausstrahlte. «Er stellte auch vielen jungen Frauen im Quartier nach.»

Wie andere Zeugen berichten, wusste Merah den westlichen Lebensstil zu schätzen. So sei er nachts häufig zum Feiern in Nachtclubs gewesen. «Erst letzte Woche war ich mit ihm unterwegs», zitierte die französische Zeitung «Le Figaro» einen Freund von Merah. Auch das Vorleben als Kleinkrimineller mit mindestens 18 Straftaten entspricht nicht einer Lebensweise, die mit dem Koran vereinbar ist.

Polizei: «Ein einsamer Wolf des Jihad»

Der inzwischen tote Mohammed Merah gehört zu einer neuen Generation von Terroristen, die zwar als Einzelgänger in Aktion treten, sich aber auf die al-Qaida oder andere radikalislamistische Organisationen berufen. Bei den Terrorfahndern werden solche Täter als «einsame Wölfe» bezeichnet – sie sind ein Albtraum für Geheimdienste und andere Sicherheitsbehörden.

Französische Polizeikreise meinten gestern, dass der in einer Toulouser Banlieue aufgewachsene Serienattentäter ein «einsamer Wolf des Jihad» sei. Gerade die französischen Vorstädte, wo viele muslimische Einwanderer ohne Perspektiven leben, bilden einen Nährboden für politischen Radikalismus, der bei psychisch verwirrten Leuten, wie es offenbar Mohammed Merah war, in brutalste Gewalt gegen andere Menschen ausarten kann.

Al-Qaida ruft zum «Heiligen Krieg» im eigenen Land auf

Auf dem Weg zum Terroristen hatte der arbeitslose Karosseriebauer und Kleinkriminelle angeblich Kontakte zu einer salafistischen Gruppe in Toulouse. Von einer «untypischen Selbstradikalisierung» sprach Staatsanwalt François Molins. In den Jahren seiner Radikalisierung besuchte Mohammed Merah offenbar Trainingcamps für Terroristen in Afghanistan und Pakistan. Beeinflussen liess er sich schliesslich auch von der Propaganda der al-Qaida, die über das Internet verbreitet wird. In den gestrigen Verhandlungen mit der Polizei behauptete der 23-Jährige, zu al-Qaida zu gehören.

Typisch für die «einsamen Wölfe» ist, dass sie Internetvideos über die Tötung von «Gottlosen» konsumieren. Grossen Einfluss in der Jihadisten-Szene hatte in den letzten Jahren das Onlinemagazin «Inspire» von Anwar al-Awlaki, einem Amerikaner jemenitischer Herkunft. Der Chef der al-Qaida im Jemen, der letztes Jahr bei Drohnenangriffen der Amerikaner ums Leben kam, hatte junge Muslime im Westen zum «Heiligen Krieg» in ihren Ländern aufgerufen. Gemäss einem Bericht der «Jerusalem Post» empfahl al-Awlaki Anschläge auf Armeeeinrichtungen, Nachtclubs, Autobahnen oder Einkaufszentren. Zudem rief der Al-Qaida-Chef ausdrücklich dazu auf, auch Zivilisten zu töten.

Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse hat Mohammed Merah im Sinne von al-Awlaki gehandelt. Er brachte Tod und Angst in die Region, wo er selbst lebte. Seinen «Heiligen Krieg» überlebte Mohammed Merah nicht. (baz.ch/Newsnet)>

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Basler Zeitung online, Logo

Toulouse 22.3.2012: Mohammed Merah: Mehrere Säbel, Koran und Gefängnisaufenthalte: <«Die Polizei wusste alles über ihn»> und therapierte ihn nicht

aus: Basler Zeitung online; 22.3.2012;
http://bazonline.ch/ausland/europa/Die-Polizei-wusste-alles-ueber-ihn/story/15531707

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Der mutmassliche Attentäter von Toulouse war in seinem Quartier berüchtigt. In seiner Wohnung lagern mehrere Säbel und ein riesiger Koran. Trotz mehrmaliger Anzeige passierte nichts.

Mohammed Merah war kein unbeschriebenes Blatt: Der mutmassliche Attentäter von Toulouse sass schon zweimal in Frankreich im Gefängnis und wurde vom französischen Inlandgeheimdienst überwacht.

Genau dafür prangert eine Mutter aus Merahs Wohnquartier die Behörden nun an: «Die Polizei wusste genau, wie gefährlich und radikal er ist», sagt sie gegenüber «Le Télégramme». Zweimal habe sie Anzeige erstattet gegen den Mann, der seit Tagen die Welt in Atem hält. Doch nichts sei geschehen.

Riesen-Koran und Al-Qaida-Videos

Die französische Zeitung nennt die Frau Aicha, und wenn ihre Geschichten stimmen, dann hatte sie allen Grund dazu, die Behörden auf Mohammed Merah aufmerksam zu machen. Der mutmassliche Attentäter soll ihren Sohn angegangen und den 15-Jährigen zu sich nach Hause gefahren haben – in jene Wohnung, in der er sich jetzt verschanzt.

«In seiner Wohnung hatte er einen riesigen Koran und mehrere grosse Säbel. Er nahm einen davon von der Wand und zwang meinen Sohn dann, sich Al-Qaida-Videos anzusehen.» Diese Bilder seien «unerträglich» gewesen, sagt Mutter Aicha über das, was ihr Sohn während der langen Stunden in Merahs Wohnung erlebte. Frauen seien per Kopfschuss exekutiert und Männern die Kehle durchgeschnitten worden.

Er kam mit dem Säbel

Schliesslich sei es ihr gelungen, ihren Sohn aus Merahs Wohnung zu holen. Und sie erstattete Anzeige. Doch am nächsten Tag stand Merah bei ihnen vor dem Haus. Vermummt und mit einem Säbel in der Hand, habe er «Allah Akbar» geschrien. Diesen Vorfall hatten andere Zeugen gegenüber «Le Télégramme» ebenfalls geschildert.

«Er schlug mich», sagt Aicha, «beschimpfte mich als Ungläubige und drohte mir, ich müsse dafür bezahlen wie alle Franzosen. Er sagte immer wieder, er sei ein Mujahed und er werde als Märtyrer sterben. Dass er all jene auslöschen wolle, die Muslime töteten. Und er sagte, dass er und seine Freunde meinen Sohn nehmen würden.» Später habe er ihren Sohn angegriffen und ihre Tochter geschlagen, als diese dazwischen ging.

«Er hatte zwei Gesichter»

Die Beweise dieser Begegnungen hat sie sorgfältig aufbewahrt: die blutigen Kleider der Tochter, die schriftlichen Anzeigen, die Korrespondenz mit den Behörden, Fotos und ärztliche Atteste. Aichas Anwalt spricht gegenüber der Zeitung von einer «sehr ausführlichen Anzeige», die sie eingereicht hätten – bereits im Juli 2010. Was daraus geworden sei, habe man ihr nie gesagt. Auch der Anwalt weiss nicht, ob jemals eine Untersuchung gegen Merah eingeleitet wurde.

«Er hatte zwei Gesichter», sagt Aicha über Merah. Einerseits habe er sie mit dem Tod bedroht. Andererseits wirke er «sanft wie ein Lamm. Wenn Sie ihn sehen, möchten Sie ihn zum Kaffee einladen.» Mohammed Merah habe sein Verhalten von einem Moment auf den anderen ändern können: «Gerade eben sah man ihn noch Bier trinken, dann eilte er zum Gebet.» Auch gegenüber den jungen Frauen im Quartier sei er sehr aufdringlich gewesen.

Deckt er den Bruder?

Das Bild des sanften Mohammed zeichnet auch Merahs früherer Bewährungshelfer. Der Mann, der den heute 23-Jährigen bis zu dessen Volljährigkeit betreute, sagt gegenüber dem «Figaro»: «Mohammed war der Typ, der älteren Damen die Tür aufhält. Ich habe vor allem Mühe zu glauben, dass er das den Kindern angetan hat.» Er frage sich, ob Mohammed nicht seinen älteren Bruder Abdel Kader decke. «Ich kenne Kader weniger, aber er war damals, in Mohammeds Jugend, dessen Bezugsperson.»

Der ältere Bruder war Berichten zufolge durch seine Nähe zu islamistischen Gruppierungen aufgefallen und mehrmals nach Ägypten gereist, wo er Kontakt zu radikalislamischen Salafisten hatte. Auch Aicha, die Frau aus dem Quartier, bezeichnet Kader als «das Gehirn» hinter den Aktivitäten seines Bruders. «Er hat ihn indoktriniert.» Der Bewährungshelfer gibt zu bedenken: «Mohammed war oft in Nachtclubs unterwegs. Salafisten würden das niemals tun.»

Kammfrisur und grosses Tattoo

Andere Stimmen aus dem Quartier bestätigen die Widersprüche: Mit dem Aufkommen einer Extremistengruppe im Quartier habe Mohammed die traditionelle orientalische Kleidung angenommen. Dann seien die Gerüchte über einen Afghanistan-Aufenthalt aufgekommen. «Als ich ihn wiedergesehen habe, trug er westliche Kleidung, einen gebleichten Kamm auf dem Kopf und ein grosses Tattoo auf dem Schädel», zitiert die Zeitung einen jungen Mann aus Merahs Umfeld.

Deswegen und wegen seiner extremistischen Ansichten sei er immer wieder aus Moscheen weggewiesen worden, sagt Aicha. «Weshalb hat man trotz meiner Warnungen nie etwas unternommen? Das ist unverständlich und empörend.» (ami)>

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Der Standard online, Logo

17.4.2012: <Afghanistan: 150 Schülerinnen mit Wasser vergiftet>

aus: Der Standard online; 17.4.2012;
http://diestandard.at/1334531006099/Afghanistan-150-Schuelerinnen-mit-Wasser-vergiftet

<Jemand habe etwas ins Trinkwasser gegeben, heißt es - Kolportiert wird, es seien die Taliban gewesen, die gegen Bildung für Mädchen sind.

Kundus - In Afghanistan haben rund 150 Schülerinnen in ihrer Schule vergiftetes Wasser getrunken und sind zum Teil schwer erkrankt. Jemand habe etwas in das Trinkwasser der Schule im nordafghanischen Distrikt Rustak gemischt, sagte ein Sprecher der Bildungsbehörde der Provinz Tachar am Dienstag. Er beschuldigte "diejenigen, die gegen Bildung für Mädchen sind", das Trinkwasser vergiftet zu haben. Einige Schülerinnen schweben den Angaben zufolge noch in Lebensgefahr. Die Mädchen gingen in die achte, neunte und zehnte Klasse.

Die Taliban sind grundsätzlich gegen den Schulbesuch von Mädchen. In der Vergangenheit hatten Taliban-Milizen in Afghanistan Mädchen den Besuch von Schulen verboten. Ein Taliban-Kommandeur in der Region bestritt jedoch, dass die Gruppierung etwas mit der Trinkwasservergiftung zu tun gehabt habe. (APA, 17.4.2012)>

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23.4.2012: Islam-Terror: Warum der Islam nicht zu Deutschland gehört - die Gründe

aus: Welt online: Religionsfreiheit: Warum der Islam nicht zu Deutschland gehört; 23.4.2012;
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article106216946/Warum-der-Islam-nicht-zu-Deutschland-gehoert.html

<Der Islam gehört zu Deutschland? Keineswegs. Das Recht, Glaubensrichtungen und Überzeugungen zu leben, heißt noch lange nicht, dass sie unsere Vorstellung von Gesellschaft prägen.

Von Monika Maron

Zu Helmut Schmidt gehört die Zigarette, zu Italien die Pasta, zu Berlin gehört die Spree, Adam zu Eva und das Amen zur Kirche. So bezeichnen wir umgangssprachlich einen selbstverständlichen, fast sprichwörtlichen Zusammenhang von Dingen oder Personen.

Solchen Selbstverständlichkeiten hat Christian Wulff den Satz "Der Islam gehört zu Deutschland" hinzugefügt und ihn als bedeutendste Erinnerung an seine kurze Amtszeit hinterlassen.

Bedingungslose, gesetzeskräftige Autorität

Als er zum zwanzigsten Jahrestag der deutschen Einheit die Deutschen mit dieser Behauptung überraschte, löste er noch eine heftige Diskussion aus. Inzwischen scheint es, als hätte die stete Wiederholung diesem Satz, der inzwischen als Wulffs größtes Verdienst gilt, eine bedingungslose, gesetzeskräftige Autorität verliehen.

Das Fragwürdige des Satzes liegt in seiner gleichzeitigen Eindeutigkeit und Unschärfe. Er duldet keinen Widerspruch. Der Islam gehört zu Deutschland. Punkt, Schluss. Er erlaubt nicht einmal eine Nachfrage.

Auch die Scharia, die dem Islam Inhalt und Gestalt gibt? Und welche Glaubensrichtung, schiitisch, sunnitisch, alevitisch, ismailitisch, ahmadiyyadisch, salafitisch auch? Gehören auch die innerislamischen Glaubenskämpfe zu Deutschland? Auch die Benachteiligung der Frauen?

Ehe dieser Satz so unkommentiert in den Boden des deutschen Grundgesetzes gerammt wird, sollte wenigstens für alle deutschen Staatsbürger hinreichend erklärt werden, welche Konsequenzen er nach sich zieht und welche Kollisionen mit anderen Selbstverständlichkeiten, die seit der Aufklärung zu Deutschland gehören, unausweichlich wären.

Die Salafisten belehren uns gerade, wie es aussieht, wenn Muslime den Koran tatsächlich so ernst nehmen, wie er es von ihnen verlangt. Wer auf YouTube gesehen hat, wie der oberste Prediger der Salafisten in Deutschland muslimische Knaben indoktriniert, kann nur erschrecken.

Leichtfertig und verantwortungslos

Und es beruhigt nicht wirklich zu hören, dass nur vier- oder fünftausend Salafisten in Deutschland leben und die wenigsten von ihnen Terroristen sind, wenn man gleichzeitig weiß, dass als Salafisten die nicht-saudischen Wahabiten bezeichnet werden, der Wahabismus aber Staatsdoktrin im reichen Saudi-Arabien ist, das seine religiös-dogmatischen Verbündeten weltweit unterstützt und finanziert.

Es ist nicht nur leichtfertig, sondern verantwortungslos, dem Islam seine Zugehörigkeit zu Deutschland zu bescheinigen, ohne gleichzeitig klar zu benennen, wie er sich reformieren muss, um kein Fremdkörper in einem säkularen und demokratischen, die Freiheitsrechte des Individuums achtenden Staat zu bleiben.

Nun hat Volker Kauder den Wulffschen Satz vom Kopf auf die Füße gestellt: die Muslime, die hier leben, gehören zu Deutschland, nicht aber der Islam. Der Protest der muslimischen Verbände war vorhersehbar. Aber warum protestieren auch die SPD, die Grünen, die FDP?

Warum beten sie alle Wulffs gedankenlose Parole nach, als ginge es jetzt schon darum, die Wahlen von 2030 zu gewinnen, wenn in den Ballungsgebieten wahrscheinlich mehr Muslime als Christen, Atheisten, Juden und Hindus zusammen leben werden?

Bekenntnishafte Formel

Die Muslime genießen die im Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit wie alle Bürger dieses Landes, gleichgültig, welcher Religion sie angehören. Daraus schließt die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: "Der Islam ist eine der Religionen, die in Deutschland ausgelebt werden. Deshalb gehört der Islam natürlich zu Deutschland."

Nun bedeutet die Formulierung "Der Islam gehört zu Deutschland" ja mehr, als dass in Deutschland Menschen leben, deren Religion der Islam ist. In Deutschland werden viele Religionen und Ideen ausgelebt, gute und böse, ohne dass wir ihnen diese bekenntnishafte Formel zugestehen würden.

Niemand käme auf die Idee, zu behaupten: Der Hinduismus und der Konfuzianismus gehören zu Deutschland, obwohl hier Inder und Chinesen leben. Schon gar nicht würden wir sagen wollen: Der Rechtsradikalismus gehört zu Deutschland, obwohl wir leider zur Kenntnis nehmen müssen, dass auch der Rechtsradikalismus hier ausgelebt wird.

Die Anwesenheit von Glaubensrichtungen oder Überzeugungen, auch das Recht sie zu leben und zu propagieren, heißt doch nicht, dass sie zu unserer Vorstellung von der Gesellschaft gehören, in der wir leben wollen.

Als Frau kann ich das nicht

Und der Islam in seiner gegenwärtigen Verfassung mit seinem politischen Anspruch kann schon aus rechtlichen Vorbehalten so uneingeschränkt nicht zu Deutschland gehören.

Dem Islam steht seine Aufklärung, die das Christentum schon vor mehr als 200 Jahren erdulden musste, noch bevor. Bis dahin aber wünsche ich innigst, dass er nicht zu Deutschland gehört. Mag sein, dass Männer die Probleme gelassener sehen; als Frau kann ich das nicht.

Ich frage mich auch, warum unter dem Dach der Religionsanstalt Ditib, die der Leitung, Kontrolle und Aufsicht des staatlichen Präsidiums für Religiöse Angelegenheiten der Türkei und damit indirekt dem türkischen Ministerpräsidenten untersteht, mehr als 800 türkische Beamte in Deutschland dafür sorgen dürfen, dass ihre ehemaligen Landsleute ihrem Herkunftsland und traditionellen Religionsverständnis möglichst eng verbunden bleiben, und ihnen damit die allmähliche Verschmelzung mit der deutschen Gesellschaft erschweren oder sogar unmöglich machen.

Ich will keine Bio-Deutsche sein

Seit 20 Jahren gewöhnen wir uns nun daran, dass wir nicht mehr Bundesbürger und DDR-Bürger sind, sondern einfach Deutsche, wie die Bewohner anderer Länder einfach Polen, Engländer, Franzosen oder Türken sind.

Ich möchte nicht, dass man mich jetzt mit der rassistischen Bezeichnung Bio-Deutsche belegt, wie ich auch gerne auf die Klassifizierung "mit Migrationshintergrund" verzichten würde, wenn die so Genannten sich auch als Deutsche verstehen wollten, weil sie hier geboren wurden, vielleicht sogar schon ihre Eltern, weil wir alle gemeinsam hier leben, und weil es mir gleichgültig ist, an welchen Gott jemand glaubt, solange es dem anderen auch gleichgültig ist.

Das heißt aber nicht, dass außer seinen Gläubigen auch gleich der zugewanderte Gott in das deutsche Selbstverständnis integriert werden muss, unabhängig davon, ob der Islam eine prägende Rolle für die deutsche Kultur gespielt hat oder nicht. Hätte er das, hätte er vermutlich wie das Christen- und das Judentum seine Aufklärung erlebt. Oder Deutschland wäre heute ein islamisches Land.

Die Autorin lebt als Schriftstellerin in Berlin>

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3.5.2012: Krimineller Aufruf von Al-Qaida, Waldbrände in Europa zu legen

aus: Welt online: Neue Terrorstrategie: Al-Qaida ruft Islamisten zu Waldbränden auf; 3.5.2012;
http://www.welt.de/politik/ausland/article106254378/Al-Qaida-ruft-Islamisten-zu-gezielten-Waldbraenden-auf.html

<Al-Qaida mangelt es an fähigen Rekruten. Stattdessen werden Amateur-Dschihadisten aufgerufen, mit Waldbränden westliche Gesellschaften zu bekämpfen. "Inspire" liefert die Anleitung zum Flammeninferno.

Von Florian Flade

Ein Jahr nach dem Tod von Osama Bin Laden schwächelt das Terrornetzwerk al-Qaida. Wie westliche Geheimdienste übereinstimmend berichten, mangelt es den  Extremisten vor allem an Finanzen und an qualifiziertem Personal.

Insbesondere die potenziellen Terror-Rekruten erweisen sich allzu häufig als stümperhafte Amateure. "Al-Qaida muss inzwischen aus der dritten und vierten Liga rekrutieren", so analysiert es der Bundesnachrichtendienst (BND).

Vielleicht ist diese Verzweiflung des Terrornetzwerkes der Grund, warum al-Qaida zunehmend darauf setzt, radikalisierte Muslime im Westen zu primitiven Anschlägen zu animieren.

Al-Qaida will "Einsame Wölfe" anstacheln

Anstatt ausgebildete Dschihadisten in den Krieg gegen die "Ungläubigen" zu schicken, versucht al-Qaida Einzeltäter, sogenannte "Einsame Wölfe", anzustacheln. Jüngste Strategie: der Aufruf, Waldbrände zu legen und gezielt Einzelpersonen zu erschießen.

Der jemenitische Al-Qaida-Ableger ("Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel") hat am Mittwoch gleich zwei neue Ausgaben ihres englischsprachigen Propaganda-Magazins "Inspire" im Internet veröffentlicht.

Darin ruft das Terrornetzwerk westliche Muslime auf, gezielt Waldbrände in den "Ländern der Ungläubigen" zu legen, um der Wirtschaft der westlichen Staaten zu schaden. Als Beispiele für die Zerstörungskraft solcher Feuer nennt al-Qaida Buschbrände in Australien und Waldbrände in den USA aus den vergangenen Jahren.

"Die Frage ist: Ist es möglich für uns einen ähnlich zerstörerischen Effekt mit einer ähnlichen Waffe herbeizurufen?", heißt es in der 9. Ausgabe von "Inspire", "Die Antwort ist: Ja, es ist möglich. Sogar in noch kürzerer Zeit und mit einem größeren Zerstörungsfaktor."

Bauanleitung zur Feuerbombe im Magazin

Der Terrorist solle darauf achten, in welcher Umgebung ein solches Feuer gelegt werden könne. Die nötige Trockenheit müsse herrschen, damit sich die Brände ausbreiten können. Alles, was für entsprechende Brandsätze nötig ist, liefern die Islamisten in einer Bauanleitung für eine Feuerbombe.


Außerdem empfiehlt Inspire den Dschihadisten, im Westen gezielt Einzelne zu töten. "Der Terror, den ein Killer auslöst, wenn er im Feindesland zuschlägt, ist von viel größerem Ausmaß, als wenn er den Feind auf dem Schlachtfeld angreift", heißt es im Al-Qaida-Propagandaheft.

Das "Inspire"-Heft  wurde in den vergangenen Jahren vom US-Staatsbürger Samir Khan produziert, einem Islamisten, der sich in den Jemen abgesetzt und dort al-Qaida angeschlossen hatte.

Treibende Kraft bei Inspire soll außerdem der jemenitische Prediger Anwar al-Awlaki gewesen sein.

Inzwischen liegt die Produktion des Hefts aber in anderen Händen. Denn sowohl Awlaki als auch Khan wurden im vergangenen Jahr durch amerikanische Drohnenangriffe im Jemen getötet.>

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28.5.2012: Nord-Mali wird islamischer "Gottesstaat" - massenweise Verbote: Alkohol, Musik, Videospiele, Fussball im Fernsehen, Philosophie, Biologie, getrennte Klassen - Leute von Al-Quaida

aus: Welt online: Terrorgefahr: In Westafrika entsteht ein neuer Gottesstaat; 28.5.2012;
http://www.welt.de/politik/ausland/article106384034/In-Westafrika-entsteht-ein-neuer-Gottesstaat.html

<Im Norden Malis schließen sich Tuareg-Rebellen mit al-Qaida zusammen. Das Wüstengebiet von der Größe Frankreichs droht zur unkontrollierbaren Brutstätte für den internationalen Terror zu werden.

Von Alfred Hackensberger

Die Bewohner von Gao versteckten sich in ihren Häusern, aus Angst, neue Kämpfe seien ausgebrochen. Dabei waren die Salven, die bis spät in die Nacht überall in der Stadt im Norden Malis zu hören waren, nur Freudenschüsse. Die Kämpfer der Nationalen Befreiungsbewegung (MNLA) der Tuareg und von Ansar al-Din, einem Al-Qaida-Ableger, feierten den Beschluss ihrer Organisationen, einen unabhängigen islamischen Staat zu gründen.

"Vorher waren wir zwei verschiedene Gruppen", sagte Hassan Ag Mohammed von Ansar al-Din. "Jetzt gibt es keinen Unterschied mehr zwischen uns."

Im Westen Afrikas droht nun ein riesiges Gebiet zur unkontrollierbaren Brutstätte für den internationalen Terror zu werden – die Tuareg-Region im Norden Malis hat etwa die Größe Frankreichs und ist der Regierung vollständig entglitten.

Verboten: Alkohol, Musikhören, Videospiele

Der Zusammenschluss war erst nach wochenlangen Debatten zustande gekommen. Die MNLA ist eigentlich eine säkulare Bewegung, die bereits seit fünf Jahrzehnten für einen unabhängigen Staat "Asawad" kämpft, wie sie Nord-Mali nennen. Die Tuareg rebellierten 1962, 1990/91 und zuletzt 2006 gegen die Zentralregierung in der Hauptstadt Bamako.

Erst der Sturz Muammar al-Gaddafis im benachbarten Libyen verhalf ihnen zum Durchbruch. Bis zu 4000 Kämpfer libyscher Eliteeinheiten kehrten in der Folge in ihre Heimat Mali zurück und brachten ihre Waffen mit. Das Machtvakuum nach dem Militärputsch in Bamako am 22. März erleichterte die Besetzung des Asawad entscheidend.

Ansar al-Din, unter der Führung des charismatischen Ijad Ag Ghali, schloss sich dem Kampf der Tuareg mit dem Ziel an, ein islamistisches Rechtssystem im Norden einzuführen. Dieses setzt die der al-Qaida nahe stehende Gruppe in den von ihnen kontrollierten Gebieten schon um: Verboten sind Alkohol, Rauchen, Musikhören, Fußballspiele im Fernsehen und Videospiele.

Als Anfang Mai die Schulen im Norden wieder eröffneten, durften Mädchen und Jungen nicht mehr in gemeinsamen Klassen sitzen. "Uns hat man erklärt", berichtet der Vater eines Schülers, "dass Fächer wie Philosophie und Biologie, gerade was Evolution betrifft, von nun ab verboten sind."

"Bedrohung für Frieden und Sicherheit"

Akki Sch'kka, ein MNLA-Vertreter in London, versicherte, der neue islamische Staat werde "moderat" sein. Aber die ersten Schritte von Ansar al-Din erinnern eher an die Herrschaft der Taliban in Afghanistan 1996 bis 2001. So ist auch der Norden Malis mittlerweile ein Tummelplatz internationaler Extremisten. Mitglieder der Terrorgruppe Boko Haram, die in Nigeria blutige Anschläge verübt, und pakistanische Al-Qaida-Leute wurden mehrfach in Gao und Timbuktu beobachtet. Auch aus den Nachbarländern Libyen und Algerien sollen militante Islamisten angereist sein.

"Niemand will die Salafisten", sagte Seck Omou Sall, die Bürgermeisterin von Goundam, einer Kleinstadt in der Nähe von Timbuktu. "Niemand will die Scharia. Aber wir haben keine Armee, die uns beschützt."

Tatsächlich ist das malische Militär den Rebellen unterlegen. Bamako lehnt den neuen islamischen Staat im Norden kategorisch ab. Interimspremier Scheich Modibo Diarra erörterte mit der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) Gegenmaßnahmen. Immerhin 3000 Mann stark ist die Eingreiftruppe der Ecowas.

"Was im Norden Malis vor sich geht", erklärte Abdel-Fatau Musah, Ecowas-Direktor für äußere Beziehungen, "ist gegen die territoriale Integrität des Landes, aber auch eine ernste Bedrohung für Frieden und Sicherheit der Region." Sollten Verhandlungen mit den Rebellen scheitern, werde man intervenieren und "sie aus dem Gebiet hinausjagen.">

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Afghanistan 27.8.2012: <Wegen Musik: Taliban enthaupten 17 Zivilisten>

aus: 20 minuten online; 27.8.2012;
http://www.20min.ch/ausland/dossier/afghanistan/story/17210282

<Im afghanischen Distrikt Kajaki haben die radikalislamischen Taliban laut der Regierung Zivilisten brutal getötet. Sie hatten mit Musik gefeiert.

Sie wollten feiern und wurden getötet: Kämpfer der Taliban haben nach Angaben der afghanischen Behörden 17 Menschen enthauptet, weil sie an einer Tanzveranstaltung teilnahmen. Das Innenministerium erklärte am Montag, zu dem Angriff sei es am Sonntag in der Provinz Helmand gekommen. Es seien auch Schüsse gefallen.

Die Menschen hatten sich zu einer Feier im Bezirk Musa Kala versammelt, wie die Regierung dort erklärte. Musik spielte und es wurde getanzt. Die Aufständischen wollten die Feier stoppen. Allen 17 Opfern wurde nach Angaben der Provinzregierung in Helmand der Kopf abgetrennt. Es war nicht klar, ob sie zuvor erschossen wurden. Das Gebiet steht vollständig unter Kontrolle der Taliban.

Zwei tote NATO-Soldaten

In der Region sind Aufständische der Taliban aktiv, die in der Vergangenheit immer wieder für die Enthauptung von Dorfbewohnern verantwortlich gemacht wurden. Die Taliban sollen den Zivilisten dabei in den meisten Fällen vorgeworfen haben, für die afghanischen und US-geführten NATO-Truppen spioniert zu haben.

Am Morgen hatte ein afghanischer Soldat im Osten des Landes seine Waffe gegen eine Gruppe von NATO-Soldaten gerichtet und zwei von ihnen getötet. Am Sonntagabend waren zehn afghanische Soldaten bei einem Angriff auf einen Kontrollpunkt im Süden getötet worden.

(aeg/sda/dapd)>

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Terror-Islam 3.10.2012: Al-Qaida ruft auf Webseiten zum Legen von Waldbränden in Europa auf

aus: Welt online: Russischer Geheimdienst: Führt al-Qaida in Europa einen "Wald-Dschihad”? 3.10.2012;
http://www.welt.de/politik/ausland/article109609509/Fuehrt-al-Qaida-in-Europa-einen-Wald-Dschihad.html

<Der russische Geheimdienstchef Bortnikow vermutet hinter den Waldbränden in Europa das Terrornetzwerk al-Qaida. Zahlreiche islamistische Websites riefen zum "Wald-Dschihad” auf und gäben Tipps.

Nach Einschätzung des russischen Geheimdienstchefs Alexander Bortnikow ist das Terrornetzwerk al-Qaida nicht nur für extremistische Gewalt verantwortlich – sondern auch für Waldbrände in Europa.

Mittlerweile riefen zahlreiche islamistische Websites zum "Wald-Dschihad" auf und gäben Tipps, wie und wo es am einfachsten sei, Feuer zu legen und dann zu verschwinden, sagte der Chef des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB am Mittwoch laut der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

"Diese Methode erlaubt es, ohne große Vorbereitungen, technische Ausrüstung oder finanzielle Ausgaben einen enormen wirtschaftlichen und moralischen Schaden anzurichten", sagte Bortnikow, der sich auf einer internationalen Konferenz vor Polizei- und Geheimdienstchefs äußerte.

Länder wie Portugal und Spanien waren in diesem Jahr von verheerenden Waldbränden getroffen worden.

Mehrere Menschen wurden getötet, mehrere zehntausend Hektar Wald wurden zerstört.

AFP/sara>
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