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Bibelkommentar gegen den christlichen, lebensfeindlichen Extremismus -

ein paar zu relativierende Anweisungen in der Bibel in Relation zur Geschichte


von Michael Palomino (2006)

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Kommentar
Die vorliegende Zusammenfassung entstand durch Konfrontation mit extremen Christen, die meinen, die Menschen mit ihren unreflektierten Befehlen konfrontieren zu dürfen, die z.T. den Menschenrechten absolut widersprechen. Vor allem militaristisch-christliche Prediger, die sich bis heute darauf berufen, sie würden "Gottes Wort" verkünden, sollten sich mit den geschichtlichen Konditionen der Bibel auseinandersetzen. Hierzu kann diese Zusammenfassung ein guter Einstieg sein.

Michael Palomino 2006


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Inhalt
1. Fall 1: Die extremen Formulierungen - die Kommunikationsmöglichkeiten von heute - Menschenrechte
2. Fall 2: Kein Sex vor der Ehe - die Heirat erfolgte zu biblischen Zeiten mit der Menarche
3. Fall 3: Ehe, "bis der Tod euch scheidet" - heute lebt man oft mehr als doppelt so lang
4. Fall 4: Vergebung auf jeden Fall - Vergebung kann nur bei Einsicht geschehen
5. Fall 5: Gesunde Ernährung sei "esoterischer Kram" - gesund Ernährte vermeiden Alterskrankheiten
6. Fall 6: Sexualität sei Sünde - Gott hat die Sexualität selbst geschaffen
7. Fall 7: Das Paradies sei verloren - das Paradies ist dort, wo Fruchtbarkeit herrscht und wo die Erde fruchtbar ist
8. Fall 8: Jesus sei die "Brücke" zu Gott - Gott ist immer da
9. Fall 9: Rauchen sei keine Sünde gegen den Körper - der Körper ist die Grundlage


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1.
Fall 1: Die extremen Formulierungen - die Kommunikationsmöglichkeiten von heute - Menschenrechte


Generell gilt es zu bemerken, dass die extremen Formulierungen in allen "heiligen Schriften" gegenüber Menschen erfolgten, die meist Analphabeten waren, und wo keine Aufklärung vorhanden war, ohne Papier, ohne Schreibmaterial, ohne Zeitung, ohne Telefon, ohne Radio, ohne Fernsehen, ohne Satellit, ohne Internet etc. Diejenigen Leute, die in religiösen Institutionen lesen und schreiben gelernt hatten, wurden damals von der normalen Bevölkerung schon als "heilig" angesehen. Insofern wurden bei Reden dieser Leute, die mit "heiligen Schriften" umgingen und neue Anweisungen formulierten, die Formulierungen entsprechend scharf gehalten, weil eine nächste Zurechtweisung erst wieder nach langer Zeit stattfinden würde. Die "Bibel" war somit lange Zeit in den Dörfern oder in kleineren Städten das einzige "Buch", so wie sicher auch in den islamischen Gebieten lange der Koran das einzige Buch war.

Da die heutige Zeit aber über sehr viel mehr Bildung und Kommunikation verfügt, und da heute zum Teil die Menschenrechte staatlich anerkannt sind, sind die extremen Formulierungen in den "heiligen Schriften" generell zu relativieren. Manche Anweisung in den "heiligen Schriften" steht konträr zu den Menschenrechten und erweist sich heute als kriminell. Die Regierungen haben dies leider noch nicht realisiert. Somit wäre die Revision der "heiligen Schriften" im Sinne der Menschenrechte absolut angebracht.


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2.
Fall 2: Kein Sex vor der Ehe - die Heirat erfolgte zu biblischen Zeiten mit der Menarche


Gott hat die Sexualität selbst geschaffen. Wieso soll dann Sexualität vor der Heirat nicht erlaubt sein, wenn die Menschen heute vor dem Heiratsalter schon sexuell reif sind?

Der Punkt ist nicht die Sexualität, sondern die Definition des Heiratsalters. Zu biblischen Zeiten wurden Mädchen mit der Menarche in die Ehe geschickt. Das heisst, die Ehe begann zu biblischen Zeiten mit der Menarche. Die Bevölkerung konnte weder lesen noch schreiben, und wenn, dann durften nur die Männer lesen und schreiben lernen.

Wenn man heute in den "Demokratien" erst ab 16 (mit Einwilligung der Eltern) bzw. erst ab 18 heiraten darf oder z.B. erst mit 30 heiratet, ist Sex vor der Ehe absolut normal. Der sexuell entwickelte Körper braucht Sex in einem gesunden Mass, um mit den damit verbundenen Hormonausschüttungen die optimale Gesundheit zu erhalten (Endorphine etc., Stimulans des Immunsystems, Stimulans der Unterleibsorgane). Besonders schön ist es dabei, wenn die Sexualität in einer Beziehung ausgelebt werden kann. Dabei sind alle Vorsichtsmassnahmen zu beachten, um keine Geschlechtskrankheiten oder AIDS zu übertragen, und um nicht vorzeitig schwanger zu werden.

Da jeder Körper verschieden ist, soll jeder Mensch ab seiner Geschlechtsreife selber bestimmen dürfen, wie viel Sex er braucht, um sich gesund zu fühlen. Es soll jeder das Mass selber bestimmen. Sex soll dabei nicht zum Selbstzweck werden, und das Gleichgewicht der Energien soll gewahrt sein. Jede Einseitigkeit ist ein Extrem, denn Sexualität soll das geistige Wachstum nicht blockieren.

Die christlich-extremistische Behauptung, die Bibel wolle mit ihren moralischen Briefen im Neuen Testament durch die Aussage, man solle erst nach der Ehe "ein Fleisch" werden, vor Trennungsschmerz schützen, wenn die Beziehung zu Ende geht, ist ein Vorwand, denn wenn das Vertrauen in Gott stabil ist, dann ist der Trennungsschmerz bei einer Trennung nicht so gross.

Für die biblische Zeit bei der Verheiratung ab der Menarche gilt das Sexverbot vor der Ehe sehr wohl, um Kindersex und Schäden an den Unterleibsorganen von Mädchen zu unterbinden. Das Sexverbot bis zur Ehe ist in der heutigen Zeit aber nicht mehr anwendbar, da bei Sexverboten andere, vor allem psychische, Schäden eintreten können, bis zur schweren Depression.

Wenn extreme Christen behaupten, die Menschen, die bereits vor der Ehe Sex hätten, seien mit 19 oder 20 Jahren bereits ausgelaugt, so ist sicher nicht der Faktor Sex daran Schuld, sondern andere Faktoren wie Drogenkonsum, Übernächtigung, Alkohol und Dauerparty, also kompensative Handlungen, die auf ein Ungleichgewicht in der Familie oder auf eine Geistlosigkeit der Lebenshaltung hindeuten. Der Sexualität allein die Schuld für einen "ausgelaugten" Zustand zu geben, ist kriminell und führt zu Komplexen gegenüber den grundlegenden Bedürfnissen der Menschen. Wichtig ist einfach, die Einseitigkeit zu vermeiden, der ins Extreme führt.

Auch das extrem-christliche Pauschalurteil, dass Sex immer mit Drogen und Alkohol in Verbindung stehe, ist absolut lebensfeindlich und kriminell und widerspricht Gott in jeder Weise.


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3.
Fall 3: Ehe, "bis der Tod euch scheidet" - heute lebt man oft mehr als doppelt so lang


Die Kirche lässt Ehepaare heute noch mit dem Spruch heiraten, zusammenzubleiben, "bis der Tod euch scheidet". Diese Sitte der Heirat muss historisch relativiert werden. In biblischer Zeit lag das Durchschnittsalter bei ca. 35 Jahren. Die Menschen kannten keine Hygiene und starben oft an einfachsten Infektionen bzw. Blutvergiftungen, oder die Frauen starben oft bereits an der Geburt. Männer starben oft im Kriegseinsatz. Somit trat damals der Tod viel früher ein als heute.

Heute werden die Menschen bei optimalen hygienischen Verhältnissen und bei wenig Umweltbelastung durchschnittlich mehr als doppelt so alt. So kann das Zusammenleben mit einem Menschen auf diese Länge zur Qual werden und z.T. schwere psychische Schäden verursachen, z.B. durch die Alterskrankheit Schnarchen durch Schlaflosigkeit, oder durch die immer weiter um sich greifende Fettleibigkeit und Zuckerkrankheit durch Bewegungsmangel.

Eine Scheidung ist also bei diesen langen Lebensläufen sicher nicht gottesunwürdig, sondern das ewige Leiden unter einem Partner erscheint eher gottesunwürdig.


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4.
Fall 4: Vergebung auf jeden Fall - Vergebung kann nur bei Einsicht geschehen


Die extremen Christen behaupten, auch Kriminellen, die weiterhin kriminell agieren, solle vergeben werden. Somit habe man den Kriminellen beschämt und selber sein Herz befreit.

Dies kommt einer Unterwerfung unter die kriminelle Handlungsweise gleich. Es gibt Kriminelle, die ihre Taten dauernd wiederholen. Eine Vergebung scheint bei solchen Kriminellen nicht angebracht.

Noch schlimmer ist es, wenn die Kriminalität im Strafgesetzbuch gar nicht als kriminelles Verhalten erwähnt ist, z.B. Erpressung in der Familie. Eine Vergebung scheint bei solchen Kriminellen ebenfalls alles andere als angebracht. Vergebung für Verbrecher, die weiterhin Verbrechen begehen, ist ein Überspielen und ein Verdrängen von Tatsachen und eine Ablenkung von der Wahrheit, die Gründe zu finden, wieso ein Mensch kriminell wurde. Damit verbunden ist oft auch die Scheu einer Meldung bei der Justiz, z.B. beim Missbrauch an Kindern, sei es psychisch oder sexuell

Opfer können sich bei Wiederholungstätern nur aus dem Täterbereich entfernen und wenn möglich die Justiz einschalten und den Fall Gott übergeben. Kinder haben erst ab der Mündigkeit eine Chance, sich von Tätern in Familien zu entfernen. Selbstjustiz ist auf alle Fälle zu vermeiden, denn dann würde man selbst ein Fall für die Justiz.

Vergebung ist jedoch geboten, wenn eine Einsicht und eine Umkehr zu positiven Taten stattgefunden hat, vor allem aber, wenn damit noch eine Bitte um Vergebung verbunden ist.


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5.
Fall 5: Gesunde Ernährung sei "esoterischer Kram" - gesund Ernährte vermeiden Alterskrankheiten


Das Thema Ernährung wird in der Bibel kaum angesprochen, weil damals alle Nahrungsmittel nach den heutigen Standards biologisch produziert waren. Viele christliche Gemeinden kochen bis heute aber ihre Mahlzeiten gemäss den Ernährungsgewohnheiten der 1950-er Jahre mit weissen Teigwaren ohne Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, mit weiss poliertem Reis ohne Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, mit Weissbrot ohne Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, mit Magermilch, nur weil man dann weniger einzukaufen braucht, mit Zuckerkuchen mit Weisszucker als Zahnschädling und Vitamin-Räuber, und natürlich mit viel Fleisch als Zeichen des Wohlstands, das den Körper versauert und Gicht und Rheuma begünstigt. Das heutige Fleisch ist - von den z.T. grausamen und gotteswidrigen Haltungsbedingungen abgesehen - heute zudem derart hormonbelastet, dass man es durchaus als Hormonbombe betrachten kann.

Die Weiterbildung in der Ernährung findet in den christlichen Kreisen kaum statt bzw. es herrscht der Glaube, man vertraue ja "auf Gott" und die gesunde Ernährung sei "esoterischer Kram". Man solle also "fest im Glauben" bleiben und nichts ändern. Tatsache ist, dass das Gottvertrauen sicher eine gesundheitliche Stabilität bringt, dass aber gleichzeitig das Gebot gelten sollte, die Ernährung so naturbelassen und göttlich wie möglich einzunehmen.

Eine gesunde Ernährung schützt vor vielen Alterskrankheiten, mit Vollkornteigwaren, Naturreis, Vollkornbrot, Bio-Vollmilch, Früchten mit natürlichem Zucker, kein Zuckerkuchen, wenig oder gar kein Fleisch, dafür um so phantasievollere Früchte- und Gemüsespeisen.

Die Ernährung als Faktor für die Volksgesundheit wird von den Regierungen der "Zivilisation" bis heute kaum zur Kenntnis genommen. Die Einkaufszentren verbreiten mit ihren denaturierten und sterilisierten und damit schädlichen Nahrungsmitteln weiterhin Krankheiten, v.a. was die weissen Teigwaren und das Weissbrot anbetrifft. Aber auch die Auswahl an vegetarischen Gerichten erscheint weiterhin sehr dürftig, wogegen die Fleisch- und Wursttheken bis heute eine Auswahl ausweisen, wie wenn Fleisch gesundheitsfördernd wäre.

Es wäre also zu wünschen, dass die Christen der heutigen Zeit sich nicht nur Gedanken um die Ernährung machen, sondern die Ernährung gottesgemäss umsetzen, so dass auch die Einkaufszentren endlich Bio-Produkte zum Standard machen und der rheumafördernde Fleischkonsum sich entsprechend reduziert.


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6.
Fall 6: Sexualität sei Sünde - Gott hat die Sexualität selbst geschaffen


Gott hat alle Säugetiere und den Menschen erschaffen. Die Sexualität ist da mit dabei von Gott geschaffen, wobei die Sexualität von den ersten Streicheleinheiten bis zum Sexualakt variiert.

Extreme Christen behaupten immer wieder, Sex sei Sünde, weil man sich damit von Gott entfernen würde und nur der eigenen Lust frönen würde.

Sexualität ist aber wegen der Hormonausschüttungen lebenswichtig. Es ist ausserdem erwiesen, dass Leute, die sich vordergründig der Sexualität enthalten, im Geheimem sexuelle Praktiken betreiben, die z.T. kompensativ ins Perverse abgleiten, nicht nur ein geheimer Bordellbesuch. Es können auch andere kompensative Tätigkeiten an die Stelle der Sexualität treten wie Zauberei etc., die dann die Persönlichkeit massiv ins Teuflische abgleiten lassen.

Sexualität als Sünde zu bezeichnen ist somit kriminell und widerspricht jeglichem Menschenrecht. Eigenartigerweise wird die Behauptung, Sex sei Sünde, bis heute nicht strafrechtlich verfolgt. Eine strafrechtliche Verfolgung, die die Behauptung "Sex sei Sünde" unter Strafe stellt, wäre meines Erachtens im Namen der Menschenrechte aber absolut angebracht, weil eine gesunde Sexualität den Hormonhaushalt des sexuell reifen Menschen im Ausgleich hält und kompensative Kriminalität dadurch vermindert wird.


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7.
Fall 7: Das Paradies sei verloren - das Paradies ist dort, wo Fruchtbarkeit herrscht und wo die Erde fruchtbar ist


Die Szene der "Schöpfungsgeschichte" im Alten Testament, wo "Adam" von "Eva" den Apfel des "Baums der Erkenntnis" isst und entdeckt, dass "sie nackt waren", und deswegen die Verstossung aus dem "Paradies" durch "Gott" erfolgt, ist absolut unlogisch.

Zuerst einmal muss man berücksichtigen, dass zu biblischen Zeiten nur Absolventen religiöser Schulen und Beamte lesen und schreiben konnten. Wer also fähig war, eine "Geschichte" vorzulesen, hatte gegenüber der analphabeten Masse bereits eine hohe Macht und wurde bewundert. So existieren in den "heiligen Schriften" unzählige Schöpfungsgeschichten.

Die Interpretation von "Adam und Eva" und dem Apfel darf nicht wörtlich, sondern muss zeitgeschichtlich verstanden werden. Es ist nicht anzunehmen, dass "Gott" wegen einer Nacktheit die Menschen aus dem Paradies verstossen hat, denn alle Tiere sind ja auch nackt, mit mehr oder weniger Fell oder Federn.

Die einfache Logik sagt etwas anderes: "Adam" hat den Apfel vom falschen Baum genommen und den "Baum des Lebens", der die Alternative war, ausser Acht gelassen. So entdeckten "Adam und Eva", dass sie geistig "nackt" waren.

Mit der Verschmähung des "Baums des Lebens" ist aber das wichtige Lebenselement ausser Acht gelassen, denn bei einem Leben nur noch in wissenschaftlicher Erkenntnis ist für grundlegende Lebenselemente wie Bewegung oder Sexualität kaum noch Platz. Die Menschen werden vom technischen Geist des "Baums der Erkenntnis" ergriffen, und der Mensch begann zu "forschen" und dadurch Macht anzuhäufen, so dass die Reiche der Menschen jeweils grösser wurden und regelmässig wieder in sich zusammenfielen. Die Kriege, die der Mensch sich selber durch "technische Errungenschaften" organisiert, bringen regelmässig Massentod somit die Trennung vom Leben.

Die Menschen vom "Baum der Erkenntnis" gehen sogar so weit, die basisgebenden Lebensgrundlagen wie Bewegung und Sexualität als primitiv zu bezeichnen. Nicht nur das: Die Menschen vom "Baum der Erkenntnis" vergiften systematisch die Welt bis zur Untrinkbarkeit des Wassers und bis zur Unfruchtbarkeit der Erde und der Menschen, und durch den Treibhauseffekt wird die Erde heutzutage in einem noch nie da gewesenen Masse aufgeheizt, mit noch nicht abschätzbaren Nebenwirkungen.

Da schon früher Klimaschwankungen stattgefunden haben, kann davon ausgegangen werden, dass sich die geographische Lage des "Paradies" jeweils geändert hat. Zudem müssen wir berücksichtigen, dass nur ein relativ kleiner Teil der Erde fruchtbaren Boden in fruchtbarem Klima aufweist. Das "Paradies" ist also jeweils dort anzusiedeln, wo Menschen fruchtbar leben können und wo die Erde fruchtbar ist, und diese Gebiete sollten - gemäss Gottes Anweisung des "Baum des Lebens" - absolutem Schutz unterstehen.

Der "Baum der Erkenntnis" beschleunigt nun die Zerstörung des heutigen "Paradieses", der heutigen Fruchtbarkeit des Menschen (Sperma) und des heutigen fruchtbaren Bodens. Heute in der globalisierten Welt ist die ganze Erde zum Spielball der Geldmächte der "Wissenschaft" geworden. Der "Baum des Lebens" hat weiterhin keine Priorität. Die Szene von "Adam und Eva" gibt uns somit auch in der Zeit der "Globalisierung" die Botschaft, dass der Mensch dem "Baum des Lebens" erste Priorität einräumen soll.


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8.
Fall 8: Jesus sei die "Brücke" zu Gott - Gott ist immer da


In der Bibel steht, Jesus habe behauptet, "nur durch mich" gäbe es einen Zugang zu Gott, weil der Mensch "gesündigt" habe und das Paradies verloren habe:

"Niemand kommt zum Vater (Gott) als nur durch mich." (Johannes 14,6)

Die extremen Christen behaupten regelmässig, Jesus sei eine "Brücke" zu Gott, damit der Mensch zu Gott wieder Kontakt aufnehmen könne, weil alle Menschen "Sünder" seien.

Diese Logik scheint auf wackligen Füssen zu stehen, denn von Jesus ist kein einziges handschriftliches Wort überliefert. Die These, dass Jesus der "Sohn Gottes" sei, wird hingegen auch von den Krishna-Anhängern akzeptiert. Interessant ist dabei auch die These, Jesus sei ein Ausserirdischer gewesen, denn Ausserirdische können sich tatsächlich in verschiedene Zustände verwandeln. Dann würde alles stimmen wie die Szene, wo Jesus auf dem Wasser läuft, sowie die Szene der Auferstehung in den "Himmel" zu Gottes Seite.

Generell gilt: Gott ist immer da. Dies wird auch von den extremen Christen nicht bestritten. Gott ist immer "online", heisst eine "moderne" Formulierung. Gott, der die Kraft aller Dinge und für jegliches Wachstum ist, ist also auch da, wenn man nicht an "Jesus" glaubt.

Somit steht die Aussage, man komme "nur zum Vater (Gott) als nur durch mich" in einem absoluten Widerspruch zur Logik, denn Gott ist ja schon da. Die Behauptung, Jesus sei die "Brücke" zu Gott, löst sich somit von selbst auf.

Der Faktor "Jesus" ist jedoch wichtig für die Friedensarbeit. Das Vorbild von Jesus mit seiner Waffenlosigkeit, seiner Geduld und der Vergebung (für diejenigen Täter, die ihr Verhalten gebessert haben und die eventuell sogar um Vergebung bitten) ist absolut nachahmenswert, um Rachezyklen und Gewaltkreisläufe zu unterbrechen, um negative Energien zu minimieren, und um positiv-konstruktive Taten durch Einsicht und Weiterbildung zu fördern.

Das Beharren in der extrem-christlichen Mission mit dem konsequenten Druckmittel "Gott" und "Jesus" gleichzeitig ist absolut abzulehnen und ist für viele Menschen auch eine Überforderung, weil die extremen Christen kaum schlüssige Erklärungen und historische Interpretationen mitgeben, und weil die zu missionierenden Menschen oft noch Analphabeten sind, sich zu schnell in zu vielen Lebensbereich ändern müssten und sich auch nicht ausführlich informieren können.


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9.
Fall 9: Rauchen sei keine Sünde gegen den Körper - der Körper ist die Grundlage


Es gibt sogar extreme Christen, die rauchen. Sie behaupten jeweils, es stehe in der Bibel geschrieben, dass es wichtiger sei, was aus dem Körper herauskommt, als das, was in den Körper hineingeht. Die Giftwolken an Zigarettenrauch, die sie den Nichtrauchern zumuten, verdrängen diese christlichen Raucher.

Der Körper ist ein "Tempel" Gottes:

"Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst; 

denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib!" (1 Korinther 6:19,20.)

"Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?

Wer den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben. Denn Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr." (1 Korinther 3:16,17.)

Es wäre also eines der ersten Gebote an christliche Raucher, mit dem Rauchen sofort aufzuhören, nicht nur, um den eigenen Körper in Ordnung zu halten, sondern auch, um die Grundlage der Mitmenschen und deren Körper nicht zu vergiften. Frische Luft und der Anspruch, nicht durch Raucherluft vergiftet zu werden, ist ein Menschenrecht. Man kaufe sich statt den Zigaretten lieber eine Ananas oder andere frische Früchte.


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