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Kolonialismus in Chronologie I.

1.2. Italien - Portugal - Spanien bis 1492

Heinrich der Seefahrer, Statue in Lagos
Heinrich, ein "Seefahrer" [4]: Er ist die Reaktion auf die islamische Besetzung von Konstantinopel...

von Michael Palomino (1998 / 2003 / 2005 / 2007 / 2009 / 2012)

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Kommentar
Die vorliegende Chronologie zeigt den beginnenden Kolonialismus von den Wikingern bis zu Kolumbus, mit Marco Polos China-Reise, mit der kompensativen portugiesischen Seefahrt entlang von Afrika bis nach Indien und der spanischen Konkurrenz. Die Chronologie gibt eine umfassende Übersicht über die vermeintlichen Gründe zum Kolonialismus, über die Politik der Expansion, des Tauschhandelns und des Raubs als Mittel gegen Krisen in Europa.

Der arabische Kolonialismus erstreckt sich gleichzeitig ebenso bis zu den "Philippinen" und den Molukken.

Zudem sind einige Weltkarten einbezogen, die die europäischen Vorstellungen der damaligen Zeit verdeutlichen.

Umstrittener Marco Polo: Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist die Reise von Marco Polo nicht mehr gesichert, weil sich in der Reisebeschreibung einige Unmöglichkeiten befinden. Insgesamt wird die europäische Geschichte aber nicht gross verändert, wenn die Reise von Marco Polo erfunden ist. Es wird allenfalls der Stolz Italiens etwas vermindert.

Michael Palomino
1998 / Oktober 2003 / April 2005 / Dezember 2005 / Mai 2007 / 2009


Quellen
Reinhard, Wolfgang
: Geschichte der europäischen Expansion.
- Bd.I: Die Alte Welt bis 1818. Kohlhammer, Stuttgart/Berlin/Köln/Mainz 1983
- Bd.II: Die Neue Welt. Verlag W.Kohlhammer GmbH, Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz. Verlagsort: Stuttgart, 1985
 
Huby, Felix. Traumreisen; Auf den Spuren grosser Entdecker. Deutscher Bücherbund GmbH, Stuttgart, Hamburg, München, 1980

über Colombo: Internet: H.Mückler: Kolumbus, Christoph:
http://www.univie.ac.at/Voelkerkunde/apsis/oceania/columbus.htm

über Philippinen: Internet: Payer, Margarete: Chronik zur Geschichte der Philippinen
http://machno.hbi-stuttgart.de/_payer/weltw43.html

Weitere Quellen:
Internet: R.H.Ossian: Pirate King's Library

Internet: http://web.history.ufl.edu/west1/expan.htm

Karten: Seibold, Jim: Cartographic Images: The Late Medieval Maps 1300-1500
Internet: http://www.iag.net/~jsiebold/carto.html



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Inhalt

4. Italienischer Kolonialismus im "Hohen Mittelalter" - Pest in Europa - Portugals Afrika-Expeditionen - "Philippinen" werden muslimisch - Wirtschaftskrise Portugals - Italiens Gewürzhandelsmonopol im Mittelmeer - Bürgerkriege in Spanien, Kriege zwischen Portugal, Spanien und Frankreich

5. Erste Kolonien Portugals in Afrika - Kriege innerhalb Italiens - Medici und "Kunstförderung" - Begründung der europäischen Sklaverei 1441 in portugiesischen Kolonien - Islam auf den Banda-Inseln - erste europäische Weltkarten

6. Spanische Flotten konkurrenzieren Portugals Seemacht - Thesen aus Florenz für einen direkten Seeweg nach Indien - Sultanat Sulu auf den "Philippinen" - Islam auf den Banda-Inseln - Spanien besetzt die Kanaren - Portugals neue Währung "Cruzado" - Portugals Goldhandel mit Afrika, Italiens Höhepunkt mit Orienthandel

7. Portugal besetzt islamische Städte in Afrika - Portugals Goldraub in Ghana - Spanien und Portugal reiben sich auf im Erbfolgekrieg - Gründung des Sultanats "Mindanao" auf den "Philippinen" - These von Columbus: ein "Westweg" nach Indien - Spaniens Inquisition ab 1478 - 1479: Vertrag von Alcáçovas: Spanien darf nicht nach Afrika - Portugals Gold aus dem Sudan

8. Fugger-"Aufstieg" - die Erde ist "rund" - Columbus-Träume nach Indien - die "Casa de India" Portugals - päpstliche "Hexenbulle" 1484 - Columbus wirbt beim spanischen König für den "Westweg" - Portugal kartographiert die afrikanische Westküste - "Kap der Stürme", dann "Kap der Guten Hoffnung"

9. Islam auf den Nelkeninseln 1490 - erste Indien-Fahrten Portugals - Portugal schwimmt im afrikanischen Gold - Spaniens Krone bewilligt den "Westweg" nach Indien - Granada 1492 spanisch besetzt, Vertreibung von Juden und Morisken - Columbus' Expedition erreicht die Karibik


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4.
Italienischer Kolonialismus im "Hohen Mittelalter" - Pest in Europa - Portugals Afrika-Expeditionen - die "Philippinen" werden hinduistisch und muslimisch - Wirtschaftskrise Portugals - Italiens Gewürzhandelsmonopol im Mittelmeer - Bürgerkriege in Spanien, Kriege zwischen Portugal, Spanien und Frankreich

1291
Ergänzung: "Christliche" Niederlage im "Heiligen Land" - "christlicher" Kampfeswille und Kolonialismus
Die endgültige Niederlage der "Christen" im "Heiligen Land" und der Abzug der "christlichen" Institutionen aus dem "Heiligen Land" veranlassen den Adel in Italien, Spanien und Portugal, neuen Kampfeswillen zu zeigen und den Weltkrieg gegen die Muslime mit allen Mitteln fortzuführen - egal, wie korrupt und wie betrügerisch die "Christen" sich im "Heiligen Land" aufgeführt haben.

Die datenreiche Webseite www.kartoffel-geschichte.de beschreibt es in einer Fussnote so:

<Die Konquistadoren zogen in die Neue Welt, um sich eine neue Heimat zu schaffen – mit der Lanze. Sie waren in einer Überlieferung großgeworden, die das Erobern als selbstverständlich ansah, im ständigen Kampf (und schließlich dem Sieg) mit den Mauren. Es sei ein ungeschriebenes Gesetz gewesen, daß ein Hidalgo für seinen Unterhalt, für seine Familie und sein Vermögen kämpfte. Arbeit war nicht unehrenhaft, Handwerker waren in Spanien gut bezahlt. Doch ein Herr, der auf sich hielt, der arbeitete und nicht kämpfte, zeigte, daß ihm der Mut fehlte, Unterhalt und Vermögen auf gefährlichere Weise zu erringen. Die Konquistadoren, Nachfahren von zwanzig kampferprobten Generationen, sahen es als ihre Pflicht an, die Neue Welt zu erobern. Und außerdem mußten die Heiden in die Herde Christi aufgenommen werden – tot oder lebendig.> [web02]

[Und damit ist der generelle "christliche" Missions-Terrorismus auf der Welt gut umschrieben].


1291
Italienische Expedition unter den Gebrüdern Vivaldi
mit zwei Terroristen-Franziskanermönchen an Bord (Huby, S.23).

Starke Warenzunahme im Handel in Mittel- und Nordeuropa: Finanzknappheit in Europa
[Der Handel mit dem Orient brachte es mit sich, dass der Import nach Europa stark zugenommen hatte, und gleichzeitig viel Geld in den Orient abfloss]. Die starke Zunahme der verfügbaren Güter in Mittel- und Nordeuropa verursacht bereits weit vor dem Tod von Marco Polo in Europa eine Finanzknappheit, gefolgt von einer Zunahme des Geldflusses mit Gold- und Silbermünzen.

Auch die aufkommenden Waren aus dem Orient, die durch Handel im "Heiligen Land" durch die italienische Schifffahrt nach Europa gelangen, können die Europäer nicht mit Tausch bezahlen. In Europa entsteht ein grosses "Handelsdefizit".

Damit kommen bei den Kaufleuten in Europa mehr und mehr Bestrebungen zu neuen Eroberungen oder Suche nach Goldquellen auf (Huby, S.22).

Im "Hohen Mittelalter" entwickeln sich im Mittelmeerhandel "italienischer Sachverstand, Initiative und Kapital" - Ausweitung der italienischen Sklaverei
Italienische Schiffe greifen auch in Gebiete des Atlantiks vor.

Darüberhinaus errichten die mächtigen Städte, vor allem Genua, Handelsstützpunkte und Zucker-Plantagenkolonien
-- auf den Mittelmeerinseln wie Zypern und Chios
-- im Schwarzen Meer.

->> diese italienischen Kolonien und Sklavenplantagen werden Vorbild für die portugiesischen und spanischen Unternehmer (Reinhard, Bd.II., 38)
->> auch im Süden der iberischen Halbinsel werden Sklavenplantagen angelegt
->> später wird das Sklavenplantagensystem auf die Atlantikinseln und die Insel São Tomé übertragen, dann auch nach Brasilien und "Westindien" (Reinhard, Bd.II., 39).

Ursache für die Seefahrtenentwicklung über den Atlantik: Uneinigkeit gegenüber den islamischen Ländern
In Europa sind die Staaten unter sich zerstritten. So ist eine Koalition gegen die islamischen Staaten unmöglich und der Landweg nach Indien bleibt geschlossen. Die Produkte aus dem Orient wie Nelken, Ingwer, Zimt, Muskat, Pfeffer, aber auch Farbpflanzen bleiben weiter teuer. Dazu kommen reine Luxusartikel wie Edelsteine, kostbare Webereien, Damast, Brokat und Seide. Die Arabische Welt streicht weiter ihre Gewinne ein, und das europäische Handelsdefizit bleibt hoch (Huby, S.21).

[Untergang der Kreuzfahrerstaaten im "Heiligen Land"
-- wegen Uneinigkeit der "Christen" unter sich
-- wegen "christlichem" Besatzertum, Monopolisimus und Diskriminierung der Andersgläubigen
-- wegen Sklaverei, Münzfälschungen, Waffenverkäufen an die Muslimen
-- wegen falscher Bündnispolitik durch die innere Zerstrittenheit].

Nach 1291 nach der Niederlage bei Akkon weigern sich viele europäische Staaten, weiter Kräfte und Geld gegen den Islam zu verschwenden. Also suchen Europas Kaufleute nach anderen Seewegen, um Indien direkt zu erreichen und so die muslimischen Zölle zu umgehen. Portugal ist der erste Staat, der dieses Unternehmen in Angriff nimmt (Huby, S.21).

Gleichzeitige Konzentrierung des Kapitals und Regierungspolitik zur Förderung von Übersee-Handel
Die Innovation im Handel und in der Finanz machen es mehr und mehr möglich, lange Reisen zu unternehmen. Unter der merkantilen Gesellschaft gibt es eine politische Art von Koalition zwischen der Zentralregierung und der Handelsklasse. Die Regierungen ermutigen die Europäer, ihre inneren Märkte auf andere Länder auszudehnen und auch Übersee-Aktivitäten zu entwickeln.

Diese Weise zu regieren etabliert eine Wirtschaftspolitik, die den Übersee-Handel und die Handelsschicht fördert. Mit einer solchen Politik ist es kaum möglich, der Expansion zu widerstehen.

(Internet: http://web.history.ufl.edu/west1/expan.htm (1998)

14. Jh.
Italienische Seefahrer in portugiesischen Diensten
Portugal pflegt eine "genuesische Seefahrerkolonie" in seinem Land, deren Seeleute für Portugal die Seefahrten übernehmen (Reinhard, Bd.II., 39)

[Dies war so, weil Portugal zwar die direkte Küste zum Atlantik besass, die Italiener ber die Karten besassen, die in dieser Zeit noch absolut geheim waren...]

1324
Tod von Marco Polo

14. / 15. Jh.
"Philippinen": Einfluss des Indonesischen Majapahit-Reichs und Tribute an China
-- das hinduistisch-indonesische Majapahit-Reiches vergrössert schrittweise seinen Einfluss
-- die philippinischen Stammesfürsten werden gegenüber dem chinesischen Ming-Reich tributpflichtig [web01].


Pest in Europa - Elfenbein aus Afrika - Entvölkerung auf "Grönland"

[Die Pest wird von der terroristisch-"christlichen" Kirche allgemein als Bestrafung Gottes verstanden. Die Ursache ist für die damalige Medizin nicht nachweisbar, so dass die Schuld der jüdischen Bevölkerung in die Schuhe geschoben wird, und als Folge ihrer Dummheit organisiert der Mob der Terror-Christen vielen Judenvertreibungen, obwohl auch viele Juden an Pest erkranken und sterben. Ursache ist ein Erreger, der durch Flöhe auf Ratten übertragen wird. Die Ratten reisen auf den italienischen Handelsschiffen mit, und ].

Norwegen und Island werden von der Pest schwer getroffen, mit schweren Auswirkungen auf den Handel mit Island und "Grönland". Nach der portugiesischen Eröffnung der Handelswege mit Afrika geht die Nachfrage nach dem nordischen Elfenbein zudem stark zurück, da billigeres Afrikanisches Elfenbein den Markt in Europa deckt. Deswegen beginnt sich "Grönland" zu entvölkern (Huby, S.37).

Die "Kleine Eiszeit" provoziert in Europa eine Hungersnot nach der andern, so dass die Immunsysteme der Menschen sehr geschwächt sind. Ab der Einführung der Kartoffel ab 1530 bei der armen Bevölkerung werden die Immunsysteme wieder stärker und die Pest wird wieder weniger.

Karte der
                  Pestausbreitung in Europa mit italienischen
                  Handelsschiffen von der Krim her
Karte der Pestausbreitung in Europa mit italienischen Handelsschiffen von der Krim her [1]

Ausserdem konnten die Überlebenden der Pest viele "Erbschaften" antreten, wie www.kartoffel-geschcihte.de berichtet:

<Zwischen 1350 und 1550 erlebte Europa eine Periode individuellen Wohlstands; nie waren die Reallöhne so hoch wie in jener Zeit, was mit der Entvölkerung durch die Pest zusammenhängt. In den Städten führt der Reichtum der glücklichen Erben zu einer starken Nachfrage nach Luxusgütern, aber auch unter den Handwerkern hatte die Pest gewütet, so daß Preise und Löhne stiegen und damit Macht und Einfluß der Zünfte.> [web02]

Frage: Warum Portugal?

Portugal ist seit den Kreuzzügen Zwischenstation für die italienischen Schiffahrtsgesellschaften, die den Schiffsverkehr zwischen dem Mittelmeer und Flandern und England unterhalten. Italienische Kaufleute lassen sich in Portugal nieder, und 1317 ernennt König Dinis als Zeichen der Zusammenarbeit Émanuele Pessagno (Manuel Pessanha) zum Admiral. Insgesamt wird der Admiralstitel fünf Mal an Mitglieder dieser Familie weitervererbt (Huby, S.38).

König Dinis von Portugal
König Dinis von Portugal [2]

Erste portugiesische Erkundungen vor der Küste Afrikas - die Kanarischen Inseln und Madeira

Die Kanarischen Inseln waren schon den Karthagern bekannt. 1312 werden die Inseln vom Genuesen Lancellotto Malocello wiederentdeckt, davon abgeleitet der Inselname "Lanzarote". In einem Seefahrerbuch eines anonymen Franziskaners, dem "Libro del Conoscimiento de todos reynos" ["Buch über die Kenntnisse aller Königreiche"] werden alle Inseln aufgeführt: die Kanaren, Madeira, Lanzarote, Tenerife, Gran Canaria, Fuerteventura, Ferro, Puerto Santo etc. (Huby, S.38).

Im 14. Jh. befindet sich der portugiesische königliche "Faktor" (feitor) in Brügge. Er ist Haupt der portugiesischen Kolonien und Agent der königlichen Geschäfte zugleich (Huby, S.90).

ab 1380
"Philippinen": Vordringen des Islam von Borneo her 1381
mit Installierung erster muslimischer Sufis auf Sulu [web01]

1382 (-1402)
Mailands Machtstreben und Kriege im zersplitterten Italien
Giangaleazzo erweitert den Staat Mailand mit dem Ziel, König von Italien zu werden. Geplant wird die Eroberung der ganzen italienischen Halbinsel. Es kommt zu Kämpfen mit Venedig, Florenz und Neapel (DTV-Atlas Bd.1, S.217).


Portugals Wirtschaftskrise ab 1383

Das hohe Handelsdefizit mit den muslimischen Staaten wird durch schlechtere Münzprägung kompensiert. Dadurch kommt es zu Inflation und zur Suche nach neuen Goldquellen, um wieder Goldmünzen herstellen zu können. Der König plant die Verstärkung des Handels mit Afrika, dem Goldland "Wangara", dem heutigen oberen Niger (Bambuk), Senegal, und dem oberen Volta (Lobi). Auch der "stille Handel" (Zwischenhandel und Handel nach gemeinsamem Depot) soll verstärkt werden in Mali unter dessen Herrscher Mansa Mussa.

Karte Portugal
                  - Nordwestafrika
Karte der Handelsbeziehungen zwischen Portugal und Afrika [3]

Nur jüdische Händler haben Zugang zu den verfeindeten Parteien der Moslems und Christen [beide sind Terroristen gegen Menschenrechte], denn die beiden Grossparteien wollen beide ihre Handelsnetze geheimhalten. Zu handelnde Produkte sind v.a. Gold, aber auch Elfenbein und Sklaven (Huby, S.40). Zudem sind die Fischereigründe vor Afrika sehr attraktiv und es soll nach neuen Plantagegebieten und Sklaven für die Zuckerplantagen auf den Inseln vor Afrika gesucht werden (Huby, S.41).

um 1400
Geldknappheit in Portugal und Spanien
Wegen Kriegen der Reconquista gegen die Araber wird die monetäre Situation auf der iberischen Halbinsel im Spätmittelalter knapp. Krieg und Bürgerkriege werden in Spanien und Portugal durch inflationäre Münzverschlechterung finanziert, was ein monetäres Chaos zur Folge hat (Reinhard, Bd.II., S.48).

um 1400
Spanische Münzreform ist erfolgreich
jedoch bleibt die Staatskasse wegen den Erbfolgekriegen und den Kriegen gegen die Moslems stets angespannt (Reinhard, Bd.II., S.49).

Prinz Heinrich der "Seefahrer" (1385-1433)
Der Sohn des Königs Johann I. von Portugal, Heinrich,  wird in diese Zeit hineingeboren. Die mitteleuropäischen Mächte England, Frankreich und Kastilien zerfleischen sich währenddessen in einem "hundertjährigen Krieg". Prinz Heinrich wirkt mit seinem Vater zielstrebig gegen das islamische Afrika, zuerst gegen den Nachbarstaat Marokko (Reinhard, Bd.II, S.28).

Heinrich der Seefahrer (engl. "Henry the navigator")
Heinrich der
                          Seefahrer, Statue in Lagos
Statue von Heinrich dem Seefahrer in Lagos [4]

Heinrich der
                          Seefahrer, Portrait
Heinrich der Seefahrer, Portrait [5]

Anfang 15. Jh.

Chinesisch-"philippinischer" Handel
1405-1417 kommen chinesische Schiffe nach Manila. 1417 besucht eine Tribut- und Handelsmission aus Sulu Peking [web01].

15. Jh.
Italiens Gewürzmonopol für ganz Europa
Die italienischen Monopolisten betreiben weiter einen lohnenden Gewürzhandel in Zusammenarbeit mit arabischen Geschäftspartnern in Beirut. Das venezianische Gewürzmonopol bleibt bestehen (Huby, S.104).

Ab 1420 sinkt der Einkaufspreis für Gewürze in Beirut, weil der Sultan durch Ausspielen von Djiddah gegen Aden den Verkehr im Roten Meer sicherer macht (Huby, S.104).

Alternativbestrebungen für einen Wasserweg nach Indien
Die asiatische Welt hat sich nun seit über 200 Jahren in der europäischen Welt mit Gewürzen und Stoffen etabliert. Der Landweg ist immer noch gefährlich, und deswegen kann die Ware sehr teuer verkauft werden.

Europas Kapitalisten und die Adelshäuser träumen von einer Schiffverbindung für einen billigeren Transport und höhere Quantitäten pro Lieferung. Die Intelligenz weiss, dass die Welt rund ist und Asien auch westlich von Europa anzutreffen sein müssen. Die Schlüsselfrage bleibt nur, wie weit die Distanz ist [web03].

Entstehung des ersten Bankensystems in Europa

Die europäischen Handelsgesellschaften werden so reich, dass sie Kaufmannsbanken gründen. Bankenplätze entstehen in Genua, Florenz (Bardi, Strozzi u.a.), Augsburg (Welser) und Antwerpen.

HeimarbeiterInnen verarbeiten Rohstoffe mit gestelltem Gerät. Die Produkte werden vom "Verleger" weiterverkauft.

Die Exportfirma des Bankenhauses übernimmt den Grosshandel (Textilien, Metallverarbeitung). Häufig werden durch die Grosskapitalisten Monopole angestrebt, die auch politischen Einfluss nach sich ziehen. In anderen Staaten vertritt der Staat selbst das Monopol (DTV-Atlas,Bd.1, S.215).

1409
Italienische Kriege: Florenz unterwirft Pisa
(DTV-Atlas Bd.1, S.217).

Krieg zwischen Florenz und Mailand: Machtwechsel in Florenz
Im erfolglosen Krieg mit Mailand verliert die Florenzer Familie der Albizzi ihre Macht an die Medici (DTV-Atlas Bd.1, S.217).


Wappen der Medici
Wappen der Medici [6]

1410
Letzte belegte Besuche von Kolonialisten in Island
(Reinhard, Bd.II., S.38).


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5.
Erste Kolonien Portugals in Afrika - Kriege innerhalb Italiens - Medici und "Kunstförderung" - Begründung der europäischen Sklaverei 1441 in portugiesischen Kolonien - Islam auf den Banda-Inseln - erste europäische Weltkarten


1415
Portugals Armee erobert Ceuta
Ceuta wird strategischer Brückenkopf für Portugals nächste Ausdehnung in Afrika. Den Spaniern ist man zuvorgekommen. Ceuta wird Stützpunkt zum Schutz des eigenen und des italienischen Handels und ist gleichzeitig ergänzender Ausgangspunkt gegen die muslimische Handelskonkurrenz. Zudem ist Ceuta Endpunkt des Karawanenwegs und somit ist die Kontrolle des Karawanenhandels möglich. Die drei ehrgeizigen Prinzen Duarte, Pedro und Heinrich werden für die Eroberung zum Ritter geschlagen (Huby, S.39).

Die Karawanenstrasse wird daraufhin von Ceuta wegverlegt (Huby, S.41).

1418-1425
Madeira portugiesisch - Eroberungsversuch in den Kanaren - die Guanchen
Von 1418-1425 wird die leere Insel Madeira von den Portugiesen in Besitz genommen und besiedelt. Der Versuch, die Insel Gran Canaria zu erobern, scheitert am Widerstand der Ureinwohner, der Guanchen (Huby, S.41).

Karte
                    Portugal Madeira Kanarische Inseln
Karte Portugal Madeira Kanarische Inseln [7]

Portugals Besetzungen

1427: Azoren, 1434: Kap Bojador

1427 besetzen portugiesische ["christlich"-terroristische] Seefahrer die Azoren. 1434 können portugiesische Schiffe das Kap Bojador umschiffen und weiter südlich vordringen. Dies ist v.a. eine psychologische Überwindung, weil bisher in Europa verbreitet wurde, wegen Hitze und Strömungen sei die Erde hinter dem Kap Bojador nicht mehr bewohnbar und das Wasser würde heiss (Huby, S.41).

Im gleichen Jahr führt Portugal wieder die Goldprägung ein (Huby, S:45).

Die egoistischen Motive von Heinrich dem "Seefahrer" im Namen der ["christlich"-terroristischen] Kirche

Der gut informierte portugiesische Hofchronist Azurara am Königshof von Johann II. zählt die Motive für den Eroberungswillen des Prinzen Heinrich auf:
-- im Dienste Gottes und des Königs möchte er Ruhm gewinnen, gegen die Moslems siegen und neue Entdeckungen machen

-- neue christliche Handelspartner finden
-- den muslimischen Herrschaftskreis erkunden

-- christliche Bündnispartner im Rücken der Moslems für einen gemeinsamen Kampf gegen die Muslime ausfindig machen (Huby, S.41)

-- den christlichen [Terror]-Glauben verbreiten und Seelen "retten"

-- zudem glaubt Heinrich der "Seefahrer" an sein Horoskop, denn er sei zum erfolgreichen Eroberer bestimmt (Huby, S.42).

Zwei Weltkarten aus dem "christlichen" Raum um 1430 / 1432
Weltkarte von Borgia 1430ca. Weltkarte von Andrea Bianco 1432
vergrössernWeltkarte von Borgia (1410-1458), 1430 ca. [8]
Gravur auf eine Eisenplatte. Der Norden ist unten, der Süden mit Afrika oben.
vergrössernWeltkarte von Andrea Bianco 1432 [9]. Der Osten ist zuoberst, das Mittelmeer entwässert nach unten.

1434-1521
Die Medici in Florenz

Die Handelsfamilie wird reich durch Orienthandel und das von der Kurie gewonnene Alaun-Monopol. Giovanni Medici begründet das grösste europäische Bank- und Handelshaus "Medici", das allein im Tuchgewerbe um die 300 Firmen mit 10.000 Arbeitern beschäftigt (DTV-Atlas, Bd.1, S.215).

Medici Festung
                  Volterra
Medici-Festung mit Rundturm ("Maschio"), Volterra [10]

Erst jetzt: Anerkennung für Marco Polo

Erst mehr als 100 Jahre nach dem Tod Marco Polos wird nach zahlreichen Bestätigungen durch weitere Reisende den Berichten von Marco Polo über China geglaubt und akzeptiert, dass China in einer höheren Kultur als Europa lebt. Marco Polo wird sogar als "Forscher" anerkannt, obwohl er eigentlich nur ein Kaufmann und genauer Beobachter war (Huby, S.39).


Regierung in Florenz: Handelsförderung, Akademiegründung

1434-1464: Cosimo der Alte übt als "Vater des Vaterlandes" ein monarchisches Stadtregiment in republikanischen Formen aus. Er fördert Petrarca und Boccaccio (DTV-Atlas, Bd.1, S.215).

Giovanni
                          Boccaccio, Portrait
Giovanni Boccaccio, Portrait, italienischer Schriftsteller, Dichter und Humanist [11]
Francesco
                          Petrarca, Portrait
Francesco Petrarca, Portrait, italienischer Humanist und Dichter [12]

Cosimo de Medici,
                          genannt "der Alte" ("il
                          Vecchio")
Cosimo de Medici, genannt "der Alte" ("il Vecchio") [13]


1440
Gründung der "Platonischen Akademie" in Florenz
gestiftete vonCosimo dem Alten (DTV-Atlas,Bd.1, S.215).

ab 1441
Die portugiesische Sklaverei - monopolisierte Sklaverei
Im Gebiet des Rio de Oro veranstaltet [der "christliche" Terrorist] Heinrich der "Seefahrer" die ersten "Sklavenfänge". 1443 überträgt Bruder und Regent Peter dem Heinrich dem "Seefahrer" das Monopol für Fahrten südlich des Kap Bojador. Portugals Schiffe entwickeln nun eine "Sklavenjagd". Schwarze werden als "Gottlose" eingefangen und als "Haussklaven" in Portugal in "christliche Dienste" gestellt. Die Plantagensklaverei erwähnt Azurara dabei nicht. So schreibt er 1444:

"Endlich gefiel es Gott, dem Belohner guter Taten, ihnen für die mannigfachen in seinem Dienst erlittenen Drangsal einen siegreichen Tag, Ruhm für ihre Mühen und Ersatz für ihre Kosten zu gewähren, denn an Männern, Frauen und Kindern wurden zusammen 165 Stück gefangen, neben denen, die umkamen oder getötet wurden." (Huby, S.42)

1446
Ausweitung des portugiesischen Monopols
auch auf die kanarischen Inseln (Huby, S.42). Die Afrikafahrten sind inzwischen derart profitabel, dass 2/3 des dafür benötigten Kapitals von ausländischen Quellen stammt, vor allem italienischen und jüdischen Handelsleuten (Huby, S.43). In der Folge versuchen die portugiesischen Eroberer, doch noch auf den Kanarischen Inseln Fuss zu fassen (Huby, S.42).

"Bettelmönche" gegen Sklaverei ohne Chance - Rassismus der Kolonisatoren
Mit den Besetzungen in Afrika und noch viel extremer später in "Amerika" beginnt die Auseinandersetzung um die Sklaverei, die über Jahrhunderte bis zur Sklavenbefreiung im 19. Jh. andauern sollte.

[Die "christlichen", psychoterroristischen] Bettelmönche schützen zum Teil die Einwohner vor den ["christlichen", kriegsterroristischen] Sklavenjägern und schreiben jedem Menschen gleiche Rechte zu, z.B. der spanische Chronist Lopez de Gómara:

"Die Menschen sind, abgesehen von der Hautfarbe, wie wir und stammen von Adam ab, wenn sie auch in Gesittung und Sitten unterschieden sind." [Aber "christianisiert" werden sollten sie ja dann doch].

Argumente der Kolonialisten und Kapitalisten:

-- die Andersfarbigen seien Barbaren [aber der "Christ" ist ja der Barbare mit seinen Kriegen, Tötungen und Versklavungen]

-- es seien vernunftunbegabte Wesen [was allein dadurch widerlegt ist, dass der "Christ" nach den orientalischen Gütern strebte, die zuerst Luxusartikel waren]

-- die Sklaverei würde die Heiden auch zu Christen machen und sie in eine höhere Zivilisation "überführen" (Huby, S.23)

->> die barbarische Sichtweise [des "Christlichen" Terroristen] über die Eingeborenen setzt sich durch
->> die Europäer erarbeiten sich ein Weltwissen, aber dass damit auch eine weltweite Verantwortung verbunden ist, wird in den europäischen und weissen kolonialistischen Schulen nicht gelehrt (Huby, S.23)

[und somit wird die gesamte weisse Bevölkerung der Welt gegen die Andersfarbigen in einen Rassismus verhetzt. Europa wird in einen "christlich"-terroristischen Kontinent verwandelt].

1448: Weltkarte von Andreas Walsperger
Weltkarte von Andreas Walsperger 1448
vergrössernWeltkarte von Andreas Walsperger 1448 [14]: Der Norden mit Europa
ist unten, der Süden mit Afrika und Asien oben.


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6.
Spanische Flotten konkurrenzieren Portugals Seemacht - Thesen aus Florenz für einen direkten Seeweg nach Indien - Sultanat Sulu auf den "Philippinen" - Islam auf den Banda-Inseln - Spanien besetzt die Kanaren - Portugals neue Währung "Cruzado" - Portugals Goldhandel mit Afrika, Italiens Höhepunkt mit Orienthandel


Spaniens Schiffe werden Portugals Konkurrenten - der ["christlich"-terroristische] Papst ruft zu Kreuzzügen auf

1449 entschliesst sich der König von Spanien, seinem Herzog von Medina, Sidonia, das Monopolprivileg für die Küste bis Kap Bojador zu erteilen. Die Portugiesen appellieren beim Papst, der daraufhin 1452 in der Bulle "Dum diversas" ein allgemeines Monopol für ["christlich"-terroristische] Kreuzfahrerstaaten verspricht (Huby, S.43).

um 1450
Machtwechsel in Mailand
Während der Kämpfe mit Venedig, Florenz und Neapel bemächtigt sich der Condottiere Francesco Sforza der Herrschaft (DTV-Atlas Bd.1, S.217).

Francesco Sforza, Gründer der Sforza-Dynastie in
                  Mailand
Francesco Sforza, Gründer der Sforza-Dynastie in Mailand [15]

 Portugal: Geburt von Bartholomeo Diaz
der später das "Kap der Stürme"/"Kap der Guten Hoffnung" als erster umrunden sollte [web04].

ab1450 ca.
Seewegsuche nach Indien: These aus Florenz nach direktem Seeweg
In den gebildeten Schichten im Mittelmeerraum existiert schon lange das Wissen um die Kugelgestalt der Erde. In Italien und im damaligen Zentrum Florenz setzen sich merkantil interessierte Humanisten für einen Weg im Westen nach Indien ein und versuchen, die portugiesischen Unternehmungen dahingehend zu beeinflussen, jedoch ohne Erfolg (Reinhard, Bd.II., S.39).

Der Irrtum der Florentiner Merkantil-Humanisten:
-- sie überschätzen die Ausdehnung Asiens
-- sie unterschätzen den Erdumfang.

Zum Beispiel rechnet Paolo dal Pozzo Toscanelli, ein wesentlicher Vertreter der Florentiner Gruppe, mit 3000 heutigen Seemeilen für die Distanz zwischen Portugal und Japan (Reinhard, Bd.II., 39).

Paolo dal Pozzo Toscanelli
Paolo dal Pozzo Toscanelli [16]

1450

"Philippinen": Gründung des muslimischen Sultanats Sulu
durch Sultan Scharif-ul-Haschim Abubakr aus Palembang [web01].

Ausbreitung des Islam auf den Banda-Inseln 1450
Die Banda-Inseln/Molukken-Inseln, auf denen Muskatnuss- und Muskatblütenkulturen wachsen, werden vom Islam "missioniert". Es werden Sultanate eingerichtet (Huby, S.70).

[Dieser islamische Terrorismus ist normalerweise ein Diskriminierungs-Terrorismus].

1451
Geburt von Cristofo Colombo
in Genua als Sohn einer ligurischen Weberfamilie (Reinhard II., S.38). Sein Vater ist Wollweber in Genua [web03].

1453
Islamische Besetzung von Konstantinopel - portugiesische Aufrüstung und Eroberungsprogramm
Im Jahr 1453 fällt Konstantinopel gegen islamische Truppen. Das Reich Byzanz verschwindet von der Bildfläche.

[Dieser Untergang des Reichs von Byzanz kam deswegen zustande, weil Byzanz absolut korrupt war und niemand Byzanz beigestanden war, sondern die "christlichen" Terroristenkönige haben sich in Mitteleuropa gegenseitig bekämpft, statt Byzanz zu helfen. Die Muslime waren aber nicht so dumm und packten die Gelegenheit, um die Dardanellen zu besetzen, und so wurde auch der Zugang zum Schwarzen Meer und zur Seidenstrasse blockiert. Die "christlichen" Terroristenführer nehmen nun den Fall von Byzanz zum Anlass, einen weltweiten Kriegsterrorismus einzuführen, der "Kolonialismus" genannt wird, mit der Vernichtung vieler anderer Kulturen und Religionen. Der Unterschied zum Islam ist nur der, dass der Islam hauptsächlich mit Korruption und Diskriminierung arbeitet].

Der Papst ruft die "christlichen Staaten" erneut zu Kreuzzügen auf. König Alfons V. von Portugal reagiert mit einem grossen Aufrüstungsprogramm. Es handelt sich dabei um ein regelrechtes Eroberungsprogramm (Reinhard I., S.43,45).

König Alfonso V. von Portugal
König Alfonso V. von Portugal [17]

1454
Spanien erobert die Kanareninseln - der Papst stärkt das portugiesische Monopol um Afrika mit zwei "Bullen" 1455 und 1456
Die konkurrenzierenden spanischen Schiffe erobern die Kanaren und können die Portugiesen von den Inseln vertreiben (Reinhard I., S.42).

Die ["christlich"-terroristischen] Päpste Nikolaus V. und Calixtus III. nehmen nun in weiteren Bullen eindeutig für die portugiesischen Gesellschaften und die begonnene Aufrüstung von Alfons V. Stellung.

1455 autorisiert der ["christlich"-terroristische] Papst den ["christlich-terroristischen] König Johann II. und den ["christlich"-terroristischen] Prinz Heinrich den "Seefahrer" von Portugal in der Bulle "Romanus Pontifex" ausdrücklich zur Bekämpfung, Unterwerfung und Versklavung der am afrikanischen Uferweg liegenden Moslems und der an selbigem Wege liegenden "Heiden". Allen anderen Fürsten und Kaisern der Welt wird Eingreifen in die Meere um Afrika für Seefahrt, Fischfang, Handel und Eroberung untersagt.

Als Strafe soll Exkommunikation für Individuen und Interdikt für Kollektive gelten. Lossprache soll erst nach einer Einigung mit der portugiesischen Krone möglich sein (Huby, S.43).

In einer zweiten Bulle von 1456 "Inter cetera" verfügt der ["christlich"-terroristische] Papst, dass der portugiesische Christusorden von 1318 unter Leitung des ["christlich"-terroristischen] Heinrich dem "Seefahrer" alle bischöflichen Rechte über alle portugiesischen Eroberungen erhält. Damit ist der portugiesische Imperialismus materiell wie geistig vom Papst abgesegnet (Huby, S.43).

1457
Portugal: Der neue "Cruzado" - 1460: Tod des ["Christen"-Terroristen] Heinrich dem "Seefahrer" - Festungen bis Sierra Leone
Mit den päpstlichen Bullen als Absicherung kann Portugal die neue Goldwährung, den "Cruzado" (dt. "gekreuzigt") einführen. Die "Goldförderung" aus Afrika scheint nun sicher genug. Der Name der Währung ist Programm für weitere Kreuzzüge gegen den Islam (Huby, S.43,45).

Im Jahr des Todes des ["Christen"-Terroristen] Heinrich dem "Seefahrer" ist die Küste bis Sierra Leone mit portugiesischen Stützpunkten und Festungen abgesichert (Huby, S.45).

1457: Genueser Weltkarte
Genueser
                    Weltkarte von 1457
vergrössernGenueser Weltkarte von 1457 [18]

ab 1460 ca.

Cristofo Colombo als Fischerbub
Colombo geht schon als Bub zur See (Huby, S.53). Christoforo und sein jüngerer Bruder Bartholomeo haben nur wenig bis gar keine Schulbildung. Stattdessen müssen sie Kinderarbeit beim Vater verrichten und die Rohwolle kämmen [web03].

ab 1465 ca.
Portugal: Bartolomeo Diaz im Goldhandel mit Afrika - "blühendes" Italien durch monopolisierten Orienthandel
Als Jugendlicher tritt Diaz in den gefährlichen Gold- und Elfenbeinhandel entlang der afrikanischen Goldküste ein und steigt damit zum Kapitän auf.

Bartolomeo Diaz
Bartolomeo Diaz [19]

Zu der Zeit werden die italienischen Städte reich durch ihren Handel mit Indien und dem Fernen Osten. Portugal und andere europäische Nationen streben danach, einen Teil dieses Handels in ihre Hände zu bekommen. Also muss man Afrika umrunden, oder den Weg westwärts suchen... [web04]

[Das "christlich"-terroristisch-katholische Italien wollte nichts von seinen Profiten mit den anderen teilen...]

1469-1492

Regierung Lorenzo il Magnifico in Florenz

Lorenzo il Magnifico
("der Prächtige") wird bedeutend als Dichter und Staatsmann. Er verfolgt eine ausgleichende italienische Friedenspolitik und führt Florenz zu höchster Blüte. An seinem Hof wirken Renaissance-Künstler wie Botticelli und Michelangelo (DTV-Atlas, Bd.1, S.215).

Florenz unter Lorenzo de Medici il Magnifico
Lorenzo de Medici il Magnifico
Lorenzo de Medici il Magnifico [20]

Botticelli Portrait
Botticelli Portrait [21]

Botticelli: Frühlingstanz
vergrössernBotticelli: Frühlingstanz [22]

Michelangelo Buonarroti, Büste
Michelangelo Buonarroti, Büste [23]



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7.

Portugal besetzt islamische Städte in Afrika - Portugals Goldraub in Ghana - Spanien und Portugal reiben sich im Erbfolgekrieg auf - Gründung des Sultanats "Mindanao" auf den "Philippinen" - These von Columbus: ein "Westweg" nach Indien - Spaniens Inquisition ab 1478 - 1479: Vertrag von Alcáçovas: Spanien darf nicht nach Afrika - Portugals Gold aus dem Sudan

1469-1475
Portugals Afrika-Besetzungen: immer weiter...
1469 gibt Portugals ["Christlich"-terroristischer] König Alfons V. die Leitung des Afrika- und Entdeckungsgeschäfts an [den nächsten "Christen"-Terroristen] Fernâo Gomes ab mit der Bedingung, jährlich eine Landstrecke von 100 léguas (550 km) zu besetzen. Gomes hält diesen Fahrplan ein und kann dabei enorme Gewinne einfahren (Huby, S.45).

1471 erobern portugiesische ["christlich"-terroristischen] Truppen die muslimischen Städte Tanger, Safi und drei weitere Städte. 1475 erreichen die portugiesischen ["christlich"-terroristischen] Besatzer den Äquator und das Gebiet südlich davon, die Region des heutigen Gabun (Huby, S.45).

ab 1470
Cristofo Colombo ist Seemann
im Dienst genuesischer Handelshäuser (Huby, S.38). Zuerst ist Kolumbus zum Teil auch als Pirat tätig (Huby, S.15).

Christoforo Colombo ist rothaarig mit geröteter Gesichtsfarbe, ein stiller und tief religiöser Mensch. Aus Erfahrung lernt er schnell. Bis 22 arbeitet er beim Vater. Er arbeitet bei der sardinischen Fischerflotte, vielleicht bis Korsika hinaus. Mindestens eine Fahrt geht bis zur afrikanischen Küste, wo er vom Seemannswerkzeug einiges mitbekommt [web03].

1471
"Gold von Aschanti"
Unter der Leitung des ["christlichen" Terroristen] von Gomes entdecken die portugiesischen Besatzer in Afrika das  "Gold von Aschanti", eine Goldmine im heutigen Ghana, das natürlich sofort geraubt wird. Der ["christliche" Terrorist] Gomes erhält dadurch vom portugiesischen ["christlich"-terroristischen] König den Adelstitel "da Mina" ("von der Mine") (Huby, S.45).

1474
Erbfolgekrieg und Krieg um Privilegien um Afrika zwischen [den "Christen"-Terroristen] Portugal und Spanien
Im Streit um die Nachfolge im spanischen Königshaus stehen sich die Schwester des bisherigen Königs, Isabella (mit dem spanischen Mann Ferdinand von Aragon) und deren Tochter Johanna (um dessen Hand Onkel Alfons V. von Portugal bittet) gegenüber. Es kommt zum Krieg zwischen den Nationen (Huby, S.44).

[Diese Bibel ist wirklich kein Frieden stiftendes Buch, und die sinnlose Zerstörung durch "Christen" ("US"-Regierung) hält bis heute an. Kirche und Bibel sollten als rassistische und zerstörerische Kräfte verboten werden].

Im selben Jahr kommt die Weltkarte von Toscanelli heraus, die Japan und Indien gleich neben Afrika zeigt:

1474: Weltkarte von Toscanelli
Toscanelli: Weltkarte 1474 mit direkter
                    Meeresverbindung nach Japan / Cipango / Copangu
vergrössernKarte des Atlantiks von Toscanelli (Nachzeichnung von Hapgood) [24]:
Weltkarte 1474 mit direkter Meeresverbindung nach Japan / Cipango

Karte von Toscanelli für den "Westweg": Kurze Distanz, erfundene Inseln
Toscanelli, italienischer Astrologe, fertigt eine Karte des Atlantiks an, der von Europa und Indien umrahmt ist (Huby, S.53):
-- die Entfernung zwischen Europa und Asien ist viel zu kurz angegeben
-- Toscanelli nimmt im Atlantik ein paar Inseln an, die die Überfahrt erleichtern sollen.

->> Colombo wird von der Idee, den direkten Weg in die gewürz- und goldreichen Länder Asiens zu finden, immer mehr ergriffen, wenn doch Inseln als Stützpunkte zur Verfügung stehen (Huby, S.53)
->> Toscanelli lässt seine Karte dem portugiesischen König Johann II. vorführen [web05].

Zudem wird Colombo durch Pierre d'Aillys "Imago Mundi" weiter in seinem Gedanken bestärkt, Indien in westlicher Richtung zu suchen. So haben schon Aristoteles, Strabo und Seneca gedacht [web05].

1475 ca.
Colombos Verbindungen zu Portugal
Cristoforo Colombo entwickelt Beziehungen zu Portugal und heiratet die Tochter des Hauptmanns der Insel Porto Santo bei Madeira. Der Hauptmann ist selber italienischer Abstammung und war enger Mitarbeiter des ["christlichen" Terroristen] Heinrich dem "Seefahrer" (Reinhard, Bd.II., S.38).

1475
Colombo auf Expeditionen
Cristoforo Colombo reist im Auftrag der genuesischen Banca Centurione zur Insel Chios (Ägäis) (Huby, S.65).

Seine Seefahrten führen ihn unter anderem nach England [web05].

1475
Geburt von Pizarro
Geburt von Francisco Pizarro in Trujillo als unehelicher Sohn eines spanischen Seekapitäns. Er verbringt seine Kindheit mit den Grosseltern in einer der ärmsten spanischen Gegenden. Schreiben oder lesen lernt er offenbar nicht [web06].

1475
"Philippinen": Gründung des muslimischen Sultanats von Mindanao
mit Ausbreitung des Islams bis Zentral-Luzon [web01]

ab 1476
Colombo in Lissabon - Nachholen der Schulbildung - These vom "Westweg" nach Indien

Colombo segelt als normaler Seemann an Bord eines Genueser Handelsmann in Richtung Lissabon, England und Flandern. Wegen Kriegszustand unter den Seemächten fährt das Schiff im Convoy, der nach Verlassen der Südküste Portugals auch prompt angegriffen wird. Colombos Schiff sinkt. Colombo kann sich schwimmend retten und bewältigt den Weg nach Lissabon, wo er bei anderen Genuesern unterkommt. Nach einer Reise bis Island lässt sich Colombo in Lissabon nieder [web03].

Colombo wohnt in Lissabon, dem Zentrum der damaligen Schifffahrt (Huby, S.53), denn die von Heinrich dem Seefahrer geförderte Schifffahrt und die laufenden Entdeckungen an der afrikanischen Küste haben auch Genueser nach Lissabon gezogen, und Colombo sieht seine Chance, hier Seekapitän unter portugiesischer Flagge zu werden. Zuerst muss Colombo aber Schulbildung nachholen: Portugiesisch und Kastilianisch in Wort und Schrift sowie Latein, um die Schulbücher in Geographie lesen zu können. Beruflich schlägt er sich als Seekartenzeichner durch. Weitere Seefahrten ergänzen seine Schifffahrtserfahrung [web03].

In den Schifffahrtskreisen ist die Meinung von Aristoteles und Seneca, wonach die Erde rund sei, weit verbreitet. Ein Hauptziel der Seefahrt sei es, Indien über den Atlantik auf "Westkurs" zu erreichen (Huby, S.53).


1478
Spanien: Einrichtung der Inquisition

gegen Bettelorden und Juden gerichtet (Reinhard, Bd.II., S.82).

[Anmerkung: Es kommt in den spanischen Kolonien Mittel- und Süd-"Amerikas" zu schweren Diskriminierungen von Juden, die meinen, sie könnten sich als "Christen" verkleidet in den spanischen Kolonien sicher fühlen. Die "christlichen" Terroristen verfolgen sie gnadenlos mit falschen Anschuldigungen. Dies ist u.a. in der jüdischen Chronologie der Judenverfolgung "Scrolls of Fire" (deutsch: "Schriften des Feuers")  beschrieben].

These eines neuen Kontinents zum Westweg nach Indien aus Florenz
In Florenz wird 1478 aufgrund rein theoretischer Überlegungen die Entdeckung eines vierten Kontinents erwartet (Reinhard, Bd.II., 45).

Sp: Heirat von Colombo, Umzug nach Madeira - Gattin Dona Felipa verschafft Colombo die portugiesischen Karten und Pläne
1479 heiratet Colombo Dona Felipa Perestrello, deren Vater einer der Kapitäne des ["christlichen" Terroristen] Prinz Heinrich dem Seefahrer gewesen war. Sie haben einen Sohn Diego. Der hohe soziale Rang von Dona Felipa macht es Kolumbus möglich, wichtige Offizielle  zu treffen. Sie verschafft Colombo auch die Karten- und Dokumentensammlung ihres Vaters. Von diesem Material gewinnt Colombo das Wissen um die portugiesischen Entdeckungen und Pläne [web03].

1479
Das ["christlich"-terroristische] Spanien und das ["christlich-terroristische] Portugal schliessen den Frieden von Alcáçova:


Spanien anerkennt Portugals Afrika-Monopole - Portugal erlaubt die spanische Besetzung der Kanarischen Inseln
Die beiden Mächte lösen im Frieden von Alcáçovas ihre Auseinandersetzung.
-- die ["christlich"-terroristische] Isabella anerkennt das Monopol des ["christlich"-terroristischen] Portugal für alle Gebiete südlich der kanarischen Inseln an, womit v.a. die Handelsmonopole für Gold, Pfeffer, Elfenbein und Sklaven für Portugal gesichert sind
-- das ["christlich-terroristische] Portugal erlaubt im Gegenzug den ["christlich"-terroristischen], spanischen Schiffen, die kanarischen Inseln endgültig zu unterwerfen (Huby, S.45).

Dieser Frieden ist ein Befehl des ["christlich"terroristischen] Papstes, der befiehlt, dass das ["christlich"-terroristische] Spanien von Afrika ausgeschossen sein soll (Reinhard, Bd.II., S.39).

Das ["christlich"-terroristische] Portugal hat seine erste "Goldquelle", die Mine im [heutigen] Sudan, das Goldland "Punt". Mit Karawanen wird der Transport durch die Wüste organisiert. Die Handelsplätze sind zuerst Orte im inneren Afrika, dann die Karawanenendpunkte an der marokanischen Küste und in Cadíz (Huby, S.22).


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8.
Fugger-"Aufstieg" - die Erde ist "rund" - Columbus-Träume nach Indien - die "Casa de India" Portugals - päpstliche "Hexenbulle" 1484 - Columbus wirbt beim spanischen König für den "Westweg" - Portugal kartographiert die afrikanische Westküste - "Kap der Stürme", dann "Kap der Guten Hoffnung"

1480 ca.
Süddeutschland: "Aufstieg" der Fugger in Augsburg
"Aufstieg" der kleinbäuerlichen Weberfamilie im 15. Jh. durch Handel und Geldgeschäfte (DTV-Atlas Bd.1, S.215).

Ende 15. Jh.
Die Lehre von der runden Erde setzt sich durch
auch auf der iberischen Halbinsel. Die These von einem direkten Westweg nach China, Japan und Indien verbreitet sich so immer mehr und die Umgehung des arabischen Handelsmonopols für Gewürze scheint immer mehr in greifbarer Nähe (Huby S.15).

Norweger bekannt?
Es ist nicht beweisbar, ob Columbus von den Wikingern, von "Grönland" und Neufundland gewusst hat oder nicht (Reinhard, Bd.II., S.38).

1480 ca.
Christofo Colombo wird Mitglied der "genuesischen Kolonie" in Portugal
Auch er ist von der Idee erfüllt, dass im Westen ein direkter Weg nach Indien existieren müsse. So wie die Florentiner Gruppe überschätzt er die Ausdehnung Asiens, unterschätzt den Erdumfang und rechnet gar mit nur 2400 heutigen Seemeilen von Portugal bis Japan (Reinhard, Bd.II., S.39)

um 1480
Portugal: Geburt von Fernao de Magalhaes
wahrscheinlich in Porto, als Sohne eines portugiesischen Adligen [web07].

1481 (-1484)
Christoforo Colombo auf Afrikareise in portugiesischen Diensten
beim ["christlich"-terroristischen], portugiesischen König Johann II. [web03]

Er erlebt eine Reise zum portugiesisch-afrikanischen Hauptstützpunkt Elmina (heute in Ghana). Er erlebt dort neben der Seemannskunst die "Kolonialwirtschaft" im Stützpunktsystem kennen:
-- der Kapitalismus der Faktoreien
-- die Organisation der Sklaverei
-- der Goldraub
-- die Gewürze (Reinhard, Bd.II., S.39).

1481
Portugal: Einrichtung des ["christlich"-terroristischen] portugiesischen Forts "Fort Sâo Jorge da Mina", später "Elmina" (Huby, S.45).

Portugal: Tod des ["christlich"-terroristischen] Königs Alfons V., Nachfolger wird König Johannes II. (Huby, S.29).

ab 1481/1482
Die "Casa de Guiné" in Portugal - die "Casa da India" - das weltweite Handelsnetz als Ziel Portugals
1481/82 verlegt Johann II. die portugiesische Kolonialgeschäftszentrale "Casa de Guiné" von Afrika nach Portugal und benennt sie später in "Casa da India" um. Die portugiesische Krone organisiert den Flottenverkehr und den Warenumschlag, in untergeordnetem Rahmen auch mit ausländischer Kapitalbeteiligung (Huby, S.90).

Ziel ist der Aufbau des portugiesischen Netzes von Faktoreien (feitorias) von Afrika bis Japan (Huby, S.90).

ab 1482 ca.:
Kontakt zwischen Colombo und Toscanelli
Colombo nimmt mit Toscanelli Kontakt auf. Ausserdem bekommt Kolumbus Unterstützung für seinen "Westweg" vom Nürnberger Reisenden und Kaufmann Martin Behaim in Lissabon [web05].

ab 1482 ca.
Distanzberechnungen für den "Westweg" nach Indien: Bibel, Marco Polo, "Imago Mundi" und Trümmerfunde als Indizien
Colombo rechnet die Distanz aus für seine zukünftige Indienfahrt und benutzt dazu Quellen wir die Bibel, die Schriften von Marco Polo und das Werk von Pierre d'Ailly "Imago Mundi". Dabei verwirft er alle Informationen, die nicht in seine Vorstellung passen.

Andere Leute machen ähnliche Berechnungen wie Colombo, aber keiner ist so optimistisch wie er. Eine Anzahl von Seeabenteuergeschichten unterstützen die These von Colombo, dass schon Land im "Meer der Dunkelheit" gesichtet worden sei.

Des weiteren unterstützen angeschwemmte Trümmerteile auf den Azoren die These von Colombo, dass das noch nicht "entdeckte" Land nicht allzuweit entfernt sein könne. Colombo glaubt schliesslich, dass Asien 3000 Meilen entfernt sei [web03].

Christoph
                  Kolumbus
Christoph Kolumbus [25]

1484
Papst: Hexenbulle
Der ["christlich"-terroristische] Papst Innozenz VIII. erlässt 1484 die "Hexenbulle" (DTV-Atlas Bd.1, S.230) gegen Frauen, denen "okkulte" Kräfte oder der "Bund mit dem Teufel" vorgeworfen wird (DTV-Lex. Bd.8, S.99).

Portugal: Colombos Projekt der Atlantiküberquerung: vom portugiesischen König abgelehnt
1484 trägt Colombo dem König Johann II. von Portugal seinen Plan vor, einen anderen Seeweg nach Indien als den um Afrika zu suchen (Reinhard II., S.39). Allgemein wird das Meer westlich von Portugal, das bisher [offiziell] nicht bekannt ist, als "Meer der Dunkelheit" bezeichnet [web03].

Johann II. schafft einen "Wissenschaftlichen Beirat", der realistische Schätzungen für den Erdumfang hat. Deswegen ist Johann II. skeptisch und lehnt ab (Reinhard II., S.39).

1484 / 1485
Spanien: Colombo beim spanischen Königspaar Ferdinand und Isabella - Vertagung der Entscheidung - neue Heirat mit Beatriz Enriquez de Harana
Colombos Frau Dona Felipa Perestrello ist inzwischen gestorben. Nach den negativen Entscheid des ["christlich"-rassistischen], portugiesischen Königs reist Colombo mit seinem Sohn Diego nach Spanien, um dort Unterstützung für seinen Plan der "Westwegsuche" zu finden. Diego landet in einem Franziskanerkloster in La Rabida [web03],

um einem anderen König zu unterstehen, der vielleicht seinen Plan verstehen könnte [web05].

Colombo macht Bekanntschaft mit einer Reihe einflussreicher Leute, die ihm helfen, seinen Plan des "Westwegs" beim ["christlich"-terroristischen] Königspaar Ferdinand und Isabella zu präsentieren. Eine Regierungskommission wird zusammengerufen und prüft den Colombo-Plan.

Colombos Anfrage am Hof von Kastilien-Aragón mit seinem Projekt auf wenig Begeisterung (Reinhard, Bd.II., S.39):

Isabella und Ferdinand haben erst gerade geheiratet und die Königshäuser Kastilien und Aragón vereint.

Beide haben als nächstes Projekt vor, Granada für das "Christentum" zurückzuerobern und vor den Arabern zu "befreien"
[obwohl die muslimische Kultur technisch und medizinisch viel fortschrittlicher ist].

-> der ["christlich"-terroristische] kastilische Hof will zuerst den Krieg mit den [psychoterroristischen] Muslimen "beenden" (Huby, S.53)
-> die Kommission trifft noch keine Entscheidung und lässt Colombo warten
-> Colombo heiratet in Cordoba seine zweite Frau, Beatriz Enriquez de Harana. Später haben sie einen Sohn Ferdinand/Fernando [web03].

ab1485 ca.
Das ["christlich"-kriegsterroristische] Spanien im Krieg mit dem [psychoterrroristischen] muslimischen Granada
-> Spanien ist in einem neuen finanziellen Engpass
-> Colombo wittert seine Chance, eine Expedition für den "Westweg" bewilligt zu bekommen (Reinhard, Bd.II., S.49).

ab 1485
Colombo kämpft für seinen "Indien"-Weg
Kolumbus setzt in den nächsten Jahren seine ganze Energie in Manöver, um eine Expedition über den Atlantik bewilligt zu bekommen:

-- er setzt die ["christlich"-terroristische] Religion als Argument für seine Westroute ein (Reinhard, Bd.II., S.40):

"damit man weiss, welche Wege man einschlagen muss, um unseren allerheiligsten Glauben daselbst zu verbreiten" (Huby, S.22)

-- er beginnt, Gewinnpläne zu entwerfen

-- er stellt sogar in Aussicht, er werden Jerusalem erobern: Wenn er vom Kap San Vicente gerade nach Westen fahre, so werde er geradewegs nach Jerusalem ankommen und die Araber im Rücken angreifen: "die Muselmanen im Rücken fassen" (Huby, S.23).

-- gleichzeitig macht sein Bruder Bartolomeo Colombo am ["christlich"-terroristischen] englischen und französischen Hof Vorschläge für die Westroute

-- gleichzeitig schraubt Cristoforo Colombo aber auch seine Forderungen in die Höhe für den Fall, dass er Indien auf der Westroute entdecken würde: Rang, Titel, Prozentanteile an den Einkünften usw. (Reinhard, Bd.II., S.40)

[Man sieht also, dass auch Christoph Kolumbus sich klar in einen "christlichen" Terroristen verwandelt, nicht mit Waffen, sondern mit allen Mitteln des Psychoterrors].


1485 ca.

Portugal: Entdeckung des Kongo-Flusses - geplante Expedition unter Diaz
Die "Forschungsarbeiten" an der afrikanischen Küste südwärts werden unter dem ["christlich"-terroristischen] König Johann II. fortgesetzt. Als Diogo Cam/Cao dem König berichtet, er habe die Küste bis zum Kongo-Fluss abgefahren, plant Johann II. eine neue Expedition, die noch südlicher vordringen sollte. Als Leiter der Expedition wird Bartholomeo Diaz ausgewählt [web04].

1486
Portugal: Geheime portugiesische Pläne für "Westweg": Einladung an Colombo
Trotz dem ablehnenden Bescheid an Colombo lässt der portugiesische Hof beim Flamen Ferdinand van Olmen, der in portugiesischen Diensten steht, Pläne für einen Atlantik-Weg nach "Indien" ausarbeiten. Der Versuch wird aber nie durchgeführt (Reinhard, Bd.II., S.39).

1487

Port.: Expansionsplan des portugiesischen ["christlich"-terroristischen] Königs Johann II. - Kämpfe in Marokko
Portugals ["christlich"-terroristischer] König Johann II. schlägt eine dreigliedrige Trippelstrategie ein, um in der Besetzung und "Missionierung" bzw. Versklavung des "ungläubigen" Kontinents Afrika voranzukommen:

-- Afrika soll landeinwärts ostwärts "erkundet" werden (Huby, S.47)

-- es soll so schnell wie möglich die Umschiffung des Kontinents erfolgen

-- er schickt zwei mohammedanisch verkleidete Spione über Kairo, davon den ersten Alfonso de Paiva mit Botschaften zum Priesterkönig Johannes im fernen Afrika, den zweiten sprachkundige Spion Pero da Covilhâ aber nach Indien zu Erkundungen (Huby, S.48)

Im selben Jahr beginnen in Marokko, heftige Kämpfe [zwischen "christlichen" Terroristen und muslimischen Psychoterroristen] auszubrechen (Huby, S.48).

August 1487
Portugal: Expedition unter Bartholomeo Diaz südlich des Kongo-Flusses
Mit zwei Karavellen und einem Versorgungsschiff verlässt Diaz Lissabon, segelt vom Kap Palmas direkt zum Kongo-Fluss und erreicht der Küste entlang Cabo de Volta, das heutige Lüderitz [web04].

1487 / "Christliches Neujahr" 1488
Port.: Seefahrer Díaz am südlichsten Punkt Afrikas - "Kap der Stürme"
Díaz wird auf einer Seefahrt vor der heutigen Küste von Namibia durch einen Sturm weit nach Süden hinausgetragen. Als er zurücksegelt, landet er östlich der Südspitze Afrikas in der Region der heutigen Mosselbay (im heutigen Südafrika). Die Mannschaft meutert und drängt zur Rückreise. Beim Passieren des Südspitze nennt Díaz den Felsen "Kap der Stürme" (Huby, S.47).

genauer:
Um den Neujahrstag wird die Expedition von Diaz von einem Sturm erfasst und südwärts getrieben. Unbemerkt passieren sie die Südspitze von Afrika. Nach 13 Tagen fährt die Expedition wieder ostwärts, trifft jedoch keine Küste mehr an. Die Schiffe drehen nach Norden und stossen auf das Gebiet des heutigen Mossel Bay, jenseits des Kaps. Die Südspitze war umschifft [web04].

Die müde und ängstliche Crew aber zwingt nun Diaz, umzukehren, statt dass die Expedition bis zum Indischen Ozean weiterfährt. Die Expedition kommt zum Kap, das Diaz das "Cabo Tormentoso"/"Cap der Stürme" nennt [web04].

Dezember 1488
Portugal: Heimkehr der Expedition unter Diaz
[web04]

Portugal: Der "Westweg" ist für Portugal nicht mehr aktuell
Als Diaz von seiner Umrundung des Kaps erzählt, ist für den ["christlich"-terroristischen] König Johann II. von Portugal die Priorität für sein Land klar: Kolumbus' Plan vom "Westweg" wird überflüssig. Colombo kehrt nach Spanien zurück [web03].

1488
"Umbenennung" der Südspitze Afrikas: "Kap der Guten Hoffnung" - die Spion-Mission für Portugal entlang der Malabarküste und an der ostafrikanischen Küste
Der ["christlich"-terroristische] König Johannes II. lässt das von Díaz benannte "Kap der Stürme" in das psychologisch wirksamere "Kap der Guten Hoffnung" umbenennen (Huby, S.48).

Die verkleideten Spione de Paiva und de Covilhâ treffen in Kairo ein. De Paiva stirbt noch vor seiner Weiterreise. De Covilhâ begibt sich auf dem Seeweg nach Indien und erkundet den Gewürzhandel an der Malabarküste, kommt hernach an die Ostküste Afrikas und erkundet diese bis zum heutigen Moçambique (Huby, S.49).

1489
Portugal: Silbermünzen
Das ["christlich"-terroristische] Portugal erfährt durch den monopolisierten Afrika-Handel in der Zeit von 1457 bis 1489 einen derartigen Zustrom von europäischen Silberbarren, dass die Einführung von hochkarätigen Silbermünzen wieder möglich ist (Huby, S.45).

1489: Weltkarte von Henricus Martellus
Weltkarte von Henricus Martellus, als erster
                    mit dem Horn von Afrika 1489
vergrössernWeltkarte von Henricus Martellus, als erster mit dem Horn von Afrika 1489 [26]

1490

Kongoregion: "Christianisierung" bei gleichzeitiger Sklaverei - der Spion da Covilhâ bei Johannes dem Priesterkönig "gefangen" - der verschollene Bericht von da Covilhâ
Um 1490 wird die Region des Kongo-Flusses portugiesisch besetzt und Kontakt zum Herrscher Mbanza Congo aufgenommen. Portugiesische Missionare beginnen mit dem "Christianisierungsprogramm". Gleichzeitig wird die Sklaverei und die Deportation eingeführt, die der "christlichen Lehre" fundamental widerspricht. Die ökonomischen "Interessen" setzen sich jedoch gegen die zum Teil protestierenden Missionare durch (Huby, S.47).

Da Covilhâ kann seinen Reisebericht über Indien und die afrikanische Ostküste in Kairo einem jüdischen Händler übergeben, der den Bericht nach Portugal bringen soll. Da Covilhâ selbst begibt sich nach Abessinien zum Priesterkönig und heiratet dort. Selbst kommt er nicht mehr nach Portugal zurück, weil er dort "festgehalten" wird (Huby, S.49).

Der Rapport von da Covilhâ ist möglicherweise nie in Portugal angekommen. Die Lage darüber ist sehr unklar (Huby, S.49).


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9.
Islam auf den Nelkeninseln 1490 - erste Indien-Fahrten Portugals - Portugal schwimmt im afrikanischen Gold - Spaniens Krone bewilligt den "Westweg" nach Indien - Granada 1492 spanisch besetzt, Vertreibung von Juden und Morisken - Columbus' Expedition erreicht die Karibik

1490

Islam auf den Nelkeninseln
Auch die Nelkeninseln westlich der Molukken und die Gewürzumschlagsinsel Amboina werden [psychoterroristisch, korrupt und diskriminierend] islamisch missioniert und dort Sultanate eingerichtet (Huby, S.69).

Im Verlauf der weiteren "Kolonisationen" kommt es zu einem weltweiten "Wettrennen" zwischen Islam und der Rom-Kirche. Schlimmste Massaker sind durch Fanatismus und Blindheit gegenüber dem Mitmenschen vorprogrammiert (Huby, S.69).

Portugal: Auftrag für Indienrundfahrt an Vasco de Gama
Vasco de Gama bekommt Aufträge für die Gewürz-Handelsstadt Calicut in Indien an der Malabarküste. Die Aufträge sind ansonsten jedoch so unpräzise und von auffallender Unkenntnis, so dass der Bericht von da Covilhâ nicht bekannt gewesen sein dürfte. Zudem wird Vasco de Gama mit Geschenken ausgestattet, die eher auf afrikanische Verhältnisse zugeschnitten sind (Huby, S.49).

1490 ca.

Spanien: Christoph Kolumbus bei der ["christlich"-kriegsterroristischen] Königin Isabella
Franziskanermönche verschaffen Kolumbus Zugang zur ["christlich"-kriegsterroristischen] Königin Isabella. Der Hof von Ferdinand berät das Vorhaben mit seinen Beratern (Reinhard, Bd.II., S.40).

Portugal: Kontrolle über den Goldhandel - die spanische Krone muss handeln
Portugal kontrolliert nun den europäischen Goldumlauf immer mehr und mehr. Als Resultat des Versuchs von Bartholomeus Diaz und der Realisierung der Umrundung des "Kaps der Guten Hoffnung" wird Lissabon der Eingangshafen für asiatische Güter für Europa.

In den ersten Jahren nach der Entdeckung des Kaps der Guten Hoffnung unternimmt das ["christlich"-kriegsterroristische] Portugal regelmässige Reisen nach Südasien im Gewürzhandel. Die Spanier sehen den Erfolg der Portugiesen und entscheiden, in diesem Spiel (um Geld und Macht) mitzuhalten. So sollten die Anfragen von Cristoforo Colombo bei der spanischen ["christlich"-kriegsterroristischen] Königin Isabella I. bald Erfolg haben, einen leichteren Weg nach Indien zu suchen, um das portugiesische Monopol auf asiatische Gewürze und Waren zu durchbrechen sowie Portugal im Goldhandel zu überrunden [web08].

[Die reichten "christlichen" Terroristenländer, Italien und Portugal, wollen nicht mit anderen "christlichen" Staaten teilen, sondern provozieren, dass alle "christlichen" Küstenstaaten einen rassistischen Kriegs-Kolonialismus entwickeln. Teilen ist im "christlichen" Kapitalismus nicht vorgesehen].

1491
Tod des Kronprinzen, Sohn Alfons
(Huby, S.49)

Die spanische Bewilligung für eine "Westweg"-Expedition nach Indien
Eine Gruppe von Conversos (getaufte Juden) und Genuesen aus der Umgebung von König Ferdinand geben den Ausschlag für die Westweg-Expedition von Colombo (Reinhard, Bd.II., S.40).


1492
Granada, das Reich der Nasriden, fällt der spanischen Reconquista zum Opfer und wird spanisch besetzt (DTV-Atlas Bd.1, S.187).

Die Reconquista ist damit "abgeschlossen". Sie war kein Kreuzzug, sondern ein Grenz- und Bandenkrieg, weniger ein Glaubenskrieg. Es ging um Land und Beute des untergehenden niederen Adels, vor allem für die unterversorgten, nicht erbberechtigten jüngeren Söhne, die sich nur mit der Waffe Land aneignen konnten (Reinhard, Bd.II., S.49).


[In Granada herrschen nun Gewalt und Inquisition, gar nicht "christlich", oder eben: sehr "christlich", gegen jedes Bibelgebot. Die Intelligenz mit Ärzten, Musikern und Architekten wird vertrieben und es herrscht nun die primitive, "christliche" Waffe mit Verleumdungen und Verfolgungen. Auch die Juden werden vertrieben unter dem Vorwurf, sie würden mit den Muslimen zusammenarbeiten. Dabei waren es Juden, die die wichtige, arabische Literatur in europäische Sprachen übersetzt haben, um Europa wissenschaftliche voranzubringen...]

ab 1492
Hetze in Spanien: Vertreibung der Juden und Moriskos
(DTV-Atlas Bd.1,S.155,187).


Spanien: Bischöfe und Ordensleute werden Inquisitionäre
Bischöfe und Ordensleute nehmen ab 1492 zugleich das Amt des Bischofs wie auch des Inquisitionärs an und vereinen beide Posten in Personalunion (Reinhard, Bd.II., S.82).


April 1492
Bewilligung von Isabella und Ferdinand zur "Westweg"-Expedition: "capitulación" ["Vertrag"]
(Reinhard II., S.40)
Vertragschliessung in Santafé über eine Expedition nach Ostasien am 17.4.1492:


-> Colombo erhält drei Schiffe, ("Santa Maria", "Pinta" und Niña") [web05]

-> Cristofo Colombo erhält den Auftrag zum Entdecken und Erwerb von Inseln und Ländern im Ozean
-> Cristofo Colombo wird in den Adelsstand erhoben
-> Cristofo Colombo wird erblicher Admiral und Vizekönig der betreffenden Gebiete
-> Cristofo Colombo soll einen Zehntel des Ertrags erhalten
-> Cristofo Colombo soll sich mit einem Achtel an der Ausrüstung sämtlicher Schiffe beteiligen dürfen


-> aus Privatbesitz werden Cristofo Colombo drei Schiffe (Reinhard II., S.40) zur Verfügung gestellt, zwei kleine wendige Karavellen und eine schwere Nao

-> Ausgangshafen soll Palos sein (Reinhard II., S.41), denn Palos muss die Schiffe bauen als Kompensation für eine Missetat gegenüber den ["christlich"-kriegsterroristischen] Ferdinand und Isabella [web03].

Die
                  "christlich"-kriegsterroristische Königin
                  Isabella I. von Kastilien
Die "christlich"-kriegsterroristische Königin Isabella I. von Kastilien [27]

3.8.1492

Abfahrt der ersten Westweg-Expedition unter Kolumbus
Abfahrt von Palos zu den Kanarischen Inseln (Reinhard, Bd.II., 41).
Colombo fährt mit drei Schiffen aus:
-- dem von ihm kommandierten Flaggschiff "Santa Maria"
-- dem Schiff "Niña" unter Befehl von Vincente Yañez
-- dem Begleitschiff "Pinta" unter Befehl von Martin Alonso Pinzón (Huby, S.53).

6.9.1492
Abfahrt der ersten Westweg-Expedition von den Kanaren ins Ungewisse
unter Cristofo Colombo, die Besatzung hat mit psychischen Problemen zu kämpfen (Reinhard, Bd.II., 41).

Führungsstil von Colombo ohne Härte
Cristofo Colombo pflegt keinen harten Führungsstil, sondern regelt Unstimmigkeiten mit guten Worten und reichen Versprechungen. Dies ist eher Abwiegeln als ein Lösen der Probleme. Colombo schafft es jedoch immer mit Geduld, sich durchzusetzen (Huby, S.53).

Aber die Situation wird immer schwieriger, als sich die Toscanelli-Karte als eine Fälschung herausstellt und die erfundenen Inseln im Atlantik nicht gefunden werden können.

-> Martin Alonso Pinzón, Kapitän der "Pinta", und dessen Bruder Vicente Yañez, Kapitän der "Niña", beschwören Colombo immer wieder, umzukehren
-> Colombo gelingt es jedes Mal, sie für ein paar Tage zu überreden, weiterzufahren (Huby, S.53).

1492
Judenverfolgung in Spanien
1492 beginnt das spanische Königshaus mit Massenvertreibungen der Juden aus Spanien. Die Juden flüchten auf den afrikanischen Kontinent, nach Holland [und England?] oder bleiben in Portugal [als getaufte Juden] (Huby, S.49).

Ankunft der Expedition von Colombo in den Bahamas

Columbo-Expedition: "Entdeckung" Haitis

Colombo-Expedition: "Entdeckung Kubas"
Kolumbus glaubt, bei der Insel Kuba handle es sich um Zipangu (heute: Japan), ist aber enttäuscht, da er weder Gold noch Perlen findet, die bei Marco Polo angekündigt sind. Kolumbus glaubt, er sei nicht weit vom chinesischen Tatarenreich von Kubai-Khan entfernt (Huby, S.43).

[Und weil Kolumbus meint, er sei nahe bei Indien, wird auf seinen Karten die Karibik als "Westindien" bezeichnet].

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Quellen
[web01] Internet: M.Payer: Chronik zur Geschichte der Philippinen
[web02] http://www.kartoffel-geschichte.de/Erste_Furche/Gen_Europa/gen_europa.html
[web03] Internet: R.H. Ossian: Pirate King's Library: Christopher Columbus
[web04] Internet: R.H. Ossian: Pirate King's Library: Bartholomew Diaz
[web05] Internet: H.Mückler: Kolumbus, Christoph
[web06] Internet: R.H.Ossian: Pirate King's Library: Francisco Pizarro
[web07] Internet: R.H.Ossian: Pirate King's Library: Ferdinand Magellan
[web08] http://web.historiy.ufl.edu/west1/expan.htm

Fotoquellen

Karten und ein Heinrich in Portugal

[1] Karte der Pestausbreitung in Europa: http://www.geography.uc.edu/~weisner/courses/216/middle.htm
[2] König Dinis von Portugal: http://www.brasil.sk/kultura/historia/dinis.html
[3] Karte der Handelsbeziehungen zwischen Portugal und Afrika: http://www.lib.utexas.edu/maps/middle_east_and_asia/n_africa_mid_east_pol_95.jpg
[4] Statue von Heinrich dem Seefahrer in Lagos: http://algarve-kontakt.com/ges-heinrich.html
[5] Heinrich der Seefahrer, Portrait: http://encyclopedia.thefreedictionary.com/Henry%20the%20Navigator

Italien: Florenz, Medici, Mailand
[6] Wappen der Medici: http://www.toskana-montaione.com/Florenz.htm
[7] Karte Portugal Madeira Kanarische Inseln: http://www.answers.com/topic/madeira-islands
[8] Weltkarte von Borgia (1410-1458), 1430 ca. Gravur auf eine Eisenplatte:
http://www.henry-davis.com/MAPS/LMwebpages/237.html
[9] Weltkarte von Andrea Bianco 1432. Der Osten ist zuoberst, das Mittelmeer entwässert nach unten.
http://www.associazionesangiacomo.it/ricerca%20Colombo/slides/ 1436(o1432)%20Andrea%20Bianco%20BMV%20It.z76tav2.html
[10] Medici-Festung mit Rundturm ("Maschio"), Volterra:
http://www.museumsinflorence.com/landscapes/pagine%20foto%20toscana/volterra_the_castle.html

[11] Giovanni Boccaccio, Portrait, italienischer Schriftsteller, Dichter und Humanist:
http://enciklopedia.fazekas.hu/gallery/vilag/gallery.htm
[12] Francesco Petrarca, Portrait, italienischer Humanist und Dichter: http://www.eckhart.de/litera.htm
[13] Cosimo de Medici, genannt "der Alte" ("il Vecchio"): http://de.wikipedia.org/wiki/Medici
[14] Weltkarte von Andreas Walsperger 1448: http://www.henry-davis.com/MAPS/LMwebpages/245.html

Mailand, Florenz, und dann Portugal
[15] Francesco Sforza, Gründer der Sforza-Dynastie in Mailand: http://en.wikipedia.org/wiki/Francesco_Sforza,_Duke_of_Milan
[16] Paolo dal Pozzo Toscanelli: http://utopia.utexas.edu/project/portraits/
[17] König Alfonso V. von Portugal: http://de.wikipedia.org/wiki/Alfons_V._%28Portugal%29
[18] Genueser Weltkarte von 1457: http://academic.emporia.edu/aberjame/map/h_map/h_map.htm
[19] Bartolomeo Diaz: http://www.scuola.com/cinquecento/oceani/pag/ragazzi/cartografo/01.htm
[20] Lorenzo de Medici il Magnifico: http://www.liberliber.it/biblioteca/m/medici/
[21] Botticelli Portrait: http://arliquido.blogs.sapo.pt/arquivo/2004_04.html
[22] Botticelli: Frühlingstanz: http://www.signumrecords.com/artists/concerto_delle_donne/
[23] Michelangelo Buonarroti, Büste: http://www.wga.hu/frames-e.html?/html/f/finelli/buonarro.html

Kolumbus
[24] Karte des Atlantiks von Toscanelli (Nachzeichnung von Hapgood) mit Japan / Cipango:
http://www.henry-davis.com/MAPS/LMwebpages/252.html
[25] Christoph Kolumbus: http://www.rinodistefano.com/it/articoli/
[26] Weltkarte von Henricus Martellus, als erster mit dem Horn von Afrika 1489:
http://www.imagesonline.bl.uk/britishlibrary/controller/subjectidsearch?id=9204&startid=1302&width=4&height=2&idx=2
[27] Königin Isabella I. von Kastilien: http://www.crimelibrary.com/notorious_murders/mass/torquemada/2.html


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