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Meldungen
präsentiert von Michael Palomino
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Permafrost in den Alpen ist weg in den Domiten:
Giga-Bergsturz am Cima Marcora (Provinz Venetien) am 15.6.2025
Riesige Staubwolke türmt sich über Dörfer nach Felssturz in den Dolomiten auf - Bergretter rücken aus - VIDEO
https://www.suedtirolnews.it/italien/riesige-staubwolke-tuermt-sich-ueber-doerfer-nach-felssturz-in-den-dolomiten-auf
Von: mk - San Vito di Cadore – Im Cadore-Tal im Belluno hat sich am Samstag nach einem Gewitter ein heftiger Felssturz ereignet.
Nach zweistündigem, heftigem Regen hat sich kurz vor 17.00 Uhr zwischen Cortina d’Ampezzo und San Vito di Cadore Fels- und Erdmaterial von der Cima Marcora gelöst.
Obwohl die Geröllmassen die Staatsstraße nicht direkt erreichten, wurden vorbeifahrende Fahrzeuge von einer dichten Staubwolke eingehüllt. Im Ort berichteten Augenzeugen von einem lauten Donner, der zu hören gewesen sei.
Über Personen, die verschüttet wurden und unter die Felsmassen geraten waren, wurde zunächst nichts bekannt. Bergretter sind jedoch umgehend ausgerückt, um die Lage zu überprüfen, da sich in dem Gebiet zahlreiche Wanderwege und Klettersteige befinden. Auch die Feuerwehr stand im Einsatz.
Die Croda Marcora ist 3.205 Meter hoch. Die Mure scheint sich etwas oberhalb der Mitte der Felswand gelöst zu haben.
In den Dolomiten, deren Gestein brüchig ist, kommen Felsstürze häufiger vor. Die charakteristischen Geröllhalden haben sich im Laufe der Zeit durch solche Abbrüche gebildet. Doch der Vorfall am Samstag hat ungewöhnlich große Ausmaße. Es ist noch unklar, ob die heftigen Gewitter den Felssturz ausgelöst haben.
In Cortina d’Ampezzo hat die Gemeindeverwaltung am Samstag das Einsatzzentrum des Zivilschutzes aktiviert. Der regionale Zivilschutz steht in ständigem Kontakt mit den beiden Gemeinden. Am Sonntag soll ein von der Provinz Belluno beauftragter Geologe mit dem Hubschrauber der Feuerwehr einen Erkundungsflug durchführen.
Die Gewitter, die über den gesamten Alpenbogen zogen, lagen im Belluno am Samstag in Intensität und Ausdehnung weit über den Vorhersagen. Auch heute sollen teils schwere Unwetter Norditalien heimsuchen. Es wird zu höchster Wachsamkeit aufgerufen.
Permafrost ist weg in den italienischen Alpen:
Italienische Alpen Provinz Venetien am 16.6.2025: Giga-Schlammlawine begräbt Häuser in Borca di Cadore:
Notstand ausgerufen: Schlammlawine begräbt Häuser in Belluneser Dolomiten – VIDEO
https://www.suedtirolnews.it/italien/schlammlawine-begraebt-haeuser-in-belluneser-dolomiten-video
Von: mk - Borca di Cadore – Der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, hat am Vormittag den Notstand ausgerufen, nachdem sich eine Schlammlawine Häuser in Borca di Cadore in der Provinz Belluno unter sich begraben hat. Auch die Staatsstraße 51 nach Cortina wurde verlegt. Roberto Padrin, Landeshauptmann im Belluno, und Zivilschutzlandesrat Massimo Bortoluzzi begaben sich nach Cancia, um sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen.
Die Schlammlawine, die sich vom Hang des Antelao gelöst hat, rutschte bereits am Sonntagabend talwärts. Erst kurz zuvor hatte sich ein Felssturz von der Marcora-Spitze bei San Vito di Cadore ereignet.
„Der erste Gedanke gilt allen Personen und Familien, die von den Ereignissen betroffen sind. Ich habe viele von ihnen getroffen. Aus ihren Gesichtern liest man den Schmerz heraus, aber auch die Würde und die Willenskraft, in so einer Situation zu reagieren. Ein großes Dankeschön gebührt allen Freiwilligen und allen Organisationen – von der Feuerwehr über die Ordnungskräfte bis hin zum Zivilschutz -, die Hilfe leisten“, betonte Padrin. Die Landesverwaltung werde alle Hebel in Bewegung setzen, um den Betroffenen zu helfen.
Schutzvorkehrungen, die im Jahr 2009 errichtet worden waren, konnten einen Teil der Mure abfangen. In der Zone waren innerhalb einer halben Stunde rund 50 Millimeter Regen niedergeprasselt. Zudem wehte ein kräftiger Wind. Wassermassen, Schlamm und Geröll strömten mit erschütternder Geschwindigkeit talwärts.
In den kommenden Tagen soll laut Padrin der Schaden genauer analysiert werden. Nun habe die Unterstützung der Bevölkerung allerdings Priorität. So sollen die Straßen so bald wie möglich wieder geöffnet werden. Auch Häuser gilt es, vor dem herannahenden Schlamm zu schützen.
„Die Ereignisse der letzten Tage haben gezeigt, wie gewalttätig die zerstörerische Kraft der Berge sein kann. Unser Ziel ist es, die Situation bestmöglich zu bewältigen“, erklärt Bortoluzzi. Beim Überflug mit dem Hubschrauberüberflug waren die unterhalb der Abrutschlinie errichteten Auffangbecken frei. Die durchgeführten Arbeiten hätten dazu beigetragen, die Kraft vom Erdrutsch abzufangen, so der Landesrat. An einen Erdrutsch mit einer solchen Materialmenge könne er sich allerdings nicht erinnern.
Mehrere Familien waren in ihren Wohnungen eingeschlossen, über 20 Häuser waren betroffen. Am Vormittag wurden die Betroffenen von der Feuerwehr befreit. Auch Autos wurden vom Schlamm begraben. In Garagen drangen Baumstümpfe und Geröll ein.
Borca (Provinz Venetien, Italien) am 17.6.2025: Erdrutsch in Italien: Schlammlawine reißt Provinzdorf mit | News | BILD.de
https://m.bild.de/news/ausland/erdrutsch-in-italien-schlammlawine-reisst-provinzdorf-mit-6850451eec79c97e8ae85895
https://t.me/standpunktgequake/194843
In Norditalien kam es nach einem Erdrutsch zu einer gewaltigen Schlammlawine. In der Region wurde
Giga-Bergsturz in den Rocky Mountains in Kanada am 22.6.2025: ohne Warnung, ohne Vorhersage:
Kanada: Massiver Felssturz im Banff-Nationalpark: Zwei Tote
https://www.20min.ch/video/kanada-massiver-felssturz-im-banff-nationalpark-zwei-tote-103368141
Bei einem massiven Felssturz in den kanadischen Rocky Mountains sterben zwei Wanderer. Drei weitere wurden schwer verletzt. Parks Canada erklärt, der Felssturz sei ein natürliches Ereignis gewesen – weder vorhersehbar noch vermeidbar.
Neuer Bergsturz in den Dolomiten (Südtirol, Italien) am 29.6.2025: Monte Marcora bricht erneut ab:
Wieder kracht es in den Dolomiten – Dorf von Staub bedeckt - Video zeigt Folgen von massivem Felssturz
https://www.suedtirolnews.it/italien/wieder-kracht-es-in-den-dolomiten-dorf-von-staub-bedeckt
Von: mk - San Vito di Cadore – In den Dolomiten kehrt derzeit keine Ruhe ein. Ein lautes Dröhnen durchbrach am späten Samstagabend die Stille der Nacht. Am frühen Sonntagmorgen bot sich den Einwohnern von San Vito di Cadore in Südtirols Nachbarprovinz Belluno ein gespenstisches Bild: Eine dichte Staubwolke hatte sich über dem Tal ausgebreitet und eine dünne, weißliche Schicht bedeckte Dächer, Bäume und Straßen.
Verursacht wurde dieses ungewöhnliche Phänomen durch einen massiven Felssturz am Hang des Monte Marcora. Erst vor etwa einer Woche hat sich von der Marcora-Spitze ein massiver Felssturz ereignet, bei dem ebenfalls viel Staub aufgewirbelt wurde. Wenig später führte eine Schlammlawine in Borca di Cadore zu erheblichen Schäden. Am 19. Juni kam es dann zu einem weiteren Felsrutsch an der Marcora-Spitze. Gegen 11.00 Uhr brachen erneut Gesteinsmassen an der über 3.000 Meter hohen Flanke.
Auch am heutigen Sonntag standen Zivilschutz, Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei seit den frühen Morgenstunden im Einsatz, um die Situation zu überwachen. Glücklicherweise wurden bei dem Bergsturz weder Menschen verletzt noch Gebäude beschädigt. Dennoch ist die Sorge unter den Einheimischen groß.
Sämtliche Straßen waren in San Vito di Cadore mit Staub bedeckt, auch auf geparkten Autos hat sich Staub abgelagert. Im Hintergrund der Ortschaft türmten sich dichte Staubwolken auf.
„Wir stehen in ständigem Kontakt mit den zuständigen Behörden, um die notwendige operative Unterstützung zu gewährleisten und das Ausmaß des Phänomens zu bewerten“, erklärte Landesrat Massimo Bortoluzzi. Ein beachtlicher Anteil von Felsmaterial und Geröll hat sich von der Flanke gelöst.
Auch der Bürgermeister von San Vito di Cadore ist zu Lokalaugenscheinen ausgerückt, um sich ein Bild der Lage zu machen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Staatsstraße SS51. Die wichtige Verkehrsachse ist weiterhin für den Verkehr geöffnet, jedoch erfordert die Staubschicht auf der Fahrbahn äußerste Wachsamkeit. Der Staub hielt sich vorübergehend wie ein Nebelfilter in der Luft und schränkte die freie Sicht auf den Himmel ein. Die Staubwolke soll sich zum Teil bis Cortina d’Ampezzo ausgedehnt haben.
Obwohl bisher keine Schäden gemeldet wurden, bleibt die Lage angespannt.
Permafrost weg in den Alpen am 1.7.2025: Dolomiten erleben Erdrutsch mit Geröllfluss:
Fluss aus Steinen: Gewaltiger Erdrutsch in den Dolomiten
https://t.me/standpunktgequake/197507
100 Meter Breit und 4 Meter hoch
Permafrost weg in den Alpen am 1.7.2025: Lockere Gesteine lösen sich überall:
https://science.orf.at/stories/3230964
Steinschlaggefahr wächst im Hochgebirge
Gefahr in Kandersteg (Schweiz) am 6.7.2025: Berg "Spitze Stei" kann auch abbrechen wie in Blatten:
Kandersteg/ «Spitze Stei»: Ähnlich grosser Abbruch wie in Blatten nicht ausgeschlossen
https://www.20min.ch/story/kandersteg-spitze-stei-aehnlich-grosser-abbruch-wie-in-blatten-nicht-ausgeschlossen-103375544
Sebastian Richter - In einem Informationsschreiben teilt die Gemeinde Kandersteg mit, dass ein grosser Abbruch am Spitze Stei nicht ausgeschlossen ist, aber zum Restrisiko gehört. Murgänge sind wahrscheinlicher.
Ein Felsabbruch am Spitze Stei könnte ähnlich gross wie der in Blatten sein.
Das Volumen des potenziellen Abbruchs wird auf bis zu 8 Millionen Kubikmeter geschätzt.
Kandersteg liegt weiter von der Abbruchstelle entfernt als Blatten, was das Risiko für das Dorf verringert.
Murgänge sind die grösste Bedrohung.
Die Gemeinde Kandersteg hat ein Informationsblatt zum Vergleich der Situation des Spitze Stei in Kandersteg mit der in Blatten VS veröffentlicht. In Blatten gab es Ende Mai einen schweren Bergsturz. Laut dem Informationsblatt ist ein ähnlich grosser Abbruch wie in Blatten nicht ausgeschlossen.
Am Spitze Stei können Abbrüche zwischen mehreren 100'000 bis zu vielen Millionen Kubikmeter auftreten. Das gesamte Volumen am Spitze Stei betrage knapp 16 Millionen Kubikmeter, also mehr als 1,5-mal so viel wie in Blatten. Ein Abbruch von bis zu 8 Millionen Kubikmeter wird in den nächsten 10 Jahren als möglich beurteilt. Kleinere Abbrüche seien aber wahrscheinlicher, heisst es im Informationsblatt.
Via Radar gemessene Bewegungsraten vom 6. Juni 2025. Die roten Bereiche unterhalb des Ostgrats (Punkt 1) und des Westgrats (Punkt 3) zeigen Bewegungsraten von bis zu 8 cm pro Tag an. Der Gipfelbereich des Spitze Stei ist mit Punkt 2 beschriftet.
Via Radar gemessene Bewegungsraten vom 6. Juni 2025. Die roten Bereiche unterhalb des Ostgrats (Punkt 1) und des Westgrats (Punkt 3) zeigen Bewegungsraten von bis zu 8 cm pro Tag an. Der Gipfelbereich des Spitze Stei ist mit Punkt 2 beschriftet.
Gemeinde Kandersteg
Absturzhöhe ähnlich wie in Blatten
Nach aktueller Beurteilung habe ein Sturzprozess, der in die Nähe des Dorfes gelangt oder dieses sogar erreicht, eine sehr kleine Wahrscheinlichkeit und gehöre zum Restrisiko.
Die Absturzhöhe in Blatten ist mit jener in Kandersteg vergleichbar. Das Dorf Blatten lag aber bereits knapp 3 Kilometer entfernt von der Abbruchstelle, wohingegen das Dorf Kandersteg mehr als 4 Kilometer von der Abbruchstelle weg liegt. Damit ein grosser Abbruch des Spitze Stei in die Nähe des Dorfes gelangt, müsste viel Wasser verfügbar sein.
Auf den Drohnenaufnahmen ist das beschleunigte Felspaket oberhalb des Gipfelbereichs des Spitze Stei zu sehen. Die gestrichelte Linie markiert die hintere und seitliche Begrenzung des beschleunigten Felspakets.
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Auf den Abbildungen sind zu sehen: (1) Ostgrat, (2) Gipfelbereich Spitze Stei, (3) Westgrat. Aufnahmedatum: 27. Juni 2025.
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Auf den Drohnenaufnahmen ist das beschleunigte Felspaket oberhalb des Gipfelbereichs des Spitze Stei zu sehen. Die gestrichelte Linie markiert die hintere und seitliche Begrenzung des beschleunigten Felspakets.
Im Sommer könne Wasser aus dem Untergrund mobilisiert werden. Bei einem Abbruch im Winter zusätzlich aus der Schneedecke. Da sich beim Spitze Stei im Unterschied zu Blatten kein Gletscher im Ablagerungsgebiet befindet, ist die Ausgangslage bezüglich der kritischen Wasserverfügbarkeit grundsätzlich günstiger.
Für das Dorf Kandersteg sind Murgänge die grösste Gefahr. Nach Felsabbrüchen stehe im Oeschibach viel Material zur Verfügung, das bei Regen leicht mobilisiert werden und zu Murgängen führen kann. Solche Prozesse könnten zur Zerstörung von Gebäuden führen, wie die Gemeinde mitteilt.
Norditalien am 29.7.2025: Der nächste grosse Bergsturz in den Alpen: Permafrost geht immer mehr aufwärts - der Falknerberg (Cima Falkner 2999m ü.M.) bröckelt ab:
Felssturz in Brenta Dolomiten: 100 Menschen evakuiert
https://www.suedtirolnews.it/italien/felssturz-in-brenta-dolomiten-100-menschen-evakuiert
"Ein massiver Felssturz hat gestern Vormittag beide Flanken der Cima Falkner in den Brenta Dolomiten getroffen."
Video auf Twitter X vom Bergsturz nach dem Bergsturz: Die Gerölllawine löst sich endlos von der Bergspitze:
https://twitter.com/TgrRaiTrentino/status/1949812506693681397Von: idr
Vallesinella – Ein massiver Felssturz hat gestern Vormittag beide Flanken der Cima Falkner in den Brenta Dolomiten getroffen. Zahlreiche Wanderwege wurden sofort gesperrt, darunter beliebte Routen wie die Ferrata Benini und die Verbindungen rund um den Grostè-Pass. Etwa hundert Bergsteigerinnen und Bergsteiger mussten in Sicherheit gebracht werden.
Gegen Mittag waren Rettungskräfte im Dauereinsatz, um die betroffenen Wanderer zurück ins Tal zu bringen. Die Evakuierungen erfolgten unter anderem über die Bergstation der Grostè-Sesselbahn und die Stoppani-Schutzhütte. Die Zugänge zur Cima Falkner wurden vollständig gesperrt. Die nahe gelegene Tuckett-Schutzhütte ist derzeit nur noch über den Anstieg ab Vallesinella erreichbar.
Geologen warnen vor instabiler Gipfelzone
Der geologische Dienst der Provinz Trient spricht von einem aktiven Prozess am gesamten Gipfel. Erste Untersuchungen haben Frakturen und Gletschereis an den Abbruchkanten festgestellt, ein Hinweis auf einen fortschreitenden Zerfall der Gesteinsmasse. Fachleute machen vor allem die hohen Temperaturen im Juni dafür verantwortlich: Durch das Auftauen des Permafrosts verlieren die Gesteinsschichten ihren inneren Halt.
Geologe Lorenzo Cadrobbi erläuterte: „Das Wasser, das eindringt, hält Boden und Fels gefroren. Wenn diese Schicht, der sogenannte Permafrost, auftaut, fehlt jene Stütze, die das Gestein zusammenhält, und der Felsverband wird freigelegt.“ Phasen intensiver Erwärmung, wie zuletzt im Juni, könnten solche Bewegungen begünstigen. Auch wenn Felsstürze im Hochgebirge nichts Ungewöhnliches sind, scheinen sie durch die klimatischen Veränderungen häufiger und intensiver zu werden.
Kontrollen und Dauerüberwachung angeordnet
Die Gemeinden Tre Ville und Ville d’Anaunia haben Sperrverordnungen erlassen. Die betroffenen Bereiche rund um die Cima Falkner bleiben vorerst geschlossen. Das Gelände wird nun rund um die Uhr von Geologen und mit Drohnentechnik überwacht. Wann die Sperrungen aufgehoben werden können, ist derzeit unklar.
Der nächste grosse Felssturz wegen Wegfall des Permafrosts:
Ramsau (Berchtesgaden, Oberbayern, 4R) am 7.8.2025: Giga-Felssturz blockiert 2 Wanderwege - ganze Felswand kommt runter:
Gewaltiger Felssturz verschlingt zwei Wanderwege in den Alpen - 20 Menschen evakuiert
Video: https://www.suedtirolnews.it/chronik/gewaltiger-felssturz-verschlingt-zwei-wanderwege-in-den-alpen
Von: idr - Ramsau – Ein gewaltiger Felssturz hat am Dienstag im Nationalpark Berchtesgaden für einen dramatischen Rettungseinsatz gesorgt. Im hinteren Wimbachtal riss eine Gesteinslawine einen beliebten Höhenweg vollständig mit. Die abgeschnittenen Wanderer mussten per Hubschrauber ausgeflogen werden. Einer von ihnen filmte den Gesteinsabgang aus nächster Nähe. Ein Wanderer wurde von einem Stein getroffen.
Gegen 14.00 Uhr löste sich oberhalb des Hirschwieskopfs in rund 1.650 Metern Höhe eine riesige Menge Gestein vom Berg. Die Geröllmassen begruben einen Abschnitt des Steigs zwischen dem Trischübelsattel und der Wimbachgrieshütte auf einer Länge von rund 100 Metern unter sich. Etwa 4.000 Kubikmeter Fels sollen laut ersten Einschätzungen abgegangen sein. Die betroffenen Wanderwege – Nummer 411 und 421 – sind vollständig zerstört und bis auf Weiteres gesperrt.
20 Menschen evakuiert
Zum Zeitpunkt des Felssturzes befanden sich zahlreiche Wanderer in der Region. 20 Personen – darunter ein Kind – saßen plötzlich im Gefahrengebiet fest. Die Bergwacht Ramsau und die alpine Einsatzgruppe der Polizei starteten eine großangelegte Evakuierungsaktion. Unterstützt von zwei Polizeihubschraubern, wurden die Wanderer einzeln ausgeflogen. Drei Bergretter und zwei Polizeibergführer sicherten die Zone – der letzte Rettungsflug hob gegen 18.30 Uhr ab.
Ein Wanderer aus Frankfurt, der sich etwa 150 Meter vom eigentlichen Felssturz entfernt befand, wurde am Fußgelenk verletzt, als ihn ein abprallender Stein traf. Er konnte selbstständig zur Hütte absteigen und wurde dort medizinisch versorgt.
Gefahr noch nicht gebannt
Die Nationalparkverwaltung warnt eindringlich: Der zerstörte Weg ist unpassierbar, Umgehungen sind nicht möglich. Weitere Felsabbrüche können nicht ausgeschlossen werden. Wer im Gebiet unterwegs ist, soll die Sperrungen unbedingt einhalten und Touren mit großer Vorsicht planen.
Wie lange der Bereich gesperrt bleibt, ist derzeit unklar. In den kommenden Tagen wird ein Geologe die Situation begutachten. Klar ist schon jetzt: Der betroffene Steig wird für lange Zeit nicht begehbar sein.
Schweiz 13.8.2025: Touris erschrecken am Oeschinensee BE – wegen Felsabbruch
https://www.nau.ch/news/schweiz/explosion-touris-erschrecken-am-oeschinensee-be-wegen-felsabbruch-67030029
Kaunertal (Tirol, Ö) am 9.9.2025: Kraftwerk Kaunertal: Experte warnt vor Bergsturz wie in Blatten
https://tirol.orf.at/stories/3320992/
Der Schweizer Wissenschaftler Wilfried Haeberli warnt beim geplanten TIWAG-Kraftwerksprojekt im Kaunertal vor einer Wiederholung einer Katastrophe wie im Schweizer Blatten. Die Felsen über dem Gepatsch-Speicher hätten eine ähnliche Charakteristik wie im Lötschental. Aus Sicht der TIWAG geht von auftauendem Permafrost keine Gefahr aus.
Der Schweizer Glaziologe und Geomorphologe kam bei seiner Analyse zum Schluss, dass die thermischen und topografischen Gegebenheiten des destabilisierten Berghangs im Lötschental mit jenen im Kaunertal vergleichbar seien.
„Moderne, szenariobasierte Modelle nötig“
Die vom landeseigenen Tiroler Energieversorger TIWAG eingebrachten Unterlagen zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), deren Begutachtungsfrist am 12. September endet, entsprächen in dieser Hinsicht absolut nicht dem aktuellen Stand des Wissens.
„Es braucht moderne, szenariobasierte Modelle, bei denen Veränderungen mit Zeitskalen realistisch abgeschätzt werden können“, sagte Haeberli bei einer Online-Pressekonferenz.
Vorwurf: Veränderung nicht ausreichend berücksichtigt
Die TIWAG berücksichtige in ihren UVP-Unterlagen die Veränderung der Natur im Hochgebirge durch den Klimawandel keinesfalls ausreichend, führte der Wissenschafter weiters aus.
Durch die Klimaerwärmung bestehe etwa die Möglichkeit, dass sich neue Gletscherseen am Gepatschferner bilden oder es infolge des Auftauens des Permafrostes zu Felsstürzen komme.
Geomorphologe Wilfried Haeberli Uni Zürich - Privat - Wilfried Haeberli
Experte warnt vor Flutwellen
Träfen diese beiden, möglichen Szenarien zusammen, könne es etwa zu „gefährlichen Flutwellen kommen“, warnte er erneut.
Fakt sei jedenfalls, dass sich das Risiko für Bergstürze in den vergangenen Jahrzehnten vervierfacht habe, was als „ernste Warnung für Kraftwerksbetreiber im Hochgebirge“ gesehen werden müsse, so der an der Universität Zürich tätige Forscher.
WWF sieht lückenhafte Betrachtung von Naturgefahren
Auch Maximilian Frey vom WWF-Österreich ging mit der TIWAG hart ins Gericht. Diese verliere in den UVP-Unterlagen kein Wort über potenzielle Risiken oder spiele diese herunter, sagte Frey.
Die Betrachtung der Naturgefahren sei lückenhaft und das Risiko für großkalibrige Fels- und Bergstürze werde nicht ernst genommen. „Die Sicherheitsmängel sind somit zu massiv und das Projekt kann auf Basis dieser Unterlagen nicht genehmigt werden“, meinte Frey.
TIWAG : keine sicherheitsrelevante Rolle von Permafrost
Die TIWAG wies in einer Aussendung darauf hin, dass Naturgefahren wie Hochwasser, Muren, Steinschlag oder Lawinen in hochalpinen Gebieten nichts Ungewöhnliches seien. Man habe diese Risiken frühzeitig und umfassend unter der Einbeziehung aktueller Klimaszenarien analysiert und die daraus folgenden Ergebnisse „simuliert, bewertet und von mehreren unabhängigen Experten prüfen lassen“, hieß es.
Permafrost wiederum spiele, so zeigten es die Erhebungen für das UVP-Verfahren, „laut umfangreich erarbeiteter Klimaszenarien keine sicherheitsrelevante Rolle“.
Pläne für Kraftwerksbau erstmals 2009 eingereicht
Die Pläne für das Mega-Pumpspeicherkraftwerk waren zum ersten Mal im Jahr 2009 eingereicht, die UVP erstmals 2012 gestellt worden. Sowohl frühere Landesregierungen als auch die aktuelle aus ÖVP und SPÖ bekannten sich bisher zum Kaunertaler Kraftwerksausbau. Die TIWAG betonte stets, am Kraftwerksprojekt führe kein Weg vorbei, um die in Tirol für 2050 anvisierte Energieautonomie zu erreichen – mehr dazu in TIWAG-Unterlagen zur UVP sind „vollständig“.
Gegen den Speicher im Platzertal gibt es schon länger massive Proteste
Die Pläne der TIWAG, im Platzertal einen gewaltigen Speicher zu bauen, sind umstritten – mehr dazu in Mit Unterschriften gegen Kraftwerksausbau.
Bei einer Volksbefragung sprach sich Mitte Juni die Mehrheit der Bevölkerung von Pfunds gegen den geplanten Kraftwerksbau aus – mehr dazu in Mehrheit gegen Ausbau Kraftwerk Kaunertal.
red, tirol.ORF.at/Agenturen
Es donnert schon wieder in den Alpen am 12.9.2025: nun in Frankreich in der Haute-Savoie: rund 12.000 m3 Gestein - keine Verletzten:
Massiver Felssturz in französischen Alpen
https://www.nau.ch/news/europa/massiver-felssturz-in-franzosischen-alpen-67043329
Juli Rutsch - Frankreich - In den französischen Alpen hat sich ein gewaltiger Felssturz ereignet. Rund 12.000 Kubikmeter Gestein stürzten in der Region Sixt-Fer-à-Cheval in die Tiefe.
Der Vorfall ereignete sich am Wochenende auf circa 1300 Meter Höhe im Département Haute-Savoie. Augenzeugen filmten, wie sich grosse Steinmassen lösten und in ein Tal rauschten, so die «Bild».
Hubschrauber und Drohnen wurden für die Suche nach möglichen Verschütteten eingesetzt. Glücklicherweise gab es keine Verletzten.
Felssturz reisst grosse Massen an Stein mit sich
Eine grosse Staubwolke bildete sich durch den Felssturz. Das Naturschauspiel zog zahlreiche Beobachter an, die den Abbruch aus sicherer Entfernung verfolgten.
Temperaturänderungen und Verwitterungsprozesse könnten eine Ursache sein, so Experten laut dem «Spiegel». Die Behörden riefen zur Vorsicht auf.
Wanderwege und Kletterrouten sind vorerst gesperrt. Es wird geprüft, ob weitere Gesteinsmassen instabil sind.
Verdacht Klimaerwäarmung im Säntisgebiet am 30.10.2025: Felsmassen bei der Alp Sigel gehen abwärts:
Bei der Appenzeller Alp Sigel stürzen Felsmassen ins Tal
https://www.nau.ch/news/schweiz/bei-der-appenzeller-alp-sigel-sturzen-felsmassen-ins-tal-67060321
Keystone-SDA - Appenzell - Am Donnerstagmorgen stürzten unterhalb der Appenzeller Alp Sigel Felsmassen ins Tal. Das Ausmass ist noch unklar.
Unterhalb der Appenzeller Alp Sigel sind am Donnerstagmorgen Felsmassen ins Tal gestürzt. Das Ausmass des Felssturzes ist noch ungewiss. Gemäss den Innerrhoder Behörden liegen derzeit keine Meldungen über verletzte Personen oder beschädigte Gebäude vor.
Der Felssturz ereignete sich zwischen 7 und 7.10 Uhr, schrieb der Kanton Appenzell Innerrhoden. Am Freitag soll ein Erkundungsflug mit einem Helikopter Aufschluss über das Ausmass des Felssturzes und mögliche Folgerisiken geben. Dabei werden Luftaufnahmen erstellt und durch einen Geologen ausgewertet, hiess es in der Mitteilung weiter.