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Das Ozonloch / le trou d'ozone / el agujero de ozono / the ozone hole
Fotos / photos

Ozonloch
              1.9.1996
Ozonloch 1.9.1996

von/de/by Michael Palomino

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Ozonloch 1979 bis
                        2000
Ozonloch / le trou d'ozone / el agujero de ozono / the ozone hole
1979-2000 [1]


Ozonloch 1980 bis
                        1991
Ozonloch / le trou d'ozone / el agujero de ozono / the ozone hole
1980 - 1991 [2]


Ozonloch 1.9.1996
Ozonloch / le trou d'ozone / el agujero de ozono / the ozone hole

1.9.1996 / 1-9-1996 / 1 September 1996 [3]


Ozonloch 1998 10 bis
                        12
Ozonloch / le trou d'ozone / el agujero de ozono / the ozone hole

Oktober bis Dezember 1998 /
Octobre au décembre 1998 /
Octubre a diciembre 1998 /
October until December 1998 [4]

Ozonloch 24.9.2006 Ozonloch / le trou d'ozone / el agujero de ozono / the ozone hole

24.9.2006 / 24-9-2006 / 24 September 2006 [5]



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20 minuten
              online, Logo

7.4.2011: <Ozonloch mit Rekordgrösse: Angst vor Sonnenbrand im April>

aus: 20 minuten online; 7.4.2011; http://www.20min.ch/news/dossier/klimakrise/story/20619547

<Das Ozonloch über dem Nordpol ist auf Rekordgrösse angewachsen. Schweizer Sonnenanbeter könnten eine rote Überraschung erleben – wenn sie sich nicht schützen.

Schuld sind ein eiskalter Winter und Schadstoffe in der Stratosphäre – der Schicht zwischen 15 und 50 Kilometern über der Erdoberfläche. Sie bewirken gemeinsam, dass die Ozonschicht zerstört wird. Normalerweise schirmt eine intakte Ozonschicht die Erde von ultravioletten Strahlen ab, die Sonnenbrand verursachen und Hautkrebs auslösen können.

Weil der Winter in diesen Schichten der Atmosphäre ausgesprochen kalt war, hat das Ozonloch über der Arktis Rekordgrösse erreicht: Die Ozonmenge direkt über dem Nordpol ist um etwa 40 Prozent zurückgegangen, wie die Weltwetterorganisation (WMO) mitteilte.

Gefahr Sonnenbaden

Je nach Wetterlage könnte das nun auch für hiesige Sonnenhungrige zum Problem werden. Denn das Ozonloch bleibt nicht einfach stationär über der Arktis. Gegenwärtig stehen die ozonarmen Luftschichten über Südskandinavien, was dort an sonnigen Tagen zu erhöhter ultravioletter Strahlung geführt hat. Nun zieht das Ozonloch weiter ostwärts, in Richtung Russland.

Es könne aber durchaus in den nächsten Tagen Richtung Mitteleuropa driften und sogar den Mittelmeerraum erreichen, wie der Atmosphärenphysiker Markus Rex vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI) der Nachrichtenagentur sda sagte. Damit würde das Sonnenbaden auch in der Schweiz risikoreicher.

Die unter dem Ozonloch zu erwartende UV-Strahlung entspreche in etwa der normalen Belastung im Hochsommer, sagte Rex. «Das Problem ist, dass die meisten Menschen so früh im Jahr noch nicht mit einem schnell auftretenden Sonnenbrand rechnen.» Empfindliche Menschen könnten binnen weniger Minuten Sonnenbrand bekommen.

Auch die Hautärztin warnt

Dass das Ozonloch Richtung Schweiz wandern könnte, erstaunt die Hautärztin Dr. Daniela Kleeman aus Zürich. «Davon höre ich jetzt zum ersten Mal», sagt sie gegenüber 20 Minuten Online. «Doch im Frühling haben wir sowieso regelmässig viele Patienten mit schweren Sonnenbränden.» Weil der Körper nicht an die Sonneneinstrahlung gewöhnt sei und die Leute auch nicht damit rechnen würden, sich in der Frühlingssonne ernsthaft zu verbrennen, würden vor allem hellhäutige Menschen schon zu dieser Jahreszeit Opfer der UV-Strahlung. Kleeman ist deshalb dezidiert der Meinung, dass nun vermehrt Prävention betrieben werden müsse.

Diese müssten allerdings von offizieller Seite kommen. Gefragt sind also das Bundesamt für Gesundheit BAG oder die Krebsliga Schweiz. Ruth Barbezat, Programmleiterin Hautkrebs der Krebsliga, erzählt, dass sich die Krebsliga seit Jahren für die Sensibilisierung der Bevölkerung zum Thema Sonnenschutz engagiere. «Wir sind heute schon an Sport und Musikveranstaltungen, aber auch mit unserem Sonnenmobil in Schulen und auf öffentlichen Plätzen präsent», sagt Barbezat. «Zudem veröffentlicht die Krebsliga ab dem 15. April unter www.hautkrebstag.ch eine Liste von Hautärzten, bei denen man anlässlich des Hautkrebstages am 9. Mai auffällige Muttermale kostenlos untersuchen lassen kann.» Das mache die Krebsliga allerdings jeden Frühling, eine spezielle Präventionskampagne sei für diesen Frühling nicht geplant – unter anderem wegen fehlender finanzieller Möglichkeiten.

BAG plant keine besondere Kampagne

Auch Beat Gerber, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Strahlenschutz des BAG, zeigt sich von der Ozonloch-Meldung überrascht. Er verweist darauf, dass das BAG beim Thema Prävention vor Sonneneinstrahlung nicht der einzige Akteur sei, es aber Organisationen wie beispielsweise der Krebsliga Schweiz zur Seite stehe – organisatorisch und auch finanziell. Man habe aber auf jeden Fall ein Auge auf die aktuelle Situation. «Es können saisonal auch in der Schweiz kleinere Ozonlöcher entstehen, sie sind aber normalerweise auch relativ schnell wieder vorbei», beschwichtigt er. «Sollte sich allerdings herausstellen, dass diese Situation länger als üblich anhalten könnte, würden wir die Bevölkerung informieren.»

Hautärztin Kleeman empfiehlt in jedem Fall Sonnencrème anzuwenden, auch wenn man das Gefühl habe, die Sonne scheine nicht besonders stark. Empfehlenswert gerade für Leute vom hellsten Hauttypus seien die stärksten erhältlichen Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 50. Diese verlängern die Eigenschutzzeit der Haut angeblich um das 50-Fache. Bei Menschen mit dem Hauttypus I, die ohne Schutz nicht länger als fünf bis zehn Minuten an der Sonne verweilen dürfen, verlängert sich diese Zeitspanne mit Faktor 50 auf 250 bis 500 Minuten – also zwischen vier und rund acht Stunden.

(jam/sda)>

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n-tv online,
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2.10.2011: Ozonloch nun auch am Nordpol

aus: n-tv online: Fünfmal so gross wie Deutschland: Ozonloch beunruhigt Forscher; 2.10.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Ozonloch-beunruhigt-Forscher-article4438896.html

Das Ozonloch am Nordpol erreichte
                auch Deutschland, Meldung vom 3.10.2011
Das Ozonloch am Nordpol erreichte auch Deutschland, Meldung vom 3.10.2011 [6]

<Wissenschaftler weltweit sind beunruhigt: Am Nordpol hat sich ein Ozonloch von der fünffachen Größe Deutschlands gebildet. Menschen in Osteuropa, Russland und der Mongolei waren hoher UV-Stahlung ausgesetzt.

Ein riesiges Ozonloch über der Arktis beunruhigt Wissenschaftler weltweit. Erstmals sei die Ozonschicht so weit zurückgegangen, dass von einem Ozonloch am Nordpol gesprochen werden könne, heißt es in einer im britischen Wissenschaftsmagazin "Nature" veröffentlichten Studie.

Das Loch von der fünffachen Größe Deutschlands habe sich aufgrund ungewöhnlicher Kälte am Nordpol gebildet und sei binnen zwei Wochen über Osteuropa, Russland und die Mongolei hinweggezogen. Dabei seien Menschen bisweilen hohen Strahlungen von ultraviolettem Licht ausgesetzt gewesen.

Ein Ozonloch über der nördlichen Polkappe könnte so wie im Süden der Erdkugel auch in der nördlichen Erdhälfte Gefahren für Pflanzen und Tiere bedeuten. Das Ozon absorbiert in der Stratosphäre das ultraviolette Licht. Der Mangel an Ozon, der durch freigesetzte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), aber vor allem durch extreme Kälte hervorgerufen wird, setzt alle Lebewesen auf der Erde verstärkt dem ultravioletten Licht aus und führt beim Menschen zu Hautkrebs. Insgesamt ist der Rückgang der Ozonschicht über dem Südpol größer als in der Arktis, weil dort die Temperaturen sehr viel niedriger sind.

AFP>

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Welt online,
              Logo

3.10.2011: Ozonloch am Nordpol über der Arktis streift Deutschland

aus: Welt online: Ozonloch so gross, dass es Deutschland streift; 3.10.2011;
http://www.welt.de/wissenschaft/article13639497/Ozonloch-so-gross-dass-es-Deutschland-streift.html

<Ein Ozonloch über der Arktis beunruhigt Wissenschaftler: Erstmals hat sich die Ozonschicht so weit zurückgezogen, dass man dort von einem Ozonloch sprechen kann.

Ozon- (links) und Kohlenmonoxidkonzentration in 12 Kilometern Höhe über dem Nordpol: Das Ozonloch ist zurück – und zwar in alter Stärke, aber an neuer Stelle: In der Arktis hat sich im Frühjahr ein gewaltiges Loch am Himmel aufgetan.

Wissenschaftler haben in diesem Frühjahr erstmals ein riesiges Ozonloch über der Arktis nachgewiesen. „Der Ozonverlust im Frühjahr 2011 übersteigt jeden, der bisher über der Arktis gemessen wurde“, schreibt das internationale Team, darunter der Potsdamer Atmosphären-Forscher Markus Rex, im Fachjournal „Nature“.

„Hier zeigen wir, dass die chemische Ozonvernichtung über der Arktis im Frühjahr 2011 – das erste Mal seit Messbeginn - vergleichbar zu der im Antarktischen Ozonloch war“, erläutern die rund 30 Forscher in dem Journal. Wissenschaftler vom Alfred-Wegener-Institut (Abteilung Potsdam) und weiteren Forschungsstellen hatten bereits im Frühjahr auf das riesige Ozonloch aufmerksam gemacht. Sie veröffentlichten nun die Daten und die Entstehungsgeschichte des Ozonlochs in einem Fachartikel.

Die Luftmassen, die dem Ozonverlust über der Arktis ausgesetzt waren, drifteten nach Angaben von Rex im vergangenen Winter auch ein paar Tage lang nach Südeuropa. Das Ozonloch habe Norddeutschland Ende März gestreift, ein weiterer Ausläufer sei an einem Wochenende Anfang April über Süddeutschland gezogen.

„An den Tagen hatten wir eine erhöhte UV-Strahlung“, sagte der Forscher. „Da sind sicherlich zusätzliche Sonnenbrände aufgetreten, die zu Hautkrebs führen können.“

Eine Ursache des Ozonlochs sei die ungewöhnlich lange Kälteperiode im vergangenen Winter gewesen. Demnach führten extrem niedrige Temperaturen in der Stratosphäre – einer Schicht etwa 20 Kilometer über der Erdoberfläche – zu einer Zunahme des ozonschädigenden Chlors.

Nach den Messungen der Forscher ging die arktische Ozonschicht Anfang dieses Jahres um 80 Prozent zurück – auf einer Länge von 18 bis 20 Kilometern. Der Abbau ist gefährlich, da ohne die schützende Schicht mehr UV-Licht auf die Erde gelangt. Die Ozonschicht wird jeweils bis zum arktischen Frühjahr dünner und füllt sich in den darauffolgenden Monaten wieder auf.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass Ozonlöcher sogar bei wesentlich milderen Temperaturen als in der Antarktis möglich sind“, schreiben die Experten. Ob und wann es wieder zu solch großen Ozonverlusten kommen werde, sei bisher jedoch nicht absehbar. „Es gibt viele Winter, wo man sich keine Sorgen machen muss“, sagte Rex. Der Klimawandel führe jedoch verstärkt zu kühleren Temperaturen in der Stratosphäre.

Bei milderen Werten sind die ozonschädigenden Chloratome an Substanzen gebunden, die die Ozonschicht nicht angreifen.

Wenn die Temperaturen in der Stratosphäre jedoch auf extrem niedrige Werte fallen, bilden sich polare stratosphärische Wolken, wie der Experte erklärt. Durch diese Wolken werden Chlorverbindungen freigesetzt, die Ozon zerstören. Das Chlor stammt vor allem von langlebigen Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) aus Kühlmitteln und Spraydosen. Inzwischen gibt es zahlreiche Ersatzstoffe für FCKW.

dpa/AFP/omi>

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n-tv online, Logo

8.10.2012: Ozonschicht regeneriert sich angeblich

aus: n-tv online: Verbot von FCKW zeigt Wirkung: Ozonschicht regeneriert sich; 8.10.2012;
http://www.n-tv.de/wissen/Ozonschicht-regeneriert-sich-article7413046.html

<Ohne das FCKW-Verbot wäre die Ozonschicht 2050 komplett zerstört, sagt Physiker Markus Rex.

Die Ozonschicht könnte sich in den kommenden Jahrzehnten wieder auf ihr Niveau aus den achtziger Jahren entwickeln. Grund ist das FCKW-Verbot, das in Deutschland seit 1994 gilt. Umweltschützern gehen die Maßnahmen jedoch nicht weit genug.

Die schützende Ozonschicht könnte sich Expertenprognosen zufolge bis etwa Mitte des 21. Jahrhunderts regeneriert haben. Das Niveau des Ozons in der Stratosphäre - 15 bis 50 Kilometer Höhe - könne dann wieder den Stand der achtziger Jahre erreichen, berichten Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die positive Entwicklung gehe auf das Verbot der Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) zurück, die einst in Kühlschränken, Klimaanlagen und Spraydosen eingesetzt wurden.

"Das Ozonloch im Jahr 2012 über der Antarktis ist eines der kleinsten der letzten Jahre", zitiert die DLR-Mitteilung Martin Dameris vom Institut für die Physik der Atmosphäre. "Dies ist ein deutlicher Hinweis auf die Erholung der Ozonschicht insgesamt."

In mehr als 15 Kilometern Höhe umhüllt die Ozonschicht unseren Planeten wie ein Schutzschild, das die schädliche kurzwellige UV-Strahlung der Sonne weitgehend absorbiert. Seit Anfang der achtziger Jahre beobachteten Wissenschaftler eine Abnahme des Ozons in der Stratosphäre. Über der Antarktis wiesen sie 1985 erstmals ein Ozonloch nach. Am 16. September 1987 einigte sich die Weltgemeinschaft im kanadischen Montreal auf ein verbindliches Abkommen zum Schutz der Ozonschicht. Die Staaten verpflichteten sich, die Produktion von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) schrittweise zu stoppen.

Positiver Trend seit Jahren

In den vergangenen Jahren ließ sich bereits ein positiver Trend feststellen: Das Ozonloch wurde kleiner. Nach einem Bericht der Weltwetterorganisation (WMO), an dem das DLR mitwirkte, soll sich die Ozonschicht in den kommenden Jahrzehnten weiter erholen. "Wenn der Trend anhält, dann schließt sich nach diesen Modellrechnungen das Ozonloch und die Ozonschicht regeneriert sich", prognostizieren die DLR-Wissenschaftler. Experten sind allerdings uneins darüber, wie sich der Klimawandel auf die FCKW-Prozesse in der Ozonschicht auswirken wird.

FCKWs sind sehr stabil und bauen sich in der Atmosphäre nur langsam ab. Die enthaltenen Chloratome können über Jahrzehnte die Ozonschicht zerstören. In Deutschland werden FCKW seit 1994 nicht mehr produziert. Ohne weltweites FCKW-Verbot wäre die Ozonschicht 2050 weltweit fast komplett zerstört, sagt Markus Rex vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Potsdam. Auch in unseren Breiten hätte es in diesem Fall ein enormes Problem mit der UV-Strahlung gegeben.

Umweltschützern geht das Montrealer Protokoll noch nicht weit genug: Als Ersatz für die FCKW brachte die Chemie-Industrie die teilhalogenierten H-FCKW auf den Markt. Diese sind zwar weniger schädlich, greifen die Ozonschicht aber ebenfalls an. Vollständig verboten sollen sie aber erst ab 2040 sein. Ungemach droht zudem von der dritten Generation der Ersatzstoffe, den Fluorkohlenwasserstoffen (FKW). Diese schonen die Ozonschicht, sind aber starke Treibhausgase.

Quelle: n-tv.de, dpa>

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n-tv online, Logo

12.6.2013: Es wird behauptet: <Messungen über der Antarktis: Ozonloch schließt sich>

aus: n-tv online; 12.6.2013;
http://www.n-tv.de/wissen/Ozonloch-schliesst-sich-article10810981.html

<Jahrzehntelang treibt das Ozonloch Klimaschützern und Hautärzten die Sorgenfalten auf die Stirn. Doch seit das gefährliche Treibhausgas FCKW verboten ist, erholt sich die Ozonschicht zusehends. Besonders über der Antarktis bessert sich die Lage.

Das Ozonloch über der Antarktis wird nach neuesten Messungen von Meteorologen immer kleiner. "Die Ozonschicht erholt sich", sagte Gert König-Langlo, Leiter des Meteorologischen Observatoriums an der deutschen Antarktis-Forschungsstation Neumayer III. Anzeichen für einen Heilungsprozess gebe es schon seit drei, vier Jahren.

 Nachdem aber im Jahr 2002 auf Grundlage hoher Messwerte voreilig das Ende des Ozonlochs vorhergesagt wurde, welches dann nicht eintrat, wollten wir diesmal mit unseren Schlussfolgerungen etwas zurückhaltender sein. Die Daten aus dem vergangenen Jahr aber haben uns nun vollends überzeugt. Das Ozonloch schließt sich", so Gert König-Langlo.

Als Grund für die verbesserten Ozonwerte nannte König-Langlo das weltweite Verbot von Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Die Analyse fuße auf wöchentlichen Ballonmessungen über 27 Jahre hinweg, teilte das Alfred-Wegener-Institut (Awi) in Bremerhaven mit.

Erstreckte sich das Ozonloch beispielsweise nach dem antarktischen Winter des Jahres 2006 noch über eine Rekordfläche von rund 27 Millionen Quadratkilometer, betrug seine Ausbreitung im zurückliegenden Jahr nur noch rund 18 Millionen Quadratkilometer – eine Fläche rund 50 Mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland.

Quelle: n-tv.de , vpe/dpa>

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Crash-Magazin online, Logo

15.9.2014: <Entwarnung: Die Ozonschicht wird sich regenerieren>

aus: Crashonline; 15.9.2014;
http://www.crashonline.de/entwarnung-die-ozonschicht-wird-sich-regenerieren/

<“Gerade entwickelt sich wieder ein Ozonloch über der Antarktis. Es wird wieder genauso ausgeprägt sein wie in den letzten Jahren”, sagt Atmosphären-Physiker Markus Rex  vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Potsdam, der zu der 300-köpfigen Forschergruppe gehört, die für die Vereinten Nationen einen Bericht über die Entwicklung der Ozonschicht verfasste.

Einzelheiten der Studie, an der neben Wissenschaftler des AWI, auch solche des Forschungszentrums Jülich, des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums und der FU Berlin beteiligt waren, wurden vom UN-Umweltprogramms (UNEP) kurz vor dem 20. “Internationalen Tag für den Schutz der Ozonschicht” (16.09.2014) und vor dem UN-Treffen der Staats- und Regierungschefs zum Klimawandel (23.09.2014) in New York veröffentlicht.

Die Erkenntnis, dass sich die Ozonschicht der Erde in den nächsten Jahrzehnten bis 2050 vollständig regenerieren wird, gilt als ein Erfolg der internationalen Staatengemeinschaft. 1987 hatten 190 Staaten gemeinsam im Montrealer Protokoll die Notbremse gezogen: Sie hatten sich verpflichtet, ozonschädigende Substanzen wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) erst zu reduzieren und dann gänzlich zu verbieten.

FCKW wirkte als Treibgas in Spraydosen, Kältemittel in Kühlschränken oder als Reinigungs- und Lösungsmittel. Doch das durchsichtige, geruchlose und unbrennbare Gas hatte fatale Auswirkungen: Es griff die Ozonschicht an – jene Schicht in der Stratosphäre, die in zehn bis 50 Kilometer Höhe die extrem heißen ultravioletten (UV) Sonnenstrahlen filtert und ins All reflektiert.

Markus Rex: “Alles tun, um Klima zu schützen.”

Rex kann das Ozonloch von der Größe Nordamerikas über Satellitendaten erfassen. Obwohl die winterliche Sonne am Südpol nur flach am Himmel steht, wirken die Strahlen dort so stark wie im südlichen Kalifornien. Ozonkiller wie Fluorkohlenwasserstoffe reagieren chemisch besonders gut bei großer Kälte und zerstören so die Ozonschicht an den Polen. Gut für die Menschheit, sagt der Forscher: “Es hat sich an einem der besten Orte unseres Globus’ entwickelt – in der Antarktis und temporär in der Arktis. Dort sind nur wenige Menschen betroffen.”

Hätte sich das Ozonloch an einer wärmeren, bewohnten und industriell oder landwirtschaftlich bewirtschafteten Stelle in der Stratosphäre ausgebreitet – die massiven Wirkungen auf Bewohner und Pflanzen wären verheerend: Denn durch die ultravioletten Strahlen verbrennt die Haut und Pflanzen verdörren.

Hysterie in den 1980er und 90er Jahren

Charlotta Lomas kennt die Auswirkungen des Ozonlochs. Die DW-Umweltredakteurin stammt aus Australien: “Dort fühlt sich die Sonne intensiver, heißer an. Im Sommer kann ich mich nicht länger als 15 Minuten ohne Sonnenschutz draußen aufhalten, sonst verbrennt meine Haut und die Augen tränen.”

In den 1980er und 90er Jahren warnten Wissenschaftler weltweit vor Hautkrebsgefahr. Medien schürten Ängste durch regelmäßige Katastrophenszenarien, die sich in der Erdatmosphäre abspielen sollten. Aber der atmosphärische Gau ist ausgeblieben. Ohne die Einigung auf ein FCKW-Verbot wäre die Ozonschicht 2050 weltweit fast komplett zerstört, sagt Geopysiker und Meteorologe Markus Rex.

Andererseits wird es mehr als 60 Jahre dauern, ehe sich die Ozonschicht regeneriert. Die FCKW sind sehr stabil und bauen sich in der Atmosphäre nur langsam ab. Und die Ozonschicht ist viel sensibler, viel dünner, als man denkt: Reihte man alle Ozonmoleküle in der rund 35 Kilometer dicken Stratosphäre aneinander, wäre die Schicht reinen Ozongases gerade mal drei Millimeter dick.
Aber Wissenschaftler wie Martin Dameris vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt sind sich sicher, dass sich die Ozonschicht wieder regeneriert. “Bis zur Mitte des Jahrhunderts sollte sich die Ozonschicht wieder erholt haben”, sagt Dameris – solange die FCKW-Emissionen weiterhin vermieden werden.

Ozonkiller Methylbromid weiter im Umlauf

Nicht minder schädlich für die Stratosphäre ist die Chemikalie Methylbromid. Sie wird in Reis produzierenden Ländern wie China, Indien und auch Kenia zur Ungezieferbekämpfung eingesetzt. Wegen der gleichen Wirkung werden auch Vollholz-Verpackungen und Transportpaletten vor dem Export mit Methylbromid begast. Das giftige Brom reagiert mit Ozon noch stärker als das Chlor der FCKW. Im Montreal-Protokoll wurde zwar der Ausstieg aus der Nutzung von Methylbromid als Begasungsmittel festgelegt, doch der Zeitpunkt dafür wurde immer wieder verschoben.

Wechselwirkung zwischen Ozonloch und Klimawandel

Die Ozonschicht ist integraler Bestandteil des Klimasystems. So hat das Ozonloch massivere Auswirkung auf den Klimawandel in der südlichen Hemisphäre als die Treibhausgaskonzentration.

Nun wünschen sich Umweltschützer und Forscher, die Politik möge sich zu ähnlichen Verbindlichkeiten zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen verpflichten wie beim FCKW, um den Klimawandel aufzuhalten: “Schnelle Klimaänderungen sind Stress für unsere Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme, der zu Krisen und Konflikten führen kann”, mahnt Geophysiker Markus Rex vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. “Daher sollten wir alles tun, um unser Klima zu schützen.”
Doch angesichts der Tatsache, dass einer Studie des World Resources Institute (WRI) in Washington zufolge weltweit 1200 neue Kohlekraftwerke gebaut werden sollen, größtenteils in den Schwellenländern China und Indien, ist der Wunsch des Wissenschaftlers Markus Rex wohl ein frommer.

Quelle: DW>


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Bildernachweis / sources / fuentes / sources

[1] 1979 bis 2000: http://www.rpdc.tas.gov.au/soer/indicator/170/index.php

[2] 1980 bis 1991: http://www.eduspace.esa.int/project/default.asp?document=257; http://www.eduspace.esa.int/project/images/ozone_hole_80-91.gif

[3] 1.9.1996: http://www.atmosphere.mpg.de/enid/27c.html

[4] 1998 Oktober bis Dezember: http://www.atmosphere.mpg.de/enid/27c.html

[5] 24.9.2006 / 24-9-2006 / 24th September 2006: http://www.n-tv.de/723195.html

[6] 3.10.2011 Ozonloch am Nordpol: http://www.welt.de/wissenschaft/article13639497/Ozonloch-so-gross-dass-es-Deutschland-streift.html


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