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Der Plastikschaden der "Zivilisation" Meldungen 02

ab 16.7.2017

10.3.2016: Bakterium frisst Plastik auf: Ideonella sakaiensis 201-F6
Forscher entdecken Plastik-fressendes Bakterium
http://www.watson.ch/Wissen/Umwelt/300443357-Forscher-entdecken-Plastik-fressendes-Bakterium

13.2.2018: Bacterium Azotobacter vinelandii stellt biologisch abbaubares Plastik her
http://www.cronicaviva.com.pe/mexico-identifican-sistema-con-que-bacteria-produce-plasticos-biodegradables/

Karte des Pazifiks mit den Müllzonen 2018
Karte des Pazifiks mit den Müllzonen 2018

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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15.7.2017: Müllvermeidung: Sri Lanka verbietet Plastiktüten und Syroporbehälter
Sri Lanka verbietet Plastiktüten und Styropor-Behälter – Sri Lanka bans polythene, Styrofoam bags amidst mounting garbage crisis
https://netzfrauen.org/2017/07/15/53133/

<Der weltweit wachsende Plastikmüll ist eine Gefahr für die gesamte Umwelt, so auch in Sri Lanka. Doch jetzt hat sich Präsident Maithripala Sirisena, der auch Umweltminister ist, persönlich darum gekümmert. Taschen aus Plastik werden verboten und auch Lunchpakete aus Styropor gibt es nicht mehr. Ebenso werden alle Importe, die sich in diesem Material befinden, mit sofortiger Wirkung gestoppt. 

Gleich nach seiner Amtseinführung 2015 verbot Sri Lankas neu gewählter Präsident Maithripala Sirisena die Einfuhr des weltweit am häufigsten verwendeten Herbizids Glyphosat und zwar mit sofortiger Wirkung. Die Freigabe von bereits importierten Beständen wurden ebenfalls gestoppt. Jetzt schafft er den Müll ab. Bereits 2014 bestätigte das UN-Entwicklungsprogramm UNDP in einer Analyse, dass Müllberge „höchst gesundheitsschädliche und unhygienische Bedingungen“ verursachen. Das Wasser in der Gegend sei stark verschmutzt und die Seen und Bäche stark in Mitleidenschaft gezogen. Hinzu kam der tragische Vorfall im April 2017, als ein 90 Meter hoher Müllberg in SriLanka ins Rutschen geriet und etwa 40 Häuser unter sich begrub. Viele Menschen starben.

Die Müllkippe von Kolonnawa wuchs täglich um rund 800 Tonnen Müll, insgesamt sollen dort etwa 23 Millionen Tonnen Abfall gelagert gewesen sein. Nach dem Ende des Bürgerkrieges boomt der Tourismus auf Sri Lanka. Ein Segen für die schöne Insel, bringt der Tourismus Arbeitsplätze und Wohlstand. Doch der Fluch sind die Berge von Müll und mit dem Müll die Epidemie des Dengue-Fiebers. 

Sri Lanka steht vor der schlimmsten Dengue-Fieber-Epidemie mit über 225 Patienten, die bereits gestorben sind, und  über 80 000 Infizierten. 

Sri Lankas Gesundheitsminister Rajitha Senaratne gab am Mittwoch, dem 12. Juli 2017, bekannt, dass die Insel-Nation Plastik-Einkaufstaschen auf Grund einer Dengue-Epidemie und der Müllkrise verbieten wird.

Nach einem Vorschlag von Präsident Maithripala Sirisena stimmte das Kabinett dem Verbot zu, dass mit sofortiger Wirkung das in den Supermärkten weit verbreitete Polyethylen und Styropor nicht mehr verwendet werden darf. Dies betrifft auch die Lunchpakete.

  • Die Zentrale Umweltbehörde (CEA) teilte ferner mit, dass die Verwendung, die Herstellung, der Import und der Verkauf von Lunchpaketen nach der neuen Verordnung verboten ist.
  • Die CEA fügte hinzu, dass das Verbrennen von Plastiktüten ebenfalls mit sofortiger Wirkung nicht mehr erlaubt ist.
  • Einkaufstaschen werden gesetzlich durch wiederverwendbare Stoffbeutel ersetzt.

Lokale Medienberichte berichteten, dass das neue Gesetz erlassen wurde, um Umweltschäden zu verringern, die durch die Verwendung von nicht biologisch abbaubaren Kunststoffmüll verursacht werden.

China - [kostenpflichtige Plastiktüte]

Diese Nachricht verbreitet sich rasend schnell in Asien, denn auch andere Länder kämpfen mit dem Plastikmüll. China hat schon mehrere Verbote erlassen und Plastiktaschen mit einer Gebühr belegt, doch festgestellt, dass die Menschen diese Gebühr in Kauf nehmen und weiterhin vermehrt zu einer Plastiktüte greifen. Wie die chinesische xinhuanet.com am 07.Juli 2017 berichtete, sank zwar erst der Verbrauch der Plastiktüte, nachdem China 2008 aufgrund der „weißen Verschmutzung“ kostenlose Plastiktüten in Supermärkten und auch auf Bauernmärkten verbot, doch mittlerweile steigt der Verbrauch von Plastiktüten wieder an. Daher wurde der Regierung in China jetzt vorgeschlagen, ein endgültiges Verbot von Plastiktüten zu erlassen, so wie es jetzt Sri Lanka vorgemacht hat.

Europa - [EU-Richtlinie gegen Plastiktüten]

Seit dem 1. Juli 2016 kosten Plastiktüten in vielen Geschäften Geld. Damit trat eine freiwillige Vereinbarung zwischen Bundesumweltministerin Hendricks und dem Verband des Einzelhandels in Kraft. Ziel ist, den Verbrauch um die Hälfte zu senken. Hintergrund der Vereinbarung ist eine EU-Richtlinie. Sie sieht vor, den Verbrauch von Kunststofftüten bis 2019  in einem ersten Schritt auf 90 und in einem zweiten Schritt bis Ende 2025 auf 40 Tüten pro Einwohner und Jahr zu reduzieren. Ausgenommen sind dünnwandige Tüten, die dem hygienischen Transport von frischem Fleisch, Fisch, Käse, Aufschnitt oder Obst dienen.

Sie sehen daran, was die EU-Richtlinie wirklich bewirken wird, China hat es zehn Jahre lang versucht und ist am Ende mit einer gebührenpflichtigen Plastiktüte gescheitert. Nachdem die Menschen erst mit einer eigenen Stofftasche einkauften, zahlen sie jetzt lieber für eine Plastiktüte.

In Deutschland werden nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe ca. pro Jahr 6,1 Milliarden Plastiktüten ausgegeben. Das sind 11 700 Tüten pro Minute oder 76 Plastiktüten pro Kopf und Jahr.

Afrika - [Marokko, Mauretanien, Ruanda, Uganda, Somalia, Kenia und Tansania verbieten Plastiktüten total]

Während die EU-Kommission nur die Reduzierung von Plastiktüten bis 2025 auf nur noch 40 Tüten pro Einwohner im Jahr anstrebt, gehen die afrikanischen Länder noch weiter. Die marokkanische Regierung hat seit 1. Juli 2016 die Produktion und Benutzung von Plastiktüten gesetzlich verboten. In Mauretanien wurde es bereits 2014 verboten und in den ostafrikanischen Staaten Ruanda sind seit 2006 und in Tansania seit 2005 Kunststofftüten verboten.

Bis zu sechs Monate Haft oder eine Geldstrafe von 2000 Dollar drohen Umweltsündern beim Gebrauch von Kunststofftüten auf der tansanischen Insel Sansibar. Auch in Uganda und Somalia gilt ein Verbot von Plastiktüten und in Südafrika dürfen Kunststofftüten von Einzelhändlern nicht mehr umsonst verteilt werden. Seit dem Jahr 2003 droht ihnen eine Geld- oder Gefängnisstrafe, wenn sie dagegen verstoßen,

[Kontrolle nach Plastiktüten an Flughäfen - Ruanda mit Plastiktüten-Polizei]

während andere afrikanische Länder sogar am Flughafen das Gepäck auf verbotene Plastiktüten kontrollieren und Ruanda sogar eine Plastiktüten-Polizei hat. Seit kurzem gehört auch Kenia zu den 11 Ländern in Afrika, die Plastiktüten verbieten.

[Weltmeere mit 18.000 Plastikteilen pro km2]

Wir produzieren ohne Ende Müll, aber Plastik verrottet nicht. Pro qm schwimmen im Ozean 18 000 Plastikteile! Das Problem ist seit langem bekannt und doch wird es nicht verboten. Wenn ein Medikament gravierende Nebenwirkungen aufzeigt, wird auch darauf hingewiesen, oder es wird vom Markt genommen. Warum gilt dies nicht auch für Plastiktüten?

„Kunststoff herzustellen ist keine Kunst mehr, aber diesen Stoff zu beseitigen, ist eine Kunst, denn Kunststoff ist nicht von Pappe.“  Gerhard Uhlenbruck

Wir Verbraucher haben es in der Hand, überall dort, wo Plastik-Tüten verwendet werden, darauf hinzuweisen:

NIE MEHR PLASTIKTÜTEN – das gilt auch für Styropor-Behälter


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Kenia 28.8.2017: Geldstrafen und Haftstrafen wegen Plastiktüten
Geldstrafe oder Haft für Plastiktüten: Verbot in Kenia
https://de.sputniknews.com/panorama/20170828317200575-geldstrafe-haft-plastiktueten-kenia/

"Die kenianische Regierung hat ein Gesetz über das Verbot der Herstellung und Einfuhr von Plastiktüten verabschiedet. Das berichtet der britische TV-Sender BBC.

Die Herstellung, Einfuhr und der Gebrauch von Plastiktüten ist demnach in Kenia ab sofort bei Androhung hoher Geldstrafen verboten. Wer gegen das Gesetz verstößt, muss danach mit einer Geldstrafe von 32.000 Euro oder mit bis zu vier Jahren Haft rechnen. Das neue Gesetz soll der Regierung zufolge bei m Umweltschutz helfen.

Die Hersteller von Plastiktüten kritisierten die Maßnahme und betonten, dass das Verbot etwa 80.000 Arbeitsplätze kosten werde."

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11.9.2017: "Zivilisation" der "Ersten Welt" bringt es fertig: Mikroplastik im Meersalz
Problem Plastikmüll: US- Studie: Meersalz mit Mikroplastik verschmutzt
http://www.krone.at/wissen/us-studie-meersalz-mit-mikroplastik-verschmutzt-problem-plastikmuell-story-587990

"11.09.2017, 11:53

Mikroplastik ist bei Umweltschützern seit Längerem eines der heißesten Themen. Jetzt haben Wissenschaftler herausgefunden, dass die winzigen Teilchen, die aus Kosmetika, Kleidung und Kunststoffprodukten stammen und bis in die Meere gelangen, auch das bei vielen beliebte Meersalz verunreinigen.

Sherri Mason von der State University of New York in Fredonia hat mit Kollegen an der University of Minnesota in Minneapolis und St. Paul zwölf verschiedene Salzproben (davon zehn Meersalze aus der ganzen Welt), die in US- Lebensmittelläden verkauft werden, genauer unter die Lupe genommen. Dabei fanden die Forscher heraus, dass viele von ihnen Mikroplastik- Partikel enthalten.

"Diese Plastikpartikel sind in der Luft, im Wasser, in Fisch- und Meeresfrüchten, die wir essen, im Bier, das wir trinken, und im Salz, das wir verwenden, allgegenwärtig. Die Kunststoffe finden sich überall", sagt Mason. Sie schätzt, dass ein durchschnittlicher US- Amerikaner auf diese Art und Weise jährlich unbemerkt bis zu 660 Mikroplastik- Partikel zu sich nimmt.

Mikroplastik erstmals 2015 in Meersalz entdeckt

Erstmals wurde Mikroplastik (so bezeichnet man Kunststoffteilchen, die zwischen 0,001 und fünf Millimeter groß sind; Anm.) 2015 in in China verkauftem Salz entdeckt, wobei die Möglichkeit einer Gefahr für den menschlichen Organismus jedoch als gering eingestuft wurde. Die Funde der Forscher zeigen, dass das Entsorgen von Plastik immer stärkere Auswirkungen auf die Weltmeere hat. Laut der Umweltschutzorganisation Greenpeace gibt es mittlerweile keinen Quadratkilometer Wasser mehr, der frei von Plastik ist. Die Partikel dieses Mülls beeinträchtigen das Leben der Meerestiere und schaden über Umwege auch den Menschen.

Vor allem billige Kunstfasern in der Kleidung haben katastrophale Auswirkungen auf die Ozeane. Beim Waschen der Kleidungsstücke gelangen nämlich zigtausende Mikroplastikfasern ins Abwasser und in weiterer Folge bis in die Meere, warnt Greenpeace. In welcher Weise sich das etwa auf Fische, Krebse und nicht zuletzt auf den Menschen auswirkt, ist bis jetzt noch nicht gänzlich geklärt."

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13.12018: Verbot von Mikroplastik in Produkten in Kanada, GB und Neuseeland
Geht doch! Mikroplastik-Verbot in Kanada, Großbritannien und Neuseeland – Plastic Microbead bans come into impact in UK, Canada and New Zealand
https://netzfrauen.org/2018/01/13/mikoplastik-2/

<Das Problembewusstsein wächst!  Kosmetikprodukte wie Peelings und Duschgel stecken voller Mikroplastik. Doch damit ist jetzt Schluss! Großbritannien und Kanada haben Konsequenzen gezogen und Mikroplastik verboten. Auch in Neuseeland wurde ein Gesetz  verabschiedet, das im Juni 2018 in Kraft tritt. Nach Schweden, den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Kanada, ist Neuseeland das weltweit fünfte Land, das ein entsprechendes Verbot erlässt. Die Umweltorganisationen sprechen von einem Meilenstein und hoffen, dass sich weitere Länder anschließen.

Allein bei einem einzigen Duschgang können bis zu 100 000 Mikropartikel den Abfluss gespült werden. „Es hat nie Sinn gemacht, diese kleinsten Plastikteile in Produkte einzuarbeiten, die dann in den Abfluss gespült werden, das Wasser verunreinigen und die Natur bedrohen“, sagt Mark Murray, Chef von Californians Against Waste. Kalifornien hatte bereits 2015 die schärfsten Gesetze im Hinblick auf die Verunreinigung mit Mikroplastik, die sich zum De-facto-Standard der Nation entwickeln werden, verabschiedet.

Es hat eine Weile gedauert, denn bereits vor fünf Jahren berichteten wir, dass Plastikteilchen nicht nur in Lebensmitteln gefunden wurden, nein auch in der Luft!

Es handelt sich um ein globales Problem!

  • Eine japanische Studie aus 2016 zeigt., dass fast 80%der japanischen Sardellen, die in der Tokyo Bay gefangen wurden, in ihrem Verdauungssystem Plastikmüll aufweisen. Die Forschungsgruppe von Professor Hideshige Takada von der Tokyo University of Agriculture and Technology zeigte sich beunruhigt über das besorgniserregende Ausmaß der Verschmutzung in den japanischen Gewässern. Das Team untersuchte 64 gefangene Sardellen und fand 150 Mikroplastikpartikel oder Kunststoffteile bis zu 5 Millimeter Größe im Verdauungstrakt von 49 Sardellen.
  • Eine Studie von Environmental Science & Technology stellt fest, dass jeden Tag 8000 Milliarden Mikrokügelchen die Gewässer in den Vereinigten Staaten verschmutzen. Diese beunruhigende Statistik wirft die Frage auf, welche Auswirkungen solche massive Mengen von Mikroplastik auf die im Wasser lebenden Tiere hat.
  • „Mehr Kunststoff, weniger Austern?“ in National Geographic Meerblick: Der Artikel befasst sich mit den negativen Auswirkungen durch Mikroplastik auf Krebs – und andere Filtrierer.  In einer Studie untersuchten Forscher aus Frankreich und Belgien Austern. Dazu steckten sie eine Gruppe der Tiere in Wassertanks mit Mikroplastikteilchen, eine andere Austern-Gruppe in sauberes Wasser. Dann sahen sie sich an, wie sie sich entwickelten. Das Ergebnis überrascht wenig: Die Austern, die im Plastikwasser lebten, pflanzten sich weniger fort. Zu Beginn des Experimentes hatten sie knapp 20 Prozent weniger Nachwuchs, nach zwei Monaten fehlten im Vergleich rund 40 Prozent der Nachkommen. Die Forscher gehen davon aus, dass das Plastik die Austern vergiftet.: Ihre Eier und Spermien waren deutlich kleiner als die der Tiere im sauberen Wasser
  • Honig und Trinkwasser waren nach Recherchen des NDR-Verbrauchermagazins Markt teilweise durch mikroskopisch kleine Plastikkugeln verunreinigt. Es bestehe der Verdacht, dass die Kügelchen aus Pflegeprodukten wie Duschgelen, Peelingcremes oder Zahnpasta stammen könnten.

„Wir wissen, dass Kunststoffe im Meer schädlich sind. Fische können diese Partikel aufnehmen. Während wir noch untersuchen, ob dies Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit hat, ist klar, dass diese Stoffe im Meer nichts zu suchen haben. Deshalb haben wir ein Verbot durchgesetzt“, so Großbritanniens Umweltministerin Therese Coffey.

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Wir sind Kinder des Plastikzeitalters: vom Babyschnuller bis zur Trockenhaube, von der Quietscheente bis hin zum Auto. Plastik ist überall: In den Weltmeeren findet man inzwischen sechsmal mehr Plastik als Plankton und selbst in unserem Blut ist Plastik nachweisbar! Die Menge an Kunststoffen, die wir seit Beginn des Plastikzeitalters produziert haben, reicht aus, um unseren gesamten Erdball sechs Mal in Plastikfolie einzupacken.“ sagte Werner Boote bereits in der wichtigen Dokumentation „PLASTIC PLANET“.Plastik ist überall! >> Wenn Sie diesen Film gesehen haben, werden Sie nie wieder aus einer Plastik-Flasche trinken!

Einmal benutzt verschwindet Mikroplastik im Abfluss und wird in Flüsse, Seen und Meere gespült. Fische und andere Wassertiere verwechseln die Plastikkügelchen mit Plankton und fressen sie. Als wäre das nicht schlimm genug, saugt der Kunststoff unterwegs Chemikalien aus dem Wasser auf. Mikroplastik mit extrem hoch konzentrierten Umweltgiften landet so im Magen von Fischen, die später auf unserem Teller liegen. Widerlich, oder?
Es ist zu hoffen, dass dieses Verbot auch in anderen Ländern Auswirkungen hat, denn diese Plastikteilchen wurden nicht nur in Lebensmitteln gefunden – nein, auch in der Luft!

Mikroplastik auf dem Teller!

Über die Nahrungskette gelangt das Plastik aus dem Wasser oder der Luft sogar auf unseren Teller. Zum Beispiel versteckt im leckeren Fischfilet findet es den Weg in unseren Körper.  Zudem wiesen Forscher erstmals Mikroplastik im Salz nach. Die Proben aus chinesischem Meersalz enthielten bis zu knapp 700 Plastikpartikel pro Kilogramm.

Mikroplastik nennt man winzige Kunststoff-Partikel, die Zahnpasta, Peelings und anderen Kosmetik- oder Pflegeprodukten beigemischt oder zum Beispiel auch aus Synthetiktextilien ausgewaschen werden. Das Wasser in Flüssen und Teichen wird nicht nur durch Chemikalien verschmutzt, sondern auch durch sogenanntes Mikroplastik, unter fünf Millimeter großen Kunststoffteilchen. Sie stammen unter anderem aus Kosmetikprodukten, wo sie für Peelingeffekte eingesetzt werden.

Sie passieren nach Gebrauch die üblichen Kläranlagen nahezu ungehindert und werden durch Flüsse in Seen und die Ozeane gespült. Unterwegs reichern die Partikel sich mit Schadstoffen an, da viele chemische Produkte ebenso wie Mikroplastik aus Erdöl hergestellt werden. Wissenschaftliche Untersuchungen haben erwiesen, dass freigesetztes Mikroplastik oft mehr als tausend Mal so stark mit Schadstoffen belastet ist wie das umgebende Wasser.

Fische und andere Wassertiere halten die kleinen Plastikkügelchen oftmals für Plankton und fressen sie, dabei nehmen sie hochkonzentrierte Schadstoffe auf und lagern sie im Gewebe ein. Durch die Nahrungskette landen diese Umweltgifte wieder auf unserem Teller. Die Profitgier der Industrie tötet millionenfach arglose Wasserlebewesen und vergiftet unsere Nahrung. Das muss unbedingt schnellstmöglich gestoppt werden!

Kosmetikhersteller müssen Plastik als Inhaltsstoff deklarieren. Verbraucher können Kunststoffe in der Liste der Inhaltsstoffe an folgenden Bezeichnungen und Abkürzungen erkennen:

  • Polyethylen (PE)
  • Polypropylen (PP)
  • Acrylat (ANM)
  • Ethylen-Vinylacetat (EVA)
  • Polyethylenterephthalat (PET)
  • Polyester (PES)
  • Polyamid (PA)
  • Polyurethan (PUR)
  • Polyimid (PI)

Der BUND hat eine Liste mit Produkten zusammengestellt, die Mikroplastik enthalten.

Ein Experiment, welches sich in jedem Haushalt durchführen lässt:


Letztendlich besteht ein Großteil des Problems jedoch im menschlichen Verhalten. Und wie Ramani Narayan (Michigan State University, USA) es zusammenfasst: „Die Meeresumwelt ist keine Müllhalde. Produkte sollten daher nicht zur Entsorgung im Meer konzipiert werden.“ Und: „Produkte wie Microbeads sollten so designt werden, dass sie in Kläranlagen biologisch abgebaut werden können. Sie sollten die Meere also niemals erreichen.“

Ein toller Erfolg: Herstellerfirmen von Drogerieprodukten dürfen in Großbritannien zukünftig keine Mikropartikel mehr verarbeiten. Auch in Neuseeland und in Kanada tritt das Gesetz in Kraft. Das bedeutet, dass Zahnpasten, Shampoos, Seifen und andere Produkte keine winzigen Plastikteilchen enthalten dürfen,  die eigentlich nie hätten da sein sollen.>

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Kronenzeitung              online, Logo

8.2.2018: Verbot von Mikroplastik in Koskmetik in Schweden ab Juli 2018
Alleingang ab Juli: Schweden verbietet Mikroplastik in Kosmetika
http://www.krone.at/1635204

<Es lässt sich nicht recyceln, ist nicht biologisch abbaubar, verschmutzt die Meere und landet sogar in der Nahrungskette: Mikroplastik. Viele Länder haben dem Plastikmüll deshalb den Kampf angesagt. Vorreiter sind in dieser Angelegenheit neben Umweltschutzorganisationen die Staaten Italien, Großbritannien und Schweden. Italien verbietet ab 2019 nicht recycelbare Wattestäbchen und ab 2020 generell Mikroplastik in Kosmetika. Noch schneller ist Schweden, wo am Mittwoch beschlossen wurde, Kosmetika mit Kunststoffteilchen bereits ab 1. Juli 2018 aus den Verkaufsregalen verschwinden zu lassen.

Das Verbot in Schweden betrifft Kosmetikartikel wie zum Beispiel Zahnpasten, Shampoos, Duschgels, Gesichts- und Körperpeelings usw. Diese müssen ab 1. Juli frei von Mikroplastik sein, da sie nach dem Gebrauch über Haushaltsabwässer zunächst in die Kanalisation und schließlich ins Trinkwasser gelangen. Vorhandene Lagerbestände dürfen noch bis Ende 2018 verkauft werden, danach müssen auch diese entsorgt werden.

Schweden prescht vor
Die Teilchen, die so klein sind, dass sie von Reinigungsanlagen nicht herausgefiltert werden können, landen auch in den Meeren. Dort werden sie von Kleinstlebewesen aufgenommen und gelangen auf diese Weise in die Nahrungskette. Dem schwedischen Umweltministerium zufolge ist Mikroplastik in Kosmetika völlig unnötig, da ähnliche Inhaltsstoffe mit der gleichen Wirkung existieren, aber harmlos sind. Generell gebe es viel Alternativen zum Mikroplastik. Bei Schwedens Vorgehensweise handelt es sich um einen Alleingang. Ursprünglich wollte man eine EU-weite Regelung abwarten, nun wolle man aber doch nicht mehr so lange warten. Einen ähnlichen Weg hat auch Großbritannien eingeschlagen, indem ein Herstellungs- und Verkaufsverbot beschlossen wurde.

Auch Italien verschärft Kampf gegen Plastikmüll
Auch Italien verschärft den Kampf gegen nicht recycelbaren Müll. Ab 2019 soll es keine Wattestäbchen mehr im Handel geben, die nicht biologisch abbaubar sind. Ab 2020 wird Mikroplastik in Kosmetika verboten, berichtete der Präsident der Umweltkommission der Abgeordnetenkammer, Ermete Realacci. Dadurch sollen weniger nicht abbaubare Wattestäbchen im Meer oder an Stränden landen. Diese zählen zum Müll, der am häufigsten an den Stränden eingesammelt wird.

In Österreich derzeit nur freiwilliger Verzicht auf Mikroplastik
In Österreich, Deutschland und der Schweiz verzichten bisher nur einzelne Unternehmen freiwillig auf derartige Kosmetika. Dadurch konnte zwar eine Reduktion erreicht werden, in Österreich hat die Arbeiterkammer aber erst im Dezember 2017 gefordert, dass ein gesetzliches Verbot "nach dem Plastiksackerlverbot der notwendige nächste Schritt sein muss". Demnach seien noch immer zu viele Plastikpartikel in Kosmetika enthalten.>

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Cronica viva del Perú online, Logo
México 13-02-2018: PLÁSTICO BIOLÓGICO PRODUCIDA Y BIODEGRADABLE: Bacteria Azotobacter vinelandii lo realiza
México: Identifican sistema con que bacteria produce plásticos biodegradables
Mexiko 13.2.2018: BIOLOGISCH PRODUZIERTES UND BIOLOGISCH ABBAUBARES PLASTIK: Bakterie Azotobacter vinelandii macht's möglich
Mexiko: Forscher finden System, wie ein Bakterium biologisch abbaubares Plastik produziert
http://www.cronicaviva.com.pe/mexico-identifican-sistema-con-que-bacteria-produce-plasticos-biodegradables/




<CIUDAD DE MÉXICO.- Científicos mexicanos identificaron el sistema que permite a la bacteria Azotobacter vinelandii -presente en suelos y raíces de plantas- producir dos tipos de plásticos biodegradables con nulo impacto ambiental, informó hoy el Consejo Nacional de Ciencia y Tecnología (Conacyt).

Elva Yadira Quiroz doctora en ciencias identificó el sistema que hace posible a la bacteria elegir las fuentes de carbono como alimento que posteriormente convertirá en dos tipos de polímeros alginato y poli beta hidroxibutirato (PHB).

Ambos plásticos resultantes son de interés biotecnológico por su gran potencial de aplicación en diversos campos, así como por su capacidad para ser degradados por la misma bacteria que los produce.

Para la investigadora del Centro de Ciencias Genómicas de la Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM), el mayor beneficio al lograr que alguna bacteria produzca polímeros en cantidades suficientes radica en la posibilidad de que, a largo plazo, se reemplacen los plásticos derivados del petróleo.>

<MEXICO CITY - Mexikanischer Wissenschaftler haben ein System entdeckt, das es dem Bakterium Azotobacter vinelanddii ermöglicht - dieses Bakterium ist in den Böden und Pflanzenwurzeln - zwei Arten biologisch abbaubares Plastik zu produzieren, mit NULL Auswirkungen auf die Umwelt, so informierte heute der Nationalrat für Wissenschaft und Technologie (Consejo Nacional de Ciencia y Tecnología - Conacyt).

Elva Yadira Quiroz, Doktorin in Wissenschaften, hat das System entdeckt, das es dem Bakterium ermöglicht, die Kohlenstoffquellen als Nahrungsmittel zu nutzen, das sich später in zwei Typen von Plastik verwandelt: Alginat-Polymere und Poly-beta-Hydroxybutyrat (PHB).

Beide Plastikarten sind wegen ihres grossen Potentials der Anwendungsmöglichkeiten von biotechnologischem Interesse, auch wegen der Möglichkeiten, sie durch dasselbe Bakterium abzubauen, durch das das Plastik produziert wird.

Für die Forscherin (am Genom-Wissenschaftszentrum der Autonom-Nationalen Universität von Mexiko (UNAM), besteht der grösste Nutzen darin, dass man herausgefunden hat, dass ein Bakterium Polymere in ausreichenden Mengen produzieren kann. Dies ergibt die Möglichkeit, auf lange Sicht, dass man die alten Kunststoffe, die auf Ölbasis hergestellt wurden, ersetzen kann.>


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Shortnews online, Logo

Münster 13.2.2018: Mikroplastik im Mineralwasser aus PET-Flaschen - Nachweis mit Laserstrahlen
Mikroplastik in Mineralwasser gefunden
http://www.shortnews.de/id/1235872/mikroplastik-in-mineralwasser-gefunden

<Wissenschaftler des Chemischen Instituts in Münster haben Mikroplastik in Mineralwasserflaschen gefunden. Besonders viele in Mehrwegflaschen aus PET, die bis zu 50 Mal wiederverwendet werden dürfen.

Eine verfeinerte Untersuchungsmethode mit Laserstrahlen machte die Mikropartikel sichtbar, die bisher nicht nachweisbar waren.

Welche Folgen die mikroskopisch kleinen Partikel für die Gesundheit haben, ist noch nicht erforscht.>

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3.3.2018: Produkte mit 0% Plastik - es geht!
„Zero Plastic“ 700 Produkte ganz ohne Plastik, niederländische Supermarktkette macht es möglich!
https://netzfrauen.org/2018/03/03/zeroplastic/

<Plastik und Lebensmittel gibt es im Supermarkt immer häufiger in enger Verbundenheit: Diese Symbiose gehört inzwischen zum normalen Anblick im Regal. Die  Superrmarktkette Ekoplaza in den Niederlanden zeigt, dass es auch anders geht. Endlich plastikfrei einkaufen und zwar 700 verschiedene Bio-Produkte. Es gibt Fleisch, Reis, Saucen, Milchprodukte, Schokolade, Müsli, Joghurt, Snacks, frisches Obst und Gemüse, alles ohne Verpackungen aus Kunststoff.

Bis Ende des Jahres sollen alle 74 Filialen umgestellt sein. Noch können die Verbraucher diesen „Traum“ nur in Amsterdam genießen, doch bereits im Juni wird man auch in Den Haag kunststofffrei einkaufen können. Wie sehr sich die Menschen wünschen, endlich unbeschwert einkaufen zu können, und das ohne den unsäglichen Verpackungswahn, zeigen die weltweiten Reaktionen. Ekoplaza  hat es weltweit in die Schlagzeilen geschafft. Jetzt müssen die „großen“ Giganten eigentlich nachziehen. Die Begründung, „ist nicht möglich“, zieht nicht mehr. Es geht auch anders.

700 Produkte ganz ohne Plastik

Die Bio-Supermarktkette Ekoplaza in Amsterdam bietet einen kompletten plastikfreien Gang an, wo der Verbraucher alles findet, was sein Herz begehrt.

In der Filiale Jan Pieter Heijestraat stehen dem Kunden rund 700 kunststofffreie Produkte zur Auswahl. Anstelle von Kunststoff werden die Produkte  in kompostierbaren Materialien oder Glas, Metall und Pappe verpackt.


Der Plastikwahn und kein Ende in Sicht. Plastik ist ein gefährlicher und langer Begleiter auf dieser Erde, da es nicht biologisch abbaubar ist.

Plastik und Lebensmittel gibt es im Supermarkt häufig in enger Verbundenheit: Diese Symbiose gehört inzwischen zum normalen Anblick im Regal. Bananen in Plastiktüten, die Gurke in der Folie oder ein paar vereinzelte Schinkenscheiben, die sich in einem Meer aus Plastik verlieren. Verpackungen haben häufig einen Anteil von bis zu 25 Prozent am Gesamtgewicht.

In Zusammenarbeit mit der Umweltgruppe „A Plastic Planet“ aus Großbritannien wurde die neue Initiative bei Ekoplaza LAB entwickelt. „Wir hoffen, dass andere Supermärkte in den Niederlanden und im Vereinigten Königreich bald in unsere Fußstapfen treten werden.“, so die Gruppe. Auch in Großbritannien gibt es zahlreiche Aktionen gegen den Wahnsinn PLASTIK, mit Erfolg. Was 2017 begann, denn da wurde die Umweltgruppe gegründet, hat schon im gleichen Jahr in Großbritannien zu zahlreichen Verboten von Produkten aus Plastik geführt. Sei es Trinkhalme aus Plastik oder sogar Mikroplastik wurde verboten. Und auch Queen Elizabeth hat dem Plastikmüll den Kampf angesagt: kein Plastik mehr im Palast.

Die Verwendung von Kunststoff drastisch VERRINGERN; vor allem der Verpackungswahnsinn muss ein Ende haben. Unsere Lebensmittel, Speisen und Getränke sind von Kunststoff umgeben und dies schadet nicht nur der Natur, sondern, wie zahlreiche Studien zeigen, auch der Gesundheit.

Wir haben Ihnen in einem Video aufgezeigt, wie unsere Lebensmittel verpackt sind – ein Wahnsinn!

Sian Sutherland, Mitbegründer von Plastic Planet: „Die Einführung des weltweit ersten“ Plastic Free Aisle „markiert einen Meilenstein für den weltweiten Kampf gegen Plastikverschmutzung.“

„Haben Sie gedacht, dass wir in bei  Lebensmittel- und Getränkeprodukten nicht auf Plastik verzichten können? Das Ekoplaza LAB beweist das Gegenteil! In unserem Geschäft finden Sie nicht weniger als 680 kunststofffreie Bio-Produkte,“ so Ekoplaza auf der Webseite.

„Bei uns bedeutet Bio nicht nur gut angebaute, produzierte Lebensmittel. Unsere Grundwerte von Bio sind auch Gesundheit und Verantwortlichkeit für Ihre Umwelt. Damit hat Ekoplaza eine starke Unternehmensphilosophie und eine Grundlage, um Entscheidungen zu treffen. Von hier aus entscheiden wir uns auch, auf Produkte zu verzichten, die in einer oder mehreren Kunststoffschichten verpackt sind. Denn nicht nur wir sind damit fertig, sondern auch der Kunde von Ekoplaza!“, so Ekoplaza.

„Durch innovative kompostierbare Biomaterialien haben wir eine umweltfreundliche Alternative zu Kunststoffverpackungen gefunden. Mit dem Ekoplaza LAB machen wir den ersten Schritt, mit dem wir gemeinsam zu einer gesunden, kunststofffreien Welt beitragen. Das macht das Einkaufen in Ekoplaza anders. Es macht dich stolz und es lässt dich sorglos zurück, weil du weißt, dass es keine hässlichen Nebenwirkungen gibt: Bei Ekoplaza bekommst du das, was du denkst, dass du es bekommst. Wir sind noch nicht dort, aber wir nehmen die Herausforderung an.
Wir sind bereit für Veränderungen, oder?“

Eine kürzlich in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlichte Studie ergab, dass seit den 1950er Jahren mehr als 8,3 Milliarden Tonnen Kunststoff erzeugt, verteilt und entsorgt wurden. Davon können 6,3 Milliarden Tonnen als Abfall klassifiziert werden, aber nur 9 Prozent davon werden recycelt und 12 Prozent werden verbrannt. Der Rest, etwa 79 Prozent des Plastikmülls, sammelt sich einfach auf Deponien oder verschmutzt die Umwelt.

Es gibt absolut keine Logik darin, dass leicht verderbliche Lebensmittel in Plastik verpackt werden. Während die Lebensmittel schnell verderben, bleibt die Plastikverpackung zurück und wird uns noch in Hunderten von Jahren begleiten. Wir können nicht so weitermachen wie bisher, es sei denn, wir wollen einen Planeten, der buchstäblich in Plastik „verpackt “ ist. Siehe dazu: Planet Müll – Der Letzte räumt die Erde auf! Ozeane versanken im Plastikmüll und Pyramiden an Elektroschrott machten die Erde unbewohnbar

Um Druck auf Politik und Wirtschaft auszuüben, lohnt es sich, immer wieder auf die Unmengen von Plastikverpackungen hinzuweisen. Gehen Sie zu Ihren Supermärkten und machen Sie immer wieder drauf aufmerksam, dass man auf Plastikverpackungen verzichten soll.

Netzfrau Doro Schreier>

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7.3.2018: Plastik-Lego werden nun Pflanzen-Lego - statt die Plastikbakterien einzusetzen
Gewinnrückgang
: Lego setzt künftig ganz auf „Öko-Steine“
http://www.krone.at/1657164

<Milliarden Lego-Steine kugeln in Kinderzimmern der Welt herum. Dass für die Produktion z. B. von „Star Wars“-Figuren viel Plastik gebraucht wird, liegt auf der Hand. Doch jetzt werden einige Artikel aus Zuckerrohr erzeugt. Ab Herbst sind sie dann auch bei uns erhältlich. Im Jahr 2017 indes fuhr der dänische Baustein-Riese Verluste ein.

„Wir fangen einmal mit Bäumen, Blättern und Büschen an und werden dann unser ganzes Sortiment an Öko-Steinen ausweiten“, versichert Tim Brooks, der Öko-Manager des dänischen Spielzeugriesen. Der eine ehrgeizige Strategie verfolgt, nämlich bis 2030 alles aus erneubaren Rohstoffen zu erzeugen. Darunter fallen auch die bunten Schachteln.

[Der grosse Irrtum ist: Öl IST erneuerbar - die Öl-Lager füllen sich immer wieder auf!]

Material aus pflanzlichen Rohstoffen
Für die künftigen „grünen Männchen“ soll dann Polyethylen aus pflanzlichen Rohstoffen wie Zuckerrohr verwendet werden. Laut Brooks werden Lego-Enthusiasten unter den Kindern und Eltern (bekanntlich werden Papas und Mamas des Öfteren zu Hilfe gerufen, wenn das Zusammenbauen zu kompliziert wird) auch keinen Unterschied zum herkömmlichen Material bemerken. Brooks: „Das Öko-Material fühlt sich nur biegsamer an.“

Lego mit deutlich weniger Gewinn
2017 sei ein Jahr mit vielen Herausforderungen gewesen, erklärte Lego-Chef Niels Christiansen. „Es gibt keine schnelle Lösung und wir werden Zeit brauchen, wieder langfristiges Wachstum zu erreichen.“ Der Nettogewinn ging im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf 7,8 Milliarden dänische Kronen (1,05 Milliarden Euro) zurück. Zum ersten Mal seit 13 Jahren sank der Umsatz auf nun 35 Milliarden Kronen, wie das Spielwarenhersteller mitteilte.>

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Pazifik 23.3.2018: Plastik-Müllhalde im Pazifik 1,6 Millionen km2 - 3x Frankreich
Pazifik: Müllstrudel größer als gedacht: Schwimmende Müllhalde umfasst 1,8 Billionen Abfallteile und 80.000 Tonnen Plastik
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-22560-2018-03-23.html

<Vermüllter Ozean: Der große Müllstudel im Pazifik ist seit den 1970er Jahren exponentiell gewachsen, wie eine neue Messkampagne enthüllt. Inzwischen ist der "Great Pacific Garbage Patch" dreimal so groß wie Frankreich und umfasst 1,8 Billionen Plastikteile – 250 für jeden Erdbewohner. Überraschend dabei: Unter den Abfallstücken sind viel mehr größere Teile als erwartet. Sie machen gut 90 Prozent der Masse aus, wie die Forscher im Fachmagazin "Scientific Reports" berichten.

Er ist die größte Müllhalde unseres Planeten: Im Great Pacific Garbage Patch sammelt sich so viel Plastik wie sonst nirgendwo im Meer. Ozeanströmungen treiben den Müll hier, nördlich des Äquators und auf halbem Weg zwischen Kalifornien und Hawaii zusammen. Doch wie viel Plastik hier tatsächlich im Meer treibt, wie groß dieser Müllstrudel inzwischen ist und woher der Kunststoff kommt, war bisher unklar.

Neue Daten liefert nun die bisher größte Vermessung des pazifischen Müllstrudels. Laurent Lebreton von der Ocean Cleanup Foundation in Delft und seine Kollegen haben dafür im Sommer 2015 den Müllstrudel mit 30 Schiffen gleichzeitig durchfahren und Proben der Wasseroberfläche genommen. Zusätzlich vermaßen zwei Forschungsflugzeuge das Gebiet von der Luft aus.

Dreimal so groß wie Frankreich

Das Ergebnis: Der Great Pacific Garbage Patch ist noch größer als zuvor angenommen – und seine Plastikmenge wächst exponentiell. Der Müllstrudel erstreckt sich inzwischen über 1,6 Millionen Quadratkilometer Meeresfläche – das entspricht der dreifachen Fläche Frankreichs. In diesem Areal schwimmen rund 80.000 Tonnen Plastikmüll im Wasser, das sind vier bis 16-mal mehr als bisher angenommen, wie die Forscher berichten.

1,6 Millionen Quadratkilometer Fläche bedeckt der Pazifische Müllstrudel inzischen

Die Zahl der Plastikstücke liegt bei 1,8 Billionen – auf jeden Menschen weltweit kommen damit rund 250 Plastikstücke im Müllstrudel. Wie die Schiffsmessungen ergaben, hat die Dichte des Müllstrudels in den letzten Jahrzehnten drastisch zugenommen: "Sie ist exponentiell gestiegen von 0,4 Kilogramm pro Quadratkilometer in den 1970er Jahren bis zu 1,23 Kilogramm pro Quadratkilometer im Jahr 2015", berichten die Wissenschaftler.

Erstaunlich viele große Stücke

Überraschend jedoch: Entgegen den Erwartungen bestand ein Großteil des Müllstrudels nicht aus Mikroplastik. Stattdessen machten größere Plastikstücke 92 Prozent der Gesamtmasse aus, nur acht Prozent waren Mikroplastik. "Wir waren überrascht, wie viele große Plastikstücke wir fanden", sagt Lebretons Kollegin Julia Reisser. Mit 46 Prozent hatten Reste von Fischernetzen den größten Anteil, gefolgt von mittelgroßen Stücken wie Plastikkisten, Aalreusen oder Flaschen.

"Unsere Ergebnisse verändern damit – erneut – unser Bild des großen Müllstrudels", sagt Lebreton.
"In den 1990ern hatten man die Vorstellung dieser riesigen Insel aus Plastik, auf der man fast schon laufen konnte." Das wandelte sich zum Bild eines Gebiets, in dem vor allem kaum sichtbare Mikroplastikteile umherschwimmen. "Jetzt sehen wir, dass die Wahrheit dazwischen liegt", so Lebreton. Denn auch wenn Mikroplastik in Bezug auf die Zahl der Partikel dominiert, machen größere Plastikteile den Großteil der Masse aus.



Vermessung des Pazifischen Müllstudels - das sind die Ergebnisse


Spuren des Japan-Tsunamis


Woher kommt der Plastikmüll? Auch dafür entdeckten die Wissenschaftler Hinweise: "Wir fanden 386 Objekte mit noch lesbaren Aufschriften", berichten sie. "Ein Drittel davon war japanisch beschriftet, ein weiteres knappes Drittel chinesisch. Der Rest verteilte sich auf neun weitere Länder." Die Forscher vermuten, dass ein Großteil des japanischen Plastikmülls beim Tohoku-Tsunami vom März 2011 ins Meer gespült und dann von Strömungen bis zum Müllstrudel transportiert worden ist.

Erstaunlich dabei: Gut die Hälfte des Plastikmülls scheint aus der Fischerei, Aquakultur und anderen marinen Quellen zu stammen. "Unsere Modelle sagen jedoch voraus, dass Plastikreste aus landbasierten Quellen dominieren müssten", sagen die Forscher. Sie vermuten, dass ein großer Teil des vom Land ins Meer gespülte Plastik nicht lange schwimmt.

Hohe Dunkelziffer

"Schwimmfähiges Plastik macht nur rund 60 Prozent der globalen Kunststoff-Nachfrage aus", so Lebreton und seine Kollegen. "Fast die Hälfte des in die Ozeane gelangenden Plastikmülls müsste daher schon kurz nach Freisetzung auf den Meeresgrund sinken." Tatsächlich belegen Studien, dass inzwischen selbst die europäische und arktische Tiefsee mit Kunststoffabfällen vermüllt sind.

"Es ist wichtig zu betonen, dass unsere Massen-Angaben konservative Schätzungen sind", sagen Lebreton und seine Kollegen. Denn viele Abfälle in den Randbereichen des Müllstrudels und unter der Oberfläche wurden kaum erfasst. Zudem repräsentieren die Daten nur einen kleinen zeitlichen Ausschnitt. Es sei durchaus möglich, dass der Müllstrudel beispielsweise zu anderen Jahreszeiten oder nach starkem Wind noch umfangreicher ist. (Scientific Reports, 2018; doi: 10.1038/s41598-018-22939-w)
(The Ocean Cleanup, 23.03.2018 - NPO)>

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1.4.2018: Plastikschaden im Ozean zerstört Seevögel - das Plastik muss aus dem Meer RAUS! - Medienstars kämpfen gegen den Plastikmüll
Der Umweltaktivist Ed Sheeran: Verbot von Plastik, rettet unsere Ozeane und Seevögel!
https://netzfrauen.org/2018/04/01/plastik-2/

<Kein Land kämpft zur Zeit so gegen den Plastikmüll wie Großbritannien, die Heimat von Ed Sheeran, der zurzeit in Neuseeland ist und dort für eine besondere Überraschung in seinem Kampf gegen den Plastikmüll sorgte. Wer nun glaubt, dass dies mit einem totalen Medienrummel begleitet wurde, der irrt sich. Es vergeht kein Tag, an dem nicht ein Song von Ed Sheeran im Radio gespielt wird, doch war Ihnen auch bekannt, dass sich Ed Sheeran für eine “ Perfect“ Umwelt einsetzt? „Kannst du helfen? Wir suchen Freiwillige, die unsere Albatrossküken füttern,“ so ein Aufruf der Royal Albatross Colony auf Neuseeland. Aber sicherlich hat keiner mit einem so berühmten Freiwilligen gerechnet: Ed Sheeran. Ed Sheeran half im Rahmen seines Besuchs auf der Otago Peninsula, kleine Pinguine zu füttern. Gleichzeitig machte er darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, den Ozean zu schützen. Er blieb weitgehend inkognito, sei sehr schüchtern und still gewesen und sein größter Wunsch sei es gewesen, als Freiwilliger, die kleinen Küken der Kororā, Zwergpinguine am Strand zu füttern.

Verbot von Plastik, rettet unsere Ozeane und Seevögel!

Warum erwähnen wir diese Geschichte, die sich am 30. März 2018 zugetragen hat? Wenn wir die Menschen endlich davon überzeugen wollen, dass etwas gegen den Plastikmüll getan werden muss, dann sind es solche Vorbilder, die genau das erreichen können.

Sein Foto auf Instagram, welches Ed zeigt, wie er ganz allein am Strand hockt und den Pinguin beobachtet, haben bereits 1.274.846 Menschen gelikt. Sei behutsam mit der Natur, so könnte die Botschaft auch lauten. Schreiben Sie einen Beitrag über Plastik und Seevögel und Sie erreichen nicht einmal die Hälfte der Menschen. Obwohl das Problem „Plastik“ bekannt sein sollte, wird weiterhin die Erde zugemüllt. „Verbot von Plastik, rettet unsere Ozeane und Seevögel“, so Ed Sheeran. Dazu braucht es keinen Medienrummel, es reicht oft nur ein Foto, so wie es Ed jetzt gemacht hat. Denn zahlreiche Pinguinarten sind gefährdet beziehungsweise vom Aussterben bedroht.

Plastik droht den Planeten zu überschwemmen, den Kampf, dieses zu stoppen, das versucht Ed Sheeran mit anderen Stars

In unserem Beitrag: Queen „goes green“ und das Aus für Plastikstrohhalme! haben wir Ihnen bereits berichtet, dass die britische Regierung Gesetze erlassen wird, die dafür sorgen sollen, dass die Insel plastikfrei wird. Nachdem Mikroplastik verboten wurde, geht es jetzt den Plastikstrohhalmen an den Kragen. Und sogar die Queen „goes green“.

Die Queen wurde von Sir David Attenborough inspiriert, sich an der Kampagne zu beteiligen, um den Gebrauch von Plastik zu reduzieren. Sie verbannte Strohhalme und Plastikflaschen, aber auch andere Plastikprodukte aus ihren Palästen. Der Buckingham Palace plant neue Abfallpläne und sagte, dass es den  „starken Wunsch“ gebe, das Problem auf höchster Ebene des königlichen Haushalts anzugehen.

Unterstützung bekommt Großbritannien auch von seinen Künstlern wie Ed Sheeran. Dass Ed Sheeran oft in geheimer Mission unterwegs ist, dürfte mittlerweile bekannt sein. Das zeigte er auch bereits 2017, als er für „Red Nose“ in Liberia war und dort auf die Straßenkinder aufmerksam machte. Er lernte einen Jungen kennen, der Schlimmes durchmachte und auf der Straße lebte. Heute lebt der Junge in einem Haus mit anderen Straßenkindern, welches Ed ihnen schenkte. Doch vielen dürfte nicht bekannt sein, dass Ed auch ein Umweltaktivist ist.

Zusammen mit Stars wie Bob Dylan, Coldplay, Beyonce, Pharrell Williams und anderen setzt er sich gegen Plastikmüll im Ozean ein. Die Einnahmen aus „Plastic​ Oceans Album​“ gehen zu 100% an eine Initiative, um den Plastikmüll in den Ozeanen zu stoppen. 

Durch globale Bemühungen könnte der Plastikmüll in den Ozeanen bis 2025 um 77% reduziert werden

Das waren die Forderungen des Ocean Plastic Crisis Summit, der am 20. Februar 2018 in London stattgefunden hat.  

In Februar 2017 wandte sich The Prince of Wales persönlich an die Bevölkerung, um auf den Plastikmüll hinzuweisen. Auch Prinz Charles ist als Umweltaktivist bekannt und er handelt auch danach. Spätestens, wenn man einmal in London war, sieht man die vielen Gärten, die zum Schutz der Bienen errichtet wurden.


[Verbot von Mikroplastik in Kanada, GB und Neuseeland]

Mittlerweile wurde ein Mikroplastik-Verbot in Kanada, Großbritannien und Neuseeland erlassen. Siehe:  Geht doch! Mikroplastik-Verbot in Kanada, Großbritannien und Neuseeland – Plastic Microbead bans come into impact in UK, Canada and New Zealand

Viele weitere Aktionen sind geplant oder wurden bereits umgesetzt. Und dank den Stars wie Ed Sheeran geht es schneller, als manche es geglaubt haben – „Perfect“ .

Gehe voran und bezwinge den Plastikkonsum, sorge dich um unsere Ozeane und kümmere dich um unsere Tierwelt – das ist unsere ganze Zukunft.

Foto: Facebook 

Netzfrau Doro Schreier>

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Was Plastik anrichtet – toter Wal vor Spanischer Küste hatte fast 30 Kilogramm Müll in seinem Magen und Darm – Plastic pollution likely killed whale found with nearly 30kg of rubbish in its stomach



https://netzfrauen.org/2018/04/18/57501/

Ein Pottwal, der an einem Strand in Spanien angeschwemmt wurde, starb aufgrund von fast 30 Kilogramm Müll, der sein Verdauungssystem blockierte.Bereits im Februar 2016 fanden Forscher in einem Pottwal, der ebenfalls in Spanien angeschwemmt wurde,  Plastik, und zwar 60 verschiedene Stücke. Ein Jahr darauf wurde ein toter Wal vor norwegischer Westküste angeschwemmt, dieser hatte 30 Plastiktüten in seinem Magen. Die Autopsie des toten Wales ergab: Plastiktüten, Netze, Seile, Plastiksäcke und sogar einen Plastikkanister im Magen und Darm.

Was Plastik anrichtet – toter Wal vor Spanischer Küste hatte fast 30 Kilogramm Müll in seinem Magen und Darm

Eine Autopsie des zehn Meter langen Jungwals wurde durchgeführt, nachdem er im Februar 2018  in der Nähe eines Leuchtturms in Murcia im Süden des Landes gefunden wurde.

Neunundzwanzig Kilogramm Müll, darunter Plastiktüten, Seile, Netze und vieles mehr , wurden vom örtlichen El Valle Wildlife Recovery Center aus dem Verdauungstrakt des Wals aufgefunden.

Der Wal hätte den Müll nicht verdauen oder ausscheiden können, so die  Experten, was zu seinem Tod führte.

Experten fanden heraus, dass die Innenwände des Bauches des Wals aufgrund einer bakteriellen oder Pilzinfektion entzündet war.

Der männliche Pottwal, eine gefährdete Art, wog über 6 Tonnen und leben normalerweise von Tintenfische und werden  im Durchschnitt 70 Jahre.alt.

Als Folge des Todes des Wales startete die Murcia-Regierung eine Kampagne gegen das Abladen von Plastikabfällen ins Meer. Die Küstengemeinde arbeitet daran, das Bewusstsein für das ständig wachsende Plastikproblem in den Ozeanen zu verschärfen.

In dem Pottwal, der im Februar 2016 in Spanien angeschwemmt wurde, fanden die Forscher Plastik und zwar 60 verschiedene Stücke. Diese Plastikteile sollen von den Gewächshäusern stammen, die in Massen vorkommen.

Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Tomaten, Gurken, Kopfsalat: Die industrielle Landwirtschaft hat dafür gesorgt, dass große Teile Südspaniens im Satellitenbild so aussehen, als hätte jemand eine gigantische Plastiktüte darüber gestülpt. Allein in den Erdbeerfeldern bei Huelva fallen jährlich 4500 Tonnen Plastikabfall an, der zum Recyclen in die USA verschifft wird. Da dieses mit hohen Kosten verbunden ist, landet auch Plastikabfall ins Meer. Darunter leiden auch die Meeresbewohner. Siehe auch: Gemüse aus dem Plastikgarten Europas – Ausbeutung, Lohndumping, Sklaverei, Pestizide, Genmanipulation

Es wird immer deutlicher, dass Plastik in unseren Ozeanen eine zentrale Bedrohung für das marine Leben in den kommenden Jahrzehnten darstellt. Es wird geschätzt, dass ca. 5 Billionen Plastikstücke auf der Grundlage einer aktuellen Studie in den Weltmeere schwimmen.

Laut einer Studie des World Economic Forum gibt es bis zum Jahr 2050  mehr Kunststoff als Fisch (nach Gewicht) im Ozean. Die Studie zeigt auch , dass bereits jetzt schon mindestens 150 Millionen Tonnen Müll im Ozean gibt.

Wir befinden uns zur Zeit auf Weltreise: Florida, Hawaii, Neuseeland, Australien, Singapur und Hongkong. Seit wir unterwegs sind, sehen wir überall nur Plastik. In den Supermärkten, beim Frühstück, an den Stränden und auch in den Wäldern. Überall lassen Menschen ihren Müll liegen oder es wurde Plastik angeschwemmt. Wir können nur immer wieder darauf hinweisen, dass man doch bitte auf Plastik verzichten möge. Auch selber kann man etwas tun, auf Eingepacktes verzichten.

Erst kürzlich haben wir über den Plastikwahn berichtet. Global werden pro Jahr nahezu 240 Millionen Tonnen Kunststoffe produziert. Allein 60 Millionen Tonnen Plastik werden in Europa produziert, das sind etwa 25 Prozent der globalen Produktion. Laut UNO gelangen 80 Prozent des Kunststoffmülls über Flüsse in die Ozeane. Unsere Meere sind voll von Plastikmüll und jetzt musste wieder ein Wal sterben.

Wir sind zur Zeit auf Hawaii und das finden wir vor – Plastik!  Das sind aktuelle Aufnahmen!

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27.4.2018:
Die größte Meeressäuberung der Geschichte kann losgehen
https://utopia.de/gegen-plastikmuell-im-meer-the-ocean-clean-up-startet-frueher-als-geplant-52156/

<Ein Video erklärt, wie „The Ocean Cleanup“ in etwa funktionieren soll:

Plastik-Reinigungsanlage für Meere "Ocean Cleanup"
Plastik-Reinigungsanlage für Meere "Ocean Cleanup" [1]


on

„The Ocean Cleanup“ ist dem Ziel, die Ozeane von Plastikmüll zu befreien, wieder ein Stück näher: Noch in diesem Sommer soll das Meeressäuberungs-Gerät im Pazifischen Müllstrudel seine Arbeit aufnehmen.

Der Pazifische Müllstrudel stellt die weltweit größte bekannte Ansammlung von (Plastik-)Müll in den Meeren dar. Neuesten Erkenntnissen zufolge soll der Müllstrudel zwischen Kalifornien und Hawaii, in dem sich aufgrund der Meeresströmungen besonders viel Abfall sammelt, bereits rund fünfmal so groß wie Deutschland sein und 1,8 Billionen Plastikteile enthalten.

Das Projekt „The Ocean Cleanup“, das der Niederländer Boyan Slat vor einigen Jahren als Teenager initiierte, hat sich zur Aufgabe gemacht, die Meere von Plastikmüll zu befreien. Nach mehreren Jahren der Prototyp-Entwicklung und -Tests wurde im Sommer 2017 ein Prototyp in der Nordsee installiert, der einige Änderungen im Design und Aufbau des „Meeresstaubsaugers“ testen sollte. Die Nordsee sei dabei der ideale Ort für die Tests, schrieb „The Ocean Cleanup“ auf dem Unternehmensblog: Wenn der Prototyp in den harschen Bedingungen der Nordsee bestehen könne, werde er sich auch im Pazifik bewähren.

Nach dem erfolgreichen Test in der Nordsee soll das „Ocean Cleanup“-System nun noch diesen Sommer im Pazifischen Müllstrudel installiert werden – es ist seit seiner Entdeckung 1997 der erste größere Versuch, diese Müllmasse zu beseitigen. Informationen des Mother Nature Network zufolge sollen die Bauteile des riesigen Systems in den kommenden Wochen von San Francisco aus in den östlichen Teil des Müllstrudels transportiert werden. Der Transport soll demnach etwa drei Wochen dauern und das Gerät im Spätsommer bereit sein, seine Arbeit aufzunehmen.

Die Experten von „The Ocean Cleanup“ glauben, dass ihr Meeressäuberungs-Gerät innerhalb von nur fünf Jahren die Hälfte des Müllstrudels beseitigen kann.

So funktioniert „The Ocean Cleanup“

Mit einem Gerät mit kilometerlangen Fangarmen will „The Ocean Cleanup“ ab diesem Sommer tonnenweise Plastikmüll aus dem Meer fischen. Dabei wird es von einer in 600 Metern Tiefe im Wasser treibenden Ankerkonstruktion an Ort und Stelle gehalten.

Die „Arme“ sind dabei ein bis zwei Kilometer lange Röhren. Eine Verlängerung nach unten funktioniert wie eine Art Sieb, das Müll an der Meeresoberfläche abfischt. Es soll allerdings nicht in der Lage ein, Mikroplastik aufzufangen. Für Fische soll das Gerät ungefährlich sein, da sie unter den Fangarmen durchschwimmen können. Der Plastikmüll, der an den Armen hängenbleibt, wird in regelmäßigen Abständen von Booten aufgesammelt und dann recycelt.

Boyan Slat: der Gründer von The Ocean Cleanup

The Ocean Cleanup ist wohl das bekannteste Meeressäuberungsprojekt. 2013 hatte der damals 18-jährige Boyan Slat das Unternehmen gegründet. Spätestens nach seinem Ted-Talk 2014 erhielten Boyan Slat und sein Start-up internationale Bekanntheit. Der Talk über Plastikmüll wurde auf YouTube über zwei Millionen Mal aufgerufen. Seit 2013 hat The Ocean Cleanup über 30 Millionen Dollar an Spenden eingesammelt, unter anderem durch Crowdfunding. Inzwischen ist Slat 23 Jahre alt – und hat ein Team von mehr als 60 Leuten hinter sich.>

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Epoch Times online, Logo

2.5.2018: LEBEN OHNE PLASTIK - z.B. Papierstrohhalme
Tetra Pak kündigt Papierstrohhalme an
https://www.epochtimes.de/lifestyle/essen-trinken/tetra-pak-kuendigt-papierstrohhalme-an-a2415444.html


<Der Verpackungshersteller Tetra Pak will Papierstrohhalme für seine Getränkekartons einführen. "Vor Ende des Jahres" will das Unternehmen eine Alternative zum Strohhalm aus Plastik anbieten.

Der Verpackungshersteller Tetra Pak will bald Papierstrohhalme für seine Getränkekartons einführen.

Das sei allerdings nicht leicht: „Es gibt tatsächlich eine Reihe von größeren Herausforderungen, einen Papierstrohhalm mit den erforderlichen Eigenschaften zu produzieren“, erklärte Tetra-Pak-Manager Charles Brand am Mittwoch. Dennoch will sein Unternehmen „vor Ende des Jahres“ eine Alternative zum Strohhalm aus Plastik anbieten.

Laut Tetra Pak tragen die Strohhalme zum Problem des Plastikmülls bei – wenn sie nicht richtig entsorgt werden. Das Unternehmen empfiehlt den Verbrauchern bisher, den Strohhalm in den leeren Karton zu schieben, um den Müll beisammen zu halten und so besser sammeln zu können.

Durchschnittlich bestünden die Verpackungen der Firma bereits aus 75 Prozent Karton, langfristig wolle Tetra Pak aber nur noch recycelbare Verpackungen anbieten, die aus erneuerbaren Rohstoffen bestehen. Vergangenes Jahr verkaufte Tetra Pak weltweit rund 188 Milliarden Verpackungen.

Die Ankündigung der Schweizer Firma kam einen Tag nach Medienberichten, wonach die EU-Kommission den Verkauf von Gabeln, Messern, Löffeln, Strohhalmen und Essstäbchen aus Plastik verbieten will. (afp)>

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Basler Zeitung online, Logo

18.5.2018: Trinkröhrchen aus Plastik werden in Neuenburg ab 2019 verboten sein - Umstellung auf Stahl-, Bambus- oder Papierröhrchen
Neuenburg verbietet Röhrli aus Plastik
https://bazonline.ch/schweiz/standard/neuenburg-verbietet-roehrli-aus-plastik/story/19839426

<Restaurants müssen künftig auf Trinkhalme aus Kunststoff verzichten. Weiterhin erlaubt sind ökologische Modelle.

Neuenburg verbietet als erste Schweizer Stadt Trinkhalme aus Plastik. Die Restaurants werden Sirups, Frappés und Cocktails künftig mit abwaschbaren oder kompostierbaren Röhrchen aus Stahl, Bambus oder Papier servieren.

«Neuenburg ist stolz darauf, die erste Stadt in der Schweiz zu sein, welche Schritte unternimmt, Plastik-Trinkhalme in den öffentlichen Lokalen zu verbieten», sagte die Neuenburger Gemeinderätin Violaine Blétry-de Montmollin am Freitag an einer Medienkonferenz. Das Verbot sollte ab Anfang Januar 2019 in Kraft treten.

Um die Restaurants und Bistros auf den Übergang vorzubereiten, hat die Stadt eine Ansporn- und Sensibilisierungskampagne lanciert: Die öffentlichen Lokale können gratis ein Set von 400 kompostierbaren Trinkhalmen bestellen. Zudem erhalten sie Plakate und Aufkleber, um die Kunden zu informieren und zu sensibilisieren.

Positives Echo

GastroNeuchâtel unterstützt die Initiative. Und auch bei den Restaurantbesitzern sei das Vorhaben gut aufgenommen worden, sagte Blétry-de Montmollin.

Lanciert worden war das Projekt im April von der Vereinigung «En Vert et contre tout» für die ganze Romandie. Seither hätten sich rund 15 Neuenburger Lokale entschieden, bei der Initiative mitzumachen, sagte Blétry-de Montmollin. Dieses positive Echo habe die Stadtregierung schliesslich überzeugt, den Schritt zu machen und die Plastik-Trinkhalme in allen öffentlichen Lokalen zu verbieten.

Symbol der Wegwerfgesellschaft

«Der Trinkhalm ist das Symbol unserer Wegwerfgesellschaft», sagte Leïla Rölli, Gründerin der Vereinigung «En Vert et contre tout». Die Umstellung sei einfach, ökonomisch und ermögliche es allen, im Alltag eine kleine Geste zu Gunsten der Umwelt zu machen.

Um den Kindern und Liebhabern von Frappés, Mojitos und anderen Cocktails nicht den Spass zu verderben, schlägt Rölli Alternativen vor: So gibt es etwa essbare Trinkhalme auf der Basis von Algen mit verschiedenen Geschmacksaromen. Abwaschbare Trinkhalme werden aus Glas, rostfreiem Stahl, Bambus oder Hartplastik hergestellt. Die kompostierbaren Varianten sind aus Papier.

Kein Plastik mehr im Königreich

In den Augen der Umweltschutzorganisationen sind weggeworfene Trinkhalme aus Plastik eine Plage für den Planeten. Sie gehörten zu den häufigsten Abfällen, die am Boden und im Wasser gefunden würden. Gemäss Zahlen des Magazins «National Geographic» verbrauchen die Amerikaner tagtäglich 500 Millionen Trinkhalme.

Seit einigen Jahren verzichten aufgrund eines gestiegenen Umweltbewusstseins aber immer mehr Staaten und Städte auf Wegwerf-Geschirr aus Plastik.

So hat etwa Königin Elisabeth II. dem Plastik den Krieg erklärt und das Material aus allen Domänen der königlichen Anwesen verbannt, Trinkhalme inklusive. In Toronto und Vancouver in Kanada verzichten ebenfalls immer mehr Restaurants und Kantinen auf Wegwerf-Trinkhalme. (oli/sda)>

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Infosperber online, Logo

30.5.2018: Abfall-Restaurant McDonald will weiterhin Plastikröhrchen verbrauchen
500‘000 Unterschriften lassen McDonald's kalt
https://www.infosperber.ch/Artikel/Umwelt/500000-Unterschriften-lassen-McDonalds-kalt

<Red. / 30. Mai 2018 - McDonald's hält die Abschaffung von Plastikröhrchen zum Schutz der Umwelt für «unnötig und überflüssig». Zumindest vorerst.

McDonald's will auf Plastik-Trinkhalme verzichten – aber auf keinen Fall sofort und schon gar nicht verbindlich. Die Aktionäre des Fast-Food-Konzerns jedenfalls lehnten deren Abschaffung am 24. Mai mit mehr als 92 Prozent der Stimmen ab, berichtet unter anderen die BBC. Das ist kein Zufall: Allein schon in Grossbritannien werden in den McDonald's-Lokalen jährlich 1,3 Milliarden Plastikröhrchen gebraucht – und weggeworfen.

Die McDonald's Firmenleitung hatte empfohlen, den Antrag eines Kleinaktionärs abzulehnen, denn er sei «unnötig und überflüssig». Man arbeite ohnehin ständig daran, die Verpackungen umweltfreundlicher zu machen. Das schliesse auch Trinkhalme mit ein, schrieb der Konzern in seinem Kommentar. Derzeit würden von deren Abschaffung weder Aktionäre noch Kunden profitieren.

Die Umwelt muss noch sieben Jahre warten

Eine halbe Million Unterschriften, die die Umweltschutzgruppe «SumOfUs» per Online-Petition für die Abschaffung der Plastikröhrchen gesammelt hatte, liessen die Firmenleitung dabei kalt.

Das Resultat der Abstimmung sei «keine Überraschung», kommentierte «SumOfUs» gegenüber der BBC. Überraschend dagegen: In britischen Filialen gibt es Plastikröhrchen seit kurzem nur noch auf Verlangen. Auf längere Sicht wird das Anliegen wohl dennoch umgesetzt werden. Bis 2025 will McDonald's alle Trinkhalme aus erneuerbaren oder recycelten Materialien herstellen.

Aber warum denn die Abschaffung der Plastikröhrli nur so langsam? Die Stadt Neuenburg hat sie in allen Restaurants der Stadt bereits verboten.

Merke: Weder die McDonald's-Aktionäre noch die McDonald's-Kunden profitieren von einer Abschaffung der Plastikröhrchen. Und was ist mit den Vögeln?

Siehe dazu:

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Infosperber online, Logo

31.5.2018: GB-Parlament in London verbietet Wegwerf-Plastik im Parlament
Plastik: Britisches Parlament geht mit Beispiel voran
https://www.infosperber.ch/Artikel/Umwelt/Plastik-Britisches-Parlament-geht-mit-Beispiel-voran

<Daniela Gschweng

Red. / 31. Mai 2018 - Als Massnahme gegen Plastikmüll haben die Abgeordneten Wegwerf-Plastik im britischen Parlament verboten.

Die beiden Kammern des britischen Parlaments wollen den Plastikverbrauch einschränken und fangen damit bei sich selbst an. Bis 2019 soll Wegwerfplastik vom Parlamentsgelände verschwunden sein.

Plastikstrohhalme, -taschen, -geschirr und -besteck werden bis 2019 abgeschafft, kündigte das «House of Commons» (Unterhaus) am 15. Mai 2018 an. Die Regelung betrifft 1‘450 Abgeordnete, 2‘500 Angestellte des Parlaments sowie jährlich etwa eine Million Besucher (BBC). Sofort eingestellt wurde der Verkauf von Wasser in Plastikflaschen. 125’000 Flaschen wurden aus dem Verkauf genommen, dafür wird die Zahl der Wasserspender erhöht.

Weg mit Plastikbechern und plastikfreies Catering

Heissgetränke werden in Zukunft für eine Gebühr von 25 Pence (etwa 30 Rappen) in kompostierbaren Bechern angeboten. Dazu werde es Tassen zu kaufen geben. Das Unterhaus wird folgen. Bei Veranstaltungen soll in Zukunft plastikfrei gecatert werden.

Die Abgeordneten wollen dabei mit gutem Beispiel vorangehen. «Das Parlament hat die schädliche Wirkung von Einweg-Plastik auf die Umwelt erkannt und muss Vorreiter darin sein, unsere ökologische Zukunft höher zu gewichten als Bequemlichkeit», sagte Lord Laming, Vorsitzender des Service-Komitees im Oberhaus gegenüber dem «Guardian».

Im Bundeshaus schon Realität

Das britische Parlament reiht sich damit ein in eine ganze Anzahl britischer Arbeitgeber, die Plastik verbannen wollen. Im Februar 2018 kündigte beispielsweise die BBC an, bis 2020 plastikfrei sein zu wollen.

Ein Schritt, den das Schweizer Parlament schon vollzogen hat: Im Bundeshaus gibt es weder Plastikbesteck noch -geschirr, teilten die Parlamentsdienste auf Anfrage mit.

Einzige Ausnahme seien frische Fruchtsäfte in PET-Flaschen und die Ausgabe von PET-Wasserflaschen an öffentlichen Anlässen. Getränke für Sitzungsteilnehmer gebe es nur in Glasflaschen und Porzellantassen, bestätigte ein Gast.

Kompost-Müll und umweltfreundliche Verpackung

Im britischen Parlament sollen neue Richtlinien zusätzlich dafür sorgen, dass Lieferungen an und vom Parlament umweltfreundlich verpackt werden. Kompostierbarer Abfall soll in Zukunft getrennt gesammelt werden, dafür gibt es 800 zusätzliche Müllbehälter. Die angekündigten Schritte seien «als Teil einer Strategie zu verstehen, die Umwelt weniger zu belasten», sagte das Parlament. Dies schliesse Massnahmen zum Wasserverbrauch, zur Energieeffizienz und zur Reduzierung von Müll ein.

Weitere Schritte gegen Plastikmüll angemahnt

Der Abgeordneten Mary Creagh, Vorsitzende des Umweltkontrollausschusses, geht die Veränderung noch nicht weit genug. Sie mahnte die Regierung, in Grossbritannien auch Massnahmen wie die Einführung einer «Café-Latte-Gebühr» sowie ein generelles Pfandsystem für Plastikflaschen umzusetzen und dafür zu sorgen, dass Plastikproduzenten verpflichtet werden, ihre Produkte zu recyclen.>

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Absoluter Skandal 1.6.2018: Abgelaufene Lebensmittelvernichtung mit Plastikverpackung: Gärreste landen mit Plastik auf den Feldern
Umweltminister wollen Plastik-Verbot auf Feldern
https://www.epochtimes.de/wirtschaft/umweltminister-wollen-plastik-verbot-auf-feldern-a2453520.html

<Grünen-Politiker Habeck will sich gegen das Schreddern von Lebensmitteln mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum einsetzen. Diese werden mit Verpackung geschreddert und in Biogasanlagen vergoren. Der Rest wird auf Feldern als Dünger eingesetzt.

Robert Habeck, grüner Umweltminister von Schleswig-Holstein, will sich gemeinsam mit seinem baden-württembergischen Amtskollegen auf der Umweltministerkonferenz am 6. Juni in Bremen für das Verbot einer unappetitlichen Entsorgungspraxis einsetzen: Lebensmittel mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum werden bislang mit Verpackung geschreddert und in Biogasanlagen vergoren.

Das berichtet der „Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe. Die Gärreste, in denen oft noch Plastik enthalten ist, werden auf Feldern als Dünger eingesetzt.

Bundesweit werden jedes Jahr Hunderttausende Tonnen nicht mehr haltbare Lebensmittel bei den Discountern abgeholt und samt ihren Verpackungen von Entsorgern zerkleinert. Die dabei entstehende Masse erzeugt anschließend in Biogasanlagen oder Faultürmen von Klärwerken Strom. Plastikreste werden dabei nicht immer zuverlässig entfernt.

Werden die Reste der vergorenen Masse auf Felder ausgebracht, dürfen immerhin 0,5 Prozent Fremdstoffe enthalten sein. Im März waren Plastikschnipsel in großem Umfang aus einer Kläranlage der Stadtwerke Schleswig in den Ostseearm Schlei geraten.

Die Stadtwerke hatten für den Faulturm ihrer Anlage Abfälle des Lebensmittelentsorgers Refood bezogen, in denen sich noch Verpackungsreste befanden. Das Landeskriminalamt Kiel ermittelt gegen die Stadtwerke Schleswig und gegen Refood wegen des Verdachts der fahrlässigen Gewässerverunreinigung. (dts)>

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5.6.2018: Plastik im Pazifik - 2 Strudel und ein Plastikkontinent mit Plastik aus Latein-"Amerika"
Franzose durchschwimmt Pazifik: 9000 Kilometer vorbei an Haien, Wellen und Müll
http://www.20min.ch/panorama/news/story/Knapp-9000-Kilometer-vorbei-an-Haien--Riesenwellen-und-Plastikmuell-28040901

Karte des Pazifiks mit den Müllzonen 2018
Karte des Pazifiks mit den Müllzonen 2018

<Der Extremschwimmer Benoît Lecomte will in sechs bis acht Monaten den Pazifik durchqueren. Er hat eine spezielle Methode, um nicht verrückt zu werden.

Den Atlantik hat er bereits vor 20 Jahren durchschwommen – nun will es der Franzose Benoît Lecomte mit dem riesigen Pazifik aufnehmen. Am Dienstag ist der 51-Jährige von der japanischen Ostküste gestartet, um monatelang schwimmend Gefahren wie Haien oder Riesenwellen zu trotzen. «Ich mag es, meine persönliche Grenze auszudehnen», sagte Lecomte kurz vor dem Beginn des Abenteuers. Ihm geht es aber auch um den Schutz der Meere: Er will auf die riesigen Mengen Plastikmüll aufmerksam machen, die im Pazifik treiben.

«Als ich klein war und mit meinem Vater am Strand spazieren ging, habe ich kein Plastik gesehen oder fast keins», erzählt Lecomte. Wenn er heute mit seinen Kindern am Strand sei, sehe er hingegen dauernd Plastikmüll. Und bei seiner Pazifik-Durchquerung wird er durch den sogenannten Plastikkontinent schwimmen, wo sich im Meer riesige Mengen Plastik auf einer Fläche angehäuft haben, die drei Mal so gross wie Frankreich ist.

«Das ist ein enormes Problem, aber auch ein Problem, das wir lösen können, weil wir es verursacht haben», sagt Lecomte. Sein Begleitteam will regelmässig Wasserproben nehmen, um Erkenntnisse über die Belastung mit Mikroplastik zu gewinnen.

8000 Kalorien pro Tag

Der 51-Jährige plant, ausgerüstet mit Neoprenanzug, Schnorchel und Flossen täglich acht Stunden lang zu schwimmen – eine riesige körperliche Anstrengung, bei der er mehr als 8000 Kilokalorien pro Tag verbrauchen dürfte. Anschliessend schöpft Lecomte auf seinem 20 Meter langen Begleitschiff «Discoverer» Kraft, indem er sich ausruht, isst und schläft.>

Kommentar: Plastik ersetzen - Bakterien fressen es
Die Politik kann Plastik verbieten und ersetzen. Und es gibt plastikfressende Bakterien. Aber in Latein-"Amerika" denken die Regierungen nur an Bibel und Propaganda. Deswegen sind diese Plastikstrudel da...
Michael Palomino, 5.6.2018

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8.6.2018:
Mikroplastik von der Antarktis bis zum Mittelmeer
https://www.epochtimes.de/wissen/forschung/mikroplastik-von-der-antarktis-bis-zum-mittelmeer-a2459442.html

<Selbst in den entlegensten Gegenden der Welt findet sich Schmutz aus der Zivilisation. Eine Greenpeace-Expedition brachte Wasserproben aus der Antarktis mit - und fand darin Mikroplastik und Chemikalien. Im Mittelmeer ist die Lage inzwischen besonders schlimm.

Plastikmüll breitet sich immer mehr in alle Winkel der Welt und auch bis in letzte unberührte Regionen aus. Selbst die Lebensräume der Antarktis sind bereits mit kleinsten Plastikteilchen und umweltschädlichen Chemikalien belastet, wie Untersuchungen der Umweltorganisation Greenpeace ergaben.

Im Mittelmeer wiederum schwimmen laut WWF bereits Rekordmengen an Plastikmüll – und die Scharen von Touristen, die im Sommer die Strände bevölkern, verschärften die Lage noch, schreibt der WWF einem Report zum Tag der Meere am Freitag (8. Juni).

„Auf das Plastikmüllproblem müssen wir eine globale Antwort finden. Wir brauchen ein „Paris-Abkommen für den Ozean“, das die Verschmutzung der Weltmeere stoppt“, sagte Heike Vesper, Leiterin Meeresschutz beim WWF Deutschland, unter Anspielung auf das internationale Klimaschutzabkommen.

Greenpeace hatte in der Antarktis bei einer dreimonatigen Expedition Anfang des Jahres Wasser und Schnee untersucht. In sieben von acht Wasserproben fanden sich Spuren von Mikroplastik, die zum Beispiel aus Kleidung oder von Fischernetzen stammen. Zudem waren in sieben von neun Schneeproben giftige Chemikalien zu finden, die unter dem Kürzel PFAS oder PFC bekannt sind. Sie werden beispielsweise verwendet, um Outdoor-Bekleidung zu beschichten und bleiben über Jahre in der Umwelt, wie Greenpeace am Donnerstag in Hamburg mitteilte.

„Die Antarktis mag uns als unberührte Wildnis erscheinen, doch auch dieses Ende der Welt ist schon verschmutzt durch Umweltgifte der Textilindustrie und die Rückstände des Plastikwahnsinns“, sagt Thilo Maack, Meeresexperte bei Greenpeace. Die Ergebnisse fügten sich in einige ähnliche Untersuchungen ein, die aber in anderen Regionen der Antarktis erhoben wurden. Die Arktis sei besser untersucht.

Mikroplastik und chemische Schadstoffe werden durch Wind und Meeresströmungen sowie über die Atmosphäre in entlegene Regionen getragen und bleiben teils Jahrzehnte in der Umwelt. Über die Nahrung können sie sich in Organismen wie Pinguinen, Robben und Walen anreichern.

Neben den Mikroplastikproben fanden die Umweltschützer zwischen den Eisbergen auch Plastikmüll der Fischerei wie Bojen, Netze und Planen. „Überall in unseren Ozeanen findet sich Plastik, von der Antarktis über die tiefsten Meeresgräben bis zur Arktis“, sagte Maack. „Die Regierungen müssen Maßnahmen initiieren und durchsetzen, die bei der Produktion ansetzen, damit diese Schadstoffe gar nicht erst in die Meere gelangen.“ Das vorgeschlagene EU-Verbot von Einmalplastik könne dabei nur der Anfang sein.

Laut WWF bedroht Plastik weltweit etwa 700 Meerestierarten. Betroffen seien allein im Mittelmeer Dutzende Fischarten sowie alle drei heimischen Meeresschildkrötenarten, Seevögel sowie Wale und Delfine. 18 Prozent der Thunfische und Schwertfische hätten Plastik im Magen.

Gerade das Mittelmeer, das fast vollständig von besiedelten Küsten umgeben sei, drohe zu einer „Plastikfalle“ zu werden. Obwohl es nur rund ein Prozent des Wassers auf der Erde enthalte, fänden sich Hochrechnungen zufolge darin sieben Prozent des weltweiten Mikroplastiks. Die Konzentration dieser Kunststoffpartikel sei im Mittelmeer fast viermal so hoch wie die des „Plastikwirbels“ im nördlichen Pazifik. Sie liege bei bis zu 1,25 Millionen Fragmenten pro Quadratkilometer.

Der Abfall stamme vor allem aus der Türkei und Spanien, gefolgt von Italien, Ägypten und Frankreich. Zu 95 Prozent bestehe der im Wasser und an Stränden gefundene Müll aus Kunststoff. Hauptursache sei das lückenhafte Abfallmanagement vieler Anrainer. Es gebe ungesicherte Mülldeponien und Abfall werde illegal in Flüssen entsorgt.

Der Tourismus treibe die Belastung weiter hoch. Im Mittelmeerraum lebten 150 Millionen Menschen, alljährlich reisen zudem 320 Millionen Urlauber an. Nach vom WWF zitierten Studie erhöhen die Touristen die Plastikmüll-Menge um 40 Prozent. Eine andere Untersuchung kam für die Insel Kos zu dem Schluss, dass 70 Prozent der jährlichen Abfälle während der Reisemonate von April bis Oktober anfallen. „Hotels und Schiffe müssen wirksame interne Abfallsammelsysteme einrichten und den Müll vollständig trennen. Wir können nicht zulassen, dass das Mittelmeer in Plastik ertrinkt“, forderte Vesper. (dpa)>

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Kronenzeitung              online, Logo

8.6.2018: Die kriminellen Katholiken versauen ihr Mittelmeer mit Plastikflaschen und Plastiktüten
Experte schlägt Alarm: „Das Mittelmeer droht zur Plastikfalle zu werden“
https://www.krone.at/1719844

<Das Mittelmeer geht laut der Umweltorganisation WWF in Plastik förmlich unter. Besonders für Mikroplastik seien wahre Rekordmengen nachgewiesen worden, wie zum Tag der Meere am Freitag mitgeteilt wurde. Die Konzentration der winzigen Kunststoffpartikel sei fast vier Mal so hoch wie im nördlichen Pazifik. Bis zu 1,25 Millionen Fragmente finden sich pro Quadratkilometer.

Der im Mittelmeer und an seinen Stränden gefundene Abfall bestehe zu 95 Prozent aus Kunststoff, hauptsächlich aus der Türkei und Spanien, gefolgt von Italien, Ägypten und Frankreich. Die Beliebtheit als Urlaubsziel verschärfe das Problem. „Während der Sommermonate steigern jährlich 320 Millionen Touristen die Abfallbelastung des Meers um 40 Prozent“, kritisierte der WWF.

„Europa muss seine Struktur für Entsorgung verbessern“
„Das Mittelmeer ist fast vollständig von besiedelten Küsten umgeben und droht zu einer Plastikfalle zu werden“, sagte Axel Hein, Meeresbiologe des WWF Österreich. „Durch ungesicherte Mülldeponien in Meeresnähe, illegale Abfallentsorgung in Flüsse, aber auch touristische Aktivitäten gelangt der Plastikmüll ins Mittelmeer.“ Hauptverantwortlich seien Lücken im Abfallmanagement der meisten Anrainerstaaten. Flüsse tragen Abfälle dann ins Meer - vor allem der Nil, der Ebro, die Rhone, der Po und die türkischen Flüsse Ceyhan und Seyhan.

„Europa produziert enorme Mengen Plastikmüll und muss seine Struktur für Abfallentsorgung und Recycling verbessern“, forderte Hein. „Auch der Tourismussektor ist gefragt und sollte den Ausbau der Infrastruktur in den Destinationen unterstützen. Hotels und Schiffe müssen wirksame interne Abfallsammelsysteme einrichten und den Müll vollständig trennen.“

Starke Belastung für die Tierwelt
In der Tierwelt des Mittelmeers habe das Problem deutliche Spuren hinterlassen. 18 Prozent der Thunfische und Schwertfische haben laut WWF Plastik im Magen, vor allem Zellophan und PET. Im Pelagos-Walschutzgebiet im nordwestlichen Mittelmeer seien mehr als 56 Prozent des Planktons schwer verunreinigt. Finnwale, die Wasser durch ihre Barten filtern, seien im Schutzgebiet fast fünfmal stärker mit Schadstoffen belastet als in weniger verschmutzen Regionen.

Weitere Fakten laut WWF: Das Mittelmeer gilt als sechstgrößtes Sammlungsgebiet für Meeresmüll. Es enthält ein Prozent des Wassers auf der Erde, aber sieben Prozent des weltweit verteilten Mikroplastiks.

Bis zu 150 Plastikfragmente in Tiermägen
134 Tierarten sind betroffen. So hätten alle im Mittelmeer lebenden Meeresschildkrötenarten Kunststoffe aufgenommen. Bis zu 150 Plastikfragmente wurden in den Mägen einiger Tiere gefunden. Im Mittelmeerraum leben 150 Millionen Menschen, die mit 208 bis 760 Kilogramm Müll pro Kopf und Jahr zu den weltweiten größten Verursachern fester Siedlungsabfälle zählen.

2016 produzierten die 28 EU-Staaten gemeinsam mit Norwegen und der Schweiz 60 Millionen Tonnen Plastik und erzeugten 27 Millionen Tonnen Plastikmüll. Nur 31 Prozent des Müllaufkommens wurden laut WWF recycelt, 27 Prozent kamen auf Deponien, der Rest wurde verbrannt.>

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Plastikschaden in Thailand:

Netzfrauen online, Logo

Thailand 8.6.2018: Walfisch mit 80 Plastiktüten im Bauch - tot
Schrecklich, schon wieder stirbt ein Wal, der 80 Plastiktüten gefressen hatte – Heartbreaking! Again a Whale dies after eating 80 plastic bags
https://netzfrauen.org/2018/06/08/whale/

<Schon wieder starb ein Wal grausam, weil er Plastik gefressen hatte. Ungefähr 80 Plastiktüten wurden in einer Operation aus seinem Bauch in Thailand entfernt und bereits während des Rettungsversuches erbrach der gestrandete Wal fünf Plastiktüten. Erst kürzlich verendete ein Pottwal, der an einen Strand in Spanien angeschwemmt wurde, auf Grund von fast 30 Kilogramm Plastikmüll, der sein Verdauungssystem blockierte. Der in Thailand gestrandete kleine Grindwal hatte etwa 8 Kilogramm in seinem Bauch und starb nur wenige Tage vor dem Welt-Ozean-Tag. Der 8. Juni ist der Tag des Meeres zur Erhaltung und zum Schutz der Ozeane. Doch das Massensterben der Wale geht weiter, denn zur gleichen Zeit, als der Wal in Thailand auf Grund von Plastik verendete, strandeten in Neuseeland  12 tote Pottwale aus unerklärlichen Gründen.

Erneut stirbt ein Wal, nachdem er 80 Plastiktüten gefressen hatte, diesmal in Thailand

Anfang Juni wurde ein kleiner männlicher Grindwal in einem thailändischen Kanal in der Nähe der Grenze zu Malaysia gefunden. Er konnte weder schwimmen noch atmen. Man versuchte, das Tier zu retten, und spannte Schirme auf, um seine Haut vor Sonnenstrahlen zu schützen. Schon da erbrach der Wal fünf Plastiktüten, doch auch weitere Rettungsversuche waren vergeblich. Nach fünf Tagen verstarb der Wal.

Eine Obduktion ergab, dass mehr als 17 Pfund Plastik den Magen des Wals verstopft hatten, was es unmöglich machte, lebensnotwendige Nahrung aufzunehmen .

Ungefähr 80 tropfnasse, schwarze Plastiktüten säumten den Boden eines Operationssaals in Thailand, nachdem sie aus dem Bauch des gestrandeten Wals gezogen wurden.

Laut Regina Asmutis-Silvia vom  Whale and Dolphin Conservation  sei dieser Fall ein erschreckendes Bild eines größeren Problems und zwar mit Plastik, das unsere Ozeane verschmutzt.

Wie viele Wale auf Grund von Plastik sterben, weiß niemand, denn nicht alle stranden, viele sterben im Ozean.

Es wird immer deutlicher, dass Plastik in unseren Ozeanen eine zentrale Bedrohung für das marine Leben in den kommenden Jahrzehnten darstellt. Es wird geschätzt, dass ca. 5 Billionen Plastikstücke auf der Grundlage einer aktuellen Studie in den Weltmeeren schwimmen.

Wir befinden uns zurzeit auf Weltreise: Florida, Hawaii, Neuseeland, Australien, Singapur und Hongkong. Seit wir unterwegs sind, sehen wir überall nur Plastik. In den Supermärkten, beim Frühstück, an den Stränden und auch in den Wäldern. Überall lassen Menschen ihren Müll liegen oder Plastik wurde angeschwemmt. Wir können nur immer wieder darauf hinweisen, dass man doch bitte auf Plastik verzichten möge. Auch selbst kann man etwas tun, nämlich auf Eingepacktes verzichten.>

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Sputnik Ticker online, Logo

9.6.2018: Einweg-Plastikbecher abschaffen - der Mehrwegbecher (Pfandbecher) bewährt sich
Der Mehrwerfbecher im Test: Wodkafest und umweltfreundlich
https://de.sputniknews.com/panorama/20180609321081319-wodka-umweltschutz-humor/

<Fast drei Milliarden Kaffeebecher landen in Deutschland jährlich im Müll. Regelmäßig läuten deswegen die Alarmglocken. Aber da draußen gibt es auch längst Lösungen wie Mehrwegbecher oder Pfandbecher, die bei teilnehmenden Cafés abgegeben werden können, oder Stationen, die die Mehrwegbecher wieder annehmen. Sputnik hat einen solchen Becher getestet.>

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Schweizer Fernsehen online,              Logo

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kompostieranlagen kämpfen immer mehr mit Plastikabfall im Grüngut. So würden zum Beispiel verdorbene Lebensmittel inklusive Plastikverpackung in die Grüngut-Tonne geworfen.
  • Die Grünverwertung KEWU aus dem Kanton Bern musste einen zusätzlichen Mitarbeiter anstellen, der von Hand Plastik und andere Fremdstoffe zwischen Rüstabfällen, Gras und Laub herausfischt.
  • Ab nächster Woche sollen Grüngut-Container in den KEWU-Gemeinden, welche Plastik enthalten, nicht mehr geleert werden. So sollen die Verursacher auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht werden.

Die Grüngutverwertung KEWU aus Krauchthal in der Nähe der Stadt Bern musste Anfang Jahr einen zusätzlichen Mitarbeiter anstellen, der Fremdstoffe wie Plastik aus dem gesammelten Grüngut herausfischt.

Der Grund: Aus den 13 Gemeinden, welche der KEWU angeschlossen sind, wurde immer mehr Grünabfall angeliefert, der mit Plastik verunreinigt war. «Das Problem ist, dass der Plastik im Kompostier- und Vergärungsprozess nicht abgebaut wird, sondern am Schluss als kleine Schnipsel wieder auf den Feldern oder Gärten landet», sagt Daniel Trachsel, Administrativer Leiter der KEWU. Es hätten auch schon Bauern wegen verunreinigtem Kompost reklamiert, so Trachsel.

Mitarbeiter, der Plastik aussortiert

Er habe schon Gummistiefel, Badehosen, Golf- und Tennisbälle gefunden, erzählt der KEWU-Mitarbeiter im SRF-Konsumentenmagazin «Espresso». Und natürlich ganz viele sogenannte Raschelsäcke der Grossverteiler.

Diese Säckli, die seit einiger Zeit fünf Rappen kosten, würden sehr oft mit den kompostierbaren Compobags verwechselt, sagt Andreas Utiger, Geschäftsführer von Biomasse Suisse: «Die Compobags haben ein grünes Gitter aufgedruckt. Trotzdem werden sie mit den Raschelsäcken verwechselt.»

Für Utiger ist es der Aufdruck auf den Raschelsäcken, der die Leute täuscht: «Es steht gross 100 Prozent Recyclingplastik drauf. Dies verwirrt die Leute, sie meinen, diese Säcke seien kompostierbar. Doch das stimmt nicht.» Immerhin hätten Migros und Coop nun noch den Hinweis «Nicht kompostierbar» aufgedruckt. Trotzdem landen die Säcke immer noch in der Grüngutverwertung.

Container werden nicht mehr geleert

Da fast alle Grüngutverwerter in der Schweiz mit zu viel Plastik kämpfen, versucht der Verband Biomasse Suisse mit Informationskampagnen Gegensteuer zu geben. Es seien vor allem Container in anonymen Grossüberbauungen betroffen, sagt Utiger. Diese Bewohner zu erreichen sei schwierig.

Die KEWU wird ab nächster Woche Grüncontainer, die Plastik enthalten, nicht mehr leeren und einfach stehen lassen. «So erhoffen wir uns, dass bei den Leuten ein Umdenken stattfindet», sagt Daniel Trachsel. Die Container würden zusätzlich mit einem Kleber versehen, der darauf hinweist, dass Plastik im Grüngut nicht erlaubt ist.>

Links: SRF 1 Ratgeber: Balkonkompost selber machen

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20 minuten online, Logo

15.6.2018: McDonalds in GB und Irland stellt ab September 2018 von Plastikstrohhalm auf Papierstrohhalm um
Geht doch! - McDonald's ersetzt seine Plastik- mit Papierröhrli
http://www.20min.ch/panorama/news/story/McDonald-s-ersetzt-seine-Plastik--mit-Papierroehrli-15655267

<1,8 Millionen Plastikröhrli verbraucht McDonald's täglich allein in Grossbritannien. Ab Herbst ist damit nun Schluss, ab dann gibts Trinkhalme aus Papier.

Die Fast-Food-Kette McDonald's hat angekündigt, ihre Röhrli durch solche aus Papier zu ersetzen. Ab September und zuerst nur für die Restaurants in Irland und Grossbritannien, wo 1,8 Millionen Röhrli verbraucht werden – pro Tag.

McDonald's wolle unter anderem mit dieser Massnahme sein globales Ziel erreichen, 100 Prozent seiner Verpackungen aus nachhaltigen Rohstoffen produzieren zu lassen, hiess es – ein ambitioniertes Ziel für einen Konzern, dessen Konzept auch auf dem Wegwerf-Prinzip gründet.

McDonald's Schweiz «beobachtet Entwicklung»

Der Entscheid für die Papierröhrli geht auf einen Test zurück, der Anfang Jahr in einigen Filialen durchgeführt wurde, wie die BBC berichtet. Der britische Umweltminister Michael Gove begrüsste den Schritt als «gutes Beispiel für andere grosse Konzerne».

McDonald's will die Papierröhrli nun auch in ausgewählten Restaurants in den USA, Frankreich und Norwegen testen.
Langsamer geht es McDonald's Schweiz an: «Wir beobachten die Entwicklung in den anderen Märkten und sind mit dem globalen Umwelt- und Verpackungsteam in Kontakt», hiess es auf Anfrage von 20 Minuten.

Plastikfreie Parlamente

Beim Kampf gegen Plastikmüll will auch das Europaparlament mit gutem Beispiel vorangehen. Dazu sollen Wasserflaschen aus Plastik künftig aus den Räumen der EU-Volksvertretung verbannt werden.

Ein Schritt, den auch das britische Parlament kürzlich beschlossen hat: Plastikröhrli, Plastiktaschen, Plastikgeschirr und -besteck werden dort bis 2019 abgeschafft.
Und die Schweiz? Ist ganz vorne mit dabei: Im Bundeshaus gibt es laut «Infosperber» weder Plastikbesteck noch -geschirr.

Dieser Artikel bzw. das Video entstand im Rahmen einer Content-Kooperation mit Pro7/Sat 1.

(gux)>

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Fotoquellen

[1] Plastik-Reinigungsanlage für Meere, Ocean Cleanup: https://utopia.de/gegen-plastikmuell-im-meer-the-ocean-clean-up-startet-frueher-als-geplant-52156/

Neu Zürcher
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