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Saudi-Arabien 03 - ab 5.2.2020

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Aus Saudi-Arabien wurde der Ausbruch von Tiererkrankungen mit dem gefährlichen Vogelgrippe-Virus gemeldet, warnt die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE). Aus Vietnam kamen kamen ebenfalls Berichte über Geflügelpest, ebenso aus Deutschland Ende Januar.

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Saudi-Arabien 26.2.2020: Saudis lassen Frauen Fussball spielen:
Wichtiger Erfolg: Saudiarabien lanciert Frauen-Fussballliga


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7.3.2020: Wegen Putsch-Plänen : Saudi-Kronprinz sperrt Mitglieder der Familie ein

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Die Erdölnachfrage ist unter anderem wegen der Auswirkungen der Corona-Krise eingebrochen, weshalb das Ölkartell OPEC zusammen mit Russland weitere Förderkürzungen durchsetzen wollte. Doch Moskau lehnte ab, woraufhin Saudi-Arabien die Hähne aufdrehte und einen Ölpreisschock auslöste.

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20.3.2020: Coronavirus: Ölpreis rauscht abwärts:
Ölpreiskrieg: Saudi-Arabien muss Staatsausgaben kürzen


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29.3.2020: Saudi-Arabien fängt Raketen über Riad und Grenzstadt zum Jemen ab – Huthis bekennen sich zu Angriff

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29.3.2020: Saudi-Arabien verspricht Indien Versorgung mit Flüssiggas 


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8.4.2020: Kriminelles Saudi-Arabien macht 2 Wochen Waffenstillstand - aber nur wegen dem Corona19-Virus:
Wegen Coronavirus: Saudi-Militärallianz erklärt Waffenruhe im Jemen

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Al-Dschasira
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12.4.2020: Saudiarabien bereitet Kriegsende mit dem Jemen vor: Der Coronavirus-Ausbruch könnte der Regierung in Riad eine bequeme Ausrede liefern, aus dem Jemen-Konflikt auszusteigen:
(original Englisch: Saudi Arabia is preparing to end the war in Yemen: The coronavirus outbreak may give Riyadh a convenient excuse to exit the Yemeni conflict)
https://www.aljazeera.com/indepth/opinion/saudi-arabia-preparing-war-yemen-200412155912401.html

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25.4.2020: Etwas weniger Gewalt im kriminellen Mohammed-Fantasie-Islam:
Saudi-Arabien schafft Strafe des Auspeitschens ab

https://www.epochtimes.de/politik/welt/saudi-arabien-schafft-strafe-des-auspeitschens-ab-a3223565.html

<Saudi-Arabien hat die Strafe des Auspeitschens abgeschafft. Das geht aus einem Dokument des Obersten Gerichtshofes des erzkonservativen Königreichs hervor, das AFP in Riad am Samstag einsehen konnte. So solle künftig die Einhaltung „internationaler Menschenrechtsstandards (gegen) körperliche Bestrafung“ in Saudi-Arabien gewährleistet werden, heißt es in der im April getroffenen Entscheidung des Gerichtshofes.

Zuvor stand das von Menschenrechtsorganisationen heftig angeprangerte Auspeitschen als Strafe auf Tötungsdelikte, aber auch auf die Störung der „öffentlichen Ordnung“ sowie auf außereheliche Beziehungen. Die Richter sollen in diesen Fällen künftig Haft- oder Geldstrafen oder die Verpflichtung zur gemeinnützigen Arbeit verhängen.

Der Schritt sei eine Maßnahme im Zuge der Reformen unter Führung des saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Der Kronprinz, der seit 2017 de facto die Politik des Landes bestimmt, strebt eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Öffnung Saudi-Arabiens an, die jedoch nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen von einer verstärkten Repression gegen Kritiker begleitet wird.

Die Veröffentlichung der Gerichtsentscheidung erfolgte, nachdem der Menschenrechtsaktivist Abdallah al-Hamid am Freitag im Gefängnis an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben war. Der 69-jährige al-Hamid hatte eine elfjährige Freiheitsstrafe verbüßt, laut Amnesty International unter anderem, weil er die „Treue zum Königshaus“ gebrochen und die „öffentliche Ordnung“ gestört habe.

In den vergangenen Jahren hatte der Fall des Bloggers Raif Badawi immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Weil er sich öffentlich für Meinungsfreiheit engagiert hatte, wurde Badawi 2014 wegen Beleidigung des Islam zu tausend Peitschenhieben und zehn Jahren Gefängnis verurteilt. (afp)>

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Läuft wie geschmiert oder „Desaster?“: Saudi-Arabien kauft englischen Fußball-Klub

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Saudi-Arabien 27.4.2020: Verbrechen durch Minderjährige: 10 Jahre Haft - keine Todesstrafe mehr:
Todesstrafe für Minderjährige in Saudi-Arabien abgeschafft

https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20200427326976852-todesstrafe-fuer-minderjaehrige-in-saudi-arabien-abgeschafft/

<Minderjährige Verbrecher in Saudi-Arabien dürfen nicht mehr hingerichtet werden. Das beschlossen die Behörden des Königreichs, berichten Medien.

Eine dahin gehende Erklärung wurde am Sonntag auf der Homepage der nationalen Kommission für Menschenrechte abgedruckt. „Die Todesstrafe für Minderjährige wird durch eine Haftstrafe von höchstens zehn Jahren ersetzt“, hieß es in dem Dokument.

„Das ist ein wichtiger Tag für Saudi-Arabien … Dieser Erlass wird uns helfen, ein moderneres Strafgesetzbuch zu konzipieren“, wurde Kommissionschef Awwad Alawwad zitiert.>

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Uncut News online,
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27.4.2020: Saud-Arabien hat Wahrheitsaktivisten - die von den Saudis vertrieben und ermordet werden:
Saudi-Arabien hält die Leichen von mindestens 90 Aktivisten zurück

<Einem Bericht zufolge hält Saudi-Arabien die Leichen von mindestens 90 Aktivisten zurück, darunter Kritiker des Baus eines umstrittenen Megacity-Projekts an der Küste des Roten Meeres des Königreichs. Die Nachrichtenwebsite Mirat Al-Jazeera berichtete am Dienstag, dass sich das Regime in Riad weigert, die Leichen der saudischen Aktivisten an ihre Familien zu übergeben.

Der Bericht enthielt keine Einzelheiten darüber, ob die Aktivisten von Regimekräften bei Protesten getötet oder hingerichtet worden waren. Unter denjenigen, deren Leichen zurückgehalten werden, ist Abdul-Rahim al-Howeiti, der Anfang des Monats von saudischen Streitkräften im Gebiet al-Khuraybah in der nordwestlichen Region Tabuk erschossen wurde.

Howeiti stellte regelmäßig Videos ins Internet, in denen er das 500-Milliarden-Dollar-Projekt Neom – ein Kernstück des ehrgeizigen Wirtschaftsplans Vision 2030 des saudischen Kronprinzen Mohammad bin Salman kritisiert. In einem seiner Video verurteilt er den Staat weil er die Einheimischen in dem Gebiet vertreibt. Die Einheimischen leben in diesem Gebiet schon seit Jahrhunderten.

Die Menschen werden aus ihren Häusern vertrieben, und die Einheimischen sind überhaupt nicht einverstanden mit dem, was geschieht. Aber die Art und Weise, wie der Staat mit den Dingen umgegangen ist, kann nur als Terrorismus… Staatsterrorismus bezeichnet werden”, sagte er.

“Ich bin gegen die erzwungene Vertreibung von Menschen. Ich will nicht weggehen; ich will in meiner Wohnung bleiben. Ich will keine Entschädigung, ich will gar nichts. Ich will nur mein Zuhause”, fügte der Aktivist hinzu.

In einem weiteren Video dokumentierte Howeiti seine letzten Augenblicke vor seiner tödlichen Erschießung und zeigte das Gebiet, aus dem seine Nachbarn gewaltsam entfernt worden waren.

Er nahm von seinem Dach aus Aufnahmen auf, die Dutzende von saudischen Streitkräften zeigen und auf denen es heißt: “Wer sich der Ausweisung oder der Unterzeichnung verweigert, dem tun sie das an”. Eine der Regimekräfte hört man Howeiti antworten: “Niemand zwingt Sie zur Unterschrift”.

Der saudische politische Aktivist Omar bin Abdulaziz beschrieb Howeiti als den “Märtyrer von Neom”. Die Europäische Saudische Organisation für Menschenrechte (ESOHR) hat Saudi-Arabien wegen des Zurückhaltens von Aktivistengruppen kritisiert. Die Praxis verstoße gegen das Völkerrecht und verstoße gegen die islamischen Lehren.

Die Nachricht kommt Tage vor dem Jahrestag der Hinrichtung von 37 politischen Aktivisten durch das Regime, von denen die meisten der schiitisch-muslimischen Gemeinde des Königreichs angehörten. Das Regime in Riad weigerte sich Berichten zufolge, mindestens 33 der Leichen auszuhändigen. Das Regime ignorierte die wiederholte Bitten der Familien und begrub die Leichen stattdessen selbst.>

REPORT: Saudi Arabia Withholding Bodies of 90 Activists

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14.5.2020: Was Trump so macht: Raketen an Saudi-Arabien verkaufen:
Boeing liefert über tausend Flugkörper an Saudi-Arabien


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Teheran meint am 13.6.2020: Saudi-Arabien fantasiert etwas:
Ungenau und widersprüchlich: Teheran kritisiert UN-Bericht über Attacke auf saudische Raffinerien


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Saudi-Arabien 2.7.2020:
Houthis führen noch tiefere strategische Vergeltungsschlägen innerhalb Saudi-Arabiens durch

Houthis führen noch tiefere strategische
                  Vergeltungsschlägen ...

Die populäre jemenitische Houthi-Ansarullah-Bewegung lobte die jüngsten Vergeltungsschläge mit Raketen und Drohnen auf strategische Standorte tief im Inneren Saudi-Arabiens. Sie sagte, die jemenitischen Streitkräfte und Verbündeten planten, als Vergeltung für den Krieg des Königreichs gegen die verarmte Nation mehr Ziele anzugreifen.

„Eine Reihe der strategischen Ziele des Jemen wurden während der Operation [die so genannte Vierte Operation zur Abschreckung] erreicht. Mehrere andere werden bald erreicht werden“, sagte Mohammad al-Bukhaiti, Mitglied des politischen Büros der Ansarullah, in einem Exklusivinterview mit dem arabischsprachigen Fernsehnachrichtensender al-Alam am Donnerstagabend.

Er fügte hinzu,

„Was die jüngste jemenitische Militäroffensive von den vorherigen unterscheidet, ist die hohe Zahl der Raketen, die bei der Operation eingesetzt wurden, sowie die sensiblen Ziele, die getroffen wurden“.

„Zweitens wurde sie nach dem Friedensangebot [das kürzlich vom jemenitischen Mitglied des Obersten Politischen Rates Mohammad Ali al-Houthi unterbreitet wurde] durchgeführt, um den Wahn der Saudis zu zerstreuen, dass der Jemen den…..

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Netzfrauen online, Logo  Uncut News online,
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24.7.2020: Ausländische Hausmädchen in Saudi Arabien – körperlicher und sexueller Missbrauch, unbezahlte Löhne und hingerichtet

https://netzfrauen.org/2020/07/23/saudi-arabien-3/
https://uncut-news.ch/2020/07/24/auslaendische-hausmaedchen-in-saudi-arabien-koerperlicher-und-sexueller-missbrauch-unbezahlte-loehne-und-hingerichtet/

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Gräueltaten gehen weiter und trotzdem hat Saudi Arabien die G20-Präsidentschaft. In Saudi Arabien werden Hausmädchen missbraucht oder hingerichtet. Die 8-jährige Beenish sagt, ihre Eltern seien in den Himmel gekommen, aber sie war bereits mit ihnen in der Hölle eines saudischen Gefängnisses. Ihre Mutter war nach Saudi Arabien gekommen, um dort zu arbeiten, und wurde hingerichtet. Ausländische Hausmädchen, sie  werden ausgebeutet, missbraucht oder hingerichtet! Mindestens 53 missbrauchte Frauen aus Bangladesh sind in Saudi Arabien in den letzten 4 Jahren gestorben, die Dunkelziffer ist weit höher, denn viele Frauen, die nach….

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Das Staatsbudget Saudi-Arabiens leidet unter der stark zurückgegangenen Nachfrage nach Öl und dem gesunkenen Ölpreis. Das Land verzeichnete im zweiten Quartal 2020 ein Defizit von 29 Milliarden US-Dollar. Es leitete Sparmaßnahmen ein und nahm Auslandskredite auf.

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7.9.2020: Khashoggi-Mord: Endgültige Urteile in Saudi-Arabien gefallen

https://de.sputniknews.com/panorama/20200907327893565-khashoggi-mord-endgueltige-urteile/

<Ein saudisches Gericht hat am Montag im Prozess wegen des Mordes am saudischen regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi in Istanbul 2018 endgültige Urteile in Bezug auf acht Personen gefällt. Dies berichtet die Agentur Associated Press (AP).

Demnach sind die Urteile des Strafgerichtshofs in Riad vom staatlichen Fernsehen in Saudi-Arabien verkündet worden. Es seien dabei nur wenige Details über die saudischen Staatsangehörigen verraten worden, hieß es. Auch seien keine Namen genannt worden.

Fünf frühere Todesurteile seien aufgehoben worden: Die Angeklagten seien nun zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Zuvor gab einer der Söhne des ermordeten Journalisten, Salah Khashoggi, bekannt, seine Familie hätte den Mördern vergeben. Diese Tatsache habe es im Wesentlichen ermöglicht, dass die fünf auf ihre Hinrichtung wartenden Personen nach dem islamischen Recht begnadigt worden seien, teilte die AP mit.

Mordfall Khashoggi

Jamal Khashoggi, Mitarbeiter der US-Zeitung „Washington Post“, wurde am 2. Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet und der Leichnam anschließend zerstückelt. Türkische und saudische Behörden hatten in dem Fall die Ermittlungen übernommen.

Riad behauptete zunächst, der Journalist sei nach dem Verlassen des Konsulatsgebäudes verschwunden. Die dann aufgetauchten Video- und Audioaufnahmen waren so überzeugend, dass die Behörden zugeben mussten, er sei „infolge eines Streits mit Konsularbeamten“ getötet worden. Die türkische Polizei konnte Khashoggis Leiche nie finden.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman übernahm die volle Verantwortung für die Tat, bestritt aber, die Tötung angeordnet zu haben.

pd/mt/sna>

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La
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Saudi-Arabien 25.10.2020: Da entscheidet eine Frau SELBER, wo sie leben will - und die Justiz bestätigt ihre Freiheit!
“Tiene derecho a decidir dónde vivir”: mujer saudí gana batalla legal por su libertad

“Tiene derecho a decidir dónde vivir”:
                        mujer saudí gana batalla legal por su libertad

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https://www.krone.at/2281134

<Saudi-Arabien schränkt die Pressefreiheit nach Angaben von Reporter ohne Grenzen so stark ein wie kaum ein anderes Land auf der Welt. 34 Journalisten säßen dort wegen ihrer Arbeit derzeit im Gefängnis, teilte die Organisation kurz vor dem G20-Gipfel am Samstag mit, bei dem Saudi-Arabien dieses Jahr den Vorsitz hat. Das Königreich sei einer der „erfolgreichsten Kerkermeister für Journalisten“ weltweit.

Die französische Organisation verwies auch auf den brutalen Mord an dem regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi im Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul.

Die Staats- und Regierungschefs der G20 sollten am Samstag zum Beginn ihres zweitägigen Gipfeltreffens virtuell zusammenkommen. Eigentlich war der Gipfel in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad geplant, wegen der Pandemie findet er nun per Videoschaltung statt.

Im Ranking der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen für das Jahr 2020 belegte Saudi-Arabien den 170. von insgesamt 180 Plätzen. Eine strikte Zensur der Medien ist dort Alltag, unabhängige Medien gibt es nicht. Auch das Internet wird massiv überwacht und zensiert. Die Organisation hatte 50 Tage vor dem Gipfel eine Petition gestartet, um die Staats- und Regierungschefs der G20 zu einer klaren Haltung mit Blick auf die Pressefreiheit in Saudi-Arabien aufzurufen.>


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Saudi-Arabien 12.3.2022: 81 Hinrichtungen - offiziell wegen Mord, Terrorismus etc.:
Saudi-Arabien richtet an einem Tag 81 Menschen hin

https://www.swissinfo.ch/ger/saudi-arabien-richtet-an-einem-tag-81-menschen-hin/47426632

(Keystone-SDA)

Das Königreich Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben an einem einzigen Tag 81 Menschen hingerichtet. Die Beschuldigten seien wegen unterschiedlicher Verbrechen verurteilt worden, teilte das saudische Innenministerium mit, wie die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA meldete. Dazu zählten Mord an "unschuldigen Männern, Frauen und Kindern" und Mitgliedschaft bei Terrororganisationen wie dem Islamischen Staat (IS) oder Al-Kaida.

Die Hinrichtungen seien am Samstag vollstreckt worden, nachdem die Todesurteile durch Dekrete des Königshauses bestätigt worden seien. Bei den meisten Hingerichteten habe es sich um Saudis gehandelt.

Menschenrechtler beklagen immer wieder die hohe Zahl an Exekutionen im islamisch-konservativen Saudi-Arabien. Im vergangenen Jahr erklärte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International, dass nach einem Rückgang während der G20-Präsidentschaft des Landes wieder mehr Menschen hingerichtet worden seien. Zwischen Januar und Juli 2021 seien 40 Exekutionen vollstreckt worden - nach 27 im Jahr zuvor.

2019 hatte Saudi-Arabien mit der Hinrichtung von 37 Menschen an einem einzigen Tag international Empörung ausgelöst. Dem Königreich wurde damals vorgeworfen, dass die Männer keine fairen Prozesse bekommen hätten und Geständnisse mutmasslich durch Folter erzwungen worden seien. Der Grossteil der Hingerichteten gehörte nach Angaben von Amnesty der schiitischen Minderheit in Saudi-Arabien an.

Im Januar 2016 hatte Saudi-Arabien 47 Beschuldigte an einem Tag wegen Terrorismusvorwürfen hinrichten lassen, darunter den prominenten schiitischen Geistlichen Nimr al-Nimr. Al-Nimr war wegen seiner Kritik an der Unterdrückung der schiitischen Minderheit im sunnitischen Saudi-Arabien eingesperrt worden.

Unter Führung des mächtigen Kronprinzen Mohammed bin Salman geht Saudi-Arabien mit harter Hand gegen Regierungskritiker vor. Zahlreiche Aktivisten sitzen noch immer in Haft. In dieser Woche hatte das Königreich den Blogger Raif Badawi nach zehn Jahren Haft freigelassen. Allerdings darf er nach Angaben seiner Frau Ensaf Haidar zehn Jahre das Land nicht verlassen.




Frau muss in Saudi-Arabien 34 Jahre in Knast




https://deutsch.rt.com/meinung/156842-staatsbesuch-von-xi-jinping-china/




Hinrichtungen in Saudi-Arabien 4.3.2023: Vorwurf: Plan zum Ölanlage sprengen - Sexualdelikt gegen Minderjährige:
Erneut Hinrichtungen in Saudi-Arabien

https://orf.at/stories/3307579/

In Saudi-Arabien sind zwei weitere Todesurteile vollstreckt worden. Einem der heute hingerichteten Männer wurde vorgeworfen, er habe eine Ölanlage in die Luft zu sprengen versucht, wie aus einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur SPA hervorging. Der zweite hingerichtete Mann sei wegen sexuellen Vergehen an Minderjährigen verurteilt worden.

Die Zahl der seit Jahresbeginn in dem Königreich vollstreckten Todesurteile stieg damit auf sechs. Drei Tage zuvor waren vier Männer hingerichtet worden, die beschuldigt worden waren, einen anderen Mann entführt und getötet zu haben.

Im vergangenen Jahr war die Zahl der Exekutionen in Saudi-Arabien im Vergleich zu 2021 deutlich gestiegen. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP wurden im Jahr 2022 insgesamt 147 Menschen hingerichtet – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr, als die Zahl der Exekutionen bei 69 lag.




12.3.2023: Hohe Preise, grössere Nachfrage: Ölkonzern Aramco mit Rekordgewinn

https://www.swissinfo.ch/ger/hohe-preise--groessere-nachfrage--oelkonzern-aramco-mit-rekordgewinn/48353434

Der Ölkonzern Saudi Aramco hat im vergangenen Jahr dank hoher Ölpreise und weltweit gestiegener Nachfrage wieder einen kräftigen Gewinnsprung...


12.3.2023: Saudischer Ölkonzern Aramco meldet 161 Mrd. Dollar Gewinn

https://orf.at/stories/3308569/Ç

Der saudi-arabische Ölkonzern Aramco hat für das vergangene Jahr einen Rekordgewinn von 161,1 Mrd. Dollar (151,4 Mrd. Euro) vermeldet. Der explodierende Gewinnzuwachs – 46 Prozent mehr als im Vorjahr – sei „im Wesentlichen auf den hohen Ölpreis“ und die verkauften Mengen zurückzuführen, teilte der Konzern, der hauptsächlich in Staatsbesitz ist, heute mit.

Aktivisten und Aktivistinnen reagierten empört auf die Gewinnmeldung des Ölkonzerns. „Es ist erschreckend, dass eine Firma in einem einzigen Jahr mehr als 161 Milliarden Dollar Profit mit dem Verkauf von fossilen Brennstoffen macht – dem größten Treiber des Klimawandels“, erklärte die Generalsekretärin von Amnesty International, Agnes Callamard.

Zweitwertvollstes Unternehmen der Welt

Noch schockierender sei, dass „dieser Überschuss in einer globalen Krise der Lebenshaltungskosten und steigenden Energiepreise durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine angehäuft“ worden sei. Aramcos Gewinn sei der höchste je vermeldete Jahresgewinn eines Unternehmens, so Callard.

Der saudi-arabische Ölkonzern war erst 2019 an die Börse gegangen. Er ist das zweitwertvollste Unternehmen der Welt nach Apple. 2022 meldeten auch fünf weitere Ölgiganten Rekordgewinne: Shell, Chevron, ExxonMobil, BP und TotalEnergies.

Aramco hat sich zu einer „operationalen Klimaneutralität“ bis 2050 verpflichtet – was aber nur bedeutet, dass die Ölanlagen keine Treibhausgasemissionen mehr verursachen sollen. Die Emissionen durch die Verbrennung des von Aramco geförderten Erdöls in aller Welt werden dabei nicht berücksichtigt.

Aramcos Profite haben auch die saudi-arabische Wirtschaft beflügelt: Die Wirtschaft wuchs nach offiziellen Angaben 2022 in Saudi-Arabien um 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das ist der höchste Wert in der Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20).




https://deutsch.rt.com/asien/165171-deal-zwischen-iran-und-saudi-arabien-bringt-asiatische-integration-voran/




Die PAX China kommt - ist wohl nur für Spionage:

China mit Saudi-Arabien und Iran 14.3.2023: Da soll nun Friede sein:
Exklusiv: Die versteckten Sicherheitsklauseln des Iran-Saudi-Deals

https://uncutnews.ch/exklusiv-die-versteckten-sicherheitsklauseln-des-iran-saudi-deals/

Quelle: Exclusive: The hidden security clauses of the Iran-Saudi deal

The Cradle enthüllt vertrauliche Klauseln des Abkommens zwischen Teheran und Riad, das mit freundlicher Genehmigung Pekings erzielt wurde.

Unter chinesischer Schirmherrschaft einigten sich die langjährigen regionalen Konkurrenten Iran und Saudi-Arabien am 10. März in Peking auf die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen nach siebenjähriger Unterbrechung.

In der optimistischsten Lesart kann das Abkommen als historisches strategisches Abkommen betrachtet werden, das die großen Veränderungen widerspiegelt, die sich in Westasien und der Welt vollziehen. Im schlimmsten Fall kann es als ein „Waffenstillstandsabkommen“ zwischen zwei wichtigen Rivalen bezeichnet werden, das einen wertvollen Raum für direkte, regelmäßige Kommunikation schafft.

Die gemeinsame chinesisch-saudi-iranische Erklärung vom Freitag hat weitreichende Auswirkungen, die über die Ankündigung der Wiederaufnahme der seit 2016 abgebrochenen diplomatischen Beziehungen zwischen Teheran und Riad hinausgehen.

Die Erklärung ist sehr klar:

  • Die Botschaften von Saudi-Arabien und der Islamischen Republik Iran werden in weniger als zwei Monaten wieder eröffnet.
  • Achtung der Souveränität der Staaten.
  • Aktivierung des 2001 unterzeichneten Abkommens über die sicherheitspolitische Zusammenarbeit zwischen Saudi-Arabien und Iran.
  • Aktivierung des 1998 zwischen den Parteien unterzeichneten Kooperationsabkommens in den Bereichen Wirtschaft, Handel, Investitionen, Technologie, Wissenschaft, Kultur, Sport und Jugend.
  • Aufforderung an die drei Länder, alle Anstrengungen zur Förderung des regionalen und internationalen Friedens und der Sicherheit zu unternehmen.

Auf den ersten Blick lassen die ersten vier Klauseln vermuten, dass es sich bei der von China vermittelten Vereinbarung im Wesentlichen um eine Verbesserung der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden langjährigen Gegnern handelt. Tatsächlich aber ist die fünfte Klausel weit von dem Standardtext entfernt, der in gemeinsamen Erklärungen zwischen Staaten steht.

Sie scheint einen neuen Bezugspunkt für Konflikte in Westasien zu schaffen, in dem China – in Partnerschaft mit dem Iran und Saudi-Arabien – die Rolle des „Friedensstifters“ spielt, in dem Peking eine Rolle in verschiedenen regionalen Konflikten übernimmt oder Einfluss auf die betreffenden Parteien nimmt.

Quellen, die mit den Verhandlungen vertraut sind, haben The Cradle verraten, dass der chinesische Präsident Xi Jinping nicht nur den Mantel eines bereits laufenden Abkommens zwischen Teheran und Riad übergestreift hat. Vielmehr hat Xi persönlich den Weg für das Zustandekommen dieses Abkommens geebnet. Das chinesische Staatsoberhaupt hat sich seit seinem Besuch in Saudi-Arabien im Dezember 2022 und später, während des Besuchs des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi in Peking Mitte Februar 2023, eingehend mit den Einzelheiten befasst.

Mehr als eine Verhandlungsrunde fand unter chinesischer Schirmherrschaft statt, bei der die Iraner und die Saudis die in früheren Gesprächsrunden im Irak und im Oman ausgehandelten Details zu Ende führten.

Es war keineswegs sicher, dass die beiden Seiten in ihrer letzten Gesprächsrunde (6.-10. März 2023) zu einer Einigung kommen würden. Dem chinesischen Vertreter gelang es jedoch, alle Hindernisse zwischen den beiden Delegationen zu überwinden, woraufhin die Parteien die Zustimmung ihrer jeweiligen Führungen erhielten, um die Vereinbarung am Freitag zu verkünden.

China als regionaler Garant

In den letzten Tagen wurde viel über die strategischen Auswirkungen eines von China vermittelten saudi-iranischen Abkommens und dessen Einfluss auf Chinas globale Rolle gegenüber den Vereinigten Staaten geschrieben. Der Persische Golf ist für beide Mächte eine strategische Region und die Hauptquelle für Chinas Energieversorgung. Wahrscheinlich hat Peking deshalb interveniert, um die Spannungen zwischen seinen beiden strategischen Verbündeten einzudämmen. Es ist auch etwas, das Washington, das lange Zeit als „Sicherheitsgarant“ der Region angesehen wurde, niemals hätte erreichen können.

Zweifellos wird viel über das „strategische Abenteurertum“ des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman (MbS) und seine Ausnutzung globaler Veränderungen gesagt werden, um den Rückgang des regionalen Einflusses der USA auszugleichen. Die Entstehung einer multipolaren, post-amerikanischen Ordnung lässt den traditionellen Verbündeten der USA einen gewissen Spielraum, um ihre internationalen Optionen abseits von Washington und im Dienste ihrer unmittelbaren nationalen Interessen zu erkunden.

Die aktuellen Interessen Saudi-Arabiens stehen im Zusammenhang mit den ehrgeizigen politischen, wirtschaftlichen, finanziellen und kulturellen Zielen, die MbS für sein Land festgelegt hat, und stützen sich auf zwei Säulen:

  • Diversifizierung regionaler und globaler Partnerschaften, um sich an die globalen systemischen Veränderungen anzupassen, die zur Verwirklichung der großen Pläne Riads beitragen werden.
  • Schaffung von Sicherheit und politischer Stabilität, damit Saudi-Arabien seine großen Projekte umsetzen kann, insbesondere die in der „Vision 2030“ von MbS skizzierten, durch die sich Riad in einen regionalen Inkubator für Finanzen, Wirtschaft, Medien und die Unterhaltungsindustrie verwandeln will – ähnlich der Rolle, die die VAE in den vergangenen Jahrzehnten oder Beirut vor dem libanesischen Bürgerkrieg 1975 gespielt haben.

Kurz gesagt, regionale und innere Sicherheit und Stabilität sind für Riad von entscheidender Bedeutung, um seine strategischen Ziele umsetzen zu können. Deswegen wurden vertrauliche Klauseln in das Pekinger Abkommen aufgenommen, um Iran und Saudi-Arabien zu versichern, dass ihre Sicherheitsanforderungen erfüllt werden. Einige dieser Details wurden The Cradle mit freundlicher Genehmigung einer an den Verhandlungen beteiligten Quelle zur Verfügung gestellt:

  • Sowohl Saudi-Arabien als auch die Islamische Republik Iran verpflichten sich, sich nicht an Aktivitäten zu beteiligen, die einen der beiden Staaten destabilisieren, sei es auf sicherheitspolitischer, militärischer oder medialer Ebene.
  • Saudi-Arabien verpflichtet sich, keine Medien zu finanzieren, die versuchen, Iran zu destabilisieren, wie z. B. Iran International.
  • Saudi-Arabien verpflichtet sich, keine Organisationen zu finanzieren, die von Iran als terroristisch eingestuft werden, wie z.B. die Organisation der Volksmudschaheddin (MEK), kurdische Gruppen im Irak oder von Pakistan aus operierende Kämpfer.
  • Der Iran verpflichtet sich, dafür zu sorgen, dass die mit ihm verbündeten Organisationen vom irakischen Hoheitsgebiet aus kein saudisches Gebiet verletzen. Während der Verhandlungen wurde über den Angriff auf die Aramco-Anlagen in Saudi-Arabien im September 2019 und die iranische Garantie gesprochen, dass eine verbündete Organisation einen ähnlichen Angriff nicht von irakischem Gebiet aus durchführen würde.
  • Saudi-Arabien und Iran werden alle möglichen Anstrengungen unternehmen, um die Konflikte in der Region zu lösen, insbesondere den Konflikt in Jemen, um eine politische Lösung zu finden, die den Frieden in diesem Land dauerhaft sichert.

Nach Angaben von Quellen, die an den Verhandlungen in Peking beteiligt waren, wurden keine Einzelheiten zum Jemen-Konflikt vereinbart, da in direkten Gesprächen zwischen Riad und der jemenitischen Widerstandsbewegung Ansarallah im Januar bereits erhebliche Fortschritte erzielt wurden. Diese haben zu wichtigen Absprachen zwischen den beiden Krieg führenden Staaten geführt, die von den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten vehement zu untergraben versucht wurden, um eine Beilegung des Jemenkriegs zu verhindern.

In Peking erklärten sich die Iraner und die Saudis jedoch bereit, die bereits zwischen Riad und Sanaa getroffenen Entscheidungen voranzutreiben und darauf aufzubauen, um den siebenjährigen Krieg zu beenden.

Obwohl sich die Erklärung von Peking in erster Linie mit Fragen der diplomatischen Annäherung befasst, scheinen die iranisch-saudischen Vereinbarungen vorwiegend aus Sicherheitsgründen getroffen worden zu sein. Die Befürworter beider Seiten werden wahrscheinlich behaupten, dass ihr Land bei der Vereinbarung besser abschneidet, aber ein genauerer Blick zeigt, dass die Bedingungen der Vereinbarung ausgewogen sind, da jede Partei die Zusicherung erhält, dass die andere Partei ihre Sicherheit nicht beeinträchtigen wird.

Während der Iran nie den Wunsch geäußert hat, die Sicherheit Saudi-Arabiens zu untergraben, haben einige seiner regionalen Verbündeten kein Geheimnis aus ihren diesbezüglichen Absichten gemacht. Darüber hinaus hat MbS öffentlich seine Absicht erklärt, den Kampf innerhalb des Iran aufzunehmen, was die saudischen Geheimdienste in den letzten Jahren getan haben, insbesondere durch die Unterstützung und Finanzierung bewaffneter Dissidenten- und Separatistenorganisationen, die der Iran als terroristische Gruppen einstuft.

Die sicherheitspolitischen Prioritäten dieses Abkommens hätten letzte Woche in Peking leicht zu erkennen sein müssen. Schließlich wurde das Abkommen zwischen den Nationalen Sicherheitsräten Saudi-Arabiens und Irans unter Beteiligung der Geheimdienste beider Länder geschlossen. In der iranischen Delegation waren Offiziere des iranischen Geheimdienstministeriums und des Geheimdienstes des Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) vertreten.

In einer etwas anderen Angelegenheit, die mit der regionalen Sicherheit zusammenhängt, aber nicht Teil des Pekinger Abkommens ist, bestätigten Quellen, die an den Verhandlungen beteiligt waren, gegenüber The Cradle, dass die saudische Delegation während der Gespräche das Bekenntnis Riads zur arabischen Friedensinitiative von 2002 betonte und eine Normalisierung der Beziehungen zu Tel Aviv vor der Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates mit Jerusalem als Hauptstadt ablehnte.

Am bemerkenswertesten ist vielleicht die Tatsache, dass sich iranische und saudische Geheimdienstdelegationen fünf Tage lang in der chinesischen Hauptstadt trafen, ohne dass der israelische Geheimdienst davon erfuhr, was die Entschlossenheit der Parteien zeigt, eine Einigung ohne den Einfluss von Störern zu erzielen. Dies ist vielleicht ein weiterer Beweis dafür, dass China – im Gegensatz zu den USA – weiß, wie man in diesen unbeständigen Zeiten ein Abkommen zustande bringt.





https://deutsch.rt.com/international/166480-saudi-arabien-billigt-memorandum-ueber-status-dialogpartner-soz/




https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/167271-einigung-zwischen-saudi-arabien-und-jemen/




Saudi-Arabien 5.5.2023: schafft sich ab:
Saudi Arabia Uncovered! Die dunkle Realität hinter Saudi-Arabiens utopischen Träumen – Wie versteckt Saudi-Arabien seinen eigenen Untergang?
https://netzfrauen.org/2023/05/05/saudi-arabia-5/#more-78268

In den letzten Jahrzehnten war Saudi-Arabien dank seiner riesigen Ölreserven ein wichtiger Akteur in der Weltwirtschaft. Das Land konnte seine Position als dominierende Kraft im Nahen Osten behaupten, indem es seinen Reichtum nutzte, um Allianzen zu bilden und in sein Militär zu investieren. Wie wird man Kronprinz von Saudi Arabien? Mohammed bin Nayef wurde im Rahmen einer vom derzeitigen Kronprinzen Mohammed bin Salman angeordneten Machtkonsolidierung festgenommen und sitzt seitdem im Gefängnis. Was mit Kritikern geschieht, wird auch durch den  Mord im Oktober 2018 an dem regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi deutlich. Seitdem wächst die weltweite Kritik an Saudi Arabien, eigentlich. Denn obwohl die Gräueltaten nicht gestoppt wurden, bekam Saudi Arabien die G20-Präsidentschaft. Und wie bekannt wurde, haben die G20-Staaten seit dem Beitritt zum Jemen-Krieg im Jahr 2015 Waffen im Wert von 17 Mrd. USD an Saudi-Arabien verkauft. Auch deutsche Politiker geben sich, wenn es um die Handelsbeziehungen geht, die Türklinke in Saudi Arabien in die Hand. Auch als die saudi-arabische Regierung per Anzeige acht Henker suchte hielt auch der jetzigen Präsidentin und damalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nicht davon ab, trotz Menschenrechtsverletzungen die Kooperation mit Saudi Arabien weiter auszubauen. Auch Mark Zuckerberg von Facebook traf sich mit dem Kronprinzen und auch Microsoft unterstützt den Kronprinzen bei seiner utopischen Vision 2030. In Saudi-Arabien gibt es weiterhin die Todesstrafe. 2022 hat das Königreich nach eigenen Angaben an einem einzigen Tag 81 Menschen hingerichtet. Saudi-Arabien gehört seit langem zu den Ländern mit den meisten Hinrichtungen weltweit. Bereits die schockierende Dokumentation – Saudi Arabia Uncovered –  enthüllte die Brutalität des Lebens in Saudi Arabien. Es wurde gezeigt, wie Menschen an Kränen aufgehängt und eine Frau auf offener Straße enthauptet wurde. Geschäfte wurden trotzdem weiterhin getätigt. Erst im Februar 2022 schloss Saudi Arabien einen Vertrag mit Blackrock über den Verkauf einer Beteiligung an seinen Erdgaspipelines für 15,5 Milliarden US-Dollar ab. Und zur gleichen Zeit wurde bekannt, dass der italienische Ex-Premier Matteo Renzi 1,1 Millionen Euro von Beratungsunternehmen in Saudi-Arabien erhielt. Auch schloss  Saudi Arabien schloss  ein Abkommen im Wert von 65 Milliarden Dollar mit China ab. Nun hat der Kronprinz von Saudi Arabien ehrgeizige Pläne, die er in einem Werbevideo veröffentlichte. Neom: Saudi-Arabiens 500-Milliarden-Dollar-Wette: Bau einer futuristischen Stadt in der Wüste.

Saudi Arabien – Die Gräueltaten gehen weiter

Die Hinrichtungen seien am Samstag, den 12.März 2022 vollstreckt worden, nachdem die Todesurteile durch Dekrete des Königshauses bestätigt worden seien. Bei den meisten Hingerichteten habe es sich um Saudis gehandelt, so die Saudischen Medien. Zu den Männern gehörten 37 saudische Staatsangehörige, die in einem einzigen Fall für schuldig befunden wurden, weil sie versucht hatten, Sicherheitsbeamte zu ermorden und Polizeistationen und Konvois angegriffen zu haben, fügte der Bericht hinzu.

Und wie  Reporter ohne Grenzen am 03.Mai 2023 zum Welttag der Pressefreiheit berichtete, steht Saudi Arabien (170, -4) seit vielen Jahren in der Schlussgruppe der Rangliste der Pressefreiheit. Der mächtige Kronprinz Mohammed bin Salman, genannt MBS, lässt Medienschaffende für viele Jahre hinter Gittern verschwinden, verbietet ihnen auszureisen oder lässt sie sogar im Ausland streng überwachen. Der Mord am Journalisten Jamal Khashoggi jährt sich 2023 zum fünften Mal – es ist offensichtlich, dass MBS sich vor keinerlei Strafverfolgung fürchten muss.

In Saudi Arabien inhaftiert

War Ihnen bekannt, dass Saudi-Arabien auf der veröffentlichten sogenannten „Liste der Schande 2015“ stand? Die Liste zeigt die Namen von Ländern, Terrorgruppen und Armeen, die Kinder rekrutieren und töten. Wenige Stunden danach aber war Saudi-Arabien plötzlich von der Liste der Schande verschwunden. Saudi-Arabien hatte Druck gemacht. Schriftlich und mündlich bei dem damaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon protestiert. Nach dem Motto: Wir wollen nicht auf einer Liste erscheinen, auf der auch Terrorgruppen wie der „Islamische Staat“ oder Al Kaida stehen. Dafür wurde ausgerechnet Faisal Bin Hassan Trad aus Saudi-Arabien der neue „Experte“ der Vereinten Nationen für Menschenrechte wurde. 2020 scheiterte Saudi-Arabien bei seinem Versuch, für die nächste Amtszeit von drei Jahren ab dem 1. Januar 2021 Mitglied des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen (UNHRC) zu werden, trotz Kritik haben es aber China und Russland am 13. Oktober 2020 in einer Abstimmung geschafft.

Nach der Ermordung des Journalisten Khashoggi wurde es wieder ruhig um Saudi Arabien, doch die Gräueltaten gehen weiter. Die Festnahmen und dokumentierten Misshandlungen zeigen, wie Kronprinz Mohammed bin Salman, der laut US-Geheimdiensten und einer unabhängigen Untersuchung durch einen UN-Berichterstatter für den Mord an Jamal Khashoggi im Jahr 2018 verantwortlich ist, sein brutales Vorgehen gegen Dissidenten fortsetzt.

Saudi-Arabien gehört seit langem zu den Ländern mit den meisten Hinrichtungen weltweit, darunter auch von jungen Regimekritikern. Sie waren nicht einmal 18, als sie verhaftet wurden. Nach dem Dokumentarfilm Saudi Arabia Uncovered, der die Brutalität einer Welt zeigt, in der Frauen auf der Straße geköpft werden, scheint sich die Lage in Saudi Arabien auch unter Kronprinz Mohammed bin Salman nicht geändert zu haben, der sich gern als neuer weltoffener Reformer zeigt. Auch aktuelle Recherchen zeigen, dass Menschenrechtsverteidiger, Schriftstellerinnen, Journalistinnen, Reformbefürworter, Aktivistinnen und Angehörige der schiitischen Minderheit in unfairen Verfahren zu langen Haftstrafen oder gar zum Tod verurteilt werden. Auch für Frauen scheint sich die Situation in Saudi Arabien wieder zu verschlechtern. Siehe auch Die Gräueltaten gehen weiter und trotzdem übernimmt Saudi Arabien G20-Präsidentschaft – Saudi Arabia G20 Presidency for 2020 – brutal crackdown on dissent – journalists jailed

 Der stellvertretende saudische Kronprinz trifft Mark Zuckerberg von Facebook

2010 sperrte Saudi Arabien noch Facebook. 2011 hatte König Abdullah von Saudi-Arabien beschlossen, ein Angebot von 150 Milliarden Dollar für den Kauf von Facebook zu machen. Er wurde von Goldman Sachs beraten. Im Juni 2016 bot Saudi-Arabien laut al-Okaz-a Mark Zuckerberg $ 250 Mrd an, um Facebook zu kaufen. Das Angebot war mehr als doppelt so hoch als der damalige reale Wert.

Saudi’s Deputy Crown Prince meets Facebook founder Mark Zuckerberg

Der stellvertretende saudische Kronprinz Mohammed bin Salman besuchte im Juni 2016  die Zentrale von Facebook und traf sich mit dem Gründer und Präsidenten des Technologieriesen, Mark Zuckerberg.

Ein weiteres wichtiges Treffen im Silicon Valley war mit Satya Narayana Nadella, Chief Executive Officer von Microsoft . Während des Treffens wurde eine Absichtserklärung (MoU) unterzeichnet, wonach Microsoft junge Saudis ausbilden und Saudi-Arabien bei seiner ehrgeizigen digitalen und wissensbasierten Innovationstransformation im Rahmen der Vision 2030 unterstützen wird. Microsoft hat einen weiteren Vertrag abgeschlossen, um das Decision Making Support Center am Royal Court durch die Einrichtung von Systemen und Betriebsprogrammen mit Hilfe eines Expertenteams von Microsoft zu stärken.

Es wird davon ausgegangen, dass die Treffen von Prinz Mohammed darauf abzielten, die Beziehungen zum Silicon Valley zu stärken und neue Projekte zu schaffen, die im Königreich umgesetzt werden sollen. Diese Treffen zielen auch darauf ab, einen Hightech-Sektor aufzubauen, um die Ziele einer vielfältigen Wirtschaft zu erreichen, wie sie in Saudi-Arabiens Vision 2030 angestrebt werden . Siehe  Saudi Arabia Uncovered-Die dunkle Realität hinter Saudi-Arabiens Geschäfte mit dem Westen, China, Russland, BlackRock – Wirtschaftliche Interessen bestimmen Weltpolitik! The Dark Reality Behind Saudi Arabia-Why do governments and companies put profit before people? Saudi Arabia executes 81 people in a single day

Der stellvertretende saudische Kronprinz Mohammed
                bin Salman testet neue Technologie im Silicon Valley
                (Exklusive Bilder von Bandar al-Galoud) Der stellvertretende saudische Kronprinz Mohammed bin Salman testet neue Technologie im Silicon Valley (Exklusive Bilder von Bandar al-Galoud) Der stellvertretende saudische Kronprinz Mohammed
                bin Salman spricht mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg
                (Exklusive Bilder von Bandar al-Galoud) Der stellvertretende saudische Kronprinz Mohammed bin Salman spricht mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (Exklusive Bilder von Bandar al-Galoud) Facebook-Gründer Mark Zuckerberg winkt den
                stellvertretenden saudischen Kronprinzen Mohammed bin
                Salman nach einem Treffen zwischen den beiden im
                Hauptsitz des Technologieriesen im Silicon Valley ab
                (Exklusive Bilder von Bandar al-Galoud) Facebook-Gründer Mark Zuckerberg winkt den stellvertretenden saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman nach einem Treffen zwischen den beiden im Hauptsitz des Technologieriesen im Silicon Valley ab (Exklusive Bilder von Bandar al-Galoud)

Mohammed bin Salman wurde im Juni 2017 von seinem Vater, König Salman ibn Abd al-Aziz, zum Kronprinzen ernannt.

Mohammed bin Salman al-Saud ist Kronprinz, Verteidigungsminister und stellvertretender Premierminister Saudi-Arabiens. Während seiner Amtszeit als Verteidigungsminister führten die Streitkräfte Saudi Arabiens die Militärintervention im Jemen seit 2015 durch.

Wegen seiner mutmaßlichen Rolle bei der Ermordung Khashoggis hat Mohammed bin Salman, der in der englischen Sprache gelegentlich „MBS“ genannt wird, den sarkastisch-metaphorisch gemeinten Spitznamen Mister Bone Saw (deutsch: Herr Knochensäge) erhalten.

Zudem geht Mohammed bin Salman hart gegen den Iran vor, aber auch gegen Reformer im eigenen Land. Mit ihm gilt das saudische Königreich als zunehmend unberechenbar. Was auch die Situation belegt, die sich in Saudi Arabiens Provinz al-Qatif abspielte: Qatif gilt zusammen mit al-Hasa als Siedlungsschwerpunkt der saudischen Imamiten und spielte im Zusammenhang mit den Protesten in Saudi-Arabien ab 2011 eine zentrale Rolle. Der Bürgerrechtler Nimr al-Nimr wurde wegen Anstiftung zum Aufruhr in Qatif zum Tode verurteilt und im Januar 2016 hingerichtet. Ali Al-Nimr, sein Neffe, soll enthauptet werden, dann soll sein kopfloser Körper aufgehängt und öffentlich ausgestellt werden. Der neueste grausame Akt der IS-Dschihadisten? Nein: Es ist ein Urteil des Obersten Gerichtshofes in Saudi Arabien und doch wird dieser Staat mit Waffen nur so überschüttet.

Gepanzerte Fahrzeuge in den Straßen, zerschossene Häuser und Gewehrsalven in der Luft – solche Szenen sind wir aus Syrien gewohnt. Doch Ähnliches spielt sich derzeit auch in der schiitischen Stadt al-Awamiya im Osten Saudi Arabiens ab, allerdings mit umgekehrten Vorzeichen: Die Aufständischen sind Schiiten, das Regime ist sunnitisch. Dazu: Die Gräueltaten gehen weiter und trotzdem übernimmt Saudi Arabien G20-Präsidentschaft – Saudi Arabia G20 Presidency for 2020 – brutal crackdown on dissent – journalists jailed

Saudi Arabien wird Teil der digitalen Seidenstraße

Der wichtigste Wirtschaftszweig, der Ölsektor, befand sich bereits seit längerer Zeit im Rückwärtsgang. Saudi-Arabien hat zwar Maßnahmen zur Abfederung der Coronakrise (Zinssenkungen, Hilfskredite, Arbeitsmarktprogramme etc.) ergriffen. Gleichzeitig aber die Wirtschaft durch eine Verdreifachung der Mehrwertsteuer auf 15 Prozent belastet. Ein Konjunkturpaket zur Ankurbelung der Wirtschaft ist nicht in Sicht. Die Staatsausgaben sollen 2020 nicht ausgeweitet worden sein, so ein Bericht von German Trade Invest.

Dazu auch: Saudi Arabia Uncovered-Die dunkle Realität hinter Saudi-Arabiens Geschäfte mit dem Westen, China, Russland, BlackRock – Wirtschaftliche Interessen bestimmen Weltpolitik! The Dark Reality Behind Saudi Arabia-Why do governments and companies put profit before people? Saudi Arabia executes 81 people in a single day

rabpress.com Saudi Arabia invites China’s Xi to visit

Wie versteckt Saudi-Arabien seinen eigenen Untergang?

In den letzten Jahrzehnten war Saudi-Arabien dank seiner riesigen Ölreserven ein wichtiger Akteur in der Weltwirtschaft. Das Land konnte seine Position als dominierende Kraft im Nahen Osten behaupten, indem es seinen Reichtum nutzte, um Allianzen zu bilden und in sein Militär zu investieren. Die jüngsten Ereignisse deuten jedoch darauf hin, dass die saudische Regierung darum kämpft, ihre Macht zu behalten. In diesem Blogbeitrag von Think School wird erklärt, wie Saudi-Arabien seinen eigenen Untergang verbirgt.

Die saudi-arabische Regierung war schon immer sehr geheimnisvoll, und es ist notorisch schwierig, genaue Informationen über die inneren Angelegenheiten des Landes zu erhalten. Dies hat es der Regierung ermöglicht, ein Image der Stabilität und Stärke aufrechtzuerhalten, selbst wenn Risse in der Fassade auftauchen.

Eine Möglichkeit, wie die saudische Regierung ihren eigenen Untergang verschleiert hat, ist die Manipulation der Medien. Die Regierung kontrolliert die meisten großen Nachrichtenagenturen des Landes und nutzt sie, um ein rosiges Bild der Lage des Landes zu zeichnen. Dies hat es Außenstehenden erschwert, sich ein genaues Bild von den Geschehnissen in Saudi-Arabien zu machen.

Eine andere Möglichkeit, mit der die saudische Regierung ihren eigenen Untergang verschleiert hat, besteht darin, hart gegen abweichende Meinungen vorzugehen. Die Regierung hat zahlreiche Aktivisten, Journalisten und Akademiker festgenommen und inhaftiert, die sich gegen die Politik der Regierung ausgesprochen haben. Dies hat eine Kultur der Angst geschaffen und viele der Stimmen zum Schweigen gebracht, die sonst vielleicht wegen der Probleme des Landes Alarm geschlagen hätten.

Trotz dieser Bemühungen, den eigenen Untergang zu verbergen, gibt es Anzeichen dafür, dass die saudische Regierung zu kämpfen hat. Eine der größten Herausforderungen für die Regierung ist der Rückgang der Ölpreise. Die Wirtschaft des Landes ist stark von Ölexporten abhängig, und der Preisverfall hat zu einem Rückgang der Einnahmen geführt. Dies hat den Staatshaushalt belastet, was zu Kürzungen bei Sozialprogrammen und anderen Dienstleistungen geführt hat.

Neben wirtschaftlichen Herausforderungen sieht sich die saudische Regierung auch mit wachsender innerer Unruhe konfrontiert. In der östlichen Provinz des Landes, in der eine große schiitische Bevölkerung lebt, die sich seit langem über Diskriminierung und Unterdrückung beschwert, gab es Proteste. Die Regierung hat auf diese Proteste mit harter Hand reagiert, was die Spannungen nur noch angeheizt hat.

Zusammenfassend steht Saudi-Arabien vor einer Reihe von Herausforderungen, die seine Stabilität und seinen zukünftigen Wohlstand bedrohen. Trotz der Bemühungen, diese Probleme vor dem Rest der Welt zu verbergen, ist klar, dass die Regierung darum kämpft, ihre Macht zu behalten. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Herausforderungen entwickeln werden, aber eines ist sicher: Die Zukunft Saudi-Arabiens ist alles andere als sicher.

Die dunkle Realität hinter Saudi-Arabiens utopischen Träumen

Den folgenden Beitrag von New York Times  haben wir für Sie übersetzt:

Für den Rest der Welt mag Saudi-Arabien wie ein quasi-mittelalterliches Königreich aussehen, in dem Frauen immer noch um ihre Grundrechte kämpfen, bärtige Kleriker die Gerichte leiten und Verurteilte routinemäßig in der Öffentlichkeit mit dem Schwert enthauptet werden. Doch die saudische Monarchie träumt – wie ihre Nachbarn in Dubai und Abu Dhabi – seit langem vom Sprung in eine Hightech-Zukunft. Der letzte saudische König entwarf Pläne für sechs neue Städte in der Wüste, die alle als transformative Schritte in Richtung einer Welt jenseits des Öls angepriesen wurden.

Jetzt haben die Saudis eine Vision angekündigt, die alle ihre bisherigen Bemühungen zahm aussehen lässt. Kronprinz Mohammed bin Salman, der De-Facto-Herrscher, veröffentlichte im Januar einen kurzen Film, in dem er seine Pläne für die „Line“ vorstellte, ein postmodernes Ökotopia, das an der Nordwestküste des Königreichs entstehen soll. Es wird ein schmaler urbaner Streifen von 106 Meilen Länge sein, ohne Straßen, ohne Autos und ohne Umweltverschmutzung. M.B.S., wie der Kronprinz genannt wird, plant, 500 Milliarden Dollar in die Line und verwandte Projekte zu stecken, was selbst für saudische Verhältnisse eine Menge Geld ist. Er nennt die Line eine „zivilisatorische Revolution“, die von einer Million Menschen „aus aller Welt“ bewohnt werden soll. Warum irgendjemand dorthin ziehen möchte und warum eine Stadt wie ein Capellini-Strang geformt sein sollte, kann man nur vermuten.

Wenn man sich das Werbevideo des Kronprinzen ansieht, taucht man in eine typisch saudische Form der Arroganz ein, die religiösen Triumphalismus und königliche Grandiosität miteinander verbindet. Der Film beginnt mit einer sich schnell bewegenden Montage der größten wissenschaftlichen und technischen Durchbrüche des 20. Jahrhunderts, einschließlich eines unpassenden Bildes von Saudi-Arabiens Gründerkönig – als ob er eher ein Innovator im Stil von Steve Jobs als ein Kamel reitender Wüstenkrieger gewesen wäre. Daten blinken auf dem Bildschirm in einer alten Schriftart auf, während wir Bilder von der ersten kommerziellen Radiosendung (1920), den ersten Farbfernsehern (1953), der ersten erfolgreichen Nierentransplantation (1954), dem ersten Mann auf dem Mond (1969) und der Geburt des Internets sehen. Nach dem Vorbeiflitzen an der Herrlichkeit von YouTube und virtueller Realität wird der Bildschirm leer und die Worte erscheinen, weiß auf schwarzem Hintergrund: „What’s next?“ (Was kommt als nächstes?)

Wenn man sich das Werbevideo des Kronprinzen anschaut, taucht man in eine typisch saudische Form der Arroganz ein.

Der Schnitt zeigt M.B.S. auf einer Bühne in seinem bodenlangen weißen Kleid. Er hält einen kurzen Vortrag im TED-Stil, während hinter ihm ein topografisches Modell einer scheinbar geschwärzten Mondkruste zu sehen ist. Ein dünner, grün glühender Feuerstrahl durchschneidet es, und für einen Moment hätte ich fast erwartet, dass Godzilla auftaucht und sich mit dem Prinzen anlegt. Das japanische Filmmonster, geboren aus der Angst und Begeisterung über die Macht der Technik nach dem Zweiten Weltkrieg wäre hier seltsam passend. Aber nein: Der grüne Strahl soll die Line repräsentieren.

Während M.B.S. diese schöne neue Welt heraufbeschwört – keine Fahrt wird länger als 20 Minuten dauern! null Kohlenstoffemissionen! – bekommt man das Gefühl, dass seine Chuzpe geradezu metaphysisch ist. Er scheint zu glauben, dass die Natur selbst unter seinem Kommando steht. Das sollte nicht völlig überraschend sein, denn M.B.S. propagiert seit 2017, als er zum ersten Mal Neom vorstellte, die umfassendere futuristische Entwicklung, von der die Line ein Teil ist, ähnlich ausgefallene Ideen. (Der Name ist ein Portmanteau (Schachtelwort) aus griechischen und arabischen Wörtern für „neu“ und „Zukunft“.) Der Neom-Prospekt beschrieb „eine neue Lebensweise von der Geburt bis zum Tod, die genetische Mutationen erreicht, um die menschliche Stärke und den IQ zu erhöhen“, so ein Artikel im Wall Street Journal aus dem Jahr 2019. Cloud-Seeding würde Regen in die Wüste bringen. Das Projekt beinhaltet ernsthafte, realistische Planungen zu Entsalzung, alternativer Energie und Wüstenlandwirtschaft, wie mir Ali Shihabi, ein Mitglied des Neom-Beirats, sagte. Aber diese Ideen wurden überschattet von wildem Gerede über Super-Hochgeschwindigkeitszüge, Roboter-Mädchen und Strände mit leuchtendem Sand.

Die Hybris, die diesen Vorschlägen zugrunde liegt, genährt von Generationen von Ja-Sagern (einschließlich gut bezahlter westlicher Berater), wird jedem vertraut sein, der Zeit in Saudi-Arabien verbracht hat. Dennoch hätte man von M.B.S. ein wenig mehr Umsicht erwartet, zumindest im Moment.

Dies ist der Mann, der beschuldigt wird, den grausamen Mord an Jamal Khashoggi angeordnet zu haben, dem saudischen Journalisten, der 2018 in das saudische Konsulat in Istanbul gelockt wurde, dann erwürgt und mit einer Knochensäge von einem aus Riad entsandten Team zerstückelt wurde. Khashoggi wagte es, milde kritische Kolumnen in der „Washington Post“ zu schreiben. Die Details seiner brutalen Ermordung schockierten die Welt und machten M.B.S. zum Paria. Er hat den Mord verurteilt und streitet jede Rolle darin ab. (Die C.I.A. ist da anderer Meinung.)

Bescheidenheit liegt nicht in den Genen von M.B.S., im Guten wie im Schlechten. Er fährt fort, seine Kritiker zu schikanieren und einzusperren, als ob der Khashoggi-Mord nie ans Licht gekommen wäre. Aber seine Unverfrorenheit hat es ihm ermöglicht, Saudi-Arabiens religiöses Establishment zu zügeln und der langjährigen Förderung giftiger islamistischer Doktrinen im Königreich ein Ende zu setzen. Er lockert die rigiden Beschränkungen des kulturellen Lebens, und das hat ihn immens populär gemacht, besonders unter der Jugend.

M.B.S.’s bizarrer Werbefilm ist nicht nur ein Spiegelbild seiner königlichen Ambitionen. Seine Technophilie schwingt bei vielen jungen Saudis mit, und man kann es ihnen nicht wirklich verdenken. Ihre eigenen Städte sind fast über Nacht aus obskuren Wüstenflecken entstanden. Ihre Großeltern sahen ehrfürchtig zu, wie schwarzer Glibber aus dem Sand sprudelte und eines der ärmsten Länder der Welt in eines der reichsten verwandelte. Warum sollten sie nicht an fliegende Taxis und künstliche Monde glauben?

Was der Prinz nicht sagt, ist, dass in der gleichen Gegend bereits Tausende von Menschen im Einklang mit der Natur leben: eine Stammesgemeinschaft, die seit Jahrhunderten dort ansässig ist.

Der letzte Teil des Line-Videos schlägt einen überraschenden Ton an: Bilder von verstopften Stadtautobahnen und Überführungen, die an den dystopischen Film „Koyaanisqatsi“ von 1982 erinnern, in dem die Moderne als Verrat an der Erde dargestellt wird. Die Line, so das Video, wird die Menschheit vor diesem Alptraum retten, indem sie das Pendeln und die Umweltverschmutzung eliminiert und 95 Prozent der Natur innerhalb ihrer Grenzen bewahrt.

Was der Prinz nicht sagt, ist, dass es in demselben Gebiet bereits Tausende von Menschen gibt, die im Einklang mit der Natur leben: eine Stammesgemeinschaft, die seit Jahrhunderten dort lebt und nun durch das Projekt ersetzt wird. Einer dieser Stammesangehörigen hat Videos gemacht, um gegen die Vertreibung zu protestieren – Videos einer anderen Art, wie man sich vorstellen kann, als die, die M.B.S. produziert hat. Er wurde letztes Jahr bei einer Konfrontation mit saudischen Sicherheitskräften erschossen.

Jeder, der schon einmal in den bestehenden Städten Saudi-Arabiens war, kann den Wunsch nach einem Neuanfang nachempfinden. Sie sind staubig und hässlich. Engstirnige Kleriker herrschen über korrupte Bürokratien, die sich gegen Veränderungen sträuben. Aber die saudische Landschaft ist bereits mit gescheiterten oder aufgegebenen Megaprojekten übersät. Einige Saudis haben auf den Film von M.B.S. mit bissigen Kommentaren über die Notwendigkeit reagiert, die bestehenden Städte und Viertel des Landes zu renovieren, bevor sie Milliarden in ein weiteres Xanadu stecken. Jamal Khashoggi deutete so etwas in einer Kolumne an, die er zusammen mit einem Co-Autor ein paar Monate vor seiner Ermordung schrieb.

Nachdem M.B.S. seinen Vortrag beendet hat, beschreibt eine warme Frauenstimme das Leben in der Line. Die urbane Dystopie tritt zurück, und glücklichere Bilder tauchen auf: neblige Berggipfel, Wellen, die an eine unberührte Küste klatschen.

Die letzten Worte des Films, die gesprochen werden, während eine multikulturelle Parade von Gesichtern über die Leinwand flimmert, sind köstlich absurd: „Ein Zuhause für uns alle – willkommen in der Line.“ Als ich das hörte, konnte ich nicht umhin, mich über die Frau zu wundern, die diese Worte sprach. Würde sie überhaupt in Erwägung ziehen, in eine abgelegene Wüstenstadt zu ziehen, um dort rund um die Uhr überwacht zu werden und den Launen eines mörderischen Prinzen ausgesetzt zu sein?

Meine Vermutung ist, dass sie das getan hat, was so viele andere, die für die Saudis arbeiten, getan haben: ihren Text gesprochen, den Scheck abgeholt und geflohen.




Islam-Terror in Saudi-Arabien ohne Ende 25.6.2023: Zensur, Todesstrafen, Kindermorde:
Saudi Arabia Uncovered! Die Gräueltaten gehen weiter! Unterdrückung kritischer Stimmen! Die Zahl der Hinrichtungen hat sich versiebenfacht, sogar Hinrichtungen von Jugendlichen! Die dunkle Realität hinter Saudi-Arabiens utopischen Träumen!
https://netzfrauen.org/2023/06/25/saudiarabia-7/

Was ist mit Saudi-Arabien los? Eine Menge. Saudi-Arabien empfängt Spitzenpolitiker der Welt, schließt enorme Verträge mit China ab und setzt voll auf den Sport. Der Staatsfonds des Königreichs wird die vier größten Fußballvereine übernehmen. Doch auch das ist los: Die Unterdrückung kritischer Stimmen hat sich in Saudi Arabien verschärft. Bis zu 45 Jahre Haft verhängten saudische Gerichte unter anderem für Aktivitäten beim sozialen Netzwerk Twitter, denn die sozialen Medien werden streng überwacht. Zuletzt traf es die Fitnesslehrerin Manahil al-Otaibi, die sich in sozialen Medien für ein Ende des Systems männlicher Vormundschaft ausgesprochen hatte. Im Jahr 2023 sind in Saudi-Arabien bisher 54 Menschen auf der Grundlage verschiedener Straftaten hingerichtet worden. Trotz der Zusicherung der saudi-arabischen Behörden, die Todesstrafe nicht mehr gegen zur Tatzeit Minderjährige zu verhängen, droht dort sieben jungen Männern die Hinrichtung. In den letzten drei Jahren hat sich die Zahl der Hinrichtungen in Saudi-Arabien versiebenfacht. Wie wird man Kronprinz von Saudi Arabien? Mohammed bin Nayef wurde im Rahmen einer vom derzeitigen Kronprinzen Mohammed bin Salman angeordneten Machtkonsolidierung festgenommen und sitzt seitdem im Gefängnis. Was mit Kritikern geschieht, wird auch durch den  Mord an dem regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi deutlich. Seitdem wächst die weltweite Kritik an Saudi Arabien, eigentlich. Denn obwohl die Gräueltaten nicht gestoppt wurden, bekam Saudi Arabien die G20-Präsidentschaft. Und wie bekannt wurde, haben die G20-Staaten seit dem Beitritt zum Jemen-Krieg im Jahr 2015 Waffen im Wert von 17 Mrd. USD an Saudi-Arabien verkauft. Auch deutsche Politiker geben sich, wenn es um die Handelsbeziehungen geht, die Türklinke in Saudi Arabien in die Hand. Auch als die saudi-arabische Regierung per Anzeige acht Henker suchte hielt auch der jetzigen Präsidentin und damalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nicht davon ab, trotz Menschenrechtsverletzungen die Kooperation mit Saudi Arabien weiter auszubauen. Auch Mark Zuckerberg von Facebook traf sich mit dem Kronprinzen und auch Microsoft unterstützt den Kronprinzen bei seiner utopischen Vision 2030. Bereits die schockierende Dokumentation – Saudi Arabia Uncovered –  enthüllte die Brutalität des Lebens in Saudi Arabien. Es wurde gezeigt, wie Menschen an Kränen aufgehängt und eine Frau auf offener Straße enthauptet wurde. Geschäfte wurden trotzdem weiterhin getätigt. Erst in 2022 schloss Saudi Arabien einen Vertrag mit Blackrock über den Verkauf einer Beteiligung an seinen Erdgaspipelines für 15,5 Milliarden US-Dollar ab. Und zur gleichen Zeit wurde bekannt, dass der italienische Ex-Premier Matteo Renzi 1,1 Millionen Euro von Beratungsunternehmen in Saudi-Arabien erhielt. Auch schloss  Saudi Arabien ein Abkommen im Wert von 65 Milliarden Dollar mit China ab. Nun hat der Kronprinz von Saudi Arabien ehrgeizige Pläne, die er in einem Werbevideo veröffentlichte. Neom: Saudi-Arabiens 500-Milliarden-Dollar-Wette: Bau einer futuristischen Stadt in der Wüste.

Wollen Sie in Saudi Arabien Urlaub machen?

Saudi-Arabien arbeitet an Verbesserungen seines Tourismussektors und hat Verträge mit China unterzeichnet, um chinesische Touristen anzulocken . Als weiteres Zeichen der zunehmenden Nähe der beiden Länder unterzeichneten sie einen 5,6-Milliarden-Dollar-Vertrag für die Produktion von Elektrofahrzeugen. Außerdem wird der Staatsfonds des Königreichs die vier größten Fußballvereine übernehmen , von denen zwei Spieler wie Cristiano Ronaldo, Karim Benzema und N’Golo Kante umworben haben, und so die Starmacht des saudischen Fußballs stärken.

Darüber sollten sich Touristen im Klaren sein. „Die sozialen Medien werden streng überwacht“, warnt das Auswärtige Amt diejenigen, die das Königreich besuchen wollen.

Wollen Sie wirklich in Saudi Arabien Urlaub machen, können Sie auch an Hinrichtungen teilnehmen, denn trotz der Zusicherung der saudi-arabischen Behörden, die Todesstrafe nicht mehr gegen zur Tatzeit Minderjährige zu verhängen, droht dort sieben jungen Männern die Hinrichtung. Sollten die Männer hingerichtet werden, würde dies den ohnehin bereits grausamen Blutzoll weiter in die Höhe treiben: In den letzten drei Jahren hat sich die Zahl der Hinrichtungen in Saudi-Arabien versiebenfacht.

Erst am Samsatag, den 12.März 2022 gab es eine Massenhinrichtung. Die Hinrichtungen – oftmals Enthauptungen – finden öffentlich statt.. Zu den Männern gehörten 37 saudische Staatsangehörige, die in einem einzigen Fall für schuldig befunden wurden, weil sie versucht hatten, Sicherheitsbeamte zu ermorden und Polizeistationen und Konvois angegriffen zu haben, fügte der Bericht hinzu.

Und wie  Reporter ohne Grenzen am 03.Mai 2023 zum Welttag der Pressefreiheit berichtete, steht Saudi Arabien (170, -4) seit vielen Jahren in der Schlussgruppe der Rangliste der Pressefreiheit. Der mächtige Kronprinz Mohammed bin Salman, genannt MBS, lässt Medienschaffende für viele Jahre hinter Gittern verschwinden, verbietet ihnen auszureisen oder lässt sie sogar im Ausland streng überwachen. Der Mord am JournalistenJamal Khashoggi jährt sich 2023 zum fünften Mal – es ist offensichtlich, dass MBS sich vor keinerlei Strafverfolgung fürchten muss.

In Saudi Arabien inhaftiert

War Ihnen bekannt, dass Saudi-Arabien auf der veröffentlichten sogenannten „Liste der Schande 2015“ stand? Die Liste zeigt die Namen von Ländern, Terrorgruppen und Armeen, die Kinder rekrutieren und töten. Wenige Stunden danach aber war Saudi-Arabien plötzlich von der Liste der Schande verschwunden. Saudi-Arabien hatte Druck gemacht. Schriftlich und mündlich bei dem damaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon protestiert. Nach dem Motto: Wir wollen nicht auf einer Liste erscheinen, auf der auch Terrorgruppen wie der „Islamische Staat“ oder Al Kaida stehen. Dafür wurde ausgerechnet Faisal Bin Hassan Trad aus Saudi-Arabien der neue „Experte“ der Vereinten Nationen für Menschenrechte wurde. 2020 scheiterte Saudi-Arabien bei seinem Versuch, für die nächste Amtszeit von drei Jahren ab dem 1. Januar 2021 Mitglied des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen (UNHRC) zu werden, trotz Kritik haben es aber China und Russland am 13. Oktober 2020 in einer Abstimmung geschafft.

Nach der Ermordung des Journalisten Khashoggi wurde es wieder ruhig um Saudi Arabien, doch die Gräueltaten gehen weiter. Die Festnahmen und dokumentierten Misshandlungen zeigen, wie Kronprinz Mohammed bin Salman, der laut US-Geheimdiensten und einer unabhängigen Untersuchung durch einen UN-Berichterstatter für den Mord an Jamal Khashoggi im Jahr 2018 verantwortlich ist, sein brutales Vorgehen gegen Dissidenten fortsetzt.

Saudi-Arabien gehört seit langem zu den Ländern mit den meisten Hinrichtungen weltweit, darunter auch von jungen Regimekritikern. Sie waren nicht einmal 18, als sie verhaftet wurden. Nach dem Dokumentarfilm Saudi Arabia Uncovered, der die Brutalität einer Welt zeigt, in der Frauen auf der Straße geköpft werden, scheint sich die Lage in Saudi Arabien auch unter Kronprinz Mohammed bin Salman nicht geändert zu haben, der sich gern als neuer weltoffener Reformer zeigt. Auch aktuelle Recherchen zeigen, dass Menschenrechtsverteidiger, Schriftstellerinnen, Journalistinnen, Reformbefürworter, Aktivistinnen und Angehörige der schiitischen Minderheit in unfairen Verfahren zu langen Haftstrafen oder gar zum Tod verurteilt werden. Auch für Frauen scheint sich die Situation in Saudi Arabien wieder zu verschlechtern. Siehe auch Die Gräueltaten gehen weiter und trotzdem übernimmt Saudi Arabien G20-Präsidentschaft – Saudi Arabia G20 Presidency for 2020 – brutal crackdown on dissent – journalists jailed

 Der stellvertretende saudische Kronprinz trifft Mark Zuckerberg von Facebook

2010 sperrte Saudi Arabien noch Facebook. 2011 hatte König Abdullah von Saudi-Arabien beschlossen, ein Angebot von 150 Milliarden Dollar für den Kauf von Facebook zu machen. Er wurde von Goldman Sachs beraten. Im Juni 2016 bot Saudi-Arabien laut al-Okaz-a Mark Zuckerberg $ 250 Mrd an, um Facebook zu kaufen. Das Angebot war mehr als doppelt so hoch als der damalige reale Wert.

Saudi’s Deputy Crown Prince meets Facebook founder Mark Zuckerberg

Der stellvertretende saudische Kronprinz Mohammed bin Salman besuchte im Juni 2016  die Zentrale von Facebook und traf sich mit dem Gründer und Präsidenten des Technologieriesen, Mark Zuckerberg.

Ein weiteres wichtiges Treffen im Silicon Valley war mit Satya Narayana Nadella, Chief Executive Officer von Microsoft . Während des Treffens wurde eine Absichtserklärung (MoU) unterzeichnet, wonach Microsoft junge Saudis ausbilden und Saudi-Arabien bei seiner ehrgeizigen digitalen und wissensbasierten Innovationstransformation im Rahmen der Vision 2030 unterstützen wird. Microsoft hat einen weiteren Vertrag abgeschlossen, um das Decision Making Support Center am Royal Court durch die Einrichtung von Systemen und Betriebsprogrammen mit Hilfe eines Expertenteams von Microsoft zu stärken.

Es wird davon ausgegangen, dass die Treffen von Prinz Mohammed darauf abzielten, die Beziehungen zum Silicon Valley zu stärken und neue Projekte zu schaffen, die im Königreich umgesetzt werden sollen. Diese Treffen zielen auch darauf ab, einen Hightech-Sektor aufzubauen, um die Ziele einer vielfältigen Wirtschaft zu erreichen, wie sie in Saudi-Arabiens Vision 2030 angestrebt werden . Siehe  Saudi Arabia Uncovered-Die dunkle Realität hinter Saudi-Arabiens Geschäfte mit dem Westen, China, Russland, BlackRock – Wirtschaftliche Interessen bestimmen Weltpolitik! The Dark Reality Behind Saudi Arabia-Why do governments and companies put profit before people? Saudi Arabia executes 81 people in a single day

Der stellvertretende saudische Kronprinz Mohammed
                bin Salman testet neue Technologie im Silicon Valley
                (Exklusive Bilder von Bandar al-Galoud) Der stellvertretende saudische Kronprinz Mohammed bin Salman testet neue Technologie im Silicon Valley (Exklusive Bilder von Bandar al-Galoud) Der stellvertretende saudische Kronprinz Mohammed
                bin Salman spricht mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg
                (Exklusive Bilder von Bandar al-Galoud) Der stellvertretende saudische Kronprinz Mohammed bin Salman spricht mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (Exklusive Bilder von Bandar al-Galoud) Facebook-Gründer Mark Zuckerberg winkt den
                stellvertretenden saudischen Kronprinzen Mohammed bin
                Salman nach einem Treffen zwischen den beiden im
                Hauptsitz des Technologieriesen im Silicon Valley ab
                (Exklusive Bilder von Bandar al-Galoud) Facebook-Gründer Mark Zuckerberg winkt den stellvertretenden saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman nach einem Treffen zwischen den beiden im Hauptsitz des Technologieriesen im Silicon Valley ab (Exklusive Bilder von Bandar al-Galoud)

Mohammed bin Salman wurde im Juni 2017 von seinem Vater, König Salman ibn Abd al-Aziz, zum Kronprinzen ernannt.

Mohammed bin Salman al-Saud ist Kronprinz, Verteidigungsminister und stellvertretender Premierminister Saudi-Arabiens. Während seiner Amtszeit als Verteidigungsminister führten die Streitkräfte Saudi Arabiens die Militärintervention im Jemen seit 2015 durch.

Wegen seiner mutmaßlichen Rolle bei der Ermordung Khashoggis hat Mohammed bin Salman, der in der englischen Sprache gelegentlich „MBS“ genannt wird, den sarkastisch-metaphorisch gemeinten Spitznamen Mister Bone Saw (deutsch: Herr Knochensäge) erhalten.

Zudem geht Mohammed bin Salman hart gegen den Iran vor, aber auch gegen Reformer im eigenen Land. Mit ihm gilt das saudische Königreich als zunehmend unberechenbar. Was auch die Situation belegt, die sich in Saudi Arabiens Provinz al-Qatif abspielte: Qatif gilt zusammen mit al-Hasa als Siedlungsschwerpunkt der saudischen Imamiten und spielte im Zusammenhang mit den Protesten in Saudi-Arabien ab 2011 eine zentrale Rolle. Der Bürgerrechtler Nimr al-Nimr wurde wegen Anstiftung zum Aufruhr in Qatif zum Tode verurteilt und im Januar 2016 hingerichtet. Ali Al-Nimr, sein Neffe, soll enthauptet werden, dann soll sein kopfloser Körper aufgehängt und öffentlich ausgestellt werden. Der neueste grausame Akt der IS-Dschihadisten? Nein: Es ist ein Urteil des Obersten Gerichtshofes in Saudi Arabien und doch wird dieser Staat mit Waffen nur so überschüttet.

Gepanzerte Fahrzeuge in den Straßen, zerschossene Häuser und Gewehrsalven in der Luft – solche Szenen sind wir aus Syrien gewohnt. Doch Ähnliches spielt sich derzeit auch in der schiitischen Stadt al-Awamiya im Osten Saudi Arabiens ab, allerdings mit umgekehrten Vorzeichen: Die Aufständischen sind Schiiten, das Regime ist sunnitisch. Dazu: Die Gräueltaten gehen weiter und trotzdem übernimmt Saudi Arabien G20-Präsidentschaft – Saudi Arabia G20 Presidency for 2020 – brutal crackdown on dissent – journalists jailed

Saudi Arabien wird Teil der digitalen Seidenstraße

Der wichtigste Wirtschaftszweig, der Ölsektor, befand sich bereits seit längerer Zeit im Rückwärtsgang. Saudi-Arabien hat zwar Maßnahmen zur Abfederung der Coronakrise (Zinssenkungen, Hilfskredite, Arbeitsmarktprogramme etc.) ergriffen. Gleichzeitig aber die Wirtschaft durch eine Verdreifachung der Mehrwertsteuer auf 15 Prozent belastet. Ein Konjunkturpaket zur Ankurbelung der Wirtschaft ist nicht in Sicht. Die Staatsausgaben sollen 2020 nicht ausgeweitet worden sein, so ein Bericht von German Trade Invest.

Dazu auch: Saudi Arabia Uncovered-Die dunkle Realität hinter Saudi-Arabiens Geschäfte mit dem Westen, China, Russland, BlackRock – Wirtschaftliche Interessen bestimmen Weltpolitik! The Dark Reality Behind Saudi Arabia-Why do governments and companies put profit before people? Saudi Arabia executes 81 people in a single day

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Wie versteckt Saudi-Arabien seinen eigenen Untergang?

In den letzten Jahrzehnten war Saudi-Arabien dank seiner riesigen Ölreserven ein wichtiger Akteur in der Weltwirtschaft. Das Land konnte seine Position als dominierende Kraft im Nahen Osten behaupten, indem es seinen Reichtum nutzte, um Allianzen zu bilden und in sein Militär zu investieren. Die jüngsten Ereignisse deuten jedoch darauf hin, dass die saudische Regierung darum kämpft, ihre Macht zu behalten. In diesem Blogbeitrag von Think School wird erklärt, wie Saudi-Arabien seinen eigenen Untergang verbirgt.

Die saudi-arabische Regierung war schon immer sehr geheimnisvoll, und es ist notorisch schwierig, genaue Informationen über die inneren Angelegenheiten des Landes zu erhalten. Dies hat es der Regierung ermöglicht, ein Image der Stabilität und Stärke aufrechtzuerhalten, selbst wenn Risse in der Fassade auftauchen.

Eine Möglichkeit, wie die saudische Regierung ihren eigenen Untergang verschleiert hat, ist die Manipulation der Medien. Die Regierung kontrolliert die meisten großen Nachrichtenagenturen des Landes und nutzt sie, um ein rosiges Bild der Lage des Landes zu zeichnen. Dies hat es Außenstehenden erschwert, sich ein genaues Bild von den Geschehnissen in Saudi-Arabien zu machen.

Eine andere Möglichkeit, mit der die saudische Regierung ihren eigenen Untergang verschleiert hat, besteht darin, hart gegen abweichende Meinungen vorzugehen. Die Regierung hat zahlreiche Aktivisten, Journalisten und Akademiker festgenommen und inhaftiert, die sich gegen die Politik der Regierung ausgesprochen haben. Dies hat eine Kultur der Angst geschaffen und viele der Stimmen zum Schweigen gebracht, die sonst vielleicht wegen der Probleme des Landes Alarm geschlagen hätten.

Trotz dieser Bemühungen, den eigenen Untergang zu verbergen, gibt es Anzeichen dafür, dass die saudische Regierung zu kämpfen hat. Eine der größten Herausforderungen für die Regierung ist der Rückgang der Ölpreise. Die Wirtschaft des Landes ist stark von Ölexporten abhängig, und der Preisverfall hat zu einem Rückgang der Einnahmen geführt. Dies hat den Staatshaushalt belastet, was zu Kürzungen bei Sozialprogrammen und anderen Dienstleistungen geführt hat.

Neben wirtschaftlichen Herausforderungen sieht sich die saudische Regierung auch mit wachsender innerer Unruhe konfrontiert. In der östlichen Provinz des Landes, in der eine große schiitische Bevölkerung lebt, die sich seit langem über Diskriminierung und Unterdrückung beschwert, gab es Proteste. Die Regierung hat auf diese Proteste mit harter Hand reagiert, was die Spannungen nur noch angeheizt hat.

Zusammenfassend steht Saudi-Arabien vor einer Reihe von Herausforderungen, die seine Stabilität und seinen zukünftigen Wohlstand bedrohen. Trotz der Bemühungen, diese Probleme vor dem Rest der Welt zu verbergen, ist klar, dass die Regierung darum kämpft, ihre Macht zu behalten. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Herausforderungen entwickeln werden, aber eines ist sicher: Die Zukunft Saudi-Arabiens ist alles andere als sicher.

Die dunkle Realität hinter Saudi-Arabiens utopischen Träumen

Den folgenden Beitrag von New York Times  haben wir für Sie übersetzt:

Für den Rest der Welt mag Saudi-Arabien wie ein quasi-mittelalterliches Königreich aussehen, in dem Frauen immer noch um ihre Grundrechte kämpfen, bärtige Kleriker die Gerichte leiten und Verurteilte routinemäßig in der Öffentlichkeit mit dem Schwert enthauptet werden. Doch die saudische Monarchie träumt – wie ihre Nachbarn in Dubai und Abu Dhabi – seit langem vom Sprung in eine Hightech-Zukunft. Der letzte saudische König entwarf Pläne für sechs neue Städte in der Wüste, die alle als transformative Schritte in Richtung einer Welt jenseits des Öls angepriesen wurden.

Jetzt haben die Saudis eine Vision angekündigt, die alle ihre bisherigen Bemühungen zahm aussehen lässt. Kronprinz Mohammed bin Salman, der De-Facto-Herrscher, veröffentlichte im Januar einen kurzen Film, in dem er seine Pläne für die „Line“ vorstellte, ein postmodernes Ökotopia, das an der Nordwestküste des Königreichs entstehen soll. Es wird ein schmaler urbaner Streifen von 106 Meilen Länge sein, ohne Straßen, ohne Autos und ohne Umweltverschmutzung. M.B.S., wie der Kronprinz genannt wird, plant, 500 Milliarden Dollar in die Line und verwandte Projekte zu stecken, was selbst für saudische Verhältnisse eine Menge Geld ist. Er nennt die Line eine „zivilisatorische Revolution“, die von einer Million Menschen „aus aller Welt“ bewohnt werden soll. Warum irgendjemand dorthin ziehen möchte und warum eine Stadt wie ein Capellini-Strang geformt sein sollte, kann man nur vermuten.

Wenn man sich das Werbevideo des Kronprinzen ansieht, taucht man in eine typisch saudische Form der Arroganz ein, die religiösen Triumphalismus und königliche Grandiosität miteinander verbindet. Der Film beginnt mit einer sich schnell bewegenden Montage der größten wissenschaftlichen und technischen Durchbrüche des 20. Jahrhunderts, einschließlich eines unpassenden Bildes von Saudi-Arabiens Gründerkönig – als ob er eher ein Innovator im Stil von Steve Jobs als ein Kamel reitender Wüstenkrieger gewesen wäre. Daten blinken auf dem Bildschirm in einer alten Schriftart auf, während wir Bilder von der ersten kommerziellen Radiosendung (1920), den ersten Farbfernsehern (1953), der ersten erfolgreichen Nierentransplantation (1954), dem ersten Mann auf dem Mond (1969) und der Geburt des Internets sehen. Nach dem Vorbeiflitzen an der Herrlichkeit von YouTube und virtueller Realität wird der Bildschirm leer und die Worte erscheinen, weiß auf schwarzem Hintergrund: „What’s next?“ (Was kommt als nächstes?)

Wenn man sich das Werbevideo des Kronprinzen anschaut, taucht man in eine typisch saudische Form der Arroganz ein.

Der Schnitt zeigt M.B.S. auf einer Bühne in seinem bodenlangen weißen Kleid. Er hält einen kurzen Vortrag im TED-Stil, während hinter ihm ein topografisches Modell einer scheinbar geschwärzten Mondkruste zu sehen ist. Ein dünner, grün glühender Feuerstrahl durchschneidet es, und für einen Moment hätte ich fast erwartet, dass Godzilla auftaucht und sich mit dem Prinzen anlegt. Das japanische Filmmonster, geboren aus der Angst und Begeisterung über die Macht der Technik nach dem Zweiten Weltkrieg wäre hier seltsam passend. Aber nein: Der grüne Strahl soll die Line repräsentieren.

Während M.B.S. diese schöne neue Welt heraufbeschwört – keine Fahrt wird länger als 20 Minuten dauern! null Kohlenstoffemissionen! – bekommt man das Gefühl, dass seine Chuzpe geradezu metaphysisch ist. Er scheint zu glauben, dass die Natur selbst unter seinem Kommando steht. Das sollte nicht völlig überraschend sein, denn M.B.S. propagiert seit 2017, als er zum ersten Mal Neom vorstellte, die umfassendere futuristische Entwicklung, von der die Line ein Teil ist, ähnlich ausgefallene Ideen. (Der Name ist ein Portmanteau (Schachtelwort) aus griechischen und arabischen Wörtern für „neu“ und „Zukunft“.) Der Neom-Prospekt beschrieb „eine neue Lebensweise von der Geburt bis zum Tod, die genetische Mutationen erreicht, um die menschliche Stärke und den IQ zu erhöhen“, so ein Artikel im Wall Street Journal aus dem Jahr 2019. Cloud-Seeding würde Regen in die Wüste bringen. Das Projekt beinhaltet ernsthafte, realistische Planungen zu Entsalzung, alternativer Energie und Wüstenlandwirtschaft, wie mir Ali Shihabi, ein Mitglied des Neom-Beirats, sagte. Aber diese Ideen wurden überschattet von wildem Gerede über Super-Hochgeschwindigkeitszüge, Roboter-Mädchen und Strände mit leuchtendem Sand.

Die Hybris, die diesen Vorschlägen zugrunde liegt, genährt von Generationen von Ja-Sagern (einschließlich gut bezahlter westlicher Berater), wird jedem vertraut sein, der Zeit in Saudi-Arabien verbracht hat. Dennoch hätte man von M.B.S. ein wenig mehr Umsicht erwartet, zumindest im Moment.

Dies ist der Mann, der beschuldigt wird, den grausamen Mord an Jamal Khashoggi angeordnet zu haben, dem saudischen Journalisten, der 2018 in das saudische Konsulat in Istanbul gelockt wurde, dann erwürgt und mit einer Knochensäge von einem aus Riad entsandten Team zerstückelt wurde. Khashoggi wagte es, milde kritische Kolumnen in der „Washington Post“ zu schreiben. Die Details seiner brutalen Ermordung schockierten die Welt und machten M.B.S. zum Paria. Er hat den Mord verurteilt und streitet jede Rolle darin ab. (Die C.I.A. ist da anderer Meinung.)

Bescheidenheit liegt nicht in den Genen von M.B.S., im Guten wie im Schlechten. Er fährt fort, seine Kritiker zu schikanieren und einzusperren, als ob der Khashoggi-Mord nie ans Licht gekommen wäre. Aber seine Unverfrorenheit hat es ihm ermöglicht, Saudi-Arabiens religiöses Establishment zu zügeln und der langjährigen Förderung giftiger islamistischer Doktrinen im Königreich ein Ende zu setzen. Er lockert die rigiden Beschränkungen des kulturellen Lebens, und das hat ihn immens populär gemacht, besonders unter der Jugend.

M.B.S.’s bizarrer Werbefilm ist nicht nur ein Spiegelbild seiner königlichen Ambitionen. Seine Technophilie schwingt bei vielen jungen Saudis mit, und man kann es ihnen nicht wirklich verdenken. Ihre eigenen Städte sind fast über Nacht aus obskuren Wüstenflecken entstanden. Ihre Großeltern sahen ehrfürchtig zu, wie schwarzer Glibber aus dem Sand sprudelte und eines der ärmsten Länder der Welt in eines der reichsten verwandelte. Warum sollten sie nicht an fliegende Taxis und künstliche Monde glauben?

Was der Prinz nicht sagt, ist, dass in der gleichen Gegend bereits Tausende von Menschen im Einklang mit der Natur leben: eine Stammesgemeinschaft, die seit Jahrhunderten dort ansässig ist.

Der letzte Teil des Line-Videos schlägt einen überraschenden Ton an: Bilder von verstopften Stadtautobahnen und Überführungen, die an den dystopischen Film „Koyaanisqatsi“ von 1982 erinnern, in dem die Moderne als Verrat an der Erde dargestellt wird. Die Line, so das Video, wird die Menschheit vor diesem Alptraum retten, indem sie das Pendeln und die Umweltverschmutzung eliminiert und 95 Prozent der Natur innerhalb ihrer Grenzen bewahrt.

Was der Prinz nicht sagt, ist, dass es in demselben Gebiet bereits Tausende von Menschen gibt, die im Einklang mit der Natur leben: eine Stammesgemeinschaft, die seit Jahrhunderten dort lebt und nun durch das Projekt ersetzt wird. Einer dieser Stammesangehörigen hat Videos gemacht, um gegen die Vertreibung zu protestieren – Videos einer anderen Art, wie man sich vorstellen kann, als die, die M.B.S. produziert hat. Er wurde letztes Jahr bei einer Konfrontation mit saudischen Sicherheitskräften erschossen.

Jeder, der schon einmal in den bestehenden Städten Saudi-Arabiens war, kann den Wunsch nach einem Neuanfang nachempfinden. Sie sind staubig und hässlich. Engstirnige Kleriker herrschen über korrupte Bürokratien, die sich gegen Veränderungen sträuben. Aber die saudische Landschaft ist bereits mit gescheiterten oder aufgegebenen Megaprojekten übersät. Einige Saudis haben auf den Film von M.B.S. mit bissigen Kommentaren über die Notwendigkeit reagiert, die bestehenden Städte und Viertel des Landes zu renovieren, bevor sie Milliarden in ein weiteres Xanadu stecken. Jamal Khashoggi deutete so etwas in einer Kolumne an, die er zusammen mit einem Co-Autor ein paar Monate vor seiner Ermordung schrieb.

Nachdem M.B.S. seinen Vortrag beendet hat, beschreibt eine warme Frauenstimme das Leben in der Line. Die urbane Dystopie tritt zurück, und glücklichere Bilder tauchen auf: neblige Berggipfel, Wellen, die an eine unberührte Küste klatschen.

Die letzten Worte des Films, die gesprochen werden, während eine multikulturelle Parade von Gesichtern über die Leinwand flimmert, sind köstlich absurd: „Ein Zuhause für uns alle – willkommen in der Line.“ Als ich das hörte, konnte ich nicht umhin, mich über die Frau zu wundern, die diese Worte sprach. Würde sie überhaupt in Erwägung ziehen, in eine abgelegene Wüstenstadt zu ziehen, um dort rund um die Uhr überwacht zu werden und den Launen eines mörderischen Prinzen ausgesetzt zu sein?

Meine Vermutung ist, dass sie das getan hat, was so viele andere, die für die Saudis arbeiten, getan haben: ihren Text gesprochen, den Scheck abgeholt und geflohen.




Saudi-Arabien am 21.8.2023: Grenzschützer killen 100e Äthiopier:
Seit Anfang 2022: Saudi-arabische Grenzschützer erschossen hunderte Migranten
https://www.suedtirolnews.it/chronik/saudi-arabische-grenzschuetzer-erschossen-hunderte-migranten

Saudi-arabische Grenzschützer haben laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch seit Anfang 2022 an der Grenze zum Jemen hunderte Migranten aus Äthiopien getötet. Dem am Montag veröffentlichten Bericht zufolge stützen sich die Vorwürfe auf 38 Zeugeninterviews sowie Satellitenbilder und in Online-Netzwerken veröffentlichte Aufnahmen. Alleine aus den Zeugenaussagen gingen mindestens 28 “Vorfälle mit Schusswaffen” hervor – darunter auch Angriffe mit Mörsergeschossen.

Die Vorfälle ereigneten sich Human Rights Watch (HRW) zufolge zu einem großen Teil nach einer im April 2022 in Kraft getretenen Waffenruhe im jemenitischen Bürgerkrieg, in dem Saudi-Arabien Kriegspartei ist. Offizielle Vertreter Saudi-Arabiens ließen Anfragen der Nachrichtenagentur AFP zu den Vorwürfen bisher unbeantwortet, HRW zufolge antwortete Riad auch nicht auf entsprechende schriftliche Anfragen.

Bereits im vergangenen Jahr hatten UN-Experten über “besorgniserregende Vorwürfe” berichtet, denen zufolge saudi-arabische Sicherheitskräfte an der Grenze zum Jemen in den ersten Monaten des Jahres 2022 etwa 430 Migranten getötet hätten. Dem nun veröffentlichten Bericht zufolge berichteten Überlebende unter anderem von Schusswaffenangriffen aus nächster Nähe, bei denen saudi-arabische Grenzschützer äthiopische Migranten gefragt hätten, in welches Körperteil sie “am liebsten geschossen werden möchten”.

Human-Rights-Forscherin Nadia Hardman erklärte, saudi-arabische Sicherheitskräfte töteten “Hunderte von Migranten und Asylsuchenden in diesem abgelegenen Grenzgebiet außerhalb der Sichtweite der übrigen Welt”. Auch der Versuch Saudi-Arabiens, sein Image mit dem “milliardenschweren Aufkauf von Golfevents, Fußballclubs und großen Shows” aufzuwerten, dürfe “nicht von diesen schrecklichen Verbrechen ablenken”.

Von: APA/AFP




Verdacht 15-Minuten-Stadt in Saudi-Arabien 7.9.2023: will eine neue Stadt bauen: "The Line":
Zukunfts-Stadt Neom: 170 km lang, 500 Meter hoch, 9 Mio Einwohner (Video)
https://www.wochenblitz.com/news/ausland/zukunfts-stadt-neom-170-km-lang-500-meter-hoch-9-mio-einwohner-video

Sau­di-Ara­bi­en hat ehrgeizige Pläne, sich vom Öl-Staat zu einem High­tech-Land zu entwick­eln, und der Kern dieser Vision ist das mon­u­men­tale Megapro­jekt The Line”.

  • Kro­n­prinz Mohammed bin Salman, auch bekan­nt als MBS, treibt diese bahn­brechende Ini­tia­tive voran, die die Art und Weise, wie wir städtis­ches Leben im 21. Jahrhun­dert ver­ste­hen, rev­o­lu­tion­ieren soll.
  • In den entle­ge­nen Wüsten Nord­west-Sau­di-Ara­bi­ens fressen sich Bag­ger und Bull­doz­er durch den Sand, während eine end­lose Flotte von Last­wa­gen Erde abtransportiert.
  • Tausende von Arbeit­ern, Inge­nieuren und Architek­ten arbeit­en in dieser Einöde am spek­takulärsten Gebäude der Welt — das 500 Meter hohe Dop­pel-Hochhaus The Line”, das sich schnurg­er­ade 170 Kilo­me­ter ins Lan­desin­nere erstreckt.
  • The Line” ist der Herz­schlag der geplanten Zukun­ftsstadt Neom, in der eines Tages neun Mil­lio­nen Men­schen leben sollen.

Die saud­is­che Regierung preist dieses Pro­jekt als zivil­isatorische Rev­o­lu­tion” und set­zt auf die Unter­stützung der jun­gen Gen­er­a­tion, die entschei­dend für die Real­isierung der Vision von MBS ist.

Während das Megapro­jekt im Inland enthu­si­astis­che Unter­stützung find­et, sehen einige inter­na­tionale Beobachter MBS’ Ehrgeiz eher als Arroganz.

Die Idee, dass sich selb­st die Natur seinen Plä­nen beu­gen wird, hat in der New York Times” Spott ausgelöst.

Doch The Line” ver­spricht eine grüne Oase in der Wüste: Ver­tikale Gärten wer­den Nahrungsmit­tel liefern, und die Stadt wird voll­ständig auf erneuer­bare Energien set­zen, um kli­ma­neu­tral zu sein.

Das Leben in der Stadt der Zukunft

Die Bewohn­er von The Line” wer­den sich in kurz­er Zeit zu Schulen, Restau­rants, Parks und Super­märk­ten begeben kön­nen, da Straßen und Autos keine Rolle spielen.

Eine super­schnelle U‑Bahn wird unter der Stadt bere­it­ste­hen, die die 170 Kilo­me­ter von einem Ende zum anderen in max­i­mal 20 Minuten zurück­le­gen kann.

Mit bis zu 200 Mil­liar­den Dol­lar an Kosten ist The Line” eine mon­u­men­tale finanzielle Investition.

Ursprünglich soll­ten bere­its im kom­menden Jahr erste Bewohn­er einziehen, doch Berichte saud­is­ch­er Medi­en deuten auf das Jahr 2030 hin.

The Line” wird von den saud­is­chen Behör­den als Geheim­pro­jekt betrieben, und unab­hängige Infor­ma­tio­nen über den Fortschritt sind begrenzt.

Drohne­nauf­nah­men von der Baustelle wur­den jedoch mit Genehmi­gung der Neom-Ver­wal­tung veröffentlicht.

Kro­n­prinz Mohammed bin Salman hat betont: Wir wer­den sie eines Besseren belehren.”

Er investiert nicht nur finanzielles, son­dern auch poli­tis­ches Kap­i­tal in dieses futur­is­tis­che Megapro­jekt, da das Schick­sal von The Line” sein eigenes Schick­sal als Thron­fol­ger bee­in­flussen könnte.

Sau­di-Ara­bi­ens The Line” ist zweifel­los ein gewagtes und ehrgeiziges Unter­fan­gen, das die Welt mit Span­nung verfolgt.

Quelle: msn.com





Erste Atomwaffendiskussion in Saudi-Arabien am 21.9.2023: Falls Iran Kernwaffen entwickelt: Saudi-Prinz droht eigenes Atomprogramm an

https://apollo-news.net/saudi-prinz-droht-eigenes-atomprogramm-an/

https://de.rt.com/der-nahe-osten/181425-saudi-arabien-will-auch-atomwaffen-wenn-iran-sie-hat/



https://de.rt.com/international/191731-saudi-arabien-wird-vollwertiges-mitglied/







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Fotoquellen
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