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Der Ölschaden der "Zivilisation". Teil 3

Die Umweltschäden durch die Erdölförderungen sind nicht abschätzbar, und auch die Krankheiten und die Todesopfer und die toten Tiere nicht, die durch die Ölförderung und durch Öl-Havarien entstehen

Also: Eigentlich müsste man die Ölförderung verbieten, und der Transport von Öl auf dem Wasserweg in Tankern und Bohrplattformen auf hoher See müssten sofort total verboten werden...




Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Spiegel online, Logo

15.12.2011: Chevron in Brasilien: <Ölpest vor der Küste: Brasilien schmeisst US-Konzern aus dem Land>

aus: Spiegel online; 15.12.2011;
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,803837,00.htm

<Die Ölkatastrophe vor Südamerikas Küste könnte für den US-Konzern Chevron teuer werden - Brasilien verlangt von dem Unternehmen mehrere Milliarden Dollar Schadensersatz. Noch gravierender: Der Multi soll das boomende Land komplett verlassen.

Rio de Janeiro/San Ramon - Dem Ölkonzern Chevron und dem Bohrunternehmen Transocean drohen wegen der von ihnen verursachten Ölpest vor der Küste Brasiliens Schadensersatzzahlungen in Milliardenhöhe.

Die zuständige Staatsanwaltschaft in Campos im brasilianischen Bundesstaat Rio teilte mit, sie werde die beiden Unternehmen auf eine Strafzahlung in Höhe von elf Milliarden Dollar verklagen. Zudem forderte sie, dass die beiden Unternehmen ihre Produktion in Brasilien komplett einstellen. Das wäre vor allem für Chevron ein harter Schlag. Das Ölgeschäft in Brasilien boomt seit Jahren.

Sowohl Chevron als auch Transocean seien nicht in der Lage gewesen, die durch das Leck entstandenen Schäden zu kontrollieren, heißt es in der Klage. Dies zeuge von mangelnder Planung und einem fehlenden Umweltmanagement bei den Unternehmen.

Der Konzern hält sein Handeln für verantwortungsvoll

Nach Chevron-Angaben waren im November 2400 Barrel Öl durch das Bohrloch ins Meer entwichen. Die Regierung schätzt die Menge auf rund 5000 Barrel. Umweltschützer gehen von noch größeren Mengen aus. Ein Barrel entspricht 159 Litern.

Chevron hatte die Verantwortung für den Vorfall übernommen und war von den Behörden bereits zu einer Strafzahlung von 28 Millionen Dollar verpflichtet worden. Nun teilte der zweitgrößte US-Ölkonzern mit, er sei noch nicht formell über den neuen Schritt der Staatsanwaltschaft informiert worden. Man habe aber nach dem Unfall verantwortlich gehandelt und das Leck binnen vier Tagen schließen können. Auch die Aufräumarbeiten kämen voran.

Der Austritt des Öls war am 9. November entdeckt worden. Das betroffene Bohrloch von Chevron befindet sich nahe dem Ölfeld Campo Frade rund 370 Kilometer vor der brasilianischen Küste. In der Nähe liegen Routen von Walen und Delfinen.

stk/Reuters/dpa-AFX/AFP>

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20 minuten
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16.12.2011: Mit Gold wird "gehandelt" - und die gehandelte Menge ist dreimal die reale Menge

aus: 20 minuten online: Erspartes in Gefahr: Gold und Franken sind nicht mehr krisensicher
; 16.12.2011;
http://www.20min.ch/finance/news/story/15599080

[Eine Lesermeinung zum Gold im Jahre 2011 sagt klar, dass die gehandelte Menge Gold der dreifachen realen Menge Gold entspricht]:

<tinkeltom
am 17.12.2011 09:42 

Gewusst?

Dass auf der Welt 3 mal mehr Gold verkauft wird als es eigentlich gibt! Das heisst jeder Goldbarren, den Sie gekauft haben und noch auf der Bank liegt der gehört auch noch 2 anderen die genau gleich viel Anspruch darauf haben.>

Kommentar

Nun, dieses Rätsel ist schnell gelöst, denn die "USA" haben zum Beispiel das Gold in Fort Knox gestohlen und für sich selber eingesetzt, aber den Diebstahl nie gemeldet. Und so ist das wahrscheinlich auch bei anderen Stellen gelaufen, und deswegen ist das "Buch-Gold", das Gold, das in "Büchern" steht, inzwischen dreimal die Menge des realen Goldes. Das heisst, hier ist eine "Goldblase", die bis heute auch noch nicht bereinigt ist.

Michael Palomino, 17.12.2011

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n-tv
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Russland 18.12.2011: Russische Bohrinsel vor Sachalin gesunken

aus: n-tv online: Unfälle:
Zahl der Toten steigt nach Bohrinsel-Unfall; 18.12.2011;
http://www.n-tv.de/ticker/Zahl-der-Toten-steigt-nach-Bohrinsel-Unfall-article5026566.html

<Moskau (dpa) - Nach dem Untergang einer russischen Bohrinsel im stürmischen Pazifik ist die Zahl der Toten auf mindestens vier gestiegen. Rettungsmannschaften haben zwei weitere Arbeiter tot aus dem Meer gezogen. Präsident Dmitri Medwedew ordnete an, die Suche nach den 49 Vermissten zu verstärken. 14 Menschen sind schon gerettet worden. Die schwimmende Plattform «Kolskaja» war rund 200 Kilometer vor der Insel Sachalin im Nordwesten des Pazifiks gesunken.

Quelle: n-tv.de / dpa>

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n-tv
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Dosquebradas (Kolumbien) 25.12.2011: Treibstoff-Pipeline explodiert in Siedlung: <30.000 Kolumbianer ohne Wasser Elf Tote bei Pipeline-Explosion>

aus: n-tv online; 25.12.2011;
http://www.n-tv.de/panorama/Elf-Tote-bei-Pipeline-Explosion-article5073766.html

<Bei der Explosion einer Pipeline sind in Kolumbien elf Menschen ums Leben gekommen. 89 Menschen erlitten Verletzungen bei dem Unfall in der westkolumbischen Ortschaft Dosquebradas. Die Bürgermeisterin Luz Betancur gab im Rundfunksender Radio Caracol an, Einwohner hätten möglicherweise versucht, die Pipeline anzubohren, um Treibstoff zu stehlen.

Die Pipeline läuft eineinhalb Meter unter Erde, teilte die Polizei mit. Es werde deshalb untersucht, ob der Unfall eventuell andere Ursachen habe. Zehn Häuser in dem Departement Risaralda wurden zerstört, weitere 20 schwerbeschädigt. Der ausgelaufene Sprit verseuchte Wasserquellen. Rund 30.000 Menschen blieben ohne Wasserversorgung.

dpa>

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20 minuten
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4.1.2012: <Nigerias Neujahr: Öl an den Stränden, Feuer in der Hauptstadt>

aus: 20 minuten online; 4.1.2012;
http://www.20min.ch/news/ausland/story/20196403


<Erst die blutigen Weihnachtsanschläge auf christliche Kirchen, dann eine kaum beachtete Ölpest – und jetzt auch noch soziale Unruhen: Nigeria brennt an allen Ecken und Enden.

Nigeria kommt nicht zur Ruhe: Nachdem knapp 50 Menschen bei islamistischen Anschlägen an den Weihnachtsfeiertagen ums Leben gekommen sind, blutet das afrikanische Land über den Jahreswechsel weiter aus. Von der westlichen Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt hatte es bereits am 20. Dezember einen Unfall auf der Ölbohrinsel Bonga gegeben, die 120 Kilometer vor Nigerias Küste liegt. Nun ist das schwarze Gold an den Stränden angelangt und gefährdet die Existenz vieler Menschen. Ein Team der Nachrichtenagentur «Reuters» hat sich am 31. Dezember vor Ort ein Bild von der Situation gemacht.

Ölteppich rollt sich an Stränden aus

Die Journalisten besuchten zwei von 13 Dörfern im Niger-Delta, die von Bonga-Betreiber Shell Hilfe fordern. «Als der Ölteppich aufgetaucht ist, haben wir Shell gerufen, um sauberzumachen. Aber seither hat sich niemand gezeigt und nun räumen stattdessen die Dorfgemeinschaften auf», sagte Jacob Ajuju aus dem Dorf Oorobiri laut dem US-Sender MSNBC zu den Reportern. Joseph Gbuebo, Gemeindesekretär von Agga, ergänzte: «Bevor der Ölteppich kam, wurden wir bereits von Shell in [der Stadt] Warri bei einem Meeting darüber informiert, was auf uns zukommt. Es ist eine Katastrophe. Am 25. haben wir Helikopter gesehen, die einige Chemikalien über der Küste versprüht haben, aber die haben bloss unserer Gesundheit geschadet.»

Shell selbst wäscht die Hände in Unschuld. «Wir glauben nicht, dass das Öl am Strand von Bonga ist», schrieb Sprecher Precious Okolobo auf «Reuters»-Anfrage. Was angeschwemmt werde, könne nicht bei der Shell-Plattform ausgelaufen sein. Er glaube an die «Verschmutzung durch eine dritte Partei, die scheinbar mitten in einem gerade von uns gesäuberten Gebiet von einem Tanker verursacht wurde». Der Konzern wolle nun Proben nehmen, um zu beweisen, dass das Öl nicht von Shell ist. Laut MSNBC sei es tatsächlich nicht ungewöhnlich, dass verschiedene Öl-Multis ihr Produkt vor Nigeria einfach ins Meer laufen lassen.

Blutiger Streit um Land

Im August 2011 hatte die UN errechnet, dass die Beseitigung aller Öl-Verschmutzungen im Niger-Delta 30 Jahre bräuchte und eine Milliarde Dollar verschlingen würde. Als wären das alles nicht genug Hiobsbotschaften für das Land mit der grössten Öl-Produktion des Kontinents, ist nun auch noch der soziale Frieden in Gefahr. Am 31. Dezember kam es im östlichen Bundesstaat Ebonyi zu Kämpfen: Bewaffnete Bewohner der Gemeinde Ezza seien am frühen Morgen in den Ort Ezillo gefahren und hätten das Feuer eröffnet, sagte Regierungssprecher Onyekachi Eni. Nach einem Bericht der nigerianische Zeitung «The Guardian» sind unter den mindestens 52 Toten auch Kinder.

Bei der Attacke habe es zudem Verletzte gegeben. Auch Häuser und Geschäfte seien in Brand gesteckt worden. Die Regierung entsandte nach eigenen Angaben Polizeieinheiten in die Region, um für Ruhe zu Sorgen. Der Streit um Land sei bereits im Jahr 2008 ausgebrochen, sei aber bis Samstag als beigelegt betrachtet worden, sagte Regierungssprecher Eni. In dem bevölkerungsreichsten Staat Afrikas kommt es häufiger zu gewaltsamen Auseinandersetzungen um Land.

Benzin-Aufstand im Öl-Land

Der Grund: Die nigerianische Regierung hat mit dem Beginn des neuen Jahres ihre Subventionen für Treibstoff gestrichen. Die zuständige Regulierungsbehörde hatte angekündigt, sie werde entsprechende Zahlungen an Importeure einstellen. Die Benzinpreise von umgerechnet etwa 42 Rappen pro Liter stieg auf rund 87 Rappen. Die Regierung rechnet mit Einsparungen von etwa 7,3 Milliarden Franken, die in die Infrastruktur investiert werden sollen.

Aus Protest gegen die gestiegenen Benzinpreise haben aufgebrachte Menschen in Nigeria den Verkauf von Treibstoff an Tankstellen gestoppt. Ausserdem entzündeten sie am 3. Januar ein Feuer auf einer Hauptverkehrsstrasse der Millionenstadt Lagos. Die meisten Nigerianer leben von etwa 1,82 Franken am Tag. Obwohl Nigeria einer der grossen Erdölproduzenten ist, wird das Rohöl kaum im Land weiterverarbeitet und die meisten Raffinerieprodukte werden importiert. Mit dem eingeführten Treibstoff werden nicht nur Autos betrieben, sondern auch zahllose Generatoren, die während der häufigen Stromausfälle Strom für Häuser und Geschäfte bereitstellen.

(phi/dapd)>

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La República del Perú onine, Logo




Loreto (selva del Perú) 21/01/2012: Dos roturas de válvulas provocan salida de 5 barriles de crudo al río Chambira - dicen que fue un atentado


Loreto (Urwald in Peru) 21.1.2012: Zwei Ventilbrüche verschmutzt den Chambira-Fluss mit 5 Fass Rohöl - es sollen Attentäter gewesen sein

de / aus: La República del Perú online
http://www.larepublica.pe/21-01-2012/otro-derrame-de-petroleo-se-produjo-en-la-region-de-loreto

<Otro derrame de petróleo se produjo en la región de Loreto

Aproximadamente cinco barriles de petróleo de la empresa Pluspetrol fueron a dar en el río Chambira tras la rotura de dos válvulas del ducto de recolección Trompeteros-Saramuro, en Loreto.

Este hecho obligó a la empresa a detener el bombeo de crudo como medida de prevención, y también a informar lo sucedido a las comunidades de la zona para afrontar posibles consecuencias en la calidad del agua del río Chambira.

Funcionarios de Pluspetrol señalaron que lo sucedido es un acto vandálico y solicitaron a las autoridades competentes que investiguen y sancionen a los responsables.

Refirieron que es el décimo segundo atentado que se ha producido en un año.>



<Wieder ein Ölleck in der Region Loreto

Ungefähr 5 Fass öl der Firma Pluspetrol sind in den Chambira-Fluss ausgelaufen, verursacht durch einen Bruch zweier Ventile der Sammelleitung Tompeteros-Saruamuro. Es geschah in Loreto.

Dieses Ereignis verpflichtete die Firma, das Pumpen des Rohöls als präventive Massnahme einzustellen, und das Ereignis musste an die Gemeinden der Zonen gemeldet werden, um mögliche Folgen durch die Beeinträchtigung des Wassers des Chambira-Flusses zu verhindern.

Funktionäre von Pluspetrol gaben an, dass der Vorfall ein Vandalenakt sei und forderten die zuständigen Behörden auf, die Verantwortlichen ausfindig zu machen und zu bestrafen.

Sie führten weiter aus, dass dies der 12. solche Anschlag sei, der sich innerhalb eines Jahres ereignete.>
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n-tv
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18.3.2012: <Neues Chevron-Öldesaster: Brasilien hält Manager fest> - Transocean-Manager dürfen Brasilien nicht mehr verlassen - 1 km langer Ölteppich

aus: n-tv online; 18.3.2012;
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Brasilien-haelt-Manager-fest-article5793991.html

<Brasilien ist sehr verärgert wegen eines erneuten Ölaustritts vor seiner Küste. Das bekommt der betroffene US-Ölriese Chevron zu spüren. Laut Gerichtsbeschluss dürfen mehrere Konzernmanager nicht aus dem größten südamerikanischen Land ausreisen.

Nach einem erneuten Ölaustritt an einer Chevron-Förderanlage vor der brasilianischen Küste dürfen 17 Manager des US-Ölkonzerns und des Schweizer Tiefbohrunternehmens Transocean das südamerikanische Land vorerst nicht verlassen. Wie örtliche Medien berichteten, gab ein Gericht in Rio de Janeiro einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft in Campos (Bundesstaat Rio) statt. Staatsanwalt Eduardo Santos de Oliveira kündigte Strafanträge gegen die Manager wegen Umweltvergehen an.

Von dem Ausreiseverbot sind den Berichten zufolge Chevron- und Transocean-Mitarbeiter aus den USA, Brasilien, Frankreich, Australien und Großbritannien betroffen, unter ihnen auch der amerikanische Chef von Chevron Brasilien, George Buck. Chevron habe sich zunächst nicht äußern wollen, da das Unternehmen noch nicht offiziell über die juristischen Schritte informiert worden sei, hieß es.

Der Ölkonzern hatte in der vergangenen Woche die vorübergehende Einstellung der Förderung im Frada-Ölfeld im Campos-Becken mitgeteilt. Techniker hätten bei Routinekontrollen einen erneuten Austritt sehr geringer Öl-Mengen ins Meer festgestellt. Nach Angaben der brasilianischen Marine hat sich mittlerweile etwa 130 Kilometer vor der Küste Rios ein rund ein Kilometer langer Ölteppich gebildet.

In dem Gebiet waren Ende vergangenen Jahres bereits bei Bohrungen in großer Meerestiefe schätzungsweise 2400 Barrel (je 159 Liter) Öl ins Meer gelaufen. Chevron hatte die volle Verantwortung für den Vorfall übernommen. Die brasilianischen Behörden verlangen Schadenersatz in Milliardenhöhe.

Quelle: n-tv.de, dpa


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Basler
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Schottland 27.3.2012: Leck in Ölplattform von Total in der Nordsee - "hochexplosives und giftiges Kondensat"

aus: Basler Zeitung online: Umweltschützer warnen vor Todeszonen im Meer; 27.3.2012;
http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/Umweltschuetzer-warnen-vor-Todeszonen-im-Meer/story/29169881

<Aus der lecken Gasförder-Plattform in der Nordsee strömt weiter hochexplosives und giftiges Kondensat. Berichten zufolge steht eine Gaswolke über der Anlage, auf dem Wasser breitet sich ein Ölfilm aus.

Nach dem Leck an einer Gasplattform des französischen Total-Konzerns in der Nordsee vor Aberdeen hat sich die Situation verschärft. Der Energiekonzern Shell hat grosse Teile seines Personals von zwei benachbarten Bohrstationen vor der schottischen Ostküste abgezogen.

Nach offiziellen Angaben strömte an der Plattform weiter unkontrolliert giftiges, hochexplosives Gas aus. Nach Einschätzungen von Total traten innerhalb von 48 Stunden 23 Tonnen Gas aus. An der Wasseroberfläche breitete sich ein Ölfilm aus. Die Küstenwache errichtete um die leckgeschlagene Plattform eine Zwei-Meilen-Sperrzone für Schiffe und eine Drei-Meilen-Zone für Flugzeuge. Die Menge des ausströmenden Gases sei derzeit unklar, sagte ein Total-Sprecher.

Kilometerlange Kondensat-Spur

Berichten zufolge steht eine Gaswolke über der Plattform. Auf dem Meer wurde eine zehn Kilometer lange Spur von Gas-Kondensat gemeldet. Total hält nach eigenen Angaben ein Flugzeug in Bereitschaft, das Chemikalien zum Auflösen des Kondensats versprühen kann.

Allerdings werde davon ausgegangen, dass es von selbst verdunsten werde und «keine grosse Gefahr für die Umwelt» darstelle, sagte der Sprecher. Ein Aufklärungsflugzeug flog gestern zweimal über die Unglücksstelle, für heute waren drei weitere Flüge geplant.

Arbeiter in Sicherheit

Die «Elgin»-Plattform von Total war bereits am Sonntag geräumt worden, nachdem das Leck entdeckt worden war. Alle 238 Arbeiter sind in Sicherheit. Total kündigte an, «alle möglichen Massnahmen zu ergreifen, um das Leck zu identifizieren.» Nach Angaben des Unternehmens könnte es bis zu sechs Monate dauern, bis das Leck gestoppt ist.

Der Sprecher bezeichnete die Gefahr, dass die Plattform explodieren könne, als gering. «Aber man sollte nie nie sagen», betonte er. Er schloss auch eine Vergrösserung der Sperrzone nicht aus.

Wochen bis Monate

Nach Angaben des Total-Sprechers handelt es sich bei dem austretenden Stoff um ein Gas-Kondensat, das in flüssiger Form gefördert wird. Es sei entzündlich und potenziell auch explosiv. Die Auswirkungen auf die Umwelt seien jedoch deutlich geringer als etwa bei Erdöl.

Das Gas-Kondensat sei sehr leicht und verflüchtige sich. Allerdings könne es Wochen oder Monate dauern, bis das Leck gestopft sei. «Wir versuchen alles, um es unter Kontrolle zu bekommen», sagte der Unternehmenssprecher.

Warnung vor «kompletter Zerstörung»

Jake Molloy von der Gewerkschaft RMT, in der Bohrinsel-Arbeiter organisiert sind, hält eine Explosion für möglich. «Wenn es irgendwie einen Zündfunken gibt, könnte sein, dass wir eine komplette Zerstörung sehen», sagte er der BBC. Die Gewerkschaft Unite forderte die Evakuierung aller Plattformen im Umkreis von fünf Meilen. Sie befürchtet ein Wandern der Gaswolke.

Britische Umweltschützer kritisierten die Gasförderung in der Nordsee, für die Finanzminister George Osborne erst vor wenigen Tagen Steuererleichterungen in Milliardenhöhe in Aussicht gestellt hatte. Das austretende Gas sei 20 Mal klimaschädlicher als Kohlendioxid. Grossbritannien müsse auf umweltfreundliche Technologien wie Wind und Sonne umstellen.

WWF befürchtet Todeszonen

Die deutsche Sektion des WWF warnt gar vor einem Kollaps des Ökosystems. «Es scheint sich in diesem Fall um sogenanntes saures Gas zu handeln, das mit Schwefelwasserstoff angereichert ist», sagte ein WWF-Meeresschutzexperte in Berlin. Bei einem von Experten befürchteten langfristigen Gasaustritt könnten Todeszonen in der Umgebung entstehen und das Ökosystem der Nordsee schädigen.

Der WWF erklärte, der Unfall sei «ein weiterer Beweis für die Unbeherrschbarkeit von Bohrungen in grosser Meerestiefe». Die Organisation forderte ein Moratorium für Bohrungen in grosser Tiefe sowie strengere Auflagen und höhere Sicherheitsvorkehrungen für die Betreiber von Öl- und Gasplattformen.

Täglich neun Millionen Kubikmeter

An der «Elgin»-Plattform förderte Total täglich neun Millionen Kubikmeter Gas, was drei Prozent der britischen Gesamtfördermenge von Erdgas entspricht. Zudem wurden an der Bohrinsel täglich 60'000 Barrel Leichtöl gewonnen, was rund 5,5 Prozent der britischen Gesamtfördermenge von Erdöl entspricht. Nach der Evakuierung der Plattform zog der Gaspreis an.

Der schwerste Unfall in der Nordsee ereignete sich zuletzt 1988, als die Plattform Piper Alpha explodierte und 167 Menschen getötet wurden. Bei der Explosion der Öl-Plattform «Deepwater Horizon» im Golf von Mexiko wurden vor knapp zwei Jahren elf Arbeiter getötet. Das Unglück löste die grösste Umweltkatastrophe der US-Geschichte aus. (ami/jak/mrs/sda/AFP)>

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Spiegel
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27.3.2012: Öl der "Deepwater-Horizon"-Katastrophe im Golf von Mexiko schädigt tiefe Korrallen

aus: Spiegel online: "Deepwater Horizon"-Katastrophe: Öl schädigt Korallen in der Tiefe; 27.3.2012;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,824013,00.html

Golf von Mexiko, Koralle
                    mit Fotos vorher-nachher
<Deutlicher Schaden: Eine gesunde Koralle im November 2010 - und zwei Monate später>: Golf von Mexiko,
Koralle mit Fotos vorher (November 2010) -nachher (Anfang 2012)

<Die Explosion der Ölbohrplattform "Deepwater Horizon" hat die Korallen im Golf von Mexiko geschädigt. Forscher haben als Spätfolgen der Katastrophe einen schädlichen Schleim auf den Nesseltieren entdeckt.

Hamburg - Am 20. April explodierte die Bohrplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko - und es dauerte 88 Tage, bis die Ölquelle in der Tiefe verschlossen werden konnte. Rund 780 Millionen Liter Öl strömten derweil aus, auf mehr als 1000 Kilometern Küste mussten Helfer gegen die Folgen der Katastrophe kämpfen. Unzählige Tiere starben - Fische, Pelikane, Schildkröten. Fischer durften ihrer Arbeit monatelang nicht nachgehen.

US-Präsident Barack Obama sprach von der "schlimmsten ökologischen Katastrophe", mit der es Amerika je zu tun gehabt habe. Jetzt werden, rund zwei Jahre nach dem Unfall, weitere Umweltfolgen bekannt: Expeditionen mit einem Tauchroboter belegten, dass die Korallen teils starke Stresssymptome zeigen.

Im Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences" berichten die Forscher zudem, dass die Korallen zum Teil von einer flockigen Schicht aus ölhaltigem Material überzogen sind. Die Untersuchung von Proben der Flockenschicht ergab, dass das darin enthaltene Öl mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der "Deepwater Horizon"-Bohrung stammt.

Korallen verlieren Gewebe

Helen White vom Haverford College im US-Staat Pennsylvania und ihre Mitarbeiter hatten im Oktober und November 2010 - also sechs Monate nach dem Unglück und drei Monate nachdem das Bohrloch verschlossen wurde - an insgesamt elf Stellen Korallenkolonien mit einem ferngesteuerten Tauchroboter untersucht. Alle befanden sich in mehr als 20 Kilometer Entfernung von der Unglücksstelle in Tiefen zwischen 290 und 2600 Metern. Alle Kolonien erschienen gesund.

Bei einer weiteren Expedition Anfang November untersuchten die Forscher eine andere Region rund elf Kilometer von der ehemaligen Ölbohrplattform entfernt. In einer Tiefe von 1370 Metern stießen sie auf stellenweise stark geschädigte Korallen. Diese produzierten viel mehr Schleim als gewöhnlich, hatten Gewebe verloren, die Polypen waren zum Teil eingezogen.

68 Prozent der untersuchten Korallen-Kolonien waren geschädigt, so die Forscher. Bei 64 Prozent sei mindestens die Hälfte der Korallen einer Kolonie betroffen gewesen, bei 23 Prozent sogar mehr als 90 Prozent. Da die Tiefseekorallen sich sehr langsam entwickelten und Hunderte bis Tausende Jahre alt werden können, sei es für eine endgültige Abschätzung der Folgeschäden noch zu früh.

Nach einem Bericht der zuständigen US-Kommission seien alle beteiligten Unternehmen für das Desaster im Golf von Mexiko verantwortlich. Die Explosion der Bohrinsel sei "das Ergebnis verschiedener individueller Fehltritte und Versehen durch BP, Halliburton und Transocean", heißt es in dem Abschlussbericht. Das Urteil der Experten war verheerend: Ohne grundlegende Reformen könne sich ein solcher Vorfall jederzeit wiederholen.

nik/dpa>

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Spiegel
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1.4.2012: Tod von Walen und Delfinen im Golf von Mexiko nimmt immer mehr zu - Zusammenhang mit Ölkatastrophe vermutet

aus: Spiegel online: Nach Ölkatastrophe: Im Golf von Mexiko sterben die Delfine; 1.4.2012;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,825044,00.html

<Von Frank Patalong

Seit Anfang 2010 verenden im Golf von Mexiko ungewöhnlich viele Wale und Delfine. Eine Studie zeigt nun, wie schlecht es den Meeressäugern dort wirklich geht. Der Verdacht der Forscher: Viele der Tiere leiden und sterben an Spätfolgen der "Deepwater Horizon"-Katastrophe.

Hamburg - Sie nennen es ein Unusual Mortality Event, kurz UME: Es ist die amtliche Bezeichnung dafür, dass seit Februar 2010 ungewöhnlich viele Meeressäuger an den Stränden im Golf von Mexiko tot angeschwemmt werden. In Louisiana, dem am stärksten betroffenen Gebiet, erhöhte sich die Zahl der tot angeschwemmten Meeressäuger von durchschnittlich 20 in den Jahren 2002 bis 2009 auf 138 im Jahr 2010 und 159 im Jahr 2011.

 Damit starben in den letzten zwei Jahren vor Lousianas Küste fast 16-mal so viele Wale und Delfine wie sonst in einem Jahrzehnt. Insgesamt liegt die Quote tot angeschwemmter Meeressäuger in der Golfregion, dessen Anrainer-Bundesstaaten sehr unterschiedlich stark betroffen sind, rund fünfmal über Normalniveau. Mit schon 37 toten Tieren bis März 2012 scheint klar, dass dieser Trend auch in diesem Jahr ungebrochen ist.

In der nüchternen Sprache der Wissenschaft ist das statistisch signifikant, für die Naturschutz- und Fischereibehörden und für Tierschützer eine Katastrophe. Und für viele ist der Schuldige daran natürlich ausgemacht: Das Sterben der Wale begann fast zeitgleich mit der Katastrophe der Ölplattform "Deepwater Horizon" am 20. April 2010, die elf Arbeiter das Leben kostete, die Plattform zerstörte und die größte Ölpest aller Zeiten verursachte. Geschätzt 800 Millionen Liter Öl ergossen sich in das Meer, das wenige Tage darauf von einem fast 10.000 Quadratkilometer großen Ölteppich bedeckt war. Es dauerte bis zum 6. August 2010, bis das Leck, aus dem das Öl ausströmte, endlich abgedichtet war.

Dass ein Ereignis dieser Größenordnung die Umwelt in erheblichem Maße belasten würde, war klar: Monatelang kämpften Experten darum, das Öl irgendwie aufzufangen, zu verbrennen oder chemisch zu binden. Am Ende schienen auch natürliche Prozesse ganz kräftig mitgeholfen zu haben, und schneller als erwartet verschwanden die Ölteppiche und Ölfilme im Wasser. Bereits vier Monate nach der Katastrophe glaubten US-Behörden, drei Viertel des ausgelaufenen Öls seien unschädlich gemacht worden. Unabhängige Forscher widersprachen: 80 Prozent des Öls, wollten Wissenschaftler der Universität Georgia herausgefunden haben, wabere nach wie vor durch die Tiefen - hinabgedrückt durch die zur Bindung des Öls eingesetzten Chemikalien.

Tot gestrandete Wale und Delfine im Golf von Mexiko
Zeitraum     
Florida     
Mississippi     
Alabama      Lousiana     
Total
Jahresdurchschnitt 2002 - 2009 20 14 20 20 74
2010 (Feb-Dez) 33 25 64 138 260
2011 33 59 111 159 362
2012 (Jan-März) 15 9 23 37 84
Zahlen: NOAA





 Zwei Jahre nach der Katastrophe deutet sich nun an, dass diese noch weit schwerere Konsequenzen für die Umwelt haben könnte als bisher gedacht. Erste Studien über Korallen und Insekten in der Region hatten in den letzten Monaten gezeigt, dass auch diese Lebewesen erheblich belastet sind. In einer von der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) und dem Ölkonzern BP, dem die "Deepwater Horizon" gehörte, gemeinschaftlich finanzierten Studie stellten Forscher ein erhebliches Korallensterben fest. Ungewöhnlicherweise erstreckte sich das auch in größere Tiefen. Als Grund wird vermutet, dass durch chemische Bindestoffe schwer gewordenes Rohöl unter die Meeresoberfläche abgesunken sei und sich dort in großen Wolken verbreitet habe. Das Verschwinden der Ölteppiche habe somit keineswegs bedeutet, dass das Öl unschädlich gemacht worden sei.

Krank, weil durch die Ölpest geschwächt?

Das Sterben der Meeressäuger ist da ein weiteres Indiz. Ein Beweis ist es aber noch nicht: Das UME begann zwei Monate vor der Ölkatastrophe. Die höchsten Fallzahlen stellte die NOAA für die Wochen vor der Explosion der "Deepwater Horizon" fest. Die Behörde behandelt auch diese Fälle im Kontext der "Deepwater"-Umweltkatastrophe. Es gibt aber auch noch andere Faktoren.

Nachdem Forscher der NOAA im Oktober 2011 in fünf tot angeschwemmten Delfinen einen Befall mit Brucellen feststellten, einem auch bei Meeressäugern auftretenden Bakterium, das die oft tödlich verlaufende Brucellose verursacht, ließ die Behörde weitere Tiere testen. Am 25. März 2012 lagen die Ergebnisse für 43 getestete, tot angeschwemmte Delfine vor: Elf davon, also rund 25 Prozent, waren an Brucellose verendet.

Das schließt einen Zusammenhang mit der "Deepwater Horizon"-Katastrophe aber keineswegs aus. Schlagzeilen machte die Behörde nun mit einer Studie, die auf der Untersuchung von 32 lebend gefangenen Delfinen beruht. Die endgültigen Ergebnisse sind noch nicht veröffentlicht, doch schon die Ende März vorab herausgegeben Statements zeigen die Größe des Problems: Die Behörde beschreibt den Zustand der gefangenen Tiere als außergewöhnlich schlecht. Die Hälfte habe unnormale Hormonwerte gezeigt, viele seien deutlich untergewichtig gewesen. Zu den medizinischen Befunden, die von der Normalität abwichen, zählten zudem verminderte Hämoglobinwerte im Blut, Lungen- und Leberleiden. Die erhöhte Anzahl von Tieren, die an Infektionen erkrankt sind, könnte also durchaus darauf zurückzuführen sein, dass diese deutlich geschwächt scheinen.

Lungen- und Lebererkrankungen waren als Folgen der Umweltkatastrophe erwartet worden. 800 Millionen Liter Rohöl emittieren jede Menge Dämpfe, und der vergebliche Versuch, das Öl zu verbrennen, verursachte zeitweilig erhebliche Luftverschmutzungen in der Region. Die Leberschädigungen aber dürften die Konsequenz erhöhter Giftstoffaufnahme sein. Wie Menschen stehen Wale am obersten Ende der Nahrungskette: Was an Schadstoffen in die Nahrungskette einfließt, zeigt sich am obersten Ende dann in konzentrierter Form.

Angst vor Schadstoffen in der Nahrung

In den USA wurden als Reaktion auf die NOAA-Studie umgehend wieder Befürchtungen laut, Fisch und Meeresfrüchte aus der Region könnten ein Gesundheitsrisiko darstellen. Die Behörde widerspricht solchen Befürchtungen: Gerade Delfine könnten auf vielfältige Weise mit Öl und Chemikalienrückständen in Kontakt kommen, durch die Menschen nicht gefährdet seien. Dazu gehöre neben dem Einatmen von Öldämpfen auch die Aufnahme über die Haut und die Möglichkeit, dass sich die Säuger selbst vergiften, wenn sie ölverseuchte Schlämme am Meeresboden nach Nahrung durchsuchten. Die Gewässer des Golfs von Mexiko würden seit der Katastrophe intensiv überwacht, alle Fischerzeugnisse ständig getestet. Der Verzehr sei unbedenklich.

Für Entwarnungen ist es aber offensichtlich zu früh. Auch die Küstenregionen stellen nach wie vor fest, dass Belastungen durch das ausgelaufene Öl anhalten, auch das Pflanzenwachstum stellenweise deutlich eingeschränkt ist - die Ölpest tötet noch immer.

Auch für BP ist die Katastrophe nicht ausgestanden. Trotz Kooperationen mit den US-Behörden im Rahmen der "Gulf Spill Restauration"-Anstrengungen, mit denen die Umweltfolgen des Desasters beseitigt werden sollen, beharken sich Behörden und BP nach wie vor gerichtlich, werfen sich gegenseitig vor, nötige Akteneinsichten nicht zu gewähren. Mit einer Gruppe privater Kläger einigte sich BP auf eine Schadensersatzzahlung in Höhe von 7,8 Milliarden Dollar. Der Konzern hat sich aber darauf vorbereitet, dass die Rechnung am Ende noch erheblich höher ausfallen könnte. Insgesamt soll der Ölmulti 37 Milliarden Dollar an die Seite gelegt haben, um weitere Forderungen erfüllen zu können.>

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n-tv
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4.4.2012: <Brasilien hakt bei Öl-Leck nach: Milliardenklage gegen Chevron>

aus: n-tv online; 4.4.2012;
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Milliardenklage-gegen-Chevron-article5946401.html

<Ein Öl-Leck vor der brasilianischen Küste sorgt für Missstimmung zwischen der Regierung und dem US-Ölriesen Chevron. Zwar hat Chevron die Förderung eingestellt, Brasilien fordert aber Schadenersatz in Milliardenhöhe. Es ist zudem nicht das erste Vorkommnis dieser Art.

Brasiliens Staatsanwaltschaft hat nach einem neuen Öl-Leck vor der Küste eine zweite Milliardenklage gegen Chevron und Transocean eingereicht. Der Umfang der Klage gegen den Energiekonzern und das Bohrunternehmen betrage 20 Mrd. Real (etwa 11 Mrd. Dollar), teilte das Büro des Staatsanwalts mit. Bei dem Fall geht es um ein Anfang März entdecktes Leck im Frade-Ölfeld. Chevron hatte anschließend die Förderung in Brasilien eingestellt.

Frade gehört zu den größten brasilianischen Ölfeldern. Die Kapazität liegt bei 80.000 Barrel Öl pro Tag. Chevron besitzt 52 Prozent des Feldes und ist der Betreiber.
Nicht der letzte Akt

Mitte März hatte Brasilien 17 Manager des US-Ölkonzerns und des Schweizer Tiefbohrunternehmens Transocean verboten, das Land zu verlassen. Grund waren Strafanträge gegen die Manager wegen Umweltvergehen.

Chevron hatte davor die vorübergehende Einstellung der Förderung im Frada-Ölfeld im Campos-Becken mitgeteilt. Techniker hätten bei Routinekontrollen einen erneuten Austritt sehr geringer Öl-Mengen ins Meer festgestellt. Nach Angaben der brasilianischen Marine hat sich mittlerweile etwa 130 Kilometer vor der Küste Rios ein rund ein Kilometer langer Ölteppich gebildet.

In dem Gebiet waren Ende vergangenen Jahres bereits bei Bohrungen in großer Meerestiefe schätzungsweise 2400 Barrel (je 159 Liter) Öl ins Meer gelaufen. Chevron hatte die volle Verantwortung für den Vorfall übernommen.

Quelle: n-tv.de, rts/dpa>

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20 minuten
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18.4.2012: Die Ölfirma der Plattform behauptet: "Keine Verschmutzung" durch Gasleck

aus: 20 minuten online: Plattform Elgin: «Keine Verschmutzung» durch Gasleck; 18.4.2012;
http://www.20min.ch/ausland/news/story/-Keine-Verschmutzung--durch-Gasleck-14022400

<Immer noch strömen täglich rund 200 000 Kubikmeter Gas aus der Plattform Elgin vor Schottland. Laut der schottischen Regierung hat dies jedoch keine Folgen für die Umwelt.

Das Gasleck an der Plattform Elgin in der Nordsee hat laut neuen Untersuchungen der schottischen Regierung «keine direkte Verschmutzung des Meeres» zur Folge. Alle bislang gesammelten Proben liessen den Schluss zu, dass der Effekt auf den Lebensraum Meer bisher minimal sei.

Das sagte der schottische Umweltminister Richard Lochhead am Mittwoch. Den Forschern, die die Folgen des Lecks beobachten, ständen nun Daten aus Analysen des Wassers, von Sedimentproben und von Fischen zur Verfügung. Lochhead kündigte an, man werde weiterhin wachsam bleiben und regelmässig Proben nehmen.

Die Spuren von Öl, die man in den Wasserproben gefunden habe, seien erstens nicht auf das Leck zurückzuführen, zweitens gäben sie keinen Anlass zur Sorge um die Umwelt, erklärte Lochhead. Vermutlich stammten sie von Schiffen oder von Industriearbeiten.

Täglich strömen rund 200 000 Kubikmeter Gas aus

Unterdessen traf ein Team von 11 Experten am Mittwochmittag auf der Plattform ein, um das geplante Stopfen des Lecks weiter vorzubereiten, wie Plattformbetreiber Total mitteilte.

Das Leck war am 25. März entdeckt worden. Daraufhin brachte Total die 238 Arbeiter auf der Plattform in Sicherheit. Täglich strömen rund 200 000 Kubikmeter Gas aus. Das Leck soll mit Schlamm und Beton gestopft werden, ausserdem soll es Entlastungsbohrungen geben.

(sda)>

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Ölschaden in Nigeria:

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12.10.2012: Bauern aus Nigeria bringen kriminelle Shell wegen lecken Pipelines in Den Haag vor den Richter

aus: Der Standard online: Ölkatastrophe: Bauern aus Nigeria bringen Shell vor Gericht in Den Haag; 12.10.2012;
http://derstandard.at/1348285833124/Oelkatastrophe-Bauern-aus-Nigeria-zerren-Shell-vor-Gericht

<Vier nigerianische Bauernvertreter schreiten zur Verhandlung in Den Haag: Friday Alfred Akpan, Eric Dooh, Chief Fidelis Oguru und Alali Efanga (v.l.n.r.).

Schwere Umweltschäden durch lecke Pipelines: Ölkonzern bestätigt schlechte Wartung.

Den Haag/Abuja - Vier Bauern aus Nigeria haben den Ölkonzern Shell vor einem Gericht in Den Haag wegen der Ölpest in ihrem Land verklagt und Schadenersatz gefordert. Das britisch-niederländische Unternehmen sei verantwortlich für die Verseuchung von Boden und Grundwasser in dem westafrikanischen Land und müsse für den Schaden aufkommen, erklärte die Anwältin der Bauern, Channa Samkalden, am Donnerstag vor dem Zivilgericht. Shell wies die Vorwürfe zurück und machte Sabotage für die Probleme verantwortlich.

Es ist das erste Mal, dass sich ein niederländisches Unternehmen in der Heimat vor Gericht für Umweltvergehen im Ausland verantworten muss. Eine Verurteilung des Konzerns könnte nach Ansicht von Juristen zu weiteren internationalen Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe führen.

Trinkwasser, Fische, Luft verseucht

Seit 2005 würden Grundwasser und Boden im Nigerdelta durch Öllecks verseucht, erklärte die Anwältin Samkalden. "Shell hat die Leitungen nicht gut gewartet und die Schäden nicht beseitigt." Millionen Barrels Öl seien ausgeströmt. Bauern und Fischer hätten daher ihre Existenzgrundlage verloren.

"Unser Trinkwasser ist verseucht, unser Fisch ist verseucht, und unsere Luft ist verseucht", sagte einer der Bauern, Eric Dooh, am Rande des Prozesses. "Ich erwarte Gerechtigkeit." Die Bauern forderten auch, dass der Ölkonzern die Umweltschäden in ihren drei Dörfern beseitigt.

Fotos, Videos und Studien

Die Kläger legten dem Gericht Fotos, Videos und Studien vor. "Shell gibt selbst in einer eigenen Studie zu, dass die Leitungen nicht gut gewartet waren," sagte der Sprecher der Umweltschutzorganisation Milieudefensie, Geert Ritsema. "Die sind total verrottet." Die Organisation hatte die Zivilklage gemeinsam mit den Bauern angestrengt.

Der Jurist des Ölkonzerns gab an, dass Schäden nach den ersten Lecks beseitigt wurden. Für weitere Umweltschäden seien lokale Saboteure verantwortlich. Außerdem würden kriminelle Gruppen Löcher in die Rohre schlagen, um Öl zu stehlen. Täglich werden nach Angaben von Shell mindestens 150.000 Barrels gestohlen. Das Unternehmen hatte bisher vergeblich angeführt, dass die niederländische Justiz nicht zuständig sei.

Ein Urteil des Gerichts wird zum Jahresende oder Beginn 2013 erwartet. Erst danach wird über die Höhe möglicher Schadenersatzzahlungen entschieden. (APA, 12.10.2012)>

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15.11.2012: <"Deepwater Horizon"-Katastrophe: Rekordstrafe für BP> - 4,5 Milliarden Dollar

aus: n-tv online; 15.11.2012;
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Rekordstrafe-fuer-BP-article7767161.html

<Im April 2010 explodiert die BP-Bohrplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko explodiert. Was folgt, ist die schwerste Ölkatastrophe in der Geschichte der USA. Fast 90 Tage fließt unkontrolliert Öl ins Meer. Zweieinhalb Jahre später bekommt BP die Rechnung.

Der britische Ölmulti BP muss wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko die höchste Geldstrafe der US-Geschichte zahlen. Die Summe belaufe sich auf rund 4,5 Mrd. Dollar (3,5 Mrd. Euro), davon seien 4,0 Mrd. Dollar Schadenersatz, teilte BP mit. Die Zahlungen seien über einen Zeitraum von sechs Jahren zu leisten. Die bislang höchste Geldstrafe in den USA in Höhe von 1,3 Mrd. Dollar war 2009 gegen den Pharmakonzern Pfizer verhängt worden.

Damit beendet BP den Streit mit den US-Behörden über die Folgen der Ölkatastrophe. Das Unternehmen werde sich schuldig bekennen, um im Gegenzug weiteren Ermittlungen zu entgehen, sagten drei eingeweihte Personen.

Schwerste Öl-Katastrophe aller Zeiten

Bisher hatte BP den Vorwurf der groben Fahrlässigkeit und des mutwilligen Fehlverhaltens entschieden zurückgewiesen. Im Streit um Schadenersatzforderungen verschärften die USA zuletzt allerdings den Ton gegenüber dem Konzern deutlich. Das Justizministerium zog mit einem vernichtenden Urteil über Sicherheitskontrollen gegen die Briten ins Feld.

BP hatte sich in einem anderen Verfahren bereits mit 125.000 von der Ölpest geschädigten Privatpersonen und Unternehmen auf einen Vergleich verständigt, der eine Schadenersatzzahlung von 7,8 Mrd. Dollar vorsieht.

Im April 2010 war die BP-Bohrplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko explodiert und hatte die schwerste Ölkatastrophe in der Geschichte der USA ausgelöst. Dabei starben elf Arbeiter. Fast 90 Tage floss unkontrolliert Öl ins Meer, weil BP das Leck nicht stopfen konnte. Die Ölpest hinterließ enorme Schäden in der Natur sowie für die Fischerei und den Tourismus.

Quelle: n-tv.de, bad/AFP/rts>

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Brasilien / Chevron 2.12.2012: <Betriebsverbot wird aufgehoben: Erfolg für Chevron in Brasilien> - brasilianisches Gericht hebt das Betriebsverbot wieder auf

aus: n-tv online; 2.12.2012;

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Erfolg-fuer-Chevron-in-Brasilien-article9666131.html

<Alles nicht so schlimm? Bei anderen Ölkatastrophen floss mehr Öl ins Meer, argumentiert Chevron.

Mit einem strikten Betriebsverbot reagiert Brasilien vor einem Jahr auf ein Ölleck vor der Küste des Landes. Chevron, einer der verantwortlichen Konzerne, lässt die Entscheidung nicht auf sich sitzen und zieht vor Gericht - offenbar mit Erfolg, wie jetzt bekannt wird.

Ein Jahr nach der schweren Ölkatastrophe in Brasilien zeichnet sich für den mitverantwortlichen US-Konzern Chevron eine überraschende Wende ab: Der im Juli gerichtlich verfügte Stopp aller Chevron-Aktivitäten in Brasilien wurde gekippt. Das Betriebsverbot sei aufgehoben worden, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von Gerichtsmitarbeitern.

Details der Entscheidung sollen dann erst nächste Woche veröffentlicht werden. Chevron bestätigte am Hauptsitz in San Ramon in Kalifornien die Entwicklung auf Anfrage, nannte aber keine Einzelheiten.

Transocean wurde bereits rehabilitiert

Die Staatsanwaltschaft hatte im Sommer das Betriebsverbot für Chevron und seinen Partner Transocean erwirkt. Sie wollten damit sicherstellen, dass die Firmen die geforderten fast 20 Milliarden Dollar an Strafzahlungen für den Umweltschaden begleichen.

Das Leck war im November 2011 am Ölfeld "Frade" nordöstlich von Rio de Janeiro aufgetreten. Offiziellen Angaben nach flossen 3600 Barrel ins offene Meer. Menschen kamen nicht zu Schaden. Ein Betriebsverbot gegen Transocean war bereits im September zurückgenommen worden.

Chevron und Transocean hatten angekündigt, sich gegen Klagen zu wehren. Der Vorfall hatte ein deutlich geringeres Ausmaß als viele andere Unglücke: Beim Untergang der BP-Plattform "Deepwater Horizon" etwa im Jahr 2010 waren mehr als fünf Millionen Barrel in den Golf von Mexiko geflossen. Elf Menschen kamen damals ums Leben, Strände und Fischgründe wurden verunreinigt.

Quelle: n-tv.de , rts>

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25.11.2012: Ewiger Ölschaden im Nigerdelta - Firma Exxon ist alles egal - Lebenserwartung sinkt um 10 Jahre

aus: Der Standard online: Nigerdelta: "Jeden Tag lecken die Pipelines und brennen die Gasfackeln"; 25.11.2012;
http://derstandard.at/1353207156678/Nigerdelta-Jeden-Tag-lecken-die-Pipelines-und-brennen-die-Gasfackeln

<Interview |
Irene Brickner,

Folgen eines Öllecks der Firma Exxon im Nigerdelta. Die Lebenserwartung dort ist zehn Jahre niedriger als sonst in Nigeria.

Veraltete, rostige Pipelines; Menschen, die aus ölverseuchten Lachen trinken: Nnimmo Bassey, nigerianischer Dichter und Umweltaktivist, schilderte das Ökodesaster am Niger und wie Ölfirmen Menschenrecht brechen.

STANDARD: Im Oktober wurde Nigeria von einem Hochwasser heimgesucht. Das habe, so heißt es, die ohnehin schon bestehenden Schäden aufgrund der Ölverschmutzung potenziert. Stimmt das?

Bassey: Ja, die Lage hat sich zugespitzt, denn durch die Flut hat sich das ausgetretene Öl weiter ausgebreitet. Sie müssen sich vorstellen, im Nigerdelta lecken jeden Tag die veralteten Pipelines und brennen jeden Tag die Gasfackeln, denn das Gas wird verbrannt. Über all das hat sich das Hochwasser ergossen.

STANDARD: Die Menschen im Nigerdelta verbringen ihr ganzes Leben in einer ölverseuchten Umwelt. Welche Folgen hat das?

Bassey: Die Lebenserwartung ist mit 41 Jahren um zehn Jahre niedriger als sonst in Nigeria. Die Deltabewohner leiden öfter und sterben früher an Krankheiten, die mit Ölverseuchung in Zusammenhang stehen: Krebs, Leukämie, Asthma, schwere Hautkrankheiten. Die Lage ist dramatisch.

STANDARD: Laut dem Umweltprogramm der Uno, Unep, soll bis 2041 eine Milliarde Dollar (774 Mio. Euro) zur Sanierung der verschmutzten Region bereitgestellt werden - ein Hoffnungsschimmer?

Bassey: Das wird nicht reichen, und seit Erstellung des Unep-Plans vor einem Jahr ist nichts passiert. Vielmehr geht die Ölförderung samt Pannen in anderen Landesteilen weiter - nur in Ogoniland wurde Shell 1993 zum Aufhören gezwungen. Vor kurzem brannte ein Gasleck eines Bohrlochs von Chevron einen Monat.

STANDARD: Warum nutzt man das Gas eigentlich nicht als Energie?

Bassey: Weil es 1958, zu Beginn der Ölförderung durch Shell, keine entsprechende Infrastruktur gab - und auch seither keine errichtet wurde. Also ist Verbrennen Standard der Industriepraxis.

STANDARD: Und die nigerianischen Behörden stellen das nicht ab?

Bassey: Nein, denn der nigerianische Staat ist in höchstem Maß von den Öleinnahmen abhängig. Außerdem fehlt jede Transparenz. In Nigeria weiß niemand präzise, wie viel Öl gefördert wird, ebenso nicht, wie viel gestohlen wird oder durch Lecks verlorengeht.

STANDARD: Dafür machen die Öl firmen das Anzapfen der Pipelines durch die Bevölkerung und Sabotage verantwortlich. Stimmt das?

Bassey: Nein, schuld sind in erster Linie die veralteten, leckanfälligen Rohre - sowie der systematische Öldiebstahl für den freien Markt. Das Ölzapfen Privater, weil sie schwarz Benzin destillieren, hat nur wenig Anteil.

STANDARD: Warum werden die schweren Ölschäden im Nigerdelta medial nur peripher wahrgenommen, während jeder von der Lage im Golf von Mexiko weiß?

Bassey: Das hat mit bewusstem Wegschauen zu tun. Die Ölkata strophe in Nigeria will niemand wahrhaben, denn die reichen Länder möchten die armen weiterhin so ungestört wie möglich ausbeuten. Immerhin haben die USA vor, künftig bis zu 35 Prozent ihres Erd ölbedarfs aus dem Golf von Guinea zu beziehen.

STANDARD: Um politisch ein Zeichen zu setzen, haben Sie vorgeschlagen, die Niger-Ölkatastrophe vor den internationalen Strafgerichtshof zu bringen. Wie geht das?

Bassey: Wenn man Politiker wegen Kriegsverbrechen vors Strafgericht stellen kann, muss man auch Firmen wie Shell wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit anklagen können. Das Vorgehen der Ölmultis wird zunehmend Anlass für Gerichtsverfahren, in San Francisco oder Holland. Das ist gut, denn die Ölfirmen geraten immer mehr außer Kontrolle. (Irene Brickner, DER STANDARD, 24./25.11.2012)>

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Nigeria 30.1.2013: Shell muss für Ölpest durch lecke Leitungen bezahlen, weil die Instandhaltung vernachlässigt wurde

aus: Der Standard online: Shell muss nigerianischen Bauern entschädigen; 31.1.2013;
http://derstandard.at/1358305123897/Shell-muss-nigianischen-Bauern-entschaedigen

<Der nigerianische Bauer Eric Dooh verklagte gemeinsam mit Kollegen den Ölkonzern Shell vor einem niederländischen Gericht. Vier Klagen wurden abgewiesen, nur Friday Alfred Akpan erhielt eine Entschädigung zugesprochen.

Niederländisches Gericht: Konzern in vier Fällen freigesprochen - In einem Fall muss der britisch-niederländische Ölriese zahlen.

Den Haag - Der Ölmulti Shell muss wegen Umweltverschmutzung in Nigeria eine Entschädigung zahlen. Rund fünf Jahre nach Beginn des Verfahrens entschied ein Gericht in Den Haag am Mittwoch, dass die dortige Tochter des britisch-niederländischen Konzerns teilweise für Öllecks an seinen Pipelines im Niger-Delta verantwortlich ist. Zwar folgte es der Argumentation des Unternehmens, dass Sabotage und nicht etwa schlechte Wartung Ursache für das ausgetretene Öl gewesen sei. Doch hätte sich das Unternehmen besser gegen Sabotage schützen müssen. Deswegen sei der Schadenersatzanspruchdes 52-jährigen Bauern Friday Alfred Akpan berechtigt. Shell will die Höhe der Summe mit dem Kläger aushandeln. In vier anderen Fällen wies das Gericht die Klagen allerdings ab.

Es war das erste Mal, dass ein Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden dort wegen Vorwürfen gegen eine ausländische Tochterfirma verklagt wurde. Bei den Klägern handelte es sich um Bauern und Fischer. Diese machten Shell dafür verantwortlich, dass sie ihre Lebensgrundlage verloren hätten und ihre Familien nicht mehr ernähren könnten. Auch die Umweltschutzgruppe Friends of the Earth hatte Shell verklagt. Sie sieht in dem Urteil einen Präzedenzfall, weil ein Ölkonzern wegen mangelhaften Schutzes vor Sabotage verurteilt wurde. Wegen der Abweisung der eigenen Klage will die Gruppe in die Berufung gehen. 

Vergessene Ölpest

30 Jahre bräuchte die Region östlich von Port Harcourt im Nigerdelta, auch Ogoniland genannt, um sich von der jahrelangen Verschmutzung durch die Ölwirtschaft zu erholen. Die vollständige Rekultivierung könnte die "größte und längste Säuberungs- und Aufräumaktion der Welt" sein, fasst eine 2010 publizierte Studie des UNO-Entwicklungsprogrammes UNDP zusammen. Für die Bevölkerung bedeuten die während der vergangenen 50 Jahre ausgeflossenen knapp zwei Millionen Tonnen Rohöl nicht nur gesundheitliche, sondern auch ökonomische und damit existenzielle Probleme. In den Medien wird von der Ölpest im Südosten Nigerias aber nur selten berichtet.

Ein niederländisches Gericht hat nun entschieden, dass der Ölriese Shell zumindest teilweise für die Umweltkatastrophe verantwortlich ist - der Konzern wurde zu Schadensersatzzahlungen verurteilt. Auch der UNDP-Bericht kam zu dem Schluss, dass Shell einer der Verursacher der Ölpest sei. Das niederländisch-britische Unternehmen habe Probleme in der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit geschaffen, weil verabsäumte wurde, Kontroll- und Wartungsmechanismen zu implementieren, so das Urteil der UNO-Institution. Nach massiven Bürgerprotesten im Jahr 1993 zog sich der britisch-niederländische Konzern zwar von der aktiven Ölförderung im Ogoniland zurück, bis heute kontrolliert er aber über eine Tochtergesellschaft den Großteil der rund 7.000 Kilometer langen Leitungen in der Region.

Versäumnisse bei der Instandhaltung

UNDP kritisierte aber auch die staatliche nigerianische Ölgesellschaft NNPC (Nigerian National Petroleum Corporation) wegen schwerer Versäumnisse bei der Instandhaltung der bereits seit Mitte der 1950er Jahre existierenden Leitungen.

Shell selbst übernahm nach Bekanntwerden der Studienergebnisse Verantwortung für zwei Zwischenfälle im Jahr 2008 und 2009. Rechtlich zu belangen sei aber ohnehin allein das nigerianische Tochterunternehmen, erklärte der Konzern kürzlich. Hauptverantwortlich seien aber Öldiebe und Anschläge radikaler Gruppen. Auch UNDP kommt zu dem Schluss, dass viele der Lecks durch Sabotage und illegales Anzapfen der Pipelines entstanden sind. Unabhängige Berichte über auslaufendes Öl gibt es kaum.

Der nigerianischen Regierung zufolge gab es zwischen 1970 und 2000 in etwa 7.000 Ölaustritte. Umweltschutzorganisationen glauben, dass es bis zu 300 Mal im Jahr - das heißt beinahe jeden Tag - zu Zwischenfällen kommt.

Die Auswirkungen des ausgelaufenen Öls auf die Gesundheit der Bevölkerung, die Luft, den Boden und das Wasser sind jedenfalls verheerend. Die krebserregenden Bestandteile des "schwarzen Goldes" verseuchen nicht nur den Fischfang - und damit die Lebensgrundlage vieler - sondern auch das Grundwasser, wie UNDP herausfand.

Im Trinkwasser eines Ortes überstiegen die Werte für den krebserregenden Stoff Benzol den von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegten Grenzwert um das 900-fache. Anderswo fanden die Wissenschaftler eine acht Zentimeter dicke Ölschicht auf dem Grundwasser schwimmen. In dem Erdölfördergebiet im Süden Nigerias leben rund 30 Millionen Menschen. Ihre Lebenserwartung sank auf 40 bis 45 Jahre, im Rest des westafrikanischen Landes liegt sie bei knapp über 50 Jahren.

Sanierung würde eine Milliarde Dollar kosten

Die "Sanierung" der Region würde laut UNDP zunächst rund eine Milliarde Dollar kosten und 25 bis 30 Jahre dauern. Der Report - der bisher detaillierteste über die ölreiche Region Niger-Delata - wurde teilweise durch Shell selbst finanziert und auf Ansuchen der nigerianischen Regierung durchgeführt.

Die Regierung selbst ist ihrerseits massiv von den Einnahmen durch Ölexporte verantwortlich. Diese machen etwa 90 Prozent des Staatshaushaltes in Nigeria aus, die breite Bevölkerung profitiert davon jedoch nicht. Viele Nigerianer richten deshalb ihre Wut gegen Öl-Multis wie Shell, Exxon, Mobil, Total und Chevron. Nicht selten wurden deren Mitarbeiter entführt. Shell beschloss deshalb, seine Mitarbeiter aus gefährdeten Gebieten zu evakuieren. Oftmals sind aber auch Familienangehörige wohlhabender Nigerianer Opfer von Attentaten.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) kommt in ihrem Report 2011 zu folgendem Schluss: Die Regierung in Abuja habe wenig Anstrengungen unternommen, um Lösungen für die Ölpest im Nigeredelta zu finden, aber auch um lokale Korruption und politisches Sponsoring bewaffneter Gruppen, die der Gewalt und Armut in der ölreichen Region zu Grunde liegen, zu beseitigen.(red/APA/Reuters, 30.1.2013)>

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Spiegel online, Logo

La Coruña 13.11.2013: Untergang des Öltankers "Prestige" im Jahre 2002 bleibt ohne Schuldige

aus: Spiegel online: Größte Umweltkatastrophe in Spanien: Gericht spricht "Prestige"-Kapitän von Schuld frei; 13.11.2013;
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/untergang-des-oeltankers-prestige-vor-spanien-kapitaen-freigesprochen-a-933286.html

<Der Untergang des Öltankers "Prestige" führte 2002 zur größten Umweltkatastrophe Spaniens: Nun hat ein Gericht entschieden, dass niemand strafrechtlich für das Unglück zur Verantwortung gezogen werden kann.

La Coruña - Genau elf Jahre nach der Havarie des Öltankers "Prestige" vor der Nordwestküste Spaniens hat das Landgericht in La Coruña die Urteile im Prozess um das Unglück verkündet. Der griechische Kapitän wurde weitgehend freigesprochen. Es stehe nicht fest, was die Katastrophe genau ausgelöst habe, sagte der Vorsitzende Richter.

Das Gericht entlastete auch den ebenfalls aus Griechenland stammenden Maschinisten des Schiffes sowie den damaligen Chef der spanischen Hafenbehörde. Niemand sei für das Unglück strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen, entschieden die Richter.

Allerdings verhängten sie eine Haftstrafe von neun Monaten gegen den Kapitän, weil er den Anordnungen der Behörden nicht Folge geleistet hatte. Der heute 78-jährige Apostolos Mangouras hatte das Abschleppen des Tankers zunächst verweigert. Aufgrund seines hohen Alters wird er die Strafe jedoch nicht absitzen müssen.

Die altersschwache "Prestige" war am 13. November 2002 rund 50 Kilometer vor der felsigen Küste Galiziens leckgeschlagen. Wasser drang in den Rumpf des mit 77.000 Tonnen Schweröl beladenen Tankers ein. Der Zwischenfall schien anfangs nicht gravierend zu sein, er führte jedoch zur größten Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes.

Zehntausende Tonnen Öl strömten in den Atlantik

Die damalige konservative Regierung ordnete an, das leckgeschlagene Schiff auf den Atlantik hinauszuschleppen, "um eine Katastrophe an der Küste zu vermeiden". Zu der kam es sechs Tage später, rund 250 Kilometer vor der Küste: Der 26 Jahre alte Tanker zerbrach in zwei Teile und sank.

Mindestens 50.000 Tonnen Schweröl strömten ins Meer. Etwa 1600 Kilometer Küstenlinie - von Nordportugal über den Norden Spaniens bis hin zum Südwesten Frankreichs - wurde mit giftigem Ölschlamm verseucht. Zehntausende Seevögel verendeten, obwohl Tausende Fischer und Freiwillige aus ganz Europa gegen die Ölpest kämpften - mit Eimern, Schaufeln, Bratpfannen und Netzen.

Im November 2006 bildeten sich an der Unglücksstelle erneut Ölteppiche. Wissenschaftler vermuten, dass sich im Wrack, das in fast vier Kilometern Tiefe auf dem Meeresgrund liegt, noch Tausende Tonnen Öl befinden.

EU-Parlament und Umweltschützer hielten der Regierung von Ministerpräsident José María Aznar vor, das Ausmaß der Katastrophe noch verschlimmert zu haben. Auch Mangouras machte die spanischen Politiker für die Katastrophe mitverantwortlich. Die damalige Anweisung, den leckgeschlagenen Tanker auf das offene Meer hinauszuschleppen, sei ein Fehler gewesen, sagte der Kapitän bei seiner Vernehmung vor Gericht im vergangenen Jahr aus. Das Gericht urteilte nun aber, dass die "in einer Notlage" getroffene Entscheidung gerechtfertigt gewesen sei.

In dem Prozess waren aber keine spanischen Politiker und auch keine Eigentümer des Schiffes oder Verantwortliche der Reederei angeklagt worden. "Es ist offensichtlich, dass auf der Anklagebank Leute fehlen", sagte der Vorsitzende Richter während des Verfahrens.

Fall dürfte noch nicht abgeschlossen sein

Die Staatsanwaltschaft hatte für den Hauptangeklagten, Kapitän Mangouras, eine Haftstrafe von zwölf Jahren wegen eines Umweltvergehens und Missachtung von Anweisungen der spanischen Behörden gefordert. Für den Maschinisten verlangte sie neun Jahre und für den damaligen Chef der Hafenbehörde fünf Jahre Haft. Ein vierter Beschuldigter, der von den Philippinen stammende Erste Offizier des Tankers, ist flüchtig und konnte nicht vor Gericht gestellt werden.

Das Verfahren vor der spanischen Justiz zog sich über Jahre hin, weil mit den Ermittlungen ein Gericht im Küstenstädtchen Corcubión beauftragt wurde, das sich normalerweise mit Erbstreitigkeiten und Scheidungsfällen befasst. Die Richter mussten sich durch 230.000 Seiten Akten wühlen. Es wurden rund 140 Zeugen gehört, 70 Anwälte vertraten Angeklagte und Nebenkläger, zu denen auch Fischer und Küstendörfer gehörten.

Das Gericht räumte ein, dass der Einhüllentanker sich in einem beklagenswerten Zustand befunden habe. Dies sei dem Kapitän und der Besatzung aber wahrscheinlich nicht bekanntgewesen. Die "Prestige" habe über alle notwendigen Zertifikate verfügt. Das American Bureau of Shipping (ABS) hatte dem Tanker die Seetüchtigkeit bescheinigt. Die Richter hielten der US-Agentur vor, das Schiff nicht ausreichend kontrolliert zu haben. Der spanische Staat war bei der US-Justiz mit dem Vorhaben gescheitert, vom ABS eine Entschädigung einzuklagen.

Da das Gericht die Angeklagten von der Verantwortung für die Umweltkatastrophe freisprach, legte es auch nicht fest, wer für die Schäden aufkommen muss. Die Staatsanwaltschaft hatte die Schadenssumme auf 4,3 Milliarden Euro beziffert. "Dieses Geld wird nun niemand zahlen müssen", schrieb die Zeitung "El País" in ihrer Online-Ausgabe.

Umweltschützer und die sozialistische Opposition beklagten, dass nun niemand zur Rechenschaft gezogen werde. Es wird allerdings erwartet, dass gegen das Urteil beim Obersten Gerichtshof Berufung eingelegt wird.

wit/dpa/AFP>

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Alberta (Kanada) 16.6.2014: Kampf der Ureinwohner in Kanada gegen Wasserschäden aus der Öl-Sand-Gewinnung

aus: Netzfrauen online: Kanadas Ureinwohner klagen sauberes Trinkwasser ein – Aboriginals to sue for water quality; 16.6.2014;
http://netzfrauen.org/2014/06/16/kanadas-ureinwohner-klagen-sauberes-trinkwasser-ein-aboriginals-to-sue-for-water-quality/

<In Kanadas Provinz Alberta tobt seit Jahren ein ungleicher Kampf. Multinationale Konzerne rufen den größten Ölboom seit Jahrzehnten aus.

Die gigantischen Ölvorkommen in Kanada sprudeln nicht aus der Erde, sondern liegen tief verborgen im Sand. Riesige Industrieanlagen mitten in der Wildnis machen aus klumpigem Ölsand das begehrte Rohöl – mit fatalen Folgen für die Umwelt und die Bewohner der Region.

Die Gewinnung von Öl aus Teersand oder Öl-Sand (Tar Sand) ist eine der größten Umweltsauereien aller Zeiten. Da sie sich hauptsächlich im entfernten Kanada abspielen und kein direkter Bezug zwischen dem Benzin aus der Zapfsäule und einer raumgreifenden Natur- und Umwelt-Zerstörung unvorstellbaren Ausmaßes hergestellt wird, bleibt das Thema bei uns eine Randnotiz und wird in der Öffentlichkeit  nicht thematisiert.

Eine Gefahr für das dortige Trinkwasser ist genau dieser Teersand. Problematisch u.a. die letzten paar Prozent der Masse. Mit Wasser, Sand und Ton vermischt, landen sie in riesigen Absetzbecken, die in Alberta inzwischen rund 170 Quadratkilometer und mehr bedecken. Der Sand sinkt schnell nach unten. Übrig bleibt eine gelartige Suspension feinster Schwebstoffe, die bis zu 30 Jahre brauchen, um sich abzusetzen.Die Brühe enthält giftige Schwermetalle und Chemikalien. Umweltschützer werfen den Betreibern vor, dass ein Teil des Wassers im Boden versickere. Erhöhte Konzentrationen von Blei, Cadmium und Quecksilber wurden im nahen Athabasca River gemessen. Die Einheimischen berichten von missgebildeten Fischen und klagen über seltene Krebserkrankungen.

Mittlerweile hat sich die kanadische Rock-Legende Neil Young eingeschaltet. Er hat Mitte Januar  im nationalen Fernsehen die kanadische Regierung „vollständig außer Kontrolle“ genannt. Dann begann er seine Tour in Toronto. Er unterstützt den Kampf gegen die Teersand-Ausbeutung. Die indianische / First Nations der Athabasca Chipewyan wird einen Gerichtsprozess gegen die Ausweitung eines Teersand’bergwerks’ führen, dem die kanadische Regierung trotz erheblicher Bedenken eines Umweltverträglichkeitsgutachtens grünes Licht erteilt hat. Bei diesem Prozess wird  Neil Young  beim Kampf gegen die sich immer weiter ausweitenden Teersand-Projekte in Alberta beistehen. Zur Regierung sagt er: „Geld ist die Nummer eins. Anstand gibt es auf deren Karte gar nicht.“ Lesen Sie dazu: Neue Ölkatastrophe am Great Lakes

Die Ölsandvorkommen befinden sich direkt unter Kanadas Regenwald, einem der größten (noch) intakten Ökosysteme, die auf unserem Planeten übrig geblieben sind: Die regenreichen Urwälder der Westküste Nordamerikas mit ihren jahrhundertealten, moosbewachsenen Baumriesen. Diese Regenwälder des temperaten Klimas beeindrucken durch ihre Vielfältigkeit und sind Lebensraum für Bergpumas, Bären, Wölfe und zahllose weitere Tierarten. Viele Ureinwohner Kanadas leben in dieser Region. Der Abbau aus Ölsanden zerstört die unberührte Wildnis und die Lebensgrundlage der Indianer und gefährdet das Trinkwasser.

Vier Gruppen der Ureinwohner Alberta werden in dieser Woche in Calgary eine Klage aufgrund der Wasserqualität einreichen .

Wir haben für Sie diesen Originaltext vom 13.Juni 2014 übersetzt: Four Alberta aboriginal bands to launch water quality lawsuit in Calgary next week

Der Bundesregierung wird in Kürze ein Rechtsstreit vorliegen, bei dem es um Trinkwasser geht.
Vier Gruppen der Ureinwohner Albertas, darunter die Stämme Tsuu T’ina Nation and Blood, werden am Montagmorgen beim Gericht von Calgary einen gemeinsamen Prozess anstreben.
Die Begutachtung von A 2011 ergab, dass 73% der Ureinwohner durch verschmutztes Trinkwasser erheblichen Risiken für die menschliche Gesundheit ausgesetzt sind – vergleichbar mit vielen Ländern der Dritten Welt.
Die Klage wirft der kanadischen Regierung eine anhaltende Untätigkeit und Vernachlässigung vor – was eine beschämende Situation ist – das Trinkwasser der Ureinwohnern sollte so sicher sein, wie das der anderen Gemeinden in Kanada.

By Brad Curle: The federal government will soon have a legal battle on its hands over drinking water.Four Alberta aboriginal bands, including the Tsuu T’ina Nation and Blood Tribe, will file joint litigation in a Calgary courtroom on Monday morning.A 2011 assessment found 73 per cent of First Nation communities face significant risks to human health from unsafe drinking water comparable to many third world countries.The lawsuit claims inaction and neglect by the Canadian government has sustained what it calls a shameful situation, adding drinking water for First Nation peoples should be as safe as all other communities in Canada.More to Come Soon

Weitere Informationen werden folgen.

Was hat das mit Deutschland zu tun?

Viel! Bereits 2011 hat die EU-Kommission entschieden, dass Teersandöl nicht importiert werden soll, weil die Klimabilanz dieses Öls 23mal schlechter ist, als die von konventionellem Öl. Nun könnte die Einfuhr der umstrittenen kanadischen Teersandöle in die EU bis 2020 stark – von heute 4.000 auf täglich 700.000 Fass – ansteigen. Damit würde die Gemeinschaft bis zu 7 Prozent ihres gesamten Ölverbrauchs abdecken. Das von der EU und Kanada vereinbarte Freihandelsabkommen wird voraussichtlich 2015 in Kraft treten. Wird dann die Lieferung von Teersand (Ölsand) weiter ansteigen?

Netzfrau Kerstin Hördemann>

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Fotoquellen
[1] tote Zone unter explodierter Ölbohrinsel: http://www.20min.ch/news/dossier/oelpest/story/-Tote-Zone--unter-Bohrinseln-entdeckt-13604388


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